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  • Strompreissenkung durch Einspeisung von Solarstrom - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    sie mit den Vergütungen des gesamten Solarstroms als Geldbetrag vergleichen darf Es ist der erhebliche Unterschied der Strommengen der die Senkung der Stromkosten auch bei Solarstromeinspeisung bewirkt Die Börsenpreissenkung in Cent kWh ist scheinbar nur gering doch sie ist mit der riesigen Gesamtmenge des jeweils verbrauchten Stromes in kWh zu multiplizieren wodurch sich eine beträchtliche Geldmenge in Euro ergibt die von den Einkäufern weniger bezahlt werden muss Umgekehrt werden die hohen Einspeisevergütungen für Solarstrom in Cent pro kWh nur mit der geringen Strommenge des eingespeisten Solarstromes multipliziert Das Produkt in Euro der zugegebenermaßen hohen Einspeisevergütung in Cent kWh des PV Stromes multipliziert mit der geringen Menge in kWh des eingespeisten Solarstroms kann durchaus kleiner sein Mit anderen Worten Eine relativ kleine Menge gut vergüteten Solarstroms zur Mittagszeit kann das Zuschalten der teuren Spitzenlastkraftwerke überflüssig machen und damit verhindern dass sämtlicher Strom auch der aus den Grundlastkraftwerken mit dem hohen Preis von Spitzenlaststrom bezahlt werden muss Wie der Merit Order Effekt auch den Stromhandel außerhalb des Spotmarktes beeinflusst Nur etwa ein Fünftel des Stromkäufe erfolgt über den Spotmarkt Deshalb stellt sich die Frage wie weit die Preissenkungen auf dem Spotmarkt infolge des Merit Order Effekts die Preise im gesamten Stromhandel beeinflussen Die Vertreter der Stromwirtschaft wiegeln ab wenn man den Merit Order Effekt des Solarstroms oder auch Windstroms ins Gespräch bringt Es werde ja bekanntlich nur eine kleine Strommenge über den Spotmarkt am Tag vor dem endgültigen Verbrauch gehandelt Die größten Strommengen würden bereits lange vorher verkauft und gekauft Manche Strommengen wechselten sogar mehrfach den Eigentümer Deshalb hätten die Spotmarktpreise und der Merit Order Effekt nur einen geringen Einfluss auf den tatsächlichen Einkaufspreis für die Letztkundenversorger Doch diese Schlussfolgerung ist falsch Der Spotmarkt am Tag vor dem endgültigen Stromverbrauch ist abgesehen vom intra day Markt die letzte Gelegenheit bei der sich

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/strompreissenkung_durch_einspeisung_von_solarstrom.htm (2016-02-08)
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  • Netzausbau als nationale Aufgabe zur Förderung von Wind- und Sonnenenergie - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    Wesentlichen auf freien Landflächen gewonnen Dort ist wegen der geringen Bevölkerungsdichte das Netz nur schwach entwickelt Ein Netz zur Versorgung einer Industrienation mit Strom aus Erneuerbaren Energien muss jedoch die Aufgabe des dezentralen Energie Einsammelns auf den freien Flächen genauso gut bewältigen können wie die Aufgabe des Energie Verteilens Hier sind noch technische Aufgaben zu lösen die dem Aufbau des Versorgungsnetzes im vergangenen Jahrhundert entsprechen nebenbei gesagt eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme großen Ausmaßes Die Durchführung dieser Aufgabe ist aus sachlichen fachlichen und organisatorischen Gründen eine Aufgabe der Netzbetreiber doch geschieht sie bisher nur zögerlich aus folgenden Gründen Die Finanzierung des Netzbaus für die Erneuerbaren Energien wird nach der gegenwärtigen Konzeption des EEG aufgeteilt in Netzausbau und Verstärkungskosten einerseits und Anschlusskosten andererseits Die Netzausbau und Verstärkungskosten muss der Netzbetreiber tragen die Anschlusskosten der Anlagenbetreiber Außerdem darf der Netzbetreiber die Verstärkung seines Netzes verweigern wenn sie mehr kostet als 25 der Erneuerbaren Energien Anlage die eine Netzverstärkung verlangt siehe Begründung zu 4 Absatz 2 EEG 2004 Dies führt zu einer Fehlentwicklung Je weiter sich der Bau von Anlagen der Erneuerbaren Energien in die freie Fläche vorarbeitet desto größer wird die zu überbrückende Entfernung zu den bestehenden Stromnetzen desto länger werden die Anschlussleitungen und desto höher werden die Anschlusskosten die der Anlagenbetreiber zu tragen hat Die Netzbetreiber weigern sich zumeist aus nachvollziehbaren Gründen die so entstehenden langen Stichleitungen in ihr Eigentum zu übernehmen Die Anlagenbetreiber ihrerseits versuchen Geld zu sparen und legen diese Stichleitungen nur so stark aus dass sie den Strom aus ihren eigenen Anlagen abführen können nicht aber mehr Wenn dann noch weitere Windanlagen wenige Kilometer weiter in gleicher Richtung dazukommen können sie die bereits verlegten Stichleitungen nicht mitbenutzen wie es eigentlich volkswirtschaftlich vernünftig wäre da sie nicht ausreichend dimensioniert sind So unterbleibt der Ausbau der Windenergie in den weiter vom Netz entfernten

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/Netzausbau_als_nationale_Aufgabe.htm (2016-02-08)
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  • Der SFV trauert um Hermann Scheer - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    Welt den wohl weitsichtigsten Strategen und überzeugendsten Hoffnungsträger für den Umstieg auf eine menschen und umweltverträgliche Energieversorgung Hermann Scheer hat grundlegender als andere Politiker den Zusammenhang zwischen Energieversorgung Umweltzerstörung und kriegerischen Auseinandersetzungen analysiert und sichtbar gemacht Sein kritischer Verstand ließ ihn hinter dem scheinbar unübersehbaren Wirrwar der Probleme dieser Welt das zentrale Strukturproblem erkennen die fortschreitende Konzentration der Macht bei denjenigen die sich den Zugang zu den fossilen und nuklearen Energiequellen verschaffen konnten und ihn nun erbittert verteidigen Sich mit diesen Mächtigen zu arrangieren hat er nie versucht Dies gehörte zu seiner menschlichen Größe Er wusste sehr wohl wie Macht korrumpiert Sein Alternativentwurf einer Umstellung auf Erneuerbare Energien mit gleichzeitiger Dezentralisierung der Energieerzeugung in Bürgerhand ist die demokratische Antwort auf die Monopolisierung der Energiewirtschaft Dafür hat Hermann Scheer einen übermenschlichen aufreibenden Kampf gekämpft Es liegt nun an uns diesen Kampf fortzuführen um sein Lebenswerk zu vollenden Seinen Leitsätzen fühlen auch wir uns verbunden Der schnelle Wechsel zu den Erneuerbaren Energien ist die letzte Chance existenzielle Gefahren für die Menschheit abzuwehren Unter den zahllosen Problemen dieser Welt ist die Energiefrage das Schlüsselproblem Wir brauchen eine nationale Vorreiterrolle statt weltweite Einigung auf ein Minimalprogramm Einführung der Erneuerbaren Energien ist keine Last sondern

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/der_sfv_trauert_um_hermann_scheer.htm (2016-02-08)
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  • Wie kann Solarstrom den Strompreis senken? - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    der Börse eher hoch In genau dieser Zeit erwirtschaften die konventionellen Kraftwerke die Deckungsbeiträge die sie zur Finanzierung ihrer Investitionskosten benötigen Anmerkung des SFV Das Wort Deckungsbeiträge ist die dezente Umschreibung der Gewinne die die bereits abgeschriebenen Kraftwerke über die Finanzierung ihrer Brennstoffkosten hinaus erzielen Bricht nun die hohe Nachfrage zur Mittagszeit die bisher durch konventionelle Kraftwerke befriedigt werden muss durch den dynamischen Ausbau der PV ein so kommt es zu zwei Effekten ein Teil der Kraftwerke kommt nicht mehr zum Einsatz und für den verbleibenden Teil sinken mit den Strompreisen die Erlöse Dadurch wird gerade die Wirtschaftlichkeit neuer moderne Anlagen bedroht Auch für Investitionen in neue Kraftwerke ändern sich abhängig vom PV Ausbau die Anreize massiv Bei einem im Gesetzesentwurf angedachten Zubau um 33 Gigawatt 33 000 MW in den nächsten 10 Jahren sinken die Deckungsbeiträge für ein heute gebautes hocheffizientes Gas und Dampfturbinen Kraftwerk GuD im Jahr 2020 gegenüber einem Stop des PV Zubaus um ca 23 Prozent bei einem Ausbau um 50 GW wie er unter dem geplanten Gesetz ebenfalls möglich wäre um mehr als 30 Prozent Für bestehende Kohlekraftwerke liegen die Zahlen nur wenig niedriger Hier gibt es zumeist eine Verständnisfrage Solarstrom ist aber doch noch teurer als Strom aus dem teuersten Spitzenlastkraftwerk wieso sinkt bei Verwendung des noch teureren Solarstroms dann trotzdem der Börsenpreis Unsere Antwort Zunächst ja es stimmt Solarstrom ist meistens teurer als Spitzenlaststrom und deshalb müsste sich der Börsenpreis nach der Höhe des teuersten beteiligten Stromes des Solarstrompreises einstellen Aber die Regeln an der Strombörse sehen für Strom aus Erneuerbaren Energien eine Ausnahme vor Eine Ausnahme Solarstrom wird ebenso wie der übrige EEG Strom seit dem 1 1 2010 an der Strombörse angeboten Sein Verkauf an der Strombörse ist bis zum Jahr 2012 Aufgabe der vier großen Übertragungsnetzbetreiber Wegen der Vorrangsregelung des EEG sind sie verpflichtet ihn auf jeden Fall zu verkaufen Doch wie wollen sie das erreichen Da Solarstrom den höchsten Strompreis hat würde er in der Merit Order Reihe ganz rechts bei den teuersten Spitzenlastströmen stehen und würde nie zum Zuge kommen Deshalb wird Solarstrom von den Übertragungsnetzbetreibern an der Börse nicht mit seinem eigentlichen Preis dem EEG Strompreis angeboten sondern er wird als billigster Strom zu einem Preis von Null Windstrom in den ganz frühen Morgenstunden sogar unter Null angeboten So ist sichergestellt dass er immer ganz links in der Merit Order Reihe steht und deshalb immer verkauft wird Die Erneuerbaren Energien stehen ganz links im Angebot Wenn die Menge der eingespeisten Erneuerbaren Energien erhöht wird verschieben sich die rechts davon eingeordneten Angebote und damit die gesamte Angebotskurve nach rechts Die Nachfragekurve verändert ihren Platz nicht Es kommt deshalb zu einem neuen Schnittpunkt mit der Nachfragekurve Der Börsenpreis sinkt Zur Vergrößerung auf das Bild klicken Der Übertragungsnetzbetreiber bekommt für den Solarstrom den Strompreis der in der gleichen Stunde für den teuersten gerade benötigten Spitzenlaststrom gezahlt werden muss Das könnten z B 7 oder 10 Cent kWh sein nämlich der für diese Stunde geltende Börsenpreis Für den EEG Strom wird an der Börse also nur der Börsenpreis gezahlt der sich aus dem Angebot des teuersten noch berücksichtigten konventionell erzeugten Stroms ergibt Damit der Übertragungsnetzbetreiber jedoch keinen finanziellen Schaden erleidet wenn er den Solarstrom weit unter dem EEG Strompreis verkauft müssen ihm die Letztkundenversorger außerhalb des Börsengeschehens den Unterschied zwischen EEG Strompreis und Börsenpreis erstatten Diese Erstattung ist die EEG Umlage Eu Em Ev Nv Pb mit Eu EEG Umlage Em EEG Strommenge Ev durchschnittliche EEG Vergütung Nv vermiedene Netzkosten Pb Börsenpreis Die Differenzkosten errechnen sich aus Differenzkosten EEG Umlage EndkundenStrommenge gemeint ist mit EndkundenStrommenge die Strommenge die von nicht privilegierten Stromkunden verbraucht wird Der Endkundenversorger nennt auf den Stromrechnungen für seine Stromkunden nur diese Differenzkosten Er verschweigt dabei jedoch die oben erwähnte EEG induzierte Börsenpreissenkung Durch diese einseitige Darstellung wird die Öffentlichkeit irregeführt denn sie sieht und diskutiert nur die wachsenden Differenzkosten aber sie sieht nicht die preissenkende EEG induzierte Absenkung des Börsenpreises So entsteht der Eindruck es würde der Strompreis durch die EEG Einspeisungen erhöht Dieses Vorurteil hat sich sogar in der Solarszene weit verbreitet und schwächt uns beim Kampf um eine kostendeckende Einspeisevergütung In einer Mitteilung des BMU vom August 2010 Einfluss der Förderung erneuerbarer Energien auf den Haushaltsstrompreis in den Jahren 2009 und 2010 heißt es zwar Wenn Stromlieferanten in diesem Jahr ihre Strompreiserhöhungen vorrangig mit dem EEG begründen verstellt dies den Blick darauf dass die gesunkenen Strombeschaffungspreise an der Strombörse 2010 die aktuelle Steigerung der EEG Umlage überkompensieren dürften Doch schon im nächsten Kapitel beim Ausblick auf das Jahr 2011 ist diese Erkenntnis wieder vergessen Dort ist wieder die Rede von systemanalytisch berechneten Mehrkosten der erneuerbaren Stromerzeugung Erneuerbare Energien vermindern den Preis für Emissionsrechte und damit den Börsenpreis Dieser zusätzliche Effekt wird in einem Beitrag 4 aus dem Jahr 2006 von Sven Bode und Helmuth Groscurth Zur Wirkung des EEG auf den Strompreis beschrieben wie folgt Neben dem direkten Strompreis Effekt gibt es noch einen zweiten indirekten Effekt über den Strom aus erneuerbaren Energien den Strompreis an der Börse senken kann Die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien verdrängt Strom aus konventionellen Kraftwerken Sofern es sich um fossil befeuerte Kraftwerke handelt werden dadurch die CO 2 Emissionen der Stromproduktion gesenkt wobei je nach Berechnungsmethode unterschiedliche Werte bestimmt werden können BMU 2004 S 15 Diese durch das EEG induzierte CO 2 Minderung muss dann nicht mehr durch andere Maßnahmen erbracht werden und kann somit den Preis für Emissionsrechte auf dem CO 2 Markt senken Rathmann 2006 Da sich der CO 2 Preis wie oben beschrieben stark auf den Strompreis auswirkt existiert hier ein zweiter indirekter Mechanismus wie Strom aus erneuerbaren Energien den Börsenpreis für Strom reduziert Gesetzliche Grundlagen Die gesetzlichen Grundlagen werden hier nur auszugsweise wiedergegeben soweit es zum Verständnis der Vorgänge erforderlich ist Ausnahmeregelungen werden weggelassen EEG 2009 8 Abnahme Übertragung und Verteilung 1 Netzbetreiber sind verpflichtet den gesamten angebotenen Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas unverzüglich vorrangig abzunehmen zu übertragen und zu verteilen 4 Die Verpflichtungen zur vorrangigen Abnahme Übertragung und Verteilung treffen im

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/solarstrom_vermindert_atomgewinne_und_senkt_strompreis.htm (2016-02-08)
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  • Stellungnahme des SFV zu Desertec - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    so Deutschland preiswert und sicher mit Erneuerbarem Strom aus Nordafrika beliefern Die Grundannahmen hierzu sind sachlich falsch und lenken die Hoffnungen und die politischen Anstrengungen in eine falsche Richtung Bei einer zukünftigen Vollversorgung Deutschlands und Europas insgesamt mit Erneuerbaren Energien kann Desertec in der geplanten Form keine Rolle spielen Es kommt zu gleich mehreren Zielkonflikten 1 Import von Grundlaststrom kollidiert mit hiesiger Eigenerzeugung Die Befürworter von Desertec stellen die Grundlastfähigkeit der Desertec Anlagen heraus Sie argumentieren die solarthermischen Anlagen mit Wärmespeicher wären in der Lage auch nachts zuverlässig Strom zu liefern Es ist geplant konstant eine Menge von ca 15 des in Deutschland verbrauchten Stroms zu liefern Die Wirtschaftlichkeit der dazu notwendigen Investitionen ist jedoch nur gegeben wenn diese Strommenge auch zuverlässig abgenommen wird Damit werden aber wie auch durch noch existierende nicht regelbare Atom oder Braunkohlekraftwerke unsere Erneuerbaren Erzeugungskapazitäten ausgebremst und müssten an sonnigen und windigen Tagen abgeregelt werden um Platz für den Desertec Strom im Netz zu lassen 2 Import von Spitzenlaststrom kollidiert mit nordafrikanischer Eigenversorgung In Zeiten einer zeitweiligen Unterversorgung in Deutschland wenn die Sonne nicht scheint und nur wenig Wind weht benötigt Deutschland nicht Grundlast sondern Spitzenlaststrom Es müsste eine sehr große Strommenge über lange und sehr teure Leitungen aus Nordafrika importiert werden Damit wäre womöglich die Selbstversorgung Nordafrikas gefährdet und der Leitungsbau müsste zudem auf Spitzenlasten ausgelegt werden was nach unserer Einschätzung unwirtschaftlich ist 3 Importabhängigkeit und mangelnde Robustheit der Stromversorgung Der Import von Desertec Strom würde die Abhängigkeit Europas von fossilen Quellen z B in Russland und im Nahen Osten auf Nordafrika umlenken Ein nennenswerter Teil des benötigten Stroms würde beständig aus politisch unsichereren Regionen importiert mit allen Folgen der Erpressbarkeit und der Anfälligkeit für Sabotage und terroristische Angriffe insbesondere auf die Fernleitungen Grundsätzlich gilt Die Übertragung von zeitweilig überschüssigem Spitzenleistungen über Fernleitungen ist

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/stellungnahme_des_sfv_zu_desertec.htm (2016-02-08)
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  • DESERTEC: Ökostrom aus der Wüste - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    wesentlich geringer obwohl sie in den letzten Jahren steil gewachsen sind Um diese Blockade gegen Klimaschutz zu überwinden müssen Wege gefunden werden dass die großen Kapitalströme in Klimaschutzinvestitionen umgelenkt werden Dazu gehören auch und gerade die großen Finanzströme der Energiekonzerne Solange sie noch in konventionelle Energien investieren wird es keinen wirksamen Klimaschutz geben Natürlich könnte man davon ausgehen dass die konventionellen Energiekonzerne durch das schnelle und stetige Marktwachstum der Erneuerbaren Energien ihre Geschäftstätigkeiten verlieren sollen und verlieren werden Ich bin der Überzeugung dass diese Strategie auf Grund der Marktmacht und Blockaden der Konzerne zu lange dauern wird und so der Wettlauf mit der Zeit gegen die Erderwärmung verloren würde Es macht daher Sinn auch die Konzerne zu Investitionen in Erneuerbare Energien zu bewegen Offshore Windenergie und Solarparks in der Wüste werden ihre ersten Investitionen sein weil sie dem Geschäft in Monopolstruktur am nächsten kommen Wer dies ablehnt muss sich der Alternative bewusst sein Das Geld das sie nicht in Solarkraftwerke stecken fließt weiterhin in Kohlekraft Erdöl Erdgas und Atom Bekannt sind die Bemühungen des französischen Präsidenten Sarkozy dem französischen Atomkonzern AREVA neue Geschäfte mit Atomreaktoren in Nordafrika zu eröffnen Eine völlig verantwortungslose Politik wenn man die rechtsstaatlich höchst bedenkliche politische Führung in Libyen durch Gaddafi in den Blick nimmt Neue Atombombengefahren wie im Iran und Nordkorea könnten daraus erwachsen Sarkozy hat aber bereits eine Art Konkurrenz zu DESERTEC in Frankreich angestoßen damit auch AREVA an dem Geschäft mit Solarstrom teilhaben kann Er fürchtete dass AREVA am Zukunftsgeschäft mit Solarstrom nicht beteiligt sein könne Eine hoffnungsvolle Entwicklung damit vielleicht die Atompläne ad acta gelegt werden Es ist immer besser wenn Konzerne in zentrale Erneuerbare Energien investieren als in Atomkraft oder fossile Energien Jeder so investierte Dollar oder EURO hilft Investitionen in Klimagasemissionen zu reduzieren Photovoltaikstrom vom Dach wird immer Vorrang haben vor Solarstromimporten aus dem Süden DESERTEC wird nicht dazu führen dass der dezentrale Ausbau der Erneuerbaren Energien in EUROPA zum Erliegen kommt auch wenn es immer wieder selbst von höchster Ebene so als Zielvorstellung artikuliert wird So hat beispielsweise Minister Brüderle immer wieder geäußert dass die Erneuerbaren Energien dort erzeugt werden sollten wo sie am Effizientesten zu erzeugen seien Solarstrom in der Wüste und Offshore Windstrom in der windreichen Nordsee Brüderle übersieht dabei wichtige Faktoren Dezentral erzeugter Ökostrom ist verbrauchernah und hat so den Vorteil ohne teure lange Leitungen auszukommen Das Konzept von DESERTEC sieht hingegen ganz anders aus als von Brüderle dargestellt Das langfristige Ziel von DESERTEC ist lediglich eine 15 prozentige Versorgung der EU mit Strom aus Nordafrika bis 2050 Da bleibt viel Luft für den weiteren Ausbau der dezentralen Erneuerbaren Energien Erst jüngst hat DESERTEC erklärt dass der Ausbau der dezentralen Stromerzeugung mit Erneuerbaren Energien innerhalb der EU durch DESERTEC nicht blockiert wird Das ist ein verständliches Anliegen sind doch die treibenden Kräfte im DESERTEC Konsortium gerade Firmen die ihr starkes wirtschaftliches Bein im europäischen Ausbau der dezentralen Erneuerbaren Energien haben allen voran Schott Solar Solar Millennium aber auch die Münchner Rück die inzwischen viel Kapital gerade

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/desertec_oekostrom_aus_der_wueste_.htm (2016-02-08)
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  • Grundsatzkritik am Entwurf der VDE-Richtlinie "Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz" - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    Gebot der Optimierung der Stromnetze für Versorgung und dezentrale Einspeisung Im Einzelnen Die Zielrichtung des Richtlinienentwurfs die Netzqualität auch bei weiterer Zunahme der dezentralen Einspeisung zu erhalten ist grundsätzlich zu begrüßen Die Lasten hierfür sind aber verursachergerecht und gleichmäßig auf alle Anschlussnehmer zu verteilen Ein asymmetrischer Verbraucher kann das Netz schließlich genauso belasten wie eine einphasig einspeisende Photovoltaikanlage Ob und wo eine EE Anlage einspeisen darf sollte allein danach beurteilt werden ob im Fall der Einspeisung an allen vorhandenen Anschlüssen des Netzabschnitts noch eine normgerechte Netzqualität besteht Laut IEC 60038 ist für die Spannung am Hausanschluss eine sehr großzügige Spannungstoleranz von plus minus 10 gegenüber der Normspannung von 230 V zulässig Diese großzügige Regelung hat ihren Sinn denn die Hausanschlussleitungen sind mit geringeren Kabelquerschnitten ausgelegt was einerseits dazu führt dass bei Schwankungen im Stromverbrauch die Spannung des Hausanschlusses entsprechend schwankt was aber auch den Vorteil hat dass Störungen durch schlechte Qualität der Stromverbrauchsgeräte im Bereich einzelner Hausanschlüsse nur abgemildert auf das Netz und andere Anschlussnehmer durchschlagen Diese großzügige Toleranz gegenüber den Verbrauchsgeräten müsste nun aber auch den Solaranlagen bis 30 kWp zugute kommen die nach unwiderleglicher gesetzlicher Vermutung des 5 EEG direkt am Hausanschlusspunkt einspeisen dürfen Sollte sich herausstellen dass am Hausanschlusspunkt bereits vor dem Anschluss einer Solaranlage die Spannungstoleranz von plus minus 10 überschritten wird dann ist das Netz nach einer Spannungsbeschwerde alleine schon deshalb zu verstärken Für Photovoltaikanlagen über 30 kWp denen ein anderer Verknüpfungspunkt als der Hausanschluss zugewiesen wird genügt ebenfalls die Bedingung dass ihr Anschluss nicht dazu führen darf dass an den Hausanschlüssen im gleichen Netzzweig die Spannung um mehr als die zulässigen plus minus 10 um die Nennspannung schwankt Der im Richtlinienentwurf zusätzlich vorgeschriebene Grenzwert einer relativen Spannungsanhebung am jeweiligen Verknüpfungspunkt nach dem neuen Richtlinienentwurf höchstens 3 derzeit 2 stellt eine zusätzliche und verschärfte Forderung

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/grundsatzkritik_am_entwurf_der_vde-richtlinie_erzeugungsanlagen_am_niederspannungsnetz.htm (2016-02-08)
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  • Bürgerentscheid gegen neues Kohlekraftwerk gefordert - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    setzt somit auf eine nicht mehr zukunftsträchtige Technologie Kohlekraft ist eine der klimaschädlichsten Arten der Stromgewinnung Die Ziele der Bundesregierung zur CO 2 Reduktion können nicht eingehalten werden sollten weiterhin Kohlekraftwerke gebaut werden Diese Ziele sind aber aus wissenschaftlicher Sicht mindestens notwendig um den Klimawandel nicht noch weiter voranzutreiben Dennoch werden auch in Deutschland an vielen Standorten neue Kohlekraftwerke geplant und gebaut Doch dagegen regt sich nun verstärkt Widerstand Wie in vielen anderen Städten hat sich auch in Aachen eine Bürgerinitiative zusammengefunden die mit dem Bau eines neuen Kohlekraftwerkes nicht einverstanden ist Beflügelt vom Erfolg des Bürger entscheids in Dachau bei dem es gelungen ist den Dachauer Stadtwerken die Beteiligung an den Kohlekraftwerken in Lünen und Krefeld Uerdingen zu verbieten wollen nun auch Aachener Bürger ihren Einfluss geltend machen um Investitionen ihrer Stadtwerke in die klima und umweltschädliche Kohlekraft zu verhindern Die Bürgerinitiative Saubere Energie Aachen fordert den Aachenern die Wahl zu lassen ob ihre Stadtwerke sich an Kohlekraftwerken beteiligen sollen oder nicht Frei nach dem Motto Unsere STAWAG unser Strom unsere Entscheidung will sie dazu einen Bürgerentscheid auf den Weg bringen Starke Unterstützung erhält die Initiative von lokalen und deutschlandweiten Organisationen sowie von Mitbürgern die sich für den Klimaschutz einsetzen Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung in der Aachener Innenstadt am 18 09 10 konnte erfolgreich mit der Sammlung der für den Bürgerentscheid notwendigen ca 8000 Unterschriften von Aachener Wahlberechtigten begonnen werden Bei der Auftaktveranstaltung stellte Elanor Kluttig als Vertreterin der Bürgerinitiative klar Eine Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien ist notwendig machbar und muss möglichst schnell geschehen So wie die vielen Demonstranten heute in Berlin bin auch ich absolut gegen Atomkraft Doch so wie eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke unnötig ist und der Umstellung auf Erneuerbare Energien schadet so taugt auch der Neubau von Kohlekraftwerken nicht als Brückentechnologie Dass die Vertreterin

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/buergerentscheid_gegen_neues_kohlekraftwerk_gefordert.htm (2016-02-08)
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