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  • 054
    Terrarienliebhaber nicht sein Reptilien haben äußerst spezifische Anforderungen an ihren Lebensraum Als wechselwarme Tiere benötigen sie enorme Mengen an Wärmezufuhr von außen Außerdem können sie sich im Gegensatz zu Säugetieren schlecht oder gar nicht an eine ungewohnte Umgebung gewöhnen Derartige Informationen bleiben den Kaufinteressierten auf Reptilien Börsen jedoch meist verborgen Denn die Beratung ist meist mangelhaft und unzureichend Hinzu kommt dass sich so mancher Besucher aufgrund seiner Faszination fürs Exotische

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  • 053
    Nager und Vögel hier meist keine Chance Wenn ein Hund jault und weint weil er sich allein gelassen fühlt wird die Nachbarschaft alarmiert Die einen sind genervt die anderen leiden mit ihm und versuchen zu helfen Wenn ein Papagei spricht so finden die meisten Zeitgenossen das possierlich und amüsant Doch das fröhliche Geplapper ist ebenfalls ein Zeichen der Einsamkeit denn der Papagei spricht nur weil er einen Artgenossen vermisst Auf diese Weise wird eine Vielzahl der in Deutschland gehaltenen Heimtiere missverstanden Auch Reptilien haben äußerst spezifische Anforderungen an ihren Lebensraum Als wechselwarme Tiere benötigen sie enorme Mengen an Wärmezufuhr von außen Außerdem können sie sich im Gegensatz zu Säugetieren schlecht oder gar nicht an eine ungewohnte Umgebung gewöhnen Mindestens ebenso dramatisch ist das Schicksal der rund 80 Millionen in Deutschland lebenden Fische Sie werden oftmals nach ästhetischen Kriterien wie Farbe und Größe ausgewählt anstatt danach ob sie sich miteinander vertragen oder ob man den für ihre Haltung erforderlichen Lebensbedingungen gerecht werden kann Derartige Informationen bleiben einer Vielzahl von Tierhaltern verborgen weil sie schon beim Kauf falsch oder gar nicht informiert werden Um den Missständen in der Heimtierhaltung gerecht zu werden wurden bei der PAKT Tagung am vergangenen Samstag folgende Forderungen

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  • 257
    noch immer ein Großteil der gehandelten Tiere der Natur entnommen wird Auf der Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens im Oktober 2004 lagen zahlreiche Schutzanträge für Arten vor die durch den boomenden Exotenhandel bedroht sind Leider sind weder von staatlicher Seite noch von Seiten der größeren Tierschutzorganisationen Konzepte und Aktionen gegen diese bedrohliche Situation zu vernehmen Wobei daran zu erinnern ist dass das Bündnis 90 Die Grünen Anfang der 90er Jahre unter dem Titel Ein Käfig ist kein Lebensraum zwei vorzügliche Ausarbeitungen zu diesem Thema veröffentlichte An diesen Texten wird deutlich wie wichtig der Partei die Problematik von Heimtierhaltung und Zoohandel einmal war Doch seitdem ist nichts geschehen Die in den genannten beiden Veröffentlichungen aufgeführten Forderungen sollten wieder auf die Tagesordnung Eine gesetzlich verankerte Positivliste gesetzlich verankerte tiergerechte Haltungsverordnungen für die darin aufgeführten domestizierten Tiere ein wirksames Verbot der Haltung und Zucht von Wildtieren zu privaten oder kommerziellen Zwecken strenge Kontrolle von Zoohandlungen durch staatliche Organe Fachkundenachweis und regelmäßige Prüfungen für Betreiber und Personal der Heimtierbranche unabhängige Kontrollinstanz für unbedenkliche und tiergerechte Zubehörprodukte gesetzlich verankerte artgemäße Tiertransportnormen Fachkundenachweis für Halterinnen und Halter Dringend erforderlich ist ein entsprechendes einsetzendes Engagement der Tierschutzorganisationen ungeachtet des offenbar hindernden Umstandes dass Mitglieder dieser Organisationen selbst Heimtiere

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  • 294
    gehalten dann fühlt es sich wohl Der zukünftige Halter eines Tieres kann mit entsprechendem Wissen entscheiden ob seine Lebensumstände geeignet sind dieses Tier auch langfristig richtig zu beherbergen und zu versorgen Haltungs und Fütterungsfehler sind häufig Ursache für Krankheiten Die Bundestierärztekammer rät daher Jeder Interessent sollte vorher mindestens diese Informationen zur Tierhaltung einholen Welche Tierart passt zu mir Was sagt mein Vermieter Mietvertrag dazu Welche Größe kann das Tier erreichen Welchen Platzbedarf hat das Tier jetzt und wenn es ausgewachsen ist Darf ich das Tier als Einzeltier halten oder braucht es ständig Sozialkontakte zu Artgenossen Wie viel Bewegung braucht das Tier Kann ich das neben meiner Arbeit leisten Welche Lebensumstände habe ich Gibt es passend dazu eine Tierart beispielsweise eine Hunderasse die nicht so viel Bewegung braucht oder die nicht 50 kg schwer wird Lebe ich in einer Wohnung mit Treppe oder Fahrstuhl Welche konkreten Bedürfnisse hat mein Tier beispielsweise bei Futter und Wasser Temperatur Licht und Luftfeuchte Pflege und Zuwendung Welche Ausgaben kommen auf mich zu zum Beispiel für Futter Haltung Pflege Hundesteuer Haftpflichtversicherung Gesundheitscheck und Impfungen beim Tierarzt Nachwuchs Gibt es art oder rassebedingte Krankheiten Wie alt kann das Tier werden Für wie viele Jahre gehe ich eine

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  • pro iure animalis - Grundthesen zur Jagd
    Leidenschaft des Jägers Europäische Verlagsanstalt 2003 Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben Leidenschaftlich Jagende wollen töten Jagd ohne Mord ist ein Begriff der sich selber aufhebt Und weil es sich bei der Jagd um Leidenschaft Gier Wollust handelt um ein Fieber eben geht es um sex and crime um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art um Mord und Lustmord Juristisch strukturelle Komponente Jagd ist in Strukturen eingebunden die demokratische Regeln konterkarieren Jäger sind oftmals Leiter der Jagdbehörden entscheiden in eigener Sache über Auslegung Anwendung und Sanktionen jagdlicher Vorgänge Diese jagdfreundlichen Strukturen decken personell den gesamten gesellschaftlichen Bereich vom Handwerker bis zum Minister ab ein Netzwerk das den Beteiligten Vorteile und Abhängigkeiten garantiert Aufgrund dessen herrscht in den Wäldern weitgehend Rechtsfreiheit Kontrollen der Jagd von behördlicher Seite finden so gut wie nicht statt Jagdschutz ist zurückdelegiert an die Jäger so dass sich innerhalb des Staates ein autonomes selbstverwaltendes Interessensystem etabliert hat Die intensive Jagd insbesondere auf Schwarz und Rehwild wird mit Schäden der Landwirtschaft und überhöhter Population begründet Es gilt ausdrücklich festzustellen dass 1 keine summarische Schadenserfassung bei den Behörden stattfindet 2 die Wildbestände völlig unbekannt sind und nur aus den Abschusszahlen hochgerechnet werden 3 selbst die Abschusszahlen nicht systematisch erfasst werden Behördlich jagdliche Entscheidungen fallen nicht anhand fundierter Ermittlungen und Zahlenwerke sondern unterliegen dem populistischen Kalkül der anordnenden Behörde Alternativen zur Bejagung werden nahezu nicht in Erwägung gezogen Auf Betreiben der Agrar und Jagdlobby werden verstärkt revierübergreifende Treib und Drückjagden durchgeführt wobei jegliche Treibjagd tierquälerische Komponenten enthält allein aus der Tatsache dass ungenau getroffen und nahezu wahllos geschossen wird Für revierübergreifende Maßnahmen existiert als Gesetzesgrundlage im Jagdrecht lediglich der 10a BJagdG Diese Vorschrift sieht vor dass zum Zwecke der Hege des Wildes revierübergreifende Hegegemeinschaften gebildet werden können 1 Abs 1 BJagdG unterscheidet dabei eindeutig zwischen Hege und Jagdausübung Unter Hege versteht das Gesetz den Schutz und die Pflege wildlebender Tiere wohingegen sich die Jagdausübung auf das Nachstellen Fangen und Erlegen von Wild bezieht Deutlich wird diese Trennung von Hege und Jagdausübung indem die Pflicht zur Hege beim Grundstückseigentümer verbleibt auch wenn das Jagdausübungsrecht an die Jagdgenossenschaft abgetreten wird Nach alldem gibt es keine gesetzliche Grundlage für die revierübergreifende Jagdausübung Keinerlei fundiertes Zahlenmaterial liegt für alle anderen Tierarten vor Beispielsweise unterliegt die Fuchs und Vogeljagd keiner Beschränkung durch Abschussbegrenzungen sodass es dem einzelnen Jäger frei steht nach Belieben zu jagen Dieser Freibrief begründet einen nie gekannten Wildtierterrorismus durch Antianimalisten Die gewachsenen Sozialstrukturen vieler Wildtiere vor allem der Wildschweine werden durch Jäger zerschossen Leittiere welche die Vermehrungsraten kontrollieren sind in den Rotten und Verbänden kaum noch vorhanden Die Populationsdynamik ist durch den erheblichen und immer mehr zunehmenden Jagddruck enorm gestiegen Die Füchse die in freier Natur monogam und reviertreu sind werden zum Ortswechsel gezwungen um sich neue Partner zu suchen da die Paare durch die Jäger auseinander geschossen werden So werden durch Zerstörung sozialer Tierstrukturen nicht nur neue Paarbildungen verursacht jedes weibliche Tier befruchtet und damit die Geburtenrate erhöht sondern auch verstärkt Krankheiten übertragen welche angeblich durch die

    Original URL path: http://www.paktev.de/mediapool/107/1071834/data/Word_Dokumente/pro_iure_animalis_-_Grundthesen_zur_Jagd.htm (2016-04-27)
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  • 258
    moderne ökologische Erkenntnisse und den Tierschutz längst überfällig ist Unklare und irreführende ideologische Begriffe wie Hege und Waidgerechtigkeit sind zu klären bzw zu ersetzen Ohne eine Wende in der Jagdpolitik verstößt Deutschland weiter gegen internationale Naturschutzabkommen erlaubt den Einsatz tierquälerischer Fallen und giftiger Bleimunition Baujagd die Jagd auf gefährdete Tierarten auf Hunde und Katzen sowie den Abschuss von Zugvögeln in Nationalparks und Landschaftsschutzgebieten Dringender Einsatz der Bundesregierung bei der EU

    Original URL path: http://www.paktev.de/258-1.html (2016-04-27)
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  • 323
    der Hobby Jäger sind nichts anderes als der Versuch die Fortsetzung der Naturausbeutung mit falschen Argumenten zu legitimieren Karl Heinz Loske 2006 Entgegen den Naturschutzmythen die Presse Funk und Fernsehen für den Deutschen Jagdschutz Verband verbreiten gehen Hobby Jäger auf die Jagd weil es ihnen Spaß macht Tiere zu töten Die Lust an der Jagd ergibt sich aus vielen Jagdbeschreibungen Auf Kosten von schmerzempfindenden Lebewesen empfinden Jäger Freude und Glück Warum stehen wir nicht endlich mehr zu Sinn und Zweck unserer Jagdausübung Jagd ist eben nicht in erster Linie Hegen sondern ganz im ursprünglichen Sinn Beutemachen und Beute wollen wir doch machen Es ist nicht verwerflich Freude zu empfinden wenn es gelungen ist ein Stück Wild zu erlegen WILD UND HUND 13 2001 Die Jagd darf und soll auch Freude machen All denen die Jagd auf eine Form der Schädlingsbekämpfung reduzieren wollen erteilen wir eine klare Absage Jäger und NRW Landwirtschafts und Umweltminister Eckhard Uhlenberg 2006 Beim Erlegen des Wildes erleben die Jäger einen Kick und zu dem sollten sie sich bekennen WILD UND HUND 24 2003 Keine Angst vor der Lust Artikel über die Doktorarbeit eines Jägers Seit meinen ersten Jagdabenteuern weiß ich Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust wann und wo immer gejagt wird Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben Leidenschaftlich Jagende wollen töten Paul Parin Jäger Neurologe Psychoanalytiker und Schriftsteller in seinem Buch Die Leidenschaft des Jägers 2003 Nun kann ein Jäger eine Jägerin der Rollenden Waldschule vor einer Schulklasse schlecht sagen also mein Hobby das Beutemachen von Tieren die ich durch Erschießen Erschlagen Abstechen oder grausamen Fallenfang töte bereitet mir Freude dabei erlebe ich einen Kick und Jagen ist geil Politisch korrekt ließ daher der Bundesjägertag 2006 festschreiben Die geeignete pädagogische altersgerechte Vermittlung des Themas der Jagd als nachhaltige Nutzung ist Bestandteil von Lernort Natur Schutz durch Nutzung muss mit Beispielen und pädagogisch didaktischen Maßnahmen verdeutlicht werden Und beim Bundesjägertag 2007 sagte DJV Präsident Borchert über die Funktion der Lernort Natur Initiative Gleichzeitig legen wir damit den Grundstein für ein breites positives Verständnis von Naturnutzung und Jagd Aber Schulkinder und Jugendliche müssen erst verstehen wie Natur funktioniert damit sie die Natur schützen können damit sie nachhaltige Nutzung der Natur akzeptieren und verstehen In nur zwei Sätzen entlarvt der Jäger Präsident den sorgsam gehegten Naturschutz Mythos seiner Klientel denn der ethische Tierschutz und Pflanzenschutz und der gesamte Naturschutz sind selbstlos also nicht auf Nutzen gerichtet Ökonomie dagegen ist Nutzung ist auf wirtschaftlichen Erfolg des Menschen gerichtet und widerspricht vom Wesen her der Ökologie Als Interessenten von Nutzwild sind Jäger keine Naturschützer Selbst wenn Jäger Jägerinnen Feuchtbiotope Hecken und Feldgehölze mit privaten Mitteln anlegen hat das nichts mit Naturschutz zu tun und funktioniert nur solange die Jagd auch Freude macht denn ohne die Triebfeder der jagdlichen Passion wäre es um das private Engagement schlecht bestellt NRW Umweltminister Uhlenberg 2006 Um solch hässliche Wahrheiten zu tarnen erklären die Jäger Kindern und Jugendlichen wie die Natur aus Sicht des Deutschen Jagdschutz Verbandes funktioniert Ökologische Forschungsergebnisse die den jagdlichen Vorstellungen und Zielen widersprechen werden verdreht oder verfälscht Die Jäger erfinden Jagdmythen die sie ständig wiederholen Die Mythen der Hobby Jäger sind nichts anderes als der Versuch die Fortsetzung der Naturausbeutung mit falschen Argumenten zu legitimieren Karl Heiz Loske Von der Jagd und den Jägern 2006 In Grund Schulklassen erzählen die Jäger Jägerinnen von Lernort Natur der Rollenden Waldschule unter anderem folgende Mythen Die Jäger stünden in ausgleichender Funktion zwischen Beutetieren Hase Fasan etc und Beutegreifern Bussard Elster Fuchs etc um einen gesunden und artenreichen Wildbestand zu erhalten Ein Raubtier frisst alles was es kriegen kann Und wenn das zuviel wird muss der Jäger einschreiten Sonst ist Unruhe im Revier richtig ist Es gibt keinen vernünftigen Grund Beutegreifer abzuschießen denn ihr Bestand wird ohnehin durch die vorhandene Nahrungsmenge eingeschränkt Unruhe entsteht nur beim Jäger der Angst hat die Beutegreifer könnten ihm wegnehmen was er gerne töten möchte auch der Wunsch nach besseren Niederwildstrecken ist ein legitimes Anliegen NRW Landwirtschaftsminister Uhlenberg zur Bejagung von Beutegreifern mit Flinte und Falle 2006 Jäger müssten Tiere schießen sonst würden die Tiere sich zu stark vermehren die Jäger müssten das Gleichgewicht in der Natur wieder herstellen das durch die Anlage großer Felder und das Zurückdrängen des Waldes gestört sei richtig ist Tierbestände regulieren sich selbst in der Kulturlandschaft ohne Zutun des Menschen z B aufgrund des Nahrungsangebots Sollte die Tragfähigkeit eines Habitats zeitweilig überschritten sein hat die Natur vorgesorgt indem es zu erhöhter Sterblichkeit Fortpflanzungsverzicht oder Fruchtbarkeitsverlust kommt oder die Tiere abwandern je nach Art Habitat und Rahmenbedingungen ist alles möglich Füchse müssten gejagt werden weil sie die Tollwut und den Fuchsbandwurm übertragen können richtig ist Erst die Fuchsjagd hat in Europa die Verbreitung der Tollwut gefördert höhere Nachwuchszahlen weil viele Füchse durch die Jagd getötet werden dadurch mehr Jungfüchse die sich ein eigenes Revier suchen und die Tollwut in neue Gebiete einschleppen können gestoppt wurde die Tollwut durch tierfreundliche Impfköder Die Gefahr sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren ist extrem gering vieles deutet darauf hin dass die Risikogruppe Jäger sind die Bandwurmeier einatmen wenn sie einem Fuchs das Fell über die Ohren ziehen Schutzmaßnahme für Menschen Frisch gepflückte Waldbeeren nur abgekocht essen Schutzmaßnahme für Füchse Entwurmungsköder die eine orale Entwurmungskur verabreichen Zu den Aufgaben des Jägers gehöre es unter anderem die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern richtig ist Die Jagd kann Wildseuchen überhaupt nicht beeinflussen Wildschweine und Rehe müssten abgeschossen werden weil sie Schäden auf Äckern und an Bäumen anrichten würden richtig ist Die Jäger sorgen durch Fütterung von Rehen und Wildschweinen für einen unnatürlich hohen Bestand bundesweit geschätzte 20 000 bis 30 000 Tonnen Mais nur für Lockfutter für Wildschweine und die verstärkte Bejagung führt zu häufigerem Nachwuchs Der starke Jagddruck treibt die Rehe erst in den Wald hinein und kostet sie eine Menge zusätzlicher Energie die durch Verbiss aufgebracht werden muss Außerdem ist bekannt dass zwischen der Wildtierfütterung und Wildschäden an Wald und landwirtschaftlichen Kulturen ein enger Zusammenhang besteht In Revieren in denen

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  • 322
    lebende Köder verwendet werden Die Leidensfähigkeit von Fischen steht außer Zweifel sie wird durch zahlreiche verhaltenswissenschaftliche und neurologische Untersuchungen belegt heißt es im Tierschutzbericht 2001 der Bundesregierung Das Fangen von Fischen ist nur dann nicht tierschutzwidrig wenn hierfür ein vernünftiger Grund vorliegt Wettfischveranstaltungen sind grundsätzlich nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar Auch die Praxis fangreife Fische eigens mit dem Ziel in Angelteiche einzusetzen um sie kurze Zeit später mittels Handangel wieder herauszufangen ist mit dem Tierschutzgesetz nicht vereinbar Da man die Fische bereits nach der Entnahme aus dem Aufzuchtteich zum Zwecke des Verzehrs hätte töten können liegt kein vernünftiger Grund für das Angeln vor das Schmerzen Leiden oder Schäden beim Fisch hervorruft Auch das Aussetzen von Fischen in Angelteiche zum Zweck der späteren Entnahme sei tierschutzwidrig Entsprechend seien die sogenannten Angelteiche zu überprüfen Der 1 Strafsenat des OLG Celle Urteil vom 12 1 93 entschied dass das Angeln von Fischen die in Angelteichen in angemästetem Zustand kurz zuvor eigens zu diesem Zweck ausgesetzt wurden eine tatbestandsmäßige und rechtswidrige Tierquälerei im Sinne des  17 Nr 2b des Tierschutzgesetzes darstellt und zwar auch dann wenn eine behördliche Duldung vorliegt Auch das Landgericht Mainz hatte rechtskräftig entschieden dass das Angeln mit Lebendködern eine Tierquälerei darstellt Urteil vom 7 10 85 Zudem stelle das Hältern von Fischen in Setzkeschern ein weiteres tierschutzrechtliches Delikt dar Urteil des OLG Düsseldorf Bei der Verwendung lebender Köderfische zum Angeln werden diesen Leiden und Schäden zugefügt deshalb wurde in den meisten Ländern durch Fischereiverordnung die Verwendung lebender Köderfische verboten stark eingeschränkt oder von einer Erlaubnis abhängig gemacht Angeln wird aus Liebhaberei betrieben als Wettkampf Freizeitvergnügen oder Ausflugsspaß verstößt also gegen   1 4 und 17 des Tierschutzgesetzes denn Angeln zum Zeitvertreib oder Vergnügen ist strafbar Ein vernünftiger Grund für dieses quälerische Tiertöten und für das Zufügen von Verletzungen

    Original URL path: http://www.paktev.de/322-1.html (2016-04-27)
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