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  • Kreis der persönlich zur Buchführung Verpflichteten.
    einen Schadensersatzanspruch 823 Abs 1 BGB gegen den von ihm Beauftragten Obliegt nach dem Gesetz mehreren Personen Gesellschaftern Geschäftsführern Vorstandsmitgliedern gemeinschaftlich die Verpflichtung zur Buchführung so kann diese Verpflichtung unabhängig von der Aufgaben und Zuständigkeitsverteilung im Innenverhältnis im Außenverhältnis nicht auf einzelne von ihnen eingeschränkt werden im Außenverhältnis verbleibt es bei der gemeinschaftlichen Verantwortlichkeit aller vom Gesetz Verpflichteten dafür daß die Buchführung den gesetzlichen Vorschriften entspricht Verstöße gegen die handelsrechtlichen Buchführungspflichten gelten insbesondere im Bankrottfall als Straftat des der jeweils persönlich Verpflichteten Sie kann mit Geldstrafe oder mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren 283 Abs 1 Nr 5 StGB bei Fahrlässigkeit mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren 283 Abs 4 Nr 1 StGB bestraft werden schon der Versuch ist strafbar 283 Abs 3 StGB Die Tat wird allerdings nur dann bestraft wenn das Unternehmen seine Zahlungen eingestellt hat oder über das Vermögen des Unternehmens das Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung mangels Masse abgelehnt worden ist 283 Abs 6 StGB Ist der Steuerberater oder eine andere sachkundige Person damit beauftragt in eigener Verantwortung die Bücher eines Unternehmens zu führen so kann auch er gemäß 14 Abs 2 Nr 2 StGB als Täter in Betracht kommen 2 32 Die jeweils persönlich Verpflichteten im einzelnen 2 321 Einzelkaufleute und Gesamthandsgemeinschaften ohne PHG Beim Einzelunternehmen obliegt die Buchführungspflicht dem Kaufmann selbst bei im Handelsregister eingetragenen Personenzusammenschlüssen allen Gesellschaftern bzw Gemeinschaftern gemeinschaftlich während der Dauer des Insolvenzverfahrens obliegt sie dem Insolvenzverwalter 155 Abs 1 Insolvenzordnung InsO 2 322 Personenhandelsgesellschaften PHG Bei der OHG obliegt die Buchführungspflicht allen Gesellschaftern gemeinschaftlich bei der KG obliegt sie dem Komplementär Faktisch obliegt die Buchführungspflicht damit jeweils den geschäftsführenden Gesellschaftern Während der Dauer des Liquidationsverfahrens vgl 145 ff HGB obliegt die Buchführungspflicht den Liquidatoren 154 HGB dies können auch die bisherigen Gesellschafter sein 146 Abs 1 Satz 1

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  • Anfang und Ende der Buchführungspflicht
    Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht mehr erfordert z B durch Schrumpfung oder durch Änderung des Unternehmensgegenstandes Durch den Fortfall der Grundvoraussetzung Betreiben eines Handelsgewerbes endet auch die Eigenschaft Istkaufmann Ist die Firma des Unternehmers jedoch im Handelsregister eingetragen endet die Kaufmannseigenschaft erst in dem Zeitpunkt in dem auf Antrag des Unternehmers 2 Satz 3 HGB die rechtmäßige Löschung der Firma erfolgt und bekannt gemacht worden ist die Eintragung hat konstitutiven Charakter Erfolgt kein Löschungsantrag mutiert der Unternehmer zum Kannkaufmann sofern er weiterhin ein Handelsgewerbe betreibt Ändert sich der Unternehmensgegenstand jedoch derart daß gar kein Handelsgewerbe mehr betrieben wird endet die handelsrechtliche Buchführungspflicht mit Vollendung dieser Änderung Die Kaufmannseigenschaft des Istkaufmanns endet jedoch nicht bei unrechtmäßiger Löschung im Handelsregister z B wegen falscher Angaben im Löschungsantrag weil es nach 1 Abs 1 HGB für die Kaufmannseigenschaft nicht auf die Eintragung im Handelsregister ankommt die Eintragung hat lediglich deklaratorischen Charakter vgl Abschnitt 2 21 Die Kaufmannseigenschaft endet ebenfalls nicht durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Kaufmanns die Buchführungspflicht geht aber vom Kaufmann auf den Insolvenzverwalter über 155 Abs 1 InsO Ob und ggf wie lange die Buchführungspflicht fortbesteht hängt vom weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens ab 2 42 Personenhandelsgesellschaften PHG Die Kaufmannseigenschaft und damit die Buchführungspflicht beginnt frühestens mit dem Beginn der Tätigkeit spätestens mit der Eintragung der Personenhandelsgesellschaft im HR Die Kaufmannseigenschaft der PHG endet mit deren Auflösung 131 ff HGB da ab diesem Zeitpunkt zumindest das Merkmal Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr fehlt die Buchführungspflicht endet jedoch nicht vor Abschluß des Liquidationsverfahrens 145 ff HGB oder des Insolvenzverfahrens 11 Abs 2 Nr 1 InsO spätestens jedoch mit der Löschung der Gesellschaft im Handelsregister 2 43 Kapitalgesellschaften Kapitalgesellschaften als solche existieren erst ab dem Zeitpunkt ihrer Eintragung im HR durch ihre Eintragung ins HR konstitutive

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  • Buchführungspflichten nach § 140 AO.
    HGB 146 Abs 3 Satz 3 AO Die verwendeten Schriftzeichen müssen verständlich sein Verständlichkeit für jedermann ist allerdings nicht erforderlich Abkürzungen sind zulässig gegebenenfalls ist ein Abkürzungsverzeichnis anzulegen Dabei können Zeichen und Abkürzungen allgemeingültiger oder betriebsindividueller Natur sein Dasselbe gilt bei Verwendung von Ziffern Buchstaben und anderen Symbolen In jedem Fall dürfen sie aber nur dann verwendet werden wenn ihre Bedeutung eindeutig und für alle Beteiligten verbindlich festgelegt ist und auf ihre Definition zurückgegriffen werden kann Die eindeutige Festlegung insbesondere von Ziffern oder anderen Codes z B Strichcodes ist gerade bei EDV Buchführungen unverzichtbare Voraussetzung da maschinenintern über den jeweiligen Programmcode und im Zusammenspiel mit dem Betriebssystem alle Eingaben in das binäres Zahlensystem übersetzt werden Die eindeutige Festlegung des Codes ist hier notwendige Voraussetzung für die Rückübersetzbarkeit in Klartext entsprechendes gilt für die Erfassung von Belegen mittels Scanner insbesondere durch Scannerkassen Strichcode Barcode Bei EDV Buchführung ersetzen bzw ergänzen Organisationspläne Schlüsselverzeichnisse Tabellen Programmbeschreibungen und ablaufpläne Blockdiagramme Datenflußpläne und andere Beschreibungen z B der programminternen Kontrollen die Schriftzeichen der lebenden Sprache In jedem Fall muß eine lückenlose Verfolgbarkeit des Geschäftsvorfalls vom ausgedruckten oder ausdruckbaren Symbol oder Zeichen bis hin zum gespeicherten Ursprungsbeleg gewährleistet sein Für die Herstellung und Prüfung dieses Zusammenhangs hat der Unternehmer alle zum Verständnis und zur überprüfung durch einen Sachverständigen erforderlichen Unterlagen zu erstellen Die Art des eingesetzten Buchführungssystems und die technischen Besonderheiten der jeweiligen EDV Anlage bestimmen Inhalt Form und Umfang dieser Unterlagen sie sind jedoch immer Bestandteil der Buchführung 2 525 Buchungen und sonstigen Aufzeichnungen sind vollständig richtig zeitgerecht und geordnet vorzunehmen 239 Abs 2 HGB 146 Abs 1 AO Vollständigkeit der Buchungen verlangt die lückenlose Erfassung aller Geschäftsvorfälle Sämtliche Informationen müssen ausgewertet werden es dürfen weder Geschäftsvorfälle ausgelassen werden noch fingierte Geschäftsvorfälle hinzugefügt werden Stichworte Unterdrückte Eingangsrechnungen fingierte Ausgangsrechnungen Eine Buchführung ist ebenfalls nicht vollständig wenn mehrere Geschäftsvorfälle nur verrechnet oder saldiert dargestellt werden Stichwort Gegengeschäft Im übrigen würde eine verkürzte Buchung gegen das Verrechnungsverbot verstoßen 246 Abs 2 HGB Richtigkeit der Buchungen ist primär sachlich und erst sekundär formell zu verstehen Das heißt z B daß die Buchführung auf richtigen Grundaufzeichnungen aufgebaut sein muß Stichwort Kassenbuch die Beschreibung der Geschäftsvorfälle mit den zugrundeliegenden Sachverhalten dem Grunde und der Höhe nach deckungsgleich sein muß Stichworte Gefälligkeitsrechnung Gegengeschäft die Belege zutreffend kontiert sind keine Buchung ohne Beleg erfolgen darf nach den Vorgaben des Buchungssatzes und des Buchungstextes auf den zutreffenden Konten richtig gebucht werden muß die Buchführung keine falschen oder erfundenen Konten enthält Die Verpflichtung zur zeitgerechten Erfassung bedeutet daß die Buchung der Geschäftsvorfälle zeitnah erfolgen muß eine bestimmte Frist ist im HGB nicht festgelegt Mit Ausnahme des baren Zahlungsverkehrs erfordert die zeitgerechte Erfassung insbesondere keine tägliche Erfassung es reicht also ein zeitlicher Zusammenhang zwischen den Geschäftsvorfällen selbst und deren Verbuchung Zeitgerecht in diesem Sinne kann je nach Art und Größe des Unternehmens und je nach Umfang der anfallenden Belege monatliche vierteljährliche und in Ausnahmefällen sogar jährliche Erfassung der Buchungsbelege sein Grundsätzlich läßt sich jedoch sagen daß die Buchungsbelege umso früher erfaßt werden müssen je mehr Belege insgesamt anfallen Außerdem muß durch geeignete organisatorische Maßnahmen sichergestellt sein daß die Buchführungsunterlagen bis zu ihrer Erfassung nicht verlorengehen und als noch nicht verbuchte Belege gekennzeichnet sind z B durch Ablage in besonders gekennzeichneten Ordnern Darüber hinaus muß gewährleistet sein daß die Möglichkeit nachträglicher Manipulation ausgeschlossen ist In diesem Fall ist auch bei größeren Unternehmen ein Buchungsrückstand von etwa einem Monat unschädlich In diesem Zusammenhang ist zu beachten daß aus der Buchführung der Jahresabschluß abgeleitet wird und dieser wiederum soweit es sich nicht um Kapitalgesellschaften handelt nach 243 Abs 3 HGB innerhalb der einem ordnungsmäßigen Geschäftsgang entsprechenden Zeit nach Ablauf des Geschäftsjahres aufzustellen ist Die Antwort auf die Frage welche Frist als angemessen im Sinne von 243 Abs 3 HGB anzusehen ist hängt wie so oft von den Umständen des Einzelfalles ab Als Richtschnur kann jedoch gelten daß der Jahresabschluß binnen Jahresfrist nach dem Bilanzstichtag aufgestellt sein muß So hat z B der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 6 Dezember 1983 BStBl II 1984 S 227 230 entschieden daß eine Gewinnermittlung aufgrund ordnungsmäßiger Buchführung nicht vorliegt wenn der Steuerpflichtige die Bilanz nicht innerhalb eines Jahres nach dem Bilanzstichtag aufstellt Die verspätete Aufstellung der Bilanz wirkt somit zurück auf die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung Doch selbst diese Jahresfrist darf nicht in jedem Fall ausgenutzt werden sie steht nicht zur Disposition des Buchführungspflichtigen Ist dieser nämlich in der Lage die Bilanz innerhalb einer kürzeren Frist aufzustellen so gilt diese kürzere Frist als angemessen so entschieden vom Bayerischen Obersten Landesgericht Der Betrieb 1987 978 Kasseneinnahmen und Kassenausgaben sollen hingegen nach 146 Abs 1 Satz 2 AO täglich erfaßt werden Damit geht diese Vorschrift zwar über die Anforderungen nach 239 Abs 2 HGB hinaus aber es ist einhellige übung der Praxis gerade in diesem sensiblen Bereich der Abwicklung von Vorgängen mit Bargeldberührung ein entsprechend dichtes Kontrollgefüge einzurichten Wesentliche Mängel in der Kassenführung mit der Folge daß die betreffende Buchführung insgesamt nicht ordnungsgemäß ist liegen daher schon dann vor wenn die Aufzeichnung der Kasseneinnahmen erst nach vierzehn Tagen erfolgt oder sogar nur einmal im Monat Entsprechendes gilt für die nicht zeitgerechte Buchung von Kasseneinlagen oder Kassenentnahmen mit nur geschätzten Beträgen und ohne Belege In Krisensituationen insbesondere beim Vorliegen von Insolvenz überschuldung drohende oder bereits eingetretene Zahlungsunfähigkeit bekommt die Verpflichtung zur zeitgerechten Erfassung der Geschäftsvorfälle ein ganz besonderes Gewicht Denn nach 283 Abs 1 Nr 5 des Strafgesetzbuches StGB wird mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft wer Handelsbücher zu deren Führung er gesetzlich verpflichtet ist zu führen unterläßt oder so führt daß die übersicht über sein Vermögen erschwert wird Mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren wird nach 283b Abs 1 Nr 1 StGB ebenfalls bestraft wer diese Unterlassungs Handlungen zwar nicht während der Krise begangen hat diese aber zum Entstehen der Krise geführt haben In der Praxis wird bei strafrechtlichen Ermittlungen wegen des Verdachts einer Insolvenzstraftat vor allem geprüft ob die Buchführung rechtzeitig erstellt wurde Maßgebend hierfür sind nicht etwa steuerrechtliche Fristen denn diese betreffen allein die Frist zur Einreichung von Steuererklärungen

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  • Anforderungen an EDV-Buchführungen.
    EDV Technik spezifische zusätzliche Anforderungen an die Ordnungmäßigkeit zu stellen sind Im Ergebnis entscheidend ist aber auch bei Verwendung von EDV Technik daß die hiermit erstellte Buchführung den Grundsätzen ordnungmäßiger Buchführung entspricht Jede EDV Buchführung muß also die Zuverlässigkeit und Beweiskraft einer herkömmlichen Buchführung erreichen 2 532 Besondere Anforderungen an EDV Buchführungen Da die Ordnungsmäßigkeitskriterien in computergestützten Buchführungssystemen im Gegensatz zu manuellen Buchführungssystemen bereits im Vorfeld der eigentlichen Buchführung nämlich

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  • Buchführungsspflichten nach § 141 AO.
    sich keine Buchführungspflicht aus 140 AO ergibt Die Umsätze haben im Kalenderjahr mehr als 350 000 Euro betragen Versicherungsumsätze Bankumsätze und Umsätze die unter das Grunderwerbsteuergesetz fallen werden hierbei nicht berücksichtigt 141 Abs 1 Nr 1 AO der Wirtschaftwert der selbstbewirtschafteten land und forstwirtschaftlichen Flächen hat mehr als 25 000 Euro betragen 141 Abs 1 Nr 3 AO der Gewinn aus Gewerbebetrieb hat im Wirtschaftsjahr mehr als 30 000 Euro betragen 141 Abs 1 Nr 4 AO der Gewinn aus Land und Forstwirtschaft hat im Kalenderjahr mehr als 30 000 Euro betragen 141 Abs 1 Nr 5 AO Hinweis Erhöhte Absetzungen oder Sonderabschreibungen sind bei der Prüfung ob die obengenannten Buchführungsgrenzen überschritten sind nicht zu berücksichtigen 7a Abs 6 EStG 3 3 Formelle Voraussetzungen Beginn der Buchführungspflicht Zwei Voraussetzungen sind für den Eintritt der Buchführungspflicht unabdingbar Die Finanzbehörde muß feststellen daß die Buchführungsgrenzen überschritten sind und den Steuerpflichtigen durch Verwaltungsakt auf den Beginn der Buchführungspflicht hinweisen Die Feststellung des Überschreitens einer oder mehrerer Buchführungsgrenzen ist deklaratorisch Sie kann innerhalb des Steuerfestsetzungsverfahrens z B im Einkommensteuerbescheid oder außerhalb des Steuerfestsetzungsverfahrens z B im Rahmen einer steuerlichen Außenprüfung erfolgen oder auch aus jedem anderen Anlaß heraus getroffen werden Ist die Feststellung nicht mit einem Steuer oder Feststellungsbescheid verbunden kann sie auch durch einen Verwaltungsakt eigener Art vorgenommen werden Diese Feststellung kann mit der Mitteilung über den Beginn der Buchführungspflicht verbunden werden Die Mitteilung über den Beginn der Buchführungspflicht ist dagegen konstitutiv Sie ist ein rechtsgestaltender Verwaltungsakt mit Dauerwirkung Die Buchführungspflicht besteht zwar kraft Gesetzes die Erfüllung dieser Pflicht kann jedoch erst nach erfolgter Mitteilung über das Bestehen dieser Pflicht verlangt werden Die Verpflichtung zur Buchführung ist daher vom Beginn des Wirtschaftsjahres an zu erfüllen das auf die Bekanntgabe dieser Mitteilung folgt 141 Abs 2 Satz 1 AO Dies dient dem Vertrauensschutz und

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  • Buchführungs- und Aufzeichnungsvorschriften nach §§ 145 und 146 AO.
    verfügbar und jederzeit innerhalb angemessener Frist lesbar gemacht werden können vgl hierzu auch Abschnitt 2 528 ab 1 Januar 2002 Bei der Führung der Bücher und der sonst erforderlichen Unterlagen auf Datenträgern muß insbesondere sichergestellt sein daß während der Dauer der Aufbewahrungsfrist die Daten jederzeit verfügbar sind und unverzüglich lesbar gemacht werden können Hierzu führt das Bundesfinanzministerium in seinem Schreiben vom 16 Juli 2001 IV D 2 S 0316 136 01 unter dem Titel Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen GDPdU aus Allgemeine Feststellungen Nach 147 Abs 6 AO ist der Finanzbehörde das Recht eingeräumt die mit Hilfe eines Datenverarbeitungssystems erstellte Buchführung des Steuerpflichtigen durch Datenzugriff zu prüfen Diese neue Prüfungsmethode tritt neben die Möglichkeit der herkömmlichen Prüfung Das Recht auf Datenzugriff steht der Finanzbehörde nur im Rahmen steuerlicher Außenprüfungen zu Durch die Regelungen zum Datenzugriff wird der sachliche Umfang der Außenprüfung 194 AO nicht erweitert er wird durch die Prüfungsanordnung 196 AO 5 BpO bestimmt Gegenstand der Prüfung sind wie bisher nur die nach 147 Abs 1 AO aufbewahrungspflichtigen Unterlagen Es ist jedoch erforderlich die Prüfungsmethoden den modernen Buchführungstechniken anzupassen Dies gilt um so mehr als in zunehmendem Maße der Geschäftsverkehr papierlos abgewickelt wird und ab dem 1 Januar 2002 der Vorsteuerabzug aus elektronischen Abrechnungen mit qualifizierter elektronischer Signatur und Anbieter Akkreditierung nach dem Signaturgesetz möglich ist Die Einführung dieser neuen Prüfungsmethoden ermöglicht der Finanzverwaltung zugleich rationellere und zeitnähere Außenprüfungen Zum Umfang und der Art der Ausübung des Rechts auf Datenzugriff nach 147 Abs 6 AO Das Recht auf Datenzugriff beschränkt sich allerdings ausschließlich auf solche Daten die für die Besteuerung von Bedeutung sind sogenannte steuerlich relevante Daten Danach sind auf jeden Fall die Daten der Finanzbuchführung der Anlagenbuchführung und der Lohnbuchführung für den Datenzugriff zur Verfügung zu halten Soweit sich auch in anderen Bereichen des Datenverarbeitungssystems steuerlich relevante Daten befinden sind sie durch das Unternehmen nach Maßgabe seiner steuerlichen Aufzeichnungs und Aufbewahrungspflichten zu qualifizieren und für den Datenzugriff in geeigneter Weise vorzuhalten Bei objektiv unzutreffender Qualifizierung von Daten durch das Unternehmen wird die Finanzbehörde in der Regel und im Rahmen ihres pflichtgemäßen Ermessens verlangen daß das Unternehmen den Datenzugriff auf diese steuerlich relevanten Daten nachträglich ermöglicht Das allgemeine Auskunftsrecht des Prüfers 88 199 Abs 1 AO und die Mitwirkungspflichten des Unternehmens 90 200 AO bleiben hiervon unberührt Bei der Ausübung des Rechts auf Datenzugriff stehen der Finanzbehörde nach dem Gesetz drei Möglichkeiten zur Verfügung Die Entscheidung von welcher Möglichkeit des Datenzugriffs die Finanzbehörde Gebrauch macht steht in ihrem pflichtgemäßen Ermessen falls erforderlich kann sie auch mehrere Möglichkeiten in Anspruch nehmen Sie kann selbst unmittelbar auf das Datenverarbeitungssystem dergestalt zuzugreifen daß sie in Form des Nur Lesezugriffs Einsicht in die gespeicherten Daten nimmt und die vom Unternehmen oder von einem beauftragten Dritten eingesetzte Hard und Software zur Prüfung der gespeicherten Daten nutzt unmittelbarer Datenzugriff Dabei darf sie nur mit Hilfe dieser Hard und Software auf die elektronisch gespeicherten Daten zugreifen Dies schließt eine Fernabfrage Online Zugriff auf das Datenverarbeitungssystem des Unternehmens durch die Finanzbehörde aus Der Nur

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  • Steuerrechtliche Aufzeichnungspflichten nach §§ 143 und 144 AO.
    von Land und Forstwirtschaft noch als Ausübung eines freien Berufs oder einer anderen selbständigen Arbeit anzusehen ist 15 Abs 2 EStG im Steuerrecht kurz Gewerbetreibende genannt Wegen weiterer Einzelheiten vgl Abschnitt 2 21 Exkurs Während also buchführungspflichtige Unternehmer den Wareneingang im Rahmen ihrer Buchführung aufzeichnen erfüllen nichtbuchführungspflichtige Unternehmer diese Verpflichtung im allgemeinen durch Führung eines besonderen Wareneingangsbuches oder eines diesem gleichgestellten Buches In Betracht kommen hierfür z B das Steuerheft der Straßenhändler oder das Wildhandelsbuch der Wildbrethändler Im Wareneingangsbuch sind alle zur Weiterveräußerung oder zum Verbrauch bestimmten Waren einschließlich der Roh Hilfs und Betriebsstoffe und sonstiger Zutaten aufzuzeichnen und zwar auch dann wenn diese Waren für betriebsfremde Zwecke z B für den privaten Eigenbedarf verwendet werden oder vor der Weiterveräußerung oder vor dem Verbrauch be oder verarbeitet werden Unerheblich für die Aufzeichnungspflicht ist es auch ob diese Waren entgeltlich oder unentgeltlich erworben wurden oder ob diese Waren für eigene oder fremde Rechnung erworben wurden Die Aufzeichnungen im Wareneingangsbuch müssen im einzelnen folgende Mindestangaben enthalten den Tag des Wareneingangs oder das Rechnungsdatum des Lieferanten den Namen oder die Firma und die Anschrift des Lieferanten die handelsübliche Bezeichnung der Ware den Preis der Ware und einen Hinweis auf den Beleg z B Belegnummer Aufbewahrungsort etc 5 12 Das Warenausgangsbuch 144 AO Nach 144 Abs 1 AO müssen gewerbliche Unternehmer die nach Art und Umfang ihres Geschäftsbetriebs Waren regelmäßig und erkennbar zur gewerblichen Weiterverwendung namentlich zur Weiterveräußerung oder zum Verbrauch Zwischen oder Vorprodukte liefern diesen Warenausgang gesondert aufzeichnen diese Aufzeichnungspflicht betrifft im wesentlichen Hersteller und Großhändler Dabei ist es unerheblich ob die betreffenden Waren gegen Rechnung auf Ziel Kredit Abrechnung oder Gegenrechnung durch Tausch oder unentgeltlich geliefert werden Bei Lieferung gegen Barzahlung sind die Warenausgänge immer nur dann gesondert aufzuzeichnen wenn die betreffende Ware wegen der abgenommenen Menge zu einem Preis abgegeben wird

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  • Aufzeichnungspflichten nach verschiedenen Einzelsteuergesetzen - Auszug.
    UStG als steuerpflichtig behandelten Leistungen diese wiederum getrennt nach Steuersätzen soweit keine besonderen Erleichterungsvorschriften greifen insbesondere 22 Abs 2 Nr 1 UStG Aufzeichnung der verein barten Entgelte für die vom Unternehmer ausgeführten Leistungen bei Istversteuerung im Sinne von 20 UStG sind die verein nahmten Entgelte aufzuzeichnen 22 Abs 2 Nr 2 UStG Aufzeichnung der vereinnahmten Entgelte Anzahlungen Vorauszahlungen für die vom Unternehmer noch nicht ausgeführten Leistungen 22 Abs 2 Nr 3 UStG Aufzeichnung der Bemessungsgrundlagen BMG für folgende unentgeltliche Wertabgaben Privatentnahmen des Unternehmers 3 Abs 1b Nr 1 UStG unentgeltliche Zuwendung von Gegenständen an das Personal außer bei Aufmerksamkeiten bis maximal 60 DM 3 Abs 1b Nr 2 UStG jede andere unentgeltliche Zuwendung außer Geschenke von geringem Wert und Warenmuster für Zwecke des Unternehmens 3 Abs 1b Nr 3 UStG 22 Abs 2 Nr 4 UStG Aufzeichnung der Steuerbeträge die wegen unberechtigten Steuerausweises geschuldet werden 14 Abs 2 3 UStG 22 Abs 2 Nr 5 UStG Wenn der Vorsteuerabzug nicht ausgeschlossen ist vgl 22 Abs 3 Satz 1 UStG sind aufzuzeichnen die Entgelte Teilentgelte sowie die darauf entfallende Umsatzsteuer für steuerpflichtige Leistungen die an den Unternehmer für sein Unternehmen ausgeführt worden sind geleistete Anzahlungen Vorauszahlungen für solche Leistungen die noch nicht ausgeführt worden sind 22 Abs 2 Nr 6 UStG 64 UStDV Aufzeichnung der BMG für die Einfuhr 11 UStG sowie die dafür entrichtete Einfuhrumsatzsteuer EUSt wenn der Vorsteuerabzug nicht ausgeschlossen ist vgl 22 Abs 3 Satz 1 UStG 22 Abs 2 Nr 7 UStG Aufzeichnung der BMG für den innergemeinschaftlichen Erwerb von Gegenständen und der hierauf fallenden Steuerbeträge 22 Abs 3 UStG Aufzeichnungen bei nur teilweiser Berechtigung zum Vorsteuerabzug 22 Abs 4 UStG Aufzeichnung der Berechnungsgrundlagen für die Berichtigung des Vorsteuerabzugs nach 15a UStG 22 Abs 4a UStG Aufzeichnung eigener Gegenstände die der Unternehmer zur eigenen Verfügung vom Inland

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