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  • Tibet: International Campaign for Tibet - Texte Newsletter April 2010
    ein Üblicherweise folgen auf Proteste intensive Überwachung und Ermittlungen Verhaftungen können noch nach Wochen stattfinden Zudem ist es typisch dass Personen die an Protesten seit März 2008 beteiligt waren hart bestraft werden Meist wird ihnen Anstiftung zur Spaltung der Nation zur Last gelegt was mit lebenslanger Haft bestraft wird anstatt sie wegen Vergehen gegen die öffentliche Ordnung zu verurteilen Tibet Thema im EU Parlament Anlässlich des Jahrestages des Volksaufstandes 1959 in Tibet und der Ergebnisse der 9 tibetisch chinesischen Dialogrunde war am 24 März 2010 Tibet Thema in einer Sitzung des EU Parlaments Fraktionsübergreifend sprachen sich die Abgeordneten für ein starkes Engagement Europas zur Lösung der Tibet Frage aus und signalisierten Unterstützung für die friedliche und auf Dialog basierende Haltung des Dalai Lama Gemeinsam mit unseren ICT Kollegen in Brüssel werden wir die Arbeit des EU Parlaments weiterhin aufmerksam verfolgen und begleiten Einen Video Mitschnitt der Sitzung finden Sie hier Tibet Gesprächskreis neu konstituiert Mitglieder des Tibet Gesprächskreises bei ihrer konstituierenden Sitzung Als Gast dabei der Repräsentant des Dalai Lama in Genf 2 v r Foto Büro MdB Haibach Das Interesse an Tibet ist auch im neu gewählten Deutschen Bundestag vorhanden Abgeordnete aller Fraktionen nahmen im März am ersten Treffen des neu konstituierten Tibet Gesprächskreises teil Überfraktionell zusammengesetzt nehmen an seinen Sitzungen sowohl Abgeordnete des Deutschen Bundestags als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraktionen und einzelner Parlamentarier teil Neue und alte Vorsitzende der Gruppe sind Holger Haibach Vorsitz CDU CSU Johannes Pflug SPD Harald Leibrecht FDP und Manuel Sarrazin Bündnis 90 Die Grünen Eingerichtet wurde der Tibet Gesprächskreis erstmalig im Mai 1995 anlässlich einer Anhörung zur Situation in Tibet im Auswärtigen Ausschuss und feiert somit in Kürze sein fünfzehnjähriges Bestehen Die International Campaign for Tibet gratuliert zu dem freudigen Ereignis Selbstgesetzte Aufgabe des Gesprächskreises ist es im Deutschen Bundestag ein Bewusstsein für die Tibet Problematik zu schaffen und damit die Grundlage für eine Verbesserung der Lage der Tibeter inner wie außerhalb Tibets Zu den Treffen des Tibet Gesprächskreises werden nicht selten auch externe Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungs Organisationen geladen um ihr Fachwissen mit den Teilnehmern am Tibet Gesprächskreis zu teilen In der Vergangenheit hat der Gesprächskreis auch öffentliche Veranstaltungen organisiert so zum Beispiel im Jahr 2008 als im Vorfeld der Olympischen Spiele und nach den massiven Protesten des Frühjahrs in Tibet das Interesse an der Lage in Tibet besonders ausgeprägt war Die International Campaign for Tibet bietet dem neu konstituierten Tibet Gesprächskreis des Deutschen Bundestags wie schon in der Vergangenheit erneut ihre fachliche Unterstützung für die laufende Legislaturperiode an Der Dalai Lama besucht die Schweiz Höhepunkt der Feiern zu 50 Jahre Aufnahme tibetischer Flüchtlinge in der Schweiz der Dalai Lama spricht auf dem Zürcher Münsterhof Fotos GSTF Ganz gleich welches Land dieser Erde der Dalai Lama derzeit besucht eine Debatte ist offenbar unumgänglich trifft er sich mit Politikern wird er von der Regierung empfangen oder nicht Und so wurde auch in der Schweiz öffentliche Kritik daran geübt dass der Bundesrat die Schweizer Regierung keinen gemeinsamen Termin mit

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  • Tibet: International Campaign for Tibet - Texte Newsletter Mai 2010
    Familie entführt von den chinesischen Behörden Niemand der den kleinen Jungen und seine Familie gekannt hatte hat sie seither wieder gesehen Weitere Informationen zu dem Fall des vielleicht bekanntesten tibetischen Gefangenen können Sie hier lesen Hintergrund der Entführung war der immer noch anhaltende Versuch der chinesischen Regierung sich den tibetischen Buddhismus zu Willen zu machen indem die Organe des offiziell atheistischen Staates damit begannen ihnen willfährige Reinkarnationen hoher geistlicher Führer installieren Bestes Beispiel hierfür ist Gyeltshen Norbu Ein halbes Jahr nach der Entführung des echten Panchen Lama wurde er von der chinesischen Regierung als solcher anerkannt Sowohl der Dalai Lama als auch die überwältigende Mehrheit der Tibeter lehnen dies entschieden ab und beharren darauf dass Gedhun Choekyi Nyima der echte Panchen Lama aus seiner Schutzhaft entlassen und seinem Volk zurückgegeben wird Zum 15 Jahrestag seiner Entführung erneuert die International Campaign for Tibet ihre Kampagne für den Panchen Lama Wir fordern von der chinesischen Regierung die Rechte des tibetischen Volkes auf freie Ausübung ihrer Traditionen und ihrer Religion zu achten und endlich freien Zugang zum 11 Panchen Lama zu gewähren Dafür muss jedoch der Druck auf die chinesischen Behörden erhöht werden Auch Sie können dabei helfen indem Sie noch heute unsere Petition zugunsten des heute Einundzwanzigjährigen und seiner Familie unterzeichnen Schenken Sie den Menschen in Tibet und dem jungen Gedhun Choekyi Nyima Hoffnung Hier können Sie dies ganz bequem tun Vielen Dank ihnen dafür Himmlisches Tibet bei Expo in Shanghai Bilder die die Besucher des Tibet Pavillons nicht zu sehen bekommen Ein später hingerichteter Tibeter wird von der Polizei vorgeführt Foto TCHRD Dass die Weltausstellung in Shanghai den in und ausländischen Besuchern ein von Misstönen ungetrübtes Bild Chinas zeichnen soll ist nicht verwunderlich Bei geschätzten Kosten von 45 Milliarden US Dollar mehr als selbst die Olympischen Spiele 2008 verschlungen haben kann man nichts anderes erwarten Besonders aufwändig fiel die Darstellung des eigenen Landes aus So präsentiert die Pekinger Führung dem Publikum die 22 chinesischen Provinzen die vier der Regierung direkt unterstellten Großstädte und die fünf autonomen Gebiete in einer gemeinsamen Ausstellungshalle mit eigens gestalteten Pavillons Wer sie besucht kann sich ein ausgezeichnetes Bild der aktuellen Propaganda Linie machen Besonders am Tibet Pavillon lässt sich vortrefflich studieren wie die Kommunistische Partei die tibetische Wirklichkeit präsentieren lässt Unter dem Titel Himmlisches Tibet bekommen die Besucher ein ungetrübtes Bild von Fortschritt Wirtschaftswachstum und malerischer Landschaft geboten Keine Spur von der massiven Umweltzerstörung durch die zahlreichen Bergbauprojekte von zwangsangesiedelten tibetischen Nomaden die damit ihre bisherige Lebensgrundlage verloren haben oder der allgegenwärtigen Unterdrückung von Meinungs und Religionsfreiheit ICT Geschäftsführer Kai Müller sagte dazu in der hier nachzulesenden Pressemitteilung der International Campaign for Tibet Wenn die Harmonie in Tibet wirklich so groß ist wie es der Tibet Pavillon suggeriert warum gibt es dann immer wieder Proteste im Land warum sind dann so viele Tibeter in Haft warum finden fortdauernd die patriotischen Erziehungsmaßnahmen statt und warum haben unabhängige Beobachter dann keinen uneingeschränkten Zugang nach Tibet Fragen die im Himmlischen Tibet leider gar nicht erst gestellt werden Kritischer Publizist

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  • Tibet: International Campaign for Tibet - Texte Newsletter Juni 2010
    Mal dass er fotografiert worden war Nachdem der Dalai Lama am 14 Mai 1995 in ihm die Reinkarnation des 10 Panchen Lama erkannt hatte änderte sich sein Leben jedoch von Grund auf Der 11 Panchen Lama wurde gemeinsam mit seiner Familie von den chinesischen Behörden entführt Seit nunmehr 15 Jahren ist er verschwunden Vermutlich jedoch lebt der Panchen Lama noch isoliert von der Welt in so genannter Schutzhaft der chinesischen Behörden und inzwischen 21 Jahre alt Die International Campaign for Tibet hatte Anfang Juni die seltene Gelegenheit vor einem UN Gremium auf das Schicksal des Panchen Lama aufmerksam zu machen Anlässlich einer Sitzung des UN Menschenrechtsrats in Genf die sich mit geheimen Haftanstalten beschäftigte konnte die ICT Mitarbeiterin Leslie Butterfield in ihrer Stellungnahme auf seinen Fall eingehen Darin forderte sie die chinesische Regierung auf endlich mitzuteilen wo der Panchen Lama festgehalten wird Weitere Einzelheiten über die Erklärung der ICT Mitarbeiterin können Sie hier nachlesen Nach wie vor haben Sie die Gelegenheit sich an der ICT Kampagne für den Panchen Lama zu beteiligen Darin wird die chinesische Regierung aufgefordert die Rechte des tibetischen Volkes auf freie Ausübung seiner Traditionen und seiner Religion zu achten und endlich freien Zugang zum 11 Panchen Lama zu gewähren Eine Musterpetition finden Sie hier Allen die sich für den verschwundenen Panchen Lama einsetzen herzlichen Dank Big Brother in Lhasa Überwachungskameras sind seit kurzem Pflicht in allen Hotels in Lhasa Bild Getty Images Mit neuen drastischen Bestimmungen für die Betreiber von Hotels und Kopierläden verschärfen die chinesischen Sicherheitsbehörden die Überwachung der Bürger von Lhasa In einer kürzlich ergangenen Anweisung werden alle Hotels und Pensionen angewiesen Ausweisscanner für ihre Gäste und Überwachungskameras für ihre Räumlichkeiten anzuschaffen Wer sich der Anordnung widersetzt riskiert den Verlust seiner Geschäftslizenz berichtet Radio Free Asia Zudem wurden Hotels und Pensionen angewiesen Sicherheitspersonal einzustellen das zuvor ein verpflichtendes Training durch die Behörden absolviert haben muss Eine Übernachtung ohne Personalpapiere ist nicht gestattet Ausweise müssen mit Hilfe des direkt mit der Polizei verbundenen Scanners ausgelesen werden zusätzlich muss täglich eine Liste der Gäste an die Polizei übermittelt werden Nur noch Hotels dürfen Ausländer beherbergen kleinen Familienpensionen ist dies untersagt Weitere Einzelheiten können Sie diesem englischsprachigen Bericht von Radio Free Asia entnehmen Bereits vor einigen Wochen trat eine weitere Anordnung in Kraft der zufolge in Lhasa Fotokopien nur noch nach Vorlage eines Ausweises erstellt werden können Namen und Adressen der Kunden sollen von den Betreibern der Copy Shops registriert und den Behörden übermittelt werden Wer nicht in Lhasa polizeilich gemeldet ist erhält überhaupt keine Genehmigung Kopierläden zu nutzen In von Han Chinesen geführten Geschäften wird offenbar generell nichts auf Tibetisch Geschriebenes kopiert da die Betreiber dies zumeist nicht lesen können und Angst haben ihre Lizenz zu verlieren Mit diesen Maßnahmen soll verhindert werde dass kritische Flugblätter oder Aufrufe schnell und in großer Stückzahl erstellt werden können Todesurteil und Proteste in Tibet Sonam Tsering wurde Ende Mai in Lhasa zum Tode verurteilt Foto TCHRD Erneut ist in Tibet ein Todesurteil gefällt worden Wie am 25 Mai bekannt

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  • Tibet: International Campaign for Tibet - Texte Newsletter Juli 2010
    Glückwünsche wurden inzwischen nach Dharamsala an das persönliche Büro des Dalai Lama weitergeleitet Bitte haben Sie Verständnis dass der von einigen Gratulanten vorgebrachten Bitte um Rückantwort aufgrund der großen Zahl der Glückwünsche leider nicht entsprochen werden kann Seinen Geburtstag beging das religiöse Oberhaupt der Tibeter am 6 Juli in Dharamsala Trotz Dauerregens waren mehrere Tausend Tibeter zu diesem Anlass zusammengekommen und feierten gemeinsam mit dem Friedensnobelpreisträger von 1989 das freudige Ereignis Gefährliche Flucht Dangerous Crossing den neuen ICT Bericht zur Lage der tibetischen Flüchtlinge in Nepal können Sie entweder als Druckversion bestellen oder aus dem Internet herunterladen Zwei Vorfälle aus dem Juni beleuchten die zunehmend schwieriger werdenden Aussichten für tibetische Flüchtlinge die versuchen über nepalesisches Territorium ins rettende Indien zu gelangen Immer häufiger ist zudem in Berichten die Rede davon dass chinesische Grenztruppen offen auf der nepalesischen Seite der Grenze tätig werden In einem Fall gelang es einer Gruppe von sieben Personen darunter zwei Kinder im Alter von sieben und zwölf Jahren sich mehrere Tage im Wald vor den Nachstellungen der chinesischen Grenzer versteckt zu halten bis es ihnen gelang Kontakt zu Mitarbeitern des Aufnahmezentrums für tibetische Flüchtlinge herzustellen die ihren Transport in die Hauptstadt Kathmandu organisierten Die Flüchtlinge waren zuvor von nepalesischen Polizisten aufgegriffen und ins Grenzgebiet zurückgebracht worden Gleiches geschah drei weiteren Tibetern zwei Mönchen aus dem grenznahen Kloster Korchak und einer Frau aus Shigatse Anders als im ersten Beispiel übergaben die Polizisten die Flüchtlinge jedoch direkt an die chinesischen Grenztruppen die die Flüchtlinge auf der Polizeistation von Muchu im Nordwesten Nepals persönlich in Empfang nahmen und über die Grenze zurück nach Tibet brachten Es muss befürchtet werden dass die drei Flüchtlinge gefoltert werden ihnen drohen nach aller Erfahrung Gefängnis oder Arbeitslager unter äußerst harten Bedingungen Fälle wie diese schildern zwei neue Berichte der International Campaign for Tibet ICT die zum Weltflüchtlingstag am 20 Juni veröffentlicht worden sind Sie dokumentieren eine deutliche Verschlechterung der Lage der Tibeter und die zunehmend flüchtlingsfeindliche Haltung der nepalesischen Behörden So hat es immer mehr den Anschein als ob Nepal das bisherige Gentleman s Agreement mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen UNHCR aufkündigen wolle demzufolge allen Flüchtlingen eine sichere Weiterreise nach Indien gewährt würde sofern sie nepalesischen Boden betreten haben Weitere Details zu den Berichten können Sie hier nachlesen Insgesamt 838 Tibetern gelang im Jahr 2009 die gefährliche Flucht über den Himalaja nach Nepal und von dort weiter nach Indien Dies bedeutet eine leichte Steigerung gegenüber den 652 Menschen denen dies im Jahr 2008 gelungen war In den Jahren davor hatte die Zahl der Tibeter denen die Flucht geglückt war noch jeweils zwischen 2 500 und 3 500 gelegen Weitere Informationen finden Sie in den beiden englischsprachigen Berichten A fragile welcome China s influence on Nepal and its impact on Tibetans und Dangerous Crossing Conditions Impacting the Flight of Tibetan Refugees 2009 Den zweiten Bericht können Sie zudem über die ICT Geschäftsstelle auch in der gedruckten Fassung zu 8 00 Euro inkl Versand bestellen ICT bei EU China Menschenrechtsseminar Vincent Metten aus

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  • Tibet: International Campaign for Tibet - Texte Newsletter September 2010
    die wir den Spendern unseren herzlichen Dank übermittelten Inzwischen hat die Tibet Foundation einen Bericht über die Verwendung der Mittel veröffentlicht der hier auf Englisch im Internet nachgelesen werden kann Insgesamt waren der Tibet Foundation bis Mitte Juli umgerechnet etwa 150 000 Euro an Spenden zugegangen die vorwiegend für die unmittelbare Nothilfe eingesetzt wurden Ein Mitarbeiter der Tibet Foundation konnte direkt vor Ort den Bedarf der Überlebenden einschätzen und die am dringendsten benötigten Güter in der Region selbst einkaufen Gerade in den ersten Tagen und Wochen nach dem Unglück waren dies zum Beispiel Dinge wie Wolldecken Butter Tsampa oder Tee Doch kaum waren die Zerstörungen des Erdbebens auch durch diese Hilfsaktion zumindest in Ansätzen beseitigt als im August nach langanhaltenden Regenfällen im tibetischen Kreis Drugchu in der Provinz Gansu die Berghänge den Wassermassen nicht mehr standhalten konnten und als Schlammlawinen zu Tal fuhren Offiziellen Angaben zufolge verloren dabei mehr als 1200 Menschen ihr Leben Während die staatlichen chinesischen Medien die Ursachen vor allem in den enormen Regenmengen und der prekären geologischen Schichtung suchen sehen Kritiker zumindest einen Teil der Verantwortung für das Ausmaß der Erdrutsche in der ungebremsten Abholzung der Wälder die beim Vergleich älterer Luftaufnahmen mit Bildern aus der Gegenwart auch für Laien unschwer zu erkennen sei Weitere Einzelheiten und Hintergrundinformationen können Sie auf Englisch hier nachlesen ICT vergibt Journalistenpreis Wird 2011 erstmalig vergeben der Schneelöwe Journalistenpreis der ICT Premiere für die International Campaign for Tibet Erstmals verleiht die ICT einen eigenen Journalistenpreis Auf diese Weise wollen wir zur Förderung einer qualifizierten Berichterstattung über die oft fremde und sehr komplexe Welt Chinas und Tibets beitragen eine Aufgabe deren Notwendigkeit auf der Hand liegt Schließlich beherrscht die Entwicklung Chinas die Diskussionen und Kommentare in den Medien wie kaum ein anderes Thema Die wirtschaftliche politische und gesellschaftliche Bedeutung des Landes ist in den letzten Jahren rasant gewachsen Immer wieder im Blickpunkt steht dabei auch Tibet Die International Campaign for Tibet verleiht daher den Schneelöwen Preis für herausragende journalistische Beiträge Diese müssen zwischen dem 1 Januar 2010 bis 30 November 2010 in deutschsprachigen Medien veröffentlicht worden sein Teilnehmen können alle journalistischen Darstellungsformen vom Foto bis zur Reportage Einsendeschluss ist der 15 Dezember 2010 Eine mit Dokumentarfilmer und Schauspieler Hannes Jaenicke der Hörfunkjournalistin Eva Corell und der Leiterin der China Redaktion der Deutschen Welle Adrienne Woltersdorf ebenso prominent wie sachkundig besetzte Jury wird aus den eingesandten Beiträgen die Preisträger wählen Mitte 2011 wird der erste Schneelöwen Journalistenpreis im Rahmen einer Preisverleihung an die Gewinnerinnen und Gewinner überreicht Alle weiteren Informationen zum Wettbewerb um den Schneelöwen finden sich hier Todesschüsse auf Demonstranten Der Kreis Payul in der Provinz Sichuan wo die tödlichen Schüsse fielen Aufnahme von 1995 96 aus dem Buch Tibet Outside the TAR Steven D Marshall und Susette Cooke Der Protest gegen die mit der Ausbeutung der Bodenschätze in Tibet verbundene Umweltzerstörung hat Todesopfer gefordert Am 27 August meldete Radio Free Asia unter Berufung auf tibetische Quellen dass vier Tibeter von der chinesischen Polizei erschossen worden seien als sie im Bezirk Payul

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  • Tibet: International Campaign for Tibet - Texte Newsletter Oktober 2010
    China Im März 2008 war Liu Xiaobo einer von 29 Originalunterzeichnern einer 12 Punkte Petition an die chinesischen Behörden in der zum Dialog zwischen der chinesischen Regierung und dem Dalai Lama aufgefordert wurde Darin wurden die schweren Fehler der chinesischen Tibetpolitik betont und die Reaktion der chinesischen Regierung auf die Proteste in Tibet kritisiert Endgültig in Ungnade fiel Liu Xiaobo als er gemeinsam mit weiteren Intellektuellen am 9 Dezember 2008 das Reformmanifest Charta 08 veröffentlichte das in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hier auch auf Deutsch nachzulesen ist Weitere Informationen zu dem Preisträger finden Sie hier Unterdessen haben mehr als 100 chinesische Anwälte Gelehrte und Aktivisten in einem offenen Brief die Freilassung von Liu Xiaobo und allen politischen Gefangenen sowie mehr Demokratie in China gefordert Zu den Unterzeichnern dieses mutigen Dokuments bürgerschaftlichen Engagements zählt auch die tibetische Autorin und Bloggerin Woeser In einer Pressemitteilung erklärte ICT Geschäftsführer Kai Müller dazu Der bemerkenswerte offene Brief der mehr als 100 Aktivisten zeigt dass der Wunsch nach Demokratie und Menschenrechten in China weiterhin lebendig ist Allen Drohungen und Einschüchterungen seitens der Regierung zum Trotz vertreten diese mutigen Menschen ihre Ideale mit Nachdruck Wir begrüßen ausdrücklich die Forderung nach Freilassung aller politischen Gefangenen Meinungsfreiheit und Offenheit sind unverzichtbar um Konflikte in der Volksrepublik China zu lösen Dies betrifft auch so zentrale Punkte wie die Tibetfrage Weitere Details dazu können Sie hier nachlesen Hannes Jaenicke präsentiert ICT in Frankfurt Hannes Jaenicke präsentierte ICT auf der LitCam Konferenz im Rahmen der Frankfurter Buchmesse Foto ICT Bildung und Menschenrechte waren am 4 und 5 Oktober Thema der LitCam Konferenz im Rahmen der Frankfurter Buchmesse auf der die International Campaign for Tibet in diesem Jahr erneut vertreten war Der Schauspieler und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke stellte dabei in einer Präsentation das ICT Schulprojekt im nordindischen Suja vor und nahm anschließend an einer Diskussionsrunde mit internationalen Schriftstellern und Dokumentarfilmern teil Hannes Jaenicke macht sich bereits seit Jahren auf vielfältige Weise für die Tibeter und die Arbeit der ICT stark Unter anderem ist er Mitglied der Jury des neu geschaffenen Schneelöwen Journalistenpreises der ICT und fungierte bereits beim RTL Spendenmarathon 2008 als Pate des Schulprojekts in Suja Insofern war er bestens auf seinen Auftritt auf der LitCam Konferenz vorbereitet Das von ICT mit Unterstützung der Stiftung RTL ins Leben gerufene Schulprojekt in dem tibetischen Kinderdorf Suja in Indien hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt von denen viele bereits erreicht sind Mit den Mitteln der Spender konnten dort inzwischen Wohnhäuser ein neues Gesundheitszentrum sowie eine Mehrzweckfläche errichtet werden In den Kinderdörfern werden vorwiegend tibetische Kinder aufgenommen denen die strapaziöse und überaus gefährliche Flucht ins indische Exil gelungen ist Details hierzu finden Sie in dem aktuellen Flüchtlingsbericht der ICT Dangerous Crossing Viele tibetische Eltern schicken ihre Kinder in der Hoffnung ins Exil dass diese dort eine Bildung erhalten die die Werte der tibetischen Religion und Kultur respektiert Deswegen wird in den Kinderdörfern eine Erziehung angestrebt die sowohl auf die Bewahrung der traditionellen tibetischen Kultur ausgerichtet ist als auch den Anforderungen moderner Ausbildung genügt Trotz aller

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  • Tibet: International Campaign for Tibet - Texte Newsletter November 2010
    Dabei soll es Quellen aus der Region zufolge auch zu Festnahmen gekommen sein Hintergrund der Massenproteste ist die geplante Umsetzung einer neuen Bildungspolitik die den Unterricht in tibetischer Sprache einschränken soll Offenbar soll das Tibetische zukünftig nur noch als reiner Sprachunterricht stattfinden jeglicher Fachunterricht hingegen auf Mandarin Beobachter werten dies als Beleg für die fortschreitende Marginalisierung der tibetischen Kultur die sich insbesondere im Bildungswesen manifestiere Wie erst nach Abflauen des öffentlichen Protests bekannt wurde war diesem eine Konferenz in Rebkong chin Tongren vorausgegangen in deren Anschluss tibetische Grund und Mittelschullehrer ein Schreiben an die staatlichen Behörden verfasst hatten in dem die Beibehaltung der tibetischen Sprache als Medium für den Fachunterricht verlangt wurde Mehrere hundert Lehrer und Schüler unterzeichneten in der Folge dieses Schreiben Einen englischsprachigen Bericht der ICT über diese Petition mit zusätzlichen Hintergrundinformationen finden Sie hier Aus Anlass der Proteste rief die International Campaign for Tibet in Erinnerung dass die Behandlung des Tibetischen nicht zufällig der erste von insgesamt elf Verhandlungspunkten war die im Memorandum über echte Autonomie für das tibetische Volk aufgeführt sind das die Gesandten des Dalai Lama ihren chinesischen Gesprächspartnern im Rahmen der sino tibetischen Gespräche im Jahr 2008 präsentiert haben Die Gesandten bezeichneten damals Sprache als das wichtigste Attribut der Identität des tibetischen Volkes Der Stellenwert ihrer Sprache ist für die Tibeter daher kaum zu überschätzen Eine Lösung der Tibetfrage ist nicht vorstellbar wenn gleichzeitig dieses zentrale Element der tibetischen Identität missachtet wird Chinas Sprachenpolitik behindert die Lösung der Tibetfrage Schreiben Sie Herrn Westerwelle Auf der Postkarte abgebildet Der Filmemacher Dhondup Wangchen Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung dieses Recht schließt die Freiheit ein Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen zu empfangen und zu verbreiten So lautet Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die am 10 Dezember 1948 von den Vereinten Nationen in Paris verkündet wurde Heute 62 Jahre später ist die Meinungsfreiheit immer noch in vielen Teilen der Welt nicht verwirklicht selbst in demokratischen Rechtsstaaten gibt es immer wieder Versuche sie einzuschränken Umso mehr gilt dies für die Volksrepublik China in Gänze und dort speziell für Tibet Aktuell liegt China auf dem beschämenden Platz 171 von insgesamt 178 der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen Und auch in der Fallliste des Writers in Prison Komitees der Schriftstellervereinigung PEN ist dem Land eines der ausführlichsten Kapitel gewidmet Die International Campaign for Tibet ICT hat deshalb eine bundesweite Petition für mehr Meinungsfreiheit in Tibet gestartet Unter Bezugnahme auf den zitierten Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte fordert ICT dazu auf Postkarten an Bundesaußenminister Guido Westerwelle zu schicken in denen beispielhaft an das Schicksal des Umweltschützers Karma Samdrup und des Dokumentarfilmers Dhondup Wangchen erinnert wird die alleine deshalb zu langen Haftstrafen verurteilt wurden weil sie friedlich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch genommen hatten Im Text wird der Bundesaußenminister aufgefordert sich mit Nachdruck für die Freilassung all jener Tibeter einzusetzen die sich allein aufgrund ihrer friedlichen Meinungsäußerung in

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  • Tibet: International Campaign for Tibet - Texte Newsletter Dezember 2010
    soll die Zwangsumsiedlung bis kommenden September abgeschlossen sein betroffen sind circa 500 Familien in der Gemeinde Phodo im Kreis Lhundrup nördlich von Lhasa Den Tibetern wurde verboten ihr Land weiter zu pflügen oder zu bewässern einen geschlossenen Umzug der Dorfgemeinschaft lehnten die Behörden ab die meisten der Betroffenen sollen sich auf drei andere Landgemeinden verteilen ein Teil sich in der Hauptstadt Lhasa ansiedeln Für Letztere dürfte es in der Stadt unmöglich sein ihren landwirtschaftlichen Lebensstil weiter zu pflegen Wie die tibetischen Quellen mitteilten soll der Bau des Staudamms ausschließlich durch han chinesische Arbeitskräfte erfolgen Die chinesische Armee habe in der Gemeinde Phodo bereits jetzt 1 000 Soldaten stationiert den Berichten zufolge sollen 2 000 weiter hinzukommen Möglicher Hintergrund dieser Maßnahme könnten befürchtete Zusammenstöße mit der tibetischen Bevölkerung sein wie sie sich in der Vergangenheit im Zusammenhang mit geplanten Infrastruktur oder Bergbauprojekten regelmäßig ereigneten Passend dazu teilte die chinesische Regierung unlängst mit dass zwischen 2006 und 2010 allein in der Autonomen Region Tibet TAR insgesamt 43 359 tibetische Nomadenfamilien in feste Behausungen umgesiedelt worden seien Das Projekt habe mehr als 1 Milliarde Yuan gekostet umgerechnet mehr als 120 Millionen Euro Diese Politik der Zwangsansiedlung tibetischer Nomaden ist seit langem Grund zu großer Besorgnis ist sie doch mit fatalen Folgen für die Betroffenen verbunden Sie werden ihrer Lebensgrundlage beraubt sind aber gleichzeitig für den Arbeitsmarkt ungenügend qualifiziert was sie von staatlicher Hilfe abhängig macht und zu einer entwürdigenden Lebensweise zwingt Verloren geht stattdessen eine Jahrhunderte alte und ökologisch nachhaltige Wirtschaftsweise Dies ist umso bedrohlicher für das Ökosystem des tibetischen Hochlandes als die Nomaden in der Regel großen Infrastruktur Bergbau oder Wasserkraftprojekten weichen müssen die zumeist ohne Rücksicht auf die langfristigen Folgen vorangetrieben werden Demokratie nur im Exil In China noch unmöglich Tibeter wählen ihre Volksvertreter Am 15 November verkündete die exiltibetische Wahlkommission im nordindischen Dharamsala die Ergebnisse der Vorwahlen für den tibetischen Premierminister und das tibetische Parlament im Exil Der eigentliche Wahlgang ist für den 20 März des kommenden Jahres angesetzt Zugelassen zu den Wahlen sind alle erwachsenen Exiltibeter innerhalb der Volksrepublik China ist an eine demokratische Wahl derzeit nicht zu denken Theoretisch konnten sich also circa 90 000 der schätzungsweise 150 000 Exiltibeter für die Wahl registrieren lassen dies ein deutlicher Beleg dafür wie jung die Exilgemeinde ist Als Ergebnis der Vorwahlen stehen nunmehr sechs Kandidaten für den Posten des Premierministers auf Tibetisch Kalon Tripa sowie die Kandidaten für die 44 zu wählenden Sitze des Exilparlaments fest Weitere Einzelheiten können Sie hier nachlesen Während die Vorwahlen in Indien Europa und Nordamerika reibungslos über die Bühne gingen wurden sie in Nepal und Bhutan von den dortigen Behörden behindert In Nepal wurden mehrere Wahlurnen beschlagnahmt und offenbar bislang nicht zurückgegeben in Bhutan hinderte die Regierung die tibetische Gemeinde daran die abgegebenen Stimmen nach Dharamsala weiterzuleiten Die Bedeutung des demokratischen Prozesses für die Exiltibeter dürfte deutlich zugenommen haben mit der Ende November publizierten Erklärung des Dalai Lama sich im kommenden Jahr von formell politischen Funktionen zurückziehen zu wollen Stärker als bislang wird damit der

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