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  • Scheffel, Wandern und Zeichnen | Der Trompeter von Säckingen
    mit das Skizzenbuch und den Stift Bild 11 Scheffel in Wanderkleidung um 1864 Was der fahrende Schüler zu sehen bekam dokumentieren dessen Zeichnungen und Skizzen Es sind Landschaften Bäume Burgen Schlösser und Klöster in Deutschland Österreich Frankreich Italien und in der Schweiz Schon als Kind erkundete Joseph Viktor zusammen mit dem Vater die Karlsruher Umgebung Ausgedehnte Wanderungen und Reisen unternahm er während der Studienzeit und machte sich vertraut mit den Landschaften um Heidelberg Berlin und München Die Wanderfahrt des Studenten Scheffel von Heidelberg nach Berlin im Herbst 1845 dauerte drei Wochen Sie begann am 20 September und führte zunächst über dem Odenwald nach Würzburg Mit einer Postkutsche ging es weiter nach Bamberg und von dort aus mit der Eisenbahn nach Nürnberg Die Strecke Nürnberg Bayreuth Jena wurde teilweise zu Fuß bewältigt Jena diente als Ausgangspunkt für Ausflüge ins Thüringische Von Jena nach Halle reiste Joseph Victor in einer Kutsche von Halle nach Berlin im Zug Bild 12 Scheffel als Wanderer am Hohentwiel Zeichnung von Anton von Werner 1882 Zu Scheffels beliebtesten Wanderzielen gehörten der Odenwald der Schwarzwald die Bodenseeregion sowie der Hegau Den Hochrhein und den Hotzenwald hatte er in den Jahren 1850 51 gründlich kennen gelernt Immer wieder gab es Aufenthalte in der Schweiz Auf Wanderungen und Reisen ließen sich die Motive in Hülle und Fülle finden das zeichnerische Können erwarb Joseph Victor in jahrelanger Übung und Ausbildung Darin erwies er sich als außerordentlich fleißig Der erwachsene Joseph Victor nahm Zeichenunterricht während der Studienzeit in Heidelberg und in München sowie 1852 53 in Italien Auch die Umgebung in der er aufwuchs insbesondere die Künstlertreffs im elterlichen Hause Stephaniestraße in Karlsruhe haben die kreative Seele beflügelt Dieser Einfluss kam nicht nur von der Mutter und von der Schwester Das erste Vorbild war sein Vater der zeichnende Ingenieur und Oberbaurat Mit

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  • Scheffel, der Staatsdiener | Der Trompeter von Säckingen
    Bezirksamt Säckingen und von Dezember 1851 bis Mai 1852 am Hofgericht Bruchsal Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere im Dienste des Großherzogtums Baden waren gegeben Der Vater Ingenieur und Oberbaurat genoss einen guten Ruf galt als zuverlässig und verfügte über wichtige Beziehungen Der Sohn hatte seine Fähigkeiten bewiesen was ihm Vorgesetzten bestätigt haben Der Vorstand des Oberamtes Heidelberg erteilte Joseph Victor mit Vergnügen das Zeugnis dass er sich durch Fleiß und praktische Gewandtheit rühmlich ausgezeichnet hat In Säckingen schwärmte der Oberamtmann Leiber Die grundlegenden Kenntnisse die gediegene Bildung der große Fleiß und Eifer die praktische Anschauung die vortreffliche Anwendungsgabe sichern dem jungen Geschäftsmanne unsere vollkommenste Zufriedenheit Der Präsident des Hofgerichts Bruchsal stellte fest Scheffel hatte sich sowohl hinsichtlich des Fleißes als auch hinsichtlich des Talents und der Kenntnisse im hohen Grade wahrhaft ausgezeichnet Während der Säckinger Zeit 1850 51 bereiste Scheffel dienstlich den Hotzenwald um polizeiliche Untersuchungen durchzuführen Seine Eindrücke darüber findet man in den Briefen an die Eltern und dem Buch Reisebilder Obwohl diese Reportagen an mehreren Stellen sehr humorvoll sind darf man sie nicht als heiterere Geschichten verallgemeinern Der aus bürgerlichen Verhältnissen stammende Joseph Victor hatte hier seine soziale Sensibilität zum Ausdruck gebracht Die Not der Hotzenwälder bedrückte ihn

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  • Scheffel in Säckingen | Der Trompeter von Säckingen
    Ideen war 1849 politisch tief enttäuscht und wollte nicht mehr in seiner Heimatstadt bleiben Im Januar 1850 nannte er im Brief an Karl Schwanitz den Preußenkult in Karlsruhe als Grund für die Entscheidung in der getreuen Waldstadt Säckingen leben zu wollen Hier erhielt Joseph Victor die Stelle des Rechtspraktikanten am Bezirksamt welches im ehemaligen Stiftsgebäude heute Straßenbauamt untergebracht war In dieser Höhle nun pflege ich der Kriminal und Polizeijustiz und sitze des Tages meine 7 8 Stunden Bild 13 Stiftsgebäude bis 1892 und Gasthaus Goldener Knopf bis 1860 nach einer Darstellung von C Gersbach jr 1921 Das Einzugsgebiet des Säckinger Bezirksamtes umfasste den westlichen Hotzenwald sowie den Hochrhein zwischen Nollingen und Laufenburg Als passionierter Wanderer und Zeichner erkundete Scheffel die Umgebung fast immer mit dem Skizzenblock in der Tasche Seine Erlebnisse aus jener Zeit wie zum Beispiel das Fridolinsfest oder die Bergsee und Hotzenwaldwanderungen verewigte er nicht nur in den Briefen an seine Eltern oder im Buch Reisebilder sondern auch im Trompeter von Säckingen Und was hat der Junggeselle Joseph Victor abends getrieben Ist das Tagwerk vorüber so geht die arme Seel ins Gasthaus Knopf zu Herrn Broglie trinkt ruhig ihr Bier aus und wenn die oktroyierte Polizeistunde um 10 Uhr abends eingebrochen ist so geht sie mit ihrem Hausherrn dem jungen Bürgermeister nach Haus und legt sich aufs Ohr Das Gasthaus Goldener Knopf stand noch bis 1860 am Münsterplatz Dort hatte die Lesegesellschaft ihre Unterkunft Auch Scheffel ist diesem Verein damals ein Treffpunkt der Honoratioren beigetreten Bild 14 Im Hallwyler Hof hatte 1850 51 Scheffel seine Wohnung Aufnahme von etwa 1900 Allerdings hatte man das Bier nicht immer ruhig ausgetrunken An einem Abend wurde Scheffel im Knopf für kurze Zeit verhaftet weil ein Hauptmann der in Säckingen stationierten badischen Truppe über das laute Singen im Lokal der Lesegesellschaft verärgert

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  • Entstehung des Trompeter von Säckingen | Der Trompeter von Säckingen
    Margaretha erzählt Bereits 1851 hatte Joseph Victor den ersten Entwurf der Liebesgeschichte skizziert Nicht unbedeutend für die Dichtung war Scheffels Aufenthalt in Bruchsal wo er von Januar bis Mai 1852 als Sekretär am Hofgericht gewirkt hatte der dortige Hofgerichtsrat nannte seinen Kater Hiddigeigei Die Wandlung Scheffels zum Dichter vollzog sich auf dem Boden Italiens Ermuntert hatte ihn dazu die Ehefrau des Malers Engerth mit ihrer Frage Warum schreiben Sie das Zeug nicht auf Am 10 Februar 1853 sandte Joseph Victor seinen Eltern das erste Stück von Werner und Margaretha wie er das Werk vorübergehend genannt hatte Bald folgten weitere Nachrichten über die Entstehung des Versepos Rom 23 Februar 1853 bleibe in Sorrent oder auf der Felseninsel Capri wo ich in beschaulicher Einsamkeit am Meeresstrand große Studien zeichnen und meine Geschichte Werner und Margaretha vollenden will Capri 20 März 1853 sitze wie eine Katze auf dem flachen türkischen Dach des Hauses und singe meine Lieder von jung Werner und schön Margaretha Capri 4 April 1853 Ich werde Euch zum Dank in einigen Wochen von Neapel aus den ganzen Meister Werner übersenden Sorrento 28 April 1853 Werner und Margaretha liegen in 14 Gesängen fertig bis auf weniges in meiner Mappe Der erste

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  • Scheffels Italienreise 1852/53 | Der Trompeter von Säckingen
    Säckingen Literarische Ecke Startseite Scheffel Trompeter Scheffels Biographie Scheffels Italienreise 1852 53 Die Italienreise 1852 53 Im Mai 1852 ging Joseph Victor nach Italien um dort als Zeichner und Maler zu wirken Seine Mutter und seine Schwester begrüßten den Plan der Vater war eindeutig dagegen konnte jedoch nichts ändern Bild 15 Rom 1852 Die schweizerisch italienische Grenze hatte Joseph Victor als Wanderer überschritten Sein Fußmarsch begann im Wallis führte über Brig Simplon Domodossola und endete zunächst am Lago Maggiore Die weiteren Stationen der Italienreise hießen Mailand Genua Florenz Rom Albano Olevano Rom Neapel Capri Sorrent Dort schloss er sich einer deutschen Künstlerkolonie etwa 10 12 Personen an Ende 1852 stand sein Beschluss fest auf die Fortsetzung der Beamtenkarriere zu verzichten So stehen mir nach der Rückkehr zwei Wege offen Wissenschaft und Kunst Ursprünglich sollte der Italienaufenthalt auch Sizilien umfassen Doch die Sorge um die unglückliche Verlobung seiner Schwester Marie veranlasste Joseph Victor zur Rückkehr nach Karlsruhe Bild 16 Capri Wirtschaft zum Kater Hiddigeigei Weiter Vom Manuskript zum Buch Scheffel Trompeter Scheffels Biographie Lebenslauf Eltern und Geschwister Ehefrau und Sohn Der Student Wandern und Zeichnen Der Staatsdiener Scheffel in Säckingen Entstehung des Trompeters Italienreise 1852 53 Vom Manuskript zum Buch Wahrheit

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  • Vom Manuskript zum Buch | Der Trompeter von Säckingen
    aufbewahrt wird Somit steht fest dass ein konkreter Plan für die Dichtung noch während des Aufenthaltes in Säckingen gefasst wurde Der Entwurf von 1851 bezieht sich auf die erste Hälfte des Versepos Hier ist die Rede der von Ankunft Werners in Säckingen von seiner Heidelberger Zeit sowie von Ursula von Schönau Das Stück über den Fridolinstag hatte Scheffel im Entwurf mit dem Titel Wie dem H Werner durch Vermittlung Sancti Friddolini ein Licht aufgeht versehen Als Joseph Victor im Jahr 1852 nach Italien reiste nahm er vermutlich den Säckinger Entwurf mit Im April 1853 konnte in Sorrent der Trompeter beendet werden Am 26 Oktober 1853 kam der Vertrag zwischen Scheffel und dem Verlag Metzlersche Buchhandlung in Stuttgart zustande Der Verlag verpflichtete sich den Trompeter von Säckingen in knapp zwei Monaten in einer Auflage von 1030 Exemplaren herauszugeben und das Buch in Baden in Württemberg sowie in Bayern anzubieten Als Honorar hatte Scheffel 300 Gulden erhalten sein Jahreseinkommen während der Dienstzeit am Bezirksamt Säckingen 1850 51 belief sich auf 500 Gulden Bild 17 Eine Seite aus dem Trompeter Manuskript Reinschrift Obwohl der Verlag versprochen hatte das Buch elegant und hübsch auszustatten ist kurz vor Weihnachten 1853 eine einfache Ausgabe erschienen Die

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  • Wahrheit und Dichtung im Trompeter von Säckingen | Der Trompeter von Säckingen
    und ist im gleichen Jahr zu Weihnachten als Buch erschienen Bild 18 Der Grabstein des Trompeters und seiner Gemahlin am St Fridolinsmünster Die Hauptfiguren der Dichtung waren in Wirklichkeit Franz Werner Kirchhofer jung Werner ein Säckinger Bürger aber kein Trompeter geboren am 1 April 1633 gestorben am 31 Mai 1690 und Maria Ursula von Schönau Margaretha geboren am 21 Mai 1632 gestorben am 21 März 1691 Bild 19 Fridolinsfest Werner erblickt zum ersten Mal Margaretha Illustration von Anton von Werner 1869 Maria Ursula ist im Säckinger Schloss aufgewachsen Ihr Vater starb als sie noch ein Kind war und deshalb haben die Brüder des Mädchens die Vormundschaft ausgeübt Sie versuchten der Liebesbeziehung zwischen ihrer Schwester und Kirchhofer ein Ende zu setzen Doch die Vermählung ließ sich nicht verhindern und die weiteren Störversuche der Schönauer hatte die vorderösterreichische Regierung unterbunden Kirchhofer konnte durch Salzhandel zu Vermögen kommen und die Oberaufsicht über die Rheinfähre übernehmen Aber nicht nur die Liebe zwischen Franz Werner und Maria Ursula hatte Scheffel zum Dichten inspiriert Hier stellte er sein eigenes Leben literarisch dar und brachte seine unerfüllten Wünsche zum Ausdruck Mit Margaretha hatte Scheffel seine Cousine Emma Heim verewigt Das war die Frau die er liebte aber nicht heiraten durfte weil Sie einem anderen versprochen wurde Bild 20 Es hat nicht sollen sein Emma Heim Diese Frau hatte Scheffel geliebt und sie als Margaretha verewigt Die Enttäuschung darüber gipfelten in den Liedern jung Werners Das ist im Leben hässlich eingerichtet Daß bei den Rosen gleich die Dornen stehn und Behüt dich Gott es wär zu schön gewesen Behüt dich Gott es hat nicht sollen sein An weiteren biographischen Bezügen mangelt es nicht So wird zum Beispiel der Trompeter jung Werner als ehemaliger Jurastudent in Heidelberg geschildert Auch er ist dem bürgerlichen Beruf entflohen Die Begegnung Werners mit

    Original URL path: http://www.trompeter-von-saeckingen.de/scheffel/biographie11.htm (2016-02-14)
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  • Scheffel. Der dichterische Erfolg | Der Trompeter von Säckingen
    Nach dem Tod des Dichters wurden die weiteren Manuskripte veröffentlicht Dazu gehören die vielen Briefe Gedichte Reisebilder Irene von Spilimberg Wartburgroman und andere Bücher Bild 21 Buchdeckel der Prachtausgabe Der Trompeter von Säkkingen Mit Illustrationen von Anton von Werner Vierte Auflage der Prachtausgabe Verlag von Adolf Bonz Comp Stuttgart 1896 Die Erstausgabe des Trompeter von Säckingen ist in einer Auflage von 1030 Exemplaren erschienen die dritte Auflage wurde erst 1863 herausgegeben der durchschlagende Erfolg kam in den 1870er Jahren Der Trompeter von Säckingen hatte 1876 die 50 Auflage erreicht 1882 die 100 Auflage und 1914 die 300 Er und der historische Roman Ekkehard 284 Aufl im Jahr 1918 waren besonders beliebt und verbreitet wobei die übrigen Werke von Scheffel auch beachtliche Auflagen erzielen konnten Bis zum Jahr 1906 sind 911 000 Exemplare aller Bücher von Scheffel erschienen Bild 22 Eine Illustration der obigen Prachtausgabe von Anton von Werner Der Erfolg hatte viele Gründe dazu gehörte Scheffels Fähigkeit als Maler zu empfinden und als Dichter zu sprechen Das stellte sein Freund und Maler Anton von Werner fest Der Trompeter und Ekkehard wurden in mehrere Sprachen übersetzt Die englische Ausgabe ist bereits im Jahr 1872 erschienen die italienische 1878 In den USA

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