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  • synagogenprojekt.org
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  • Kitzingen
    im Jahr 1863 57 Juden unter den knapp 6 000 Kitzinger Bürgern waren es gut zwanzig Jahre später bereits fast 400 bei einer Gesamteinwohnerzahl von etwa 7 500 Personen Am Vorabend des Ersten Weltkriegs hatte die jüdische Gemeinde zahlenmäßig ihren Höhepunkt erreicht Unter den 102 Weinhändlern die es um am Beginn des 20 Jahrhunderts in Kitzingen gab waren 52 jüdische Als einer der innovativsten Weinhändler gilt Max Fromm der den Kitzinger Weinhandel vor allem zwischen 1910 und 1930 trotz der Krisenjahre entscheidend weiterentwickelte 1925 beschäftigte er immerhin 90 Angestellte die meisten davon waren Büttner denn nur die Weingroßhändler besaßen Keller und Fässer in denen sie den Wein ausbauten den sie in der Regel bei den Weinbauern oder bei Versteigerungen gekauft hatten Die Weinhändler aus Kitzingen verkauften ihren Wein vor allem nach auswärts In der Regel ging er in Gebiete des Deutschen Reichs und ins benachbarte Ausland aber seit Anfang des Jahrhunderts dehnten die Weinhändler ihre Handelsbeziehungen auch nach Übersee aus Da Wein am Anfang des 20 Jahrhunderts noch kein Massengetränk war bemühte sich etwa Max Fromm um einen höheren Absatz indem er verschiedene Werbestrategien verfolgte Er ließ Flaschetiketten mithilfe renommierter Künstler neu gestalten Auch der Bocksbeutel als Inbegriff des Frankenweins verdankt sich einer Werbeinitiative der Weinhändler Max Fromm gründete 1921 zur Vermarktung den Bocksbeutel Winzer Vereinigung und dehnte in den 20er Jahren die Auslandsexporte aus So galt die einst unbedeutende Firma die er von seinem Vater Nathan übernommen hatte im Jahr 1924 als eine der bedeutendsten Weinfirmen in ganz Deutschland Wegen seines rasanten Aufstiegs verlegte Fromm 1929 seinen Firmensitz nach Bingen wo er in einer größeren und bedeutenderen Weinbauregion war Den Abschied aus seiner Heimatstadt erleichtert haben dürfte ihm das Erstarken der antisemitischen Propaganda der völkischen Kreise seit den 20er Jahren in Kitzingen In den Jahren 1882 1883 baute die

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  • synagogenprojekt.org
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  • Kleinbardorf
    Oberwaldbehrungen bis zum thüringischen Gleicherwiesen nach Kleinbardorf auf den sogenannten Judenhügel brachten Und es war eine Urkunde über diesen Friedhof aus der hervorgeht dass Juden dauerhaft in Kleinbardorf lebten Die Familienchronik der Freiherren von Bibra berichtet dass der Besitzer des Kleinbardorfer Schlossguts Georg Christof von Bibra 1574 den Kleinbardorfer Juden auf dem Wartberg eine Begräbnisstätte gegen eine jährliche Zinszahlung und eine Abgabe für jede Beerdigung überlassen Damit zählt der jüdische Friedhof in Kleinbardorf zu den frühesten nach dem Mittelalter angelegten Friedhöfen in Deutschland Auf Initiative eines Einzelnen wurde am Ende des 17 Jahrhunderts etwa in der Mitte des Friedhofs ein Taharahaus errichtet das dazu diente die Toten vor der Beerdigung rituell zu reinigen Heute ist das Gebäude weitgehend restauriert dessen steinernes Dach es in Bayern zu einem einzigartigen Bauwerk seiner Art macht In der zweiten Hälfte des 18 Jahrhunderts kaufte die jüdische Gemeinde den Friedhof und erweiterte ihn gleichzeitig Seine heutige Größe bekam er durch einen weiteren Grundstückszukauf im Jahr 1843 Etwa zu dieser Zeit machte die jüdische Gemeinde ein Drittel der Kleinbardorfer Bevölkerung aus Im Lauf des 19 und 20 Jahrhunderts nahm ihre Zahl langsam ab Der letzte Jude der auf dem Kleinbardorfer jüdischen Friedhof beerdigt wurde war im

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  • synagogenprojekt.org
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  • Miltenberg
    für eine dringend nötige Restaurierung und Sanierung ihrer mittelalterlichen Synagoge Überhaupt konnte die jüdische Gemeinde Miltenbergs sie allerdings nur die kürzeste Zeit als Gebetsraum nutzen Sie hatte den Bau gegen Ende des 13 Jahrhundert errichten lassen wurde allerdings 1429 enteignet Damit erlosch wohl ein regelrechtes jüdisches Gemeindeleben obwohl in den folgenden Jahrhunderten immer wieder Schutzbriefe für einzelne jüdische Familien in Miltenberg belegt sind Erst 1755 konnte die wieder wachsende und dauerhaft im Ort lebende jüdische Gemeinschaft ihre mittelalterliche Synagoge zurückkaufen und nutzte sie bis in die Mitte des 19 Jahrhunderts Der Bau hat zwei steinerne Gewölbe was auf eine gewisse Bedeutung der Gemeinde hinweist Allerdings war diese wohl nicht sehr groß worauf die geringe Grundfläche des Baus knapp 60 m 2 hinweist Über die Einrichtung der mittelalterlichen Synagoge ist lediglich bekannt dass in der Mitte das erhöhte Vorleserpult stand und sich an der Ostwand ein steinerner Toraschrein befand Die Spuren des Pults sind verloren gegangen als die Brauerei das Gebäude im 19 Jahrhundert für ihre Zwecke umbaute Der Toraschrein fand Verwendung in der neuen Synagoge von 1904 und befindet sich heute im Stadtmuseum Miltenberg Bis zum 31 März 2010 nutzte die Brauerei die ehemalige Synagoge die mittlerweile in die übrigen

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  • München
    benachbarte Jüdische Museum München eröffnet Hochrangige Vertreter aus Politik Gesellschaft Kirchen und Judentum nahmen an der Eröffnung teil und verliehen ihrer Hoffnung Ausdruck dass die wechselhafte jüdische Geschichte Münchens die bis ins 13 Jahrhundert zurückrecht 67 Jahre nach dem Novemberpogrom um ein neues Kapitel bereichert wird Der Spatenstich erfolgte am 9 November 2003 und war überschattet davon dass ein geplanter Anschlag von Neonazis rechtzeitig verhindert werden konnte In der dreijährigen Bauzeit wurde der Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs des des Saarbrücker Architekturbüros Wandel Hoefer Lorch umgesetzt Die Synagoge steht frei auf dem Jakobsplatz ist aber mit dem Gemeindezentrum und dem Museum zu einem betont inhomogenen Ensemble zusammengefügt das sich stilistisch bewusst von der bestehenden Bebauung absetzt Das mit massiven Steinblöcken ummantelte Sockelgeschoss gibt dem Bau einen Ausdruck von Geschlossenheit der je nachdem als schützend oder unnahbar empfunden werden kann Öffnung zur Umgebung drückt der etwas zurückversetzte transparente Glasquader auf dem Sockel aus Er wird nur durch einem dezenten Netz aus Bronze geschützt So soll der Bau das Zelt Jakobs die biblische Uridee vom Wesen der Synagoge symbolisieren Auf dem unverrückbaren Fundament der Bundeszusagen Gottes öffnet das filigrante Zeltdach den Blick für die Vergänglichkeit der Kultbauten die wie ein Zelt aufgebaut und abgebrochen

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