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  • (5) Unterschiedliche Speichertypen und ihre besondere Eignung - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    Anlagen zur Stromerzeugung aus Biomasse Aber nur sehr selten findet man virtuelle Kraftwerke die die Versorgungslücken mit Hilfe von Batterien füllen wollen Von Stromspeichern spricht man nicht gerne denn sie sind noch ausgesprochen teuer Die Gegner der Erneuerbaren Energien haben zu Recht seit Jahrzehnten die fehlende Speichermöglichkeit beanstandet nur haben sie nicht den Ausbau der Speicher gefordert sondern die fehlenden Speicher als Totschlagargument benutzt z B Netzeinspeisung aus zeitlich fluktuierenden Quellen Prof Dr Helmut Alt im Jahr 2004 in einem Vortrag vor dem Arbeitskreis Energie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft Viele Befürworter der Erneuerbaren so auch der Solarenergie Förderverein haben im Gegenzug auf die energetisch nutzbare Biomasse als Lückenfüller bei Wind und Solarenergie hingewiesen und damit falsche Hoffnungen geweckt Diesen Irrtum hat der SFV in seiner neuen Kursbestimmung vom 23 05 09 Anbau von Biomasse zur energetischen Nutzung ist ein ökologischer Fehler und in weiteren Beiträgen öffentlich richtig gestellt Die Nutzung der Biomasse ist nicht klimaneutral sondern schadet dem Klima Bild 2 Biokraftstoffe klimaneutral Hinzu kommt inzwischen noch die Erkenntnis dass das Potential der Biomasse bei weitem für die zugedachte Aufgabe nicht ausreicht Energiewenderechner de Und schließlich regt sich seit langem schon Widerstand aus sozialen und ernährungstechnischen Gründen die man unter dem plakativen Slogan Teller oder Tank zusammenfassen kann Siehe dazu auch den Beitrag von Susanne Jung Pumpspeicherkraftwerke im Zusammenwirken mit Grundlastkraftwerken Pumpspeicherkraftwerke PSK haben einen guten Wirkungsgrad bei der Ein und Ausspeicherung eine hohe Zyklenfestigkeit und ihre Verluste während der Aufbewahrungszeit sind sehr gering Einziger Nachteil ist wie bereits erwähnt der große Raumbedarf Die Pumpspeichertechnik wurde entwickelt um aus billigem Nachtstrom aus nicht voll ausgenutzten Grundlastkraftwerken rasch verfügbare Speichermengen abzuzweigen und bereitzustellen Die Einspeiseleistung solcher Pumpspeicherkraftwerke entspricht in etwa ihrer Ausspeicherleistung Aus diesem Grund können Pumpspeicherkraftwerke mit sogenannten Pumpturbinen und Motorgeneratoren ausgestattet werden die wahlweise zum Hochpumpen von Wasser oder zur Stromerzeugung aus herabfließendem Wasser genutzt werden Bild 3 Einfacher Aufbau eines konventionellen Pumpspeicherkraftwerks So verbilligt sich die Maschinenausstattung erheblich Pumpspeicherkraftwerk zur Speicherung von Überschussstrom aus Sonne und Wind Zum Speichern von Überschussstrom aus Sonne und Wind müssen Pumpspeicherkraftwerke aufgerüstet werden Die zum Hochpumpen des Wassers benötigten Pumpen und Steigrohre müssen eine mehrfach höhere Spitzenleistung verarbeiten können als die bei der Stromentnahme aus dem Speicher geforderte Dauerleistung Siehe dazu Bild 1 Die Kosten der Gesamtanlage steigen dadurch Bild 4 Maschinenausstattung eines PSK für Speicherung von ungeglättetem Überschussstrom Methanolspeicher Die schwierigste Aufgabe bei der Umstellung auf Erneuerbare Energien wird die Bereithaltung einer Energiereserve für mehrere Tage ohne Wind und Sonne sein Möglicherweise wird man sich für Energiespeicher auf Methanolbasis entscheiden Ein Energievorrat für 40 Tage ohne Wind und Sonne läge bei 320 Litern Methanol pro Person und wäre somit soweit es um die räumliche Unterbringung geht nicht unrealistisch Bild 5 Versorgung der Endverbraucher mit Methanol Methanol lässt sich unter Einsatz von Sonnen oder Windenergie aus dem CO 2 der Atmosphäre sowie aus Wasser herstellen Seine Herstellung könnte z B eine Aufgabe der Stadtwerke werden Methanolherstellung entlastet die Atmosphäre von klimaschädlichem CO 2 Besonders die Entnahme von CO 2 aus der Atmosphäre

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  • (4) Können Stromspeicher internationale Fernübertragungsleitungen überflüssig machen? - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    Biomassereststoffkraftwerken Mit anderen Worten die Speicher müssen zumindest in den Zeiten ohne Sonne und Wind die gleiche Leistung erbringen können die derzeit noch von allen eingesetzten Atomkraftwerken Braunkohlekraftwerken Kohlekraftwerken und einigen Spitzenlastkraftwerken erbracht werden kann Bei weitgehend dezentraler Anordnung kann natürlich jeder einzelne Speicher klein sein aber dann muss die Anzahl sehr groß sein Das würde Dezentralisierung bis hinunter auf einzelne Anschlussnehmer bedeuten Dieser Gedanke ist im Bereich der konventionellen Wärmeversorgung eine Selbstverständlichkeit Die Heizöltanks bei allen mit Heizöl versorgten Häusern sind nichts anderes als dezentrale Energiespeicher die für einen Jahresbedarf ausgelegt sind Dieses Prinzip werden wir gerne übernehmen allerdings mit einem nicht fossilen und nicht biogenen Brennstoff dem Methanol zu dem Sie genauere Informationen in einem gesonderten Beitrag unten finden Allerdings wollen wir Methanol nicht verheizen sondern zur Stromerzeugung im Notfall nutzen Ihr Fassungsvermögen hängt davon ab mit welcher Dauer von Schwachwind und trüben Wetter man rechnet Die Beantwortung der Frage ob die Stromspeicher im nationalen Rahmen dezentral oder zentral angeordnet werden oder aber hauptsächlich zentral in nur einem einzigen Land hängt wesentlich davon ab welche Art von Stromspeicher man in der Zukunft erwartet Wenn man sich für die Energiespeicherung in Pumpspeicherkraftwerken entscheidet ist man auf Geländeformationen und Wasserreichtum angewiesen wie man sie in großem Maßstab allenfalls in Norwegen findet und muss die Mehrkosten für die Anbindung der Stromspeicher über europaweite Fernübertragungsleitungen in Kauf nehmen Würde man sich dagegen für eine Speichertechnik entscheiden die unabhängig von den Geländeformationen ist wird man eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Speicher über ganz Europa und weitgehende Dezentralisierung vorziehen um die aufwendigen Leitungen für die Übertragung der Leistungsspitzen von den EE Anlagen zu den Speichern möglichst kurz zu halten In diesem Zusammenhang kann man darüber nachdenken ob man auf den weiteren Ausbau der internationalen Fernübertragungsleitungen verzichten kann Da die europaweiten Fernübertragungsleitungen im worst case

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/machen_stromspeicher_internationale_fernuebertragungsleitungen_ueberfluessig.htm (2016-02-08)
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  • (6) Ausbau der "Sammelnetze" und der nationalen "Fortleitungsnetze" - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    ist nicht Aufgabe der Solaranlagenbetreiber alleine Vielmehr sollten Speicherbau Förderanreize sich an alle Anschlussnehmer wenden Bild 1 Stromspeicher auch für Anschlussnehmer ohne PV Anlage Wird diese neue Forderung nicht erfüllt dann unterbleibt entweder der weitere Ausbau der Photovoltaik in diesem Teil des Netzes oder es werden möglicherweise unnötige Netzverstärkungen vorgenommen die im Endausbaustand nicht gebraucht werden Bevor das Netz zur Fortleitung des Solar oder Windstroms weiter ausgebaut wird wäre also zu klären ob das eigene Gebiet bereits vollständig versorgt ist genauer gesagt ob die vorhandenen Stromspeicher bereits ausreichen den Stromverbrauch des eigenen Gebietes vollständig aus Sonne und Wind zu decken Nur wenn in absehbarer Zeit mehr Solar und Windstrom erzeugt werden wird als in diesem Gebiet benötigt wird erst dann ist der Ausbau der Netze zur Fortleitung des Stroms in andere Gebiete durchzuführen und zwar in solche Gebiete die ihren eigenen Strombedarf mangels eigenen Solar und Windpotentials auch zukünftig nicht vollständig mit Strom aus Erneuerbaren Energien werden decken können Hier gibt es leider einen Widerspruch zwischen der sachgemäßen Entscheidung die lokalen Speicher auszubauen und der gesetzlichen Regelung die nur die Maßnahme des Netzausbaus kennt Solange bis unsere Forderung nach Speicherausbau keinen Eingang in die Fördergesetze gefunden hat so lange können Anlagenbetreiber bei Netzüberlastung konkret nur den weiteren Ausbau des Netzes fordern Internationale Fernübertragungsleitungen Potentialüberlegungen im nationalen Rahmen zeigen dass jedes Land in Europa mit Ausnahme der Niederlande bei entsprechendem Ausbau der Erneuerbaren Energien damit seinen Jahresbedarf decken und sogar noch Überschüsse erzielen kann mit denen die unvermeidbaren Speicherverluste gedeckt werden können Für Deutschland kann dies mit Hilfe des Energiewenderechners gezeigt werden Für die anderen Länder Europas gilt die Überlegung dass dort das Verhältnis von Energiebedarf zu Landesfläche kleiner ist als in Deutschland Weil das Potential der Erneuerbaren Energien in erster Näherung proportional zur Bodenfläche ist lässt sich plausibel vermuten dass eine Vollversorgung in diesen Ländern noch einfacher zu verwirklichen sein wird als in Deutschland Würden in jedem dieser Länder in Verbrauchernähe dezentrale Stromspeicher errichtet deren Kapazität ausreicht den erwarteten Verbrauch in den Wind und Sonnenlücken zu decken so wäre dort eine durchgängige Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien möglich Man könnte dort auf den weiteren Ausbau der grenzüberschreitenden Fernübertragungsleitungen verzichten die wie vorhergehend erläutert weder für den Hell Dunkel Ausgleich noch für den Ausgleich fehlenden Windes bei europaweiter Windstille benötigt werden Ausbau der nationalen Hoch und Höchstspannungsleitungen zur Fortleitung von Sonnen und Windenergie Anders sieht es allerdings aus wenn man die untersuchten Gebiete weiter verkleinert und den Energietransport zu solchen Regionen eines Landes betrachtet in denen energieintensive Industrie und Gewerbeanlagen konzentriert sind wie z B im Ruhrgebiet Ergibt eine Potentialabschätzung innerhalb solcher Regionen dass im Jahresmittel die zukünftig zu erwartende Wind und Solarleistung nicht ausreichen wird so sollte schon jetzt mit den Planungen zum zügigen Ausbau der erforderlichen Hoch und Höchstspannungsleitungen begonnen werden die elektrische Energie aus anderen Regionen des selben Landes herbeiführen können in denen das regionale Wind und Solarpotential voraussehbar den regionalen Jahresbedarf übersteigt Bei regionalem Mangel an Sonnen und Windpotential wäre also das Heranholen von Überschussenergie aus Überschussregionen durchaus

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/ausbau_der_sammelnetze_und_nationalen_fortleitungsnetze.htm (2016-02-08)
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  • BSW von Selbstzweifeln getrieben? - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    Karneval Alle Menschen also gut zumindest viele Rheinländer haben sich plötzlich lieb wollen gemeinsam feiern und lustig sein Auch im preußischen Berlin scheint sich diese Idee von der fünften Jahreszeit in den Köpfen festzusetzen Dort trafen sich am 11 und 12 November die Spitzen der deutschen Solarunternehmen zum 11 Forum Solarpraxis im Hilton Hotel In Vorträgen Diskussionsrunden und Analysten Panels ging es allenthalben um die Zukunftsaussichten von Photovoltaik und Solarwärme Zwei Roadmaps des Bundesverbandes Solarwirtschaft sollen den Weg in eine solare Zukunft weisen Eine davon die den Kollegen von der Solarthermie den Weg aus dem gegenwärtigen Novembergrauen in eine sonnige Zukunft aufzeigen soll hatte der Verband erst am Vortag in Auftrag zu geben beschlossen Für die weniger notleidende Photovoltaik war man da schon weiter Pünktlich am 11 November stellte der Verband seinen Wegweiser Solarwirtschaft der Öffentlichkeit vor Dieser ist in erster Linie als Angebot an die Politik gedacht Er soll aufzeigen wie sich die PV in den nächsten Jahren in Deutschland weiterentwickeln kann ohne dabei mit den Ausbauzielen der Bundesregierung zu kollidieren und vor allem ohne ein Anwachsen der EEG Umlage das die gesamte Konstruktion des EEG zum Wackeln bringt Nach 8 bis 9 GW Neuinstallationen in diesem Jahr sollen es 2011 nun bestimmt nicht mehr als 6 GW sein Wie dies bei weiterhin sinkenden Systempreisen und entsprechend attraktiver Rendite für Investoren gewährleistet werden soll darüber war nichts in Erfahrung zu bringen Ziemlich unwahrscheinlich jedenfalls dass ein Unternehmen einen Kunden abweisen wird mit dem Hinweis er möge 2012 wiederkommen jetzt passe es politisch nicht In diesem Jahr trägt Photovoltaik erstmals 2 zur nationalen Stromerzeugung bei Egal wie bescheiden der Zubau im kommenden Jahr auch ausfallen wird am Ende werden es mehr solare Kilowattstunden sein die ins Netz gehen und dort werden sie den vier großen Stromerzeugern Umsatz und Gewinn schmälern

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/bsw_von_selbstzweifeln_getrieben.htm (2016-02-08)
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  • Zum Online-Meldeportal der Bundesnetzagentur - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    ein Passwort an und sendet die Daten an die Bundesnetzagentur Diese verschickt per E Mail einen Aktivierungslink Nachdem dieser bestätigt wurde können die Angaben zur Photovoltaikanlage erfasst und direkt an die Bundesnetzagentur übermittelt werden Die einzelnen Schritte zur Erfassung und Übermittlung der Daten ergeben sich aus dem PV Meldeportal Allgemeine Informationen zum PV Meldeportal sind der ersten Seite des PV Meldeportals zu entnehmen die von jedermann aufgerufen werden kann Alternativ ist wie bisher die Meldung über das Formular zur Meldung von Photovoltaikanlagen per Brief Fax oder als E Mail Anhang möglich Zu beachten ist dass das gewählte Meldeverfahren über das PV Meldeportal oder per Formular beibehalten werden muss falls Änderungsmitteilungen zu dieser PV Anlage erforderlich sind Ein Wechsel zwischen beiden Verfahren ist nicht möglich Bei beiden Meldeverfahren versendet die Bundesnetzagentur nach Übernahme der Daten an die Anlagenbetreiber eine Registrierungsbestätigung mit den gemeldeten Angaben und der Registrierungsnummer als Kennzeichnung für die Datenmeldung Die Bundesnetzagentur empfiehlt Anlagenbetreiberinnen und betreibern wegen des wesentlich schnelleren Versandes der Registrierungsbestätigung in der Regel wenige Tage nach erfolgter Meldung ihre PV Anlage über das PV Meldeportal zu melden Kommentar des SFV Die Umstellung der PV Datenmeldungen von einem Brief Formular auf ein Online System erleichtert die Arbeit der Bundesnetzagentur und entspricht einem zeitgemäßen Umgang mit Computer und Internettechnik Leider entspricht es aber ebenso der Praxiserfahrungen mit Online Systemen dass die Hemmschwelle für Falschmeldungen ob bösartig oder nur spaßig gemeint abnimmt Die Zahl der Falschmeldungen kann also in aller Regel zunehmen Als Kontrollmöglichkeit bleibt der Bundesnetzagentur zunächst nur die funktionierende E Mail Adresse die rasch eingerichtet werden kann und eine Postadresse Ob an diesem Standort dann tatsächlich auch eine Solarstromanlage gebaut wurde kann von der Bundesnetzagentur nicht nachgeprüft werden Nun kann zwar immer dann wenn Netzbetreiber die Anlagendaten nach 52 EEG auf ihren Internetseiten zuverlässig fehlerfrei und vollständig

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/zum_online-meldeportal_der_bundesnetzagentur.htm (2016-02-08)
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  • Über die Rolle der Bioenergien im zukünftigen Energiemix - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    muss im ausgewogenen Verhältnis zum Zeitmaß der für das Reaktionsvermögen der Umwelt relevanten natürlichen Prozesse stehen 4 Gefahren und unvertretbare Risiken für die menschliche Gesundheit durch anthropogene Einwirkungen sind zu vermeiden Wendet man also diese Kriterien auf die heutige zumeist intensive Bewirtschaftung unserer land und forstwirtschaftlichen Flächen an so treten beispielhaft folgende Problemsituationen zu Tage Es werden mehr Bäume abgeholzt als an dieser oder anderer Stelle kurzfristig wieder nachwachsen können Düngemittel und Pestizide belasten mit Schadstoffeinträgen unsere Böden und Gewässer Als Folge regional überhöhter Viehbestände kommt es zur Nährstoffbelastung von Gewässern durch Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft Gülle Stallmist Methanemissionen auf Grund der Rinderhaltung verstärken den Treibhauseffekt Die biologische Vielfalt nimmt auf Grund von Monokulturwirtschaft ab Intensive Bewirtschaftungsmaßnahmen führen zur verstärkten Bodenerosion und zu Gefügeschäden Es kommt zur klimaschädlichen Lachgasbildung Zudem wird der Wasserhaushalt der Böden empfindlich gestört und die organische Substanz zunehmend abgebaut Ökolandbau Klimaschutz Durch die Änderung der landwirtschaftlichen Anbaumethoden kann eine klimaverträgliche und ökologisch nachhaltige Pflanzenproduktion auf den Weg gebracht werden Nach einer Abschätzung des World Resources Institute WRI stellt die Landwirtschaft einen Anteil von 13 5 Prozent der weltweiten Emissionen der Treibhausgase Quelle http dipbt bundestag de dip21 btd 16 053 1605346 pdf Diese Emissionen können nicht nur durch eine nachhaltige Pflanzen und Tierproduktion reduziert werden Ökologisch nachhaltige Anbau und Nutzungsstrukturen können zusätzlich auch zur mittel bis langfristigen Bindung des in der Atmosphäre bedrohlich steigenden Kohlendioxids beitragen Im Folgenden werden ausgewählte Effekte des Ökolandbaus beschrieben 1 Vermeidung von CO 2 Emissionen durch weniger chemischen Dünger Der Energiebedarf für die Herstellung Lagerung und den Transport von Mineraldüngern ist enorm Vor allem die Produktion des mineralischen Stickstoffdüngers mit Hilfe der Haber Bosch Synthese ist einer der energieintensivsten chemischen Produktionsprozesse Insgesamt müssen für die Verwendung vom einem Kilogramm Stickstoff 46 1 MJ ca 13 kWh aufgewandt werden Dies hört sich zunächst nicht viel an aber rechnen wir an einem Beispiel überschlagsweise weiter Im konventionellen Anbau kann man auf einer Fläche von einem Hektar 10 000 m² ca 1500 Liter Rapsöl ernten Die Rapsfläche wird durchschnittlich mit 200 kg Stickstoff gedüngt Energiebedarf für Herstellung Lagerung Transport und Ausbringung des N Düngers ca 2 6 MWh Energiegehalt von 1500 l Rapsöl ca 14 4 MWh vereinfachte Betrachtung ohne energetische Bewertung des Rapskuchens Ergebnis Ca 1 6 des erzeugten Rapsöl Energieertrags im konventionellen Anbau wird rechnerisch allein schon für die mineralische Stickstoff Düngung benötigt Die Energiebilanz von Rapsöl verschlechtert sich darüber hinaus wenn man den Treibstoffbedarf bei Saat Pflege und Ernte des Raps die Ausbringung weiterer Pflanzennährstoffe und Pestizide die Transportaufwendungen den Energiebedarf der Ölmühle und die Verluste bei der Umwandlung im Verbrennungsmotor betrachtet Auf viele dieser Energieaufwendungen kann man auch im ökologischen Anbau nicht verzichten Dies ist auch nicht Zweck dieser Betrachtung Es sollte an diesem Beispiel nur dargestellt werden welche Energieeinsparung allein durch den Verzicht von chemischen Düngern erreicht werden könnte Die Entstehung eines weiteren Klimagases steht unter anderem in engem Zusammenhang mit einer intensiven Stickstoffdüngung und einer zunehmenden Verdichtung unserer Böden durch zu vieles Befahren mit Landmaschinen Es handelt sich um Lachgas N 2 O Sein Beitrag zum anthropogenen Treibhauseffekt beträgt heute etwa 5 Der zunehmende Ausstoß von Lachgas wird auch auf den Einsatz von Mineraldüngern zurückgeführt Denn wenn im Boden Sauerstoffmangel herrscht werden die Stickstoffverbindungen des Düngers in Lachgas umgewandelt und entweicht in die Atmosphäre Fazit Die Vermeidung von chemischen Düngergaben reduziert den Energiebedarf und senkt schädliche Treibhausgas Emissionen Ökologischer extensiver Landbau Konventioneller intensiver Landbau Weniger Landtechnik geringerer Treibstoffeinsatz Viel Landtechnik hoher Treibstoffbedarf Kein oder reduzierter chemisch synthetischer Dünger und Pestizideinsatz geringer Energiebedarf chemisch synthetische Dünger und Pestizideinsatz hoher Energieaufwand bei Herstellung und Ausbringung Gefahr der Lachgasentwicklung CO 2 Gehalt des Bodens steigt geringe Bodenbelastung Ganzjahresbedeckung verhindert Austrocknung und Nährstoffauswaschung Vermehrung der org Substanz im Boden CO 2 Gehalt des Bodens nimmt ab durch hohe Bodenbelastung fehlende Ganzjahresbedeckung Austrocknung Nährstoffauswaschung weniger org Substanz im Boden 2 CO 2 Speichervermögen der Böden Der Boden ist ein wesentlicher Kohlenstoffspeicher Wo der Humusgehalt also die Menge der im Boden festgehaltenen toten organischen Substanz zunimmt leistet der Boden als Senke einen Beitrag zur Minderung des CO 2 Gehaltes in der Atmosphäre Wo hingegen Humus abgebaut wird trägt er zur Zunahme des klimarelevanten Gases bei In der nachfolgenden Tabelle sehen Sie Vergleiche von verschiedenen Anbaumethoden im konventionellen und ökologischen Betrieben Sie wurden in Bayern der Schweiz und den USA durchgeführt Das Ergebnis Die Zunahme des Humusgehaltes und damit des Kohlenstoff Anteils im Boden war in den landwirtschaftlichen Betrieben eindeutig nachweisbar die ökologisch wirtschafteten und auf geringste Bodenbearbeitung umgestellt haben Tabelle CO 2 Speicher Boden Anbausysteme im Vergleich Anbausystem C Gewinn C Verlust in kg Hektar Jahr Feldversuch Bio Ackerbaubetriebe 402 18 Praxisbetriebe in Bayern Mittelwert Konventionelle Ackerbaubetriebe 202 10 Praxisbetriebe in Bayern Mittelwert Bio mit Pflug 0 Versuch in der Schweiz seit 2002 Frick Bio mit reduzierter Bodenbearbeitung 879 Versuch in der Schweiz seit 2002 Frick Bio pfluglos 1829 SADP USA seit 1994 Quelle Niggli U et al 2009 Low Greenhouse Gas Agriculture FAO Rev 2 22 Seiten Leider werden in Deutschland derzeit nur knapp 6 der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach den Bestimmungen der EG Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau bewirtschaftet Trotz des im Juni 2004 von der EU Kommission vorgelegten Europäischen Aktionsplan für ökologische Landwirtschaft und ökologisch erzeugte Lebensmittel nehmen diese Flächen nicht signifikant zu Die dort angestoßenen Maßnahmen wie z B eine intensive Aufklärung über den Ökolandbau die Bündelung der Fördermaßnahmen im Rahmen der Entwicklung des ländlichen Raums die Verbesserung der Produktionsstandards und die Verstärkung der Forschungsanstrengungen reichen offensichtlich nicht aus um die landwirtschaftliche Produktion grundlegend umzugestalten Eine Ausweiterung des Ökolandbaus führt auch dazu dass für die gleiche Produktionsmenge an Nahrungs und Futtermitteln mehr Flächen benötigt wird Durch den Verzicht auf Düngemittel und chemische Schädlingsbekämpfung gehen die Erträge der Flächen um ca 20 zurück Wenn man die Treibhausgase in der Landwirtschaft ernsthaft reduzieren und die Kohlenstoffsenken zunehmend nutzen möchte muss man schlussendlich den mit der Energiepflanzenproduktion einhergehenden zunehmenden Ackerflächenbedarf kritisch diskutieren CO 2 Speicherung der pflanzlichen Biomasse Jede Pflanze entzieht der Atmosphäre in ihrer Wachstumsphase CO 2 Pflanzen spalten das CO 2 der Luft

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/ueber_die_rolle_der_bioenergien_im_zukuenftigen_energiemix.htm (2016-02-08)
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  • STROMSPEICHERUNG ist die Brücke ins Solarzeitalter - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    Energien Sonne und Wind tatsächlich Atomenergie und fossile Energien ersetzen können Ihre Frage Und was macht ihr wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht ist nicht immer polemisch sondern vielfach bitter ernst gemeint Am 18 September 2010 war ich auf der großen Antiatom Demonstration in Berlin Und da standen sie sich dann gegenüber Die aufgebrachten Demonstranten die mit witzigen und mit wütenden Parolen das Ende der Atomkraft forderten Und auf der anderen Seite gab es einige wenige kopfschüttelnde Beobachter in den am Samstag kaum besetzten Parteizentralen der schwarzgelben Koalition Ich habe in Berlin mitgesungen Stoppt die Atomkraft und ich habe aufmerksam die Parolen Transparente und Fahnen unserer Freunde der Atomkraftgegner nach Argumenten angehört und angesehen Die Gefahren der Atomenergie wurden benannt die Erneuerbaren Energien als Alternativen waren präsent doch ein unerlässlich wichtiger Teil der Alternativen blieb noch völlig unerwähnt nämlich die gewaltige vor uns liegende Aufgabe der Energiespeicherung Es ist ehrlich gesagt kein Wunder dass wir Befürworter der Erneuerbaren Energien bei unseren Gegnern Kopfschütteln ernten und als inkompetent angesehen werden wenn wir nicht einmal andeuten es vielfach noch nicht einmal wissen wie wir mit Sonnenenergie und Windkraft eine ununterbrochene Stromversorgung aufrecht erhalten wollen Deshalb müssen wir unsere Erkenntnisse in die Öffentlichkeit bringen sie zur Diskussion stellen sie zum Thema machen Ich sehe das als vorrangige Pflicht unserer Informations und Öffentlichkeitsarbeit an Wir müssen zeigen dass wir die große Aufgabe erkannt haben uns notfalls auch ohne fossile Kraftwerke und Atomkraftwerke vier Wochen lang ohne Wind und bei bedecktem Himmel mit Sonnen und Windstrom aus Stromspeichern zu versorgen Den Umfang der Aufgabe und ihre Lösungsmöglichkeiten müssen wir in aller Klarheit in die Öffentlichkeit bringen damit endlich auch von Seiten des Gesetzgebers die nötigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden Nicht die Atomenergie sondern die Stromspeicherung ist die Brücke ins Solarzeitalter Und

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/stromspeicherung_ist_die_bruecke_ins_solarzeitalter.htm (2016-02-08)
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  • PV-Anlagen kontrolliert abbrennen lassen? - Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) - Sonnenenergie, Photovoltaik, Solarthermie, Windenergie, Geothermie, Wasserkraft, Biomasse-Reststoffe und Stromspeicher für die Energiewende
    seither engagiert über die Frage ob und wie weit eine Photovoltaikanlage auf dem Dach das Risiko bei Löscharbeiten vergrößere Gibt man bei Google die Stichworte ein PV Anlagen kontrolliert abbrennen lassen so erhält man gleich ein paar hundert Treffer Nun gibt es bei jedem Brand auch ohne Photovoltaikanlagen gewisse Gefahren Es können Teile herunterstürzen es können sich giftige Dämpfe entwickeln gegen deren Einwirkung die Feuerwehr einen umluftunabhängigen Atemschutz einsetzt Das ist nichts besonderes und PV Anlagen erhöhen diese Gefahr nur in geringem Maße Man muss allerdings wissen und das ist das Besondere aus Feuerwehrsicht dass die Solarmodule einer PV Anlage eine Gleichspannung oder einen Gleichstrom erzeugen solange sie beleuchtet werden Ungewohnt ist dass die Solarmodule auch dann nicht die Produktion von Spannung oder Strom einstellen wenn die Anlage abgeschaltet freigeschaltet und sogar wenn sie kurzgeschlossen sind Darauf muss die Feuerwehr sich einstellen Immerhin gibt es ja Vorschriften mit welchen die Feuerwehr auch dort löschen kann und darf wo Anlagen unter Spannung stehen z B die DIN VDE 0132 Brandbekämpfung im Bereich elektrischer Anlagen vom November 1989 In dieser ist unter anderem vorgeschrieben dass man bei Gleichspannungen oberhalb von 120 V bis 1500 Volt beim Spritzen mit Sprühstrahl einen Abstand von

    Original URL path: http://sfv.de/artikel/pv-anlagen_kontrolliert_abbrennen_lassen.htm (2016-02-08)
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