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  • 060
    als göttliche Offenbarung verstandener islamischer Texte religiös theologisch begründen können dass das Schächten ohne vorangehende Betäubung zwingend sei Im Urteil des BVerfG ist mehrmals so in Abschnitt II von zwingenden Vorschriften einer Religionsgemeinschaft die Rede die den Genuss von Fleisch nicht geschächteter Tiere untersagen Es heisst dann weiter Ob dieses Merkmal erfüllt ist haben die Behörden und im Streitfall die Gerichte als Tatbestandsvoraussetzung für die begehrte Ausnahmegenehmigung zu prüfen und zu entscheiden Die Frage nach der Existenz zwingender Vorschriften ist für die konkrete gegebenenfalls innerhalb einer solchen Glaubensrichtung bestehende Religionsgemeinschaft zu beantworten Dabei reicht es aus dass derjenige der die Ausnahmegenehmigung nach 4a Abs 2 Nr 2 Alternative 2 TierSchG zur Versorgung der Mitglieder einer Gemeinschaft benötigt substantiiert und nachvollziehbar darlegt dass nach deren gemeinsamer Glaubensüberzeugung der Verzehr des Fleischs von Tieren zwingend eine betäubungslose Schlachtung voraussetzt Gesperrt von E G Hier liegt der Ansatz mit dem die Anträge auf Ausnahmegenehmigungen abzulehnen sind Die Behörden haben zu prüfen und den Nachweis zu fordern dass das Schächten religiös begründet zwingend sei bzw nachweisen und substantiiert begründen zu lassen dass die Antragsteller im Gegensatz zu anderen moslemischen Organisationen bzw Doktrinen jede Betäubung vor dem Schächtschnitt ablehnen Die Quelle hat offengelegt zu werden Dabei wird sich herausstellen dass die heiligen Schriften Koran auch Sure 5 Vers 4 auf die gewöhnlich einfach nur verwiesen wird oder Sunna keinerlei Anhaltspunkte oder Formulierungen bieten die das Schächten als zwingend erforderlich erscheinen lassen In der Sunna geht lediglich der 17 Hadit viel oder nichtssagend auf das Schlachten ein Allah hat das Beste für jede Sache vor geschrieben Wenn ihr nun tötet tötet recht und wenn ihr schlachtet recht So soll ein jeder von euch seine Klinge schärfen und sein Opfer zur Ruhe bringen Da das Schächten nicht zu den substanziellen Glaubensinhalten zu rechnen ist es ist die

    Original URL path: http://www.paktev.de/060-1.html (2016-04-27)
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  • 293
    des Beschwerdeführers ab Die 3 Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts hat der Verfassungsbeschwerde stattgegeben soweit sich der Beschwerdeführer gegen den Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs und gegen die Auflage in dem Beschluss des Verwaltungsgerichts Gießen vom 25 Februar 2009 wendet beim Schächten für eine Anwesenheit des Amtstierarztes Sorge zu tragen Der Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs genügt dem verfassungsrechtlichen Gebot der Effektivität gerichtlichen Rechtsschutzes Art 19 Abs 4 Satz 1 GG nicht und war daher aufzuheben Das Gericht hat den Anforderungen die sich im verwaltungsgerichtlichen Eilrechtsschutzverfahren sowohl für die Prüfung des Anordnungsanspruchs als auch des Anordnungsgrundes ergeben nicht hinreichend Rechnung getragen Der mit der Verfassungsbeschwerde angegriffene Beschluss des Verwaltungsgerichts wird den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Effektivität des vorläufigen Rechtsschutzes nicht gerecht soweit dem Beschwerdeführer darin die Verpflichtung auferlegt wird dafür Sorge zu tragen dass während des Schächtvorgangs ständig ein Amtsveterinär anwesend ist Diese Auflage kann der Beschwerdeführer ohne Mitwirkung des Landkreises nicht erfüllen denn sie ist vom Verwaltungsgericht nicht für den Landkreis verpflichtend zum Bestandteil der einstweiligen Anordnung gemacht worden und kann deshalb vom Beschwerdeführer im Wege der Vollstreckung nicht durchgesetzt werden Das Bundesverfassungsgericht musste daher nicht darüber entscheiden welche Auswirkungen die Einfügung des Tierschutzes in Art 20a GG auf den Grundrechtsschutz eines gläubigen muslimischen Metzgers hat der schächten will um seine Kunden in Übereinstimmung mit ihrer Glaubensüberzeugung mit dem Fleisch geschächteter Tiere zu beliefern Der Entscheidung liegen im Wesentlichen folgende Erwägungen zu Grunde Wirksamer Rechtsschutz bedeutet auch Rechtsschutz innerhalb angemessener Zeit Deshalb muss gerichtlicher Rechtsschutz insbesondere im Eilverfahren so weit wie möglich der Schaffung vollendeter Tatsachen zuvorkommen Die Rechtsauffassung des Verwaltungsgerichts Gießen der sich auch der Verwaltungsgerichtshof angeschlossen hat der Beschwerdeführer habe lediglich einen Anspruch auf eine auf das Kalenderjahr befristete Ausnahmegenehmigung nach 4a Abs 2 Nr 2 TierSchG lässt befürchten dass der vom Beschwerdeführer für ein Kalenderjahr geltend gemachte Anspruch

    Original URL path: http://www.paktev.de/293-1.html (2016-04-27)
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  • der betreffende Aggressor hier also das Parlament und der Senat Spaniens nach außen gerichtet Werte in Anspruch nimmt die er innerstaatlich verletzt oder gar mißachtet Ein moralisch gebotenes Eingreifen gilt erst recht wenn er dafür auch noch eine materielle Unterstützung von außen beansprucht z B Fördergelder der EU Die Konsequenz Die sich offiziell zum Tierschutz als Kulturwert bekennende Europäische Union darf eine Verletzung einhellig akzeptierter und widerspruchslos verkündeter Leitwerte nicht hinnehmen sondern muß mit Sanktionen in steigender Intensität drohen bzw falls Vermittlungsverhandlungen scheitern sie notfalls vollziehen 3 Das Beispiel der mörderischen Stiertortur zeigt einmal mehr daß ein rein quantitativ ausgerichteten Demokratiemodell an seine blutigen Grenzen stößt Das evtl brutale Niederstimmen des Meinungsgegners mit all seinen verhängnsivollen Folgen für Mensch und Tier muß durch ein fortschrittlicheres q u a l i t a t i v bestimmtes Demokratiemodell ersetzt werden Schon vor über 200 Jahren wurde diese Denkrichtung deutlich formuliert Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen Friedrich Schiller im Schauspiel Demetrius In der Gegenwart gibt es wenn auch erst in Afrika ein Modell das sich diesem Ziel nähert die sogenannte K o n s e n s d e m o k r a t i e Sie wird in bestimmten Stämmen Afrikas praktiziert weil ein bloßes Niederstimmen eines zahlenmäßig unterlegenen Meinungsgegners meist zu gefährlichem Unfrieden führt wobei man sich dort aber letztlich nicht ausweichen kann Deshalb wird ein Streitfall in Ruhe erörtert die Positionen geprüft und eventuell so lange verändert bis auch offensichtlich vernünftige Gegner zustimmen Im europäisch bestimmten Kulturkreis der USA kennen wir Ähnliches vom Schwurgericht wo juristische Laien ein e i n s t i m m i g e s Urteil abgeben müssen Bei grundlegenden Meinungsverschiedenheiten darf Zeit keine entscheidende Rolle spielen Und persönliche Feindseligkeiten müssen durch gründliche Mediator Arbeit so abgemildert werden daß eine Einigung möglich wird Entscheidungen zuungunsten wehrloser Opfer oder von Lebewesen o h n e Fürsprecher müssen verboten werden Solange jedoch solche Modelle nicht eingeführt sind ist es ein ethisches Gebot nach dem Prinzip der größtmöglichen Schonung bzw Vermeidung möglicher Opfer zu entscheiden im Zweifelsfalle also f ü r die potentiellen Opfer nicht gegen sie 4 Die mörderische Stiertortur führt letztlich zur Frage ob der von Politikern aus geistiger Bequemlichkeit oder Opportunismus vielbeschworene ethische Relativismus grenzenlos sein darf Jeder darf entscheiden wie er will alles ist relativ also z B Ex BundeskanzlerHelmut Kohl sagen durfte daß das Lebendbraten von Katzen oder Hunden in Korea nicht moralisch verurteilt werden dürfe da es sich eben um eine andere Kultur handele Hier ist die praktische Philosophie zu einem längst überfälligen Konsensdialog aufgerufen Solange sie uns aber einen diesbezüglichen Konsens schuldig bleibt sind wir zumindest berechtigt wenigsten eine in sich logisch widerspruchslose Meinungsposition zu fordern Die aber ist nicht gegeben wenn dieselben Politiker ihre Leitwerte immer wieder wechseln wenn es ihnen nützlich erscheint Sie fordern z B Toleranz gegenüber fremden Werten propagieren diese Toleranz jedoch auch dann wenn die Vertreter fremder Wertvorstellungen unsere eigenen Leitvorstellungen im Namen eines Gottes oder einer sonstigen Überwertigkeit n i

    Original URL path: http://www.paktev.de/mediapool/107/1071834/data/Word_Dokumente/Sogenannter_Stierkampf_Welt-Torturerbe_statt_Welt-Kulturerbe.html (2016-04-27)
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  • 302
    der Arena behindern Die Technik des Stierkampfes nutzt nur aus dass die Tiere aufgrund der Position ihrer Augen ein eingeschränktes Gesichtsfeld haben d h dass sie nicht sehen können was direkt vor ihnen ist Die ganze Kunst des Toreros besteht also darin mit seinem Tuch den Stier zu reizen dabei aber mit dem Körper im toten Winkel der Wahrnehmung des Tieres zu bleiben Es wird also eine naturgegebene Behinderung eines Lebewesens ausgenutzt dies ist nicht tapfer sondern perfide und feige Es gab auch Zeiten und soziale Verhältnisse in denen man mit Behinderungen von Menschen wie z B Kleinwuchs Scherze trieb In diese zum Glück vergangenen Zeiten der Hofnarren und Leibzwerge gehört auch der sog Stierkampf der überhaupt kein Kampf ist sondern ein ritualisiertes Abschlachten bei dem höchstens ein ganz ungewöhnliches Missgeschick seines Peinigers dem Stier einmal den Hauch einer Chance gibt Interessant wäre auch einmal zu lesen wie die Produzenten des pseudo philosophischen Kitsches über Tod Erotik Tapferkeit Grenzerfahrungen etc etc denn die allgegenwärtigen Dorffiestas kommentieren bei denen kleine Kälber tapfer von Kindern mit Scheren und Messern traktiert werden Kühe oder Stiere tagelang gequält ins Wasser getrieben wieder herausgezogen geschlagen mit Messern und Wurfgeschossen wie z B Feuerwerkskörpern attackiert dann nicht jedes Dorf kann sich schließlich seine eigene Kuh leisten auf einem LKW zur nächsten Fiesta gekarrt werden um dort vielleicht als toro embolado mit brennenden Wergballen auf dem Kopf zu enden Gewiss es gibt Menschen die für die Leiden anderer Lebewesen unempfindlich sind oder sogar ein sadistisches Vergnügen daran finden In viel größerer Zahl sind aber die Menschen die Mitgefühl haben Ekel und Abcheu empfinden und seelisch unter der allgegenwärtigen Tiermisshandlung leiden Wie sehr das Lebensgefühl vieler Spanierinnen und Spanier durch diese im Namen angeblich ihrer Kultur begangenen Untaten beeinträchtigt wird wissen wir durch unsere Kontakte dort Die spanische

    Original URL path: http://www.paktev.de/302-1.html (2016-04-27)
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  • 441
    nur Zeichen mangelnder Klasse Zeichen von Feigheit Ich sah drei Stiere vor meinen Augen sterben und ass und trank dann in der Pause und lachte sogar über den Tod dieser Lebewesen Heute verstehe ich nicht wie man essen kann nachdem man das gesehen hat Aber fest steht dass ich es tat und mich dabei wohlfühlte Als Kind war ich aggressiv hatte einen Hund meinen Hund Die restliche Tierwelt jedoch war nur dazu da geopfert zu werden Der Respekt war dahin Mein Vater nahm mich mit auf die Jagd um zu töten nahm mich mit zum Angeln um zu töten Und ich war glücklich Ich war dabei ein nützlicher Mensch zu werden hart ohne Mitgefühl für die anderen Tiere Und hart hart auch gegenüber meiner eigenen Spezies Wie sieht ein Stierkampf Fan zum ersten Mal den Stier als leidendes Tier Jahre vergingen Viele Jahre bis sich eines Tages ich war damals etwas über dreissig bei einem Stierkampf während der Feria von Málaga etwas ereignete Es war beim zweiten Stier jenes Nachmittags als urplötzlich ein Stier hinter einem Stierkämpfertuch erschien Ich staunte und verharrte in der Betrachtung dieses Tiers das ich nie zuvor gesehen hatte Ich der ich imstande war Tausende von Stieren vor meinen eigenen Augen sterben zu sehen Aber an jenem Tag geschah etwas Und es war eigentlich gar nichts Besonderes Das Besondere an jenem Tag war ich der ich zum ersten Mal nach mehr als dreissig Jahren einen STIER sah Ich stand von meinem Sitz auf und verliess die Arena ohne ein Wort zu sagen Seitdem habe ich niemals wieder eine Stierkampfarena betreten Ich bin nicht zum Feind der Stierkämpfe geworden sondern mir wurden sie gleichgültig Jahre vergingen Ich wusste was bei den Corridas passierte aber ich hegte diesbezüglich keinerlei Gefühle Es war mir egal Wenn man mich fragte ob ich Stiere mochte antwortete ich immer das Gleiche Ja mit Kartoffeln Wie wird aus einem gleichgültigen Menschen einer der gegen seine eigene Vergangenheit kämpft Mehr als zehn Jahre mussten vergehen bis ich mir eines Tages sagte dass dies ein Ende haben müsse Ich forschte in meinem Innersten nach den Gründen dieser elenden Tradition Es erfüllte mich mit Scham dass ich meine ältere Tochter zu diversen Stierkämpfen mitgenommen hatte Glücklicherweise hatte sie nie Gefallen daran gefunden Und ich empfand Freude darüber nie meine jüngeren Kinder dorthin mitgenommen zu haben Eines Tages sagte ich mir Etwas muss ich tun Und seither kämpfe ich darum meine Wahrheit über die blutigen Stierkämpfe zu verbreiten Das Leiden eines Tieres darf KEIN Genuss sein Eine Corrida ist nichts als DEMÜTIGUNG FOLTER UND TOD eines UNSCHULDIGEN TIERES zum Zwecke des Genusses den eine Gruppe von SADISTEN dabei erstrebt Ich dachte an all jene Kinder die wie ich im gleichen elenden Milieu aufwachsen und sicherlich nicht das gleiche Glück haben werden das ich einst hatte nämlich DEN STIER ZU SEHEN Deshalb erzähle ich meine Geschichte überall dort wo es möglich ist Ich schäme mich nicht sondern führe mich als einfaches Beispiel an WENN ICH MICH HABE ÄNDERN

    Original URL path: http://www.paktev.de/441-1.html (2016-04-27)
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  • 267
    ausgeschöpft Petra M Sidhom Eine statistische Untersuchung der gerichtlichen Sanktionspraxis tierschutzrelevanter Straftaten anhand des Datenmaterials der Strafverfolgungsstatistik der Jahre 1980 bis 1991 in der Bundesrepublik Deutschland Diss Hannover 1995 Hieran hat sich erschreckender Weise nach all den Jahren und trotz der Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz nichts geändert Dazu kommt dass die Staatsanwaltschaften nach wie vor etwa 90 der Verfahren wegen angeblich mangelnden öffentlichen Interesses einstellen Eine neuere Untersuchung D P Zuschlag u a Umsetzung des 17 Tierschutzgesetz in der deutschen Rechtsprechung In Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e V Tagung der Fachgruppe Tierschutz Gießen 2009 S 35 ff weist auf die überdurchschnittlich hohe Dunkelziffer im Bereich der Tierschutzdelikte hin was u a darauf zurückzuführen sei dass eine Strafanzeige größtenteils deshalb nicht erfolgt weil Tierquälerei nur selten von dritten Personen wahrgenommen wird nachdem diese Vergehen zum einen meist nicht in der Öffentlichkeit begangen werden Zudem sind Folgen Schmerzen und Leiden eines Tieres für einen Laien ohne tiermedizinische und oder ethologische Kenntnisse oftmals nicht erkennbar Daneben fehlt es oft am nötigen Tierschutzbewusstsein oder an Kenntnis der Strafbarkeit Weitere Gründe können aber auch bei der Erhaltung nachbarschaftlicher Kontakte liegen die die Verfolgung der Misshandlung eines Tieres als inopportun erscheinen lassen Ein zusätzliches Problem entsteht

    Original URL path: http://www.paktev.de/267-1.html (2016-04-27)
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  • Die Würde von Wal und Waschbär | hpd
    die dem Menschen zugeschriebenen Eigenschaften verfügen Relevant ist das Individuum nicht die Artzugehörigkeit Schutz brauchen Lebewesen nicht aufgrund ihrer Vernunft sondern aufgrund ihrer Leidensfähigkeit Darin folgt Singer dem Gründungsvater des Utilitarismus George Bentham der in der umgekehrten Richtung allgemein definierte worauf es ankommen sollte auf die Summe des größtmöglichen Glücks für alle Rechte Grundrechte gestand Singer nur den uns ähnlichsten Wesen zu den Menschenaffen Die anderen können und müssen aber auf unser Mitgefühl rekurrieren dürfen Was nicht heißt dass sich Singer generell gegen die Nutzung von Tieren in der Landwirtschaft aussprach Ja sein Argument ließe sich sogar dahingehend anwenden dass eine Landwirtschaft mit minimal verbesserten Haltungsbedingungen was die Glücksbilanz angeht immer noch besser wäre als wenn die Tiere überhaupt nicht existieren Tom Regan Das war Tom Regan bald der schärfste Opponent von Singer zu wenig Der Begründer der Tierrechtsbewegung vertrat die These dass es nur auf eines ankomme dass ein Wesen Subjekt sei das heißt über eine Innenansicht verfüge von der aus es die Welt wahrnehme Weiter stellte er klar dass es grundsätzlich nicht nur eine aktive Weise gibt über Rechte zu verfügen sondern auch eine passive Weise Rechte zu haben für die es nicht des Nachweises von Fähigkeiten bedarf Zum ersten Mal bekamen alle Tiere damit Rechte die über den Anspruch auf Mitleid hinausgingen Nun waren wir ihnen nicht mehr nur uns etwas schuldig Weit radikaler formulierte es darauf bald Gary Lawrence Francione Es reicht dass ein Lebewesen Interessen und Zwecke verfolgt um Rechtsträger zu sein Gänzlich vom Tisch war die Gretchenfrage nach Selbst Bewusstsein und Bewusstsein Warum fragt er ist es eigentlich von Belang wie ähnlich uns ein Wesen ist Genauso gut kann man für entscheidend halten wie gut ein Wesen fliegen kann Oder aus dem Stand springen oder Ultraschallwellen hören Worauf ein Tier unsererseits rechnen darf kann nicht von einer mehr oder weniger große Ähnlichkeit zu uns abhängen Martha Nussbaum Selbst der Begriff des Speziesismus geriet in der Diskussion der Tierrechtsbewegung bald in die Kritik Martha Nussbaum Theoretikerin der Rechte von Minderheiten schaltete sich in den Disput ein und brachte den Begriff der Würde ein Der zu sichernde und zu schützende Bedarf eines Lebewesen richtet sich nach seinen Fähigkeiten die es ein Recht habe auszuleben Zu fliegen etwa zu jagen zu klettern Diese Fähigkeiten lassen sich aber nur artspezifisch bestimmen und werden von Art zu Art unterschiedlich sein Auch der empiristisch utilitaristische Ansatz blieb bald nicht mehr der einzige Aber Anspruch von Rechten hat nach traditioneller rationalistischer Auffassung nur derjenige der auch Pflichten hat So sah es Kant So dachten ebenso die Kontraktualisten für die Rechte sich aus einer Vereinbarung ergeben Für den us amerikanischen Philosophen der analytischen Schule John Rawls sind die Gesetze gerecht denen alle zustimmen würden wenn ihnen ihr sozialer Status ihre Möglichkeiten aufgrund ihres Gesundheitszustands oder ihrer mentalen Fähigkeiten in einer zukünftigen Gesellschaft nicht bekannt wäre Dahinter steckt das kantsche rein formal bestimmte Legitimationskriterium jeglichen Tuns Handele so dass dein Tun jederzeit Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte Nun können Tiere aber nicht

    Original URL path: http://www.paktev.de/mediapool/107/1071834/data/Word_Dokumente/Die_W_rde_von_Wal_und_Waschb_r_hpd_1_.htm (2016-04-27)
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  • Tierethische Positionen | bpb
    Dennoch spricht er sich aus indirekten Gründen für die Rücksicht auf Tiere aus nämlich mit dem Verrohungsargument Wer Tiere misshandelt und ihnen gegenüber grausam ist wird moralisch abstumpfen und dann auch im Umgang mit direkten Gegenständen der Moral also menschlichen Personen zu Grausamkeit tendieren Die diesem Argument zugrundeliegende Annahme einer Analogie zwischen Menschen und Tieren ist aber nur sinnvoll wenn man die Vernunft als eine in der Evolution entstandene Fähigkeit ansieht und sie nicht wie Kant in einer höheren Welt ansiedelt Moral als Vertrag Der Kontraktualismus setzt nur die zweckrationale Vernunft voraus Er besagt dass es im vormoralischen Interesse rationaler Individuen ist sich auf Normen wechselseitiger Rücksicht zu einigen weil der Vorteil den der Gewinn an Sicherheit vor Übergriffen bedeutet den Verzicht überwiegt der in der Einschränkung der eigenen Interessen mit Rücksicht auf die Interessen der anderen liegt Solche Abmachungen können nur Wesen schließen die über Sprache die Fähigkeit zum Einhalten von Versprechen usw verfügen also Wesen die man als Personen bezeichnen kann Tiere haben diese Fähigkeiten nicht und können daher in dieser Konzeption wechselseitiger Rechte und Pflichten keine Rechte haben nicht direkt Gegenstand moralischer Rücksicht sein Man müsste vielmehr die Vertragskonzeption durch andere Gesichtspunkte ergänzen z B dadurch dass wir die Tugend des Mitgefühls als motivationale Grundlage brauchen und dass in deren Inhalt die Ausdehnung auf alle fühlenden Wesen angelegt ist Carruthers Aus dieser notwendigen Ergänzung ergibt sich dass Tiere auch wenn sie nicht die Fähigkeiten besitzen die moralische Akteure auszeichnen aufgrund ihrer Leidensfähigkeit ohne weiteres Gegenstände moralischer Rücksicht sein können vgl das pathozentrische Argument in Krebs Naturethik Direkte Argumente für die Berücksichtigung der Tiere Mitleidsethik Eine direkte Ausdehnung der Moral auf Tiere auf dieser Basis finden wir in Schopenhauers Mitleidsethik Dieser betont gegen Kant dass moralisches Handeln sich nur verstehen lässt wenn wir ein empirisches Motiv dafür finden können Er verweist auf altruistische Gefühle genauer auf den natürlichen Affekt des Mitleids in welchem wir direkt auf das Wohl anderer fühlender Wesen bezogen und von ihrem negativen Erleben betroffen sind Allerdings ist das Mitleid wie alle Affekte launisch und kann daher nur zur Grundlage einer moralischen Position werden wenn es zu einer dauerhaften Einstellung einer Tugend verfestigt wird Die Mitleidskonzeption ist dadurch gekennzeichnet dass sie den ethischen Tierschutz zum Inhalt hat d h die Rücksicht auf individuelle Tiere um ihrer selbst willen Damit dürfte sie diejenige Grundlegung der Tierethik sein die am besten an die im Alltagsbewusstsein und im Recht verankerten Vorstellungen anknüpft Die Anwendbarkeit des Mitleids auf alle Wesen die ein Wohl haben ergibt weiterhin einen gleichen moralischen Status für Menschen und Tiere Andererseits bleibt die Stärke ihrer Konsequenzen offen da sich allein aus einer altruistischen Haltung einer Person weder moralische Forderungen an andere Personen noch Rechte der betroffenen Wesen ableiten lassen Tugendhat Utilitarismus Den Anstoß zur heutigen Tierethik Debatte hat Peter Singers utilitaristische Position gegeben Für den Utilitarismus ist moralisches Handeln auf das Ziel der Nutzenmaximierung bezogen Der Nutzen wird im klassischen Utilitarismus bei Bentham als Lust in Singers sog Präferenzutilitarismus als Interessenbefriedigung interpretiert Am besten ist

    Original URL path: http://www.paktev.de/mediapool/107/1071834/data/Word_Dokumente/Tierethische_Positionen_bpb.htm (2016-04-27)
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