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  • S. Rethfeld: Wohnwelten für morgen - Stiftung Deutscher Architekten
    1957 die Interbau Projekte im Berliner Hansaviertel Beeindruckt von der städtebaulichen Zuordnung den differenzierten Baukörpern und Grundrissen sowie der Material und Farbwahl zeigt die Bauausstellung eindrucksvoll für Deilmann einen Weg auf wie ein neues Bauen aus unseren in Schematismus und Phantasielosigkeit erstarrten unbefriedigenden Auf und Neubaumaßnahmen herausführen könnte Früh wendet er sich gegen eine l art pour l art Architektur fordert stattdessen eine l art pour l homme ein Bauen für den Menschen und beobachet unruhig das Baugeschehen Rasch gelingt es ihm für eine wachsende Zahl von Bauherren Wohnbauprojekte zu entwickeln So zunächst im Kontext von Krankenhausplanungen Bad Salzuflen Engelskirchen 1956 Bad Driburg 1960 dessen Raumprogramme jeweils auch nach Personalwohnhäusern in größerer Anzahl verlangen Wenig später auch für einzelne private Unternehmen für die er Werkswohnungen entwickelt Fraling Nordwalde 1965 Füchter Münster 1966 Als er 1963 an die TH Stuttgart berufen wird kann er die bereits im Büro begonnene Forschung im eigenen Lehrstuhl für Gebäudekunde und Entwerfen systematisch ausbauen Gleich eines seiner ersten Seminare WS 1964 65 widmet er dem Einfamilienhaus für morgen Ihm schien schon damals das Wohnen im freistehenden Einfamilienhaus aus sozialen ökonomischen und städtebaulichen Gründen ein überkommenes Privileg Stattdessen fordert er eine höhere Besiedlungsdichte durch andere Wohnhausformate eine elastischere Anwendung der Bauordnung zugunsten neuer Bauformen und damit verbunden bei Politik Kommunen und Investoren mehr Experimentierfreude im Form von Versuchs und Vergleichsbauvorhaben Deilman beklagt dass das Wohnen selbst und die Wohnungen an eingefrorenen Einheitsvorstellungen ausgerichtet seien und überholte Leitbilder sich in gesetzlichen DIN Normen verfestigt hätten In Vorträgen und Ausstellungen Lerne Wohnen 1967 plädiert er nachdrücklich dafür dass bei vielen die brachliegende Wohnphantasie wieder angeregt werden müsse Deilmann interessiert sich vor allem für architektonische Möglichkeiten neuen kollektiven Wohnens sucht nach größtmöglicher Nutzungsneutralität und Größenveränderbarkeit Das jeweils passende Wohnformat sieht er erreichbar durch vier grund legende Strategien Mobilität Umzug Adaptabilität

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  • S. Rethfeld: Offenheit als Prinzip - Stiftung Deutscher Architekten
    zur Westdeutschen Landesbank Girozentrale West LB vor Ebenso wie Deilmann drängt es ihn bestehende Strukturen aufzubrechen das Neue zu wagen jedoch ohne revolutionären Akt sondern durch Diplomatie und kreatives Geschick Beide rhetorisch begabt wirken sie in ihren Feldern und vertrauen sich blind im gemeinsamen Tun Denn schon bald gilt es der neuen Bank der nunmehr größten der Republik eine neue Gestalt zu geben Deilmann zunächst nur für Standortuntersuchungen in Münster und Dortmund engagiert avanciert immer mehr zum generellen Denkpartner für den Bankchef der ihn daraufhin zu einem beschränkten Wettbewerb mit vier Architekten einlädt Im diesem gelingt es ihm sich gegen die Büros von Helmut Hentrich Hanns Dustmann und Manfred Ludes durchzusetzen Die Jury unter der Leitung von Paul Schneider Esleben lobt Die besonders differenzierte und vielfach abgewandelte äußere Gestaltung wurde bisher für Bankgebäude selten verwendet ist aber für ein Bankgebäude dieser Art durchaus angemessen Für Deilmann kommt diese Herausforderung zu einem günstigen Zeitpunkt Denn hier kann er nunmehr die Raumstudien anwenden die ihn seit geraumer Zeit fesseln Erste Verwaltungsbauten hat er schon früh mit dem Rathaus Nordwalde 1957 Nordwest Lotto 1958 und dem Kreishaus 1962 in Münster errichtet weitere eher funktionalistische Ansätze in eingeladenen Wettbewerben für die Landeszentralbank Düsseldorf 1957 oder die Hamburger Elektrizitätswerke 1963 erprobt Bereits beim Rathaus Projekt Leverkusen 1964 unrealisiert folgt Deilmann einer neuartigen Raumkonzeption indem er beginnt aussen und innenräumliche Komponenten noch stärker als Ressource für eine eigenständigere Formgebung zu nutzen Nicht länger Kisten Kuben Scheiben sondern Baukörper in neuer Gestalt und vielfachem Bezug zur Umwelt Früh von Alvar Aalto beeinflusst dessen themengetreuen antiakademischen Formen Bruno Zevi ihn zeitlebens beeindrucken verstärken auf mehreren USA Reisen in den 1960er Jahre insbesondere Bauten wie die Yale School of Art and Architecture 1958 63 des nahezu gleichaltrigen Paul Rudolph 1918 97 sein Interesse an einer Wiederbefreiung des Grundrisses am frei horizontal wie vertikal fließenden Raum Für Münster wählt er so eine stark terrassierte Anordnung mit der er gleichermaßen auf städtebauliche Belange sowie innere Raumstrukturen reagieren kann und die ihm Optionen für Änderungen sowie Erweiterungen bietet Ursprünglich noch mit Turm versehen wurde der in zwei Abschnitten realisierte Bau in der Planungszeit mehrfach verändert was die Eleganz des Gebäudes jedoch nicht mindert Die raumabschließende Fassade wird aus Cor Ten Stahlprofilen zusammengesetzt ein horizontales Band aus weißen Sichtbetonteilen umfängt begehbare Terrassen und umlaufende Fluchtwegbalkone Gerade diese elastische Bänderung wird später zum unverwechselbaren Markenzeichen der WestLB für dessen graphisches Erscheinungsbild Deilmann ab 1968 auch mit Otl Aicher zusammenarbeitet Nach Münster folgt ein kompakter und formenreicherer Neubau in der Dortmunder Innenstadt 1975 78 mit mehreren Zugängen und öffentlicher innenliegender Passage Ein Neubau für Luxemburg entsteht in den Jahren 1976 79 zeitgleich zu den Planungen für den Hauptsitz Düsseldorf dessen Bauzeit sich bis in die 1980er Jahre erstreckt Im Rückblick ergeben die WestLB Neubauten in ihrer Gesamtheit eine überraschende Bauausstellung zeigen sie doch bei gleichem Erscheinungsbild ein Panorama unterschiedlicher Haustypen Münster die Landschaft Dortmund die Skulptur Düsseldorf der Block Luxemburg die Villa Wenn sich die West LB im Juni 2012 auflösen wird werden zwar die

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  • S. Rethfeld: Gegenwart bauen - Stiftung Deutscher Architekten
    Dortmunder Modells entwickelte forschte zusammen mit Kollegen Mitarbeitern und Studierenden und plante mit eigenem Büro ab 1955 hauptsächlich von Münster später auch von Düsseldorf 1973 97 und weiteren Dependenzen in Stuttgart Dortmund und Potsdam aus umfangreich in der Region in Nordrhein Westfalen zunehmend in der gesamten Bundesrepublik und vereinzelt im internationalen Kontext In den 1960er und 1970er Jahren galt sein auch international wahrgenommenes Büro als eines der meist beschäftigten und vielseitigsten in Deutschland zahlreiche Aufträgen resultierten aus Wettbewerben Deilmann wirkte nicht nur als Städtebauer und Architekt sondern auch als einflussreicher Hochschullehrer zunächst in Stuttgart 1964 69 anschließend in Dortmund als Preisrichter als Politik und Wirtschaftsberater als Kunstförderer und Berufsvertreter in Verbänden und Kammern sowie als Zeichner und Autor Über die Projekte seines 1955 gegründeten Büros hinaus galt das Interesse auch gerade seinen überlieferten Studienprojekten 1946 48 TH Stuttgart die aufzeigen wie er beispielsweise orientiert an Leitgebäuden von Schumacher Bonatz und Eiermann unterschiedliche Haltungen studiert und sich in Entwurfsübungen versucht Schon damals ist ihm ein souveräner Strich eigen vielfach werden Varianten zum Projekt ausgearbeitet vom Städtebau bis zum kleinmaßstäblichen handwerklichen Detail einer Holztreppe Deilmann galt schon zu Studienzeiten als begabter Zeichner auch zeigt sich seine Leidenschaft zum Architekturberuf den er umfassend versteht Seiner Zeit oftmals weit voraus Ebenfalls untersucht wurden erste Bauten vor der Selbstständigkeit die Harald Deilmann in verschiedenen Kooperationen in Stuttgart und Münster plante Mit Rolf Gutbrod und Günther Wilhelm beispielsweise nahm er an Schulbauwettbewerben teil mit Heinrich Bartmann errichtete er Wohnbauten im Raum Münster mit Max von Hausen Ortwin Rave und Werner Ruhnau das Theater in Münster das zu einem Manifest des Neubeginns wurde Viele hier gefundene Antworten waren ihrer Zeit weit voraus Bereits zur Eröffnung im Februar 1956 dieses ersten Theaterneubaus der noch jungen Republik war Deilmann jedoch schon aus dem Architektenteam wieder ausgeschieden Dank einiger Privataufträge und erster gewonnener Wettbewerbe konnte er sich im September 1955 mit eigenen Büro Deilmann Verantwortung kann man nicht teilen selbstständig machen Die für ihn lebensprägende Kombination aus forschendem Lehren und praktischem Tun dem Planen und Bauen wird von Deilmann gleich zum Berufsbeginn eingeübt Denn dem Theatererfolg in Münster gehen wichtige Stuttgarter Erfahrungen in den Jahren 1950 53 als junger wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Günther Wilhelm voraus Erste Exkursionen ermöglichen ihm einen Blick in das internationale Baugeschehen Nordeuropa Schweiz Auch die USA werden früh für Deilmann zum wichtigen Vergleichsgebiet Noch in seiner Assistenzzeit widmet er sich inspiriert von amerikanischen Forschern einer Dissertation zum Thema Raumtypenbildung Ein Beitrag zur Rationalisierung der Entwurfsarbeit des Architekten in der er einen Forderungskatalog mit Entwurfsbeispielen für den Schulbau entwirft Typisierung von Gebäuden Auch wenn die Dissertation letztlich nicht zweitgeprüft wird und damit nicht zum Abschluss kommt stellt sie für den Deilmannschen Entwurfsansatz eine belastbare Grundlage dar Er bekennt sich zur Typisierung von Gebäuden die eine Grundlagenforschung erfordern um in einem zweiten Schritt Zeit für das eigentliche schöpferische Entwerfen zu finden Das Wesentliche und Typische bestimmen den objektivierbaren allgemeinen Anteil des Gebäudes der zum Geformten zur Gestalt führt Das Einmalige Situationsbedingte und auf die Bauherren und Architektenpersönlichkeit bezogene

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  • S. M. Burggräf: Generiert strategisches Management politische Leitbilder? - Stiftung Deutscher Architekten
    planerischen Leistungen steigt Der Einsatz von Experten aus dem Bereich des Projektmanagements ist durch die Zunahme rechtlicher ökonomischer politischer und ökologischer Vorgaben unumgänglich geworden Eine kompetente Übernahme von organisatorischen steuernden Aufgaben bestimmt das Arbeitsfeld Dies verdeutlicht dass sich die Aufgaben des Architekten als Planer maßgeblich verändert haben Auffällig ist dass das Projektmanagement oftmals nicht von Architekten sondern anderen Fachdisziplinen bekleidet wird die als fachliche Laien steuernd in Bereiche der Planung eingreifen Der Planer wird einem Managementsystem unterstellt und kann oftmals nur noch verringerten Einfluss auf inhaltliche Qualitäten nehmen Dies birgt große Risiken hinsichtlich der Gesamtqualität des Gebauten Die Konstituierung eines interdisziplinären Expertenteams kann die Chance für eine qualitativ hochwertige Umsetzung unter Berücksichtigung differenter gesellschaftlicher Anforderungen erhöhen Es besteht jedoch auch hier die Gefahr dass durch die Komplexität und eine nicht auf den Planungsinhalt konzentrierte Steuerung die eigentliche Projektqualität verloren gehen Doch wer kann und sollte der Betreiber der Planung sein um ein bestimmtes bezogen auf die gestalterische funktionale und materielle Qualität hochwertiges Planungsziel zu erreichen Diese Frage ist Gegenstand meiner durch die Stiftung Deutscher Architekten geförderten Dissertation an der TU Dortmund Im Fokus steht die IBA Emscher Park GmbH deren Gründung durch die Landesregierung NRW im Mai 1988 beschlossen wurde Ziel war die ökologische ökonomische und soziale Verbesserung des nördlichen Ruhrgebietes Mit der Umsetzung von etwa 120 Projekten sollten Impulse gesetzt neue Methoden angeboten urbane Qualitäten verbessert werden Das zehnjährige Strukturförderprogramm hat einen offenen Planungsprozess angestoßen um ein Umdenken zu provozieren neues Selbstbewusstsein zu verleihen und zu zeigen wie Planung organisiert und legitimiert werden kann Zu bewerten ist der Zusammenhang zwischen dem Planungsinstrumentarium IBA und den erbrachten Qualitäten Im Rahmen der Dissertation wird das methodische Vorgehen der interdisziplinär besetzten IBA zur Akquisition Auswahl und Realisierung der Projekte untersucht Ziel ist es den Prozess vom Projektantrag durch Dritte bis zur Realisierung

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  • S. M. Burggräf: Dissertation zur IBA Emscher Park - Stiftung Deutscher Architekten
    die Projektakquisition durch politische Vorgaben gesteuert wurde Das erste IBA Memorandum auf dessen Grundlage 1989 ein Projektaufruf in die Region erfolgte spielt hier eine entscheidende Rolle Untersucht wird wer an der Definition der Inhalte beteiligt war und in welchem Maße Den Akten ist zu entnehmen dass das Ministerium bereits vor dem ersten Aufruf diverse Projekte angestoßen hatte Das wettbewerbsähnliche Verfahren wurde so im Vorfeld deutlich gelenkt Die zugesagte prioritäre Förderung von IBA Projekten stellte einen großen Anreiz dar Es wurden über 400 Ideen mit unterschiedlichsten Planungsständen eingereicht Zu den ersten entscheidenden Steuerungsaufgaben der IBA gehörte die Kategorisierung der Projekte Festgelegt wurde was realisiert oder nicht realisiert werden sollte oder ob der Einsender unter Mitwirkung der IBA das Projekt weiter entwickeln durfte Im Vordergrund stand en die Qualität der Einzelprojekte das Potential der Ideen die Umsetzungs Finanzierungs und Förderfähigkeit Zudem mussten möglichst schnell gebaute visuell erfassbare Ergebnisse gezeigt werden Allein aus diesem Grund gab es Projekte die politisch sehr protegiert wurden Andere hingegen wurden nicht weiterverfolgt wenngleich sie individuelle Qualitäten aufzeigten Etwa 120 Projekte konnten realisiert werden Die IBA wählte ungewöhnliche und zeitintensive Verfahren zur Qualifizierung von Ideen Besondere Bedeutung kam der Kommunikation und Kooperation zwischen projektbeteiligten Akteuren sowie dem interdisziplinären Arbeiten zu Für alle IBA Projekte wurden individuelle Qualitätsvereinbarungen erarbeitet Gewünscht war der enge Dialog der Akteure über Projektqualitäten Die Qualitätsvereinbarungen wurden fortgeschrieben und oftmals erst mit Fertigstellung der Projekte unterzeichnet Die Qualitätskontrolle erfolgte individuell von formalisierten Soll Ist Vergleichen wurde abgesehen Ein Druckmittel jedoch war dass bei Nicht Einhaltung der Vereinbarung das IBA Signet entzogen werden konnte Anhand von vier Fallstudien wird untersucht wie der Planungsinhalt in die Projekte kam Hierzu werden die Kriterienkataloge abgeprüft Bei den bereits recherchierten Projekten handelt es sich um den Gasometer Oberhausen und die Siedlung Schüngelberg in Gelsenkirchen Der Innenhafen Duisburg sowie ein Projekt aus dem Themenfeld Wiederaufbau von Landschaft stehen noch aus Ziel ist es die Komplexität der IBA herauszustellen und trotz der großen Unterschiede der Projekte strategische Gemeinsamkeiten aufzuzeigen Bei dem Projekt Siedlung Schüngelberg in Gelsenkirchen wurden verschiedene IBA Themenfelder miteinander verbunden Wohnen im Bestand Neubau Wiederaufbau von Landschaft Soziales Der mehrdimensionale inhaltliche Ansatz der IBA wird durch das Projekt repräsentiert Die Planung für den Anfang des 20 Jahrhunderts erbauten Siedlungsteil mit 300 Wohneinheiten wurde angelehnt an die englische Gartenstadtidee nach Ebenezer Howard Die Qualitäten der Siedlung zeichnen sich aus durch ihre Kleinteiligkeit die Enge Weite von Straßen und Plätzen differente Haus und Dachformen große Gärten Steigungen und Krümmungen von Wegen und Straßen Mit der Unterschutzstellung 1987 dem Bedarf an neuen Bergarbeiterwohnungen und der IBA Aufnahme 1989 entwickelte sich das Gesamtprojekt Für die Siedlungsmodernisierung wurde ein ökologischer Katalog definiert die denkmalgerechte Bauausführung mit Erhaltung vorhandener Details durch die IBA überwacht Der persönliche Bedarf der Bewohner wurde abgefragt die Ergebnisse soweit möglich und sinnvoll in die Planungen integriert Für die Siedlungserweiterung 200 WE wurde ein internationaler Wettbewerb ausgelobt die Auslobungsunterlage durch drei Kolloquien unter Beteiligung aller zuständigen Institutionen vorbereitet Im Rahmen des kooperativen Verfahrens gab es drei Kolloquien mit sieben ausgewählten Büros umgesetzt

    Original URL path: http://www.stiftung-deutscher-architekten.de/meldungen/detail/s-m-burggraef-dissertation-zur-iba-emscher-park/ (2016-04-24)
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  • S. M. Burggräf: Der Weg der Idee - Stiftung Deutscher Architekten
    dem stark geschwächten Ruhrgebiet Die intensive Auseinandersetzung mit der Materie lässt erahnen wie facettenreich und komplex das Instrument IBA konzipiert war und sich aus dem täglichen Fortschreiten des Prozesses heraus weiterentwickelte Es gab eine Vielzahl von Wegen bzw von Strategien Handlungsmustern und auch Zufällen die wiederum zu einer Vielzahl von Ideen respektive zu Konzepten Entwürfen und Planungsergebnissen führten Analysiert man vollständige Ideenlinien der IBA und ihrer Projekte so wird deutlich dass es sich ähnlich wie mit der Eisbergtheorie des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick verhält Nur etwa ein Siebtel des Eisbergs ragt über den Wasserspiegel hinaus und ist sichtbar messbar vermeintlich einschätzbar Diesen Teil des Eisbergs verkörpern die etwa 120 Projekte der IBA Der restliche Teil des Gesamtvolumens hingegen liegt unterhalb der Wasseroberfläche Der Schwerpunkt der Dissertation liegt darin diesen unsichtbaren Teil des IBA Eisbergs zu erforschen der die Ideenursprünge die bisher nicht publizierten Strategien das alltägliche individuelle Handeln verkörpert Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang dass die Leitprojekte überwiegend keine Erfindungen der IBA waren Sie entstanden aus einem konkreten Bedarf Umbau des Emschersystems einer von der Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein Westfalen LEG übernommenen Projektgruppe oder sogar aus einem Konzept aus den 1920er Jahren Emscher Landschaftspark Die Leitprojekte entwickelten sich während der zehnjährigen Arbeitsphase weiter Es kamen Projektfamilien hinzu Arbeitsschwerpunkte veränderten sich ein Leitprojekt entfiel sogar Die offene und prozessuale Vorgehensweise ist an der Entwicklung der Leitprojektideen ablesbar Um die Komplexität des Experiments IBA zu verdeutlichen ist neben der strukturellen Betrachtung der Strategieebene IBA Gesellschaft der Leitprojekt und der Projektebene die chronologische Untersuchung elementar Anhand von vier zeitlich aufeinander folgenden Phasen wurden die Ideen der IBA und ihrer Projekte analysiert Die Zeit vor der IBA bis 1987 die strategische Vorbereitung zwischen 1987 und 1989 die zehnjährige Laufzeit bis 1999 sowie die Phase nach der IBA seit 1999 prägten den Projektverlauf im Einzelnen Es ist beachtlich

    Original URL path: http://www.stiftung-deutscher-architekten.de/meldungen/detail/s-m-burggraef-der-weg-der-idee/ (2016-04-24)
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  • S. M. Burggräf: Der Weg der Idee - Stiftung Deutscher Architekten
    sich um eine schwierige Aufgabe handeln würde wurde insbesondere dadurch deutlich dass die strukturelle Problematik im Ruhrgebiet bisher nicht bewältigbar zu sein schien und etwaige Versuche im Vorfeld zur Restrukturierung scheiterten Dies ermöglichte andererseits eine besondere Freiheit bei der Suche nach einer Lösung oder Idee Lt Expertenaussagen waren die beteiligten Akteure zu diesem Zeitpunkt durchaus kompromissbereit Eine unkonventionelle Idee für diesen Standort wurde ministeriell d h politisch gefordert gewollt und unterstützt Durch das Kapital aus nicht benötigten Strukturfördermitteln des Landes NRW mussten keine zusätzlichen Gelder im Haushalt des Landes beantragt und oder jährlich genehmigt werden Dadurch fiel die Entscheidung eine IBA in diesem Rahmen durchzuführen relativ leicht Nach Rücksprache mit ministeriellen Akteuren ist davon auszugehen dass die IBA ohne diese Mittel nicht oder zumindest nicht in diesem Umfang stattgefunden hätte Die Umwidmung der vorhandenen Gelder verhinderte eine existentielle Diskussion und beeinflusste somit die IBA Idee indirekt positiv Die Finanzierungsund Förderkonstellationen nahmen erheblichen Einfluss auf die Auswahl der Projekte der IBA und die Gesamtidee Projekte die inhaltlich als nicht förderfähig galten konnten nicht in das Portfolio aufgenommen werden Ebenso konnten Vorschläge bei denen die Bereitstellung des kommunalen Eigenanteils für die Förderung nicht sichergestellt war nicht weiter verfolgt werden Laut Expertengesprächen war die Einflussnahme durch die Gesellschaft IBA aufgrund der viel zitierten goldenen Zügel relativ einfach und in großem Umfang möglich Durch die Sorge dass ein Projekt die prioritäre Förderung nicht erhalten und dadurch scheitern könnte ließen die Projektinitiatoren einen größeren inhaltlichen Einfluss auf Projektinhalte zu als dies unter normalen Bedingungen der Fall gewesen wäre Die Befristung auf zunächst fünf Jahre resultierte aus der finanziellen Situation Nach Rücksprache mit beteiligten Akteuren war jedoch von Anbeginn deutlich dass dieser Zeitraum verlängert werden würde Der Faktor Zeit beeinflusste ebenfalls indirekt die IBA Idee da davon auszugehen war dass es sich um eine temporäre Befristung mit allen Vor und Nachteilen handeln würde Die Realisierbarkeit der Projekte musste im Rahmen der Laufzeit weitestgehend gewährleistet werden Darüber hinaus sollten Projekte z B für die Zwischenpräsentation 1994 fertig gestellt werden können Lt Expertengesprächen wurden einige qualitätvolle Ideen nicht aufgenommen da sie in der Kürze der Zeit nicht hätten bewältigt werden können Dies ist ein Beispiel dafür wie Einfluss auf das Projektportfolio und somit auf die Gesamtidee genommen wurde Der Einfluss auf die IBA Idee durch die drei verbleibenden Faktoren einer Projektentwicklung im weiteren Sinne Standort Kapital Zeit ist daher als außerordentlich groß zu beurteilen und übersteigt die zunächst angenommene Einschätzung Die Konstituierung der Gesellschaft mit den konkreten Handlungsabläufen und Instrumenten hat in erheblichem Umfang zu dem Gesamtbild der IBA beigetragen Dies ist ein Beispiel dafür wie durch die Struktur Einfluss auf das gesamte Portfolio und somit auch auf die Gesamtidee genommen wurde Ein wesentliches strategisches Instrument der IBA waren die konzipierten Leitprojekte des ersten Memorandums die die inhaltliche Breite sowie den interdisziplinären Ansatz der Bauausstellung repräsentieren sollten Im Rahmen der zweiten Forschungsebene verkörperten die Leitprojekte die übergeordneten Ideen Zwingend notwendig war es dass die Leitprojekte und ihre zugehörigen Einzelprojekte im Bereich der Emscherregion realisiert werden mussten Aus diesem

    Original URL path: http://www.stiftung-deutscher-architekten.de/meldungen/detail/s-m-burggraef-der-weg-der-idee-1/ (2016-04-24)
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  • Förderpreis 2014: Jury tagte - Stiftung Deutscher Architekten
    Architektin AKNW Geschäftsstelle Prof Wolfgang Döring Architekt Vors der Jury Ernst Uhing Architekt Präsident der Archi tektenkammer NRW Prof Ulrike Beuter Landschaftsarchitektin Prof Hartmut Welters Architekt Stadtplaner Prof Dr Susanne Hauser UdK Berlin Andreas Klozoris Dipl Ing Förderpreisträger 2012 der Stiftung Deutscher Architekten Markus Lehrmann Stadtplaner Hauptgeschäftsführer Architektenkammer NRW und Julia Mikolaschek Architektin Geschäftsstelle AKNW Foto Christof Rose Förderpreis 2014 Jury tagte 11 02 2015 Spannend wird es am 16 April für die angehenden Architektinnen und Architekten die sich um den Förderpreis 2014 der Stiftung Deutscher Architekten beworben haben Im Düsseldorfer Malkasten wird die Jury die Preisträger bekannt geben und die Auszeichnungen überreichen Die Jury tagte am 16 Januar in Neuss unter Vorsitz von Prof Wolfgang Döring Die Arbeiten wiesen inhaltlich und in ihrer Qualität eine große Bandbreite auf stellte der Düsseldorfer Architekt nach Sichtung der Arbeiten fest Erfreulich sei dass viele Arbeiten thematisch außerhalb des Spektrums üblicher Architektentätigkeiten angesiedelt seien Es ist richtig dass die jungen Leute sich zum Ende ihres Studiums hin mit freien Themen befassen weil das den Horizont weitet meinte Prof Döring Gute Architektinnen und Architekten zeichneten sich auch durch eine gewisse Freiheit des Denkens aus Die Jury kam nach intensiver Diskussion zu weitgehend einstimmigen Ergebnissen Der Förderpreis soll besonders talentierte Absolventen der Architekturstudiengänge in NRW auf ihrem Weg in den Beruf ermutigen und unterstützen Alle Interessierten sind herzlich zu der Preisverleihung mit anschließendem Imbiss eingeladen Information Die Preisverleihung findet statt am 16 04 15 18 00 Uhr Malkasten Jacobistr 6 40211 Düsseldorf Galerie Jury Sitzung in Neuss zur Ermittlung der Förderpreise 2014 der Stiftung Deutscher Architekten v r Martin Müller Innenarchitekt AKNW Vorstandsmitglied und BAK Vizepräsident Vera Anton Lappeneit Architektin AKNW Geschäftsstelle Prof Wolfgang Döring Architekt Vors der Jury Ernst Uhing Architekt Präsident der Archi tektenkammer NRW Prof Ulrike Beuter Landschaftsarchitektin Prof Hartmut Welters Architekt

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