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  • Kleine Kairoer Baumkunde, Teil 3: Was blüht im Januar und Februar?
    der Eukalyptusbaum schnell eingebürgert und bewährt Schnellwüchsig und anspruchslos füllt er die Lücken in der einheimischen Baumflora zusammen mit der unverwüstlichen Casuarina aus Australien die nadelförmige Blätter hat und die noch den kargsten und unfruchtbarsten Feldrand gegen den Wüstensand abschirmt und extrem sparsam im Wasser und Nährstoffverbrauch ist Sie hat Knöllchenbakterien zur Stickstoffproduktion in den Wurzeln und produziert sich selber ihre Nährstoffe Der Baum hat viele Namen Casuarina kommt vom Helmkasuar einem australischen Laufvogel mit einem Busch haarfeiner Federn auf dem Kopf Sie heißt auch Trauerkiefer wegen der hängenden nadelartigen Blätter Eisenholz wegen der Härte des Stammes Streitkolbenbaum wegen den zapfenähnlichen Früchtchen Casuarina und Eukalyptus sind aus der ägyptischen Baumflora gar nicht mehr wegzudenken obwohl sie der Bodenflora darunter nicht freundlich sind die Casuarina durch ihre sauren Nadeln der Eukalyptus durch die starken ätherischen Öle ihrer abgeworfenen Blätter Wenn die Casuarina Bäume blühen überziehen sie ihre Hängeästchen mit einem dichten weichen Polster von hellbraunen Staubblütchen Die weiblichen Blütenstände sitzen ähnlich wie Zäpfchen am Fuße der Nadelästchen Nun wollen wir noch schnell einen imposanten echten Nadelbaum aus der Reihe der Kiefern vorstellen der auch früh zu blühen anfängt obgleich Nadelbaumblüten wenig auffallen Es ist die Himalayaföhre Pinus longifolia mit ihren großen Zapfen und drei Meter langen feinen Nadeln auf jedem Kurztrieb ein sehr schöner hoher und majestätischer Baum Eine etwas kleinere Kiefernart ist die Aleppo Kiefer mit nur je zwei Nadeln auf jedem Kurztrieb Die männlichen Blüten sind bei den Nadelbäumen dicke Staubgefäßpolster und die weiblichen rötliche Miniaturzäpfchen die im Laufe von zwei Jahren heran wachsen und verholzen Die Samenkörner mit ihrem Flugblättchen liegen auf den Schuppen der Zapfen welche sich bei Wind und Trockenheit abspreizen Ende Februar ist es dann soweit dass uns die samtroten tulpengroßen Blüten des Bombax malabaricum des Seidenwollbaums einer Kapokbaumart vor die Füße fallen Eigentlich bemerken

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  • Kairoer Baumkunde: Was blüht im März und April
    reifen Früchte weiße oder schwarze Maulbeeren zu kommen die wie blasse Himbeeren oder schwarze Brombeeren aussehen Sie scheinen Leckerbissen für die Kinder zu sein im Gegensatz zu der Japanischen Mispel Beschmella japonica die auch schon früh fruchtet ein kleinerer Ostbaum mit betont starkem Aderrelief der Blätter und gelben erfrischend süßsäuerlichen dattelähnlichen Früchten mit großen glasigen Kernen darin Andere Obstbäume blühen erst noch Aprikosen Äpfel Birnen Zitronen Doch fallen sie im Stadtbild kaum auf außer den dichten Blütenklungeln der Mango bäume hinter den Gartenmauern woran man aber die Einzelblüten kaum unterscheiden kann Doch auf dem Land ist derzeit die Orangenblüte ein duftendes Ereignis An den Kanälen fängt jetzt auch die stachelige Nilakazie Acacia nilotica der häufigste Baum des Niltals mit goldgelben Mimosenbällchen an zu blühen Alle Teile dieses Baumes vom Harz bis zu den Doppelfieberblättchen haben und hatten großen Nutzwert Vorher blüht schon die Rhizinusstaude der Wunderbaum Ricinus communis mit den wundervollen Blättern Und in der Wüste fangen die Tamarisken bald zu blühen an Noch etwas wirkt auffällig im April Das sind die Herbstverfärbungen des Bo Baumes Buddhabaum und der Färberfeige Ficus religiosa und Ficus infectoria Ihre Blätter variieren durch alle wunderschönen Gelb und Goldbrauntönungen des Blattgrünabbaus und werden dann einfach abgeworfen sehr zum Ärger der Straßenkehrer Und dann treiben sie im Abstand von nur einer Woche ohne eingeschobene Winterruhe neue Blätter aus und zwar jetzt in allen Tönungen der Rot Palette leuchtend hellrot die Färberfeige samtfarben dunkelrot glänzend der Bo Baum Doch sehr bald gewinnt das Chlorophyll wieder die Oberhand und lässt sie normal ergrünen Jedes Jahr wieder dasselbe Schauspiel Je nach Dauer der winterlichen Kälteperiode ist es Ende März bis Anfang April soweit dass das Blaufieber aus unseren geliebten Jakarandabäumen ausbricht ehe sie neue Blätter entfaltet haben und wir in ein Meer von Blaufarben getaucht werden Himmelsblau Meeresblau Veilchenblau Glockenblumenblau wer kann es benennen Es schwebt wie eine Legierung von Himmels und Meeresfarbe und Frühlingsseeligkeit über uns in den Baumwipfeln und lässt uns immer wieder dazu aufblicken Die Blüten sind fünf Zentimeter lange gebauchte Glöckchen wie kleine Trompeten und sitzen in lockeren Blütentrauben die von unten nach oben hin aufblühen Die Früchte sind froschkopfähnliche holzige Kapseln sehr zum Basteln von Phantasietieren geeignet und wurden schon im Septemberheft vorgestellt Jacaranda acucifolia bzw Jacaranda mimosifolia heisst auch Palisander und stammt aus Brasilien und Peru Der Name wurde ihr von brasilianischen Eingeborenen gegeben Der Baum ist wegen seiner Blütenschönheit in tropischen und subtropischen Ländern weit verbreitet worden Ende April oder Anfang Mai ebenfalls je nach Dauer der Winterkälte beginnen schon früh der Elefantenohrbaum Enterolobium cyclocarpum mit dem neugetriebenen jungen doppelt gefiederten Blättern und etwas später der Paschabartbaum die Sirisakazie Albizia lebbek sich mit unauffälligen weißlichen Pinselblüten aus zahlreichen Staubgefäßen zu überziehen die beim letzteren fein duften wie früher die parfümierten Paschabärte Wegen der glänzenden im Wind raschelnden langen Schoten die letzterer ausbildet und lange auf sich sitzen lässt heißt der Baum bei den Engländern boshafterweise auch Ladie s Tongue Tree Der Baum wurde wie manche anderen tropischen Alleebäume auch schon von Mohamed

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  • Bedrohte Schätze: Korallenriffe im Roten Meer
    bisher eindeutig geklärt Daher sind die langfristigen Effekte des Massenauftretens von Dornenkronen bzw des Entfernens der Seesterne nicht vorherzusagen Es kann sich durchaus um einen für ein gesundes Riff völlig normalen Vorgang handeln der ähnlich wie Waldbrände für eine Verjüngung der Bestände sorgen kann Die Korallenriffe in Ägypten sind die Grundlage für einen weiterhin wachsenden Küstentourismus Nur durch verantwortlichen Umgang mit den Riffen kann diese Basis erhalten werden Freiwillige untersuchen die Riffe Um den Zustand und die Entwicklung der Riffe in Ägypten zu beobachten haben sich Wissenschaftler und Sporttaucher in der Initiative Reef Check mit etablierten und umweltbewussten Tauchbasen im Roten Meer zusammengetan Im Roten Meer werden die Reef Checks regelmäßig in Sharm el Sheikh Dahab Hurghada und Marsa Alam durchgeführt Wissenschaftler und Taucher checken seit 1997 jedes Jahr einige Tage den Zu stand ausgewählter Riffe Die Freiwilligen werden in einem kleinen Seminar mit den Methoden vertraut gemacht Bei einem Übungstauchgang wird noch einmal alles durchgespielt und die Bestimmung der Organismen unter Wasser geübt Dann gehen die Taucher in Zweier Teams unter Wasser und zählen entlang einer hundert Meter langen Leine bestimmte Indikatoren für die Riffgesundheit Die Indikatoren sind leicht zu erkennen und geben Auskunft über den Einfluss des Menschen auf das Ökosystem Sie sind in drei Gruppen eingeteilt Fische Weichtiere und Substrat wie Korallen Sand etc Je nach Tauchgebiet werden die Tauchgänge vom Boot oder vom Strand durchgeführt Die Gruppe wird von einem Wissenschafter bzw einer Wissenschaftlerin betreut An jedem Riff wird jeweils ein Reef Check in ca fünf sowie in zehn Metern Tiefe durchgeführt Da der Reef Check keine harte Arbeit darstellt sondern in einen gelungenen Urlaub integriert werden soll bleibt noch genug Zeit für Fun Tauchgänge Viele Teilnehmer sind schon zum zweiten oder dritten Mal dabei im September reist sogar ein ganzer Tauchclub aus Österreich extra zum

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  • Unterhaltung mit einer Wüstenheuschrecke
    einen Tagesausflug ich meine das bei uns im wahrsten Sinne des Wortes hinter sich gebracht haben dann bekommt man halt auch ordentlich Appetit nicht Aber streckenweise sind wir richtige Hungerkünstler Wenn wir zum Häuten ansetzen nehmen wir kein Hälmchen zu uns Im Durchschnitt futtern wir also gar nicht so viel besonders wenn man unsere Leistung betrachtet Als Adulter also als Erwachsener würde ich an einem normalen Acht Stunden Arbeitstag so 15 bis 20 km h fliegen Wenn wir gut drauf sind schaffen wir es auch schon mal auf mehrere Hundert Kilometer täglich Machen Sie das mal den ganzen Tag bei sengender Sonne Ich finde wir sind wahre Überlebenskünstler Optimal angepasst an unseren Lebensraum schließlich können wir auf eine längere Evolution zurückblicken als Sie liebe Leser Heuschrecken gab es fast schon immer Und außerdem wir hinterlassen auch etwas Guano muss man mühselig einführen dafür zahlen sie sogar eine Menge Unsere Düngepellets fliegen wir sogar selber ein Und auch wenn wir mal so durch ein Feld gegangen sind das wächst doch wieder Jemand hat ausgerechnet dass die Pflanzen dann ertragreicher nachsprießen als ohne unseren Rückschnitt Gut wir wollten uns schon Mühe geben und nicht gerade zur Reifezeit von Sorghum oder Mais einfallen dann ist das sicherlich schon etwas unangenehm Ja Sie haben ja recht die Zahlen habe ich auch gehört 1958 sollen in Äthiopien Getreidemengen vernichtet worden sein mit der dort ein Jahr lang eine Million Einwohner hätten ernährt werden können Das war schon ein peinlicher Ausrutscher Ab os das so stimmt der Presse sollte man auch nicht so ohne weiteres alles glauben Glauben Wie mir das Timing ist nicht so einfach schließlich ziehen wir hin und wieder kreuz und quer durch die gesamte Sahelzone einschließlich engrenzender Gebiete da kann man schon den Überblick verlieren Wenn sich dann noch eine ganze Reihe Clans wie 1988 89 aufmachen Reisen bildet schließlich hapert es schon mal mit der Korrdination Dan mussman halt fressen was einem so zwikschen die Mandibeln kommt Da erwischt es gegebenenfalls eben mal ein paar Parkbäume und Gebüsebeete Mandibeln Das sind uner Kauwerkzeuge unsere Zähne Aber eines muss auch mal gesagt werden Der Verlust der angestammten Wanderpfade der großen Herden Ostafrikas wird überall beklagt man macht sogar Korridore frei Aber natürlich kein Wort über unsere Bedürfnisse und unsere Einschränkungen in den letzten Jahrhunderten Um ehrlich zu sein wir fühlen uns diskriminiert Wir sind auch schöne Tiere Im ersten Larvenstadium sind wir zwar recht unauffällig und vorwiegend schwarz gefärbt Als 7 mm kleiner Hüpfer muss man eben etwas Wert auf Tarnung legen Aber in den nächsten 4 Larvenstadien entfalten wir unsere ganze Schönheit Ein strahlendes Gelb mit hinreißenden schwwarzen Punkten und Streifen Als geschlossene hopper band vereinigen wir uns zu einer wogenden Symphonie in Schwarz und Gold Versammeln wir uns am Abend zur Nachrruhe in Büschen und Bäumen könnt man uns glatt mit einem gelb schwarzen Blütenmeer verwechseln Als Adulte bekommen wir dann unsere gelb braunen Flügel kann aber insgesamt auch ein bisschen mehr ins Gelbe oder Rote gehen Die Färbung finde ich eigentlich nicht so attraktiv aber dafür können wir ja dann fliegen In vier oder fünf Wochen kann ich vielleicht schon zu meiner ersten Flugstunde starten d h wenn es nicht zu kalt wird sonst ist es wohl erst in sieben oder acht Wochen so weit Soll sich manchmal sogar bis auf acht Monate rausziehen können fürchterlich Aber es geht ja jetzt auf den Frühling zu da steigen die Temperaturen und es geht hoffentlich schneller Fliegen das muss ein wundervolles Gefühl der Freiheit sein Bis dahin bleibt eben nur Fußmarsch Aber das behindert unseren Wanderdrang keineswegs wenn wir Lust dazu haben Wir laufen manchmal zu Zig Tausend los das ist dann ein echtes Event Es gibt zwar immer ein paar schlappe Jahrgänge dazwischen die lieber zuhause bleiben Das sind die solitären Generationen Wenn keine kritische Dichte erreicht wird und wir genug zu futtern haben gibt es ja auch keinen Grund loszulaufen Und kein Mensch nimmt Notiz von denen Na ja das letztere stimmt seit ein paar Jahren nicht mehr so ganz Ich habe gehört in manchen Ländern haben sie kaum sind wir geschlüpft ununterbrochen ein Auge auf uns Andauernd kurven sie bei solchen Prospektionen gleich mit großem Staat durch die Gegend manchmal mit mehreren Pickups und Unimogs auf einmal In Mauretanien schlagen sie sogar Zelte in unseren Brutgebieten auf und machen ein richtiges Camp nur wegen uns Wie soll man sich da in Ruhe entwickeln können wer weiß denn was die vorhaben Zimperlich waren die noch nie da habe ich schon ganz üble Sachen gehört So manche chemische Pestizidkeule wurde an uns ausprobiert Bei unserem letzten berühmten Einsatz haben sie ja schließlich rund 16 Millionen Liter Insektizide ausgebracht und außerdem noch 14 Millionen Kilogramm in Pulverform Das hat gekostet Sollen alles in allem so 500 000 gewesen sein Immerhin mussten sie fliegende Schwärme wie Larvenbänder behandeln die über eine Fläche von 26 Millionen ha verbreitet waren Das Ganze war ihnen anschließend auch nicht mehr so ganz geheuer Man soll reihenweise tote Eidechsen und Vögel gefunden haben Die ökotoxikologischen Untersuchungen brachten Verheerendes zu Tage Manche Nomaden behaupteten sogar dass in ihren Kamelherden viele Jungtiere verendeten und ungewöhnlich häufig Fehlgeburten auftraten Mit den Nomaden kommen wir im Prinzip so unter Kollegen ganz gut aus Wir fressen nämlich ihren Kamelen eigentlich nicht das Futter weg auch wenn oft das Gegenteil behauptet wird Manche Leute scheinen noch nie was von Biologie und ökologischer Einnischung gehört zu haben Wir ziehen ganz andere Pflänzchen vor als die Dromedare Leben und Leben lassen war schon immer unsere Devise Manche Nomaden sollen sogar die Prospektionstrupps die auf der Suche nach Trupps von uns waren in die falsche Richtung geschickt haben wenn sie nach Heuschreckenvorkommen gefragt wurden Ich sag ja echte Kollegen Nun nach 1986 88 hat man sich regelrecht gegen uns verbündet GTZ USAID FAO EMPRES CRC LUBILOSA und wie die Programme und Vereinigungen alle sonst noch heißen und haben uns eine ganze Horde Wissenschaftler und Spezialisten auf den Hals geschickt die uns noch heute verfolgen Regelrecht ausspioniert

    Original URL path: http://papyrus-magazin.de/archiv/2003_2004/september/9_10_wuestenheuschrecke.html (2016-04-25)
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  • Tourismus_und_Umweltschutz
    Anzahl von Tauchtouristen unter ihnen viele Tauchrowdies zerstören diese einzigartige Unterwasserwelt Jährlich kommen 4 Millionen Sporttaucher an das Rote Meer auch aus Deutschland Diese Idylle könnte bald vorbei sein Nur den wenigsten ist wirklich bewusst dass diese Meereswelt geschützt werden muss sonst werden sie in ein paar Jahren hier nichts mehr bewundern können Neue Hotelanlagen enstehen sozusagen über Nacht und entsorgen ihren Müll täglich im Meer Tonnen von Plastikmüll liegt auf vielen Buchten Inzwischen wehren sich die Bewohner der Küste gegen rücksichtslose Touristen und Reiseveranstalter die auch in Deutschland beheimatet sind Sie haben sich zur größten Umwelt Bürgerbewegung Ägyptens zusammengeschlossen Diese Bürgerbewegung will auf diesem Wege die fortschreitende Zerstörung dieses Unterwasserparadieses aufhalten In der Umweltorganisation HEPCA Hurghada Environmental Protection and Conservation Association engagieren sich Hotels und Tauchschulen gemeinsam für den Umweltschutz 1992 wurde in Sharm el Sheikh außerdem die Umweltorganisation Community Development and Environmental Protection Society gegründet Hier zahlen die Mitglieder Geld in einen Umweltfond zur Müllbeseitigung und Strandreinigung ein Aber auch einzelne Tauchbasen an der Küste sehen den Handlungsbedarf So zum Beispiel in Dahab Sinai Dort wird einmal die Woche ein kostenloser Müllsammeltauchgang angeboten Die Taucher werden mit Einkaufsnetzen ausgestattet und sammeln den Müll aus den Riffen Keine spektakuläre Aktion aber ein Anfang Viele Tauchbasen limitieren die Anzahl der Taucher und Tauchgänge und weisen inzwischen ihre Taucher in den Vorabbriefings darauf hin Müll den sie finden einfach einzustecken und mit nach oben zu bringen Eine Form des Umweltschutzes ist die Errichtung von Nationalparks Mit dem Gesetz Nr 102 von 1983 wurden sogenannte areal of land or costal or inland water characterizied by flora fauna and natural ressources of culture scientific touristic or ethic value ausgewiesen 12 Gebiete zwischen Mittelmeer und Assuan wurden auf diese Weise zu Landschaftsschutzgebieten erklärt 3 davon befinden sich auf dem Sinai Aber nur eines der Ras Mohammed Nationalpark dessen vollständiger Name Ras Mohammed Marine National Park Project lautet ist ohne wirtschaftliche Nutzung Hier soll sowohl dem Besucher als auch dem Einheimischen ein einzigartiges Ökosystem aus Wüste Küstenlandschaft Korallen und Seetieren erhalten werden Gerade in landschaftlich interessanten Gegenden wie dieser hinterlässt unkontrollierter Tourismus oft irreparable Schäden Schwimmer und Taucher stehen oder laufen auf den Korallenriffen und zerstören die sehr empfindlichen Oberflächen der Korallen und öffnen somit bakteriellen und parasitären Erkrankungen der Riffe Tür und Tor Fahrzeuge verlassen vorgezeichnete Tracks nur um eine bessere Perspektive für Fotos zu bekommen Tauchboote zerstören mit ihren Ankern die Korallenriffe im wahrsten Sinne des Wortes Stückchen für Stückchen Gegründet wurde der Ras Mohammed National Park 1983 1989 wurden die Grenzen des Parks erweitert und mittlerweile umfasst der Park ein Gebiet von 480 Quadratkilometern Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca 4 Millionen LE Ein erheblicher Teil der Summe wurde durch die Europäische Gemeinschaft gefördert Auf vormarkierten Wegen kann man diesen Park erkunden Nur an ausgewiesenen Plätzen darf getaucht bzw geschnorchelt werden und es gibt nur einen Platz an dem das Campen gestattet ist Wildes Campen ist verboten und wird bestraft Ein Regierungserlass erlaubt den Parkaufsehern Umweltsünder zu verhaften Dass das Harpunieren und

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  • Die südliche Totenstadt Kairos
    doch herausragende Stück aus den angrenzenden Ländern Doch man muss schon ordentlich handeln sonst ist man schnell auf der Verliererseite Ich ließ mir drei Tage Zeit bis ich zuschlug zu meinem Preis Wahrscheinlich hatte der Verkäufer einfach seine Mühen mit mir nicht gänzlich abschreiben wollen Zwischenzeitlich genoss ich die syrische Küche die zahlreichen Hammams der Stadt und fuhr mit einem Taxi zu den Klöstern im Norden Mein erstes Ziel war Maalula und dort das Kloster der Heiligen Thekla Maalula an der Ostseite des Antilibanon ist eines der Gebiete in dem die einheimische Bevölkerung noch immer den aramäischen Dialekt die Sprache Jesu spricht Der Ort liegt dicht an die steilen Hänge geschmiegt in exponierter Lage und soll der Sage nach die Heilige Thekla vor den Nachstellungen auch ihrer Familie geschützt haben da sie mit der Familienpolitik ihres Vaters nicht einverstanden war Dahinter dürfte mit Sicherheit die Verfolgung christlicher Minderheiten in einem weitgehend islamisierten Syrien stehen und dieser Ort war dazu bestens geeignet Das Kloster ist zwar heute auch von der Ebene erreichbar aber es gibt die berühmte Thekla Schlucht noch die ein wenig an Petra in Jordanien erinnert Auch heute pilgern sehr viele Christen zu dem Kloster um am Schrein der Thekla zu beten Das ließ sich an einem ausgeprägten Devotionalienhandel vor dem Anwesen erkennen Danach ging es zum kleinen Kloster des Sergius auf einem der Hügel doch das war eher eine Enttäuschung da um diese Zeit überhaupt keine Fratres dort waren und die kleine Kirche mit ihren Fresken wenig beeindruckte So entschloss ich mich noch das etwas weiter entfernt liegende Kloster des Musa al Habashi eines äthiopischen Heiligen bei Nabak ins Programm zu nehmen Mein Taxifahrer war anfangs widerwillig da er zurückwollte doch da kannte er mich schlecht Wir fuhren aber er wollte nicht auf meine Anweisungen hören Ständig fragte er durch die Gegend ständig maulte er dass ich doch nur nach Maalula gewollte habe so dass ich kurz davor war ihn in die Wüste zu schicken die wir dann auch bald erreichten Dieses Kloster liegt noch toller als Maalula an einem Felsmassiv und ist durch Farbgebung und Bauweise kaum von der Gegend zu unterscheiden Es dürfte wohl im 6 Jahrhundert gebaut worden sein wurde dann später verlassen und wird seit 1993 wieder mit internationaler Hilfe restauriert Zur Zeit wird auch kräftig gebaut Wenn man den Treppenaufstieg hinter sich hat dann ergibt sich ein beeindruckendes Panorama auf Berge und Wüste Der Eingang ist höchstens einen Meter hoch und im 90 Gradwinkel mit dicken Holztüren gegen unerwünschte Besucher gesichert Oft übernachten dort auch Gäste die freiwillig bei der Restaurierung helfen Sehr schön sind die Fresken der kleinen Kapelle die zur Andacht einlädt Nun führte mich mein Weg mit dem mürrischen Taxifahrer zurück Dessen Gesicht hellte sich aber dann auf als ich ihm einen höheren Preis als den vereinbarten aushändigte Ich verließ Damaskus am nächsten Morgen mit dem Linienbus in Richtung Hama meinem nächsten Ziel Ich war schon früher dort gewesen und die Stadt mit den riesigen Wasserrädern den Nauras gefällt mir

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  • Skifahren_Libanon
    wir die Skiausrüstung und den Skipass gebucht Man kann vollkommen Ski unvor bereitet anreisen denn selbst Skioveralls Handschuhe und Mützen können geliehen werden Die Wahl des Hotels erwies sich insofern als ungünstig als wir nicht direkt in Faraya Mzaar also an den Skiliften sondern ca 10 Fahrminuten entfernt in Faraya Kfardebiane wohnten Dieses war ein ständiger Angriff auf unsere Toleranz denn Verspätungen von 30 Minuten zur verabredeten Abfahrzeit des Shuttlebusses waren dank einer kuwaitischen Großfamilie keine Seltenheit Wollte man Sonderfahrten haben mussten diese mit 10 pro Strecke entlohnt werden An unserem ersten Tag liehen wir uns die Ausrüstung in einem mit skileb verbundenen Geschäft aus Allerdings entsprach die Qualität nicht unseren Erwartungen Unser Tipp Leihen Sie sich die Ausrüstung in Läden die auf dem Weg von Beirut nach Faraya liegen Vollkommen problemlos bekamen wir unsere Skipässe da alles schon vorbereitet war Auf die Skier fertig los wegen des starken Schneefalls und Windes waren nur ein Sessellift und ein Schlepplift geöffnet Am nächsten Tag wurden wir jedoch von strahlendem Sonnenschein und 20 30 cm Neuschnee begrüßt Kaiserwetter Dieser Tag gehört zu den eindrucksvollsten unseres langen Skiläuferdaseins Wohltuend dass man an keinem Lift anstehen musste Nahezu euphorisch befuhren wir die ausgezeichnet präparierten Pisten Selbst Tiefschneefahren war an vielen Stellen seitlich der Abfahrten möglich ein roter Hang blieb hierfür reserviert Besonders beeindruckend war der Blick über die schneebedeckten Berge hinunter nach Beirut und auf das Mittelmeer Mit 13 Sessel und 5 Schleppliften die bis in eine Höhe von 2465m führen konnten selbst wir nicht alle Pisten an einem Tag abfahren Der Schwierigkeitsgrad variiert von vielen leichten bis zu einigen schwierigen Teilbereichen von Pisten Was die Après Ski Angebote angeht so ist dieses sicherlich in Faraya Mzaar möglich wir haben sie allerdings nicht genutzt Empfehlenswert ist ein Ausflug in die lokale Küche d h

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  • Abstand zwischen den Spalten: 0,6 cm
    von Akaba können über die Küstenstraße von Sidr Ras Mohamed Sharm El Sheikh Dahab Nuweiba und Taba erreicht werden c Das Touristengebiet von St Katharina kann erreicht werden über die Straße El Schatt Sidr Wadi Firan oder über die Straße El Tour St Katharina oder über die Straße Dahab St Katharina Es ist verboten sich außerhalb der folgenden Hauptstraßen zu bewegen Ausgenommen sind hiervon die Touristengebiete die vom Touristenministerium in Verbindung mit dem Verteidigungsministerium festgelegt wurden a Strecke Alexandria Marsa Matrouh b Wüstenstraße Kairo Alexandria c Amrija Borg El Arab d Rosetta Rashid Alexandria Governorat Matrouh Ausländern ist es gestattet sich im Governorat Matrouh aufzuhalten außer den wie folgt festgelegten Gebieten a westliche Grenzen der A R E b Westlich der Linie El Kassaba im Norden an der Mittelmeerküste östlich Marsa Matrouh südwärts entlang der Straße Kassaba Siwa bis zum westlichen Ende der Kattarasenke bei Abu Shahin 300 km süd östlich von der nördlichen Küste c Mittelmeerküste nördlich von Marsa Matrouh d Südlich der Linie die sich zwischen Abu Shahin südöstlich der Kattarasenke in Richtung Westen bis zur El Ahdathiat Linie erstreckt und zwar bis zur westlichen Grenze mit Libyen Artikel 2 Ausländern ist es verboten sich in militärischen Gebieten aufzuhalten sowie in Gebieten wo sich wichtige Einrichtungen mit besonderem Charakter befinden und die vom Verteidigungsminister bestimmt werden Das Gleiche gilt auch für Straßen die zu diesen Einrichtungen führen und durch Signale und Hinweiszeichen für jede Einrichtung oder mindestens in einem Umkreis von 500 m der militärischen Einrichtung Artikel 3 Ausländern ist es erlaubt sich in folgenden Gebieten aufzuhalten wenn sie von einem Vertreter der Grenzsicherheitsorgane begleitet werden a Auf den Wüstenstraßen zwischen dem Roten Meer und dem Niltal b Straße von Abu Simbel und Assuan Artikel 4 Aufenthalt und Übernachtung an den Küsten des Mittelmeeres des Roten Meeres des

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