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  • Calendulae flos - Ringelblumenblüten
    Calendulae Calendulae flos sine calyce Flores Feminell Herkunft Ausschließlich aus dem Anbau der sowohl in zahlreichen europ auml ischen L auml ndern als auch in Uuml bersee betrieben wird Hauptlieferl auml nder sind Auml gypten Polen und Ungarn Weitere Droge stammt aus der Slowakei der Tschechischen Republik und aus dem Inland Anbau in Sachsen und Th uuml ringen Gewinnung der Droge Die Ernte erfolgt sowohl maschinell als auch manuell Vom Erntebeginn Anfang Juli an werden die neu entfalteten Bl uuml tenk ouml pfchen im Abstand von wenigen Tagen ohne Achsenanteile gepfl uuml ckt Im Laufe der Erntezeit werden immer weniger Bl uuml tenk ouml rbchen erhalten Abgeschlossen wird die Ernte etwa Anfang September Das Trocknen erfolgt im Freien im Schatten oder in Trockenapparaturen bei einer Temperatur von 35 bis 45 C Insofern eine Verwendung als Schmuckdroge beabsichtigt und somit keine R uuml cksichtnahme auf die Stabilit auml t der Inhaltsstoffe erforderlich ist wird bei Temperaturen von 80 C getrocknet bei denen die Farbe am besten erhalten bleibt Die Einzelbl uuml ten erh auml lt man in der Regel durch rebeln der getrockneten K ouml pfchen Inhaltsstoffe Triterpenalkohole Mono Di und Triole vom ψ Taraxacen Taraxacen Lupen Oleanen und Ursen Typ Monole zu ca 0 8 Prozent vorkommend zu etwa 10 acetyliert Hauptkomponenten dieses Typs sind α Amyrin ß Amyrin Lupeol Taraxasterol und ψ Taraxasterol Die zu etwa 4 enthaltenen Diole sind zum uuml berwiegenden Teil verestert mit Laurins auml ure Myristicins auml ure und Palmitins auml ure Hauptkomponenten dieses Typs sind Ester des Faradiols und Arnidiols Bei den Triolen handelt es sich um Vertreter unterschiedlicher Grundstrukturen unter diesen die als Heliantriole bezeichneten Taraxacen Derivate Heliantriol B 0 und Heliantriol B 1 Triterpensaponine Gehalt 2 10 Ausschließlich Glykoside der Oleanols auml ure darunter Bisdesmoside und Monodesmoside An das C Atom 3 des Aglykons ist stets Glucurons auml ure gebunden an die zum Teil in Position 2 Glucose und in Position 3 Galactose gebunden ist Die zweite Zuckerkette der Bisdesmoside besteht lediglich aus einem einzelnen Molek uuml l Glucose s Struktur von Saponosid A bei den verbleibenden 5 Saponinen sind die einzelnen Zuckerreste nacheinander abgespalten In Ringelblumenbl uuml ten auml gyptischer Herkunft wurden dar uuml ber hinaus Glykoside der 3ß Hydroxyolean 18 19 en 28 s auml ure Cochals auml ure und Machaerins auml ure identifiziert Flavonoide Gehalt 0 3 0 8 darunter insbesondere verschiedenste Glykoside des Isorhamnetins und Quercetins sowie freies Isorhamnetin Carotinoide Gehalt bis 3 Wesentlich verantwortlich f uuml r die Farbe der Droge Orangefarbene Variet auml ten enthalten große Mengen an Carotinen die gelb bl uuml henden Variet auml ten vorwiegend Xanthophylle Identifiziert wurden zahlreiche Verbindungen mengenm auml ßig dominieren Lutein und Zeaxanthin Auml therisches Ouml l Gehalt ca 0 2 Gekennzeichnet durch einen unangenehmen Geruch Uuml berwiegend aus Sesquiterpenen bestehend mit α Cadinol und T Cadinol als Hauptkomponenten Weitere Bestandteile Polysaccharide Cumarine insbesondere Scopoletin ferner Aesculetin und Umbelliferon Sterole freie und veresterte Sterole sowie Sterolglykoside in Ringelblumenbl uuml ten auml gyptischer Herkunft ferner die Iononglykoside Officinosid A und

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  • Chamomillae romanae flos - Römische Kamille
    kleine hellgrüne schmallanzettliche trockenhäutige strohige Hüllkelchblätter sowie Bruchstücke des Blütenbodens mit kleinen Spreublättern Die kleinen gelben Röhrenblüten sind nur selten zu finden Geruch und Geschmack Intensiver charakteristischer angenehmer Geruch und bitter aromatischer Geschmack Synonyme Drogenbezeichnungen Deutsch Römische Kamillen Englisch Chamomile flowers English chamomile Roman chamomile flowers Lateinisch Anthemidis flores Anthemidis flos Flores Chamomillae hortensis Flores Chamomillae majoris Flores Chamomillae nobilis Flores Chamomillae odorati Chamomillae romanae flores Flores Anthemidis Flores Chamomillae romanae Flores Leucanthemi romani Flos Anthemidis Herkunft Ausschließlich aus dem Anbau der zum überwiegenden Teil Zungenblüten besitzenden Varietät Der Anbau erfolgt in Belgien Frankreich Italien Polen der ehemaligen Tschechoslowakai den USA und Argentinien Hauptlieferländer sind Frankreich Polen und die ehemalige Tschechoslowakai Gewinnung der Droge Die angebaute Droge wird zum überwiegenden Teil durch Stockteilung vegetativ vermehrt Die Pflanzung erfolgt im Herbst oder im April bis Mai die erste Ernte im Juni bis Juli und weitere Ernten in den nachfolgenden Monaten Getrocknet wird bei Temperaturen bis maximal 35 in dünner Schicht Kultiviert werden die Pflanzen im Durchschnitt bis zu einem Alter von drei Jahren Inhaltsstoffe Ätherisches Öl Gehalt 0 6 bis 2 4 Bestandteile des Öls sind überwiegend Ester der Angelika Tiglin Methacryl und Isobuttersäure mit Isobutylalkohol Isoamylalkohol und 3 Methylamylalkohol sowie weiteren kurzkettigen aliphatischen Alkoholen Hauptkomponenten sind Isobutylangelat Isoamylangelat und Isobutylbutyrat Weitere jedoch nur in geringer Menge anwesende Bestandteile des Öls sind Monoterpene wie z B α Pinen ß Pinen α Charyophyllen Humulen und ß Caryophyllen sowie Sesquiterpene wie z B das nach Wasserdampfdestillation entstehende Chamazulen welches für die Echte Kamille charakteristisch ist sowie Farnesen Bisabolen Cadinen und Bisabolol Sesquiterpenlactone Charakterisiert durch einen bitteren Geschmack Gehalt ca 0 6 Insbesondere Verbindungen vom Germacranolid Typ mit Nobilin und 3 Epinobilin als Hauptkomponenten Hydroperoxide Von Estern als auch Terpenen abgeleitete Verbindungen wie z B 1ß Hydroperoxyisonobilin und 4 Hydroperoxyromanolid Flavonoide Hauptkomponenten sind die 7 O Glucoside von der Flavone Apigenin und Luteolin weitere Komponenten Apiin Apigenin 7 apiosylglucosid freies Kämpferol und verschiedene methylierte Flavonoidaglykone Weitere Bestandteile Hydroxyzimtsäurederivate Cumarine Scopolosid Scopoletin 7ß glucosid Catechine Polyine u a cis und trans Dehydromatricariaester die Triterpene ß Amyrin und Pseudotaraxasterol sowie das Steroid ß Sitosterol Wirkungen Bisher liegen keine Ergebnisse pharmakologischer Untersuchungen oder klinischer Studien vor in denen die Wirksamkeit von Römischer Kamille nachgewiesen wurde Untersucht wurden bisher nur einzelne Fraktionen bzw isolierte Substanzen Dabei erwies sich das ätherische Öl als wirksam gegen grampositive Bakterien und Dermatophyten nicht jedoch gegen verschiedene getestete Candida Arten Ebenfalls antibakteriell wirksam sind die aus dem ethanolischen Blütenextrakt isolierten Hydroperoxide Nobilin und die Nobilinderivate 1 10 Epoxynobilin und 3 Dehydronobilin zeigten eine zytostatische Wirkung in einem in vitro Modell mit menschlichen HeLa und KB Zellen die Polyacetylene diuretische zytotoxische und insektizide Wirkungen und das Apigeninderivat Chammaemelosid blutzuckersenkende Wirkung Untersucht wurde ferner der Einfluss eines ethanolischen Extraktes auf Verhaltensaktivitäten der sozialen Aggression bei Mäusen Aus den Ergebnissen wird auf das Vorkommen einer antiagressiven Substanz geschlussfolgert Infolge des Studiendesigns ist diese Interpretation der Ergebnisse jedoch zweifelhaft Anwendungsgebiete Infolge fehlender Wirksamkeitsnachweise nur volksmedizinisch angewendet Volkstümliche Anwendungsgebiete Insbesondere in Frankreich ferner auch in Belgien und Großbritannien

    Original URL path: http://schoepke.de/systematik/6_droge/chamrofl.htm (2016-02-14)
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  • Matricariae flos - Kamillenblüten
    einer Ebene hohe Keimfähigkeit geringe Verunkrautung sowie Verlängerung der Erntekampagne durch Selektion früh und spätblühender Sorten optimiert wurden Hauptlieferländer sind Argentinien Bulgarien und Ungarn geringe Mengen kommen aus Spanien der Tschechei und Deutschland Große Drogenmengen werden auch aus Ägypten importiert Infolge häufig nicht den Arzneibuchforderungen entsprechender Qualität wird diese meist im Lebensmittelbereich verwendet Gewinnung der Droge Die Ernte beginnt in Europa mit Anfang der Blütezeit Ende April Geerntet wird über einen Zeitraum von 4 bis 8 Wochen Bei manueller Ernte wird bis fünfmal gepflückt bei mechanischer Ernte meist nur ein bis zweimal Die ausschließlich in Billiglohnländern durchgeführte manuelle Ernte erfolgt entweder per Hand oder unter Verwendung von Pflückkämmen wobei letzteres Ausbeuten 2 kg pro Stunde ermöglicht Moderne Pflückmaschinen liefern demgegenüber mehr als 300 kg pro Tag Das Trocknen sollte möglichst im Schatten bei Temperaturen unter 20 C erfolgen Tatsächlich getrocknet wird im Normalfall bei höheren Temperaturen oder im Warmluftstrom wodurch beträchtliche Verluste an ätherischem Öl eintreten Inhaltsstoffe Ätherisches Öl Gehalt 0 3 bis 1 5 Zusammensetzung je nach Herkunft bzw Kultursorte variierend Genuin enthalten sind Bisabolide unter diesen 5 bis 70 α Bisabolol 5 60 Bisabololoxid A 5 60 Bisaboloxid B Bisabolol C 0 8 Bisabolonoxid Guajanolide darunter ca 1 Spathulenol Chamaviolin und die Proazulene Matricin und Matricarin aus denen bei der Wasserdampfdestillation 2 bis 18 Azulene besonders Chamazulen hervorgehen sowie zahlreiche weitere Sesquiterpene mit 7 45 ß trans Farnesen als bedeutungsvollstem Vertreter Weitere Bestandteile des ätherischen Öls sind bis 25 des cis sowie trans Isomere des En In Dicycloether Spiroether 2 Hexa 2 4 diin 1 yliden 1 6 dioxaspiro 4 4 non 3 en Flavonoide Gehalt bis 6 Bisher wurden über 30 Verbindungen identifiziert Apigenin 7 glucosid ist im Durchschnitt zu 0 5 enthalten Neben diesem kommen in unterschiedlichen Positionen acylierte Derivate des Apigenin 7 glucosids 2 Acetyl 3 Acetyl 4 Acetyl 6 Acetyl 6 Caffeoyl 6 Malonyl 2 3 Di acteyl 3 4 Di acteyl 4 6 Di acteyl und 4 Acetyl 6 malonyl und zahlreiche weitere Glykoside des Apigenins vor ferner Glykoside des Quercetins wie z B Rutin und Hyperosid sowie des Luteolins die freien Aglykone sowie mehrere methoxylierte Aglykone Cumarine Gehalt 0 01 bis 0 08 Nachgewiesen wurden Umbelliferon Herniarin Aesculin Cumarin Scopoletin und Isoscopoletin Weitere Bestandteile Phenolcarbonsäuren unter diesen Kaffeesäure Vanillinsäure Syringasäure Polysaccharide Lipide Phytosterole Cholin Aminosäuren mineralische Bestandteile Wirkungen Antiphlogistisch spasmolytisch wundheilungsfördernd desodorierend ulkusprotektiv antibakteriell und bakterientoxinhemmend Weiterhin führen Kamillenblüten zu einer Anregung des Hautstoffwechsels Die Wirkungen von Kamillenblüten wurden in zahlreichen pharmakologischen Experimenten untersucht in denen zum Teil auch Kenntnisse über Wirkungsmechanismen und wirksame Bestandteile gewonnen wurden Demnach ist die antiphlogistische Wirkung insbesondere auf eine Hemmung von Cyclooxygenase Prostaglandine und Lipoxygenase Leukotriene zurückzuführen Die intensivste 5 Lipoxygenasehemmung zeigt das Apigenin gefolgt von Chamazulen Bisabolol Bisabololoxid A und cis En In Dicycloether wogegen die 12 Lipoxygenase nur durch Apigenin gehemmt wird Die Cyclooxygenasehemmung wird durch Bisabolol cis En In Dicycloether und Apigenin in etwa gleichem Ausmaß bewirkt Die spasmolytische Wirkung wird auf eine Hemmung der Freisetzung von Calciumionen zurückgeführt Vermutet wird u a

    Original URL path: http://schoepke.de/systematik/6_droge/chamo-fl.htm (2016-02-14)
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  • Cnici benedicti herba - Benediktenkraut
    aus Hüllblättern die in einen langen fiederförmig zusammengesetzten kurz unter der Spitze knieartig gebogenen Dorn auslaufen Innere und äußere Hüllblätter außen mattgelb und innen weißseidig glänzend Blütenboden besetzt mit weißen seidig glänzenden Spreublättern Die 4 bis 6 Randblüten sind unfruchtbar mit dreispaltigem Saum und ohne Pappus Röhrenblüten zahlreich gelb mit 5spaltigem Saum Früchte gelbbraun mit 20 Längsrippen mit gezähntem Rand an der Spitze und zweireihigem Pappus dessen innere Borsten höchstens halb so lang sind wie die äußeren In der Schnittdroge dominieren die Bruchstücke der Laub und Hüllkelchblätter die durch die spinnwebartige klebrige Behaarung meist klumpig zusammenhängen sowie die derben Stengelstücke Für die sichere Identifizierung am aufschlussreichsten sind die typisch gefärbten Hüllkelchblattstücken die in Büscheln auftretenden meist silbrig glänzenden Spreuhaare des Blütenbodens und die meist nur in geringer Zahl zu findenden gelben langen Röhrenblüten Gleichfalls nur selten zu finden sind Früchte Geruch und Geschmack Geruch nur schwach vorhanden Geschmack stark und anhaltend bitter Synonyme Drogenbezeichnungen Deutsch Benediktinerkraut Bitterdistelkraut Carbenustee Distelkraut Kardobenediktenkraut Spinnendistelkraut Englisch Blessed thistle holy thistle Lateinisch Cardui benedicti herba Herba Cardui benedicti Herba Cnici benedicti Herkunft Importe aus Ost und Südosteuropa Italien und Spanien Hauptlieferländer sind Bulgarien Rumänien Italien und Spanien Gewinnung der Droge Überwiegend durch Wildsammlung Die Sammlung erfolgt kurz vor Beginn der Blüte Anfang Juli die Trocknung an der Luft oder unter künstlicher Wärmezufuhr bei 50 C Inhaltsstoffe Ätherisches Öl Gehalt ca 0 03 Hauptbestandteile sind die gesättigten Kohlenwasserstoffe n Nonan n Undecan und n Tridecan das Polyin Dodeca 1 11 dien 3 5 7 9 tetrain die Monoterpene Citronellol Cuminal und p Cymen sowie Benzaldehyd Nebenkomponenten u a Citral Citronellal und Zimtaldehyd Bitterstoffe Gehalt durchschnittlich 0 2 bis 0 7 selten auch bis 2 5 Hauptbitterstoff ist Cnicin weitere Bitterstoffe sind die Sesquiterpenlactone Artemisiifolin und Salonitenolid Lignanlactone ebenfalls durch einen bitteren Geschmack gekennzeichnet Gehalt im Durchschnitt 0 2 maximal bis 0 6 wichtigste Vertreter sind Arctigenin Trachelogenin Nortrachelosid und 2 Acetylnortrachelosid Weitere Bestandteile zahlreiche pentazyklische Triterpene Phytosterole und deren Glucoside sowie die Flavonoide Apigenin 7 glucosid Luteolin Luteolindiglucosid und Astragalin Ferner ist die Droge durch einen sehr hohen Gehalt an Mineralstoffen gekennzeichnet besonders Kalium und Magnesiumsalze der 10 bis 18 betragen kann Wirkungen Förderung der Speichel und Magensaftsekretion In pharmakologischen Untersuchungen wurden eine Reihe weiterer Wirkungen nachgewiesen Bei diesen handelt es sich im einzelnen um die ödemhemmende Wirkung von Cnicin eine antimikrobielle Wirkung von ätherischem Öl Cnicin und Polyacetylenen eine Anti Tumor Wirkung eines aus Frischpflanzen gewonnenen und gereinigten Extrakts sowie um cytotoxische Effekte von Cnicin Für die Anwendung der Droge sind die letztgenannten Effekte jedoch ohne Relevanz Anwendungsgebiete Appetitlosigkeit dyspeptische Beschwerden Volkstümliche Anwendungsgebiete Innerlich als Bittermittel auch bei Leber und Gallenleiden als harntreibendes Mittel sowie bei fieberhaften Erkrankungen und Herzfunktionsstörungen verwendet äußerlich als lokales Wundmittel bei Geschwüren und Frostbeulen Nachweise für die Wirksamkeit bei den genannten Anwendungen existieren nicht Infolge der Inhaltsstoffe der Droge und der für diese nachgewiesenen Wirkungen s oben erscheint jedoch eine Wirksamkeit bei der Verwendung als harntreibendes Mittel hoher Gehalt an Mineralstoffen und als lokales Wundmittel entzündungshemmende Wirkung von Cnicin antibakterielle

    Original URL path: http://schoepke.de/systematik/6_droge/cnicib-h.htm (2016-02-14)
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  • Artischockenblätter - Cynarae folium
    versehen Unterschied zu der im Mittelmeergebiet heimischen Wildform Cynara cardunculus L Die Oberseite der Blätter ist kahl die durch die deutlich hervortretende Nervatur tief gefurchte Unterseite durch ineinander verschlungene Haare weißlich Geruch und Geschmack Schwach beißender Geruch und zunächst leicht salziger dann sehr bitterer Geschmack Synonyme Drogenbezeichnungen Deutsch Keine gebräuchlich Englisch Artichoke leaves Lateinisch Folia Cynarae Herkunft Kulturen besonders der Balkenländer Spaniens Portugals Italiens Frankreichs und Marokkos Inhaltsstoffe Bis 4 teilweise bis 6 angegeben Coffeoylchinasäuren insbesondere Chlorogensäure und 1 5 O Dicaffeoylchinasäure jedoch wenig Cynarin 0 5 5 Sesquiterpenlactone besonders Cynaropikrin verantwortlich für bitteren Geschmack und ca 0 5 Flavonoide Wirkungen und Wirkungsmechanismus Blutlipidspiegel senkende Wirkung Obwohl Wirkungsmechanismus und wirksame Komponenten noch nicht vollständig geklärt sind gilt die Hemmung der Cholesterolbiosynthese sowie choloretische Wirkung s unten als Ursache der Blutlipidspiegel senkenden Wirkung als gesichert Wahrscheinlich ist eine Beteiligung insbesondere der Coffeoylchinasäuren und der Flavonoide Hinweis In Präparaten einiger Hersteller von Artischockenpräparaten wurde ausschließlich auf den Gehalt an Coffeoylchinasäuren standardisiert wogegen in diesen Extrakten Flavonoide zum Teil nur in Spuren anwesend sind wobei nach neueren Ergebnissen den Flavonoiden die entscheidende Rolle zukommt Choleretische Wirkung Steigerung der Galleproduktion um 20 bis 40 und Steigerung der Sekretion von Gallenflüssigkeit Cholerese Die Wirkung wird den Cofeoylchinasäuren insbesondere der Chlorogensäure und ihren Isomeren zugeschrieben Bitterstoffwirkung der Sesquiterpenlactone antioxidative Wirkung der Polyphenole Anwendungsgebiete Entsprechend der Empfehlung der Kommission E bei dyspeptischen Beschwerden aufgrund der neueren Erkenntnisse zur lipidsenkenden Wirkung auch bei Fettstoffwechselstörungen und zur Arterioskleroseprophylaxe Gegenanzeigen Bekannte Allergie gegen Artischocke und andere Korbblütengewächse Verschluss der Gallenwege und Gallensteine Unerwünschte Wirkungen Allergische Hautreaktionen können nicht ausgeschlossen werden Wechselwirkungen mit anderen Mitteln Keine bekannt Dosierung und Art der Anwendung Infolge der unterschiedlichen Wirkstoffe ist die Einnahme von Fertigpräparaten in denen die Anwesenheit sowohl der Flavonoide als auch der Coffeoylchinasäuren standardisiert ist vorzuziehen Tagesdosis einer Drogenmenge von 6 g

    Original URL path: http://schoepke.de/systematik/6_droge/cynara-f.htm (2016-02-14)
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  • Echinaceae purpureae radix - Purpursonnenhutwurzel
    Niederlande Schweiz Ukraine Gewinnung der Droge Gewinnung bevorzugt im Herbst Wild gesammelte Droge wird an der Luft getrocknet Die Ernte der angebauten Pflanzen erfolgt mit Hilfe eines Roders Vor dem Trocken werden die Wurzeln zerkleinert und gereinigt Inhaltsstoffe Alkylamide Zahlreiche Verbindungen dieses Typs Überwiegend Isobutylamide mit Doppel und Dreifachbindungen in der Alkylkette Hauptkomponenten dieses Typs sind Undeca 2 Z 4 E dien 8 10 diinsäureisobutylamid die isomeren Dodeca 2 E 4 E 8 Z 10 E tetraensäureisobutylamid und Dodeca 2 E 4 E 8 Z 10 Z tetraensäureisobutylamid Dodeca 2 E 4 Z dien 8 10 diinsäure 2 methylbutylamid Dodeca 2 E 4 Z dien 8 10 diinsäureisobutylamid sowie Undeca 2 E 4 Z dien 8 10 dinsäure 2 methylbutylamid Polyacetylene Vorhanden in sehr geringen Mengen Vertreter der Stoffgruppe sind u a Trideca 1 11 dien 3 5 7 9 tetrain Trideca 1 en 3 5 7 9 11 pentain und Trideca 1 3 dien 5 7 9 11 tetrain Kaffeesäurederivate 0 6 bis 2 1 Cichoriensäure etwa dreimal weniger Caftarsäure Chlorogensäure fehlt oder kommt nur in sehr geringen Mengen vor Ätherisches Öl Gehalt bis maximal 0 2 Zusammensetzung sehr heterogen Als Bestandteile wurden u a Caryophyllen Humulen und Caryophyllenepoxid nachgewiesen Polysaccharide Charakterisiert wurde ein Glykoprotein mit einem Molekulargewicht von 40 000 D das als Aminosäuren Asparaginsäure Glycin Glutaminsäure und Alanin sowie als Zuckerbausteine zu 64 bis 84 Arabinose 1 9 bis 5 3 Galactose und 6 Galactosamin enthält Weiterhin wurde ein aus Rhamnose Xylose Arabinose Mannose Galactose und Uronsäuren aufgebautes Rohpolysaccharid beschrieben Weitere Bestandteile Die stickstoffhaltigen Verbindungen Tussilagin und Isotussilagin Wirkungen Immunstimulierende Wirkung Der Nachweis der immunstimulierenden Wirkung wurde an unterschiedlichen in vitro und in vivo Testsystemen von verschiedenen Extrakten Fraktionen oder Inhaltsstoffen der Droge erbracht Die Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin dass Echinacea Extrakte die Komponenten der unspezifischen Abwehr aktivieren Eine Steigerung der Phagozytose wurde sowohl im in vitro Granulocytenausstrichtest als auch im in vivo Carbon Clearance Test an Mäusen ermittelt Den Wirkungsmechanismus stellt man sich derart vor dass die Immunantwort durch Kontakt mit den immunkompetenten Zellen der Kontaktstellen im Rachenraum und Darm ausgelöst wird der eine Stimulation des gesamten Systems der unspezifischen Abwehr der Schleimhaut folgt Diese Theorie steht im Einklang mit der Ansicht dass die Polysaccharide für die immunstimulierende Wirkung hauptverantwortlich sind Antimikrobielle Wirkung Einzelne in der Droge enthaltene Verbindungen bewirkten eine Hemmung verschiedner Bakterien und pathogener Pilze Berichte über eine Wirksamkeit von Drogenauszügen fehlen Wirkung auf den Arachidonsäuremetabolismus Die Alkamidfraktion führte zu einer Hemmung der Aktivität der 5 Lipoxygenase das Dodeca 2 E 4 E 8 Z 10 E Z tetraensäureisobutylamid hemmte das gleiche Enzym sowie die Cyclooxygenase Anwendungsgebiete Zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte Volkstümliche Anwendungsgebiete Der Sonnenhut wurde von den Indianern Nordamerikas in vielfältiger Weise verwendet Allerdings ist nicht sicher belegt welche der drei bedeutsamem Echinacea Arten E angustifolia E pallida und E purpurea jeweils verwendet wurde Die genannten Indikationen reichen vom äußerlichen Gebrauch bei Wunden Verbrennungen Lymphdrüsenschwellungen sowie Insektenstichen über das Kauen der Wurzeln bei Zahn und Halsschmerzen bis hin zur inneren Anwendung bei

    Original URL path: http://schoepke.de/systematik/6_droge/echinpur.htm (2016-02-14)
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  • Echinaceae purpureae herba - Purpursonnenhutkraut
    Arzneibuch monographierten getrockneten Droge auch Verwendung der ungetrockneten frisch verarbeitet Droge Häufig erfolgt in diesem Fall die Gewinnung des bevorzugt verwendeten Presssaftes bereits auf dem Feld Inhaltsstoffe Alkylamide Hauptkomponenten des getrockneten Krauts sind Undeca 2 E 4 Z dien 8 10 diinsäureisobutylamid und Dodeca 2 E 4 E 8 Z 10 E Z tetraensäureisobutylamid 10 E Isomer 10 Z Isomer Das frische Kraut enthält die Isobutylamide der Trideca 2 E 7 Z dien 10 12 diinsäure der Trideca 2 E 6 E 8 Z trien 10 12 diinsäure und der Pentadeca 2 E 9 Z dien 12 14 diinsäure sowie das Trideca 2 E 7 Z dien 10 12 diinsäure 2 methylbutylamid und das Pentadeca 2 E 9 Z dien 12 14 diinsäure 2 hydroxyisobutylamid Polyacetylene Trideca 1 11 dien 3 5 7 9 tetrain Trideca 1 en 3 5 7 9 11 pentain Trideca 8 10 12 trien 2 4 6 triin und Ponticaepoxid Kaffeesäurederivate 1 2 bis 3 1 Cichoriensäure 2 3 O Dicaffeoylweinsäure in geringerer Menge Cichoriensäuremethylester 2 O Caffeoyl 3 O feruloylweinsäure 2 3 O Diferuloylweinsäure 2 O Caffeoylweinsäure 2 O Feruloylweinsäure 2 O Caffeoyl 3 O cumaroylweinsäure und Monocaffeoylweinsäure 4 methylester Die höchste Konzentration an Cichoriensäure wird vor und zu Beginn der Blüteperiode erreicht Ätherisches Öl Gehalt 0 08 bis 0 32 Als Bestandteile wurden u a Borneol Bornylacetat Caryophyllen Caryophyllenepoxid Germacren D Germacrenalkohol Pentadeca 8 en 2 on und Palmitinsäure nachgewiesen Polysaccharide Charakterisiert wurden das 4 O Methylglucuronoarabinoxylan PS I mit einem Molekulargewicht von 450 000 Dalton das saure Rhamnoarabinogalactan PS II mit einem Molekulargewicht von 35 000 Dalton ein Xyloglucan mit einem Molekulargewicht von 79 500 Dalton und ein pektinartiges Polysaccharid Flavonoide Rutin und andere Derivate des Kämpferols und Quercetins Weitere Bestandteile Glycin Betain Vitamin C Wirkungen Immunstimulierende Wirkung Nach parenteraler und oder oraler Gabe bewirken Zubereitungen aus Purpursonnenhutkraut eine u a eine Steigerung der Zahl der weißen Blutkörperchen und der Milzzellen sowie eine Aktivierung der Phagozytoseleistung menschlicher Granulozyten Der Nachweis der immunstimulierenden Wirkung wurde an unterschiedlichen in vitro und in vivo Testsystemen von verschiedenen Extrakten Fraktionen oder Inhaltsstoffen der Droge erbracht darunter insbesondere der aus frischem Pflanzenmaterial gewonnene Presssaft Nach Vorbehandlung mit Presssaftzubereitung entwickelten von Mäusen stammende L 929 Zellen oder HeLA Zellen eine 50 80prozentige Resistenz gegen Influenza Herpes und das Vesicular Stomatitis Viren Direkte antivirale Effekte konnten demgegenüber nicht festgestellt werden Vergleichbare Ergebnisse wurden auch in Infektionsbelastungstesten mit dem pathogenen Pilz Candida albicans sowie dem Bakterium Listeria monocytogenes erhalten Die Untersuchungsergebnisse deuten darauf hin dass Echinacea Extrakte die Komponenten der unspezifischen Abwehr aktivieren Den Wirkungsmechanismus nach peroraler Applikation beim Menschen stellt man sich derart vor dass die Immunantwort durch Kontakt mit den immunkompetenten Zellen der Kontaktstellen im Rachenraum und Darm ausgelöst wird der eine Stimulation des gesamten Systems der unspezifischen Abwehr der Schleimhaut folgt Diese Theorie steht im Einklang mit der Ansicht dass die Polysaccharide für die immunstimulierende Wirkung hauptverantwortlich sind Bei äußerlicher Anwendung zeigen Zubereitungen antiphlogistische granulationsfördernde und wundheilungsfördernde Effekte Auch hier stellt man sich vor dass die Wirkung

    Original URL path: http://schoepke.de/systematik/6_droge/echpur-h.htm (2016-02-14)
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  • Helichrysi flos - Gelbe Katzenpfötchenblüten
    Trockenrasen an trockenen Wegrändern in lichten Kiefernwäldern und auf Graudünen Droge Die kurz vor dem völligen Aufblühen gesammelten und getrockneten Blütenstände Körbchen Beschreibung der Droge Die Droge besteht aus den meist kurzgestielten Blütenkörben Die Stiele sind wollig behaart Auffallendes Merkmal sind die zitronenfarbenen glänzenden strohigen Hüllblätter welche sich dachziegelig decken und meist deutlich abstehen Die Röhrenblüten sind noch nicht aufgeblüht klein und orangegelb und besitzen einen hellgelben Pappus Geruch und Geschmack Der Geruch ist schwach aromatisch der Geschmack schwach bitter und würzig aromatisch Synonyme Drogenbezeichnungen Deutsch Ruhrkrautblüten Harnblumen Sandgoldblumen Strohblumen Gelbe Immortellen Sandimmortellen Rainblumen Gelbe Mottenkrautblüten Lateinisch Flores Stoechados citrinae Flores Gnaphalii arenarii Herkunft Überwiegend durch Sammlung aus Wildvorkommen in Russland Polen und der Türkei Inhaltsstoffe Flavonoide und Chalkone darunter zu etwa 0 4 das für die Gelbfärbung verantwortliche Chalkon Isosalipurposid das Flavanon Naringenin und seine Glykoside darunter das 5 O Diglucosid und die isomeren 5 O Glucoside Helichrysin A und B Glykoside der Flavonols Kämpferol und Quercetin die 7 O Glucoside der Flavone Apigenin und Luteolin freies Apigenin sowie 3 5 Dihydroxy 6 7 8 Trimethoxyflavon Geringe Mengen ätherisches Öl ca 0 05 Hydroxycumarine freie und gebundene Phenylpropansäuren Sterole Gerbstoffe und Bitterstoffe Wirkungen Schwach choleretisch wirksam Ferner angeblich Förderung der Magensaft und Pankreassekretion Anwendungsgebiete Dyspeptische Beschwerden Volkstümliche Anwendungsgebiete In der Volksheilkunde unter anderem bei Gallenblasenentzündung Cholecystitis und Gallensteinleiden Cholelithiasis bei Rheuma Gelenkentzündung Arthritis als Diuretikum bei Blasen und Nierenleiden und bei Blasenkatarrh Ferner auch bei Impotenz Die Wirksamkeit bei diesen Anwendungsgebieten ist nicht belegt Gegenanzeigen Verschluss der Gallenwege Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit einem Arzt anzuwenden Unerwünschte Wirkungen Keine bekannt Wechselwirkungen mit anderen Mitteln Keine bekannt Dosierung und Art der Anwendung Soweit nicht anders verordnet 3 g Droge täglich Zubereitungen entsprechend Zur Teebereitung wird 1 g fein zerschnittene Droge 1 Teelöffel entspricht ca 1 5 g mit kochendem

    Original URL path: http://schoepke.de/systematik/6_droge/hechr-fl.htm (2016-02-14)
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