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  • Das Huenengrab bei Steinfeld
    Backtag da war wollte der Klädensche vor dem Heizen noch seinen Backtrog reinigen Bei dieser Arbeit peinigte ihn beständig eine Fliege welche stets wiederkam wenn er dieselbe auch noch so oft verscheuchte Endlich setzte sie sich ruhig auf den Backtrog Warte dachte da der Riese jetzt will ich mich rächen nahm sein Teigmesser holte aus und schlug dieselbe mit einem heftigen Schlag tot Derselbe war aber so stark gewesen dass der Steinfelder glaubte sein riesiger Kollege in Kläden habe ihm das verabredete Zeichen gegeben dass der Backofen heiß sei Obgleich er eben erst dabei war den Teig zu kneten so beeilte er sich nahm schnell das Brot auf und eilte dann in Riesenschritten nach Kläden Doch wie war er erstaunt als er sah dass der Klädensche Riesenbäcker noch ganz gemütlich beim Frühstück saß an seinen Teig noch gar keine Hand angelegt und noch keine einzige Wase Backbusch in den Backofen gesteckt hatte Da der Steinfelder nicht anders dachte als der Klädensche habe ihn foppen wollen so wurde er wütend überhäufte denselben mit den größten Schimpfreden und es hätte nicht viel gefehlt so hätte er ihm seine Molle mit dem Brotteige über den Kopf gestülpt Voll Zorn lief er nach Steinfeld

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/dashuenengrabbei.html (2016-04-28)
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  • Der Teufel und die Kirche
    wird in Häsewig und Umgebung folgendes erzählt Die Leute von Ziegenhagen die kein Gotteshaus haben und nach Häsewig zur Kirche gehen müssen beneideten die Häsewiger um ihre schöne Kreuzkirche und hätten diese gar zu gern in ihrem Dorfe gehabt Damit ihr lang gehegter sehnlicher Wunsch endlich in Erfüllung ginge überredeten sie den Teufel diese Kirche von Häsewig nach Ziegenhagen zu tragen Der Böse war hierzu natürlich sofort bereit Eiligst begab

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/derteufelunddiek.html (2016-04-28)
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  • Riesen an der Elbe
    am Wasser um zu fischen hätte er in nächster Nähe beste Weide für seine Kühe keine Arbeit mit dem Wassertragen ach er besaß nicht so viele Finger um alle Vorteileaufzuzählen Der andere Riese fürchtete die unmittelbare Nähe des breiten Stromes rechnete mit Hochwasser und vielen aufdringlichen Mücken kurz Es gab auch viele Argumente gegen Mertens Plan Fand Merten einen neuen Vorteil zählte sein pfiffiger Kumpan einen Nachteil dagegen auf Deshalb beschlossen sie nach einiger Zeit jeder sollte dort sein Anwesen errichten wo er es für richtig und sicher halte Merten siedelte sich unmittelbar an der Elbe an der andere Riese suchte sich das hohe Ufer in einiger Entfernung von der Elbe aus Als im nächsten Frühjahr nach der Schneeschmelze der Fluß anschwoll und aus seinem Bett trat stand der besonnen Riese auf dem hohen Ufer und schrie schadenfroh He Merten Und dann zeigte er auf sein sicher gebautes Haus das nicht von der Überflutung bedroht wurde He Merten wiederholte er und klopfte sich voller Stolz auf die Brust Und er rief He Merten zu dem der schon nasse Füße hatte und dem die ersten Möbelstücke davonschwammen und dessen Haus sich auflöste He Merten und er zeigte ihm einen Vogel He

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/riesenanderelbe.html (2016-04-28)
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  • Goliaths Grab
    beerdigt Zu seiner Grabstätte kamen aber viele Menschen die sich über seine endgültige Niederlage freuten Das wurde dem abgeschiedenen Goliath eines Tages zu viel Er kam aus seinem Sarg heraus nahm ihn unter den Arm und wanderte mit der Last die auch für einen Riesen ziemlich beachtlich war auf und davon Er suchte ein stilles Fleckchen für seine Grabstätte Und siehe da in der Altmark fand sich der erwünschte Ort

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/goliathsgrab.html (2016-04-28)
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  • Kammernsche Berge
    Einsamkeit Und so beschloß Frau Harke nach Thüringen zu ziehen und sich dort niederzulassen Also rief sie ihr geheimnisumwittertes Gefolge zusammen und bereitete den Umzug vor Ein letztes Mal ging sie an ihrem geliebten Kamernschen See entlang und steckte hier zum Abschied ihre Hedemicke das ist die alte Bezeichnung für die Spinnrockenstock in die Erde Daraus wuchs ein großer vielfach verzweigter Baum eine Kiefer deren Stamm noch heute am Ortseingang an der Chaussee nach Sandau zu sehen ist An einem ruhigen Abend tauchten an der Arneburger Fähre zwei Reiter auf Solche Fährgäste hatte der Fährmann noch nie gesehen denn sie ritten auf merkwürdigen kleinen Pferden Und die wollten auch gar nicht übergesetzt werden sondern sie forderten den alten Fährmann auf zu warten ihre Herrschaft käme erst in der Nacht und alle hätten es besonders eilig Der Fährmann in der Hoffnung auf einen guten Lohn vertäute sein Schiff Es mußte gegen Mitternacht sein als er plötzlich Hufschlag hörte der sich schnell näherte Es waren die beiden Reiter auf ihren kleinen Pferden und sie bugsierten durch Rufe und Anweisungen mehrere Fuhrwerke auf die Fähre Man hörte ihre Räder auf die Fähre rumpeln ihr Gewicht drückte sie tief ins Wasser und die Elbwellen schwappten an die Bordwand So sehr der Alte aber seine Augen auch anstrengte er sah nichts auf der Fähre Nur die beiden Reiter Bald erreichte die schwere Fuhre das jenseitige Ufer Die Fuhrwerke rollten wieder von den Schiffsplanken und verschwanden im schweren dichten Nebel Nur einer der Reiter wartete auf ihn und gab ihm wortlos einen irdenen Topf Als der Fährmann hineingriff spürte er sofort daß nicht die erhofften Münzen in ihm waren Er fühlte nur zerbrochene Tonscherben Voller Wut über die Fährgäste warf er das Gefäß mit den Scherben in den Strom traf aber in der Dunkelheit nur seine

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/kammernscheberge.html (2016-04-28)
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  • Eine Spinne als Lebensretterin
    verödeten Dorfe noch übrig geblieben waren flohen beim Herannahen des Feindes vor Angst und Furcht Unter den Flüchtlingen befand sich auch ein Bauersmann namens Lemme Um sein Leben zu retten versteckte er sich in einem alten hohlen Baume welcher noch bis zum Jahre 1884 unweit von Flessau auf dem Felde stand Seine Verfolger würden ihn aber auch hier entdeckt haben hätte ihm nicht Gott der Herr auf eine wunderbare Weise geholfen und eine Spinne als Lebensretterin gesandt Nachdem sich nämlich unser Lemme eben im Baume verborgen hatte begann das kleine Geschöpf als geschickte und flinke Spinnerin ihr Netz vor der Oeffnung desselben zu spinnen Kaum hatte sie dasselbe vollendet da hörte er auch schon die wütenden Soldaten unter Schreien und Fluchen auf sein Versteck zueilen Jetzt stand ein Soldat dicht vor seinem Baume untersuchte denselben und rief dann seinen daherstürmenden Kameraden zu Hier kann ich niemand verborgen haben sehet hier das Netz daß eine Spinne vor dem Loche des Baumes gesponnen hat Weiter stürmten die Feinde und Lemme war gerettet gerettet von Gott durch eine Spinne Ob der Flessauer Bauersmann Gott dem Herrn für seine wunderbare Errettung gedankt hat wissen wir nicht aber wir glauben es denn noch heute mögen

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/einespinnealsleb.html (2016-04-28)
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  • Die verkehrte Kirche
    denn solch ein Riese kann bekanntlich auch riesenmäßig essen und auch riesig viel vertragen Sie verabredeten daher einen Tag bestimmten auch ganz genau die Stunde wo sie aufs neue wieder ihr Brot backen wollten Zur festgesetzten Zeit trafen sich denn auch unsere beiden Riesen am Backofen trugen Backbusch herbei indem sie dicke und hohe Tannen welche in der Nähe standen mit der Wurzel aus der Erde rissen und wollten nun mit dem Heizen des Ofens beginnen Da geschah es daß die beiden darüber in Streit gerieten wer von ihnen an der Reihe sei für dieses Mal das Heizen zu besorgen Die Gemüter erhitzten sich mehr und mehr und der Riese von Borstel geriet so in Wut daß er den ersten besten Stein von der Erde aufhob und denselben auf den Riesen von Beelitz schleuderte Zu seinem großen Verdruß verfehlte er jedoch sein Ziel und der Stein fiel mit großer Wucht ganz in der Nähe des Dorfes Beelitz zur Erde nieder Der Beelitzer Riese welcher mit wenigen Riesenschritten nach seinem Dorfe zurückgeeilt war war über die Nichtswürdigkeit seines früheren Freundes auf s höchste empört und wollte sich an demselben rächen Schnell bückte er sich zur Erde um auch seinerseits mit einem Stein den nunmehr verhaßten Gegner zu werfen Da er aber in seinem großen Zorn nicht sogleich einen solchen fand so ergriff er anstatt dessen die Beelitzer Kirche weil diese ihm gerade zur Hand war Schon hatte er dieselbe aufgehoben und wollte eben zum Wurfe ausholen da entglitt sie seiner Hand und fiel auf die Erde zurück und zwar gerade wieder auf denselben Fleck wo sie vorher gestanden hatte Leider aber hatte sich die Kirche in der Hand des Riesen herumgedreht also das der Turm der früher wie es doch sein muß im Westen gestanden hatte nunmehr nach Osten zu stehen

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/dieverkehrtekirc.html (2016-04-28)
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  • Die ruhelose Mutter
    Wische Nach dem Rücktritt des Wassers wurde die Ausfüllung des Bruches aufs neue begonnen doch wiederum zerstörte das Element das Menschenwerk Das wiederholte sich bis in den Sommer hinein alle Arbeit und Mühe der Menschen war und blieb vergeblich Da gab ein kluger Schäfer den Rat man solle ein Kind in den Bruch des Deiches werfen und dann den Bruch zukarren so werde der Deich halten Der Rat schien gut denn Menschenopfer haben zu alten Zeiten bei großen Unternehmungen den größten Wert gehabt Woher ein Kind nehmen Wo sollten wohl Eltern gefunden werden die bereit wären ihr Kind zu solch schrecklichem Tode herzugeben Endlich fand sich eine Mutter welche vom Geiz verlockt ihr Söhnchen darbringen wollte wenn man es ihr mit Gold aufwiegen wolle Das Gold wurde wirklich zusammengebracht das Kind wurde mit untergekarrt Seitdem steht der Deich fest und trotzt dem Wasser und dem Sturm Die habsüchtige Mutter aber konnte ihres Besitzes nicht froh werden Ohne Ruhe wanderte sie klagend auf dem neugebauten Deiche auf und ab Einstmals hörte sie laut und deutlich ihr Kind schreien und nach der Mutter rufen aus der Tiefe des Deiches herauf Da ergriff sie bittere Reue Verzweiflung und Gewissensangst Sie nahm das Sündengeld

    Original URL path: http://www.sternreiten-altmark.de/dieruhelosemutte.html (2016-04-28)
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