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  • SOZIALTAGE 2006
    Markt wie wir ihn im Moment erleben gefährdet die gerechte Verteilung des Wohlstandes und der Güter ereiferte sich der Professor der an der Freiburger Universität den Lehrstuhl für christliche Moraltheologie innehat Es sei utopisch zu glauben dass sämtliche Probleme durch einen neoliberalen Welthandel gelöst werden könnten Wohin das führt sieht man ja an der Finanzkrise so Schockenhoff ironisch Schuld an der Wirtschaftskrise sei vor allem der Einbruch des unternehmerischen Ethos Interessierten sich Geschäftsführer früher noch für die Dinge die um ihre Firma herum passierten gebe es für die Manager von heute nur Börsenkurse und Quartalsabschlüsse Gewinnerzielung ist alles fasste der Moraltheologe die Maxime der Top Manager zusammen Diese fühlten sich nicht mehr dem Unternehmen sondern allein den Anteilseignern verpf lichtet So kämen Fehlentscheidungen zustande die auch der stärksten Firma Schaden zufügen könnten Neben Shareholder Value Marktwert eines Unternehmens war Boni ein weiteres Fremdwort im Vortrag das in diesen Tagen für Schlagzeilen sorgt Denn in den aus Extra Zahlungen resultierenden Interessenskonflikten sieht der Moraltheologe einen weiteren Grund warum es um die Ethik der meisten Geschäftsführer und um das Modell der sozialen Marktwirtschaft nicht mehr allzu gut bestellt sei Als aktuelles Beispiel nannte Schockenhoff Hartmut Mehdorn von der Deutschen Bahn Trotz schlechter

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  • SOZIALTAGE 2006
    in den Räumen der gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft Biwu das Referat Mitgefühl statt Gier Solidarisches Handeln in einer globalisierten Welt zu halten Beim Rendite Denken das sich seit den 70er Jahren breitgemacht habe stehe nicht mehr die Entwicklung und das Wachstum eines Betriebes im Mittelpunkt sondern nur noch die Verzinsung des eingesetzten Kapitals Dies habe zur gnadenlosen Einsparung von Unkosten vor allem bei den Beschäftigten geführt Die Investoren wurden mit Wucherzinsen von 25 Prozent und mehr gelockt Dass dies nicht wirklich eingehalten werden konnte ist am realen Wachstum Bruttosozialprodukt der Weltwirtschaft ablesbar das jährlich jeweils nur um wenige Prozentpunkte angestiegen ist Als bei den Aktien das Spiel ausgereizt war sei man in den Bereich der Immobilien gegangen Den amerikanischen Verbraucher habe man mit billigen Krediten verführt sich ein Haus zu kaufen das sich angeblich alleine deshalb rentiert weil es ständig an Wert zunimmt In den letzten Jahren wurden nach Brodbeck unverantwortlich und weltweit ungeheure Mengen an Geld in Umlauf gebracht die keinem realen Gegenwert entsprachen Bis Ende 2007 ist die weltweit in Umlauf befindliche Geldmenge auf 600 Billionen Dollar angewachsen obwohl das Bruttosozialprodukt nur bei 70 Billionen gelegen habe Durch die Finanzkrise seien lediglich zwei Billionen Dollar verbrannt worden die Luft aus

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  • SOZIALTAGE 2006
    allem bei den Beschäftigten geführt Dem gemeinsamen Interesse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern am Wohl des Betriebes sei damit der Boden entzogen worden Die Investoren wurden nach den Worten des Referenten mit Wucherzinsen von 25 Prozent und mehr gelockt Dass dies nicht eingehalten werden konnte ist Brodbeck zufolge am realen Wachstum der Weltwirtschaft ablesbar das jährlich jeweils nur wenige Prozentpunkte ausmacht Die Verschleierungstaktik habe eingesetzt als man Fonds schuf die sich aus verschiedenen Aktien und Wertpapieren zusammensetzten Dadurch sollte der Gewinn optimiert und das Risiko gestreut werden Im nächsten Schritt setzte man darüber Papiere die in mehrere Fonds investieren Um die Wirkung noch zu erhöhen Hebelwirkung hat man nicht nur das Geld der Investoren angelegt sondern auch zusätzlich geliehenes Geld von anderen Finanzinstituten Nach und nach erfand man immer kompliziertere Finanzkonstrukte Aktienderivate mit immer neuen Renditeversprechen Eigentliches Ziel dieser Konstrukte war es nach Meinung des Wissenschaftlers die Gier die auch den einfachen Mann ergriffen hatte am Leben zu erhalten Als bei Aktien das Spiel ausgereizt war ging man in den Bereich der Immobilien Den amerikanischen Verbraucher habe man mit billigen Krediten verführt sich ein Haus zu kaufen das sich angeblich alleine deshalb rentiere weil es ständig an Wert zunehme Heute könnten weder die Kredite zurückgezahlt werden noch brächten die Versteigerungen auch nur annähernd das geliehene Geld wieder herein Immobilienblasen gebe es aber nicht nur in den USA sondern auch in Japan Großbritannien und Spanien In der Blase ist noch viel Luft In den letzten Jahren wurden laut Brodbeck unverantwortlich und weltweit ungeheure Mengen an Geld in Umlauf gebracht die keinem realen Gegenwert entsprechen Viele der Verantwortlichen hätten genau gewusst dass dies auf die Dauer nicht gut gehen könne und für sich selbst rechtzeitig vorgesorgt Bis Ende 2007 sei die weltweite Geldmenge auf 600 Billionen Dollar angewachsen obwohl das Welt Bruttosozialprodukt nur

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  • SOZIALTAGE 2006
    ihrer Dividenden Früher bestand die ethische Verantwortung der Unternehmer darin dass sie sich als Unternehmer und nicht als Manager gefühlt haben führte der Referent aus Auch damals war Gewinn ein wichtiges unternehmerisches Ziel doch nicht das Alleinige Der Gewinn war die Voraussetzung für eine langfristige Sicherung weiterer Unternehmensziele Dazu gehörte ebenso die Sicherung der Arbeitsplätze wie eine Modernisierung des Unternehmens Doch heute fühlen sich die Manager ausschließlich den Aktionären verantwortlich Das hat zur Folge dass nicht mehr langfristig gedacht werde sondern dass die Börsenkurse die bedeutende Rolle spielen Dieses Verhalten zieht nach sich dass die Verantwortung für das Ganze verfällt Häufig werden Mitarbeiter entlassen nur weil die Gewinnerwartung bei dem erreichten Prozentwert nicht genug war Als ein Beispiel führte er die sogenannten Heuschrecken an die ein Unternehmen aufkaufen es zerschlagen um wieder gewinnbringend die guten Abteilungen zu verkaufen obwohl der Betrieb gewinnbringend produziert hat und sich dann wieder zurückziehen Da heiße es zu verdeutlichen dass hier nicht allein der Marktmechanismus ausschlaggebend sei sondern dass in einer sozialen Marktwirtschaft das Eigentum eine Sozialbindung und eine Gemeinwohlorientierung hat Das ist die Forderung der sozialen Gerechtigkeit Nicht in allen Punkten habe Karl Marx Unrecht Er wies auf ein Buch des Erzbischofs aus München

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  • SOZIALTAGE 2006
    Mannheim Seckenheim und der MGV Frohsinn Mannheim Friedrichsfeld sorgten für die musikalische Untermalung Vertreibung aus dem Tempel Erzbischof Dr Robert Zollitsch predigte über die Vertreibung der Händler und Geldwechsler aus dem Tempel Er sah darin allerdings weit mehr als nur die Vertreibung von Kapital und Handel aus einem Gotteshaus Jesus habe den Opferhandel an sich abgelehnt Die Gottesbeziehung lasse sich nicht wie ein Geschäft gestalten Zollitsch ging in seiner Predigt auch auf die Finanzkrise und ihre Folgen ein Kein Geld arbeitet für mich betonte er Es gäbe immer jemanden der den Gewinn bezahle den andere machen Dies verknüpfte er mit einem Appell für mehr Gerechtigkeit und Menschlichkeit in der Gesellschaft Er plädierte für eine Globalisierung der Solidarität Dafür setze sich die KAB als eine Aufbruchbewegung ein die Strukturen aufbreche und Menschen in Bewegung bringe Diese Kerngedanken griff in der Matinee auch Festredner Norbert Blüm auf Er erläuterte auf seine besondere Art und Weise die katholische Soziallehre die so aktuell sei wie nie zuvor Er brachte sie auf den einfachen Satz Der Mensch ist wichtiger als die Sache Vor diesem Hintergrund rekapitulierte Blüm das Gesellschaftsbild des Liberalismus der das Individuum in den Mittelpunkt stelle und das des Sozialismus dem es um

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  • SOZIALTAGE 2006
    zu verändern Die Menschen müssten wieder lernen aufeinander zu achten und die Güter dieser Erde gerecht zu verteilen Ein System das nur auf Gerechtigkeit basiert ist kalt und brutal schloss Zollitsch Erst Solidarität und Nächstenliebe machen die Gesellschaft menschlich und christlich Kämpferische Worte beim Pontifikalamt in der vollbesetzten Jesuitenkirche mit dem der Freiburger Erzbischof gestern die 4 Kurpfälzer Sozialtage eröffnete Hochkarätige Referenten entwerfen bei dieser Vortragsreihe noch bis 23 November neue Visionen für ein Europa der Menschen Global sozial gerecht Die Veranstaltungsorte sind über die gesamte Metropolregion verteilt Von Mannheim bis Laudenbach von Ludwigshafen bis Mosbach Ein regelrechtes Feuerwerk an Gesellschaftskritik entzündete Ex Arbeitsminister Norbert Blüm im Auftaktvortrag gleich im Anschluss an den Festgottesdienst Hemdsärmelig temperamentvoll und völlig ohne Manuskript fiel Blüm vor der versammelten Mannheimer Society und dem Erzbischof über den wildgewordenen Finanzkapitalismus her Der Mensch stehe schon längst nicht mehr im Mittelpunkt unseres Wirtschaftssystems wetterte Katholik Blüm wortgewaltig Es gehe nurmehr um Rendite Dem Gewinn werde in unserer Gesellschaft alles untergeordnet der freie Sonntag die Familie die Freundschaften die Heimat Doch dieses Wirtschaftssystem wird nicht überleben rief Norbert Blüm mit seinem noch immer hinreißenden Pfälzer Temperament den atemlos lauschenden Zuhörern zu Die Finanzwirtschaft entwickle seit Jahren eine Luftblase

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  • SOZIALTAGE 2006
    außer in Mannheim Heidelberg und an der Bergstraße auch Veranstaltungen in Ludwigshafen und Mosbach angeboten um die Bedeutung der Zukunftsregion der Metropolregion Rhein Neckar hervorzuheben Eröffnen wird die Kurpfälzer Sozialtage unter dem Motto Europa der Menschen Global Sozial Gerecht am 9 November in der Mannheimer Jesuitenkirche Bundesarbeitsminister a D Dr Norbert Blüm zusammen mit dem Bundesvorsitzenden der KAB Georg Hupfauer Den Eröffnungsgottesdienst feiert Erzbischof Dr Robert Zollitsch Zu den weiteren Veranstaltungen zählen unter anderem ein Vortrag von Professor Dr Claus Heinrich Vorsitzender der Metropolregion Rhein Neckar und Vorstandsmitglied der SAP AG am 12 November im Heinrich Pesch Haus Ludwigshafen zum Thema Soziales Handeln und Arbeiten in einer globalisierten Welt Am 14 November wird der bekannte Chefvolkswirt der Deutschen Bank Professor Dr Norbert Walter im John Deere Forum in Mannheim Lindenhof zum Thema Ethisches Wirtschaften oder Kapitalismus pur referieren Ein kabarettistischer Abend mit Professor Dr Hans Peter Schwöbel zum Thema Arm droo findet am 15 November in St Bartholomäus in Mannheim Sandhofen statt Als weiteres Highlight spricht der bekannte Journalist und Buchautor Andreas Englisch am 21 November zum Thema Die Wunder der katholischen Kirche von Johannes Paul II zu Benedikt XVI in der Pfarrkirche St Konrad in Mannheim Casterfeld Abschluss ist

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  • SOZIALTAGE 2006
    der Mannheimer Jesuitenkirche mit einem Gottesdienst mit Erzbischof Robert Zollitsch Anschließend folgt ein Festvortrag mit Bundesarbeitsminister a D Norbert Blüm Professor Karl Heinz Brodbeck Würzburg referiert am 10 November im Mannheimer Arbeitslosenzentrum BIWU zum Thema Mitgefühl statt Gier Solidarisches Handeln in einer globalisierten Welt Professor Eberhard Schockenhoff Freiburg kommt am 11 November ins Gemeindezentrum Leutershausen zum Thema Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft Unternehmensethik im Zeitalter der Globalisierung Professor Claus Heinrich Vorsitzender der Metropolregion Rhein Neckar und Vorstandsmitglied der SAP AG referiert am 12 November im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen zum Thema Soziales Handeln und Arbeiten in einer globalisierten Welt Nach Heidelberg kommt am 13 November Birk Bergrath IG Metall Bundesvorstand zum Thema Europa der Menschen Global Sozial Gerecht Am 14 November wird der Chefvolkswirt der Deutschen Bank Professor Norbert Walter im John Deere Forum in Mannheim Lindenhof zum Thema Ethisches Wirtschaften oder Kapitalismus pur referieren Ein kabarettistischer Abend mit Professor Hans Peter Schwöbel zum Thema Arm droo findet am 15 November in St Bartholomäus Mannheim Sandhofen statt In Mosbach St Cäcilia lädt die KAB am 18 November zu einem Referat mit Michael Sladek Vorstand der Energiewerke Schönau zum Thema Nachhaltiges Wirtschaften in Europa Nach Weinheim Sulzbach kommt am 19 November

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