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  • Peter Kaubisch - Steinfurt aktuell, heute und damals - www.stenvorde.de
    Australien Serien Ulmer Ballett 200 Jahre Paganini Konzert für Sologeige und Diaprojektor Friesland Wandlungen Fotografie von Frauen Nur Steine leben lang alter Göttinger Friedhof Der Nolde Garten im Wandel der Jahreszeiten Historische Gärten in Niedersachsen Schottland Buchveröffentlichung Schottische Skizzen Möwen Ans Haff nun fliegt die Möwe mit Musik und Gedichten zum Thema 1980 Verleihung des Herbert Schober Preises für die beste Darstellung einer Knie Tumor OP 1982 Berufung in die

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  • Kinderkarnevalzug Burgsteinfurt 2008 - Seite 1 - www.stenvorde.de - immer für Sie aktiv: Ortsnah und Weltweit
    10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 Bild 1 und 2 Bericht in der Münsterschen Zeitung vom 05 02 2008 Text und Fotos Rainer Nix Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30

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  • Kindheitserinnerungen und Jugenderlebnisse - Steinfurt aktuell, heute und damals - www.stenvorde.de
    Acker zu tun Meine Mutter melkte gegen 18 30 Uhr die Kuh im Sommer auf der Weide und ab Herbst im Stall Es wurde übrigens täglich dreimal gemolken morgens mittags und abends Im Winter musste ich Runkeln klein schneiden und die Kuh damit füttern und danach bekam sie einen Trog voll Heu Das Melken habe ich selbst nie gelernt Aber beim Schweinfüttern musste ich helfen und auch beim Füttern des Kleinviehs Wenn dann die Tiere versorgt waren aßen wir unser Abendbrot und darüber wurde es meist schon 20 Uhr Und dann musste ich auch schon bald ins Bett Meine Eltern standen auf dem Standpunkt erst das Vieh und dann der Mensch Im übrigen ging es bei uns streng zu Wenn ich mal beim Essen sagte Das mag ich nicht dann bekam ich als Antwort zu hören Es wird gegessen was auf den Tisch kommt Abends gab es bei uns Blut oder Leberwurst Mehlpfannkuchen und im Winter bis zum Frühjahr jeden Abend Leberbrot und Wurstebrot dazu schwarzen Tee oder Pfefferminztee manchmal auch Muckefuck Lindes oder Kathreiner Kaffee Zuvor kam meist eine Milchsuppe auf den Tisch zur Abwechslung gab s auch mal Haferflocken Papp mit Schwattbraut oder Sago Ich habe oft wenn es keiner bemerkte die Milchsuppe in den Schweinetopf geschüttet In den Schweinetopf der sich vor dem Stall befand kam aller Abfall von Lebensmitteln wie Kartoffelschalen Brotreste und Gemüseabfälle Alle drei Tage wurde dieser Schweinetopf mit Buschenholz Reisigholz oder Hobelspänen angeheizt und gekocht zu Mus durchgedreht und an die Schweine verfüttert Einmal im Monat durfte ich mit meiner Mutter zum Einkaufen gehen Dieser eine Einkauf reichte aus weil wir im übrigen Selbstversorger waren Aber jedes Mal wenn wir einkauften war auch ein Paket Muckefuck dabei Bohnenkaffee wurde erst viel später gekauft und dann nur ein Viertelpfund Nach der Währungsreform 1948 wurden auch die Lebensmittelkarten die es viele Kriegsjahre und Nachkriegsjahre hindurch gegeben hatte abgeschafft Die Rationierung hörte auf es galt nur noch die neue deutsche Währung Aber ich erinnere mich nur noch daran wie mit den Lebensmittelkarten in den Geschäften eingekauft wurde Auf ihnen war die jedem Bürger zustehende Nahrungsmittelmenge genau vorgeschrieben und in den Geschäften wurden beim Einkauf von den Lebensmittelkarten die entsprechenden Marken oder Kästchen abgeschnitten Mehr gab es dann nicht zu kaufen als darauf abgedruckt stand Kapitel 9 Landwirtschaft für Eigenbedarf Unser Nebenerwerbsbetrieb ernährte die Familie weithin selber Im Frühjahr wurden die Kartoffeln gepflanzt die den Eigenbedarf abdecken mussten Auf dem Acker machte der Vater mit einem Spaten in bestimmten Abständen ein kleines Loch in die Erde während ich hinter ihm herging und jeweils eine Pflanzkartoffel hineinwarf Auf einem Teil des Ackers säten wir Runkelrübensamen In die Gartenbeete wurden die dicken Bohnen gelegt Zwiebeln gesteckt sowie Spinat Erbsen Möhren Salat Melde Mangold Petersilie Dill Rotkohl Grünkohl und Wirsing gesät gelegt oder gepflanzt Im Sommer wurde zuerst das Gras gemäht Dann stand der Vater schon morgens um vier Uhr auf und zog mit der Sense auf die Wiese bevor er dann in die Fabrik ging wo er um 7 Uhr seine Arbeit zu beginnen hatte Meine Mutter und hin und wieder auch meine beiden Schwestern und auch ich mussten dann später helfen das Gras das im Laufe des Tages zu Heu getrocknet und wenn der Vater dann abends aus der Zigarrenfabrik kam haben wir es auf den Wagen vor den wir unsere Kuh Alma wie ein Pferd gespannt hatten aufgeladen Meist ernteten wir zwei Wagen voll Nach der Tagesarbeit wurde das Vieh gefüttert So kam es vor dass wir manchmal nach arbeitsreichen Tagen erst zwischen 21 und 22 Uhr am Abendbrottisch saßen Bild 14 Bild 15 Bild 16 Ende Juli wurde der Roggen von meinem Vater mit der Sense geschnitten Meine Mutter band ihn in Garben und stellte ihn zu Stiegen auf Einige Tage später wurde wieder unsere Kuh Alma vor den Wagen gespannt und sie zog ihn aufs Feld wo es mit den Garben beladen wurde Von dort aus ging es zur Dreschmaschine Der Termin zum Dreschen wurde immer kurzfristig angesagt und erst dann erfuhr man auch den Standort des Dreschers Wir mussten uns häufig sehr beeilen um früh genug da zu sein und nicht hinter einer Reihe von mehreren Kuh und Pferdewagen warten zu müssen Meine Mutter stand immer auf dem Kuhwagen und reichte die Garben zur Dreschmaschine an Zwei Personen nämlich mein Vater und ein Helfer standen auf der Dreschmaschine und warfen die Garben hinein Eine weitere Person stand unten an den Säcken in die das Korn hineinfiel und mindestens ein bis zwei Personen wurden außerdem benötigt um die Strohbunde wieder auf den Wagen zu laden Man fuhr nach Hause und das Stroh wurde auf dem Stallboden verpackt Die Körner schütteten wir zum Trocknen aus den Säcken auf die Tenne Später brachten wir sie zu einem Müller der sie in seiner Mühle zu Mehl mahlte Nach der Roggenernte wurden die Stoppelrüben gesät die zur Fütterung der Kühe und Rinder dienen Ende Oktober bis Mitte November wurden sie gepflückt und bis Mitte Januar an Kühe und Rinder verfüttert Im Herbst holte mein Vater auch die Kartoffeln mit der Grepe aus der Erde und meine Mutter sammelte sie in den Kartoffelkorb ein Zuhause kamen die schlechten Früchte in den Schweinetopf die guten aber wurden im Kartoffelkeller eingekellert Nach Beendigung der Kartoffelernte zündeten wir auf dem Acker ein Strohfeuer an in das wir einige Kartoffeln hineinwarfen Kapitel 10 Sauerkraut bis zum Frühjahr In den Sommerferien fuhr ich immer gern mit dem Milchbauer mit Pferd und Wagen morgens in aller Frühe durch die Bauerschaften Er sammelte von den Bauern und Ackerbürgern die am Wege bereitgestellten Milchkannen ein Die Milch wurde in die Molkerei gebracht und einige Stunden später brachte der Wagen die leeren Kannen zurück und stellte sie wieder vor die Haustür Die Milch wurde nach ihrer Reinheit bewertet und meine Mutter war immer stolz wenn ihr die Milch mit Reinlichkeit Eins bescheinigt wurde Im Sommer wurden auch die Erdbeeren Stachelbeeren und Johannisbeeren gepflückt die meine Mutter und meine Oma größtenteils zu Saft oder Gelee verarbeiteten Im Herbst folgte dann die Ernte der Äpfel und Birnen und vorher die der Pflaumen Auch hier war das Sortieren wichtig Gute Äpfel wurden teils eingekellert wo sie bis Weihnachten liegen blieben und dann bei der Bescherung auf dem Teller lagen zum anderen Teil wurden sie mit dem Bollerwagen zur Süßmosterei gebracht und dort gegen Apfelsaft eingetauscht Von den zurückgelegten Äpfeln gab es im Winter auch hin und wieder Bratäpfel die uns besonders gut schmeckten Im Herbst wurden die Runkeln gezogen Auch dabei musste ich helfen Diese Arbeit wurde aber hauptsächlich von meiner Mutter getan die die Runkeln mit der Hand zog und dann in Reih und Glied auf den Acker legte Die Blätter mussten mit dem Spaten abgestochen werden Wieder wurde die Kuh Alma angespannt und der Wagen mit den geernteten Runkeln beladen Zu Hause legten wir sie in eine Runkelmiete deckten sie zum Schutz gegen Frost mit Erde und Stroh zu und verfütterten sie den Winter hindurch bis zum Frühjahr an die Tiere Der Herbst war die Zeit des Sauerkraut Einmachens Zu Hause wurden dann die Weißkohlköpfe zunächst abgewaschen geviertelt und in einer großen Kabbesmühle gehobelt Diese Mühle lieh man sich aus und sie wanderte schon am folgenden Tag zu einer anderen Familie weiter Das gehobelte Weiß kraut wurde in Steingutfässern mit Salz festgestampft und obendrauf kam ein frisches Weintraubenblatt So musste das Kraut einige Wochen stehen und danach konnte man portionsweise daraus die benötigten Mengen zum Kochen entnehmen Im Frühjahr waren wir erleichtert wenn die letzten Sauerkrautreste verzehrt waren zumal dem Fass recht merkwürdige Gerüche entstiegen Die geschilderten Arbeiten wurden von meinen Eltern tagtäglich jahrein jahraus bis in die Mitte der sechziger Jahre ausgeführt Meine Mutter melkte die Kuh jeden Tag mit der eigenen Hand mein Vater musste die aufgezählten Arbeiten vor seiner Tagesarbeit als Zigarrenmacher oder abends nach Feierabend verrichten und meine Mutter hat mit eigenen Händen die Heugabel in der Hand das Heu gewendet Kapitel 11 Streng getrennte Konfession Die evangelische Kirchengemeinde umfasst die Stadt Burgsteinfurt und die drei Bauerschaften Hollich Sellen und Veltrup Es handelt sich um eine Gemeinde mit reformierter Tradition für die der Heidelberger Katechismus maßgebend ist Das übrige Münsterland ist überwiegend katholisch und so bildete Burgsteinfurt mit einer ursprünglich evangelischen Bevölkerung eine Art Enklave jedenfalls bis nach dem zweiten Weltkrieg Am 25 Januar 1564 wurde der erste evangelische Gottesdienst in der Großen Kirche gefeiert und damit die von den Priestern der Johanniterkommende Johanniterorden bis dahin zelebrierte römisch katholische Messe abgeschafft Der 25 Januar wurde bis zum Anfang der siebziger Jahres dieses Jahrhunderts in Burgsteinfurt von allen evangelischen Christen gefeiert aber von den Katholiken als Räuberfest bezeichnet Auch in den Schulen wurden die Konfessionen früher streng getrennt gehalten es gab die evangelische und die Katholische Volksschule die erste die Bismarckschule die zweite Seminar genannt nach dem Schulgebäude in dem sich früher ein evangelisches Lehrerseminar befunden hatte Ich kannte kaum katholische Kinder zumal die beiden Schulen weit voneinander entfernt lagen Erst im Berufsleben lernte man sich später gegenseitig näher kennen oder auch in den weiterführenden Schulen Die Gottesdienste der evangelischen Kirche wurden gut besucht Es war üblich dass sonntags mindestens eine Person von jedem Bauernhof um 10 Uhr im Gottesdienst anwesend war Noch Anfang der fünfziger Jahre kamen viele Bauern mit Pferd und Kutsche zur Kirche gefahren aber schon einige Jahre später wurde der Kutschenverkehr zugunsten des Kraftfahrzeugverkehrs eingestellt Viele Bauern kamen auch mit dem Fahrrad zur Kirche Oft ließen sie es bei Bekannten stehen und machten den Rest des Weges bis zur Kirche zu Fuß Manchmal wurden auch nach dem Gottesdienst in Lebensmittelgeschäften noch Einkäufe getätigt zum Beispiel ein Viertelpfündchen Bohnenkaffee für das Kaffeetrinken am Sonntagnachmittag Die Bohnen konnte man sich lose abwiegen lassen Damit hörte es dann etwa Mitte der sechziger Jahre auf Die großen Bauern und Schulzen hatten in der Kirche ihren festen Platz der mit ihrem Namensschild versehen war Auch das gibt es seit Mitte der fünfziger Jahre nicht mehr Nach dem Gottesdienst pflegte der Bauer in seine Stammkneipe eine Gastwirtschaft in der Stadt zu gehen während die Bäuerin sich in einem Cafe gütlich tat Hier traf man sich dann mit der Stadtbevölkerung und unterhielt sich über die Neuigkeiten die es während der Woche in Stadt und Bauerschaft gegeben hatte denn sonst sah man sich ja kaum Kapitel 12 Radio Hörspiele am Kohleherdfeuer Im Herbst wenn die Runkelrüben gezogen wurden höhlten wir einige aus schlitzten zwei Augen Nase und Mund mit dem Messer hinein befestigten innen eine Kerze und zogen damit bei Einbruch der Dunkelheit in der Nachbarschaft umher Einige Leute konnten wir auch mit den leuchtenden Runkelköpfen erschrecken Die schimpften dann ganz fürchterlich aber andere schenkten uns etwas Geld Um 19 Uhr mussten wir immer zu Hause sein Dann wurde zu Abend gegessen nämlich Wurstebrot und Leberbrot Die Winterabende verbrachte unsere Familie gemeinsam in der Küche wo wir oft im Rundfunk die Hörspiele verfolgten natürlich auch die Nachrichten Zwischen Rhein und Weser von Werner Höfer Gut kann ich mich noch erinnern an die Hörspiel Reihe Paul Temple Mitte der fünfziger Jahre Wir aßen öfter dazu Bratäpfel die im Backkasten geschmort wurden Zu Beginn der Adventszeit wurde ein selbstgefertigter Adventskranz auf einen Ständer gehängt Am ersten Advent brannte daran eine Kerze und an jedem weiteren Sonntag wurde eine weitere dazu angezündet bis am vierten Adventssonntag vier Kerzen darauf brannten In der Vorweihnachtszeit wurden Plätzchen gebacken und wenn sich abends vor Sonnenuntergang der ganze Himmel mit Abendrot übergoss wurde uns gesagt Das Christkindchen backt jetzt Plätzchen für Weihnachten Am Heiligen Abend wurde ab 14 Uhr gebadet Je zwei Personen stiegen dann getrennt in das gleiche Badewasser Dann gingen meine Mutter meine Oma und ich in die Christvesper in der Großen Kirche Der Vater blieb zu Hause Meine beiden Schwestern kamen abgehetzt vom Geschäft aus zur Kirche Damals musste am Heiligen Abend noch bis 16 Uhr gearbeitet werden Gegen 19 Uhr waren wir dann endlich zu Hause Meine Eltern versorgten nun erst das Vieh Ich wurde immer unruhiger und äugelte zum Weihnachtszimmer hin und dachte wann gehen wir denn endlich hinein Aber wenn ich das fragte bekam ich wieder zu hören Erst das Vieh und dann die Menschen Gegen 20 Uhr haben wir dann zunächst gemeinsam zu Abend gegessen und zwar Leberbrot und Wurstebrot diesmal mit Heringssalat So kamen wir erst gegen 21 Uhr in das Weihnachtszimmer Die Spannung war für mich kaum noch zu ertragen Auf den Zehenspitzen habe ich mich an die Tür geschlichen und einen Blick durch das Schlüsselloch riskiert Kapitel 13 Spannung bis zur Bescherung Endlich öffnete sich die Tür im Lichterglanz stand der Weihnachtsbaum da und erhellte das ganze Zimmer Und nun sangen wir erst gemeinsam Stiller Nacht heilige Nacht Dann musste ich die Weihnachtsgeschichte auswendig aufsagen Nun erst durften die Geschenkpakete geöffnet werden Von meinen Eltern bekam ich meist etwas für die Schule und irgendein schönes Spielzeug wie ich es mir gewünscht hatte Zu einem der Weihnachtsfeste hat mir mein Vater mit der Laubsäge einen wunderschönen Bauernstall gefertigt wie er mit überhaupt manches Spielzeug gesägt und zusammengebastelt hat Die Zeit dafür musste er sich immer abends nehmen wenn ich schon im Bett lag Die Geschenke mussten ohne viele Kosten und ohne besonderen Aufwand entstehen aber mit umso mehr viel Liebe wurden sie gemacht Zur Bescherung durften die selbstgebackenen Plätzchen gegessen werden und dazu wurden Nüsse geknackt Am Weihnachtstag gab es abends dann wieder Leberbrot und Wurstebrot und zusätzlich noch eingemachtes Mett aus dem Glas oder auch Schinken Mettwurst und Schweinebraten aus den Einmachgläsern Am Silvesterabend durfte ich ausnahmsweise bis 1 Uhr nachts aufbleiben Wir saßen zuhause in der guten Stube und gingen dann um 23 30 Uhr zu Fuß in die Stadt hörten die Posaunenklänge die der Posaunenchor vom Balkon eines Hotels blies und das Glockengeläut von allen Kirchen Bild 17 Am 24 Januar durfte ich einige Schulkinder zu meinem Geburtstag einladen Ich wurde zwar wie ein Bauernkind erzogen ging aber zur Stadtschule während die Bauernkinder jeweils in ihrer Bauerschaft ihre eigene wenig gegliederte einklassige oder zweiklassige Schule hatten Diese sogenannten Zwergschulen sind später alle aufgelöst worden Meine Schulkameraden meinten mein Elternhaus sei ein kleiner Bauernhof Sie spielten immer gern mit mir bei uns zu Hause Waffeln wurden gebacken und die restlichen selbstgebackenen Plätzchen die von Weihnachten übrig geblieben waren angeboten und abends gab es Leberbrot und Wurstebrot Meine Schulfreunde freuten sich schon darauf denn für sie war es eine Seltenheit während ich mich deswegen glaubte schämen zu müssen Aber es war eine falsche Scham denn eigentlich schmecken Leberbrot und Wurstebrot sehr gut Nur ich musste es Tag für Tag essen und darum war es mir zuwider Und außerdem schämte ich mich an den Kindergeburtstagen wegen des Leberbrots und Wurstebrots weil die Stadtkinder an ihren Geburtstagen damals schon Heißwürstchen anbieten konnten die man zu der Zeit nur ganz selten bekam Als ich ins zweite Schuljahr ging musste ich einmal bei sehr kaltem Winterwetter mit Holzschuhen in denen Stroheinlagen steckten und dicken Socken zur Schule gehen Auch da habe ich mich geschämt weil außer mir nur noch zwei andere Kinder mit Holzschuhen kamen In den Bauerschaften war das zwar üblich aber wir gingen doch in die Stadtschule Kapitel 14 Reformationsfest und Karneval Am 25 Januar feierten die Burgsteinfurter ihr Reformationsfest zur Erinnerung an den ersten evangelischen Gottesdienst 1564 in der Großen Kirchen Dann hatten alle evangelischen Kinder schulfrei und auch die evangelischen Kaufläden waren geschlossen Wir mussten lediglich in die Kirche zum Schulgottesdienst während die katholischen Kinder zur Schule gingen Mit einigen von ihnen spielten wir hin und wieder aber an diesem Feiertag haben wir uns kaum angeguckt denn sie riefen uns nach Räuberfest Katholische Familien kannte ich kaum wir kauften auch fast nur in evangelischen Geschäften und ebenso verhielten sich die Katholiken die möglichst nur in katholischen Geschäften kauften Das Burgsteinfurter Reformationsfest wurde Anfang der 70er Jahre abgeschafft und es gab an diesem Tag nur noch Gedenkgottesdienste Zwei katholische Familien wohnten in unserer Nachbarschaft und eigentlich haben wir uns immer gut mit ihnen verstanden Nur wenn man sich an bestimmten Feiertagen begegnete wie etwa Fronleichnam Allerheiligen am Burgsteinfurter Reformationsfest oder am 31 Oktober dem allgemeinen Reformationsfest ja sogar am Karfreitag hat man sich gegenseitig kaum angeguckt und ging sich am liebsten aus dem Wege Am Tag darauf war dann alles wieder vergessen Es bestand zwischen den evangelischen und katholischen Christen in Burgsteinfurt eine Art Hassliebe Besonders traten Familienfeindschaften auf wenn jemand aus einer evangelischen Familie eine katholische Ehe einging oder wenn umgekehrt ein Katholik eine evangelische Ehe schloss In der Karnevalszeit genauer gesagt am Fastnachtssonntag haben wir Kinder uns verkleidet ich am liebsten als Bauer oder Schornsteinfeger und dann zogen wir von Haus zu Haus und sangen Tüllelütken Fastnacht I häbbt geschlacht t I häbbt ne lange Wuorst gemacht Giff mi eene giff mi eene Ower nich so ne ganze kleene Laot mi nich so lange staohn Ick mott no n Hüsken wieder gaohn Wir teilten uns in Gruppen von etwa sechs bis acht Kindern ein und führten einen kleinen Beutel mit uns in den wir dann einsammelten was uns die Leute gaben Süßigkeiten Eier Mettwurst Kuchen und hin und wieder auch etwas Geld So zogen wir von Haus zu Haus bis in die Bauerschaft hinein Abends kam ich jedes Mal todmüde zu Hause an Und wieder gab es Leberbrot und Wurstebrot und anschließend wurde ich ins Bett geschickt Der 21 März war für mich immer ein besonderer Tag der Frühlingsanfang Dann hatte meine Großmutter Geburtstag Es war der einzige Geburtstag in unserer Familie der besonders gefeiert wurde Viele Verwandte und Bekannte kamen und ausnahmsweise gab es an diesem Tag kein Leberbrot und kein Wurstebrot Dafür standen selbstgebackene Kuchen auf dem Tisch ein großes Blech war mit Butterkuchen gefüllt in den Pudding verbacken war und dazu gab es noch ein Blech mit ungefülltem Butterkuchen Das war der erste gekaufte Kuchen an den ich mich erinnern kann Kapitel 15 Feiern zwischen Säen und Mähen Am 17 Juni 1953 brach in Ostberlin der Aufstand gegen das Unterdrückungssystem der DDR los Die Beibehaltung der Normerhöhungen um zehn Prozent rief Massendemonstrationen hervor die mit Hilfe russischer Panzer niedergeschlagen wurden Viele ältere Menschen bei

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  • Kirchstraße 14 - Bürgerhaus von 1465 - Ein Haus und seine Zukunft - Steinfurt aktuell, heute und damals - www.stenvorde.de
    Hewenshof und Kleine Kirche diese war dort entstanden wo sich zuvor der Wulfshof befunden hatte Hewens und Wulfshof waren Burgmannshöfe des 13 Jahrhunderts hier angelegt um die Stadtverteidigung zu organisieren Erst im 15 Jahrhundert und nach Erbauung der Kleinen Kirche wurden an der Westseite der Kirchstraße Baugrundstücke abgeteilt Haus Kirchstraße 14 ist ein Zeuge dieser Phase der mittelalterlichen Stadtentwicklung von Burgsteinfurt Wie Vergleiche nahelegen dürfte das Haus ursprünglich ein großes Tennentor an der Straße gehabt haben Im Innenraum gab es anfangs keine Raumgliederung Menschen und Vieh lebten und atmeten unter einem Dach Der Förderverein will aber nicht einen möglichen Urzustand wieder herstellen denn Denkmalschutz bedeutet ein Denkmal so zu erhalten wie der Lauf der Geschichte es geformt hat Aus allen Zeiten haben bauliche Veränderungen ihre sichtbaren Spuren an Haus Kirchstraße 14 hinterlassen Etwa 100 Jahre nach seiner Entstehung rückte die Feuerstelle des Hauses die sich im hinteren Teil befand an die südliche Traufenwand wo der Kamin in Resten erhalten ist Gegenüber an der nördlichen Traufenwand entstanden ein Halbkeller und eine Upkammer Die weiteren Innenwände sowie die Innentreppe dokumentieren die baulichen Veränderungen im 19 Jahrhundert als die Familie Hohne die das Haus über mehrere Generationen bewohnte zu bescheidenem Wohlstand gelangt war Und im Zweiten Weltkrieg entstand mit Zugang vom Halbkeller hinter dem Haus ein Luftschutzkeller Das Haus Hohne ist ein Zeuge der westfälischen und deutschen Geschichte des 15 bis 21 Jahrhunderts und soll auch in Zukunft diese Geschichte bezeugen Das Hinterhaus die Schmiede denn Hohnes waren Kupferschmiede später Installateure steht ebenfalls unter Denkmalschutz und wird in die Sanierung einbezogen Ursprünglich hatten Kirchstraße 12 und Kirchstraße 14 jeweils ein eigenes Hinterhaus die jedoch zusammengewachsen sind Der Teil hinter Kirchstraße 14 wurde nach der Datierung der Bauhölzer 1717 errichtet Der Teil hinter Kirchstraße 12 hat eine merklich ältere Fachwerk Ostwand entstanden vielleicht im 16 Jahrhundert hier fehlt noch die genaue Datierung Das Mauerwerk ist jünger Die Ziele In wenigen Jahren wird so die Vorstellungen des Fördervereins und die Planungen der Architektin des Vorstandsmitglieds Ellen Borowiak Haus Kirchstraße 14 den Menschen der Stadt sowie den Besucherinnen und Besuchern Steinfurts offen stehen als ein Haus der Begegnung Im Erdgeschoss werden zwei mittelgroße Veranstaltungsräume vorhanden sein auch Küche Garderobe Toiletten Die Upkammer wird für Gesprächs runden und Kaffeetafeln gebraucht werden können Im Obergeschoss wird ein großer Saal entstehen ein Viertel davon ist mit Glaswänden als Empore abgeteilt um dort ohne Wärmedämmung des Daches die Dachkonstruktion mit ihren Hölzern des 15 Jahrhunderts zeigen zu können Die Glaswände der Empore können im Sommerhalbjahr geöffnet werden um den Veranstaltungsraum zu vergrößern Eine Fluchttreppe wird am hinteren Giebel angebaut Im Haus werden Kultur und Bildungsveranstaltungen sowie Dauer und Wechselausstellungen Platz finden Interessierte Gruppen und Vereine werden die Räume für ihre Zwecke mieten können Das Hinterhaus wird eine Wohnung sein Es hat zwei Wohngeschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss Die Stiftung als Eigentümerin wird als Vermieterin des Hinterhauses auftreten Die Mieter werden gegen Mietnachlass Aufgaben der Hausverwaltung für das Vorderhaus mit übernehmen Schlüssel Der Weg Ein erster Schritt war die Gründung des

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  • Kirchstrasse 14 - Bürgerhaus 1465 Sanierungskonzept - Steinfurt aktuell, heute und damals - www.stenvorde.de
    16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 Haus Hohne Kirchstrasse 14 in Steinfurt zurück Inhaltsverzeichnis weiter Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 Alle Rechte DIPL ING NORBERT ELBESHAUSEN ZIMMEREI GmbH Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Elbeshausen und

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  • Kirmes in Ochtrup 2007 Seite 1 - www.stenvorde.de - immer für Sie aktiv: Ortsnah und Weltweit
    scheinbar Ruhepause hat der Eindruck trügt Während der Fahrt kann man nun mal nicht einsteigen Bild 4 Weiter geht s mit dem Besucherstrom über den Platz Hier bestimmt nämlich die Allgemeinheit wo man hin will Bild 5 Hier gibt es nur Gewinne Eigentlich schade dass wir mit dem Fahrrad da sind und daher nichts mitnehmen können Bild 6 sonst hätten wir echt viele Lose genommen Bild 7 Also bleibt s

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  • Kirsten Laumann - Steinfurt aktuell, heute und damals - www.stenvorde.de
    kleine Auswahl ihrer Bilder und Techniken erzählt und fotografiert von Kirsten Laumann Zur Malerei bin ich gekommen wie ein Teenie halt zur Malerei kommt Einmal durch den Kunstunterricht der Schule und diverse Bastel Kreativkurse Wegen der Ausbildung und dem staatl Examen die mich u a auch durch die diversen Städte des Ruhrgebietes führte und die danach stattgefundene Berufsfestigung gab es eine Zwangspause von fast 12 Jahren Anfang 2001 gab es es endlich ein Wiedersehen mit Farbe und Papier Neu hinzugekommen sind dabei auch die Acrylfarben und die Abstrakte Bild 2 Herz Tempera Bild 3 Herzmuscheln Bild 4 Herzquadrat blau Bild 5 Deep Blue Eye Bild 6 Explosion Bild 7 Chinesischer Frühlingsgruß Bild 8 Fluss Am Anfang kostete es eine große Überwindung einfach mal zu malen Aber mit den ersten Ergebnissen kam auch die Freude am Experimentieren mit Farben und Techniken Weg von geraden Linien und das exakte Zeichnen und hin zu kräftigen Farben dabei auch Mut zur Lücke haben das wurde meine Devise Herausgekommen sind dadurch in den letzten Jahren neue Perspektiven in der eigenen Kreativität Bild 9 Donald Schlafmütze Bild 10 Green Wave Bild 11 Store Bild 12 Roter Faden Bild 13 Grüne Wirbel Bild 14 Mohn Bellie Bild 15 Tulpen Bild 16 Sonnenuntergang Bild 17 Spirale blau Bild 18 Red roses Bild 19 My plate Bild 20 Love hurts Ein eigenen direkten Stil habe ich nicht will ich auch gar nicht Es ist einfach zu schön immer wieder etwas Neues auszuprobieren Blumen und Landschaften malen macht genauso einen großen Spaß wie das Abstrakte und Irrationale Für mich ist es eine gefühlvolle Auseinandersetzung bis hin zum Frustabbau und Ablenkung All dies fließt mitunter in die Bilder ein und sollen dem ein wenig Lebendiges geben Bild 21 Love joy Bild 22 Orange 1 Bild 23 Zitrone 1 Bild 24 Himmelszeit

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  • Marina Knöpker - Steinfurt aktuell, heute und damals - www.stenvorde.de
    des Wettbewerbsthema recht Bernsteinschmuck ist sehr aktuell Diesen Trend bemerken Kenner der Branche auch in vielen Fachhandelskollektionen Die eingesetzte Jury war begeistert von der Kreativität und der qualitätvollen Ausführung Marina Knöpker Auszubildende in der Goldschmiede Geilsdorf Steinfurt beteiligte sich mit einem Halsschmuck am Wettbewerb Ihre Wettbewerbsarbeit wurde von der Jury prämiert Der Obermeister der Gold und Silberschmiedeinnung Münster wird am 05 12 2007 um 13 Uhr die Urkunde überreichen Gleichzeitig werden im Rahmen einer Ausstellung weitere repräsentative Wettbewerbsarbeiten zu sehen sein Das Fax mit vorstehendem Text vom Obermeister der Gold und Silberschmiedeinnung Münster Raphael Fischer erreichte am 03 12 2007 den elterlichen Betrieb die Goldschmiede Geilsdorf in der Steinstraße Na wenn das kein tolles Ergebnis ist zum Beginn des zweiten Ausbildungsjahres Wir gratulieren ganz herzlich Bild 2 Die Wettbewerbsarbeit von Marina Sie möchten mehr davon sehen Ein Mausklick aufs Foto hilft da garantiert Bild 3 Bevor Sie verzweifelt zur Lupe greifen um diese Urkunde zu lesen klicken Sie doch bitte einfach mal auf das Bild oder auf das kleine Symbol Die Urkunde erscheint dann vergrößert in einem neuen Fenster Bild 4 Bericht in der Münsterschen Zeitung am 07 12 2007 Text und Foto Detlef Held Anfang 2008 werden wir an

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