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  • synagogenprojekt.org
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  • Schnaittach
    wesentlich kleiner als der heute sichtbare Nachfolgebau aus dem 18 Jahrhundert Gemeinsam haben beide lediglich die West und die Nordwand Der massive Ursprungsbau hatte eine Ausdehnung von etwa zehn mal zehn Metern Die enorme Wanddicke von einem Meter vielleicht um Wehrhaftigkeit zu demonstrieren Auf der westlichen Straßenseite befanden sich zwei Fenster und ein mittiger Eingang an der Ostseite sprang ein Standerker vor in dem sich der Toraschrein befand Wandnischen auf der Nordseite mit Resten von hebräischen Inschriften deuten auf eine Verwendung als Bibliothek hin Der durch eine massive Mauer abgetrennte südliche Gebäudeteil diente wahrscheinlich als Frauensynagoge Wie an vielen Orten bedrohte der Dreißigjährige Krieg auch die Schnaittacher jüdische Gemeinde Trotz eines Schutzbriefs der Ganerben einer ritterschaftlichen Herrschaft mit dem Herrschaftsgebiet Rothenberg zu dem auch Schnaittach gehörte schrumpfte in der gesamten Ganerbenschaft die jüdische Bevölkerung auf zehn Familien zusammen und nahm erst wieder in der zweiten Hälfte des 17 Jahrhunderts zu Versuche der Wittelsbacher die Juden zu vertreiben die sich um die strategisch wichtige Herrschaft Rothenberg bemühten nachdem ihnen im Westfälischen Frieden die Oberpfalz zugesprochen worden war scheiterten an den Ganerben die sich bis Ende des 17 Jahrhunderts mit dem Kurfürstentum Bayern die Herrschaft Rothenberg teilten Nachdem die Herrschaft Rothenberg endgültig in kurbayerischen Besitz übergegangen war setzte sich die oberpfälzische Regierung in Amberg gegen die Ausweisungsbestrebungen des Kurfürsten Max Emanuel durch dessen Befehle nicht durchgeführt wurden Die Juden von Schnaittach und der benachbarten Orte Ottensoos und Hüttenbach erhielten im Lauf des 18 Jahrhunderts wiederholt Schutzbriefe die ihnen den Verbleib sicherten 1738 wurde die Schnaittacher Synagoge nach Osten und Süden erweitert auf die heute noch bestehenden Ausmaße Die alte Ostwand wurde abgebrochen während die Südwand nun als Raumtrenner zwischen der neu angebauten Fachwerk Frauensynagoge und der Männersynagoge fungierte Bis heute zu sehen sind die separaten Eingänge der beiden Beträume zur Straße hin

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  • synagogenprojekt.org
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  • Schopfloch
    verschiedenen religiösen und weltlichen Autoritäten Im zweiten Jahrzehnt des 18 Jahrhunderts konnten beide Judenschaften eine gemeinsame Synagoge bauen und einweihen Über ihr Aussehen ist nichts bekannt lediglich ein Inschriftenstein weist mit der Jahreszahl 476 1715 16 auf das Datum des fertiggestellten Rohbaus oder der Einweihung hin Dieser Stein wurde im 19 Jahrhundert in die Nachfolgesynagoge eingebaut die auf dem selben Platz errichtet wurde wie ihre Vorgängerin Um ihre Machtposition am Ort zu verbessern nahmen die rivalisierenden Herrschaften von Schopfloch zahlreiche jüdische Familien auf zum Teil unter erheblich günstigeren finanziellen Konditionen als an anderen Orten So fanden hier arme jüdische Familien Aufnahme die sich anderswo nicht ansiedeln durften So war Schopfloch im 17 und 18 Jahrhundert die ärmste Gemeinde in weitem Umkreis Die meisten Schopflocher Juden waren im Handel tätig wobei sich die Nähe zur Freien Reichsstadt Dinkelsbühl als günstig erwies aber auch in Nördlingen und Schwäbisch Hall waren jüdische Kaufleute aus Schopfloch tätig Unter diesen Bedingungen entstand die hebräisch deutsche Mischsprache Lachoudisch Gerade beim Viehhandel bedienten sich die jüdischen Händler und ihre als Schmuser bezeichneten jüdischen oder christlichen Handelsvermittler gern einer Geheimsprache um Abmachungen zu treffen die dem jeweiligen Handelspartner verborgen bleiben sollten Anders als das verbreiteterte Westjiddisch enthält das Lachoudische wesentlich mehr hebräischstämmige Begriffe die sich bei ausschließlich deutschen Sprachkenntnissen nicht erschließen Hatte die Gemeinde 1842 noch 342 Mitglieder so reduzierte sich ihre Zahl durch die Möglichkeit der Freizügigkeit seit dem Jahr 1861 allein zwischen 1862 und 1867 im 100 Personen Dennoch entschloss sich die geschrumpfte Gemeinde im Jahr 1877 noch einmal zu einem Neubau der die alte baufällige Synagoge ersetzte Diese neue Synagoge rückte wie in den liberalen Synagogen der Zeit den Almemor in die Nähe des Toraschreins und verzichtete darauf an den Frauenemporen Gitter anzubringen Die Abwanderung der jüdischen Familien setzte sich auch nach dem Neubau fort

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  • Schwabach
    Mose mit den Gesetzestafeln die Bindung des Isaak und ein Mann mit Schabbesdeckel inmitten von Rankenornamenten und Tierdarstellungen auffallen kamen unter dem Deckenputz des Raumes Kassettenfelder zu Tage die sich während des Laubhüttenfestes herausnehmen ließen sodass der rituell erforderliche Blick in den offenen Himmel gewährleistet war Während des Laubhüttenfestes wohnen und feiern gesetzestreue Juden in einer solchen an ein Provisorium erinnernden Behausung um die Wanderung der Israeliten durch die Wüste zu vergegenwärtigen die dabei in provisorischen Unterkünften leben mussten Dazu gab es zwei mögliche Verfahren Entweder es wurden Dachziegel entfernt oder man klappte Teile der Dachfläche mit Hilfe eines Seilzugs nach oben so auch in Fürth Als einer der ältesten erhaltenen in Häusern eingebauten Laubhütten die in Bayern bisher in situ entdeckt werden konnten kommt diesem Fund in Schwabach besondere kunst und kulturhistorische Bedeutung zu Die jüdische Gemeinde konnte in Schwabach auf eine lange wechselvolle Geschichte zurückschauen die bis ins Mittelalter reichte und bis zum Dreißigjährigen Krieg zum Spielball der wechselnden Interessen der jeweiligen Herrscher wurde Von einer Synagoge ist bereits in der ersten Hälfte des 16 Jahrhunderts die Rede allerdings ohne dass ihr Standort und ihre bauliche Gestalt bekannt wären Zwischen der Mitte des 16 und des 17 Jahrhunderts konnten Juden sich nicht dauerhaft in Schwabach niederlassen Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurden zum Wiederaufbau neben Hugenotten auch gezielt Juden angesiedelt Parallel zum Aufstieg der Stadt in der zweiten Hälfte des 17 Jahrhunderts blühte auch das jüdische Leben in Schwabach auf Zahlreiche Juden kamen aus mittelfränkischen Orten aber belegt ist auch die Zuwanderung einiger Wiener Juden nach ihrer Ausweisung im Jahr 1669 70 Seit 1664 werden mit Jakob Grunam für Schwabach zuständige Landesrabbiner namentlich fassbar Die jüdische Gemeinde hatte schon vor 1668 versucht eine Synagoge zu bauen erreichte ihr Ziel allerdings erst im Jahr 1685 und konnte auf dem Grundstück

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  • Straubing
    umstritten Beide Parteien führten eine heftige Auseinandersetzung um den richtigen Standort der Bima des Vorlesepultes die erst eineinhalb Jahre nach der Einweihung am 4 September 1907 gelöst wurde Der Synagogenkomplex dessen Inneneinrichtung beim Novemberpogrom 1938 teilweise zerstört wurde ist insgesamt gut erhalten Neben dem Betsaal gehört dazu noch ein angrenzendes Gemeindehaus das Ritualbad der Schächtraum das Schulzimmer Gemeinderäume Hausmeister und zwei Lehrerwohnungen Mit Dr David Forchheimer und Dr Alfons Prager überlebten zwei Straubinger Juden weil beide in einer privilegierten Mischehe verheiratet waren Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sammelten sich nicht nur Überlebende des 25 km entfernten KZ Außenlagers Ganacker sondern auch viele Jüdinnen und Juden die auf Todesmärschen durch Niederbayern getrieben wurden Dazu kamen in den ersten Nachkriegsjahren einige hundert Displaced Persons Da die Straubinger Synagoge nicht zerstört war konnten dort ab Frühsommer 1945 nach notdürftigen Instandsetzungsmaßnahmen bereits wieder Gottesdienste gefeiert werden In dieser Zeit lebten so viele Jüdinnen und Juden in Straubing dass viele Leute keinen Platz mehr im Gebäude fanden und draußen mitfeierten In den 1950er und 1960er Jahren waren die meisten der Displaced Persons ausgewandert sodass die Gemeinde nurmehr etwa 100 Mitglieder zählte Diese kleine Gemeinschaft bemühte sich besonders um die Erziehung der Kinder und Jugendlichen und stellte eine Lehrkraft für die hebräische Kinderschule an die sie aus eigenen Mitteln bezahlte Zum 80 Jahrestag der Einweihung wurde die Synagoge grundlegend renoviert vor allem wurde der Gottesdienstraum so originalgetreu wie möglich restauriert und am 9 April 1989 feierlich wieder eingeweiht Im Jahr 1993 setzte die Zuwanderung jüdischer Familien aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion ein sodass die Gemeinde in kurzer Zeit auf über 1 000 Mitglieder wuchs 1998 übernahm Anna Zisler hauptamtlich die Geschäftsführung der Kultusgemeinde nachdem sie vorher fünf Jahre lang die Straubinger Übergangswohnheime geleitet hatte So konnte sie die Integration der russischsprachigen jüdischen Famlien weiter

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  • Thüngen
    Thüngen hatten sich zudem 1551 nach mehreren Wechseln endgültig der Reformation angeschlossen Die aufgenommenen Schutzjuden durften sich um den Burggraben ihre so genannten Schutzjudenhütten bauen Die hohen Abgaben die sie dafür entrichten mussten waren für die Freiherren von Thüngen eine willkommene Einnahmequelle Da der jüdischen Bevölkerung Handwerk und Landwirtschaft untersagt waren mussten sie ihren Lebensunterhalt oft mit verschiedenen Handelsgeschäften meist als Hausierer und ohne festen Geschäftssitz erwirtschaften Mit ihren Handelsbeziehungen trugen die Thüngener Juden zum Aufschwung der Thüngener Wochen und Jahrmärkte bei Eine erste Synagoge hatte die Gemeinde spätestens seit dem 18 Jahrhundert In den 60er Jahren des 19 Jahrhunderts errichtete sie eine neue Synagoge in der Obergasse Sie ist Ausdruck für die bereits veränderten verbesserten Lebensumstände der Thüngener Judenschaft So waren im Inneren des zweistöckigen Wohnhausbaus an der Ostwand zwei Herrschaftsgebete in deutscher Sprache für das bayerische Königspaar Maximilian II Josef und seine Frau Maria aufgehängt unter deren Regentschaft die Synagoge gebaut werden konnte Daneben hatte der bayerische Staat in den die Ländereien der Thüngen im Jahr 1814 eingegliedert wurden die Bildung seiner Staatsbürger sämtlicher Konfessionen geregelt In der ersten Hälfte des 19 Jahrhunderts besuchten die jüdischen Kinder noch die evangelische Schule und erhielten nur den Religionsunterricht separat Um

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  • Unsleben
    Juden nicht mehr auf dem Bezirksfriedhof in dem 20 km entfernten Kleinbardorf beerdigt werden mussten Auch wenn Unsleben über alle notwendigen Einrichtungen für ein geregeltes Gemeindeleben und über eine gewisse Gemeindegröße verfügte nahm wie an vielen anderen Landgemeinden die jüdische Bevölkerung seit 1861 stetig ab Zwar waren immer wieder jüdische Familien aus anderen Orten nach Unsleben gezogen doch wanderten seit 1839 viele jüdische Unslebener in die USA aus Der Pelztierjäger Simson Klein Thorman und seine Frau Regina gehörten zu den ersten Juden die sich in Cleveland niederließen Unter der Führung von Moses Alsbacher folgten ihnen zwei Jahre später weitere 19 Unslebener Juden an das Ufer des Eriesees wo ihr Unslebener Landsmann inzwischen eine Zentrale für seinen Pelztierhandel errichtet hatte Sie brachten eine Torarolle aus der alten Heimat mit und gründeten bald nach ihrer Ankunft die erste jüdische Gemeinde in Cleveland So überliefert es die Chronik der Jewish Community Federation in Cleveland Unslebener Juden wanderten aber auch in größere Städte in der weiteren Umgebung ab wie etwa Nürnberg Fürth Erlangen oder Frankfurt An der Wende zum 20 Jahrhundert bestand die jüdische Gemeinde in Unsleben noch aus etwa 140 Personen die überweigend als Händler oder Handwerker aber auch als Fabrikanten ihren Beitrag zum kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung ihres Heimatortes leisteten Juden waren selbstverständlich Mitglieder im Turnverein und förderten ihn 1929 wurden mit Theo Mittel und Sally Krämer auch zwei Juden in den elfköpfigen Gemeinderat gewählt allerdings gab es auch schon nationalsozialistische Agitatoren am Ort die den jüdischen Geschäftsleuten Umsatzeinbußen zufügten Beim Novemberpogrom verwüsteten ortsbekannte Randalierer die Inneneinrichtung der Synagoge Allerdings hatten die Gemeindeglieder die meisten Ritualgegenstände aus Furcht vor Ausschreitungen bereits in private Verstecke gebracht sodass in der Hauptsache die Ritualien der Bastheimer Synagoge betroffen waren die im Sommer 1938 nach Unsleben gebracht wurden nachdem die dortige Synagoge bei einem Pogrom während

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