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  • BÜcherGArtenschau
    KLEINE AUSSTELLUNG BÜcherGArtenschau Zentralbibliothek Eingangshalle 08 06 23 07 2005 Mo Fr 8 30 22 00 Uhr Sa 9 30 17 00 Uhr Wenn Sie gerade ein Blumenbeet neu gestalten wollen Vielleicht lassen Sie sich von der Abbildung oben anregen entnommen der von dem sienesischen Jesuiten Giovanni Battista Ferrari 1633 veröffentlichten Anleitung zur Blumenzucht Wenn Sie planen einen Landschaftsgarten neu anzulegen Vielleicht beflügeln Sie die romantischen Ideen die Carl Heinrich

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  • Metamorphosen
    Blöcke gelangten nach Parma wo Francesco Mazzali 1505 zwei weitgehend identische lateinische Metamorphosen damit schmückte die zugleich den 1492 erstmals veröffentlichten und während des 16 Jhdts sehr populären Kommentar des Raphael Regius boten spätere der beiden Ausgaben UBA 02 I 5 2 150 Bis in die 1520er Jahre waren die Blöcke dann wieder in venezianischen Druckereien im Einsatz die meisten mussten aufgrund der Abnutzung freilich nach und nach ersetzt werden Sehr früh wurde diese Serie auch nachgeschnitten in Italien beherrschte sie die illustrierten Metamorphosen bis ca 1570 Die Ausstellung dokumentiert dies durch Drucke des Giovanni Tacuino Venedig 1513 UBA 02 II 5 2 95 und Bernardino Bindoni Venedig 1548 UBA 02 II 5 4 38 Der Text der letzteren Ausgabe ist die erstmals 1522 erschienene italienische Übersetzung des Niccolò degli Agostini die sich rasch als Standard etablieren konnte In Lyon setzte die Rezeption der venezianischen Bildserie ein mit der 1510 von Claude Davost für Stéphane Gueynard gedruckten Ausgabe UBA 02 II 5 4 104 bis 1532 folgten in Lyon ca 10 weitere Metamorphosen die auf die venezianischen Erfindungen von 1497 zurückgriffen Illustriert ist auch die erste deutschsprachige Druckausgabe der Metamorphosen erschienen 1545 und in zweiter Auflage 1551 UBA 02 II 5 2 97 in der Mainzer Offizin des Ivo Schöffer Dieser hatte 1531 die florierende Offizin seines Onkels Johann Schöffer übernommen dessen Vater Peter in den ersten Jahren des Buchdrucks mit Gutenberg und Fust zusammengearbeitet hatte Die deutsche Bearbeitung des Textes stammt von Jörg Wickram der seinerseits auf die heute nur in Fragmenten erhaltene Fassung Albrechts von Halberstadts ca 1190 1210 zurückgriff Wickram der ein umfangreiches erzählerisches und dramatisches Werk hinterließ lieferte auch die Vorlagen für die volkstümlichen und mitunter derben Holzschnitte der Schöfferschen Drucke Erstmals 1557 erschienen die von dem Lyoner Bernard Salomon entworfenen Holzschnitte die in der Folgezeit u a dem Nürnberger Virgil Solis als Vorlage dienten dessen Serie z B die 1575 von Georg Corvinus Rab in Frankfurt a M gedruckten Metamorphosen illustriert UBA 02 II 5 8 277 Stark vereinfacht finden sich die Kompositionen Salomons auch in der Oktavausgabe einer französischen Prosaübersetzung die 1601 in Rouen bei Theodore Reinsart erschien UBA02 II 5 70 1677 publizierte Francois Foppens in Brüssel eine mit Kupferstichen ausgestattete Ausgabe in repräsentativem Folioformat die neben dem lateinischen Text die Übersetzung des im 17 Jhdt sehr geschätzten Pierre Du Ryers enthält dessen Dramen zeitweise mit denen Corneilles verglichen wurden UBA 02 II 5 2 1 Zahlreiche dieser Illustrationen wurden nach Vorlagen verschiedener Künstler von holländischen Stechern angefertigt die bei Erscheinen des Buches längst verstorben waren Magdalena de Passe Crispijn des Passe Willem de Passe Theodor Matham Frederic Bloemart andere wurden offenbar unmittelbar vor Erscheinen des Buches von Antwerpener Künstlern u a Martin Bouche gestochen wohl großenteils nach Zeichnungen von Hendrik Abbé Der Zyklus besteht somit aus zwei Gruppen deren stilistische Unterschieden leicht erkennbar sind Den älteren kleinteilig ausgearbeiteten holländischen Stichen stehen die eher flott großzügigen neuren Antwerpener Arbeiten gegenüber Ausgestellt ist ein Stich aus der älteren Gruppe den Magdalena de Passe nach

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  • Szenen einer schönen Welt
    00 Uhr Eröffnung Dienstag 25 10 2005 18 00 Uhr Einführung Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull Prof Dr Helmut Koopmann Universität Augsburg Vortrag Dichterkopf mit Schneemützchen Die Thomas Mann Büste von Gustav Seitz Dr Dirk Heißerer 1 Vorsitzender des Thomas Mann Förderkreises München Übergabe der Büste Prof Dr Klaus W Jonas Diese Ausstellung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Stadtsparkasse Augsburg der Viermetz Stiftung und der Zauberberg Stiftung Im Jahr 1954 veröffentlichte Thomas Mann seinen letzten Roman Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull Der Roman hatte ihn lange Jahre begleitet erste Notizen stammen aus dem Jahr 1905 blieb zuletzt aber Fragment Trotzdem wurde Felix Krull nach den Buddenbrooks zum beliebtesten Roman Thomas Manns nicht zuletzt aufgrund der populären Verfilmung von 1957 mit Horst Buchholz und Liselotte Pulver Anlässlich des 50 jährigen Erscheinungsjubiläums des Felix Krull widmete das Buddenbrookhaus Lübeck in Zusammenarbeit mit dem Thomas Mann Archiv der ETH Zürich und dem Literaturhaus München diesem modernen Schelmenroman eine Ausstellung die nun in Augsburg zu sehen ist Die Ausstellung lädt dazu ein in die schöne Welt Felix Krulls einzutauchen und einen Blick in die Werkstatt eines großen Schriftstellers zu werfen Sie präsentiert eine Galerie der Vorbilder für den Romanhelden in der mögliches Vorbildfoto Romangestalt und Romantext in einen Dialog treten sie bietet die Gelegenheit Thomas Manns Arbeitsmaterialien Zeitungsartikel Reportagen Fotos Reiseführer etc zu studieren sie erläutert an ausgewählten Beispielen seine Arbeitsweise und verfolgt den Weg von der Materialvorlage über die Notiz und Manuskriptseiten bis hin zu Korrekturfahne und gedruckter Romanseite sie zeigt aber auch was nicht im Buche steht und präsentiert sämtliche Materialien die Thomas Mann für die Fortsetzung gesammelt aber nicht mehr verwendet hat Daneben können sich die Besucherinnen und Besucher von Erik Marx Fotoserie Felix Krull in Paris Eine fotografische Spurensuche inspirieren lassen Ergänzt wird die Ausstellung durch weitere Dokumente

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  • Macklin's Bible
    deren Subskriptionsliste vom König der Königein und dem Prinzen von Wales angeführt wurde und immerhin den Absatz von ca 700 Exemplaren garantierte Für den Druck des Textes wurde eine von Jospeh Jackson speziell für die Bibel geschnittenen Antiquatype verwendet Kaum war man freilich 1792 beim fünften Buch Moses angekommen starb Jackson und mit William Caslon III dem Angehörigen einer namhaften Typographendynastie der Jacksons Schriftgießerei gekauft hatte wollte Bensley auf keinen Fall Geschäftsbeziehungen eingehen Die Lösung bestand darin dass Vincent Figgins eine ähnliche Type schnitt mit der dann die verbleibenden Teile der Bibel gedruckt wurden Figgins hatte zuvor selbst ein Auge auf Jackson Gießerei geworfen dann aber als er dem Rivalen Caslon weichen musste einen eigenen Betrieb eröffnet der zu den besten seiner Zeit gehörte Zu den typographischen Besonderheiten der Bibel zählt dass Wörter die im Zuge der englischen Übersetzung zum besseren Textverständnis eingefügt worden waren nicht wie üblich durch Kursive gekennzeichnet wurden Um die feierlich monumentale Wirkung des Schriftbildes nicht zu stören oder in Macklins eigenen Worten for the sake of typographical elegance wurden stattdessen nur höchst dezente Punkte unter dem jeweils ersten Vokal der betreffenden Wörter angebracht Textgrundlage der Bibel war die englische Standardübersetzung der damaligen Zeit die 1611 erstmals publizierte King James Bible oder Authorized Version Allen Schwierigkeiten zum Trotz erlebte das Vorhaben seine Vollendung Den endgültigen Abschluss der Arbeiten erlebte Macklin freilich nicht denn die letzten Illustrationen lagen erst wenige Wochen nach seinem Tod am 25 Oktober 1800 vor und für die Hinterbliebenen bedeuteten Macklins Unternehmungen eine große wirtschaftliche Belastung allein in die Bibel waren schätzungsweise 30 000 geflossen Der finanziellen Misere war auch mit Gemäldeverkäufen nicht beizukommen und es ist bezeichnend dass z B um 1820 die Royal Academy zunächst ersucht werden musste zum Lebensunterhalt von Macklins Tochter Hannah beizutragen und dann wenig später um Begleichung der Begräbinskosten gebeten wurde Was den Buchschmuck der Bibel angeht so begleiteten schließlich 72 ganzseitige Kupferstiche den Text sowie halbseitige Illustrationen jeweils am Beginn und am Ende der einzelnen Bücher der Bibel Wem die Bebilderung nicht genügte dem stand es frei in sein Exemplar zusätzliche Bildtafeln einzubinden Es haben sich mehrerer beträchtlich erweiterte Macklin Bibeln erhalten wobei Macklins Rivale Robert Bowyer 1758 1834 der selbst illustrierte Bibeln publizierte besonderen Ehrgeiz entwickelte Tausende von Drucken ließ er beibinden und für die so entstandenen 45 dickleibigen Bände einen speziellen Schrank anfertigen Gerade im Hinblick auf Macklins Bibel erscheint die für heutige Begriffe befremdliche Idee ein Werk der Buchkunst eigenmächtig zu verschönern nicht ganz unverständlich Die Kupfertafeln sind sehr ungleichmäßig über den Text verteilt und das Gesamtkonzept der Bebilderung ist mitunter eigenwillig Szenen die in der Geschichte der Bibelillustration auf eine lange Geschichte zurückblicken bleiben unberücksichtigt während andererseits Bibelstellen mit einem Kupferstich gewürdigt werden bei denen man es kaum erwarten würde Den umfangreichsten Beitrag zum künstlerischen Schmuck der Macklin Bibel nämlich die gemalten Vorlagen für 16 ganzseitige und die Zeichnungen für 111 halbseitige Kupferstiche lieferte Philippe Jacques de Loutherbourg 1740 1812 der über Straßburg und Paris nach London gekommen war wo er zunächst

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  • In den alten Zeiten ...
    Mit diesem Projekt soll Fachkollegen und einer breiteren Öffentlichkeit eine Richtung des Faches Volkskunde vorgestellt werden die zu den ältesten und traditionsreichsten dieser Disziplin gehört Zurückgeführt wird sie bis auf die Brüder Grimm beide Universitätslehrer von Rang und internationalem Einfluss Die Ausstellung soll zeigen wie das Volksmärchen einstmals wohl entstand wie es vorgestern gestern und heute lebt und wahrscheinlich auch morgen noch weiterleben wird Die Ausstellung fragt aber vor allem nach der Rolle die das Märchen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen spielt Das Märchen ist nämlich keineswegs verschwunden im Gegenteil es ist in wie noch nie Nicht nur Wissenschaftler auch Psychologen Pädagogen Werbestrategen Cartoonisten und Karikaturisten Designer wie Künstler und neuerdings auch ein ganzes Heer von Berufserzählern kommen heute um das Märchen nicht mehr herum In deutschsprachigen Ländern sind es mittlerweile mehr als 500 Menschen die ihr Leben mit dem Erzählen von Märchen fristen und ihr Publikum besteht durchaus nicht aus Kindern Denn das Märchen ist längst wieder zu dem geworden was es ehedem war eine Angelegenheit von Erwachsenen für Erwachsene Die sog Europäische Märchengesellschaft EMG die zweitgrößte literarische Vereinigung nach der Goethegesellschaft zählt mittlerweile annähernd dreitausend Mitglieder man trifft sich zweimal im Jahr zu Kongressen und hält kontinuierlich Seminare ab Eine Stiftung verleiht einen renommierten Preis für international herausragende wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Volksmärchen und für die jeweils jahresbeste studienabschließende Arbeit in deutscher Sprache Welche tieferen Motivationen und Bedürfnisse stecken hinter solchen Trends Andere Fragen lauten auch sind Märchen vielleicht bis heute kontinuierlicher tradiert worden als wir meinen oder wo kann man heute noch Märchen aus der ursprünglich mündlichen Überlieferung aufzeichnen Die einzelnen Themenbereiche nach denen sich auch der Rundgang gliedert sollen eine Vorstellung über die verschiedenen Diskurse vermitteln gleichzeitig aber auch die wichtigsten Standardwerke der Sekundärliteratur und einige Märchenausgaben zeigen Daneben möchte das Team ergründen in welchen Situationen uns

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  • Das Märchen von den sieben Raben
    Märchensammlungen der Brüder Grimm und Ludwig Bechsteins finden Die sieben Raben Die sechs Schwäne Auch eigene Ideen hat er eingebracht und die Episode mit den Armen die Schwester teilt nach der Heirat mit dem Fürsten Almosen aus ist mir selber eingefallen und wird sich rechtfertigen lassen Es ist nichts Fremdes der Geschichte aufgedrängt Brief an Bernhard Schädel 11 November 1858 Zwar haben sich vorbereitende Skizzen aus den Jahren 1830 32 erhalten doch erfolgte die endgültige bildliche Umsetzung des Stoffes erst in Schwinds Münchener Jahren Dorthin war er 1847 nach seiner Berufung auf das Lehramt für Historienmalerei an der Akademie umgesiedelt freilich dauerte es eine Weile bis er sich in Bayern ganz heimisch fühlte Am 24 August 1855 schreibt er an Therese von Frech er habe ein Stückchen Urwald zwischen Starnberg und Possenhofen als Baugrund gekauft und fährt fort Es geht daraus hervor daß ich mich endlich drein ergeben habe mich für einen Bayern anzusehen Ich habe mich lang genug gewehrt Zwei Jahre später 4 Dezember 1857 teilt er Frau von Frech mit er sitze den ganzen Tag über den Sieben Raben Es will immer nicht recht in Gang kommen klagt er aber 1858 war dann doch ein Aquarellzyklus zu diesem Thema vollendet dem der Kollege Anselm Feuerbach später überschwängliches Lob zollte ein Werk so köstlicher Genialität und so ergreifender Lieblichkeit daß ich selbst ganz verzaubert bin Verzaubert war wohl auch der Großherzog von Wei mar der die Serie ankaufte und in einem Salon seines Schlosses aufhängen ließ heute Kunstsammlungen zu Weimar Im Auftrag des Großherzogs hatte Schwind bereits 1854 55 die Wartburg ausgemalt und tatsächlich gibt es verwandtschaftliche Beziehungen zwischen den monumentalen Fresken und den intimen Aquarellen Die Anklänge der Sieben Raben an die Wartburg werden Ihnen nicht entgangen sein schreibt Schwind am 15 Dezember 1858 an Konrad Jahn Insbesondere die Einfügung der Szenen in mittelalterlichen Vorbildern nachempfundene Architekturrahmen erinnert bei den Sieben Raben an Wandmalereien Aus einem Brief vom 1 Juni 1859 an Ernst Julius Hähnel geht hervor dass Schwind sofort auch an Reproduktion und Vervielfältigung der Aquarelle dachte Neben den traditionellen druckgraphischen Methoden Ich habe auch Anträge die Sache stechen zu lassen aber von wem spielte dabei die noch neue Tech nik der Photographie eine wichtige Rolle in seinen Überlegungen Hanfstaengl Münchener Kunstverlag und Photoatelier hat mir einen ganz guten Kontrakt angeboten ich hätte aber bevor ich ihn unterschrieb gerne gesehen wie es ausfällt und Hanfstaengl wollte die Kosten nicht an eine größere Maschine wenden bevor unterschrieben war und so schob sich s hinaus bis der Großherzog die Bilder nach Weimar kommandierte Schließlich erschien 1861 in Commission der Literarisch artistischen Anstalt der J G Cotta schen Buchhandlung eine Mappe mit sechs querformatigen Photographien 32 x 52 5 cm aufgezogen auf Karton 57 x 85 cm von Joseph Albert Albert 1825 in München geboren hatte um 1850 ein Photoatelier in Augsburg eröffnet und war Ende 1857 nach seiner Ernennung zum bayerischen Hofphotographen nach München zurückgekehrt Schwind war zwar einerseits froh daß die Schachergeschichte ein Ende hat und Kontraktus unterschrieben

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  • Hertz-erquickende Trauer-Bühne
    dieses reich illustrierten Werkes in der Universitätsbibliothek Augsburg Oettingen Wallersteinsche Bibliothek 02 XIII 6 2 87 besteht aus ungebundenen Lagen so dass sich die seltene Gelegenheit bietet alle 28 Kupferstiche nebeneinander zu präsentieren Hinter dem wortreichen barocken Doppeltitel Cor laetificans Castrum Doloris Christo redemtoris Oder Hertz erquickende Trauer Bühne Dem Erlöser Menschlichen Geschlechts Christo Jesu verbirgt sich eine Folge von Emblemen mit erläuternden Texten versehene Sinnbilder die die Passion Christi vom Letzten Abendmahl bis zur Grablegung vergegenwärtigen Der Titel erklärt sich daher dass Embleme häufig als Schmuck an so genannten Castra doloris oder Trauergerüsten angebracht wurden Es waren dies pompöse Aufbauten die aus Anlass des Todes hochgestellter Persönlichkeiten insbesondere im 17 und 18 Jhdt häufig in Kirchen errichtet wurden zumeist aus leichten Materialien wie Brettern Pappe und Tuch da solche Ensembles rasch aufgebaut werden mussten und ohnehin nicht für dauerhafte Aufstellung bestimmt waren Die Embleme des vorliegenden Buches könnte man also so der Titel als Schmuck eines zu Ehren Christi errichteten Castrum doloris verwenden Freilich wird dieses Castrum doloris für Christus im Buch nie als Ganzes dargestellt Es bleibt rein imaginär bzw wird nur in dem Hertzens Tempel andächtiger Christen so die Titelseite errichtet Die bildliche Umsetzung der von einem

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  • Erhart Kästner
    das Publikum und begann die Erschließung der Altbestände welche diese Bibliothek heute zu einem Zentrum der Frühneuzeit Forschung machen Nach der Pensionierung lebte Kästner in Staufen im Breisgau wo Peter Huchel der aus der DDR exilierte Dichter sein Nachbar wurde Das Zeltbuch von Tumilad zuerst 1949 wurde Kästners erster größerer Erfolg Er war im Mai 1945 auf der Insel Rhodos in englische Kriegsgefangenschaft geraten und kam in ein Zeltlager nach Ägypten östlich von Ismailija bis November 1946 Seine Blätter mit Aufzeichnungen verarbeitete er in Augsburg zum Zeltbuch In der Schwäbischen Landeszeitung Augsburg erklärte Kästner sein Werk sei kein typisches Kriegsbuch Es wird mehr von den Sternennächten der Wüste erzählt und von der Art wie die einzelnen darauf reagieren alles dessen beraubt zu sein was zum Begriff unseres Lebens gehört Ich war immer davon überzeugt daß es notwendig sei sich aus jener traumhaften Welt etwas in das jetzige Leben hinüberzuretten etwas aus der Essenz jener Tage in unsere Tage zu mischen So hat es mich natürlich berührt als mir bei meiner Heimkehr sozusagen beim Betreten des europäischen Bodens in England jemand erzählte er habe Sven Hedin sagen hören Jedermann braucht etwas Wüste Das habe ich dann gleich als Geleitwort vor meine Erzählung gesetzt Über mein Buch In Schwäbische Landeszeitung 11 11 1949 Bis 1983 wurden ca 160 000 Exemplare gedruckt Seinen Ruf als Schriftsteller und Stilist verdankt Erhart Kästner aber vor allem den Griechenlandbüchern Es gelang Kästner während seiner Abkommandierung nach Griechenland 1940 einen dienstlichen Auftrag zu erhalten ein Buch über die Denkwürdigkeiten Griechenlands zu schreiben Das Werk mit Federzeichnungen von Helmut Kaulbach wurde zunächst an Weihnachten 1942 an Soldaten verteilt und erschien 1943 in Berlin Im Jahr 1953 kam im Insel Verlag die Umarbeitung mit dem Titel Ölberge Weinberge Ein Griechenlandbuch heraus zuerst 1953 Kästners bekanntestes Werk beschreibt Griechenland anhand

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