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  • Uss Moelm - eine Seite der Agentur Schulze
    Uss Moelm eine Seite der Agentur Schulze Fachwerkhäuser in Stdtmitte Auf dem Dudel Dimbeck Kardinal Graf Galen Strasse Scharpenberg

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  • Uss Moelm - eine Seite der Agentur Schulze
    der tiefste Punkt in Mülheim an der Bodendeponie mit 26 m NN der höchste Punkt in Mülheim am Saalsweg mit 157 5 m NN

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  • Uss Moelm - eine Seite der Agentur Schulze
    der Fischaufstieg an der Schleuse Raffelberg

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  • Uss Moelm - eine Seite der Agentur Schulze
    Das brennende Mülheim nach der Bombardierung in der Nacht vom 23 auf 24 Juni 1943

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  • Uss Moelm - eine Seite der Agentur Schulze
    Der Ehrenfriedhof für 2 Weltkriege im Uhlenhorst

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  • Uss Moelm - eine Seite der Agentur Schulze
    Am Entenfang

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  • Uss Moelm - eine Seite der Agentur Schulze
    Abitur und verließ Mülheim um in Detmold als Berufsoffizier in das Infanterieregiment 18 einzutreten Günther Smend nahm mit seiner Einheit am Frankreichfeldzug teil später am Russlandfeldzug besuchte anschließend die Kriegsakademie in Berlin und wurde im Juli 1943 zum Adjutanten von Generaloberst Zeitzler ernannt Durch sein neues Amt kam er in Kontakt mit Widerstandskreisen innerhalb des Generalstabs erfuhr von den Attentatsplänen auf Hitler und versuchte erfolglos seinen Vorgesetzten Zeitzler zur Teilnahme an der Verschwörung zu bewegen Nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler vom 20 Juli 1944 wurde Smend diese missglückte Anwerbeaktion zum Verhängnis Am 1 August wurde er auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin verhaftet kam ins Gefängnis des Reichssicherheitshauptamtes wurde aus der Wehrmacht ausgestoßen und als Mitwisser des Attentats vom Volksgerichshof am 30 August 1944 zum Tode durch Erhängen verurteilt Die Hinrichtung erfolgte am 8 September im Gefängnis Plötzensee Günther Smend hinterließ eine Ehefrau und drei Kinder Arthur Brocke Arthur Brocke wurde am 14 April 1884 als Sohn des Werkmeisters Robert Brocke in Aachen geboren Nach einem Bauingenieursstudium an der Königlichen Technischen Hochschule zu Aachen trat er 1905 in den Dienst des Düsseldorfer Bauunternehmers Heinrich Scheven wo er mit der Bauleitung für verschiedene Projekte betraut wurde Im Jahre 1908 wechselt Brocke in den Öffentlichen Dienst zur Stadtverwaltung Essen Als 1919 in Mülheim eine Beigeordnetenstelle neu zu besetzen war bewarb er sich und bekam den Zuschlag Als gewählter Baudezernent plante Brocke in seiner Amtszeit so prominente Projekte wie das Ruhrstadion die Realschule Stadtmitte den Flughafen sowie die Siedlungen Witthausbuch und Salierstraße Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Anfang 1933 wurde Arthur Brocke als nicht parteitreuer leitender Beamter unter fadenscheinigen Begründungen von März bis Mai in Schutzhaft genommen Gleichzeitig strengte man ein Dienststrafverfahren gegen ihn an wegen angeblicher Begünstigung Vorteilsannahme und Steuerhinterziehung Ohne das Ergebnis des Strafverfahrens abzuwarten wurde Arthur Brocke gemäß dem neuen Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in den Ruhestand versetzt Persönliche Bedrohungen in seiner Wohnung durch SS Trupps sowie gegen ihn gerichteten Rufmordkampagnen in der Mülheimer Lokalpresse verstärkten den Druck auf ihn und zerrütteten seine Nerven so sehr dass er sich in der Nacht des 18 September 1933 in seiner Villa in der Bismarckstraße 31 das Leben nahm Damit war er eines der frühen Opfer des NS Regimes Er hinterließ eine Frau und fünf Kinder Bernhard Broccai Bernhard Broccai wurde am 26 Juni 1880 in Bottrop geboren wo er vermutlich bis 1908 wohnte und als Bergmann arbeitete Am 16 Juni 1908 heiratete er Gudula Kastenholz aus Styrum Deren Mutter besass eine Buchhandlung die nach der Hochzeit auf den Namen Bernhard Broccai umgeschrieben wurde Bis etwa 1930 war diese Buchhandlung am Löhberg 76 Ab 1931 wurde die Buchhandlung aus wirtschaftlichen Gründen in eine Leihbücherei umgewandelt und am neuen Standort Althofstraße 48 betrieben 1933 beschlagnahmte die Gestapo rund 3000 Bücher damals missliebiger Autoren Bernhard Broccai hatte sich schon vor 1933 antifaschistisch betätigt und gehörte einer kommunistischen Widerstandsgruppe an Aufgrund der Anzeige eines Nachbarn wurde er am 20 September 1944 verhaftet und bis zum 2 Oktober 1944 im Mülheimer Polizeipräsidium inhaftiert Am 3 Oktober des gleichen Jahres deportierte ihn die Gestapo ins Konzentrationslager Oranienburg später nach Neuengamme bei Hamburg Dieses Konzentrationslager wurde ab 19 April 1945 evakuiert die Häftlinge auf zwei Schiffe die Cap Arcona und die Thielbeck verladen Diese beiden Schiffe mit rund 7500 Häftlingen lagen am 3 Mai 1945 in der Lübecker Bucht wo sie von der Britischen Luftflotte angegriffen wurden Lediglich 400 Häftlinge überlebten den Angriff Bernhard Broccai gehörte nicht zu den Glücklichen Da das genaue Todesdatum nicht zu ermitteln war wurde er am am 12 November 1949 für tot erklärt Louis und Julie Lucas Louis Lucas wurde am 9 Januar 1872 in Mülheim an der Ruhr geboren seine Frau Julie Sara am 2 November 1872 in Oberhausen Beide waren jüdischen Glaubens Louis Lucas von Beruf Pferdemetzger lebte bis 1899 in Oberhausen Dann zog er mit seiner Frau nach Mülheim an der Ruhr wo sie sich am Froschenteich 30 niederließen Am 20 Oktober 1900 kam der gemeinsame Sohn David Walter zur Welt Er wohnte bei seinen Eltern bis zu seinem 12 Lebensjahr bis er im April 1912 nach Euskirchen möglicherweise zu dort lebenden Verwandten abgemeldet wurde Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914 wurde Louis Lucas zum Militär eingezogen blieb bis 1917 im Felde und kam dann zurück nach Mülheim Im November 1929 kehrte Sohn David Walter inzwischen Kaufmann nach einem Aufenthalt in Dresden ebenfalls in seine Heimatstadt Mülheim in die Wohnung seiner Eltern zurück Nach mehreren Umzügen wohnten die Lucas seit Juli 1936 in der Hindenburgstraße 70 heute Friedrich Ebert Straße 70 Am 25 November 1938 kurz nach der Reichspogromnacht wurde David Walter Lucas nach Dachau deportiert Er wurde im Februar 1939 entlassen kehrte nach Mülheim zurück und bereitete seine Emigration nach England vor Die Abmeldung erfolgte am 16 August 1939 Auf diese Weise überlebte er das Naziregime Die letzte Unterkunft seiner Eltern in Mülheim befand sich in der Löhstraße 53 einem sogenannten Judenhaus von wo sie im Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden Louis Lucas verstarb dort am 31 Juni 1943 seine Frau Julie wurde weiter nach Auschwitz deportiert und dort ermordet Selma und Hedwig Heimann Leider ist aus den Akten nur sehr wenig bekannt über das Leben der Geschwister Heimann Geboren wurden sie am 1 März 1877 in Mülheim an der Ruhr als Kinder der Eheleute Hermann David Heimann und seiner Frau Henriette geborene Steinwasser Die deutsch jüdische Familie wohnte vermutlich bis 1919 in der Schreinerstrasse 10 bis sie in jenem Jahre zur Hindenburgstraße 78 heute Friedrich Ebert Straße 78 zog Die Geschwister Heimann waren später als Fürsorgerinnen der Mülheimer jüdischen Gemeinde tätig und in diesen Kreisen bekannt und beliebt Am 27 Februar 1940 wurden sie in einer Nacht und Nebelaktion aus dem Hause geholt und in das ehemalige Haus der Heilsarmee in Mülheim Köhle 16 verbracht Sie durften nur das zum Leben Notwendigste mitnehmen Am 23 Juni 1942 wurden sie in das Haus Scharpenberg 42 eingewiesen ein sogenanntes Judenhaus der Ausdruck war in Mülheim zu der Zeit jedoch nicht gebräuchlich Von dort aus wurden Selma und Hedwig Heimann 4 Wochen später am 21 Juli 1942 ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert über das weitere Schicksal ist nichts bekannt es ist aber davon auszugehen dass sie im KZ Theresienstadt ermordet wurden Da das genaue Todesdatum nicht festzustellen war wurden die Geschwister Heimann 1945 für tot erklärt Jakob Frosch Jakob Frosch wurde am 29 Juli 1900 in Kienburg Bezirk Traunstein geboren Als Grund für seine mehrmalige Gefangensetzung wurde seine fremdrassische Zugehörigkeit als ungarischer Zigeuner angegeben Insgesamt war er drei Jahre einen Monat und 19 Tage eingesperrt Seine Frau Rosa heiratete er am 19 September 1939 in Oberhausen Osterfeld Beide hatten beim Zirkus Althoff als Artisten gearbeitet jedoch wurde der Vertrag gelöst als ihnen im September 1939 die weitere Ausübung des Berufs verboten wurde Die Familie Frosch zu der mittlerweile auch vier Kinder gehörten lebte in einem Wohnwagen an der Holzstraße bzw der Kreuzstraße 70 Sie wurden am 2 Februar 1943 in das Familienghetto Auschwitz Birkenau deportiert Dort wurden die Kinder von den Eltern getrennt und mit hoher Wahrscheinlichkeit vergast Jakob Frosch erhielt die Häftlingsnummer 2510 Es ist von mehreren Misshandlungen des Mannes die Rede so wurden ihm einmal 85 Stockhiebe auf den Rücken verabreicht Laut Aussage der Ehefrau Rosa starb ihr Mann im September 1943 in ihren Armen an einer Thyphus und Malariaerkrankung Rosa Frosch überlebte das KZ kehrte nach dem Krieg nach Mülheim an der Ruhr zurück und und stellte einen Antrag auf Wiedergutmachung um für die Versteigerung ihres Wohnwagen mit der Kücheneinrichtung und aller Habe was auch Schmuck im Wert von über 15 000 RM und Bargeld einschloss durch das Mülheimer Finanzamt eine Entschädigung zu erhalten Bild folgt Wilhelm Müller Der Partei und Gewerkschaftssekretär Wilhelm Willi Müller wurde am 23 Dezember 1890 in Mülheim an der Ruhr geboren Nachdem er sich einige Jahre im Spartakusbund bzw in der KPD engagiert hatte wandte er sich nach der Teilnahme der Spartakusgruppe an bewaffneten Kämpfen gegen Freikorpsverbände im Ruhrgebiet von der Partei ab Am 1 Januar 1922 trat Willi Müller in die SPD ein überzeugt dass die vielfältigen Probleme jener Zeit nicht durch Radikalismus oder gar Gewalt sondern nur durch Verständigung in der parlamentarischen Auseinandersetzung gelöst werden konnten Seit 1929 war er Vorsitzender der SPD Fraktion in der Mülheimer Stadtverordnetenversammlung und wurde im März 1933 kurzzeitig in sogenannte Schutzhaft genommen ehe im Sommer 1933 sein Mandat auch offiziell erlosch In der Folgezeit hielt Willi Müller sich und seine Familie allesamt wohnhaft in der Dümptener Straße 17 mit verschiedenen Gelegenheitsarbeiten über Wasser ehe er im Zuge einer reichsweiten Verhaftungswelle Aktion Gewitter im Nachgang des Attentates vom 20 Juli 1944 verhaftet und zunächst ins Konzentrationslager Sachsenhausen verbracht wurde Später erfolgte die Verlegung ins Konzentrationslager Neuengamme bei Hamburg wo Willi Müller am 16 November 1944 starb Auch wenn die offizielle Angabe der Todesursache auf Lungenentzündung lautete so starb Willi Müller tatsächlich wohl an den Folgen von Haftbedingungen und Misshandlungen Er hinterließ eine Ehefrau und einen Sohn Johannes vom Bruch wurde am 28 Februar 1919 in Mülheim an der Ruhr geboren Er litt unter diversen Kinderkrankheiten lernte erst spät laufen und wiederholte eine Klasse der Volksschule Weil er auch seine Lehre als Klempner nicht abschließen konnte arbeitete er als Hilfsarbeiter bei der AEG in Mülheim Der Vater bezeichnete seinen Sohn als Sorgenkind Trotz seiner geistigen Behinderung führte er aber zunächst ein ganz normales Leben als zukünftiger Volksgenosse er trat in die Hitlerjugend ein und wurde Mitglied der SA Als er im April 1939 zum Reichsarbeitsdienst eingezogen wurde fiel seine schwache geistige Konstitution auf und man zog ihn zu niederen Arbeiten wie dem Toilettenreinigen heran 1940 wurde Johannes Soldat In Russland erkrankte er an Malaria Nach überstandener Krankheit gelangte er über seinen Ersatztruppenteil in Aachen wieder nach Russland Seine Vorgesetzten nahmen auf sein geistiges Vermögen keine Rücksicht sondern versuchten den jungen Mann mit Druck und Strenge zu einem richtigen Soldaten zu machen Beim Knüppeldammbau trieben sie Johannes bis an die Grenze seiner körperlichen Belastbarkeit und das führte schließlich zu seinem völligen seelischen und körperlichen Zusammenbruch Beim Ersatztruppenteil in Aachen zu dem er zurück geschickt wurde legten seine Vorgesetzten seine schwache Konstitution als Schwerverbrechertum aus Er wurde aus der Wehrmacht entlassen und nach Mülheim zur Kriminalpolizei überstellt da die örtliche Gestapoabteilung bereits geschlossen hatte Nach zwei Tagen wurde er entlassen und nahm seine Arbeit bei der AEG wieder auf Die Eltern versuchten ihren Sohn wieder aufzubauen denn er litt unter starkem Gewichtsverlust und Depressionen Selbst die Ausübung der motorischen Fähigkeiten war nur unter ständigem Einsatz von Hilfsmitteln möglich Nach einer Verbesserung seines sowohl seelischen als auch körperlichen Zustandes arbeitete der junge Mann von 1942 bis 1943 in der Mülheimer Fabrik denn an diesem Tag wurde er von der Staatspolizei Mülheim an der Ruhr vorgeladen Von dort kehrte er nicht mehr ins öffentliche Leben zurück Der Vater wandte sich in seiner Verzweiflung sogar schriftlich an Goebbels mit der Bitte den geistig und körperlich stark angegriffenen Sohn in die Obhut der Eltern zu entlassen aber das brachte ihm nur eine Vorladung bei der Gestapo ein Er sollte sich dort schriftlich verpflichten alle Nachforschungen bezüglich seines Sohnes einzustellen Der Vater lehnte ab und wurde daraufhin 20 Stunden in Einzelhaft genommen Nur mit Rücksicht auf seine schwerkranke Frau willigte er schließlich ein Die Gestapo überstellte Johannes vom Bruch in das KZ Buchenwald wo er am 23 Dezember 1944 verstarb Die näheren Umstände seines Todes sind nicht bekannt Erst einen Monat später erhielten die Eltern Nachricht vom Ableben ihres Sohnes Johann Kaiser wurde am 28 Februar 1888 in Deutsch Okonin Kreis Schwetz geboren Nach dem Besuch der achtklassigen Volksschule machte er eine Schlosserlehre Er war verheirat mit Hermine Katharina Helene Meyer Aus der Ehe stammt ein gemeinsamer Sohn Im Jahre 1910 zog er von Duisburg Hamborn nach Mülheim und wohnte dort zunächst in der Bruchstraße 10a dann in der Lagerstraße 33 und schließlich seit Ende 1921 in der Hindenburgstraße 140 heutige Friedrich Ebert Straße Der berufliche Werdegang von Herrn Kaiser lässt sich nur bruchstückhaft rekonstruieren So war er unter anderem vom Ende 1935 bis Anfang 1937 bei den Deutschen Eisenwerken in Mülheim Friedrich Wilhelms Hütte als Sandputzer tätig und später nach der Verbüßung seiner Haftstraße als Gussputzer bei der Mülheimer Firma Friedrich Knoops Im Januar 1937 wurde er als Sympathisant der KPD unter dem Verdacht der Vorbereitung zum Hochverrat verhaftet und vom OLG Hamm am 20 Januar 1938 zu drei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt Darüber hinaus wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte für drei Jahre aberkannt Die Strafe saß er im Zuchthaus Lüttringhausen ab von wo er im Juli des Jahres 1940 entlassen wurde Vermutlich im Zuge allgemeiner Razzien gegen Gegner des NS Regimes infolge des Attentats auf Hitler vom 20 Juli 1944 wurde Johann Kaiser im September 1944 von der Gestapo Düsseldorf verhaftet und in das KZ Flossenbürg eingeliefert Die überstellung an das KZ Mauthausen folgte im Oktober desselben Jahres Hier starb Johann Kaiser an Herzschwäche und allgemeinem körperlichen Verfall In einem Schreiben vom 20 Januar 1945 teilt der Kommandeur des KZ Mauthausen der Ehefrau des Verstorbenen mit Ihr Ehemann Johann Kaiser ist am 19 1 1945 an Herzmuskelschwäche im hiesigen Krankenbau gestorben Die Leiche wurde am 20 1 1945 im staatlichen Krematorium eingeäschert Gegen die Ausfolgung der Urne bestehen wenn eine Bescheinigung der örtlichen Friedhofsverwaltung beigebracht wird keine Bedenken Eine Sterbeurkunde können Sie bei Einsendung der Gebühr von RM 0 72 beim Standesamt Mauthausen II 12b Mauthausen Oberd anfordern gez i A Schulz SS Obersturmführer Otto Kaminski wurde am 4 Oktober 1888 als zweites Kind der Eheleute Emil und Maria Kaminski in Zoppot Polen geboren Er besuchte acht Jahre lang die Volksschule in Saarn und absolvierte anschließend eine dreijährige Lehre als Schneider Eine Gesellenprüfung legte er dabei nicht ab arbeitete aber dennoch hinterher als Schneider in Hannover und Mülheim Von 1914 bis 1918 nahm er als Soldat am Ersten Weltkrieg teil 1924 heiratete er Christine Geifes geb Brinkmann von der er 1933 aber bereits wieder geschieden wurde Er gehörte keiner Religionsgemeinschaft an war Mitglied der KPD der Roten Hilfe und des Roten Frontkämpferverbandes Nach der NS Machtergreifung im Januar 1933 wurde er mehrere Male in Schutzhaft genommen im November 1934 festgenommen und im Mai 1935 in einem Prozess vor dem Oberlandesgericht Hamm wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu drei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt Am 10 Mai 1938 hatte er die Straße verbüßt und wurde entlassen Während seiner Haft war er zudem aus der Handwerkerrolle gelöscht worden Eine zweite Ehe ging Otto Kaminski 1940 mit der Witwe Hermine Siepmann ein Nach der Eheschließung wohnte das Paar in der Tersteegenstraße 2 Nach dem Attentat auf Hitler am 20 Juli 1944 geriet Otto Kaminski ins Fadenkreuz der ermittelnden Gestapo Mitte September wurde er verhaftet in das Polizeigefängnis Mülheim eingeliefert und dann zunächst in das KZ Oranienburg später in das benachbarte KZ Sachsenhausen deportiert Im Februar 1945 wurde er ins KZ Mauthausen verlegt Dort verstarb Otto Kaminski am 24 April 1945 Hans Klapper wurde am 8 Dezember 1904 in Königsberg geboren 1929 heiratete der gelernte Maurer in Duisburg Meiderich Ida Stricker aus Werne Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor Von 1927 bis 1934 war Hans Klapper zunächst als Kokillenputzer bei den Eisenwerken Mülheim Meiderich beschäftigt später arbeitete er als Maurer und Polier Anfang der 1930er Jahre gehörte er der Roten Hilfe sowie dem Kampfbund gegen den Faschismus an und war an verschiedenen kommunistischen überfällen auf Nationalsozialisten beteiligt 1933 wurde Hans Klapper in Schutzhaft genommen In der Folgezeit spendete Hans Klapper häufiger Geld für politische Gefangene und deren Angehörige und bezahlte als Mitglied einer kommunistischen Zelle regelmäßig Mitgliedsbeiträge Im April 1935 wurde Hans Klapper als KPD Symphatisant bei der Gestapo angezeigt verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat vom Oberlandesgericht Hamm zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt die er in der Strafanstalt Lüttringhausen absaß Anfang Mai 1939 wurde Klapper aus der Haft entlassen In den Akten der Geheimen Staatspolizei von 1939 wird sein Verhalten während der Haft wie folgt beschrieben Einwandfreie Führung während der Strafverbüßung fleißig gearbeitet Ruhig und besonnen hielt sich von anderen Gefangenen fern Am 29 Januar 1943 wurde Hans Klapper zum Bewährungsbataillon 999 einer militärischen Strafeinheit eingezogen Bei Kämpfen auf dem Balkan wurde er verwundet und verstarb an den Folgen im Ortslazarett von Sarajewo Maria Djuk wurde 1882 als drittes Kind jüdischer Eltern die zum evangelischen Glauben übergetreten waren in Konstantinopel heute Istanbul geboren Ihre Mutter war Tochter eines armenischen Rabbiners ihr Vater Moses Djuk aus Polen stammend arbeitete als Missionar bei der Schottischen Mission Maria wuchs in einem weltoffenen Elternhaus auf außer der Landessprache beherrschte sie Armenisch Englisch Französisch und Deutsch Über den Kontakt mit dem damaligen deutschen Botschafter Graf von Lüttichau kam Maria Djuk nach ihrem Abitur nach Deutschland und studierte an dem Lehrerinnenseminar der Diakonissenanstalt in Düsseldorf Kaiserswerth Als ausgebildete Lehrerin kehrte sie in ihre Geburtsstadt zurück doch nach dem Beginn des Ersten Weltkriegs reiste sie wieder nach Deutschland In der evangelischen Volksschule in Schwafheim bei Moers bekam sie eine Anstellung Sie galt als Lehrerin aus Berufung und Leidenschaft in der evangelischen Gemeinde leitete sie außerdem die weibliche Jugendarbeit Im nationalsozialistischen Staat wurde sie unerwartet von der Rassegesetzgebung getroffen Im April 1934 trennte sich die christliche Schule von der Lehrperson jüdischer Abstammung 1935 wurde Maria Djuk gemäß dem Reichsbürgergesetz in den Ruhestand versetzt Danach sah die 53 Jährige keine Möglichkeit mehr in Schwafheim wo sie sich so sehr engagiert hatte weiterzuleben Sie sah sich nach einer anderen Bleibe um die aufgrund der geringen Rente nicht mehr als 40 Reichsmark Miete kosten durfte Im Mai 1936 gelang es ihr eine geeignete Wohnung in Mülheim zu finden in der Althofstraße 44a Als Maria Djuk im Sommer 1936 ihren Bruder in England besuchte bat er seine Schwester zu bleiben Doch sie kehrte nach Deutschland zurück Maria Djuk schloss sich in Mülheim der evangelischen Altstadtgemeinde und ihrem Gemeindepfarrer Ernst Barnstein an Barnstein war ein aktives Mitglied der nicht NS konformen Bekennenden Kirche BK die im Presbyterium in der Minderheit war gegenüber den NS nahen Deutschen Christen Ein guter Kontakt entstand auch zu dem von den Deutschen Christen als illegal bezeichneten BK Hilfspfarrer Kurt Muthmann und seiner Frau Sophie Ihre Hauswirtin

    Original URL path: http://www.uss-moelm.de/html-bilder/stolpersteine.html (2016-04-26)
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  • Uss Moelm - eine Seite der Agentur Schulze
    an der Hochfelder Strasse Wegsperre aus Basalt am Marienhospital Alle Bilder auf dieser Seite können durch anklicken vergrößert dargestellt werden durch wiederholten Klick werden sie wieder verkleinert Bitte erst vollständiges

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