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  • Vertreterversammlung: Architektenkammer bringt Baukunstarchiv NRW voran - Stiftung Deutscher Architekten
    bringt Baukunstarchiv NRW voran 28 10 2014 Christof Rose Ein großes Bundesland wie Nordrhein Westfalen benötigt dringend ein Baukunstarchiv zur Sicherung und Erforschung bedeutender Architektennachlässe Mit diesen programmatischen Worten warb der Präsident der Architektenkammer NRW Ernst Uhing bei den 201 Delegierten der Vertreterversammlung der AKNW um Unterstützung für den Antrag das seit langem geplante Baukunstarchiv NRW nun endlich voran zu bringen Die VVS stimmte mit überwältigender Mehrheit zu und beschloss zudem den zunächst vorgesehenen Betriebskostenzuschuss auf jährlich 25 000 Euro zu erhöhen Die Sicherung der Nachlässe unserer einflussreichen Architektinnen und Architekten ist eine herausragende baukulturelle Aufgabe die dringend umgesetzt werden muss unterstrich der Präsident der Architektenkammer NRW Ernst Uhing in seiner Begründung des Beschlusses der über alle Architektenverbände hinweg gut geheißen wurde Unsere Einigkeit sendet ein starkes Signal an alle Partner die sich ebenfalls für die Einrichtung dieses Instituts engagieren unterstrichen die Vorsitzende der BDB Kollegengruppe Gabriele Richter und der Listenführer und Landesvorsitzende des BDA Peter Berner Beide forderten in einem gemeinsamen Statement zur Erhöhung des finanziellen Engagements der Kammer auf Wie Präsident Uhing noch einmal verdeutlichte ist das Baukunstarchiv NRW ein gemeinsames Vorhaben der Architektenkammer NRW der Stiftung Deutscher Architekten und der Ingenieurkammer Bau NRW Das nordrhein westfälische Bauministerium hat zugesagt die bauliche Einrichtung des Archivs einmalig finanziell zu unterstützen In Verhandlungen mit verschiedenen weiteren Partnern konnte u a erreicht werden dass die Stadt Dortmund das ehemalige Museum am Ostwall als Räumlichkeit für das Baukunstarchiv NRW herrichten und dem Betreiber miet und abgabenfrei zur Verfügung stellen will Der Förderverein für das Baukunstarchiv NRW hat sich verpflichtet das Betriebskostenrisiko vollständig zu tragen Vor dem Hintergrund dieser positiven Verhandlungsergebnisse und mit Blick auf die große baukulturelle Bedeutung des Projektes beschloss die Vertreterversammlung der Architektenkammer NRW gemeinsam mit der Stiftung Deutscher Architekten der Ingenieurkammer Bau NRW und dem Förderverein eine Betriebsgesellschaft gründen

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  • Baukunstarchiv in Dortmund? - Stiftung Deutscher Architekten
    Ostwall in Dortmund ziehen kann Für die Stadt Dortmund hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau ein lebhaftes Interesse bekundet und auch ein neuer Förderverein will das Projekt unterstützen Die Generation von Architekten Stadtplanern und Ingenieuren die das Planungs und Baugeschehen der Nachkriegszeit maßgeblich beeinflusst hat beendet gegenwärtig ihre aktive Schaffensphase Was geschieht mit den Planungsdokumenten die das Werk mit Plänen Modellen und einer Vielzahl von Schriftstücken aus der Planungs und Realisierungszeit dokumentieren Es besteht nicht nur die Gefahr des Verlustes der Unterlagen sondern auch dass relevante Nachlässe aus NRW abwandern Bundesweit sind einige Architektur und Ingenieurarchive seit längerer Zeit tätig u a das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt am Main das Archiv der TU Berlin das Südwestdeutsche Archiv der Universität Karlsruhe und das Münchner Architekturmuseum In NRW besteht seit 1995 das Archiv für Architektur und Ingenieur baukunst an der TU Dortmund in Köln stechen das Historische Archiv der Stadt und das Archiv des Erzbistums hervor die beide auch Architektennachlässe sammeln und bearbeiten Für ein Baukunst Archiv NRW setzen sich neben den Initiatoren Stiftung Dt Architekten AKNW IK Bau NRW auch die TU Dortmund die Landschaftsverbände Rheinland LVR und Westfalen Lippe LWL das Architekturforum Rheinland sowie das Museum für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW M AI ein Eine Option war das Archiv auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen anzusiedeln Nun hat sich mit dem renommierten denkmalgeschützten Bauwerk Museum am Ostwall in Dortmund eine interessante Alternative ergeben für die sich u a ein neu gegründeter Förderverein unter dem Vorsitz des Architekten Walter Brune stark macht Am 21 September 2012 stellte der Verein seine Ziele und das Haus Museum am Ostwall mit einem Tag der offenen Tür der interessierten Öffentlichkeit vor Der Schirmherr des Fördervereins Staatsminister a D Prof Dr Christoph Zöpel mahnte in einer programmatischen Rede die Wahrung baugeschichtlicher Zeugnisse an Nicht nur die Bauten

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  • Weitere Gespräche zum Baukunstarchiv NRW - Stiftung Deutscher Architekten
    an Alternativen in Kellern verkommen oder sogar schlichtweg entsorgt werden setzt sich die Stiftung gemeinsam mit Partnerinstitutionen dafür ein ein Baukunstarchiv NRW zu gründen Während gegenwärtig verschiedene Standorte diskutiert werden fehlt vor allem weiterhin eine verlässliche Finanzierung des ambitionierten Gemeinschaftsprojektes Wir stehen vor der Aufgabe das baukulturelle Erbe des Landes zu bewahren Nur wer die Geschichte kennt kann die Zukunft bauen erläutert Hartmut Miksch Vorstand der Stiftung Deutscher Architekten das Anliegen der Stiftung der Architektenkammer Nordrhein Westfalen und ihrer Projektpartner zu denen die Ingenieurkammer Bau NRW das Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst der TU Dortmund und das Architektur Forum Rheinland zählen aber auch die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen Land NRW unterstützt das Vorhaben Das nordrhein westfälische Bauministerium steht hinter dem gemeinnützigen Vorhaben und hat zugesagt die Kosten für die Herrichtung von Archiv Räumlichkeiten auf der Essener Zeche Zollverein zu übernehmen Das Land setzt aber voraus dass es den Projektträgern gelingt ein dauerhaftes Finanzierungskonzept für die laufenden Kosten sicher zu stellen Die Projektpartner haben beschlossen den Betrieb über eine gemeinnützige GmbH zu organisieren Gegenwärtig verbleibt allerdings noch eine Deckungslücke von rund 250 000 Euro im Jahr Es laufen daher intensive Gespräche mit renommierten Architekten und mit weiteren potenziellen Geldgebern Standort noch offen Im Frühjahr dieses Jahres ist neben Essen ein neuer Standort in die Diskussion eingebracht worden das ehemalige Museum am Ostwall in Dortmund Nachdem das Museum im Zuge der Entwicklung des Dortmunder U zum Kunst und Kreativzentrum dorthin umgezogen ist steht das Bauwerk aus den 1950er Jahren leer Die Stadt Dortmund hat ein Interessensbekundungsverfahren eingeleitet an dem sich auch für die TU Dortmund Prof Wolfgang Sonne vom Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst der TU beteiligt hat Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau als Stadtplaner Mitglied der Architektenkammer NRW hat große Sympathien für diese Entwicklungsperspektive geäußert Aus Sicht der Architektenkammer NRW und ihrer

    Original URL path: http://www.stiftung-deutscher-architekten.de/meldungen/detail/weitere-gespraeche-zum-baukunstarchiv-nrw/ (2016-04-24)
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  • Baukunstarchiv NRW: Betriebsgesellschaft gegründet - Stiftung Deutscher Architekten
    Ingenieurkammer wurde der Gesellschaftervertrag verabschiedet Mehr als 400 Delegierte beider Kammern unterstützen die Gründung eines Baukunstarchivs NRW Vorstand und Kuratorium der Stiftung sowie der Architektenkammer hatten schon im September 2009 in ihren jeweiligen Sitzungen dem Vertrag zu gestimmt Die drei Gesellschafter haben sich mit verbindlichen finanziellen Zusagen zusammengefunden Diese bilden einen Grundstock und erste Finanzierungsschritte für das Baukunstarchiv NRW Die Idee Ein zentrales Archiv für NRW mit dezentralem Netzwerk Bei der Auflösung von Architektur und Ingenieurbüros drohen wichtige und interessante Dokumente unwiederbringlich verloren zu gehen Mancher Nachlass eines prominenten Architekten oder Ingenieurs könnte in ein Archiv außerhalb des Landes abwandern Für Nordrhein Westfalen würden wichtige baukulturelle Quellen verloren gehen Die Stiftung Deutscher Architekten stellt in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer NRW der Ingenieurkammer Bau NRW der TU Dortmund den beiden Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen Lippe dem Architekturforum Rheinland sowie dem Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW den Aufbau eines Baukunstarchivs NRW auf eine breite Basis Als zentrale Einrichtung vernetzt sich das Baukunstarchiv NRW zugleich mit Archiven in ganz Nordrhein Westfalen So entsteht ein Kooperationsmodell in dem ein zentrales Baukunstarchiv Architekten und Ingenieurnachlässe von überregionaler Bedeutung sammelt und die Arbeit angeschlossener dezentraler Archive auf diesem Gebiet fördert Neben der Denkmalpflege die Überlieferungen der Architektur und Ingenieurbaukunst durch den Schutz der Bauten selbst sichert besteht die Aufgabe der Archive darin die Überlieferungen auch durch den Schutz von Planungsdokumenten und Modellen aus den Nachlässen von Architekten und Ingenieuren zu sichern Diesen Unterlagen kommt ein besonderer Stellenwert zu da sie den Planungs und Rezeptionsprozess viel umfassender dokumentieren als das Bauwerk selbst Planunterlagen Modelle und andere Dokumente sind oft auch langlebiger als die Bauwerke selbst Sie bilden die einzig verlässliche Datengrundlage für die baukulturelle Forschung Experten heben die Bedeutung von Architekturarchiven besonders hervor für die Lehre und Forschung unserer Baugeschichte sowie zur Vermittlung in der Öffentlichkeit

    Original URL path: http://www.stiftung-deutscher-architekten.de/meldungen/detail/baukunstarchiv-nrw-betriebsgesellschaft-gegruendet/ (2016-04-24)
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  • A. Bartscher: Carlfried Mutschler, Architekt 1926-1999 - Stiftung Deutscher Architekten
    Umstand zu erklären mag eine Vielzahl von Gründen herangezogen werden Sicherlich spielt die scharfe regionale Begrenzung von Mutschlers gebautem Werk hierbei eine Rolle Auch seine vergleichsweise zurückhaltende Publikationsstrategie gehört dazu Vor allem jedoch darf vermutet werden dass die noch immer vorherrschende Skepsis gegenüber den Ausdrucksformen der 1960er bis 70er Jahre mit für diesen blinden Fleck in der deutschen Architekturgeschichte verantwortlich ist Carlfried Mutschler gehört zur ersten Generation deutscher Architekten die nach dem zweiten Weltkrieg ausgebildet wurde Sein Studium absolvierte er von 1947 bis 1951 an der Technischen Hochschule in Karlsruhe unter dem damals frisch berufenen Egon Eiermann dessen charismatische Persönlichkeit wie bei vielen seiner Schüler auch auf Mutschler einen lebenslangen Eindruck gemacht hat Doch trotz seiner tiefen Bewunderung für den Menschen einer Eiermann Schule kann Mutschler nicht zugerechnet werden Sehr früh schon emanzipiert sich Mutschlers eigenes bauliches Werk von den Grundsätzen seines Lehrers und schlägt eine eigene Richtung ein Als Ausgangspunkt dieser architektonischen Entwicklung sind die Erfahrung der Darmstädter Gespräche von 1951 und insbesondere die Rezeption der Werke von Hans Scharoun und Hugo Häring zu betrachten Es sind die freien Formen und der expressive Charakter dieser Bauten etwa der Scharoun schen Schulen und insbesondere des Gut Garkau von Häring die Mutschler begeistern und in denen er eine Alternative zum die Nachkriegsbautätigkeit dominierenden technokratischen Funktionalismus sieht Seit den frühen Jahren seiner Tätigkeit bezieht Mutschler immer wieder auch polemisch Stellung gegen die zeitgenössischen auf immer weitergehende Rationalisierung des Bauens gerichteten Tendenzen in der deutschen Architekturproduktion Dass sein eigenes Werk heute bei oberflächlicher Betrachtung oftmals als Repräsentant eben dieser von ihm kritisierten Strömungen betrachtet wird entbehrt nicht einer gewissen Tragik zeigt aber auch wie wenig differenziert die heutige Betrachtungsweise des architektonischen Erbes der 1960er bis70er Jahre noch immer ist Trotz der teils direkten Bezugnahme und Anknüpfung Mutschlers an die expressionistisch organische Seitenlinie der modernen deutschen Architektur gelingt es ihm schon in seinen frühen Bauten eine eigene architektonische Sprache zu entwickeln Ist etwa die Grundrissdisposition der Friedrich Ebert Schule in Mannheim klar vom Vorbild des von Scharoun in Darmstadt aufgezeigten Schulschemas beeinflusst so unterscheidet sie sich in ihrem robusten und körperhaftem baulichen Ausdruck mehr als deutlich von den etwa zeitgleich entstandenen Schulen Scharouns in Marl und Lünen Die Fügung weniger roh belassener Materialien und seine Faszination für die plastischen Arbeiten zeitgenössischer Künstler etwa von O H Hajek prägt auch Mutschlers meistpubliziertes Werk der 60er Jahre Die Pfingstbergkirche stellt einen in ihrer Radikalität einmaligen Sakralbau dar Die vollständige Verglasung des Baukörpers und die visuelle Verschmelzung von schlankem Beton Konstrukt und umliegendem Kiefernwald führen zu einer Raumbildung die das Grenzverhältnis Innen Aussen grundsätzlich hinterfragt Diesen oszillierenden Grenzraum dehnt Mutschler 1975 mit seiner in Kollaboration mit Frei Otto entwickelten Multihalle in bis dahin unbekannte Dimensionen aus Dieser Bau anlässlich der Bundesgartenschau 1975 in Mannheim errichtet und von Manfred Sack in der ZEIT damals als Wunder von Mannheim gefeiert ist bis heute als ingeniöser Pionierbau flächiger Holzkuppeltragwerke bekannt und akut vom Abriss bedroht Zum Forschungsvorhaben Es ist noch nie eine zusammenfassende wissenschaftliche Arbeit über das Werk Carlfried Mutschlers

    Original URL path: http://www.stiftung-deutscher-architekten.de/meldungen/detail/a-bartscher-carlfried-mutschler-architekt-1926-1999/ (2016-04-24)
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  • Carlfried Mutscheler: Projekt 032 - E7,7 in Mannheim - Stiftung Deutscher Architekten
    in die Richtung expressiver Plastik des späteren Corbusiers als dass es die kunstvolle Fügung autonomer Teile in ausgetüftelten Details gemäß Karlsruher Lehre zelebrieren würde Fassade und Plastik Der charakteristische Aufriss der Straßenseite des Hauses ist von einer klaren Gliederung in zwei übereinander lagernden Zonen geprägt Ein liegendes Rechteck im Verhältnis des goldenen Schnittes bildet über zwei Geschosse hinweg den Sockel und markiert somit den gewerblich genutzten Teil des Hauses Die Erscheinung des Hauses ist hier bis auf die konstruktiv notwendigen Elemente des Stahlbetonskelettes ausgedünnt Einzig die kräftige aufgedoppelte Horizontale oberhalb des Erdgeschosses tritt vor die Stützenebene der Fassade und ist somit ablesbar aus dem strukturellen Gefüge herausgelöst Einem fast schon klassischen Architekturverständnis folgend ist dieses Element primär als optisches Gewicht in der Komposition von Bedeutung Sie nimmt ganz unmittelbar Bezug auf die Höhen der Sockelgesimse der gründerzeitlichen Nachbarbebauung und bindet den strikt modernen Bau somit wie selbstverständlich in den Straßenraum ein Konsequenterweise ist die obere breitere Horizontale nicht nur als reines Architekturglied sondern auch als autonome Plastik des mit Mutschler eng befreundeten Bildhauers Otto Herbert Hajek lesbar Durch die Tiefe des Reliefs und der schrundigen Oberfläche der Hajekschen Plastik entsteht wiederum eine Annäherung an die Körnung und Struktur der Nachbarn Proportionen und Tektonik Über diesem Sockel nun erheben sich die drei zu einer präzise quadratischen Fläche zusammengezogenen Wohngeschosse Gesamtheitlich bildet die Straßenansicht somit ein Rechteck das exakt den Verhältnissen des goldenen Schnittes entspricht Ob diese sorgfältige Proportionierung Mutschlers plastischem Empfinden einer ansonsten weitgehend geheim gehaltenen Liebe zur Geometrie oder auch einer eingehenderen Beschäftigung mit Corbusiers Modulor entspringt wird noch der Gegenstand weiterer Studien werden müssen Mit einiger Sicherheit jedoch deutet sich an dass die reine Form des Quadrats für Mutschler offenbar von einer besonderen Bedeutung gewesen sein muss Nicht nur wird es hier am eigenen Wohnhaus sehr bestimmt herausgearbeitet immer wieder finden sich im Laufe seiner gesamten Schaffenszeit Beispiele für eine solche Betonung Am prominentesten sind hierbei wohl die beiden Kirchen die ungefähr in derselben Periode wie das Wohnhaus entstehen Im Falle des Wohnhauses wird das Quadrat mit einer räumlichen Komposition aus Geschossbändern tiefen Fenstern vorgeblendeten Betonteilen und die ganze Erscheinung prägend gelben Backsteinflächen in einen Zustand ausgewogener Spannung versetzt Ob die Semper Lektüre in Karlsruhe in Mutschlers Studienjahren auf dem Lehrplan stand wird sich noch zeigen müssen dass der Bau dessen Bekleidungstheorie im modernen Gewande mustergültig zum Vorschein bringt wird seinem Verfasser aber wohl bewusst gewesen sein Ganz ausdrücklich werden die Backsteinwände als Umhüllung des strukturellen Stahlbetongerüsts ausformuliert Die bekleidende textile Charakteristik des Werkstoffs wird an der obersten linken Ecke durch das Ausfasern der aus der Wandebene herausgelösten Mauerwerksfläche sogar explizit vorgeführt Das Motiv der einhüllenden vorzugsweise gelben Backsteinwand zieht sich in der Folge als Leitfaden durch Mutschlers Arbeiten bis in die späten siebziger Jahre hinein Immer wieder sucht Mutschler nach Möglichkeiten dieses Thema zum Ausdruck zu bringen So wölben sich die Wände schon in seiner Friedrich Ebert Schule um die vorgelagerten Kamine in der Kapelle am St Elisabeth Krankenhaus und dem Gemeindezentrum in Vogelstang dann verselbstständigen sie sich

    Original URL path: http://www.stiftung-deutscher-architekten.de/meldungen/detail/carlfried-mutscheler-projekt-032-e77-in-mannheim/ (2016-04-24)
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  • M. Wild: René von Schöfer – Architekt, Stadtplaner und Bauforscher (1883-1954) - Stiftung Deutscher Architekten
    das Deutsche Archäologische Institut Bauaufnahmen der Casa del Fauno in Pompeji durch worüber er 1926 auch promovierte Erste Indizien weisen darauf hin dass René von Schöfers Architekturauffassung stark durch seine Zeit als Assistent des Reform Architekten und Stadtplaners Theodor Fischer beeinflusst wurde der an den Technischen Hochschulen Stuttgart und München lehrte René von Schöfer lehnte rigoros das dekorative Ornament der Gründerzeit ab und sah in den sachlichen Formen und Flächen der Moderne die logische Konsequenz aus der technologischen und sozialen Entwicklung seit der Industrialisierung Obwohl René von Schöfer seine Studentinnen und Studenten darunter Maria Schwarz geb Lang auch zur Erprobung neuer Architekturformen ermutigte blieb er selbst wesentlich im Traditionalismus verhaftet und wird mit dem Heimatschutz in Verbindung gebracht Kieser Marco Heimatschutzarchitektur im Wiederaufbau des Rheinlandes Köln 1998 Sein Anliegen war die Geschichte des Ortes in zeitgemäßen Architekturformen weiterleben zu lassen und auf die lokalen architektonischen Besonderheiten einzugehen Die bekannteste seiner Aufbauplanungen ist die sogenannte Dritte Stadtgründung von Jülich nach dem Zweiten Weltkrieg Durch den Förderverein Festung Zitadelle Jülich wird von Schöfers Wiederaufbauplanung als einzige bereits gründlich erforscht Doose Conrad Peters Siegfried Scheuer Helmut Bilder einer Renaissancestadt Jülich vor und nach dem 16 November 1944 3 erw Auflage Düren 2013 Jülich wurde in Abstimmung mit dem Landeskonservator an gleicher Stelle und mit den gleichen Straßenfluchten wie die vorbildliche Renaissance Idealstadt wiederaufgebaut Geplant war eine idealisierte Wiederherstellung die früher geschehene stadtplanerische und architektonische Fehlentwicklungen korrigieren und ein einheitliches Gesamtbild herstellen aber auch den Anforderungen des modernen Verkehrs gerecht werden sollte Die Grundlagen dafür hatte von Schöfer bereits vor und während dem Zweiten Weltkrieg geschaffen als er den Auftrag hatte eine Altstadtsanierungsplanung zu entwickeln Dafür hatte er alle Straßenfronten der Altstadt zeichnerisch und fotografisch dokumentiert und konnte sie nach dem Krieg als Vorbild für die Neubauplanung heranziehen Nicht zu vernachlässigende Gründe für den

    Original URL path: http://www.stiftung-deutscher-architekten.de/meldungen/detail/m-wild-rene-von-schoefer-architekt-stadtplaner-und-bauforscher-1883-1954/ (2016-04-24)
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  • René von Schöfer: Architekt in vier Epochen - Stiftung Deutscher Architekten
    die Hochschulkarriere und die klassische Bauforschung in Pompeji wesentliche Aspekte der Laufbahn von Schöfers darstellen waren einerseits in den Archiven der RWTH Aachen und der TU München und andererseits beim Deutschen Archäologischen Institut und im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin wesentliche Informationen zu gewinnen Infolge der Recherche durch die das Werkverzeichnis um einige Projekte erweitert werden konnte haben sich mehrere Themenbereiche für die weitere Bearbeitung ergeben Seine Bauforschung in Pompeji stellt eine biografische Besonderheit dar War sie ein Karrieresprungbrett Während sich Adolf Hoffmann in Berlin mit der Auswertung der Arbeiten aus der Perspektive des klassischen Bauforschers befasst wird im Promotionsprojekt vor allem die Bedeutung der Bauforschung für die Karriere von Schöfers untersucht die wiederum als Beispiel für die Entwicklung der Hochschullehre in der ersten Jahrhunderthälfte herangezogen wird So war von Schöfer zwischen 1911 und 1920 konzentriert in Pompeji tätig musste seine Forschungen aber wegen des Ersten Weltkriegs unterbrechen Nach dem Krieg erzwangen finanzielle Probleme einen Umbruch sodass von Schöfer fortan als Assistent Theodor Fischers in München arbeitete Aber seine Kontakte aus der Zeit als Bauforscher waren ihm geblieben Als sein Bauforscher Kollege Friedrich Krischen der den Lehrstuhl für Bauformenlehre in Aachen vertrat an die TH Danzig berufen wurde bewarb sich René von Schöfer in enger Abstimmung mit Fürsprechern aus dem DAI erfolgreich um die Nachfolge Um die wissenschaftliche Qualifikation für den Lehrstuhl nachzuweisen promovierte er 1926 bei Hubert Knackfuß über das Haus des Faun in Pompeji Obwohl von Schöfer im gleichen Jahr die Koldewey Gesellschaft mitgründete konzentrierte er sich in den folgenden Jahrzehnten auf eigene Planungen und auf die Hochschullehre Die Vernachlässigung der Bauforschung führte 1938 zu einem anhaltenden Streit mit dem DAI weil die politische Beziehungspflege des Dritten Reichs zum Verbündeten Italien danach verlangte Die vom DAI als Ausreden wahrgenommenen Entschuldigungen von Schöfers korrespondieren auffällig mit den Entwicklungen an der TH Aachen in den dreißiger Jahren und mit denen im Kriege Von Schöfers Hochschulkarriere und Lehre begann als Assistent an der TH München deren Architekturabteilung in den zwanziger Jahren im Umbruch war Unmittelbar nach dem gescheiterten Hitler Putsch im Jahr 1923 wurde von Schöfer in München Mitglied des Deutsch Völkischen Offiziersbundes der gegen eine befürchtete Überfremdung des deutschen Volkes kämpfte und der Presse vorwarf die vermeintliche Wahrheit zu verschweigen Als von Schöfer an die TH Aachen berufen wurde war auch dort das Studium zu reformieren Seine Laufbahn dort umspannt etwa ein Fünftel der gesamten Geschichte der RWTH Aachen Er war im Dritten Reich Vertrauensmann des NS Dozentenbundes wurde aber nach dem Krieg als politisch Unbelasteter in den Entnazifizierungsausschuss berufen In diesem Zusammenhang benutzte er seine Stellung als Dekan um Entlastungszeugen seines Rivalen Hans Mehrtens unter Druck zu setzen was von Schöfer beinahe die Karriere kostete Trotzdem vertrat er mit seinen Lehrgebieten Städtebau Baugestaltung Antike Baugeschichte und Bauaufnahme die Aufgaben zweier Lehrstühle in Personalunion bis 1953 und lehrte noch bis zu seinem Tod 1954 ehrenamtlich Ab Mitte der dreißiger Jahre wurde die TH Aachen in die Siedlungsplanungen der Deutschen Arbeitsfront im Wurmrevier einbezogen Zum einen war von Schöfer in

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