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  • Die Glocke von Krusemark
    Sophie von Eichart Welch herrliche Klänge durchziehen die Luft Bei Frührotserwachen im Nebelduft Sie steigen gen Himmel zur Erde nieder Und klingen in Herzen und Sinnen wieder In Liebe seit einig im Glauben stark So läutet die Glocke von Krusemark Wie wogt es und drängt sich zum Gotteshaus Der Bischof legt selbst heut die Predigt aus Und sind wir umringt auch von Feindesscharen Der Herr der Allmächtige wird uns bewahren

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/dieglockevonkrus.html (2016-04-28)
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  • Die fleissigen Frauen zu Bretsch
    Kirche erforderlich sind Aber leider war der anfängliche Eifer bald geschwunden und das heilige Feuer hatte sich abgekühlt Schließlich als der Turm mit seinen gewaltigen Steinmauern etwa bis zur hälfte vollendet war da streiften sie gänzlich und erklärten dem Baumeister rundweg sie würden überhaupt keine Hand mehr zum Bau der Kirche rühren In seiner peinlichen Verlegenheit legte sich der Bauherr aufs Bitten machte den Bauern gütige Vorstellungen allein dieselben ließen sich nicht belehren sondern trugen ihr Handwerkszeug nach Hause Was sollte aber nun werden Sollte die Kirche unvollendet stehen bleiben Nein das durfte und sollte nicht sein Um die Schande von Bretsch abzuwenden erschienen als rettende Engel auf dem Plane die Frauen und erklärten Wenn unsere Männer halsstarrig und wrägelich sind und nicht arbeiten wollen wir wollen arbeiten und dafür sorgen daß unsere Kirche fertig wird Niemand war froher als der Baumeister als sich ihm die Frauen und Jungfrauen von Bretsch zur Verfügung stellten Fleißigere Arbeiter hätte er sich garnicht wünschen können Wenn die Frauen einander an Fleiß und Rüßtigkeit in allen Arbeiten überbieten wollten so war s als ob man einen Ameisenhaufen vor sich sah Die Männer mußten gute Miene zum bösen Spiel machen und während ihre Frauen Steine heranfuhren und handlangten blieb ihnen nichts anderes übrig als daheim zu kochen und der Kinder zu warten Endlich fingen sie doch an sich zu schämen und mußten es sich gefallen lassen daß ihnen für den Streik dieser Streich gespielt wurde Nicht lange währte es so stand die Bretscher Kirche vollendet da und die Männer waren darüber herzlich froh denn lange hätten sie es wohl nicht mehr ausgehalten zur Arbeit der Frauen daheim verurteilt zu sein Als der Tag gekommen da die Kirche feierlich geweiht werden sollte und auch die Männer sahen wie dieselbe von außen und innen so schön geworden

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  • Die Eichen auf dem Galgenberg bei Wust
    sein und deines Bruders Knecht So erweckte er in des Jüngeren Herzen Begehrlichkeit Und zu dem Älteren sprach der Ritter Du wirst doch nicht so habsüchtig sein und den Hof beanspruchen bloß weil du älter bist So sprach er zu ihnen immer wieder und erweckte unter ihnen Haß und Zwietracht Es gelang ihm so endlich sie zu überreden das ein Gottesurteil entscheiden sollte wer von ihnen nach des Vaters Tode den Schulzenhof besitzen sollte Hier sind sagte der Ritter zwei Pistolen Mit denselben bringt ihr Euren Streit zu Ende Ich werde nur die eine Pistole laden Ihr seht daß sie in allen Stücken einander völlig gleich sind so daß die geladene nicht zu erkennen ist Das Los soll entscheiden welche Pistole jeder von Euch nehmen soll Einer schießt dann auf den andern So kann und soll Gott selbst entscheiden wer den Schulzenhof und das Leben haben soll Also sprach der arglistige Ritter und bethörte die Herzen der unverständigen Jünglinge In der Südostecke des Gottesackers stellten sie sich auf um die Entscheidung herbeizuführen Ein Zuruf ein kurzes Zielen ein Knall und beide Jünglinge stürzten tödlich getroffen zur Erde Der Ritter hatte beide Pistolen geladen Nun hatte der Schulze keine männlichen Erben

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  • Die beiden Steinkreuze
    konnte nur wenig davon wahrnehmen Sie musste das Tun der vielen Diener überwachen und half wohl hier und da auch selber mit Dazu zog sie ihren goldenen Ring vom Finger und legte ihn ins Fenster Als sie am nächsten Morgen aus dem Schlaf erwachte vermisste sie ihr Kleinod Schnell ging sie ans Fenster um den Ring zu holen Doch wie groß war ihr Erschrecken der Ring war verschwunden Er konnte nur gestohlen worden sein und der Verdacht fiel auf den Knappen der die Pokale gefüllt hatte Lange beteuerte er seine Unschuld doch das Urteil lautete Tod durch Erhängen Auf dem Galgenberg sollte er Schimpf und Schande erleiden Der Henker führte den Knappen zur Richtstätte der immer wieder seine Unschuld beteuerte Zitternd öffnete er kurz vor seinem Tode noch einmal den Mund Ich sterbe unschuldig Und als Zeichen meiner Unschuld werden sieben Eichen aus diesem Stamm wachsen an dem ich meinen Tod fand Das Urteil wurde vollstreckt und der Leichnam im Sand unter den Galgenberg verschart Als ein Jahr vorüber war sproß mit frischen kräftigen Trieben eine Eiche aus dem Grab Aus ihren Wurzeln wuchsen schnell sieben Eichen hervor Im Herbst als ein Sturm über das Land fegte stürzte nahe der

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  • Der Mittelpunkt der Welt
    Unter demselben soll noch heute eine Ketteliegen mit der einst die Welt ausgemessen worden ist Uebrigens sei hier gleichzeitig noch erwähnt dass auch die Leute des Dorfes Baben im Kreise Stendal früher des Glaubens waren dass bei ihnen ganz bestimmt der Mittelpunkt der Welt zu suchen sei Wie sich einst sieben Städte Griechenlands um die Ehre stritten die Heimat des großen Dichters Homer zu sein so stritten sich also in

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/dermittelpunktde.html (2016-04-28)
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  • Das Huenenbett
    einen anschlägischen Kopf und übertraf den Gesellen in der Baufertigkeit bei weitem So konnte es nicht ausbleiben das die Winterfelder Kirche ein viel schöneres Aussehen erhielt als die von Jeggeleben und der Kirchturm zu Winterfeld denjenigen zu Jeggeleben bald um ein Beträchtliches überragte Als der Geselle zu Jeggeleben bei seiner Arbeit den schönen Kirchturm von Winterfeld erblickte und er hören mußte wie die Leute den Lehrling wegen seiner Kirchenbaukunst nicht genug loben konnten da regte sich in ihm der blasse Neid und er warf einen grimmigen Haß auf den jungen Baumeister zu Winterfeld Die bösen Gedanken wurden halb zur That Als der Geselle eines Morgens wiederum des hochragenden Winterfelder Kirchturmes ansichtig wurde vermochte er sich nicht mehr zügeln sondern er griff nach den großen Granitblöcken welche er noch verbauen wollte und schleuderte sie wütend hoch durch die Luft in der Richtung nach der Kirche von Winterfeld um dieselbe zu zertrümmern und möglichst den ihm verhaßten Lehrling zu zerschmettern Der Geselle besaß riesige Körperkräfte und so wurde es ihm durchaus nicht schwer die großen Steine fortzuwerfen Als der Lehrling den ersten Stein von Jeggeleben her auf die von ihm erbaute Kirche zufliegen sah konnte er es sich wohl denken von wessen Hand und in welcher Absicht derselbe geworfen war Er seinerseits war nun auch nicht faul und fing sofort auch mit Steinen zu werfen an wie solche von seinem Bau übrig geblieben waren und suchte sich die kleinen aus welche er zu heben und zu werfen vermochte So entstand zwischen Gesell und Lehrling ein erbitterter Steinkampf und große und kleine Granitsteine sausten mit Wucht und Wut geschleudert einander begegnend durch die Lüfte War nun auch der Lehrling dem Gesellen in der Kunst des Kirchbaues bedeutend über an Körperkraft und somit auch im Schleudern der Steine war wieder der Geselle dem Lehrling

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/dashuenenbett.html (2016-04-28)
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  • Der Arendsee
    war ein Mensch in Krankheit Arend mußt ihm zur Seite stehn Denn er war in jungen Jahren weit umhergereist im Reich Hatte Kenntnis viel erworben half mit Rat und That zugleich Und so lebt mit seiner Gattin glücklich er Jahr aus Jahr ein Gern gesehn von Jung und Alten und geliebt von Groß und Klein Da war einst so geht die Sage ein sehr trüber finstrer Tag Dunkel türmten sich die Wolken dumpfer Donner grollte nach Schwarz fast war das finstre Wasser ächzend stöhnt die tiefe See Ferner Unkenruf erschallte unheimlich wie grauses Weh Und der Mühle Flügel brachen pfeifend durch die Luft sich Bahn Ängstlich flatterten die Möwen auf dem Wasserplan Da naht auf dem grünen Berge der nach Arend s Mühle geht Sich im schnellen Schritt ein Knabe der zum Müller also fleht Eilt o eilt Herr Vater Arend meine Schwester ist so krank Helft ihr kennt ja manches Kräutlein das giebt guten Labetrank Müller Arend schaut besorglich nach dem finstren Himmel aus Doch bald siegt die Menschenliebe er verläßt sein schwankend Haus Aber nicht alleine ziehen läßt sein treues Weib ihn fort Ob die Mühle auch mag bleiben ohne allen Schutz und Hort Schweigend eilt sie nach den Beiden hält ein Körbchen in der Hand Das der Kräuter viele birget die als Heilsam ihr bekannt Wenig hundert Schritte sind sie von der Mühle kaum getrennt Als auf einem mal es blitzt grad als ob der Himmel brennt und der Wind im argen Toben fährt bis auf des Sees Grund Krachend stürzt die schöne Mühle in den tiefen Wasserschlund Arend seh ruft mit Entsetzen plötzlich des Müllers Frau Wie im Zauberschlag versunken ist der Mühle stolzer Bau Und als der Sturm beschwichtigt ruhig wird die dunkle Flut Wie versöhnt bricht durch die Wolken sich der Abendsonne Glut Jenen

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/derarendsee.html (2016-04-28)
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  • Grosse und kleine Steine
    sieht man deutlich daß Steine die nach der Größe sortiert waren zu verschiedenen Bauabschnitten verwendet worden sind Daran knüpft sich die Sage daß zunächst die Männer mit den großen Feldsteinen den Bau begannen dann allerdings die schwere Arbeit aufkündigten Das wollten die Frauen von Bühne nicht einfach hinnehmen Sie übergaben ihren Männern die Hausarbeit und brachten die Mauern der Kirche mit kleineren Steinen weiter in die Höhe Diesen Triumph wollten

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/grosseundkleines.html (2016-04-28)
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