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  • Bayreuth
    Jahr das Hinterhaus zur Synagoge umbauen das bis heute der jüdischen Gemeinde als Gemeindezentrum und Betraum dient Bereits im 19 Jahrhundert bekamen die Bayreuther Juden wiederholt judenfeindliche Ausfälle zu spüren Das war das Klima in dem sich die antisemitischen Ausfälle Richard Wagners entwickelten Sein Schwiegersohn Houston Stewart Chamberlain der mit der Ehrenbürgerschaft in Bayreuth geehrt wurde gilt als einer der Vorbereiter der nationalsozialistischen Ideologie nationalsozialistische und deutsch völkische Politiker genossen die Gastfreundschaft der Familie Die Bayreuther Ortsgruppe des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens wehrte sich 1919 in einer öffentlichen Kontroverse gegen Verleumdungen und anonyme Hetze des deutschvölkischen Schutz und Trutzbundes Doch setzten sich in Bayreuth die antisemitischen Kräfte durch unterstützt von den wiederholten Bayreuth Besuchern Julius Streicher und Adolf Hitler So ereignete sich der erste Boykott jüdischer Geschäfte in Bayreuth schon im Dezember 1932 also gut vier Monate vor dem reichsweiten Aprilboykott Viele Juden verließen daher Bayreuth sodass zur Zeit des Novemberpogroms nur noch vier Geschäfte in jüdischem Besitz existierten die jedoch Anfang Dezember aber arisiert wurden Die verbliebene jüdische Bevölkerung Bayreuths wurde in Judenhäusern zusammengelegt und 1941 und 1942 nach Theresienstadt und andere Konzentrationslager deportiert Lediglich die Bayreuther Juden die mit einem christlichen Partner in einer so genannten Mischehe

    Original URL path: http://www.synagogenprojekt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=51:bayreuth&catid=50:gemeinden-in-schlaglichtern&Itemid=56 (2016-02-14)
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  • Bechhofen
    sie sich was den Rückschluss erlaubt dass Sussmann vielleicht mit Vorlagenbüchern gearbeitet hat Die meisten Texte ergeben zusammen eine Art gemaltes Gebetbuch Manchmal nahmen die Texte direkt Bezug auf den Standort So fand sich an der Südwand auf Höhe der achteckigen Bima neben dem siebenarmigen Leuchter und dem Psalm 67 ein Gebet für den Landesherrn Bechhofens Markgraf Karl Friedrich Wilhelm von Brandenburg Ansbach der zur Zeit der Gestaltung Sussmanns regierte Nach Aussagen von Jerry G Bechhofer der 1935 seine Bar Mizwa in der Bechhofer Synagoge feierte wurden die Gebete und Psalmen von den Wänden regelrecht abgelesen sodass die Bechhofer sie fast alle auswendig wiedergeben konnten Da das Synagogengebäude am Ende des 19 Jahrhunderts baufällig war wurde der bisher in Fachwerkbauweise gehaltene und einsturzgefährdete Westgiebel in Massivbauweise ausgeführt Nach längeren Verhandlungen über die Finanzierung konnten im Jahr 1914 Sussmanns Malereien restauriert werden nachdem sich der bayerische Staat bereit erklärt hatte die Kosten zu übernehmen Als sich unter dem Druck der Nationalsozialisten die jüdische Gemeinde in Bechhofen im Jahr 1938 auflöste sorgte sich das Landesamt für Denkmalpflege um den Erhalt des einzigartigen Denkmals in Bayern Es wies auf die Bedeutung der Malereien hin die sicher nicht jüdischen Ursprungs seien sondern im Zusammenhang

    Original URL path: http://www.synagogenprojekt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=52:bechhofen&catid=50:gemeinden-in-schlaglichtern&Itemid=56 (2016-02-14)
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  • Buttenheim
    Dorf zwischen Bamberg und Erlangen 1847 im Alter von 18 Jahren verlassen Wie viele andere jüdische Familien lebte auch die Familie Strauss im 19 Jahrhundert in bescheidenen Verhältnissen Die jüdischen Familien in Buttenheim waren Pferde oder Viehhändler Bauern Kaufleute Metzger Weber Seifensieder oder Schuster Das bayerische Judenedikt von 1813 erschwerte es Juden sich niederzulassen und Familien zu gründen Das ging normalerweise nur dann wenn der Inhaber einer Matrikelnummer also einer Niederlassungslizenz gestorben war Viele waren im 19 Jahrhundert also gezwungen auszuwandern weil sie in ihrer Heimat nicht sesshaft werden durften Die meisten gingen in die USA Die jüdische Gemeinde Buttenheim schrumpfte so von 174 Personen im Jahr 1825 auf 73 im Jahr 1867 Dieser Trend verstärkte sich als im Jahr 1861 die Wohnortsbeschränkung im Königreich Bayern fiel dann zogen viele in die größeren Städte wo sie bessere Erwerbsmöglichkeiten hatten Nachdem der Vater gestorben war folgte Löb mit seiner Mutter Rebecca und seinen zwei Schwestern Mathilde und Vögela seinen Stiefbrüdern Jonathan und Lippmann die schon 1840 ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten gegangen waren In Amerika nahm Löb den Namen Levi an und wurde durch Geschick Fleiß und Zähigkeit ein erfolgreicher Textilhändler und Inbegriff des american dream Sechs Jahre nach seiner Ankunft

    Original URL path: http://www.synagogenprojekt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=53:buttenheim&catid=50:gemeinden-in-schlaglichtern&Itemid=56 (2016-02-14)
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  • Coburg
    die mit einer vierteljährlichen Frist gekündigt werden konnte Die jüdische Gemeinde müsse das Gebäude und alles übrige in gutem baulichen Zustande erhalten Die jüdische Gemeinde nahm sogleich Umbauten und Renovierungsarbeiten vor die für ihren gottesdienstlichen Gebrauch notwendig waren So wurden die Wände ausgebessert und bemalt sowie Bänke Kanzel Orgel Türen Fenster Empore und Decke mit Ölfarbe gestrichen In den barocken Altaraufsatz wurde anstelle des Altarblatts der Toraschrein eingesetzt aus dem christlichen Altar entstand die Bima das Pult auf dem die Tora vorgelesen wurde Danach wurde die schadhafte Orgel ausgetauscht und durch ein Harmonium ersetzt Wenige Jahre später wurde die Frauenempore vergrößert Die Synagoge musste noch mehrere Male umgebaut und erweitert werden um den Ansprüchen der wachsenden Coburger Gemeinde zu genügen 1932 wurde der jüdischen Gemeinde allerdings das Nutzungsrecht von der Stadt Coburg gekündigt die 1931 als erste deutsche Stadt einen Nationalsozialisten zum Bürgermeister wählten Der Stadtrat schob bei seinem Kündigungsbeschluss vom September 1932 einen angeblichen Bedarf der evangelischen Kirche vor Nachdem aber die jüdische Gemeinde einen Prozess gegen die Kündigung anstrengte legte der von der Stadt beauftragte Anwalt den wahren Grund offen und gab an daß der Stadtrat einer Deutschen und christlichen Stadt es unmöglich verantwortworten kann eine christliche Kirche

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  • Ermreuth
    für den Willen verstanden werde auch in unserer Region ein neues Blatt der Zusammenarbeit zwischen christlichen und jüdischen Mitbürgern aufzuschlagen So drückte es bei der Einweihung ihr Vorsitzender Arno Hamburer aus Das Haus konnte weitgehend originalgetreu rekonstruiert werden mithilfe von Erinnerungen jüdischer und christlicher Zeitzeugen Untersuchungen des Baubefundes und Archivquellen Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte das Gebäude an dessen Stelle schon 1738 eine erste nachweisbare Synagoge befand eine wechselvolle Geschichte Nominell war nach Kriegsende die Kultusgemeinde Ermreuth Eigentümerin des Baus Er blieb zunächst ungenutzt nachdem die Eigentumsrechte an Synagoge und Friedhof auf die Jewish Restitution Successor Organisation JRSO übergegangen waren Die JRSO war die rechtmäßige Vertreterin der ehemaligen Israelitischen Kultusgemeinden und verkaufte das Gebäude 1953 an den Freistaat Bayern der es ein halbes Jahr später an die Raiffeisenbank Ermreuth veräußerte Das Gebäude wurde umgebaut dabei wurde unter anderem der ehemalige Männereingang zerstört und zu einem großen Tor erweitert denn die Raiffeisenbank wollte den Bau als Lagerhaus für Maschinen landwirtschaftliche Produkte und Streusalz verwenden 20 Jahre später erwarb der Markt Neunkirchen am Brand das Gebäude doch erwiesen sich zahlreiche Vorschläge für eine Sanierung und künftige Nutzung als ungeeignet So war die ehemalige Synagoge zum Beispiel als Kindergarten oder als Vereinsheim der

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  • Floß
    wird die Synagoge von der jüdischen Gemeinde in Weiden Nach dem gewaltsamen Ende der ersten jüdischen Gemeinde von Floß im Jahr 1942 bildete sich aber für kurze Zeit noch einmal eine jüdische Gemeinde Wie an vielen anderen Orten in Bayern bereiteten sich Überlebende aus den Konzentrations und Vernichtungslagern so genannte Displaced Persons DPs auf ihre Auswanderung vor In dieser wenige Jahre dauernden Phase blühte noch einmal jüdisches Leben auf In

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  • Fürth
    für die damals etwa 2 500 Mitglieder vier Synagogen unterhielt Neben der Hauptsynagoge der Neuschul und der Mannheimer sowie der Klausschul existierte eine weitere die Waisenschul in der Waisenkinder unterrichtet wurden Auch das Jüdische Krankenhaus das im Jahr 1846 den 200 Jahre älteren Vorgängerbau ersetzte bekam eine Synagoge 1868 entstand in der heutigen Hallemannstraße ein Neubau des jüdischen Waisenhauses das im Jahr 1884 85 nach einer Spende des Nürnberger Kaufmanns Lazarus Schwarz ein zweites Haus erhielt in dem eine Mädchenabteilung eingerichtet wurde Im Erdgeschoss des Waisenhauses wurde im selben Jahr eine Synagoge mit einer Empore für die Frauen eingerichtet Polierte Marmorsäulen tragen sie und einen Toraschrein der die Form einer zierlichen Ädikula mit gedrehten Säulen hat Jüdische Fürther engagierten sich mit zahlreichen sozialen Stiftungen die nicht nur jüdischen Bedürftigen zugute kamen so das 1906 eingeweihte Volksbildungsheim das der Bleistiftfabrikant Heinrich Berolzheimer stiftete Daneben ermöglichte die Stiftung der Familie Krautheimer im Jahr 1911 die Einrichtung der Krautheimer Kinderkrippe Aber auch das Fürther Stadttheater verdankt seine Existenz vor allem jüdischen Mäzenen Trotzdem erlitten die Fürther Juden im Dritten Reich dasselbe Schicksal wie Juden im gesamten Deutschen Reich Beim Novemberpogrom wurden drei ihrer vier Synagogen zerstört etwa 130 Juden wurden in das KZ Dachau deportiert Die Gemeinde musste ihre Gebäude sowie die beiden Friedhöfe für 100 Reichsm ark an die Stadt verkaufen und die dafür fälligen 136 Reichsmark Notarkosten bezahlen Nach dem No vemberpogrom fanden Gottesdienste nur noch in der Krankenhaus und der Waisenhaussynagoge statt Ende 1941 begannen die Deportationen aus Fürth Unter den damals noch 600 Fürther Jüdinnen und Juden waren auch der Leiter des Waisenhauses Dr Isaak Hallemann und seine Frau Weil sie ihre Zöglinge nicht im Stich lassen wollten waren sie nicht geflüchtet obwohl sich ihnen dazu die Gelegenheit geboten hätte Zusammen mit den 33 Kindern die damals im Waisenhaus

    Original URL path: http://www.synagogenprojekt.de/index.php?option=com_content&view=article&id=57:fuerth&catid=50:gemeinden-in-schlaglichtern&Itemid=56 (2016-02-14)
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  • Georgensgmünd
    barocke Malerei die als eine der wenigen in Bayern erhaltenen Dekorationen ist die an Ort und Stelle Einblicke in die jüdische Bild und Volkskunst des 18 Jahrhunderts geben Die Untersuchungen haben ergeben dass sich die erste Bemalung des Betsaals auf den aus Galizien stammenden Künstler Elieser Sussmann zurückführen lässt auf den etwa die Gestaltung der Synagoge in Bechhofen zurückgeht Vermutlich weil Sussmann in Georgensgmünd auf Putz und nicht auf Holz malte sind Schrift und Ornamente hier nicht so umfangreich wie etwa in Bechhofen Schon Anfang des 20 Jahhrunderts erwies sich die Synagoge in Georgensgmünd als baufällig und eines Gotteshauses direkt unwürdig Die geschrumpfte Kultusgemeinde konnte die Mittel für die fällige Restaurierung nicht aufbringen sodass sich die Baumaßnahmen bis ins Jahr 1914 verzögerten Die Ortsgemeinde gewährte der leistungsschwachen israelitischen Kultusgemeinde dabei einen Zuschuss von 200 Mark bei Gesamtkosten von 3000 Mark Bis Ende 1938 wurden die letzten alteingesessenen jüdischen Familien von den Nationalsozialisten aus Georgensgmünd vertrieben Zuvor hatte Kultusvorstand Albert Schloß die Synagoge im August 1938 für 3000 RM an einen Georgensgmünder Bäckermeister verkauft die bis 1946 dem Fränkischen Überlandwerk als Lager überlassen wurde Das bewahrte zwar die Synagoge vor der Zerstörung beim Novemberpogrom nicht aber die Ritualien die teilweise nach

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