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    übernommen Neben seiner richterlichen Tätigkeit blieb Federer auch der Rechtswissenschaftlichen Fakultät verbunden In dem von Karl Siegfried Bader begründeten Seminar für Rechts und Verfassungsgeschichte dem sogenannten Badischen Seminar arbeitete er von Anfang an mit Federers 1947 fertig gestellte Dissertation Beiträge zur Geschichte des Badischen Landrechts ist aus diesem Seminar hervorgegangen Die Schrift wies den Einfluss des badischen Landrechts auf die gesamtdeutsche Rechtsent wicklung nach und zeigte eindrucksvoll auf wie unter der Geltung des badischen Landrechts in Baden eine eigenständige Wissenschaft des französischen Zivilrechts entstehen konnte die mit der französischen Rechtswissen schaft gebend und nehmend verbunden war In Freiburg machte Federer in atemberaubender Geschwin digkeit Karriere Noch 1947 erfolgte seine Ernennung zum Landgerichtsrat zwei Jahre später amtierte er als Oberlandesgerichtsrat Im April 1948 wurde ihm zudem das Amt eines Richters am Badischen Staatsgerichtshof übertragen 1950 folgte noch ein weiteres Nebenamt als Richter am Obergericht für Rückerstattungssachen in Rastatt Im September 1951 nahm er im Prinz Max Palais in Karlsruhe seine Tätigkeit als Richter des Bundesverfassungsgerichts auf und verlegte seinen Wohnsitz in die neue Residenz des Rechts Mit gerade 40 Jahren hatte er das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter für Bundesverfassungsrichter knapp überschritten und war doch das einzige Mitglied des neugeschaffenen Verfassungsorgans der über eine eigene Erfahrung als Verfassungsrichter verfügte Ein Jahr zuvor war Federer bereits geistig nach Karlsruhe zurückgekehrt Zur Eröffnung des Bundesgerichtshofes die am 8 Oktober 1950 unter Mitwirkung von Bundespräsident Theo dor Heuß im Karlsruher Erbgroßherzoglichen Palais feierlich begangen wurde erschien eine Festschrift an der sich auch Federer beteiligte Sein auch heute noch lesenswerter Beitrag der sich mit der Rechtsentwicklung in Baden befasste endet mit einem längeren Zitat aus der Rechtfertigungsschrift Johann Georg Schlossers Federer hat hierzu treffend bemerkt Schlossers Worte sollen als Gruß und guter Wunsch für den Bundesgerichtshof stehen den Baden mit herzlicher Freude in seiner alten Landeshauptstadt aufnehme

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