archive-de.com » DE » S » STADTMUSEUM-IBBENBUEREN.DE

Total: 200

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Stadtbrand vom 24. September 1846
    Stadt diese Seite 41 Gelder bekommen wird influriert fußt auf dem Retablissements Plan sowie auf den Wiederaufbau von Häusern Ich bitte daher gefl den Plan zur Ausführung bald möglichtst genehmigen zu wollen Mark 13 2 47 v Grüter Seite 42 Schreiben der Königlichen Regierung an den Bau Inspector Kaweran 6 3 1847 Nach dem Ew Hochwohlgeboren mitgeteilten und am 18 d Mts uns wieder eingereichten Bericht des Herrn Landrats von Grüter vom 3 d Mts glaubt dieser den Plan gänzlich aufgeben zu müssen beim Retablissement des abgebrannten Teils der Stadt Ibbenbüren das Freisensche Grundstück für einen öffentlichen Platz und zur Verlegung der Kohlenstraße nach Münster zu erwerben da der Besitzer ganz unverhältnismäßige Forderungen stellt und die Stadt Ibbenbüren außerstande wäre ein solches Opfer zu bringen Wir haben uns jedoch bei näherer Erwägung davon überzeugen müssen daß die Erwerbung des Freisenschen Grundstücks oder eines Teiles davon erforderlich und notwendig ist nicht allein um für die Verbindung der Straßen miteinander Raum zu gewinnen sondern auch um in der Straße von Münster nach Osnabrück eine höchst unbequeme und bei stärkerer Passage sogar gefährliche fast rechtwinklige Biegung ausgleichen zu können Da Freise aufgrund des 23 der Allgemeinen Feuerpolizei Ordnung von Westfalen vom 30 11 1841 zur Ausführung des Retablissements Plans die teilweise oder ganze Abtretung seines Grundstücks gegen Etschädigung sich wird gefallen lassen müssen Enteignung beabsichtigen wir zur Erreichung des Zwecks nämlich der Umlegung der genannten Straße für den Kauf des Freisenschen Grundstücks soweit die Stadt Ibbenbüren Seite 43 Randvermerk links von Landrat Grüter nicht wörtlich Erteilte ich bereits mündlich die Weisung streng darauf zu halten daß ein Brand Beschädigter sich unterstehe ohne eine von Ihnen erteilte Genehmigung vorher zu bauen und daß bei der Ertheilung der Genehmigung die erforderliche Rücksicht auf feuerpolizeiliche u sonstige gesetzliche Bestimmungen zur Verschönerung der Stadt zu beachten ist Verhandlung Zusage von Ihnen gewonnen werde Marck 5 3 1847 der Landrat von Grüter zur Bestreitung der Kosten nicht imstande sein sollte eine angemessene Beihülfe allerhöchsten Ortes als Gnadengeschenk zu erbitten Darum beauftragen wir Sie die Kosten der Umlegung der fraglichen Straße am Grundstück des Freise schleunigst zu veranschlagen soweit die Umlegung unumgänglich notwendig ist und uns den Kostenanschlag unter Beifügung eines anschaulichen Situationsplans aus dem ersichtlich ist wie viele Quadrat Ruthen vom Grundstück Freise erforderlich sind binnen 14 Tagen zur Revision einzureichen Wir fügen den Bericht des Herrn Landrats v Grüter vom 3 d Mts nebst dessen Anlage zum etwa erforderlichen Gebrauch s rem gegen Rückgabe hier wieder bei sowie einen größeren Situations Plan der im Interesse der Chaussee Bauverwaltung angefertigt worden ist An den Königlichen Bau Inspector Herrn Kaweran Wohlgeboren Die Königl Regierung schreibt darauf an den Landrat Grüter 27 2 1847 Abschrift erhalten Ew Hochwohlgeboren Auf Ihren Bericht vom 13 d Mts mit Vorbehalt weiterer Mitteilung Seite 44 wenn der Bauinspector Kaweran den ihm erteilten Auftrag erledigt haben wird Inzwischen wollen Sie durch Ermittlung und Feststellung dessen was zur Ausführung des Retablissements Planes nötig ist sowie des Zuschusses den die Gemeinde Ibbenbüren dazu unerläßlich bedarf das Erforderliche vorbereiten um dann nach Eingang des von Herrn Kaweran zu entwerfenden Projekts zur Umgestaltung der Straße am Freisenschen Grundstück den Antrag auf Bewilligung eines allerhöchsten Gnadengeschenks uns gehörig motiviert begründet vorlegen zu können Im Übrigen finden wir gegen den Wiederaufbau der Privathäuser nach dem uns in Ihrem Bericht vom 14 d Mts vorgelegten Plan unter Berücksichtigung der von dem Bau Inspector Kaweran dazu gemachten Bemerkungen in dem in Abschrift beigefügten Bericht des Kaweran vom 11 d Mts nichts zu bemängeln Wir wollen die Ausführung genehmigen in Erwartung daß bei Erteilung der Bau Consense genehmigungen und bei der Bauausführung die feuerpolizeilichen Vorschriften seitens der Ortspolizei Behörde ihre Beachtung finden und daß auf die Verminderung und Vorbeugung der Feuergefahr nach Möglichkeit hingewirkt wird Die Anlagen des Berichts vom 14 1 1847 gehen zur weiteren Veranlassung dann zurück Seite 45 Was schließlich den unter Nr 493 im Journal am 3 d Mts erstatteten Bericht anbetrifft dessen Anlage hierbei zurückgesandt wird ist allerdings richtig daß nach der Lingenschen Gütergemeinschaft ein Ehegatte ohne Einwilligung des anderen über unbewegliche Güter des gemeinschaftlichen Eigentums nicht verfügen kann Der Widerspruch der Ehefrau des Cramer dürfte jedoch dadurch erledigt sein daß nach Äußerung des Kaweran die Versetzung der in Rede stehenden Mauer nicht erforderlich sein würde wenn die Straße an dem Freisenschen Grundstück nach Vorschlag des Kaweran umgebaut würde Schlimmstenfalls würde hier die Expropriation Enteignung zwecks Ausführung des Retablissements Planes auf Grund des 23 der allgemeinen Feuerpolizei Ordnung vom 30 11 1841 auch gegen den Willen des Cramer zur Anwendung zu bringen sein Münster den 27 2 1847 Königliche Regierung Abteilung des Inneren von Notze An den Herrn Landrat Freiherr von Grüter Hochwohlgeboren zu Mark Seite 46 Der Bau Inspector Kaweran schreibt an die Regierung 11 2 1847 Münster den 11 2 1847 Bertrifft den Wiederaufbau der abgebrannten Teile der Stadt Ibbenbüren ad Nr 244 IP vom 31 1 1847 nebst 6 Anlagen Indem ich mir erlaube in der Anlage die Verhandlungen und Zeichnungen des Wiederaufbaus der abgebrannten Teile der Stadt Ibbenbüren betreffend ganz gehorsamst wieder zu überreichen füge ich folgende gutachterliche Bemerkungen hinzu 1 Die zur Begradigung und Verbreiterung der Kützelbachstraße vorgeschlagenen Maßnahmen erscheinen nach meiner Ansicht zweckmäßig Jedoch wird der Vorbau des Hauses Dierkes der die Straße bedeutend verengt und der in der Zeichnung dargestellt ist fortzulassen sein oder in anderer Richtung anzulegen sein wenn das Gebäude Dierkes wie die rote Farbe in der Zeichnung anzeigt neu gebaut werden soll damit der Anbau die Breite der Straße nicht beeinträchtigt 2 Die vorgeschlagenen Veränderungen der Kontinuität an den Gebäuden des Freise Marktstr 10 Hilckmann Cramer Brunnenstr Sandmann und des Schröder Marktstr 9 Schilling am Durchgang erscheinen zwar ganz zweckmäßig sie werden aber für die insgesamt Seite 47 sehr unbequeme Richtung Biegung der Straße nach Münster wenig Nutzen bringen wenn nicht danach gestrebt wird das Gebäude Freise so zu verändern daß die Straßenbiegung sanfter als bisher angelegt werden kann Die Aussicht die durch die Verhandlungen wegen des Ankaufs des Freisenschen Gartens eröffnet wird gibt Hoffnung dem Gebäude eine Form und Lage geben zu können die sowohl die scharfe Biegung der Straße sanfter macht als auch daß der hinter dem Gebäude liegende schmale Durchgang zwischen Freise und Schröder zur Brunnenstr verbreitert werden kann Das wird möglich wenn das Gebäude Freise an der südwestlichen Ecke abgeschnitten wird und die hintere die östliche Front zur Brunnenstr parallell mit der anderen Front von Cramer gestellt wird wie es in der Zeichnung mit Bleistift angedeutet ist Der durch diese Veränderungen der Form des Hauses verloren gehende Raum kann gut ersetzt werden wenn das Gebäude in den Garten zum Markt hinein verlängert wird Wird von Seiten des Staats der Gemeinde Ibbenbüren ein Zuschuß Seite 48 zu den Kosten des Retablissements gewährt so geht mein unmaßgeblicher Vorschlag dahin die Verwendung des Geldes für das Freisenschen Gebäude zur Bedingung zu machen 3 Wegen der Vorschläge zur Verbreiterung der Straße in der Nähe der katholischen Kirche ist nichts weiter zu bemerken gez Kaweran Bauinspector An eine Königliche Hochlöbliche Regierung Abtheilung des Innern in Münster Seite 49 Der Amtman Ohm schreibt an den Landrat von Grüter 8 3 1847 Linker Randvermerk von Landrat Grüter so wie von mir verfügt den Retablissementsplan mit sämtlichen Verhandlungen und Zeichnungen der betroffenen Verkäufe anzulegen Nachlässigkeiten bei der Annektierung Übernahme der Anlagen müssen durchaus vermieden werden Retablissementsplan von Ibbenbüren betreffend Ich habe gleich am 20 d Mts den Bau Inspector Kaweran ersucht die örtliche Revision des Retablissementsplans in technischer Beziehung schleunigst vorzulegen und die Kosten Veranschlagung der projectierten Wasser Reservoirs gleichzeitig zu bewirken Was Kaweran hierauf erwidert hat wollen Euer Hochwohlgeboren aus dem s p r beigefügten Schreiben sub Petito remissionis Zusendung mit der Bitte um Rückgabe des Kaweran vom 23 v Mts geneigtest entnehmen Sobald Kaweran hier ankommt werde ich mit ihm an Ort und Stelle alles gehörig ordnen Seite 50 und ich werde die Grundabschätzungen vornehmen Zu diesem Rezeß muß ich aber bitten mir die Verhandlungen sowie den Retablissements Plan schleunigst zu übersenden da diese Unterlagen bei Vornahme des Geschäfts nicht entbehrt werden können Der Amtmann Ohm An den Königlichen Landrat Herrn Freiherrn von Grüter Hochwohlgeboren zu Mark Seite 51 Landrat Grüter schreibt an den Amtmann Ohm 11 3 1847 Citissime schnellstens An Herrn Amtmann zu Ibbenbüren Auf Ihren Bericht vom 8ten d Jahres betreffend den Retablissements Plan von Ibbenbüren übersende ich Ihnen unter der Bedingung der Rückgabe die den Plan betreffenden Verhandlungen vom 3 10 und 3 11 1846 und 17 1 1847 mit 2 Zeichnungen und das Schreiben des Herrn Bauinspectors Kaweran vom 23 d Jahres Da die Bauzeit näher kommt und da es nicht feststeht wann Herr Kaweran in Ibbenbüren eintreffen wird veranlasse ich Sie den Kostenanschlag über die anzulegenden Wasser Reservoirs selbst schleunigst anzufertigen und die sofortige Taxation Bewertung der zum Retablissement erforderlichen Grundparzellen über deren Abtretung ein Vergleichs Abkommen nicht zustande gebracht wurde zu veranlassen Damit Kosten erspart und die Verhandlungen abgekürzt werden wollen Sie den zur Abtretung von Grund und Boden durch den Retablissementsplan Verpflichteten den 23 der Allg Feuerpolizei Ordnung für Westfalen vorlesen Seite 52 Sie wollen versuchen die Verpflichteten zu bewegen sich vorab mit Ihnen über zwei hinzu zu ziehende gerichtlichen Taxatoren zu einigen von den die Verpflichteten einen und einen Obmann zu wählen haben und zu erwägen die Eigentümer bei dem Taxations Geschäft hinzu zuziehen Schließlich kann ich Ihnen recht dringend empfehlen die Ihnen zustehenden Befugnisse bei Erteilung des Special Bau Consenses im Interesse der Stadt streng auszuüben Mark 11 3 1847 v Grüter Seite 53 Die Königl Regierung schreibt an Landrat Grüter 8 4 1847 In Verfolg Beantwortung unserer Verfügung vom 27 2 d J wird Euer Hochwohlgeboren der von dem Bau Inspector Kaweran gefertigte Kostenanschlag betreffend die Umlegung der Chaussee Straße am Freisenschen Grundstück beim Retablissement Wiederaufbau des abgebrannten Teils von Ibbenbüren nebst beigefügtem Situationsplan mit dem Bemerken zugesandt daß wir gegen die Ausführung des Plans bei unserer Revision nichts zu beanstanden gefunden haben Wir sehen nun der Erledigung unserer Verfügung bezüglich der zu beantragenden Bewilligung eines Allerhöchsten Gnadengeschenks zur Ausführung des Retablissements baldigst längstens binnen 3 Wochen entgegen Münster den 8 4 1847 Königl Regierung Abteilung des Innern v Notze An den Herrn Landrath Freiherrn von Grüter Hochwohlgeboren zu Mark Schreiben von Landrat Grüter an Amtmann Ohm 14 4 1847 Mit dem Situationsplan br m ste kurzerhand an Herrn Amtmann Ohm mit der dringenden Aufforderung durch schleunige Versendung der vollständigen Verhandlungen zur Erbittung eines allerhöchsten Gnadengeschenks befähigen zu wollen Termin 10 Tage Es ist streng darauf zu achten daß der Freise nicht eher und nicht anders kann bis er nach den Bestimmungen des Retablissements Plans gefragt hat Mark 14 4 47 v Grüter Seite 54 Amtmann Ohm schreibt an den Landrat v Grüter 22 4 1847 Ibbenbüren den 22 4 1847 Verfg vom 11 3 d J Nr 1488 und br m sf rem Verfügung vom 14 4 d J Nr 1218 Citissime linker Randvermerk von Grüter 26 4 1847 Mit einer Rolle Zeichnungen und sämtlichen Anlagen br m sft in 10 Tagen zurück an den Herrn Referenten Die als Anlagen vorhandenen Schreiben und Verhandlungen mit der Witwe Stern später Magnus und dem Färber Goldbeck sind noch nicht gewesen und sind noch zu führen Einschub demnach fehlen die Erklärungen des Lefmann und des Hoffschulte welche nach dem Kaweranschen Kostenanschlag ebenfalls Grund abtreten müssen Gleiche Verhandlungen mit Lefmann Dreker und Hofschulte Eisen Feldmann sind aufzunehmen Sie haben nach dem Kostenanschlag des Kaweran abzutreten ersterer Lefmann 2 ¾ Quaqdrat Ruthen Grund letzterer Hofschulte 3 ¼ Quadratruthen Grund Die Kostenanschläge für die Wasser Reservoirs sind zu erwarten und alle Kosten für einen Antrag auf Unterstützung sind zu übersichtlichen Summen zu erstellen Bei Bestellung der Taxatoren wegen des Kostenanschlags sind Sie erst nach Unterschrift meiner Verfügung vom 11 3 1847 zu Werke gegangen Mark den 26 4 1847 v Grüter L R Randvermerk Amtmann Ohm 30 4 1847 Der Bauinspector Kaweran wurde heute an die Einsendung des Kosten Anschlags für die Wasser Reservoirs erinnert Ibbenbüren den 30 4 1847 Der Amtmann Ohm Zur Erledigung der rubrizierten und unter Rücksendung der br m s f rem eiligen Verfügung vom 14 d Mts und dem beigefügten Kosten Anschlag und dem Situationsplan des Bau Inspectors Kaweran verhalte versäume ich nicht in den beigefügten beiden Verhandlungen die Abschätzungen über die von der Witwe Stern und dem Färber Goldbeck wegen der Erweiterung der Kötzelbachstraße abzutretenden Grundflächen gehorsamst zu überreichen ebenso die Abschätzungen über die von Wilhelm Freise zur Umlegung und Erweiterung der Münster Osnabrücker Chaussee Straße abzutretenden Grundflächen In Betreff der Höhe der Abschätzung der von der Witwe Stern und dem Färber Goldbeck abzutretenden Grundflächen ist meines Erachtens dagegen nichts einzuwenden Man muß berücksichtigen daß von Freise 20 Quadrat Ruthen Haus und Gartengrundfläche Seite 55 abgetreten werden müssen das wieder aufzubauende Haus erhält eine ganz andere Richtung und deshalb können die alten Fundaments Mauern sowie die Grundmauern des Kellers beim Wiederaufbau nicht mehr benutzt werden Der Abbruch der noch vorhandenen alten Gartenmauer und das Wegräumen der Steine und von Schutt sowie der Aufbau einer neuen Mauer für den ihm verbleibenden Teil des Gartens hat er auf seine Kosten übernommen Er hat auf alle Nebenvergütung verzichtet daher erscheint auch mir das von ihm geforderte Pauschal Quantum von 375 Rth nicht zu hoch zu sein zumal er noch 225 Rth unter der veranschlagten Taxe von Kaweran geblieben ist Die Kostenanschläge der Wasser Reservoirs vom Bauinspector Kaweran sind übrigens noch nicht eingegangen Sämtliche Beteiligten sind über dem Inhalt der Allgemeinen Feuerpolizei Ordnung vom 30 11 1841 und der Verordnung der Königl hochlöblichen Regierung Seite 56 vom 30 12 1834 die Einhaltung der Bau Consense genehmigungen betreffend erinnert und verpflichtet Ich werde streng darauf achten daß hiernach verfahren wird Schließlich bemerke ich noch daß ich die mit der Verfügung vom 11 3 d J übersandten Anlagen und beide Zeichnungen vorläufig noch zum nötigen Gebrauch zurück behalten habe Der Amtmann Ohm An den Königlichen Landrat Herrn Freiherr von Grüter Hochwohlgeboren Mark Seite 57 Die Regierung schreibt an den Landrat v Grüter 10 5 1847 linker Randvermerk von Landrat Grüter 19 5 1847 Schnellstens an Herrn Amtmann Ohm zur schleunigsten Erledigung der betr Verfüg und Anzeige der Hinderungsgründe Termin 8 Tage Mark 19 5 47 v Grüter Erste Erinnerung Der Erledigung unserer Verfügung vom 8 4 d J Nr 1037 P betreffend das für den Wiederaufbau des abgebrannten Teils der Stadt Ibbenbüren zu bewilligende Gnadengeschenk sehen wir binnen 14 Tagen entgegen Münster den 10 5 1847 Königliche Regierung Abtlg des Innern Notze An den Herrn Landrat Frhr v Grüter Hochwohlgeb zu Mark Cito schnell Seite 57 u 58 Untervermerk Der Landrat antwortet der Regierung 29 5 1847 Zur Regierung Das Gnadengeschenk zum Wiederaufbau des abgebrannten Teils der Stadt Ibbenbüren läßt sich wie ich im Schreiben vom 8 4 47 Nr 1037 P und in der Erinnerung vom 10 d J v s p Nr 1037 P gef angegeben habe nicht eher mit Erfolg erbitten als daß die Beschlüsse über die zur Sanierung der Stadt notwendigen Wasser Reservoirs vorliegen Der Herr Bauinspector Kaweran hat die Anfertigung der Reservoirs übernommen und um Einsendung der Kostenanschläge ersucht Der Amtmann Ohm hat jedoch erwidert was aus der beigefügten Anlage hervorgeht Ich bitte daher gef um Fristbewilligung bis 8 Tage nach dem Erfragen der Kostenanschläge bei dem Amtmann Ohm Mark 29 5 47 v Grüter Seite 58 Der Amtmann Ohm schreibt an den Landrat 27 5 1847 Ihr Schreiben wird brm mit folgender Anzeige gehorsamst wieder vorgelegt Gleich nach Empfang der Eu Hochwohlgeboren verehrlichen brm Vfg vom 30 4 d J Nr 2128 habe ich dem Herrn Bau Inspector Kaweran zu Münster an die schleunige Erledigung der verlangten Kostenanschläge für die beabsichtigte Anlage der Wasser Reservoirs erinnert Was Kaweran hierauf erwidert hat wollen Eu Hochw aus dessen hier beigefügten Schreiben vom 19 u 23 d Mts gefl entnehmen Bis heute habe ich die Kostenanschläge noch nicht erhalten Erst nach Eingang derselben kann ich die allegierte zitierte Verfügung Eu Hochwohlgeb vollständig erledigen Ibbenbüren den 27 5 1847 Der Amtmann Ohm Seite 59 Der Amtmann Ohm schreibt an Landrat v Grüter 22 6 1847 Ibbenbüren den 19 6 1847 br m s f rem Vfg vom 26 4 47 22 6 1847 Herrn Frhr Cito schnell Zur Erledigung der rubrizierten verehrlichen Verfügung verfehle ich nicht unter Remittierung Rückgabe der Vfg mit sämtlichen Anlagen die Abschätzungs Verhandlungen über die von der Witwe Stern und dem Färber Goldbeck zur Erweiterung der Kützelbachstraße abgetretenen Grundflächen und die nunmehr vom Herrn Bauinspector Kaweran eingegangenen Kostenanschläge und Zeichnungen über die anzulegenden Wasser Reservoire gehorsamst zu überreichen Auch eine Zusammenstellung sämtlicher Kosten füge ich bei Über die vom Kaufmann Hofschulte Feldmann und dem Lefmann Erwald Dreker wegen Verbreiterung der Chaussee Straße abzutretenden Grundflächen ist bereits auf Antrag der Chaussee Bau Verwaltung eine gerichtliche Abschätzung vorgenommen worden und sie liegt dieser Behörde vor Seite 60 Die beiden Taxatoren waren sich über die Entschädigungs Summe der abzutretenden Grundflächen einig und der Freise war mit der von ihnen ermittelten Summe zufrieden Bezüglich der Mehrforderung des Freise wegen der von ihm aufzuführenden Fundaments und Kellermauern sowie der von ihm neu zu errichtenden Mauer um den ihm verbleibenden Teil des Gärtchens und wegen des Verlustes von 16 Obstbäumen habe ich die Wahl eines Obmanns durch die beiden Taxatoren im vorliegenden Fall nicht für nötig erachtet denn dadurch konnten keine Vorlagen entstehen Ich muß ich gehorsamst beantragen daß die Erweiterung resp Verlegung der Chaussee Straße schleunigst vorgenommen wird So wie die Straße jetzt ist lassen lange Stücke Bauhölzer die Straße fast gar nicht oder nur mit Lebensgefahr für Mensch und Vieh passieren Seite 61 Der Freise muß den Bauplatz aufräumen lassen und die schöne Jahreszeit zum Wiederaufbau des Hauses sollte er nicht vorbeistreichen lassen Auch die Eingesessenen beklagen sich bitter darüber daß die schon seit drei Jahren 1844 wegen der geplanten Verlegung der Chausse Straße vor ihren Häusern gelagerten Steine und der Sand der sich täglich durch Wind und Wetter vermindert zum größten Nachteil ihrer Häuser noch immer nicht verwendet und fortgeschafft wurden Die Liquidation des Bau Inspectors Kaweran von 16 Rth lege ich gehorsamst bei Der Amtmann Ohm An den Königl Landrat Herrn Freiherr von Grüter Hochwohlgeboren Mark Seite 62 ist leer Seite 63 19 6 1847 Zusammenstellung der Kosten über die Verbreiterung der Kützelbachstr der Verlegung der im Chaussee Zuge von Ibbenbüren nach Saerbeck liegenden sogenannten Münsterstraße und der in der Stadt Ibbenbüren anzulegenden Wasser Reservoirs A Name der Liquidanten Geldempfänger B Gegenstand der Entschädigung resp Kosten der neu auszuführenden Arbeiten C Betrag Gegenstand der Entschädigung resp Kosten der neu auszuführenden Arbeiten für den Färber Goldbeck Für abzutretende 1 Ruthe 62 Fuß Grundfläche wegen Verbreiterung der Kützelbachstr für die Witwe Stern dgl 3 Ruthen 38 Fuß dazu Entschädigung für neue Obstbäume für vier Wasser Reservoirs in der Stadt Ibbenbüren für Wilhelm Freise dgl 20 Ruthen dazu Anlegung neuer Fundamente und Kellermauern für das neu zu erbauende Haus und die Aufrichtung einer neuen Mauer in dem ihm verbleibenden Teil des Gärtchens und Verlust von 12 Obstbäumen Ibbenbüren den 19 6 1847 Der Amtmann Ohm Seite 64 Der Landrat v Grüter schreibt an die Regierung 3 7 1847 Mark den 3 7 1847 Ausführung des Retablissements Plans der brandbeschädigten Stadt Ibbenbüren Die Vermittlung eines Allerhöchsten Gnadengesuchs zu diesem Zweck und Vfg vom 27 12 u 8 4 d J nebst 4 Anlagen Nach dem Plan zum Wiederaufbau der am 24 9 durch Brand stark beschädigten Stadt Ibbenbüren sind u a a die Erweiterung der Straße an dem abgebrannten Haus Freise und b die Anlegung von Wasser Reservoirs für dringend notwendig erachtet worden Die Erweiterung der Straße am Haus Freise ist wie der Plan ergibt schon deshalb unausweichliches polizeiliches Bedürfnis weil die Biegung der Straße an dieser Stelle Seite 65 fast einen rechten Winkel hat was die Passage gefahrdrohend macht Berücksichtigt man daß diese Straße einen Teil der Münster Osnabrücker Staats Chausseee bildet und daß sie ganz vorzüglich stark durch Kohlenfuhrwerke befahren wird ergibt sich daß es im Interesse der öffentlicchen Sicherheit liegt diese gefährliche Stelle im Retablissements Plan ganz besonders zu beachten ist Neben der Ausführung dieser Erweiterung liegt der Kostenanschlag des Bauinspectors Kaweran vom 22 3 nebst Situationsplan an und betragen die Kosten der zu 780 Rth veranschlagten Grundbedingungen 425 Rth 7 Sgr An Grund Entschädigungen werden dann aber noch zu zahlen sein a an Freise nach dessen beiliegender protokollarischer Erklärung v 21 4 375 Rth b an Witwe Stern nach der protokollarischer Erklärung vom 13 4 40 Rth 19 Sgr 2 Pfg c an Färber Goldbeck nach prot Erklärung vom 13 4 Seite 66 Folglich werden an Grundentschädigungen zu zahlen sein 429 Rth 28 Sgr 4 Pfg Es würden sich also die Gesamtkosten auf 855 Rth 15 Sgr 10 Pfg belaufen Der zweite bereits genannte Punkt ist die Anlegung von Wasser Reservoirs zum besonderen Schutz der Stadt bei einem ausbrechenden Brand Auch hier hat der Bauinspector Kaweran auf meine Veranlassung einen Situationsplan sowie einen Kostenanschlag uind die Zeichnung von zwei Reservoirs angefertigt Sie werden durch unter dem Straßenpflaster liegende verdeckte Kanäle gespeist die wiederum an den anderen Stellen mit den ersteren Kanälen in Verbindung stehen Dadurch betragen die Anlegungskosten zur Ausführung dieser beiden Anlagen 1220 Rth Seite 67 Es werden in runder Summe nach den Kosten Anschlägen mehr als 2080 Rth erforderlich sein Die beiden Resevoirs welche in runder Summe nach den Kostenanschlägen etwa 2080 Rth erfordern sind nur ungefähre Kosten der Ausführung Zur Ausführung des ersten Reservoirs besteht auch das Interesse des Wegbau Fiscus der schon in Ausführung des Münster Osnabrücker Plans die Beseitigung der bisherigen scharfen und nicht ungefährlichen Biegung wünscht Ím Übrigen auch aber das Interesse einzelner Personen in den Anlagen nicht und erhält hieraus daß dieselben öffentlich Kosten unter Concurrenz des Plans zur Ausführung gebracht werden können Ich erlaube mir zur besseren Begründung meines Antrags vorauszuschicken daß der Chausseebau Fiskus sich zur alleinigen Übernahme Seite 68 der Kosten für die Anlage A bereit finden lassen wird Dann würde die Gemeinde Ibbenbüren noch immer die Kosten für die Anlage B die zu 1220 Rth veranschlagt sind beschaffen müssen Der Haushalt der Gemeinde Ibbenbüren ist indessen derzeit in einer keineswegs erfreulichen Lage und zur Bestreitung dieser bedeutenden Summe durchaus ganz außerstande Daher erlaube ich mir den Antrag zu stellen die voraussichtlichen 1220 Rth Kosten zur Ausführung der Anlage B der Gemeinde Ibbenbüren als allerhöchstes Gnadengeschenk zu gewähren Die Kosten der Anlage A aber soll der Chausseebau Fiskus übernehmen Eventuell können diese Kosten ebenfalls als Gnadengeschenk für die Gemeinde Ibbenbüren vermittelt werden Zur Motivierung Begründung dieses gehorsamsten Antrags Seite 69 habe ich noch folgendes anzuführen Ich habe mich bereits bemüht nachzuweisen daß die besagten beiden Reservoirs nur auf öffentliche Kosten zur Ausführung gebracht werden können weil das Privat Interesse an den Anlagen nicht direkt konkurriert Der öffentliche Fonds der für die Kosten aufzukommen haben würde wäre die Gemeindekasse der Stadt Ibbenbüren Es bedürfte nur noch des Nachweises daß die Gemeindekasse zur Bestreitung der Kosten völlig außerstande ist weil dann die Ausführung der Reservoirs unterbleiben muß wenn sie für den dazu erforderlichen Fonds nur nur zu beschaffen hätte Seit einer Reihe von Jahren befindet sich der Gemeindehaushalt in aussichtsloser Lage Seite 70 wie aus den bisherigen Gemeinderechnungen und aus den alljährlichen Übersichten über die finanziellen Verhältnisse der Gemeinde bereits zu Genüge bekannt ist Der Grund dieser mißlichen Haushaltslage liegt zum größten Teil an der bisherigen Gemeindesteuer Aufbringung Die Besteuerung ist wegen der zwischen Stadt und Landgemeinde Ibbenbüren ungetrennten Grundsteuer Mutterrolle Maßstab für die Besteuerung der Grundstücke mangelhaft Die Folge dieses Übels war daß die Stadt ihren Jahres Steuerbedarf nicht vollständig erhielt daß die Rechnung von Jahr zu Jahr mit einem steigenden Etat abschloß der bis einschließlich 1844 die Höhe von 2008 Rth 21 Sgr 11 Pfg erreicht hatte Erst die Übersicht der Finanzverhältnisse Seite 71 von 1845 wo der vorgenannte Betrag in Spalte 18 enthalten ist beseitigt diesen Mangel Zwar besteht Aussicht den bedeutenden Vorschuß durch Erstattungen die seitens der im Stadtbezirk vorhandenen Reserven erfolgen werden zu decken Es wird jedoch noch eine geraume Zeit vergehen ehe diese Deckung erreicht sein wird in dieser Beziehung siehe Bericht vom 19 4 Die Grundsteuern die bisher in der politische Gemeinde Stadt Ibbenbüren erhoben wurden oder noch erhoben werden betragen 1847 durchschittlich ca 25 der Staatssteuern Im Jahre 1846 haben die Grundsteuern durchschnittlich 35 der Staats Steuern betragen Dazu kommt daß die Eingesessenen von Ibbenbüren sehr hohe Jahresbeiträge für den Fiskus zu entrichten haben was namentlich für die zur Stadt gemeinde gehörigen Eingesessenen gilt Ich glaube die Leistungen der städtischen Eingesessenen nicht zu überschätzen wenn dieselben zwischen 50 bis 60 der jährlichen Staatssteuern aufbringen Seite 72 Zieht man die großen Verluste in Erwägung welche die einzelnen Individuen beim Brand erlitten haben die auch in einer Reihe von Jahren nicht ausgeglichen sein werden erwägt man ferner daß auch die Nicht Geschädigten durch ihren Mit Einsatz bei den Unglücksfällen notwendig mitgelitten haben dürfte es erwiesen sein daß die Gemeinde Ibbenbüren zur Beschaffung der erforderlichen Barmittel für die Reservoirs A und B außerstande ist Es dürfte daher mein oben gestellter Antrag motiviert begründet erscheinen Schließlich erlaube ich mir noch anzuführen daß die Stadt Ibbenbüren Seite 73 eine Klassensteuer nach der festgestellten Hebeliste pro Jahr von 1276 Rth 15 Sgr aufzubringen hat Das Gewerbesteuer Fixum ist mir aus den Akten nicht bekannt da die Stadt Ibbenbüren zur dritten Gewerbesteuer Abteilung gehört Die Grundsteuer aber kann nicht angegeben werden weil die Stadt Ibbenbüren mit der gleichnamigen Landgemeinde eine gemeinschaftliche Mutterrolle und Heberolle hat Diese Heberolle kann zur Zeit wegen des noch fehlenden lokalen Grenzzuges nicht getrennt werden Die Grundsteuer oder der Katastral Reinertrag lassen sich daher nicht korrekt angeben von Grüter Seite 74 Schreiben der Regierung an Landrat v Grüter 31 7 1847 Euer Hochwohlgeb veranlassen wir den vom Bauinspector Kaweran entworfenen ausführlichen Situationsplan über die Umlegung der Straße vor dem Haus Freise der Ihnen mit unserer Verfügung vom 8 4 zugestellt wurde der aber Ihrem Bericht vom 3 7 nicht beigelegen hat uns umgehend wieder einzureichen Münster den 31 7 1847 Königl Regierung Abtlg des Innern v Notze An den Kgl Landrat Herrn Freiherr v Grüter Hochwohlgeb zu Mark Nr 2338 I P Herrschaftl Polizeisache eilig Vermerk Landr v Grüter Auftrag an Cione junior Den beigefügten Situationsplan der Kgl Regierung mit Bericht in Eile vorzulegen und zu bitten das Versehen der Kanzlei entschuldigen zu wollen Mark 4 8 1847 v Grüter Seite 75 Die Regierung schreibt an v Grüter 6 9 1847 Auf den Bericht vom 3 7 und 4 8 benachrichtigen wir Euer Hochwohlgeb daß wir bei der projectierten Erweiterung der Münster Osnabrücker Straße in der Stadt die Bewilligung eines Allerhöchsten Gnadengeschenks von 980 Rth höheren Orts beantragt haben Den Antrag auf Gewährung einer Unterstützung wegen der Anlegung von Wasserbehältern hielten wir nicht geeignet nach den festgestellten Grundsätzen zur Befürwortung bei der Bewilligung von Retablissements Unterstützungen bei Brandschäden Wir geben euer Hochwohlgeb vorläufig hiervon Kenntnis um Sie in den Stand zu setzen die anderweitig etwa nötigen Anordnungen schon jetzt treffen zu können Die Anlagen ohne den Situationsplan und ohne den Kostenanschlag für die Erweiterung der Straße die wir unserem Bericht an das Königl Ministerium des Innern beigefügt haben senden wir Ihnen zurück Randvermerk von Grüter die Anlagen muß Ohm zurückgehalten haben Seite 76 Münster den 6 9 1847 Königl Regierung Abtlg des Innern v Notze An den Herrn Landrat Freiherr von Grüter Hochwohlgeboren zu Mark Vermerk von Landrat v Grüter B r m eilig an Herrn Amtmann Ohm zu Ibbenbüren zur Kenntnis und weiteren Veranlassung Mark 17 9 1847 Der Landrat Freiherr von Grüter Seite 77 Amtmann Ohm schreibt an den Landrat 9 10 1847 Vorgang wird br m mit folgender Anzeige gehorsamst wieder vorgelegt Die Ausführung des projectierten Baues mehrere Kanäle und Wasserbehälter in Ibbenbüren wie sie der Plan des Kaweran enthält und der Kostenanschlag zum Gesamt Betrag von 1220 Rth übersteigen ganz und gar die Geldkräfte der Stadtgemeinde Sie hat keine Fonds dafür die Aufbringung oder Aufnahme dieses Kapitals würde die ohnehin stark verschuldete und in Anspruch genommene Gemeinde zu sehr drücken Die Stadtverordneten haben aus diesem Grund die Anlagen in der projektierten Art abgelehnt Inzwischen sind bereits andere notwendige Wasser sammel behälter angelegt worden und zwar an der Nordseite der Stadt ein ganz neuer Brunnen ein beständiges Wasser Volumen von 225 Kubikfuß enthaltend sowie an der Westseite bei der neuen katholischen Schule Roggenkampstr wurde ebenfalls ein sehr wasserreicher Brunnen in diesem Sommer mit erheblichen Kosten angelegt Ich werde darauf Bedacht nehmen soweit die Geldkräfte der Gemeinde es zulassen auf eine weniger kostspielige Weise an geeigneten Punkten in der Stadt noch mehr Wasser Sammelbehälter anzulegen Die beigefügten Anlagen habe ich zu meinem weiteren Gebrauch zurückbehalten Ibbenbüren den 9 10 1847 Der Amtmann Ohm Seite 78 Landrat v Grüter schreibt an Amtmann Ohm 24 9 1847 An Herrn Amtmann zu Ibbenbüren Mit Ihrem Bericht vom 19 6 haben sie eine Liquidation des Bau Inspectors Kaweran für die Anfertigung des Entwurfs und des Kostenanschlags von Wasserbehältern und Reservoires Reservoirs werden durch unter dem Straßenpflaster liegende verdeckte Kanäle gespeist in Ibbenbüren zum Betrag von 16 Rth vom 16 6 vorgelegt Diese Rechnung ist dem Kaweran aus der städtischen Communal Kasse sofort zu honorieren sie wird Euer Wohlgeboren zur gefl Bewertung vorgelegt Haus Mark 24 9 47 von Grüter Seite 79 Die Regierung schreibt an Landrat v Grüter dieser leitet das Schreiben an den Amtmann Ohm 25 10 1847 In Verfolg unserer Verfügung vom 6 9 wird Euer Hochwohlgeb vorläufig eröffnet daß infolge des Ministerial Berichts vom 16 d Mts wegen Bewilligung eines Gnadengeschenks für die durch Brand beschädigte Stadt an die Königl Majestät berichtet wurde und die Allerhöchste Entscheidung abgewartet werden muß Münster den 25 10 1847 Königl Regierung Abtlg des Innern v Notze An den Herrn Landrat Freiherr von Grüter Br m sfr an den Herrn Amtmann Ohm zur Kenntniß Mark 30 10 v Grüter Nach Abschriftnahme zu den hiesigen Akten brm gehorsamst wieder vorzulegen Ibbenbüren den 3 11 Der Amtmann Ohm Seite 80 Der Finanzminister von Duesberg Berlin schreibt an die Regierung in Münster 10 11 1847 Aufgrund der in beglaubigter Abschrift beigefügten Allerhöchsten Order vom 25 10 wird die General Staatskasse angewiesen die wegen Verbreiterung der durch die Stadt Ibbenbüren führenden Staatsstraße Münster Osnabrück anläßlich der Wiederherstellung bewilligten 980 Rth 17 Sgr 6 Pfg an die Regierungs Hauptkasse zu Münster zur weiteren Veranlassung zu überweisen Berlin den 10 11 1847 An die General Staatskasse in Berlin Abschrift hiervon zur Nachricht Berlin den 10 11 1847 Der Finanzminister gez von Duesberg Die Abteilung des Innern Münster schreibt an die Königliche Regierung zu Münster An die Königl Regierung zu Münster Abschrift zur vorläufigen Kenntnisnahme in Verfolg unserer Verfügung vom 25 10 mit Vorbehalt weiterer Anweisung von Geld bei Eignung der zu erwartenden Entscheidung auf den an das Königliche Ministerium des Innern am 6 9 1847 von uns erstatteten Bericht Münster den 19 11 1847 Königl Regierung Abteilung des Innern von Notze Kopie des Schreibens an den Landrat An den Herrn Landrat Freiherrn von Grüter Hochwohlgeboren zu Mark Der Landrat gibt das Schreiben an den Amtmann Ohm Br m sfr an den Herrn Amtmann Ohm zur Kenntniß Mark 22 11 v Grüter Seite 81 Der Amtmann Ohm schreibt darauf an den Landrat Nach Abschriftnahme zu den hiesigen Akten gehorsamst wieder vorzulegen Ibbenbüren den 7 12 Der Amtmann Ohm Seite 82 Kuvert in Ibbenbüren abgestempelt An den Königlichen Landrath Ritter p p Freiherr von Grüter Hochwohlgeboren zu Mark Seite 83 Die Regierung schreibt an Landrat v Grüter 26 11 1847 In Verfolg unserer Verfügung vom 19 11 betreffend die Verbreiterung der durch Ibbenbüren führenden Straße von Münster nach Osnabrück übersenden wir euer Hochwohlgeboren 1 Abschrift eines Erlasses des Königl Ministers des Innern vom 15 11 2 den Kosten Anschlag vom 22 3 nebst Situationsplan mit dem Bemerken daß die bewilligte Summe von 980 Rth 17 Sgr 6 Pfg in folgende Teile zerfällt a für auszuführende Arbeiten und Material b für die Grund Entschädigung des Freise c dto des Lefmann d dto des Hofschulte Die Ausführung der Sache dürfte der Gemeinde Ibbenbüren überlassen sein Am einfachsten ist sie dadurch zu bewirken daß mit Freise Lefmann und Hofschulte Verträge über die Abtretung von Grund und Boden und die Versetzung der Gartenmauern so geschlossen werden daß ihnen die im Kostenanschlag angegebenen Beträge zugesichert werden Die Zahlung wird verbürgt sobald der Abbruch der Mauern und die Abtretung von Grund und Boden Seite 84 an die Gemeinde Ibbenbüren erfolgt ist und wenn die Legitimation zur Entgegennahme des Geldes nachgewiesen ist Wünscht die Gemeinde daß die Verlegung der Kanäle oder die Pflasterung durch einen Unternehmer bewirkt wird der das Pflaster für den Fiskus herstellen soll sind wir gern bereit das Weitere zu veranlassen eventuell die Zahlung zu leisten sobald uns der Revisions Kostenanschlag über die in Rede stehenden Arbeiten zugegangen ist Über das Resultat der Verhandlungen mit Freise Hofschulte und Lefmann unter Vorlegung der Verträge erwarten wir sobald wie möglich Anzeige Münster den 26 11 1847 Königl Regierung Abtlg des Innern von Notze An den Herrn Landrat Freiherrn von Grüter Hochwohlgeboren zu Tecklenburg Seite 85 Das Ministerium des Innern Berlin schreibt an die Regierung in Münster 15 11 1847 Um der im September 1846 durch eine Feuersbrunst betroffenen Stadt Ibbenbüren wegen des Retablissements die wünschenswerte Verbreiterung der durch die Stadt führenden Staatsstraße von Münster nach Osnabrück bei den abgebrannten Häusern der Bürger Freise Hofschulte und Lefmann möglich zu machen haben des Königs Majestät mittelst allerhöchster Ordre vom 25 10 1847 für diesen Zweck die Summe von 980 Rth 17 Sgr 6 Pfg zu bewilligen geruht Indem die Königl Regierung benachrichtigt wird erhält Sie zugleich den Auftrag die Allerhöchst bewilligte Summe der Regierungs Hauptkasse zu Münster zur weiteren Verrechnung zu überweisen in Verfolg des Erlasses vom 16 10 1847 und bei Rücksendung der Anlagen des Berichts vom 6 9 1846 mit dem Bemerken daß die General Staatskasse seitens des Herrn Finanzministers am 10 11 1847 angewiesen worden ist für die richtige Verwendung der 980 rth 17 Sgr 6 Pfg zu sorgen Berlin den 15 11 1847 Ministerium des Innern I Abtheilung von Manteuffel An die Königl Regierung zu Münster Seite 86 Landrat Grüter schreibt an die Regierung 15 12 1847 Zur Regierung Verbreiterung der Straße von Münster nach Osnabrück in der Stadt Ibbenbüren Zu 26 11 bzw 4 12 Nr 3163 I B Indem ich der Königlichen Hohen Regierung meinen gehorsamsten Dank für hochgeehrte Vermittlung des allerhöchsten Gnadengeschenks zur Verbreiterung der Straße in Ibbenbüren dazubringen mich beehre erlaube ich mir die Anzeige daß der mit dem Kostenanschlag vom 22 3 zugesandte Situationsplan nach Rücksprache mit dem Amtmann Ohm uns nicht befähigt die abzutretenden Grundstücke genau festzustellen Die Königl Bauverwaltung hat wie ich annehme einen Situations Plan in größerem Maßstab über die abzutretenden Grundstücke und die Richtung der zu verlegenden und zu verbreiternden Straßenstücke Ich bitte gehorsamst um dessen hohe Zusendung falls nicht noch speziellere Situationspläne zum Kostenanschlag vom 22 3 gehören sollten was unter Nr III auf dem anliegenden Plan vermutet wird Seite 87 Da es bei den Grundflächen die gegen Entschädigung abgetreten werden und bei der Feststellung der Straßenrichtung auf große Genauigkeit ankommt erlaube ich mir die Bitte diese Messungen und Abtrennungen durch den Herrn Wegebaumeister vornehmen lassen zu wollen da die Straße als Königliche Straße anzusehen ist Aus diesem Grund wird die Gemeinde mir und ihrem Amtmann Consens wünschen daß die Kanäle und die Pflasterung durch denjenigen Unternehmer gemacht werden der das fiskalische Pflaster herstellen soll Doch behalte ich mir eine Abrechnung anhand eines übersichtlicheren Situationsplans gehorsamst vor Mark 15 12 1847 von Grüter Seite 88 Die Regierung schreibt an Landrat v Grüter 5 1 1848 Auf den Bericht vom 15 12 1847 eröffnen wir euer Hochwohlgeboren daß der Wegebaumeister Oncken angewiesen ist sich der Vermessung der zur Straßenverbreiterung in Ibbenbüren erforderlichen Grundflächen zu unterziehen die Vermessung durchzuführen sobald Amtmann Ohm den Oncken in Kenntnis gesetzt hat daß die von der Stadt mit Freise Lefmann und Hofschulte zu pflegenden Verhandlungen bis zum förmlichen Vertrags Abschluß gediehen sind Der hier vorliegende größere Situationsplan wird mit sämtlichen Beilagen zurückgesandt Münster den 5 1 1848 Königl Regierung Abtlg des Innern v Notze An den Königl Landrat Herrn Freiherr von Grüter Hochwohlgeb zu Mark Vermerk dazu von Grüter 12 1 1848 Mit allen Beilagen br m sfr an Herrn

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze16.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive


  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Die Apostelbilder und die Stifterbilder von Ibbenbüren
    Sohn Wilfried Knebel und sein Bruder spielten mit den Bildern auf dem Dachboden und bauten sich daraus Buden 1949 wählte Pastor Knebel zwei Bilder aus um sie beim Landeskonservator in Münster begutachten zu lassen Nach Genehmigung durch den Kirchenrat fuhr der Pastor mit dem Bauunternehmer Karl Schäfer mit dessen Mercedes nach Münster zum Landesmuseum Nach dem Urteil der Fachleute in Münster wurde den Bildern kein großer Wert beigemessen außerdem waren sie stark renovierungsbedürftig Der Pastor war mit dem Urteil der Gutachter nicht zufrieden Eines Tages kam der Malermeister Walter Kersting aus Münster der mit der Familie Knebel befreundet war nach Ibbenbüren Er hat sich die Bilder angesehen und zwecks Renovierung mit nach Münster genommen Er hatte einen guten Ruf als Malermeister und Fachmann für Restaurierungen von Bildern Nach einem Jahr bekam der Pastor die fertigen Bilder zurück sie waren gereinigt und erstrahlten in neuem Glanz es war reichlich Farbe aufgetragen worden Pastor Wilhelm Knebel war nicht ganz glücklich über das Ergebnis und meinte ob der Kersting wohl was dazu gemalt hat Die Tafeln kamen dann auf den Spitzboden der ehemaligen Garage am Pfarrhaus und der Pastor hat sie in Stroh und Tücher eingewickelt Nachdem 1955 das alte Gemeindehaus an der Schulstraße abgebrochen war entstand hier 1956 das neue Gemeindehaus Die Stifterbilder wurden dann im neuen Gemeindehaus aufgehängt Sie sollten zu einem späteren Zeitpunkt in die Kirche gelangen das lehnte Pastor Knebel jedoch ab Es war etwa 1962 da kam sein Amtsbruder Pastor Bastert und sah sich die Stifterbilder an Er setzte sich dafür ein dass sie wieder in die Kirche kommen Sie schmückten danach die Stirnwand der Orgelempore Um 1965 gab es ein Gespräch zwischen Pfarrer Heufers und Pastor Knebel der die Bilder der katholischen Kirche anbot weil sie der damals noch katholischen Kirche von katholischen Colonen und Bürgern gestiftet worden waren daraus wurde jedoch nichts Sie blieben in der Christuskirche bis zum Umbau mit der Entfernung der Empore 1967 68 Danach fanden sie ihren Platz in den Seitenschiffen und im Chorraum 2012 hat man sie wegen der aktuellen Renovierungsarbeiten ausgelagert 3 Gespräch W Suer mit Pastor Johannes Lammers 2010 zitiert und von ihm genehmigt Die Apostelbilder sind aus dem 17 Jahrhundert etwa 1650 bis 1690 Sie entstammen dem Umfeld von Peter Paul Rubens gemalt von Rubens Schülern und sie gehören zur Flämischen Schule Sie stammen von verschiedenen Malern und sind von hoher Qualität Der Bruder von Pastor Lammers fand die Apostelbilder 1969 auf dem Dachboden des katholischen Pfarrhauses sie schmückten wohl bereits die alte Fachwerk Kirche Es gab einen Leitz Ordner Inneres der Kirche u des Pfarrhauses darin sind vom Landesmuseum Münster Expertisen gefertigt anläßlich der Restaurierung der Bilder Auf der Rückseite eines Bildes findet sich der Restaurierungs Vermerk restauro et renovo 1971 CH In diesem Gutachten werden auch die Attribute der Apostel erläutert Der Ordner ist nicht auffindbar er ist nicht im Kirchenarchiv u nicht bei Pastor Elpers Das Bild des Apostels Siemon hat Pastor Lammers bei einem Restaurator in Rheine in Auftrag gegeben die Arbeit war nicht

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze19.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Jüdische Familien in Ibbenbüren
    Str 6 Winkler David u Hildegard Dr med u Paula geb Hergershaus M Bahnhofstraße 16 Haus links Rosenthal Paul J Bahnhofstr 21 Bahnhofstr 3 zwischen Ohlemeyer und Nolte Kaufmann Julius Vorsteher der jüd Gemeinde Kaufmann Manufakturwaren W Nicht auf dem Stadtplan Gartenstraße 33 Gartenstraße 1 Haus in der Bildmitte Rosenthal Josef Kaufmann O Große Straße 38 Das hell verputzte Haus Rosenthal Josef R Große Straße 55 Fachwerkhaus links Löwenstein Louis Händler Bertha Johanna geb Jacobs Mathilde Rosa S Große Straße 69 Haus in der Bildmitte Ackermann Erwin Abrahamsohn Paul Rosenthal Erich G Münsterstraße 2 Haus in der Bildmitte Winkler Isaak Metzgermeister E Münsterstraße 3 Haus rechts Alte Synagoge P Nordstraße 4 in 1905 Haus in der Bildmitte Löwenstein David Viehhändler u Grete u Henning u Herta u Johanne Q Nordstraße 5 Rosenthal Else u Josef u Josefine geb Epstein u Karl u Leopold u Reinhard N Oberer Markt 5a Am Markt 9 Rosenthal Alfred Schriftsetzer K Oststraße 6 Goldschmidt Fedor Viehhändler Ella geb Spanier V Nicht auf dem Stadtplan Planestraße 15 bis 1930 Planestraße 20 ab 1930er Jahre Guhe Cohen Ellen Hermann Meta geb Rosenthal Cohen Richard Hausschlachterei Kein Bild I Poststraße 8 Poststr 2 Drittes Haus von links Rosenthal David u Ella u Ernst u Harri u Heinrich u Ilse u Regina U Nicht auf dem Stadtplan Püsselbürener Damm 47 a Diekmann Klara C Roggenkampstraße 23 Haus rechts Hantelmann Rosenthal Selma B Schulstraße 6 Ringstraße 6 Rosenthal Vorname Meyer Viehhändler u Karl u Rika A Schulstraße 8 Synagoge L Teutoburger Str 1 Ostfeldmark 3 Kleines Wohnhaus rechts Rosenthal Leopold Viehhändler H Unterer Markt 2 Zweites Haus von links Heute Douglas Löwenstein Julius Kaufmann verh mit Eleonore Löwenstein Manufaktur und Textilwaren Löwenstein Sally verh mit Bertha geb Elsberg Löwenstein Emma geb Poppert Löwenstein Manfred Löwenstein Siegfried D Unterer Markt 10 Brunnenstr 13 Haus Fleischerei Sandmann Goldschmidt Sally Metzgerei u Johanna Rosenthal geb Moses Goldschmidt Josef Metzger und Rosalie geb Moses Walter Kiki Goldschmidt Metzger Die Familie Cohen ist in den Adressbüchern nicht verzeichnet In den Unterlagen von Frau Althoff und Herrn Jarminowski wird die Planestr 15 als Adresse von Cohen um 1930 genannt Das Haus Guhe hatte 1930 die Nr 15 es hat seit 1939 die Nr 22 Um 1935 erfolgte in der Planestr eine neue Numerierung Fotos Stadtmuseum Ibbenbüren Werner Suer Sammlung Klaus Dreverhoff Archiv IVZ Adressbuch von 1939 Keine jüdischen Familien mehr in Ibbenbüren Straße und Eigentümer Bachstr 6 Kayser Bahnhofstr 16 Bolte Durchgang vor Scholmeyer Gartenstraße 33 Schuldt Große Str 38 Lindhaus 1952 Maler Wesselmann Große Str 55 Bornholt Str Kreuzung Große Str 69 1952 Quindt Tankstelle Münsterstr 2 Börgel Metzgerei Nordstr 4 Haermeyer hinter Pastorat Nordstr 5 Keller Oberer Markt 5a Bosse Schuhmacher Hinterhaus von Hoffschulte Planestr 22 Guhe Cohen Poststr 8 Pelken Püsselbürener Damm 47 Görke Fahrschule Roggenkampstr 23 Hantelmann Eckhaus Schulstr 10 Schulstr 6 Leerstand Schulstr 8 Garagen Teutoburger Str 1 Schreck Unterer Markt 10 Sandmann Menssen Unterer Markt 2 Werner Thimme Douglas Wo sind sie geblieben Jüdische Bürger in Ibbenbüren Liste als Word

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze20.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Drei-Hasen-Stein im Groner Wald
    der drei Hasen abgebildet sind Der Geschichte dieses Steines soll hier nachgegangen werden Foto IVZ mazz TV Es handelt sich um den Drei Hasen Stein mit dem Markenzeichen der Stärkefabrik Deiters 1929 kaufte die Firma Deiters das Gut Grone Langewiese mit den Wäldern im Groner Wald um ausreichend Wasser für den Betrieb der Fabrik aus den wasserführenden Schichten fördern zu können 1930 wurde die Feldstein Pyramide von Egon Holzapfel dem Sohn des Försters von Gut Langewiese aus Steinen die sich in der Umgebung fanden lose aufgerichtet Nachdem Unbekannte kurze Zeit später das Werk zerstört hatten erwies es sich als notwendig die Steinpyramide mit Mörtel zu stabilisieren in diese Pyramide wurde dann die Drei Hausen Tafel aus gebranntem Ton eingelassen Foto Werner Suer Mittlerweile war die alte Tafel so verwittert daß das Motiv kaum noch zu erkennen war Daher wurde überlegt eine neue Tafel anzubringen Christa Stengel und Elke Werremeyer von der Offenen Keramikwerkstatt der VHS Ibbenbüren machten sich ans Werk und schufen die Tafel die seit heute das Denkmal auf dem Berg ziert Auf der Tafel sind drei Hasen so geschickt dargestellt daß statt sechs nur drei Löffel zu sehen sind Die passende Umschrift lautet Drei Hasen und der Löffel drei und doch hat jeder seine zwei Gruppenbild am Drei Hasen Stein Von links nach rechts Gustav Deiters senior Hendrik Schulze Westenhoff Werner Suer und Christa Stengel Foto IVZ mazzTV Bereits 1899 erfolgte die Anmeldung des Warenzeichens mit den drei Hasen beim Kaiserlichen Patentamt Es gibt zahlreiche Vorbilder dieser Darstellung der Hase ist schon seit dem 4 Jahrhundert als Symbol der Auferstehung bekannt Den Christen dient das Motiv seit frühester Zeit als Zeichen der Dreifaltigkeit von Gott Vater Sohn und dem Heiligen Geist Es findet sich in vielen Kirchen im Maßwerk der Fenster Im Paderborner Dom laufen die Hasen im Uhrzeigersinn im Dom zu Münster laufen sie entgegengesetzt ebenso im Zeichen der Stärkefabrik Crespel Deiters Joseph Deiters soll die Idee gehabt haben das Symbol der drei Hasen als Warenzeichen der Weizenstärkefabrik zu verwenden Während einer Predigt im Dom zu Münster entdeckte er das Hasen Symbol im Gewölbe des Johannis Chores und kam auf den Gedanken das Zeichen als Symbol für die Firma zu verwenden Auch an der Gustav Hugo Straße begegnen wir der Drei Hasen Tafel in der Dreihasen Siedlung Sie wurde 1934 für Werksangehörige der Stärkefabrik gebaut Am Eingang der schmucken Siedlung mit den Häusern aus Ibbenbürener Sandstein wurden zwei mächtige Torpfeiler aus Backsteinen errichtet Jeder Pfeiler trägt zur Gravenhorster Straße hin die Drei Hasen Tafel aus gebranntem Ton Auch diese beiden Tafeln waren mit der Zeit stark verwittert so daß Gustav Langkamm und seine Frau Agnes von der Töpfergruppe Dickenberg sich 1990 ans Werk machten und die beiden alten Tafeln durch neue ersetzten Dreihasentor an der Dreihasen Siedlung Foto Brigitte Striehn Baudenkmal Dreihasentor Inventar Nr A 085 eingetragen am 15 11 1988 Schutzumfang komplett Bauwerksklasse Profanes Denkmal Aus einem Zeitungsartikel von 1937 erfahren wir daß es früher einen Dreihasen Spielplatz gab errichtet von der Firma Crespel Deiters Er

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze21.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Kriminalfall Maria Wientjes von 1902
    Wientjes noch etwas eingekauft haben Die anderen waren schon vorgegangen auf dem Kirchwege der von Ibbenbüren auf das Gut Grone über den Berg nach der Ziegelei des Colonen Storck in Dörenthe führt wie die Staatsanwaltschaft später den Fußweg der Mädchen beschrieb Die Kinder wollten an einer Stelle des Weges auf Maria Wientjes warten Doch das ging aus unbekannten Gründen schief und wurde der knapp 13 Jährigen zum Verhängnis Am Dörenther Berg traf sie auf den Mann der sie vergewaltigte und anschließend mit einem Messer brutal ermordete Angeblich soll er 40 mal auf sie eingestochen haben Die Tat muß in der Zeit zwischen 4 und 5 Uhr nachmittags geschehen sein teilte die Staatsanwaltschaft Münster wenige Tage später mit Und weiter Gegen 3 Uhr ist nicht weit vom Tatorte eine Person gesehen worden die vielleicht zu der Tat in Beziehung steht Diese Person wird beschrieben Alter 30 bis 35 Jahre mittelgroß ohne Bart dunkle Joppe großer brauner Hut Fünf Tage später am Morgen des 7 August 1902 wurde Maria Wientjes auf dem Friedhof in Ibbenbüren beigesetzt Aus dem weiten Umkreis waren die Menschen zusammengekommen um ihre Anteilnahme zu zeigen Selbst die Tageszeitung berichtete Sie sprach von einem überaus zahlreichen Grabgeleite und einer innigen Theilnahme welche das herbe Geschick der schwergeprüften Familie bei allen Bewohnern von Stadt und Land hervorgerufen hat Doch noch immer war der Urheber all dieses Jammers von dem der Zeitungsbericht sprach nicht ermittelt Die Polizeibehörden standen unter Druck Zur Beruhigung der Bevölkerung namentlich in den Bauerschaften wäre nichts sehnlicher zu wünschen als eine baldige Festnahme des Täters hieß es in dem Bericht weiter Für Hinweise die zur Ermittlung des Mörders führten hatten Polizei und Staatsanwaltschaft Münster 1000 Mark ausgesetzt damals eine stattliche Summe Viele Verdächtige Eine Frau war am 2 August unweit des späteren Tatortes von einem Unbekannten belästigt worden Sie hatte sich seiner Angriffe erwehren können und galt nun als Hauptzeugin Wenig später musste sie nach Rheda im östlichen Münsterland reisen Dort glaubten die Behörden den Mörder des Mädchens gefasst zu haben In Rheda wurde die Zeugin mit ihm confrontirt wie die Zeitung ihre Leserschaft informierte Und weiter Ferner wird aus dem Kirchspiel Epe berichtet dass am Samstag zwei Mädchen von einem Strolche angefallen und misshandelt worden sind von dem man annimmt dass er mit dem gesuchten Mädchenmörder identisch ist Der Täter war nicht weit Ähnliche Meldungen trafen aus Greven und Hoya ein Doch sie alle entpuppten sich allesamt als Fehlanzeige Auch in Losser einem grenznahen niederländischen Dorf glaubten manche den mutmaßlichen Mörder aufgespürt zu haben Diese Meldung so ließ die Staatsanwaltschaft Münster mitteilen beruhe überhaupt auf Unwahrheit Erst im Mai 1906 fast vier Jahre nach der Tat wurde der Täter aufgespürt nicht in Hoya nicht in Losser und auch nicht in Rheda sondern nebenan in Ibbenbüren Es handelte sich wie der Ibbenbürener Heimatforscher Werner Suer und der Remagener Kriminalhistoriker Udo Bürer recherchiert haben um einen zur Tatzeit 21 jährigen unverheirateten Bergmann der unweit des Tatortes in einem Steinbruch beschäftigt war Die Ermittler hatten dem Mann zuvor bereits

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_22.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Sprengstofflager für die Ibbenbürener Steinbrüche
    Ortschaften fuhr das Fuhrwerk nur unter polizeilicher Begleitung Bei der Anlieferung des Pulvers hielt der Wagen in einer gewissen Entfernung vor der Stadt und zwar zum einen bei Kösters Glashütte für Rohmanns Schwarzpulver und auf der Ledder Straße vor den Toren der Stadt wenn Hoffschulte Pulver bekam Hier wurde das Pulver von den Empfängern entgegengenommen und in das betreffende Pulverhäuschen gebracht Der Pferdewagen wurde vom Polizeidiener von Ibbenbüren und dem Kaufmann Hoffschulte bis zum Welleken zu Fuß begleitet Sprengstofflager von Hoffschulte Das Sprengstofflager von Hoffschulte befand sich einem Gartenhäuschen auf einer Insel nahe der Einmündung Zum Welleken in die Rählege Diese Insel lag in einem Teich Diese Anlage die schon sehr alt ist und von einem Dr Lucassen angelegt sein soll lag in der Niederung neben dem hügeligen Goldacker Der Sohn von Dr Lucassen war 1831 der Justizkommissar Anton Lucassen Ihm gehörte das Haus am Oberen Markt 5 Später erwarb der Kaufmann Hoffschulte das Haus am Oberen Markt 5 Die Anlage von Hoffschulte war ein idyllisches Plätzchen das im Volksmund allgemein als Hoffschulten Welleken bekannt war Die Gräfte von 3 4 m Breite und bis zu 2 m Tiefe rund um die Insel wurde von Grundwasser und einer dort entspringenden Quelle gespeist Früher sagte man Welle zu einer Quelle daher kommt der Name Welleken Die Insel selbst war ein etwa 300 bis 400 qm großes mit Obstbäumen bestandenes Gärtchen Sie war von Erlengebüsch einigen Lärchen und knorrigen Eichenbäumen umgeben Bildunterschrift Die dicke Eiche auf der historischen Postkarte markiert die Stelle wo der Uphof auf die Rählege trifft Dort befand sich Hoffschulten Welleken Foto Archiv Suer Das Gartenhäuschen befand sich gleich hinter der Gräftenbrücke mit dem Eingangstor Als dieser Aufbewahrungsplatz den Sicherheits Vorschriften nicht mehr genügte wurde auf der östlichen Seite der Insel ein massives aus weißen Ziegelsteinen gemauertes Häuschen erbaut

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_23.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Geschichten vom Glücksberg - Bergbau und Sandstein
    Fugen im Mauerwerk sind mit lehmigem Sand gefüllt Der Stollen ist im Vergleich zum Mittelstollen sehr niedrig mit einer Höhe von nur 95 cm und er hat ein starkes Einfallen von etwa 20 Grad fast ein Gefälle wie ein flach geneigtes Dach Er hat eine Breite von 1 45 m bei rechteckigem Querschnitt mit leichtem Gewölbe in der Firste Nach dem Ausbau geht er im Hangenden in das feste Sandsteingebirge über Nach dem 2 Weltkrieg wurden ab 1945 in diesem Bereich in den nach beiden Seiten abgehenden Strecken Restkohlen abgebaut Nach Angaben von Herrn Weingarten brach der Stollen 1948 am Übergang von der Mauerung zum festen Sandstein im Lockergestein auf ca 6 m Länge ein und es entstand die noch heute erkennbare kleine Pinge über dem Stollen die teilweise mit Hausmüll aufgefüllt ist Es gab mehrere Verschüttete auch der Bruder von Helmut Weingarten wurde verschüttet nach 2 ½ Stunden konnten die Bergleute geborgen werden es wurde keiner tödlich verletzt Nach Aufwältigung des Stollens wurde der gefährdete Bereich im sogenannter Türstock Ausbau mit Holzstempeln gesichert 1965 stürzte der Stollen an dieser Stelle erneut ein weil die Stempel inzwischen vermodert waren Nach dem Krieg ist Otto Hoppe vom Püsselbürener Damm mit Alfons Bischof vom Ossenliet manchmal in den Stollen eingefahren bis auf die tiefe Stollensohle Dort floss der Stollenbach Richtung Wolters In der Rösche setzte sich das Ocker ab es reichte manchmal bis zur Firste und es bestand die Gefahr daß das Grubenwasser vom Westfeld nicht mehr abfließen konnte Damit das Wasser ungehindert fließen konnte mussten Otto und Alfons den Schlamm aufwirbeln bzw aus der Rösche schaufeln Um 1957 wurde vor dem Mundloch vom E Schacht durch die Familie Weingarten ein Hühnerstall in Ziegelsteinmauerwerk gebaut das Mundloch es war inzwischen vergittert diente dabei den Hühnern als Unterschlupf Manchmal landete ein Ball im Hühnerstall und kullerte dann den Stollen herunter wo er vielleicht noch heute liegt Die Bergschmiede Gute Hoffnung Unmittelbar östlich vom E Schacht lag bis 1998 die Bergschmiede Bergsiedlung 160 In ihr wohnte von 1957 bis 1975 die Familie Weingarten Die Schmiede dürfte etwa 1745 nach Fertigstellung des E Stollens erbaut worden sein In den letzten Jahren diente die Schmiede der Familie Weingarten zur Kleintierhaltung Das Gebäude wurde 1998 abgetragen weil die Preußag aufgrund von Haldenerweiterungen Ausgleichsflächen zur Wiederaufforstung benötigte Das Gebäude war massiv aus Bruchsteinen errichtet mit mächtigen Fenster und Türgewänden die glatt schariert waren In den Fenstern waren starke eiserne Gitter mit einem geschmiedeten Ring mit Eisenkreuz in der Mitte Im Bereich unter der heutigen Berghalde lag später der Steinbruch Apke Während der Betriebsphase des Steinbruchs diente die Bergschmiede als Schlosserei zur Reparatur der Steinbruchgeräte und zum Schärfen der Werkzeuge Das Gebäude wurde später aufgestockt das Obergeschoss wurde in Kalksandstein ausgeführt es diente italienischen Steinbrucharbeitern als Wohnung Der Pachtgrubenbergbau nach 1919 Als nach dem verlorenen 1 Weltkrieg die von den Siegermächten geforderten Reparationsleistungen die Weltwirtschaftskrise auslösten und Rohstoffmangel herrschte kam es 1919 zur Verleihung von Grubenfeldern durch den Bergfiskus Damit sollte privaten Pächtern die Möglichkeit gegeben werden Flözreste zu erschließen Im Bereich der Bergsiedlung galt das für die Flöze Glücksburg und Bentingsbank Das Ausgehende von Flöz Glücksburg lag im Bereich am Ende der jeweiligen Gärten vom unteren und oberen Weg der Bergsiedlung Im Bereich längs des unteren Weges strich das Flöz Bentingsbank aus Bildunterschrift Die alte Bergschmiede am E Schacht von 1742 einem Stollen auf die tiefe Stollensohle Der Pachtgrubenbergbau nach 1919 Als nach dem verlorenen 1 Weltkrieg die von den Siegermächten geforderten Reparationsleistungen die Weltwirtschaftskrise auslösten und Rohstoffmangel herrschte kam es 1919 zur Verleihung von Grubenfeldern durch den Bergfiskus Damit sollte privaten Pächtern die Möglichkeit gegeben werden Flözreste zu erschließen Im Bereich der Bergsiedlung galt das für die Flöze Glücksburg und Bentingsbank Das Ausgehende von Flöz Glücksburg lag im Bereich am Ende der jeweiligen Gärten vom unteren und oberen Weg der Bergsiedlung Im Bereich längs des unteren Weges strich das Flöz Bentingsbank aus Der Pachtgrubenbereich wurde in einzelne Parzellen oder Grubenfelder aufgeteilt Dieser Pachtgrubenbereich erstreckte sich in einem breiten Streifen von der westlichen Bergsiedlung bis zur Glücksburger Straße Die Gruben hatten u a die Namen Hindenburg Erika Fuchs Herbert Luise Wilhelmine Hubertus Paula und Johanna Die Grubenfelder wurden von der Grube Hindenburg aus erschlossen In der Wiese unterhalb der Bergsiedlung steht noch heute ein grauer Betonsockel der letzte Sachzeuge der Grube Hindenburg Auf diesem Sockel stand der Haspel für den nach Norden einfallenden tonnlägigen schräg einfallenden Stollen der das Mundloch lag etwa 30 m südlich vom unteren Weg der Bergsiedlung Es wurde 1942 wieder aufgewältigt und die Grube diente der Bevölkerung als Luftschutzsbunker Unterhalb des Betonsockels befand sich eine große Berghalde die so genannte Hexenhalde Ca 30 m östlich vom Mundloch des Mittelstollens betrieb der Busunternehmer Gronemann eine Pachtgrube Etwa 80 m südlich von Veit Windmühlenweg 93 entstand 1919 die Grube Theresia ein Stollenbetrieb mit einer Berghalde mit angelehnter hölzerner Kipprampe Am südlichen Haldenfuß führte eine Bremsbergbahn im Volksmund Trissel genannt bergab zur Verladerampe der Feldbahn des Steinbruch Schmitz nahe der Ostbahn bei Lammers am Berghang 80 Hier war die Feldbahn mit einer Weiche an die Ostbahn angeschlossen Die Bremsbergbahn bestand aus zwei Schmalspurgleisen die nebeneinander lagen Die Förderwagen die bergab fuhren waren mit einem Stahlseil über eine Umlenk Rolle mit Bremse dem so genannten Trissel mit den bergauf fahrenden Loren verbunden wie eine Art schräg liegender Paternoster Das Haus von Lammers war 1946 ein bescheidenes Gebäude es diente als Wohnung für den Steinbrucharbeiter Bernhard Walterskötter heute ist es ein mitten im Wald gelegenes schönes Wohnhaus 50 m westlich von Schubert am Windmühlenweg 105 lag ein weiteres Mundloch der Grube Theresia und 30 m südöstlich Schubert wurde 1920 die Grube Weser betrieben Pachtgruben nach 1945 Nach dem 2 Weltkrieg war der Mangel ähnlich groß wie nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 Die alten Gruben so weit sie noch zugänglich waren wurden wieder in Betrieb genommen Neben dem von der Preußag genehmigten Pachtgrubenbergbau gab es auch eine wilde Kohlengräberei deren Spuren im Ausgehenden der Flöze noch heute erkennbar sind Im Ausgehenden von Flöz Bentingsbank wurde 180 m östlich von Lammers

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_24.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive

  • Stadtmuseum Ibbenbüren - Stadtgeschichte - Vögte, Amtmänner, Ober- und Bürgermeister,
    Rump Jan Arnold 1734 1743 preußischer Vogt zu Brochterbeck und Ibbenbüren Rump Johan Friedrich 3 1737 1769 preußischer Vogt zu Ibbenbüren verwaltete ab 1737 zusammen mit seinem Vater die Vogtei zu Ibbenbüren 1744 Amtmann des preuß Amtes Ibbenbüren4 1750 Oberamtmann Rump Moritz Adolph 5 1759 1811 Amtmann Amtsrath und Cammerassessor des Amtes Ibbenbüren Maire 1806 1813 Bürgermeisterei Ibbenbüren 1813 1843 Rump Moritz Adolph 1759 1811 Maire 1806 1811 Sporleder Johann Friedrich 1811 1834 Maire 1811 1813 Bürgermeister 1813 1834 Ohm H 1834 1843 Bürgermeister Amt Ibbenbüren 1843 April 1945 Ohm H 1843 1871 Amtmann 1864 1871 Engelhardt NN 12 1871 1872 Bergrat und Erster kommissarischer Beigeordneter zusammen mit Hoffmeister NN 1871 1872 zum Amt Ibbenbüren kommittierter Kreissekretär a D Amtsverwalter der Amtmannstelle Freese NN 1872 kommissarischer Amtmann Rinteln NN 1872 1876 Amtmann Reinhard NN 1876 1882 Amtmann Dittrich Otto Emil Walther 1882 1900 Amtmann Eichstedt Leopold von 1900 1914 Amtmann Eickhoff Carl 1914 1921 Amtmann Dr Müller Rudolf 6 1922 1945 Amtmann 1922 1927 Bürgermeister des Amtes Ibbenbüren 1927 1934 Amtsbürgermeister 1934 1941 Hohnhorst Gerhard Bauunternehmer Bürgermeister des Amtes Ibbenbüren 1934 1939 Flecks NN 1941 1942 Amtsbeigeordneter vertrat den Amtsbürgermeister Picklein NN 1942 1945 20 3 Dieser war mit der vorübergehenden Wahrnehmung der Geschäfte des Amtsbürgermeisters des Amtes Ibbenbüren und des Bürgermeisters der Stadt Ibbenbüren beauftragt Voermeyer NN 7 1945 21 3 1945 7 4 Vertreter des Amtsbürgermeisters Amt Ibbenbüren nach April 1945 Röttger Franz 8 1945 7 4 1945 12 9 Amtsbürgermeister Schöbel Helmut 1945 14 9 1945 7 10 Bürodirektor und Stellvertretender Amtsbürgermeister Schotten Hermann 9 1945 8 10 1946 31 3 Amtsbürgermeister Schotten Hermann 1946 1 4 1961 28 2 Amtsdirektor Conrad Ernst August 10 1961 1 3 1961 30 9 Verwaltungsrat Stellvertretender Amtsdirektor Siebenkotten Klaus 1961 1964 Amtsdirektor Conrad Ernst August 11 1964 1 9 1964 10 11 Beigeordneter und Stellvertretender Amtsdirektor Dr Gietz Hermann 1964 1974 31 12 Amtsdirektor Stadt Ibbenbüren neu Dr Gietz Hermann 1975 1 1 1975 31 5 Beauftragter für die Wahrnehmung der Aufgaben des Stadtdirektors Dr Gietz Hermann 1975 1 6 1976 30 11 Stadtdirektor Jacobi Hans 1976 1 12 1996 30 11 Stadtdirektor Stadt Ibbenbüren ab 1724 Ibbenbüren erhielt am 1 Februar 1724 Stadtgerechtigkeiten Der erste Magistrat wurde am 1 Juni 1743 berufen In der Zwischenzeit wurden die Bürgermeisteraufgaben entweder durch die Vögte Schmock Hermann Rump Johann Arnold und Rump Johan Friedrich oder durch den Akziseinspektor Laurentz Spengler wahrgenommen Der Erste Bürgermeister der Stadt Ibbenbüren war Rump Johann Friedrich 1744 1769 Bürgermeister Rump Moritz Adolf 1769 1794 Bürgermeister und Oberbürgermeister Droegemeier NN 1794 Akziseinspektor und Oberbürgermeister In ihrer Eigenschaft als Maire Bürgermeister Amtmänner oder Amtsbürgermeister nahmen in Personalunion die Funktion des städtischen Bürgermeisters bis 1945 wahr Rump Moritz Adolph 1806 1811 Sporleder Johan Friedrich 1811 1834 Ohm H 1834 1871 Engelhardt NN und Hoffmeister NN gemeinsam 1871 1872 Vakanz Freese NN 1872 Engelhardt NN 1872 Vakanz Rinteln NN 1872 1876 Reinhard NN 1876 1882 Engelhardt NN 1882 Vakanz Dittrich Otto Emil Walther 1882 1900 Rohmann Georg 1900 Vakanz Eichstedt Leopold

    Original URL path: http://www.stadtmuseum-ibbenbueren.de/stadtgeschichte_aufsaetze_25.htm (2016-04-29)
    Open archived version from archive



  •