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  • Zoopolis - Bürgerrechte für Tiere | hpd
    der Tiere sind allerdings geradezu revolutionär Ähnlich verblüfft wie wir werden seinerzeit die Zeitgenossen Rousseaus seine Überlegungen zum Gesellschaftsvertrag gelesen haben Bürgerrechte für domestizierte Tiere fordern die beiden Einwohnerrechte für Sperling Star und Fuchs die schon seit langem unter uns leben Für die Tierpopulationen deren Lebensräume sich zunehmend mit den unseren überschneiden wie etwa die Zugvögel oder die von den immer ausgedehnteren landwirtschaftlichen Nutzflächen bedrängten Elefanten in Afrika nationalstaatliche Rechte entsprechend dem internationalen Recht Es geht also um weit mehr als nur um Tierschutz oder darum unnötiges Leiden von Tieren zu verhindern Es geht darum dass Tiere ein Recht haben so zu leben wie es ihren Interessen entspricht als fühlende interagierende Wesen die ihr Leben zu organisieren wissen Um politisches Subjekt zu sein bedarf es so die These der Autoren nicht der Fähigkeit sich über Politik informieren zu können und über sie zu diskutieren Das geschieht auch in manchen archaischen Gemeinschaften nicht deren Zusammenleben durch Tradition geregelt wird und durch die Alltagspraxis modifiziert Der Kanadier Will Kymlicka ist durch die philosophische Erforschung multikultureller Gesellschaften bekannt geworden Nun macht er die Erkundung gemischter Gesellschaften aus Mensch und Tier zu seinem Thema Er kommt zu dem Schluss Nur wenn man über die Bürgerrechte von Tieren nachdenkt wird man der Vielfalt der tatsächlich stattfindenden Interaktionen gerecht Dann sind Tiere nicht mehr Objekt sondern Subjekt Und es gilt für sie selbstverständlich auch was Kant einst mit dem kategorischen Imperativ definierte Das Gebot niemals einen Menschen als Mittel zum Zweck zu benutzen wäre zu erweitern Nie ein Tier als Mittel zum Zweck benutzen hieße natürlich auf die Nutztierhaltung ganz zu verzichten Die sei zwar in früheren Zeiten für viele Völker für das Überleben unabdingbar gewesen und daher sozusagen verzeihlich heute könnte das nur in ganz seltenen Fällen gelten Im Buch ist daher im Idealfall von Gefährtentieren die Rede Die würde es allerdings weiterhin geben Denn einige Tierarten leben schon so lange unter uns dass sie in keinen natürlichen Lebensraum mehr zurückgeführt werden könnten Gerade wegen ihrer kommunikativen Fähigkeiten sind Wölfe zu Hunden zu Haustieren geworden und im Übrigen wahrscheinlich einst selbst aktiv am Übergang zum Zusammenleben mit dem Menschen beteiligt gewesen Das Szenario der Zukunft ist gewiss gewöhnungsbedürftig Natürlich gäbe es keine Zirkusse oder Zoos aber auch keine Kühe auf umzäunten Weiden Denn dass Kühe jedes Jahr kalben um Milch zu geben der Nachwuchs aber so schnell wie möglich von der Mutter getrennt würde damit der Mensch die Milch abmelken könne wäre undenkbar Milch würde so zum Luxusprodukt werden das man höchsten gelegentlich der frei umherschweifenden Mutter abnehmen dürfte Hühner würden uns höchstens dann und wann einmal ein Ei überlassen Der Hundegefährte würde durchaus mitbestimmen dürfen wohin der Spaziergang geht oder gar zum Leithund werden Und warum sollte es nicht auch Schweine als Gefährtentiere geben Es ergeben sich eine Menge kniffliger Fragen Was tun wenn in einer Gegend gewohnheitsmäßig Rothirsche seltene Orchideen auf einer Wiese abfressen Es gibt eine nicht zu kleine Ökologenfraktion die für den Abschuss der Rothirsche plädieren würde Nach Kymlicka und Donaldson

    Original URL path: http://www.paktev.de/mediapool/107/1071834/data/Word_Dokumente/Zoopolis_-_B_rgerrechte_f_r_Tiere_hpd.htm (2016-04-27)
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  • 278
    und Wohlbefinden zu suchen Sich über die Empfindungsfähigkeit nichtmenschlicher Lebewesen hinwegzusetzen und Tiere zum bloßen Mittel für kurzfristige menschliche Zwecke zu erniedrigen ist heute nicht mehr konsensfähig und wird zunehmend als selbstzerstörerisch erkannt Als ersten Schritt hat das Europaparlament die Tiere als sentient beings empfindungsfähige Lebewesen eingestuft Ein nur verbaler folgenloser Tierschutz ist allerdings ebenso wenig vermittelbar Es geht um eine Erweiterung des gesellschaftlichen Wertempfindens und Handeins im Sinne einer artübergreifenden mitfühlenden Gerechtigkeit Wir verstehen unsere Bestrebungen somit als eine konsequente Weiterentwicklung der Menschenrechtsbewegung Anlässlich des Berliner Kongresses tierrechte 2000 präsentieren wir einen vorläufigen Katalog der Tierrechte und Menschenpflichten der die Existenzrechte der Tiere bewahren und dem einzelnen Tier einen Anspruch auf Würde Wohlergehen und Schutz vor menschlicher Gewalt gewähren soll Wir beabsichtigen diesen Katalog in allen europäischen Ländern und international zu verbreiten und uns für Aktivitäten aller Art zur Umsetzung in die Praxis zu engagieren Wir rufen die TeilnehmerInnen in Berlin dazu auf diese Vorschläge zu diskutieren gegebenenfalls zu verbessern und bei Zustimmung zu unterzeichnen In einem nächsten Schritt wollen wir uns an die internationalen Gremien und entscheidungsbefugten Einrichtungen wenden insbesondere an die Vereinten Nationen sowie die europäischen und nationalen Institutionen Art 1 Würde des Tieres Rechtsstellung Die Würde des Tieres ist unantastbar Das Tier ist Träger grundlegender Rechte Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung der Menschen und aller staatlichen Gewalt Art 2 Recht auf Leben und Unversehrtheit Tiere haben ein Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit Kein Tier darf misshandelt oder gequält werden Tierexperimente sind verboten ebenso genetische Manipulationen und belastende Züchtungen Xenotransplantation das Klonen von Tieren oder die unnatürliche Kreuzung von Tieren verschiedener Arten sind ebenfalls unzulässig Die Haltung Zucht und Tötung von Tieren sowie ihr Verkauf bzw der ihrer Produkte oder Körperteile zum Zwecke der Befriedigung menschlicher Prestige oder Luxusbedürfnisse sind verboten Art 3

    Original URL path: http://www.paktev.de/278-1.html (2016-04-27)
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  • 318
    Lebens eine Würde zukommt die es Menschen verbietet sie zu Objekten und Mitteln zu degradieren Tierethik bedeutet anzuerkennen Tiere nicht nur in ihrem Nutzen für den Menschen zu sehen sondern zu erkennen dass sie unabhängig von menschlichen Zwecken ein eigenständiges Grundrecht haben sich so zu entfalten wie es ihrer Art entspricht Den Versuchstieren ist es nicht möglich ein artgemäßes Leben zu führen In steriler unnatürlicher Umgebung zwangsweise gehalten auf engem Raum untergebracht haben sie nicht den nötigen Freiraum zum Ausleben ihrer physischen und sozialen Bedürfnisse Tierversuche sind moralisch unstatthaft weil sie Grundbedürfnisse auf barbarische Art verletzen Auch wir würden uns auf unseren Eigenwert berufen kämen uns an Stärke und Intelligenz überlegene außerirdische Wesen auf die Erde um mit uns so umzugehen wie die Experimentatoren mit den Tieren bei ihren Versuchen Leidensfähigkeit der Kreatur Tiere sind keine beweglichen Maschinen sondern sie besitzen eine dem Menschen analoge Schmerz und Angstfähigkeit Ihre Leiden sind wegen der fehlenden Sprache und Vernunft sogar größer als die der Menschen Diese können Leiden annehmen und intellektuell verarbeiten ihnen einen Sinn geben und beim Schmerz dessen Ende absehen oder um den längerfristigen Vorteil wissen Tiere dagegen sind Schmerzen in ähnlich hilfloser Weise ausgeliefert wie Kleinkinder Sie können das Leiden nicht verstehen nicht die Sinnfrage stellen es nicht einordnen und bewältigen Der Schmerz füllt sie völlig aus Sie sind der dumpfen Angst hilf und sprachlos ausgeliefert Sie haben keinen Trost keine Hoffnung oder Zuversicht Da das Leiden der Versuchstiere insofern noch schwerer wiegt als menschliches ist das Experimentieren mit ihnen um so verwerflicher Ein erzwungenes Leiden für andere ist ethisch nicht zulässig weil das Tier kein freiwilliges Opfer bringen kann und niemand einen anderen zu Opfern zwingen darf Prof Dr Gotthard Teutsch Gleichheit und Gerechtigkeit Wenn Interessen auf der Empfindungs und Schmerzfähigkeit beruhen dann sind sie unabhängig von der Gattungsgrenze gleich zu berücksichtigen Der Gleichheits und Gerechtigkeitsgrundsatz verlangt dass das Tier überall da wo es gleiche oder ähnliche Bedürfnisse hat wie der Mensch auch entsprechend gleich oder ähnlich behandelt wird und dass es da wo es andere Bedürfnisse hat dieser Andersartigkeit gemäß leben kann Gerechtigkeit verlangt dass jedem das Seine gewährt wird wie es den Gesetzmäßigkeiten Lebensansprüchen und Empfindungsfähigkeiten der Lebewesen entspricht Bei in diesem Sinn gleichen Rechten von Mensch und Tier gibt es keine guten Gründe Leiden und Qualen von Millionen Mitgeschöpfen herbeizuführen Denn es ist ungerecht anderen sensitiven Wesen allein deshalb die Anerkennung ihrer Bedürfnisse und Rechte zu versagen und sie zu rechtlosen Versuchsobjekten zu erniedrigen weil sie Tiere sind Die zwischen Mensch und Tier bestehende Gemeinsamkeit in der Leidensfähigkeit verbietet die Tierquälerei in gleicher oder doch ähnlicher Weise wie die Misshandlung unterlegener Mitmenschen Wie können Versuche an Tieren zulässig sein wenn eine entsprechende Behandlung von Menschen abgelehnt wird und zwar auch von solchen Menschen die in ihren geistigen Fähigkeiten behindert sind Da sowohl geistig Schwerbehinderte und Föten wie Tiere nicht zustimmungsfähig sind verbieten sich Experimente mit ihnen Das Recht zu Tierversuchen aus der Zugehörigkeit zur menschlichen Spezies abzuleiten ist nach den Maßstäben der Gerechtigkeit ebenso verwerflich

    Original URL path: http://www.paktev.de/318-2.html (2016-04-27)
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  • 279
    Arten werden Tiere seit jeher aus genutzt verwertet und vernichtet In Legebatterien Mastfabriken Pelztier farmen pseudo wissenschaftlichen Versuchslabors werden sie heute missbraucht Dieser in der Tierausbeutung sich zeigende Anthropozentrismus wird auch als Speziesismus bezeichnet Ausbeuterische Rechte aus der Zugehörigkeit zu einer Art lateinisch species abzuleiten ist nach den Maßstäben der Gerechtigkeit und der Menschenwürde aber widersinnig â ebenso widersinnig wie Privilegien aus der Zugehörigkeit zu einer Rasse einer Nation einem Geschlecht oder einer Religion abzuleiten Rassismus ist Ausbeutung und Abwertung letztlich Massenmord von Menschen Ebendas vollzieht sich gegenüber Tieren sozusagen als Rassismus auf der Ebene der Art Die Opfer sind andere doch die Denkweisen und Mechanismen der praktischen Durchführung sind die gleichen Eine artübergreifende Gerechtigkeit Eine andere Überzeugung geht davon aus dass ein jedes Wesen der lebendigen Welt unabhängig von den menschlichen Zwecken ein eigenständiges Recht hat sich zu entfalten wie es im Rahmen des Gesamten sinnvoll ist Auch wenn seine Funktion im komplexen Geflecht des Naturhaushalts somit auch ihr Eigenwert uns nicht immer erkennbar sein mag Aus dieser Haltung folgen Pflichten gegenüber den Tieren Pflichten in Bezug auf ihre Arterhaltung als auch Pflichten in Bezug auf ihr artgemäßes Wohlergehen wenn sie in menschlicher Obhut sind In den USA hat Professor Tom Regan eine Philosophie der Tierrechte veröffentlicht in der er mit zehn Gründen darlegt weshalb die Ethik unseres Umgangs mit den Tieren dieselben fundamentalen moralischen Grundsätze anerkennen muss die für die Menschen gelten Tiere seien nicht dazu da uns zu dienen ebensowenig wie Frauen dazu da seien Männer zu bedienen Schwarze nicht dazu da Weißen zu dienen usw Regan begründet auch warum die Philosophie der Tierrechte umweltgerecht ist Die Umweltzerstörung einschließlich Treibhauseffekt Wasserverschmutzung Verlust kulturfähigen Landes oder des Mutterbodens wird in großem Umfang durch die Ausbeutung der Tiere verursacht Das gleiche trifft zu auf eine Vielzahl weiterer Umweltprobleme auf

    Original URL path: http://www.paktev.de/279-1.html (2016-04-27)
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  • 320
    Soweit die geplanten humanen Fangnormen die Zulässigkeit von tötenden Schlagfallen hölzerner oder metallischer Bauart einschließen steht dies im Widerspruch zur Konvention Denn keine der Totschlagfallen ist hinreichend selektiv Das gilt sowohl bezüglich der zu fangenden Tierarten als auch der in Körpergröße K länge K umfang oftmals sehr variablen Individuen einer beliebigen Tierart Eine Falle ist stets ein nicht variables Objekt mit bauartbedingt fest vorgegebenen Abmessungen Diese Abmessungen können jeweils nur auf eine bestimmte Körpergröße bei einer einzufangenden Tierart ausgerichtet sein um der Zielsetzung der sofortigen Tötung gerecht zu werden Die einzufangenden Tiere sind demgegenüber äußerst variabel Individuelle Unterschiede altersbedingte oder aus dem Sexualdimorphismus rührende Variabilität der Körpergröße der einzufangenden Tiere führen deshalb dazu dass die sofort tötende Wirkung einer solchen Falle nicht gegeben ist Denn es werden in Folge der körperlichen Variabilität sehr unterschiedliche Körperregionen von den zusammenschlagenden Fallenbügeln erfasst Die sofort tötende Wirkung ist in der Mehrzahl der Fälle zwangsläufig nicht gewährleistet Es ist mit keinem Fangsystem die nötige Kompatibilität zwischen individuell nicht variablem Fanggerät und individuell hoch variablen Tierkörpern herzustellen Es ist auch unzutreffend wenn davon ausgegangen wird dass einer eisernen Schlagfalle deren Mechanismus stets auf der Schlagführung unter der Wirkung einer zuvor gespannten Feder beruht im Laufe ihres Betriebes die im Augenblick der Herstellung resp der angestrebten Zertifizierung Normierung festgestellten Eigenschaften erhalten bleiben Denn materialbedingt kommt es bezüglich der wirksam werdenden Federkraft schon nach kurzzeitiger Verwendung eines solchen Fanggerätes zu Änderungen in der Wirkung Die Rückstellkraft der jeweiligen Schlagfeder unterliegt einer Abnahme woraus ein Nachlassen Erlahmen der Schlagkraft der Fallenbügel resultiert Insbesondere ein mehrtägig anhaltender Zustand der auf Spannung gelegten Feder führt zu einem erheblichen Nachlassen der Schlagkraft Damit wird grundsätzlich die sofort tötende Wirkung der Falle beeinträchtigt und gemindert Es ist deshalb eine pure Illusion darauf zu vertrauen dass eine solche Falle die bei ihrer Herstellung

    Original URL path: http://www.paktev.de/320-1.html (2016-04-27)
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  • Stallpflicht
    Schutz der Massentierhaltungen Ein Artikel von Elisabeth Petras Format HTML deutsch Veröffentlicht 01 01 2009 Kein Frühling für das Federvieh Ein Artikel von Edgar Guhde Format HTML deutsch Veröffentlicht 06

    Original URL path: http://www.paktev.de/stallpflicht-1.html (2016-04-27)
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  • Schweine
    18 02 2014 Arme Sau Leben und Sterben für die Mastindustrie Ein Artikel von Susanne Aigner Format HTML deutsch Veröffentlicht 01 02 2014 Schweine Ein Artikel der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt Format HTML deutsch Veröffentlicht 01 02 2014 Das unvorstellbare Leiden der Schweine Ein Artikel von Ingeborg Livaditis Format PDF deutsch Veröffentlicht 24 12 2013 Aktuelle Einführung in die Probleme und Erfordernisse der Schweinehaltung Ein Artikel von Edgar

    Original URL path: http://www.paktev.de/schweine-1.html (2016-04-27)
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  • Pelztiere
    03 06 2009 Sie wollen mich anziehen Ein Artikel von Verein gegen Tierfabriken VgT Format PDF deutsch Veröffentlicht 13 06 2009 Argumentarium Pelz Ein Artikel von Stiftung für das Tier im Recht Format html deutsch Was tun Ein Artikel von

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