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  • Carl-Troll-Straße – Förderverein Poppelsdorfer Geschichte e.V.
    Bachfelde sich öfters durch den Ausbruch des Endenicher Baches sammelnde Wasser aufzunehmen Unser ehemaliger Landgrabenweg 1894 mit Endenich zusammen von der Gemeinde Poppelsdorf gebaut verband die Sebastianstraße mit dem Katzenburgweg Er markierte auch die nordwestliche Grenze des Geländes der früheren Wesselwerke trennte vom Fabrikgebiet den Garten und die prächtige Villa des Fabrikanten Wessel ab die von der Sebastianstraße aus gesehen auf der linken Seite gelegen war Dort wo die Kekuléstraße einmündet standen bis zur Umgestaltung des Gebietes Werkswohnungen für Beschäftigte der Firma Wessel Und anschließend überquerte man die Gleise vom Wesselsbähnchen dessen Gleise vom Güterbahnhof bis nach Poppelsdorf reichten und sah dann die ausgedehnten Lagerhallen der Steingutfabrik Heute unterschneidet die B 9 diese Straße Auf der Poppelsdorfer Seite liegen große Parkplätze und weiter zur Karlrobert Kreiten Straße erhebt sich das neue Lehrgebäude für das biologische Institut der Universität Bonn Auf der Seite gegenüber hat die Universität weite Felder für ihre landwirtschaftlichen Forschungen Dort an der Einmündung zum Katzenburgweg sieht man links das vordere Gebäude der Tierphysiologie Seit 1969 ist die Straße in Carl Troll Straße umbenannt weil es mit unserem früheren Landgrabenweg eine Namensgleichheit in Beuel gibt und dort diese Straße wesentlich länger ist man hätte also deutlich mehr Anwohnern eine Adressenänderung zumuten müssen Wer war Carl Troll Er war ein Geograph höchsten Ranges Man hat ihn als geistigen Nachfolger Alexanders von Humboldt ausgezeichnet In Bayern am 24 Dezember 1899 geboren wurde er nach seinem Studium und Forschungen auf Expeditionen durch die Anden 1926 29 an den Gebirgsrändern Mittel und Südafrikas vom Roten Meer bis Kapstadt 1933 an den Hängen des Nanga Parbat 1937 schließlich 1938 nach Bonn berufen Hier blieb er trotz ehrenvoller Rufe nach München Zürich und Berlin und wirkte als Direktor des geographischen Instituts äußerst erfolgreich Seine über 120 Doktoranden gingen in alle Welt davon wurden über

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  • Clemens-August-Straße – Förderverein Poppelsdorfer Geschichte e.V.
    ausgetragen es gab sie noch nicht in unserem Sinne Wer mochte wohl auch die nötigen Kenntnisse im Lesen oder Schreiben aufweisen So ist es gut möglich dass unsere heutige Clemens August Straße noch ihren ersten Namen trägt Allerdings wurde er unterschiedlich geschrieben In den Jahren um 1950 zeigten die Straßenschilder Klemens August Straße so wurde es auch in der Schule gelehrt Heute nun hat man sich schon seit vielen Jahren auf die ursprüngliche Schreibweise besonnen die ja auch mit den Initialen C A übereinstimmt Die Clemens August Straße war schon seit je her die Hauptschlagader des Ortes Das beweisen vor allem die alten Karten und Stadtpläne Da ist deutlich zu sehen wie sich die meisten Häuser entlang der Straße ansiedelten also ein Straßendorf Weiterhin kann man erkennen wie der Poppelsdorfer Bach sich einmal links und einmal rechts an dieser Straße entlangschlängelte Ein alter Stadtplan aus dem Jahre 1873 hat selbstverständlich den Straßenzug unserer Clemens August Straße eingezeichnet aber einen Straßennamen findet man nicht obwohl es vom Jägerhof an auf Bonn zu Meckenheimer Straße heißt Die Geschichte sagt weiter aus dass diese Straße zur Römerzeit eine wichtige Militär und Handelsstraße mit strategischer Bedeutung war denn sie stellte eine Ost West Verbindung dar und hatte von hier aus das Ziel Eifel Mosel und Trier Deshalb ist zu verstehen warum die Straßenfortsetzung Triererstraße heißt Von Osten her also aus Richtung der heutigen Stadt schuf diese Straße eine Verbindung zum römischen Legionslager Allerdings ist die heutige Meckenheimer Allee die im 19 Jahrhundert noch Meckenheimer Straße hieß eine Anlage aus der kurfürstlichen Zeit Auf ihr sollte der Verkehr für Fuhrwerke und Fußgänger aufgenommen werden damit die Poppelsdorfer Allee ausschließlich für den Landesherrn reserviert war Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte hat die Clemens August Straße allerlei Schicksalsprüfungen erlitten Pest Brandschatzung und Plünderungen Trockenzeiten Überschwemmungen und eiskalte Winter Sie erlebte natürlich mit ihren Bewohnern den Niedergang der kurfürstlichen Pracht denn es wohnten hier viele der Bediensteten Das Wasserträgerhaus von 1750 ist das letzte Beweisstück für die Baufürsorge der Kurfürsten die eine ganze Reihe ähnlicher Häuser für ihre Dienstleute hier bauen ließen Dann marschierten die Revolutionstruppen Napoleons ein Das Dorf verarmte Die Neuordnung unter den Preußen ließ hoffen Mit der Universität erwachte wieder das Leben Aus dieser Zeit um 1830 finden wir auf einem Bild den Vorläufer des sagenhaften Jägerhofes der in der folgenden Zeit manche Veränderung erlebte Für die Clemens August Straße begann ein Wirtschaftswunder Ganz alte Adressbücher weisen sage und schreibe 17 Wirtschaften auf Sie stillten den Durst nach Wein Bier und Geselligkeit nicht nur der Einheimischen sondern auch der immer zahlreicher auftauchenden Studenten und der Soldaten die in der Ermekeilkaserne stationiert waren Kurz nach der Eingemeindung bot die Clemens August Straße ein wechselvolles Bild Neben den Kneipen gab es am Ortseingang das Café Stockamp auf der linken Seite Etwas weiter rechts lag versteckt das Bethaus der jüdischen Gemeinde Hohe Schornsteine warfen Qualm und Ruß aus der Manufaktur Wessel in den Himmel Kleine Handwerksbetriebe existierten ebenso wie die Geschäfte des täglichen Bedarfs die Kolonialwarenläden und die

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  • Ermekeilstraße – Förderverein Poppelsdorfer Geschichte e.V.
    er so haben es manche gemacht freies Feld aufgekauft und es Stück für Stück als Bauland erschlossen Und so entstand die Ermekeilstraße als sie in Bauparzellen aufgeteilt der sich ausdehnenden Stadt Wohn und Siedlungsraum bot Und wenn dann diese neuen Straßen auch schon die notwendige Infrastruktur gleich mit anboten vor allem Kanalanschluss und Gas und Wasserleitungen dann stimmten die Stadtväter gerne zu dieser Straße den Namen des Erbauers zu verleihen So kamen etwa die Quantiusstraße die Colmantstraße die Wesselstraße zu ihren Namen Als 1883 die Ermekeilkaserne fertig gestellt wurde wurde damit auch einem lang gehegten Wunsch der Bonner Universität entsprochen denn es zog dort zunächst das Bataillon des Infanterie Regiments Nr 28 ein das 1897 vom 2 Bataillon der 160er ersetzt wurde Warum begrüßte die Uni diese Infanterietruppen Dort konnten die weniger bemittelten Studenten ihren einjährigen freiwilligen Dienst ableisten eine spezielle Form zur Ableistung der Militärpflicht für Abiturienten und Studierende Sie war mit gewissen Privilegien und auch Ansprüchen bezüglich einer Offizierslaufbahn verbunden Nun entstanden auch Hausbauten an der Ermekeilstraße die zum Teil eigens für die unteren Offiziersdienstgrade bestimmt waren denn die durften außerhalb der Kaserne bei ihren Familien wohnen Wie viele Nagelstiefel der Infanteristen das Pflaster poliert haben kann niemand nachmessen Einen kleinen Eindruck vermittelt das Foto vom Einmarsch einer Kolonne um die Jahrhundertwende 1900 Es muss aber immer wieder ein Anziehungspunkt für Kinder gewesen sein wenn Soldaten marschierten Als dann im August 1914 das Bataillon mit klingendem Spiel in den Krieg ausrückte begleiteten die begeisterten Hochrufe der Bürger die Soldaten die durch die Ermekeilstraße in eine ungewisse Zukunft auszogen 2838 Tote und Vermisste aus dem dort kasernierten Truppenteil zählte die traurige Bilanz nach über vier Jahren Weltkrieg Ob damals die Bezeichnung Ärme Kääls Kaserne aufkam ob sie vielleicht schon vorher den preußischen Drill und Schliff meinte der ja besonders

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  • Fridtjof-Nansen-Straße – Förderverein Poppelsdorfer Geschichte e.V.
    Karten Buchveröffentlichungen Der Verein Mitglied werden Veranstaltungen Poppelsdorfer Heimatmuseum Entstehungsgeschichte Kontakt und Impressum Suche Suche nach Veranstaltungen Besichtigung der Bonner Fahnenfabrik Fr 26 Februar 2016 10 00 Uhr Jahreshauptversammlung Sa 9 Jan 2016 15 00 Uhr Adventsfeier Di 1 Dez 2015 18 00 Uhr Fridtjof Nansen Straße Die heute vorzustellende Straße zweigt von der Kreuzbergallee in Richtung Ippendorf ab und läuft parallel zur Ippendorfer Alle Die Postleitzahl ist 53115 Die Straße ist nicht aufregend lang und doch liegen an ihr einige bemerkenswerte Villen teilweise versteckt hinter Gärten und Hecken Was macht die Straße interessant Es ist der Name Um 1920 hätte fast jeder etwas über diesen 1861 geborenen Schweden Fridtjof Nansen sagen können Man wusste von seinen Expeditionen ins Binneneis Grönlands jeder kannte den Namen seines Forschungsschiffes Fram Mit ihm ließ er sich vom Eis einschließen und trieb polwärts Er erreichte fast genau den Nordpol Nach dem Ersten Weltkrieg setzte er sich für die Heimkehr der Kriegsgefangenen aus Sowjetrussland ein Als Hochkommissar des Völkerbundes organisierte er Hilfsaktionen für das vom Hunger gepeinigte Sowjetrussland Das geschah in den Jahren 1921 bis 1930 1922 erhielt er den Friedensnobelpreis Im gleichen Jahr wurde der von ihm initiierte Pass für staatenlose Flüchtlinge international anerkannt

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  • Hartsteinstraße – Förderverein Poppelsdorfer Geschichte e.V.
    Akademie Poppelsdorf Das ist schon ein guter Anfang Schritt 3 Ebenfalls im Stadtarchiv gibt es unter anderem mehrere Suchkarteien in Form von Karteikarten und auch im Computer Suche im Bereich der Straßennamen Da ist die Hartsteinstraße noch nicht aufgeführt Auch im Zeitungsarchiv findet sich kein Hinweis Schritt 4 Nachschlagen im Namensweiser Tatsächlich gibt es den Namen Hartstein Eduard mit einigen Veröffentlichungen etwa Ein paar Worte über das der Universität Bonn gehörende Landgut zu Poppelsdorf seine Bestimmung und seine Bewirtschaftung erschienen 1849 Das bietet dem Suchenden einen wichtigen Hinweis denn wenn sich ein Autor Gedanken um dieses Landgut macht was später ein Kern der Landwirtschaftlichen Akademie werden sollte dann wird dieser Verfasser bestimmt beruflich enger damit verbunden gewesen sein Schritt 5 In dem Band Chronik der Stadt Bonn erschienen 1988 findet man einen Hinweis auf Hartstein in der Jahresübersicht für 1850 Allerdings wird er dort nur im Zitat eines Briefes erwähnt den der Schreiber am 27 November 1851 an seinen Vater zum Geburtstag verfasst hat Dort wird ein erstes Licht auf die Persönlichkeit des gesuchtes Mannes geworfen Recht interessant ist mir das landwirtschaftliche Kolleg das ich in Poppelsdorf höre besonders weil es das einzige ist wo ich den Professor fast ganz verstehe Derselbe war außerordentlich zuvorkommend gegen mich es ist ein Dr Hartstein ein sehr tüchtiger Mann denn es ist eine Seltenheit dass ein Student der nicht Landwirt oder auf studentisch Mistfink ist nach Poppelsdorf kommt Geschrieben hat das Heinrich von Treitschke Historiker 1834 bis 1896 Schritt 6 Jetzt lohnt es sich in Veröffentlichungen nachzublättern die sich mit der Geschichte der ehemaligen Landwirtschaftlichen Akademie der heutigen landwirtschaftlichen Fakultät der Universität befassen Es gibt eine sehr detaillierte Abhandlung über Das Dekanatsgebäude der Landwirtschaftlichen Fakultät zu Bonn als Broschüre erschienen und verfasst von Prof Kurt Kaemmerer 1999 Da werden unter anderem die Verdienste

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  • Kekulé-Straße – Förderverein Poppelsdorfer Geschichte e.V.
    Rommerscheidt Zwei Jahre später etabliert sich unter der Hausnummer 9 ein Kohlenhändler Brüsselbach Die rechte Straßenseite blieb noch lange frei bis 1920 Unter diesem Jahrgang erscheint dort die Bemerkung Neubauten ohne Nrummer 1922 wird diese Lücke auf der rechten Straßenseite gefüllt mit rechts Haus Nr 14 40 Siedlungs Gesellschaft Bonn und dieser Häuserzug besteht heute noch und hat seine charakteristische Gliederung behalten Es gibt drei harmonische Haustypen die sich mehrfach wiederholen und dem Auge eine gefällige Struktur darbieten Rechts und links der Straße wuchsen dann im Laufe der Zeit Wohnhäuser Gewerbebetriebe Büros und haben die Straße dicht gemacht Von der alten Zeit schwärmen Uranwohner wenn sie vor allem an die Jahre der großen Poppelsdorfer Kirmes denken Dann standen sowohl Wohnwagen der Beschicker als auch kleinere Fahrgeschäfte und vor allem die Buden mit den Puppentheaterbühnen und den leckeren Naschereien zum Gaudi der Kinder da Überhaupt hatten die Pänz hier ein Spielparadies denn der Autoverkehr beschränkte sich auf die wenigen Benzinkutschen der Anlieger Wunderbar konnte mit dem Ball gespielt werden Nachlaufen und Räuberspiele blieben ungestört Der Krieg hat Spuren hinterlassen und die Zeit danach haben den stillen Charakter verändert Heute drängt sich der Verkehr der oft die Staugefahr der nahe liegenden Durchgangsstraßen umgehen will an den dicht parkenden Autos vorbei Spielstraße das war einmal Friedrich August Kekulé 1829 1896 wurde 1867 auf den Lehrstuhl der Chemie in Bonn berufen Er war in München Schüler des großen Justus Liebig gewesen Hier in Bonn leitete Kekulé das damals neue und in Europa modernste chemische Institut und blieb ihm 30 Jahre treu Er verhalf ihm zu einem ausgezeichneten Ruf im In und Ausland Kennzeichnend für seine überragende Fähigkeit als Wissenschaftler und Lehrer ist die Tatsache dass von seinen Schülern 28 Lehrstuhlinhaber hervorgingen 1875 76 war er Dekan und 1877 78 und 1881 82 Rektor der

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  • Karlrobert-Kreiten-Straße – Förderverein Poppelsdorfer Geschichte e.V.
    Botanik und den Versuchsfeldern mit den Dependancen der Botanischen Gärten In der Fortsetzung nach Endenich zu über den ehemaligen Landgrabenweg hinaus würde diese Straße das Gelände des kurfürstlichen Passspiels berühren Von dieser Anlage aus der Zeit des Clemens August ist nur noch ein Kupferstich erhalten zu sehen in der Heimatsammlung Die ehrwürdigen zum Glück erhalten gebliebenen Bäume am Eingang der Straße auf der linken Seite erinnern an den lauschigen Garten des ehemaligen Jägerhofes der genau an der Ecke früher den markanten Eingang nach Poppelsdorf schmückte Karlrobert Kreiten so die Erläuterung am Straßenschild ist wegen regimefeindlicher Äußerung 1943 von der Gestapo verhaftet und später nach einem Schauprozess hingerichtet worden Karlrobert Kreiten wurde 1916 in Bonn geboren Seine Mutter war eine bekannte Konzertsängerin der Vater Theo Kreiten ein gesuchter Konzertpianist Klavierlehrer Komponist und Dozent am Konservatorium Die Familie wohnte in der Endenicher Straße 40 Schon früh galt Karlrobert als musikalisches Wunderkind Mit erst elf Jahren trat er bereits als Solist in Mozarts Klavierkonzert A Dur in der Düsseldorfer Tonhalle auf Später gewann er mehrere wichtige musikalische Wettbewerbe und bestand bereits mit zwölf Jahren die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule Köln Der damalige weltberühmte Dirigent Wilhelm Furtwängler hielt ihn damals für den begabtesten Pianisten

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  • Rehfuesstraße – Förderverein Poppelsdorfer Geschichte e.V.
    Bald war das Straßenschild richtig ersetzt Wer war dieser Rehfues der dieser doch etwas abgelegenen Straße seinen Namen hergab Und wenn wir am Ende dieser Geschichte sind dann werden viele der Leser einverstanden sein Dieser Mann hätte eine Straße verdient ganz dicht an unserer Universität Denn die Lebensgeschichte des Philipp Joseph von Rehfues ist sehr eng mit unserer Bonner Universität und auch Poppelsdorf verknüpft Nach Aufenthalten in Italien und Studien in Theologie und Literatur begegnete der damals noch nicht geadelte Philipp Joseph Rehfues einflussreichen preußischen Politikern darunter dem Freiherrn vom Stein dem Architekten Schinkel und dem Naturforscher von Humboldt Auch die Streitschriften des Rehfues gegen Napoleon trugen ihm die Sympathie der Preußen ein Und als das Rheinland nach 1814 von Napoleon frei war und zu Preußen kam hatte man ihn zum Kreisdirektor von Bonn ernannt Aus dieser Position heraus verfasste er damals die Denkschrift Ansprüche und Hoffnungen der Stadt Bonn vor dem Thron ihres künftigen Beherrscher niedergelegt Darin warb er darum doch Bonn zur Stadt der zukünftigen Rheinischen Universität zu machen Als letzte Gegenkandidatin agierte noch die Nachbarstadt Köln musste aber schließlich hinter Bonn zurückstehen Am 18 Oktober 1818 unterschrieb der damalige preußische König die Stiftungsurkunde Deshalb heißt unsere Alma Mater Friedrich Wilhelms Universität Der erste Kurator der neuen Universität wurde der damalige Oberpräsident der Rheinprovinz Graf zu Solms Laubach Doch die eigentliche Arbeit machte der Kreisdirektor Rehfues Inzwischen hatte er nämlich geheiratet und eine gute Partie gemacht eine vermögende Baronesse von Meusebach die ausgedehnte Ländereien im Siebengebirge und Römlinghoven mit in die Ehe brachte So wurde dem Antrag auf Adel bald stattgegeben 1819 wurde von Rehfues offiziell Universitäts Kurator Unter seiner Begleitung wuchs die neue Universität bald heran von zunächst zwölf Professoren und 47 Studenten auf nach zwei Jahren 36 Professoren und 626 Studenten Spätere Jahre brachten jedoch auch

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