archive-de.com » DE » S » STADTMUSEUM-IBBENBUEREN.DE

Total: 200

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Das Wirken des Freiherrn vom Stein in Ibbenbüren (* 1757 +1831)
    entwickelt im westfälischen Bergbau eine fruchtbringende Tätigkeit Er war wiederholt in Ibbenbüren und zwar vom 11 bis 14 Mai 1785 vom 18 bis 20 April 1786 am 29 und 30 März 1788 und vom 9 bis 11 April 1789 Im Winter 1786 87 unternahm er mit Graf von Reden eine fünfmonatige Instruktionsreise nach England und Schottland In seiner Vertretung kam Oberbergrat Eversmann nach Ibbenbüren Frhr vom Stein befuhr in Ibbenbüren die einzelnen Betriebsanlagen prüfte die Grubenkasse und Bücher und führte oft persönlich das Befahrungsprotokoll Auf dem Dickenberg be fuhr er u a den Dickenberger tiefen Stollen das Lichtloch 10 und die Schächte Johannes Katharina Marianne und Nachtigall auf Buchholz das Lichtloch 3 und auf dem Schafberg den Schacht Friedrich Er ordnete verschiedene Betriebsverbesserungen an und ließ einen Grubenriss anfertigen Zu diesem Zweck sorgte er dafür dass die erforderlichen Markscheide Instrumente beschafft wurden Am 19 Juli 1788 verordnete Frhr vom Stein eine Instruktion über die Anfertigung der monatlichen Aufstellungen der wöchentlichen Steigerzettel und der Förderjournale die 78 Paragraphen umfasste Da aber die Aufstellung der wöchentlichen Steigerzettel viel Schreibarbeit verursachte wurde auf Antrag des Bergamtes am 15 September 1792 vom Oberbergamt gestattet dass diese monatlich aufgestellt werden durften Nachdem das Bergamt zu Wetter am 26 Juni 1792 zum Westfälischen Oberbergamt erhoben worden war wurde das Bergamt Ibbenbüren dieser Behörde unterstellt Der erste Direktor dieser neuen Bergbehörde war Frhr vom Stein Bergrat Morsbach erhielt nun die Aufsicht über die Ibbenbürener Zechen Er entwarf 1795 die Generalinstruktion für das Bergamt und die Spezialinstruktionen für die Beamten Seite 283 Freiherr vom Steins Tätigkeit im Bergbau erstreckte sich auch auf die Verbesserung des Knappschaftswesens Auf die Beschwerden der Bergleute über die Aufhebung verschiedener bisher gewährter Vergünstigungen sprach Frhr vom Stein von oft aus kleinlichen Nebenabsichten herrührenden Bemühungen ihre Privilegien zu verringern dass einzige was die Leute noch in Arbeit hielt und möglich machte neue in Arbeit zu bekommen seien noch die allergnädigst erteilten Freiheiten welche um allen üblen Folgen vorzubeugen unmöglich zu conserviren seyn würden Er hielt die den Bergleuten gewährten Freiheiten für das beste Vorbeugungsmittel gegen die Verlockungen des nahen geldreichen Hollands und war deshalb gegen jegliche Einschränkung derselben Bezüglich der Knappschaftsältesten die bisher vom Bergamt bestimmt worden waren führte er Folgendes aus Es ist aber der Sache angemessen wenn die Bergleute sich diesen wählen können denen sie ihr Interesse und die Mitaufsicht über eine für sie gemeinnützige Anstalt anvertrauen Quelle Der Ibbenbürener Steinkohlenbergbau von d Anfängen bis zur Gegenwart Rickelmann Hubert und Röhrs Hans Ausgabe 2 überarb Aufl Ort Paderborn Verlag Schöningh 1987 Umfangsang 350 S 192 Ill graph Darst Pl ISBN 10 3506772244 ISBN 13 978 3506772244 Stadtmuseum Ibbenbüren Im Bestand 850 Jahre Ibbenbüren Seite 302 1857 wurde das Bergamt mit dem märkischen Bergamt zu Bochum vereinigt und die staatlichen Bergwerke in Ibbenbüren einer Berginspektion unterstellt Vorgesetzte Behörde wurde das 1792 gegründete Westfälische Oberbergamt Wetter an der Ruhr sowie als oberste Instanz das preußische Bergwerks und Hüttendepartement in Berlin Mit diesen Verbindungen waren auch zahlreiche Besuche des Reichsfreiherrn vom Stein und des Oberberghauptmanns

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_26.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive


  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Eisernes Jahr
    ist der gesamte Bestand des Museums verbrannt Werner Suer Erlös aus Nagel Spende für Hinterbliebenen Hilfe IVZ vom 14 5 2003 http archiv ivz aktuell de index4 php id 27374 pageno 18 Einleitung mit Tusche und in Schönschrift geschrieben Nie hat sich Deutschland so groß gezeigt als in der Zeit da man seine Größe in den Staub ziehen wollte Millionen zogen hinaus um das schwer bedrängte Vaterland vor dem Überfalle durch eine Welt von Feinden zu schützen aber auch daheim schlossen fleißige Hände und heiße Herzen sich zum großen nationalen Werk der Kriegshilfe zusammen Auch in Ibbenbüren wetteifert Alter und Jungend in Werken der Nächstenliebe So konnte die gleich zu Beginn des Krieges ins Leben gerufene Kriegshilfe 18 lange Kriegsmonate hindurch aus freiwillig gespendeten Mitteln manchen Hunger stillen und manche Träne der Sorge trocknen Die Notwendigkeit neue Mittel flüssig zu machen führte zu dem Entschlusse durch Benagelung ein Wahrzeichen zu schaffen das bestimmt ist der Gegenwart Ansporn zu neuer guter Tat der Zukunft aber der ernste Mahner an vaterländische Pflichten zu werden Als Wahrzeichen wurde eine Eichentafel gewählt deren obere Hälfte stark plastisch ausgearbeitet das Eiserne Kreuz im Eichenkranze zeigt Die Mitte der Tafel trägt das Stadtwappen während die untere Hälfte zur Aufnahme einer Bronze Tafel mit den Namen der gefallenen Helden bestimmt ist Die Benagelungsfeier fand an dem auf den 57 Geburtstag Sr Majestät Kaiser Wilhelm II folgenden Sonntag den 30 Januar 1916 unter großer Beteiligung statt Die Benagelung ergab den erfreulichen Erlös von NN Mark der in erster Linie zur Unterstützung der bedürftigen Angehörigen der im Felde stehenden Krieger und sofern nach Friedensschluss noch ein Bestand vorhanden ist zur Unterstützung von bedürftigen Hinterbliebenen gefallener Helden des Amtsbezirks verwandt werden soll Die Ecken werden von handgeschmiedeten Nägeln verziert In der Einleitung des Buches erfahren wir daß sich im ersten Weltkrieg viele Ibbenbürener Bürger unter dem Stichwort Nächstenliebe zusammengefunden hatten u bereits 1914 den Verein Kriegshilfe gegründet hatten Die Buchstaben auf dem Buchdeckel bilden eine mit der Hand geschriebene Schrift nach mit gerahmt mit floralen Motiven Das Buch wurde von der Firma W Baak aus Münster gestaltet es ist nach fachkundiger Auskunft ein Meisterwerk der Buchbindekunst Ziel war es die bedürftigen Angehörigen der im Felde stehenden Krieger und die Hinterbliebenen von den gefallenen Helden in der Heimat zu unterstützen Dazu sollte eine große Holztafel mit einem genagelten Bild entstehen Wer helfen wollte konnte preiswert Nägel kaufen der Erlös aus der Nagelspende sollte den Angehörigen zufließen Die Kriegshilfe beschaffte eine große Eichentafel und verzierte sie mit einem aus Holz geschnitzten Eichenkranz darunter war der Ibbenbürener Anker abgebildet Im unteren Drittel war eine Tafel aus Bronze angebracht die Ehrentafel der gefallenen Helden enthielt deren Namen Am 25 März 1916 fand unter großer Beteiligung die Feier der gemeinsamen Nagelung vor der Evangelischen Stadtschule auf dem Kirchplatz statt Es wurde ein Eisernes Kreuz aus den Spendernägeln gestaltet Um das Einschlagen der Nägel zu erleichtern wurde die vorgesehene Stelle gelocht Das Nagelkreuz füllte den Raum im Eichenkranz Leider ist der Gesamtbetrag der Spenden nicht überliefert

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_27.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Die Geschichte des russischen Friedhofs in Ibbenbüren
    dieser Gefallenen ergibt sich aus einer Liste im Stadtarchiv Ibbenbüren sie weicht ab von der Texttafel auf dem Denkmal in der Gräberliste findet sich unter Bemerkungen vier Mal die Eintragung Kind Dieser Obelisk mit Sowjetstern auf der Spitze und mit einer Texttafel mit kyrillischer Inschrift prägt diesen kleinen Friedhof in der Nähe des jüdischen Friedhofs Der Text auf dieser Tafel wurde bisher nicht vollständig übersetzt Er lautet Hier ruhen die Gebeine von 45 sowjetischen Staatsangehörigen Sie wurden in faschistischer Gefangenschaft zugrunde gerichtet Wichtig ist das Wort rechts in der dritten Zeile der Texttafel Ein Übersetzungsbüro aus Hörstel gab dessen Bedeutung mit zugrunde gerichtet an während in einem Presseartikel in der IVZ vom 13 05 1985 die Bedeutung zu Tode gequält angenommen wurde Auf jeden Fall wird hier im Grunde ausgesagt dass die russischen Gefangenen nicht menschlich behandelt wurden Russischer Friedhof in Ibbenbüren Für Dr Laumanns war es eine Selbstverständlichkeit dass russische Gefangene im Lazarett Waldfrieden Aufnahme fanden und medizinisch versorgt wurden sogar nachts erfolgten Operationen Daher war diese Inschrift für ihn eine große Ungerechtigkeit Wie kam es zur Errichtung eines Friedhofs für die russischen Kriegstoten Willy Deckers der frühere Leiter des Garten und Friedhofsamts in Ibbenbüren sagte damals dazu dass etwa Mitte 1946 ein russischer Major zur Amtsverwaltung kam Er befahl diesen Friedhof anzulegen und hatte genaue Vorstellungen vom Aussehen der Anlage und der Gestaltung des Obeliksen mit Sowjetstern und einer Abgrenzung mit Pfeilern und schweren Eisenketten Zunächst wurden schlichte Holzkreuze auf den Grabstellen errichtet 1949 wurde der Obelisk aufgestellt und die Holzkreuze wurden durch Sandsteine sogenannte Kissensteine ersetzt die mit Namen versehen wurden Bei den verstorbenen Kriegsgefangenen handelt es sich um Russen Polen und Tschechen die in Ibbenbüren Zwangsarbeit leisteten Zunächst waren sie an verschiedenen Stellen in der Stadt beigesetzt worden so im Heldermannpark auf dem alten Friedhof an der Schulstraße und an einigen Stellen auf dem Zentralfriedhof und im Garten des Alten Pfarrhauses an der Kanalstraße 1947 wurden sie umgebettet und auf dem sogenannten Russenfriedhof beigesetzt Im November 2000 erfolgte die Eintragung des russischen Friefhofs als Baudenkmal in die Denkmal Liste der Stadt Ibbenbüren nachdem der Landschaftsverband sie befürwortet hatte Dessen Begründung lautete Dieser Teil des Friedhofs ist bedeutend aus geschichtlichen Gründen als Erinnerung an die Opfer des Zweiten Weltkriegs insbesondere an die Zwangsarbeiter aus der ehemaligen Sowjetunion Für die Erhaltung liegen stilgeschichtliche Gründe vor der Friedhof ist in seiner Ausgestaltung einer der typischen Nachkriegsfriedhöfe von Kriegsopfern Werner Suer 17 12 2006 Ein rätselhafter Grabstein auf dem russischen Teil des Zentralfriedhofs Außerhalb des eigentlichen Gräberfeldes des russischen Friedhofs mit dem großen zentralen Obelisk befindet sich ein auffällig großer liegender Grabstein Das Grab liegt westlich vom Judenfriedhof Der damalige Leiter des Garten und Friedhofsamt Willi Deckers ließ 1945 schlichte Holzkreuze für jedes Grab aufstellen die 1949 durch die heutigen Kissengrabsteine ersetzt wurden Nur die Grablege Nr 28 wurde aus dem Gräberfeld genommen und an den östlichen Rand umgebettet Damals erhielt das Grab den großen Grabstein Eine polnisch sprechende Ibbenbürener Bürgerin konnte Näheres zum Text auf dem Stein angeben Der

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_28.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Aufsätze zur Geschichte Ibbenbürens - Die Malerin Maria Anna Wagener
    geb Brandi 1806 1890 heirateten am 29 September 1829 in der Lamberti Kirche zu Münster Sie wohnten in Münster an der Salzstraße ab 1849 waren sie in Ibbenbüren Waldfrieden 12 gemeldet später Nordfeldmark 134 Die Familie Wagener hatte sieben Kinder Franz Laurenz er wurde am 15 Februar 1831 in Münster geboren und verstarb 20 Februar 1831 Am 21 Juni 1833 kam Joseph Thomas Carl zur Welt laut Militäreinzugsliste war er Auszubildender bei der kaiserlichen Post er starb 1898 in Münster Am 12 September 1937 erblickte Agnes das Licht der Welt Am 14 April 1939 wurde unsere Künstlerin Maria Anna Josefa geboren Dorothea Caroline Virginia lebte vom 15 4 1841 bis 1919 verheiratet war sie mit Alfred Dykhoff und ab 1892 mit Heinrich Giese Maria Antonetta Therese Gertrud kam am 7 Mai 1845 zur Welt war verheiratet mit Anton Duncker dann mit August Sunder Sterbedatum und ort sind nicht bekannt Anton Ambrosius Max Albert wurde am 4 April 1849 geboren lebte bis 1917 Dorothea und Max sind in Ibbenbüren beerdigt Das große Gemälde in ovalem Rahmen hängt im Salon über dem Sofa Es zeigt Katharina Meyer 18 jährig im Jahre 1899 gemalt Der Titel dieses Bildes lautet Dame mit Maiglöckchenstrauß Um 1907 ist Maria Anna als Bildnis und Historienmalerin bekannt Über den weiteren Lebensweg sowie ihre künstlerische Ausbildung ist bislang nicht sehr viel erforscht Anscheinend besuchte sie die Akademie in Düsseldorf eingeschrieben war sie dort aber nicht Aber 1865 wohnte sie dort Um diese Zeit veranstaltet der Rheinisch Westfälische Kunstverein eine Kunstausstellung auf der sie mit vier Bildern vertreten ist zwei Porträts eine Madonna und eine Hl Cäcilia Letztere Arbeit gerät durch Verlosung an eine Kanzleiratswitwe Ronneberg Ein anderes wird laut Quittung der Malerin vom 5 12 1865 vom Westfälischen Kunstverein WKV zu Münster für 68 Taler erworben Am 23 12

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_29.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Fronleichnamsprozessionen in Ibbenbüren
    sind ein neues Prozessionshäuschen am Püsselbürener Damm zu errichten während diese Station noch in diesem Jahr abgerissen wird Fotos Sammlung Suer Prozessionshäuschen vor dem Hotel Auf der Lienenburg Erst dann wird es möglich sein diese Straßengabelung ordnungsgemäß und verkehrsübersichtlicher auszubauen Hier stand der Hof Bäumer der alte Fachwerkbau wird von Getränke Dreckmeier genutzt IVZ von 1962 Der Hof Bäumer der schon seit 1750 hier stand wurde 1959 abgerissen Der Neubau des Hotels Auf der Lienenburg später war hier die Discothek Forum entstand hier an der Straßengabelung vom Püsselbürener Damm und Großer Straße Hausaltar vor Errichtung der neuen Stations Kapelle 4 Püsselbürener Damm 14 bei Stürmeyer Schräg gegenüber von Bußmann Püsselbürener Damm 19 war ein Haus Altar zunächst ohne Kapelle er wurde geschmückt von der Kreuzschar Gruppe im BDJK Angabe K H Mönninghoff u Foto vom 14 5 1953 Fotos Sammlung Suer Sandsteinbildnis Steh auf und gehe 2002 wurde die Station Katharinen Kapelle im Rahmen eines Grundstücksverkaufs abgebrochen Die Kirche erhielt als Ausgleich ein kleines Grundstück am Fußweg zur Großen Straße auf dem heute eine Sandstein Skulptur steht Dieser Bildstock von 2002 wurde entworfen und gestaltet vom Bildhauer Thomas Sombecke von der Firma Paetzke Die Gemeinde St Mauritius war Auftraggeber bei der Firma Paetzke in Riesenbeck Das Bildnis zeigt Jesus in Jeans der mit Unterstützung einer Frau einen Menschen ermutigt Steh auf und gehe Ibbenbürener Volkszeitung von Samstag den 20 April 2002 IVZ Archiv Online Sandstein Skulptur Neue Stations Kapelle 4 Püsselbürener Damm 14 bei Stürmeyer Station geweiht der Heiligen Katharina Die Station wurde 1963 nach Abbruch der Stations Kapelle bei Bäumer als eine moderne Station errichtet siehe Chronik im Pfarrarchiv Sie wurde in der ehemaligen Wiese von Bäumer durch die Firma Michel u Börgel erbaut Der Architekt war Gregor Thalmann IVZ von Donnerstag den 14 Juni 1963 IVZ Archiv Online Neue Stations Kapelle 4 1963 Püsselbürener Damm 14 Das Relief in Kupfer getrieben stellt die Hl Katharina dar Es wurde von dem Künstler Günter Peterhof aus Münster geschaffen Nachdem das Relief lange verschollen war hängt es heute im Garten des Pfarrhauses auf der Innenseite an der alten Sandsteinmauer Geschmückt wurde die Station durch die Familie Bußmann Die Katharinenkapelle wurde zur Zeit von Pfarrer Elpers abgebrochen die Kirche verkaufte das Grundstück an Familie Stürmeyer Püsselbürener Damm 14 Püsselbürener Damm 14 Püsselbürener Damm 14 Bildunterschrift Nordstraße 2 Im Pfarrgarten ist das Bronze Relief der Hl Katharina Es schmückte früher die Prozessionsstation Püsselbürener Damm 14 Fotos Sammlung Suer Relief der Hl Katharina Zur Geschichte Katharina von Alexandrien ist eine der bekanntesten Heiligen Sie wird in der katholischen Kirche als Märtyrin verehrt und gehört zu den vier großen heiligen Jungfrauen Sie zählt zu den heiligen 14 Nothelfern und gilt als Helferin bei Leiden der Zunge und Sprachschwierigkeiten Sie ist Schutzpatronin der Schulen der Näherinnen und Schneiderinnen Der Überlieferung nach lebte sie im 3 oder 4 Jahrhundert und erlitt unter dem römischen Kaiser Maximinus Daia ihr Martyrium Das Folterwerkzeug sollten die Räder sein Nach der Legende waren es vier mit eisernen Sägen und spitzen Nägeln versehene Räder Zwei Räder sollten nach unten bewegt werden und die anderen beiden entgegengesetzt und dadurch die Märtyrin zerreißen Auf Katharinas Gebet hin kam jedoch ein Engel und zerstörte das Folterinstrument mit großer Wucht Schließlich wurde Katharina enthauptet und aus ihren Wunden floss Milch statt Blut Engel brachten ihre sterblichen Überreste zum Berg Sinai 500 Jahre später wurden ihre Gebeine dort gefunden ihr zu Ehren wurde das Katharinen Kloster dort gebaut Die Reliquien der hl Katharina befinden sich in der Basilika des Katharinen Klosters auf dem Berg Sinai Attribute der heiligen Katharina sind das Rad das Buch die Krone der Palmzweig und das Schwert Palmzweig Rad und Schwert sind die Attribute des Martyriums die Krone ist ein Attribut des Sieges über das Fleisch Als der Caesar Maximinus viele Christen zum Märtyrertod verurteilte trat Katharina ihm entgegen und fragte ihn weshalb nicht er zum Christentum übertrete statt von den Christen Götzenopfer zu verlangen In einer öffentlichen Diskussion zu der der Kaiser seine besten 50 Philosophen und Gelehrten aufgeboten hatte brachte Katharina so gelehrte Argumente für das Christentum vor dass sich alle Philosophen zum Christentum bekehrten Weil es ihnen nicht gelungen war Katharina vom christlichen Glauben abzubringen schickte der Kaiser alle Philosophen auf den Scheiterhaufen Prozessionsgeschichte Der Weg der großen Prozession vor dem Krieg Er begann an der Mauritiuskirche dann Richtung Breite Straße in die Große Straße Marktstraße Unterer Markt Poststraße Püsselbürener Damm Große Straße Kirche auch noch nach dem Krieg Prozessionen zur NS Zeit Anton Rosen Chronik Heimatverein 1938 wurden von der Ortspolizeibehörde folgende einschneidende und bedrückende Maßnahmen verfügt 1 Aus verkehrs und sicherheitspolizeilichen Gründen darf die Fronleichnamsprozession nicht mehr den altgewohnten Weg durch die Hauptstraßen der Stadt nehmen Es wird ein neuer Prozessionsweg vorgeschrieben der folgendermaßen verläuft Kath Kirche Roggenkampstraße Schulstraße Straße der SA jetzt Kanalstraße Viktor Lutze Straße Poststraße Püsselbürener Damm Adolf Hitler Straße Große Straße Kath Kirche 2 Der Aufbau von Bögen u ä auf der Adolf Hitler Straße und der Viktor Lutze Straße darf nicht mehr erfolgen Der Altar auf dem Unteren Markt vor der Bäckerei Dierkes darf in Zukunft nur bei der Einmündung der Straße der SA unmittelbar neben dem Brüggenschen Geschäftshaus errichtet werden 3 In der Adolf Hitler Straße und der Viktor Lutze Straße dürfen Sträucher u ä an den Bordsteinkanten nicht mehr aufgestellt werden die Ausschmückung muß auf die anliegenden Häuser zurückverlegt werden 4 Kirchenfahnen dürfen nur an Kirchengebäuden und kirchlichen Dienstgebäuden gezeigt werden Das Setzen dieser Fahnen an Fahnenmasten u ä auf kirchlichen Grundstücken ist nicht gestattet 5 Privatpersonen ist das Setzen von Kirchenfahnen allgemein verboten Das Zeigen von bekränzten Fahnenstangen ist ebenfalls nicht gestattet 6 Privatpersonen können bei kirchlichen Feiern nur die Reichs und Nationalflagge Hakenkreuzfahne zeigen Der Weg während des Krieges Die Prozession führte zu dieser Zeit über den Mittelgang in der Kirche durch den Haupteingang im Turm nach draußen und dann um die Kirche Die Gemeinde folgte dem Allerheiligsten Am Sonntag den 19 August 1945 wurde die erste öffentliche Sakraments Prozession nach dem Kriege abgehalten nachdem sie im Jahre 1937

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_30.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Meteoritenfall in Ibbenbüren am 17.6.1870
    Prof vom Rath Bonn Dazu schreibt Wikipedia Mit krachendem Getöse so haben es Zeitgenossen beschrieben fiel am 17 6 1870 um 14 Uhr in Ibbenbüren ein Meteorit vom Himmel und schlug in der Nähe des Püsselbürener Damms ein Damals lag dieses Gebiet noch weit vom Stadtgebiet entfernt und war kaum besiedelt Da der Fall bei klarem und sonnigem Wetter geschah wurde der Meteorit bald darauf auf dem Feld gefunden Der erste bekannte Besitzer war Professor Heis aus Münster der ihn am 6 November 1871 an das Mineralogische Museum in Berlin verkaufte In dessen Besitz sollen sich heute noch Teile des Himmelskörpers befinden Bereits 1898 tauchten Bruchstücke bei verschiedenen Museen auf Der ursprüngliche Meteorit hatte ein Gewicht von 2034 Gramm bei einer Dichte von 3 4 g cm³ Wikipedia Ibbenbüren Meteorit http de wikipedia org wiki Ibbenb C3 BCren 28Meteorit 29 Meteoritenfall 1870 in Ibbenbüren in der Presse Heimat und Leben Nr 14 17 von 1930 Beilage zur IVZ Meteorsteinfälle in der heimischen Gegend Heimat und Leben Nr 14 Heimat und Leben Nr 17 vom Dienstag 22 Juli 1930 vom Dienstag 16 September 1930 Quelle Heimat und Leben Nr 14 Beilage zur Ibbenbürener Volkszeitung Dienstag den 22 Juli 1930 Heimat und Leben Nr 17 Beilage zur Ibbenbürener Volkszeitung Dienstag den 16 September 1930 Die IVZ berichtet am Mittwoch 20 Juni 2001 Meteorit Ibbenbüren ist ein Star im Berliner Museum Stein mit einer schwarzen Schmelzkruste kam am 17 Juni 1870 aus dem Weltall Ibbenbüren Dr Ansgar Greshake Kustos der Meteoritensammlung des Museums für Naturkunde der Humboldt Universität zu Berlin gerät ins Schwärmen wenn er den Namen Ibbenbüren hört Das ist eines unserer schönsten Stücke Gemeint ist damit der Meteorit Ibbenbüren der am Institut für Mineralogie in Berlin zu den Stars gehört Und deshalb ist Ibbenbüren auch der Blickfang des Internet Auftrittes des Instituts Das viel auch dem Ibbenbürener Studenten Carsten Herkenhoff auf der gestern der IVZ Redaktion mailte Was es nicht alles gibt 1870 ist in Ibbenbüren ein Meteorit runtergeplumpst und irgendwer hat den gesammelt Möchte zu gerne wissen wer den auf den Kopf gekriegt hat Nun auf den Kopf bekommen hat den Meteoriten in der Nähe Ibbenbürens damals niemand Das sei sonst festgehalten worden meinte Ansgar Greshake gestern im Gespräch mit der IVZ Wohl aber wusste er einiges zum Highlight der Ausstellung zu erzählen Dr Greshake Der Fall des Meteoriten Ibbenbüren wurde am 17 Juni 1870 um 14 Uhr beobachtet Augenzeugenberichten zufolge war der Niedergang des Meteoriten mit einer lauten Detonation und einer Lichterscheinung verbunden Die genauen Koordinaten des Falls lauten 52 Grad 17 Minuten Nord und 7 Grad 42 Minuten Ost Erst zwei Tage später wurde der Meteorit selber gefunden Es handelt sich um einen einzelnen vollständigen etwa zwei Kiolgramm schweren Stein der komplett mit einer schwarzen Schmelzkruste überzogen war Diese entsteht durch die enorme Hitzeentwicklung beim Eintritt ds Meteoriten in die Erdatmosphäre Eine erste Beschreibung und chemische Analyse lieferte G vom Rath 1872 Es handelt sich bei Ibbenbüren um einen sogenannten Achondriten Dies sind Meteorite die durch Schmelzprozesse aus einem primitiven ursprünglichen Material entstanden sind Der größte Teil des Meteoriten Ibbenbüren gelangte durch einen Ankauf bei E Heis Münster im November 1871 an das Mineralogisches Museum der damaligen Kaiser Wilhelm Universität zu Berlin heute Museum für Naturkunde der Humboldt Universität Die erhaltene Hauptmasse die in der Öffentlichen Ausstellung des Museums gezeigt wird beträgt 1 6 Kilogramm Das restliche Material ist in vielen Museen der Welt Wien London Paris Washington New York und auch in Privatsammlungen zu finden Dr Greshake merkte an dass der Meteoritenmarkt derzeit durch Neufunde in Afrika oder Asien mächtig in Bewegung sei Viele Privatpersonen wollen Stücke tauschen oder verkaufen das ist eine Sammelleidenschaft wie bei Briefmarken oder Münzen Und dabei treten die Sammler auch an Museen heran Stellte sich die Frage Was ist denn unser Ibbenbüren wert So um die 570 000 Markt schätzte Experte Greshake Doch das sei ein fiktiver Preis denn so ein Prachtstück gebe das Museum keinesfalls aus der Hand Denn schließlich sei Ibbenbüren nicht nur ein schönes sondern seltenes Exemplar Greshake Meteoritenfälle beziehungsweise funde werden in Deutschland sehr selten beobachtet Insgesamt sind nur 41 in Deutschland gefundene Meteoriten bekannt Der älteste dokumentierte Fall von dem Material erhalten ist ereignete sich am 19 Dezember 1785 nahe Eichstätt in Mittelfranken Der jüngste Meteoritenfall in Deutschland wurde am 1 März 1988 in Trebbin bei Potsdamm beobachtet Ein 1 25 Kilogramm schwerer Stein schlug dabei in ein Gewächshaus ein und zerbrach in etwa 30 Stücke unterschiedlicher Größe Einige Gramm dieser ältesten und jüngsten Meteoriten Deutschlands sind ebenfalls in Berlin zu bestaunen Doch keiner ist so stattlich wie Ibbenbüren ck Quelle IVZ vom 20 Juni 2001 http archiv ivz aktuell de index4 php id 26051 pageno 15 Bericht der Westfälische Nachrichten WN vom 22 Juni 2001 Ibbenbüren lässt Mineralogen schwärmen Zwei Kilo Stein ging 1870 nieder koh Ibbenbüren Ibbenbüren lässt viele ins Schwärmen geraten Weltweit In Kreisen der Mineralogen ist Ibbenbüren ein Begriff Klar dass damit nicht die Stadt gemeint ist Ibbenbüren heißt ein Meteorit der am 17 Juni 1870 in der Nähe von Ibbenbüren einschlug nur einer von 41 in Deutschland bekannten Meteoriten Treffern Um 14 Uhr am frühen Nachmittag krachte Ibbenbüren zu Boden Augenzeugen sagten aus dass der Einschlag des Gesteinsbrockens von einer lauten Detonation und einer Lichterscheinung begleitet wurde Gefunden wurde der Meteorit aber erst zwei Tage später Die genaue Einschlagstelle lag 52 Grad 17 Minuten Nord und 7 Grad 42 Minuten Ost Bereits ein gutes Jahr später gelangte der Meteorit in das Mineralogisches Museum der damaligen Kaiser Wilhelm Universität Berlin In Berlin liegt der Meteorit immer noch Heute im Mineralogischen Museum der Humboldt Universität Dessen Kustos ist Dr Ansgar Greshake Der Mineraloge der in Münster studierte kennt Ibbenbüren sehr genau Es handelt sich dabei um einem so genannten kosmischen Basalt Er gehöre damit zu den am häufigsten vorkommenden Stein Meteoriten Heute ließ sich sogar die Herkunft des Steins recht genau bestimmen Der Meteorit wird dem Asteroiden Vesta aus dem Asteroiden Gürtel zwischen Mars und Jupiter zugeordnet Vor rund 20 Millionen Jahren knallte Vesta

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_31.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Kittken Bumm - Kittchen in Ibbenbüren
    durch die Einquartierung in eine kriegerische Stimmung versetzt kamen mit unseren pflichtgetreuen Hütern der Nacht in Konflikt und wurden schließlich nach mehrmaligen Fluchtversuchen wieder eingefangen und hinter schwedische Gardinen transportiert wo ihnen die Stimmung wohl bald vergangen sein wird Der nächtliche Fall dürfte übrigens für die Beteiligten wohl ein unangenehmes Nachspiel haben Ibbenbürens vornehmstes Etablissement in der Brunnenstraße erhielt vorgestern unangemeldeten Besuch durch einen Mann der sich durchaus nicht vornehm benahm Im Gegenteil er tobte und schlug wie ein Wilder um sich Die Wärterin schlug die Hände über dem Kopf zusammen als der Gast anfing alles Bewegliche kurz und klein zu schlagen Auch die ihm von den Polizisten danach angelegten Handschellen zerschlug er Die ihm dann angelegte Zwangsjacke zerriß er wie ein Stück Papier Ob der wilde Mann wohl weiß daß er bald vor Gericht stehen wird und Prison Gefängnis bekommen kann Ausschreitungen und Schlägereien sind fast allerorten Begleiterscheinungen des Musterungsgeschäftes und solche sind auch während der soeben beendeten Musterung in Ibbenbüren nicht ausgeblieben So bot sich gestern hier das Schauspiel daß eine Mutter ihren Sohn auf einem Karren nach Hause schaffte weil dieser derart betrunken war daß er nicht mehr stehen und gehen konnte Außer diesem widerlichen Schauspiel wird uns noch mitgeteilt daß das Hotel Janning in diesen Tagen recht lebhaften Verkehr gehabt haben soll Ferner wird uns berichtet daß zwischen jungen Leuten aus Brochterbeck die heitere Stimmung in der sie sich befanden in eine anständige Schlägerei und Keilerei ausartete Feste Hiebe soll es dabei gesetzt haben und einer der Beteiligten soll den Verlust eines halben Ohres zu beklagen haben Hoffnungsvolle Vaterlandsverteidiger Ein dem Dilirium tremens vollständig verfallener Mensch der am vergangenen Sonntag von einem unserer Polizeioffizianten beim Betteln abgefaßt wurde bewohnt zur Zeit den sogenannten Janning In sich von Zeit zu Zeit einstellenden Wutausbrüchen zerriß und zerschlug er alles was ihm vor die Augen kam bedrohte die Wärterin schrie und tobte unaufhörlich so daß ihm schließlich Handschellen und als auch diese von dem Tobsüchtigen gesprengt wurden die Zwangsjacke angelegt werden mußte Aber auch diese hielt der furchtbaren Kraft des Wütenden nicht stand sondern wurde von demselben wie ein Stück Papier zerrissen Endlich ließ die Kraft nach der Tobende verfiel in einen Schlaf und man holte einen Arzt herbei welcher Beruhigungsmittel verschrieb und die möglichst schleunige Überführung in das Krankenhaus anordnete In jenen Tagen war Kittken Bumm verlegt worden von der Brunnenstraße in einen Anbau an der früheren Amtssparkasse in dessen Nähe auch die Polizeiwache lag Quelle Aus dem Buch von Hunsche Holwitt Alt Ibbenbüren Bilder Berichte Geschichten von Friedrich E Hunsche Autor Bernhard Holwitt Autor 2 überarbeitete und erweiterte Auflage Dezember 1980 Ibbenbürener Vereinsdruckerei GmbH 1980 Zweites Kittchen hinter der Feuerwehr Neumarkt Kittken Bumm A Janning Brunnenstraße Kittken Bumm B Hotel Matzner Große Straße Werner Suer Wer heute von der Großen Straße kommend zwischen den von H M und Rossmann genutzten Gebäuden zum Neumarkt geht beachtet kaum das Straßenschild Alte Wache Dieses Schild nimmt Bezug auf das noch in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts hier bestehende Dienstgebäude der Polizeiwache und das gegenüber liegende Gefängnis hinter der Feuerwache Zwischen dem Feuerwehrhaus und der Großen Straße war seit 1905 ein Gefängnis das im Volksmund Kittken Bumm B oder auch Hotel Matzner genannt wurde AK Luftaufnahme Oberstadt mit Großer Straße und Kittken Bumm B am Viehmarkt Neumarkt AK Ansichtskarte Sammlung Suer Dieses Gefängnis an der Großen Straße 24 a bestand aus einem Verwaltungs bzw Versorgungsraum und einem Gang an dem sich drei vergitterte Zellen anschlossen In diesem vorgelagerten Raum stand ein Schrank mit dem Geschirr für die Gefangenen Der besagte emaillierte Napf gehörte zur Bestückung dieses Schrankes Zwischen dem Feuerwehrhaus und der Großen Straße bestand seit 1905 dieses Gefängnis das im Volksmund Kittken Bumm oder auch Hotel Matzner genannt wurde Im Kittken waren meist Obdachlose Sie bekamen dort Nachtquartier Kleine Ganoven blieben meist 1 Tag manchmal bis 3 Tage dann kamen sie oft ins Gefängnis am Amtsgericht in schweren Fällen in das Gefängnis von Tecklenburg am Burgtor In den Zellen waren Holzpritschen u Decken Es gab keinen Ofen Die Insassen mußten die Zellen fegen Ein schräger Blechkasten vor den Fenstern der Zellen vgl Foto erlaubte nur den Blick in den Himmel Ansichtskarte Ibbenbüren Oberstadt Rechts im Bild das Kittken Bumm B am Viehmarkt Neumarkt mit den beiden Türen und den 4 Gitterkörben vor den Giebelfenstern im EG Um 1907 Das kleine Haus im Vordergrund war die alte Polizeiwache AK Ansichtskarte Sammlung Schröder Suer Oben auf dem Gefängnis wohnte der Polizei Obermeister Matzner mit seiner Familie Die Familie Matzner versorgte die Einsitzenden mit Nahrungsmitteln Aus dem Jahr 1925 wird berichtet wie die Mahlzeiten der Gefangenen bestückt waren Mittags gab es Nudelsuppe ohne Einlage abends dann Wasser und trockenes Brot manchmal mit Butter Das Gefängnis und die Polizeiwache waren noch bis 1945 in Betrieb Unter englischer Verwaltung wurden die Dienst und Gewahrsamsräume der Polizei in die Feuerwache verlegt Ibbenbürener Volkszeitung Anzeiger für den Kreis Tecklenburg Ibbenbürener Volksblatt IVZ vom 10 11 1907 Sie konnten zusammen nicht kommen Die vorbestraften Arbeiter August und Heinrich K waren zur Verbüßung einer mehr als einjährigen Gefängnisstrafe im hiesigen Gefängnis inhaftiert Sie wollten aber ihr junges Leben nicht hinter Gefängnismauern vertrauern und beschlossen deshalb auszubrechen In der Nacht zum 12 Oktober 1907 verständigten sie sich sie lagen in benachbarten Zellen und da bekanntlich vereinte Kräfte am ehesten zum Ziele führen sollte August K ein Loch in die Verbindungsmauer brechen und dann zu seinem Bruder hinüberkommen der die Flucht in die Öffentlichkeit vorbereitete Mit Hülfe einer Eisenstange die zum Öffnen des Zellenfensters benutzt wurde gelang es dem Heinrich K die Außenwand seiner Zelle nach dem Gefängnishofe zu zu durchbrechen August K der nur mit einem Nagel arbeitete wurde jedoch nicht fertig und so mussten sie sich auf die folgende Nacht vertrösten Dem Aufseher entging aber am folgenden Morgen bei der Zellenrevision die Nachtarbeit der beiden nicht trotzdem sie die bereits gelockerten Steine kunstgerecht wieder eingesetzt hatten Der Staatsanwalt ging davon aus dass das Gefängnis eine höchst nützliche Einrichtung sei und die Angeklagten sich deshalb der schweren

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_32.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - "Die Mähmaschine" von Günther Barlag
    in zwei Teile zerbrochen war Wie in einen dunklen Schlund sah man in die zerfranste Öffnung des in der Mitte abgebrochenen hinteren Rumpfteils mit dem Leitwerk Die Pilotenkanzel und die Tragflächen mit den vier Motoren deren Propeller verbogen waren und sich in die Erde gebohrt hatten lagen in fast senkrechtem Winkel zu dem abgebrochenen hinteren Rumpfteil mit dem haushohen Leit werk Trümmerstücke verschiedener Art und Größe lagen verstreut umher Die mit einem rotweißen Band abgesperrte Absturzstelle wurde von einem älteren Soldaten mit geschultertem Karabiner K 98 be wacht Donnerwetter rief Günther erstaunt aus ist das ein Riesending Eine Liberator B 24 antwortete Horst Zwölf Mann Besatzung zehn Maschinengewehre Kaliber 12 7 davon zwei doppelte in Plexiglas Kuppeln Die beiden Jungen erreichten die Absperrung und legten ihre Fahr räder auf die Erde Jetzt kommt es darauf an sagte Horst bleib du hier bei den Fahrrädern ich quatsche jetzt mit dem Soldaten Er räusperte sich und ging mit großen Schritten geradewegs auf den Wachhabenden zu Die Horst sche Köpenickiade Heil Hitler Jungen schafts Führer Massing vom Fähnlein 6 Theoderich in Ibbenbüren baute er sich mit zusammengeschlagenen Hacken zackig vor dem wachhabenden älteren Soldaten auf Ich habe vom Gaubannführer Westfalen Nord den Auftrag verwertbare Waffen nebst Munition für die Heimatverteidigung hier zu beschlagnahmen Hier ist meine Legiti mation Er überreichte dem Soldaten ein Merkblatt über die Be handlung feindlicher Waffen und Munition das er hinter dem letzten Absatz mit dem Zusatz Hiermit wird der Jungenschafts Führer Horst Massing vom Fähnlein 6 Theoderich in Ibbenbüren beauftragt und ermächtigt verwertbare Waffen nebst Munition abzuholen für die Hei matverteidigung an der Flakstellung Gruppe A 4 199496 Ibbenbüren Ledder Straße mit der Schreibmaschine seines Vaters mühevoll ergänzt hatte Der wachhabende Obergefreite aus dem Schwabenland ein gemütli cher Mensch froh hier seinen Dienst als Wachposten verrichten zu dürfen wegen seiner in Stalingrad erfrorenen Zehen musterte Horst von oben bis unten und nahm das ihm vorgehaltene Stück Papier ent gegen Sei gegrüßt holder Jüngling erwiderte er jovial in schwäbischem Dialekt Horst was habbe mer denn da Da wolle mer mal gucke Er suchte in seinen Taschen umständlich nach seiner Brille Verdammi auch habbe meine Brille vergesse lies es doch mal vor reichte er Horst das Merkblatt wieder zurück das dieser erleichtert annahm und dann den Text vorlas Das Blaue vom Himmel lügend ergänze er Die 3 7 Oerlikon auf unserem Flakstand in Ibbenbüren Standort Ledder Straße ist ziemlich ausgeleiert und streut ganz schön Wir haben zwar schon eine Mustang und zwei Lightnings herunter geholt aber weil die Amis jetzt immer tiefer fliegen müssen wir ein Maschinengewehr mit schnellerer Feuerkraft einsetzen Wenn wir aus der Liberator ein Maschinengewehr ausbauen und damit die Luftverteidigung verstärken dann schlagen wir die Feinde mit ihren eigenen Waffen Wie alt bisse eigentlich Sechzehn Jahre Siehst aber viel jünger aus Ich trinke viel Milch das macht jünger Rauchste auch schon Hin und wieder zwei bis drei Zigaretten am Tag Haste nen Jabbel Zigarette für mich Aber selbstverständlich Moment bitte Vorsorglich hatte Horst der einfach an alles

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_33.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive



  •