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  • OBERHOFPREDIGER | Leichenpredigt auf Herzogin Sophia Elisabeth
    haben soll 1 Sam 16 14 23 Neben dem Harfenspiel werden in der Bibel zudem seine gesanglichen und dichterischen Fähigkeiten gewürdigt König David galt als Idealbild eines Herrschers der neben seinem politischen Geschick sämtliche künstlerische Eigenschaften in sich vereint In dieser Tradition sieht Daetrius auch die Herzogin Sophia Elisabeth In der Forschung wurde wiederholt konstatiert dass Daetrius Lob auf die Fürstin deutlich über das allgemeine Herrscherlob in Leichenpredigten hinausgeht Dabei erwähnt der Autor lediglich die geistlichen Lieder und Kompositionen die ihre intensive Frömmigkeitspraxis veranschaulichen sollen Unerwähnt bleiben in diesem Zusammenhang ebenso die Mitgliedschaften der Herzogin in der Noble Académie des Loyales und der Tugendlichen Gesellschaft wie ihre Tätigkeit als Übersetzerin weltlicher Werke und als Komponistin von Festspielen und Balletten Dies könnte daran liegen dass es zu diesem Zeitpunkt noch nicht angebracht war die Mitgliedschaft adeliger Damen in derartigen Sozietäten positiv hervorzuheben Für adelige Frauen galt es ferner als unschicklich Werke unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen weshalb sie häufig ein Pseudonym verwendeten Auch Sophia Elisabeth veröffentlichte ihre Lieder und Werke unter dem Pseudonym von einer HochFürstlichen FrauenPerson Während Daetrius in seiner Leichenpredigt auf den Ehegatten Herzog August diesen gegen seine Kritiker verteidigen musste kann er hier voller Stolz über die Werke der Herzogin berichten für die sie auch in anderen Territorien des Reiches geschätzt und bewundert wurde In gewisser Weise stilisiert er damit Sophia Elisabeth zur kulturellen Repräsentantin des Hauses Braunschweig Wolfenbüttel Im zweiten Teil der Predigt betont Daetrius die Wichtigkeit des Gotteslobes in Kirche und Gemeinde Das Lob soll in der Öffentlichkeit und für jedermann sichtbar praktiziert werden so wie es einst David vor seinem Volke getan habe Damit hebt er vor allem die Bedeutung der Kirche als Haus Gottes und den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde hervor Sophia Elisabeth wird auch hier von Daetrius zum Vorbild stilisiert da sie nach Davids Exempel nebenst Ihrer privat Andacht und alsteter übung im Lobe Gottes denen algemeinen Kirchen Versammlungen so wohl in hiesiger Stadt Kirchen als bey Fürstl Hofe Statt Sich nicht entzogen sondern nebenst Ihrem hoch geliebten Ehe Gemahl an allen heiligen Herrn und anderen Feyer und Festtagen vor und nach mittags mit erschienen sei Bis zu ihrem Lebensende und vor allem in ihrer Zeit als Witwe habe sie regelmäßig an den Gottesdiensten teilgenommen was von Daetrius wiederum als Ausdruck ihrer starken Frömmigkeit gewertet wird Der Aspekt der Frömmigkeit im Witwenstand ist ein Topos und kommt sehr häufig in Leichenpredigten auf Witwen vor da es den Theologen darum ging das Bild einer idealen Witwe zu konstruieren Vordergründig zeigt Daetrius in diesem Teil indes wie wichtig es ist Gott seinen Dank innerhalb der Kirche und der Gemeinde auszusprechen Sophia Elisabeth dient hierbei als Beispiel und Vorbild für die Gemeinde und die Untertanen Zum Abschluss seiner theologischen Ausdeutung thematisiert Daetrius die Ängste und Nöte die ein jeder Mensch unabhängig von seinem Stand im Laufe des Lebens auszustehen habe Er unterscheidet dabei nicht zwischen den Armen und Mächtigen im Gegenteil Gerade am Beispiel König Davids kann er veranschaulichen dass je mehr er empor gebracht

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  • OBERHOFPREDIGER | Leichenpredigt auf Herzogin Sophia Elisabeth
    oder Mund und Zungenlob sey sondern daß es auch zuforderst ein herzen und Seelen Lob sey Ferner mahnt er Gott immer zu danken egal in welcher Lebenssituation man sich gerade befindet Daetrius bezieht sich in seiner theologischen Ausdeutung anschließend konkret auf Sophia Elisabeth die er mit David dem großen Psalmendichter des Alten Testaments vergleicht Als Ausdruck ihres Gotteslobs hebt er vor allem ihre kompositorischen Fähigkeiten hervor die genugsam nicht nur bey uns in hiesigen Landen sondern auch anderswoweit überall längst bekannt worden und rühmlich erschollen wie Dieselbe in dem Lobe Gottes Sich geübet und embsig erwiesen So komponierte sie passend zur zentralen Bibelgestalt der Leichenpredigt unter anderem das ChristFürstlicheDavidsHarpfen Spiel zum Spiegel und Fürbilde Ihrer Christ Fürstlichen zu Gottes Lobe gerichtete n Andacht welches von Daetrius erwähnt wird Ein besonderes und elementares Merkmal Davids ist die Harfe Vermutlich während seiner Zeit als Hirte erlernte er dieses Instrument durch dessen Spiel er später König Saul von einem bösen Geist befreit haben soll 1 Sam 16 14 23 Neben dem Harfenspiel werden in der Bibel zudem seine gesanglichen und dichterischen Fähigkeiten gewürdigt König David galt als Idealbild eines Herrschers der neben seinem politischen Geschick sämtliche künstlerische Eigenschaften in sich vereint In dieser Tradition sieht Daetrius auch die Herzogin Sophia Elisabeth In der Forschung wurde wiederholt konstatiert dass Daetrius Lob auf die Fürstin deutlich über das allgemeine Herrscherlob in Leichenpredigten hinausgeht Dabei erwähnt der Autor lediglich die geistlichen Lieder und Kompositionen die ihre intensive Frömmigkeitspraxis veranschaulichen sollen Unerwähnt bleiben in diesem Zusammenhang ebenso die Mitgliedschaften der Herzogin in der Noble Académie des Loyales und der Tugendlichen Gesellschaft wie ihre Tätigkeit als Übersetzerin weltlicher Werke und als Komponistin von Festspielen und Balletten Dies könnte daran liegen dass es zu diesem Zeitpunkt noch nicht angebracht war die Mitgliedschaft adeliger Damen in derartigen Sozietäten positiv hervorzuheben Für adelige Frauen galt es ferner als unschicklich Werke unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen weshalb sie häufig ein Pseudonym verwendeten Auch Sophia Elisabeth veröffentlichte ihre Lieder und Werke unter dem Pseudonym von einer HochFürstlichen FrauenPerson Während Daetrius in seiner Leichenpredigt auf den Ehegatten Herzog August diesen gegen seine Kritiker verteidigen musste kann er hier voller Stolz über die Werke der Herzogin berichten für die sie auch in anderen Territorien des Reiches geschätzt und bewundert wurde In gewisser Weise stilisiert er damit Sophia Elisabeth zur kulturellen Repräsentantin des Hauses Braunschweig Wolfenbüttel Im zweiten Teil der Predigt betont Daetrius die Wichtigkeit des Gotteslobes in Kirche und Gemeinde Das Lob soll in der Öffentlichkeit und für jedermann sichtbar praktiziert werden so wie es einst David vor seinem Volke getan habe Damit hebt er vor allem die Bedeutung der Kirche als Haus Gottes und den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde hervor Sophia Elisabeth wird auch hier von Daetrius zum Vorbild stilisiert da sie nach Davids Exempel nebenst Ihrer privat Andacht und alsteter übung im Lobe Gottes denen algemeinen Kirchen Versammlungen so wohl in hiesiger Stadt Kirchen als bey Fürstl Hofe Statt Sich nicht entzogen sondern nebenst Ihrem hoch geliebten Ehe Gemahl an allen heiligen

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  • OBERHOFPREDIGER | Leichenpredigt auf Herzog August Friedrich
    von Daetrius ausgelegte Bibeltext soll einmal mehr verdeutlichen dass August Friedrich nun in eine bessere Welt übergetreten sei denn er gehöre zu den Gerechten also denjenigen die glauben dass der Sohn Gottes für sie gestorben sei und so die Sünden der Welt hinweggenommen habe Durch ein bis dahin gottgefälliges Leben werden sie durch ihren Tod erlöst und damit von Gott für ihr Handeln belohnt Die Seele dieser Gerechten wird als Braut Gottes bezeichnet die mit ihm einen Bund für die Ewigkeit eingeht worin die wahre Freude bestehe In einer äußerst bildhaften Sprache beschreibt Daetrius wie die Seele des Verstorbenen Prinzen in einem Elias Wagen einen himmlischen Braut Wagen mit feurigen Rossen mit Freuden in das Reich Gottes auffährt Das irdische Leben mit all seinen Eitelkeiten und Sünden wird erneut negativ dargestellt An diesem irdischen Dasein solle nicht allzu sehr festgehalten werden da die wahre Freude in Gott und dem Leben in seinem Reich liege Gerade in Zeiten der Trauer soll diese Freude ein Trost für die Menschen sein Vermeintliche schwere Trübsalen und harte Unglücks fälle wie der tragische Tod des gefallenen Prinzen gilt es so zu überwinden Da August Friedrich zu den Gerechten gezählt wird kann er sich dieser Freude sicher sein So war es Gottes Wille der ihn nach Speyer geführt habe wo er seiner zunächst nicht tödlich anmutenden Verletzung schließlich doch erlag Daetrius ist es zudem sehr wichtig den Angehörigen zu zeigen dass August Friedrich im Moment seines Todes nicht allein war sondern dass neben seinem Seelsorger Conrad Willius Gott bei ihm gewesen sei Zum Trost der Hinterbliebenen legt Daetrius dem Toten folgende Worte in den Mund Meine herzliebste Eltern mein Vater und Mutter wissen von meiner Noht nicht und wan Sie es gleich wüsten können Sie mir nicht helfen wie gern Sie auch wollten GOTT aber ist meine hülffe Wichtig ist auch die Betonung dass er im Glauben an Gott auf so Christ freudige sanfft seelige Weise abgefahren sei Mit Conrad Willius habe ihm zudem ein Seelsorger vor Ort zur Seite gestanden der mit ihm das Glaubensbekenntnis gesprochen habe so dass auch gewährleistet worden sei dass der Verwundete im rechten Glauben und Vertrauen auf Gott verstarb was sowohl Trost für August Friedrich als auch für seine Angehörigen bedeutete Biographie In der Biographie schildert der Autor sehr ausführlich die Ausbildung des jungen Prinzen bei Hofe und stützt sich auf Berichte seiner Lehrer Heinrich Boetius Johann Sigmund Schulze und Adam Heinrich von der Tanne Wie schon Cornelia Niekus Moore herausarbeiten konnte stehen die Intelligenz und der Ehrgeiz mit dem August Friedrich sein Studium in Straßburg absolvierte sowie das freundliche und höfliche Benehmen des jungen Mannes im Zentrum der Vita da diese seine besten Charaktereigenschaften darstellten mit denen er die verschiedensten Personen für sich einzunehmen vermochte Ebenso wird die Frömmigkeit August Friedrichs in den Mittelpunkt gerückt Dies kommt vor allem bei der detaillierten Beschreibung der Feier seines letzten Abendmahls mit dem ihm beistehenden Pastor Conrad Willius zum Ausdruck Derartige Beschreibungen des letzten Moments sind typisch für Leichenpredigten und dienten vor

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  • OBERHOFPREDIGER | Leichenpredigt auf Herzog August Friedrich
    dass dies den Angehörigen grausam vorkomme zugleich unterbreitet er aber eine tröstliche Erklärung Bei dem Prinzen habe es sich um eine süsse Traube reif für Gott und demselben wolgefällig gehandelt Gott habe ihn vor einem sündigen und verderblichen Leben bewahrt und ihn gerne bald bey sich im Himmel haben wolle n ehe es in und von der bösen Welt abgerissen verderbet und zu nichte gemacht werde In seiner Rolle als Mahner betont Daetrius dass insbesondere Fürstenkinder für das Böse der Welt und ihre Verderblichkeit anfällig seien Daher sollten sie Gott für ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Leben danken Daetrius versichert den Angehörigen dass sich der Verstorbene nun an einem besseren Ort befinde Im Tod August Friedrichs sieht Daetrius den eigentlichen Trost denn Gott habe des Prinzen Seele frühzeitig und balde abgefordert Da dieselbe Ihm noch wohlgefällig und lieb gewest und ehe Sie durch der Boßheit Verkehrung und falscher Lehre Betrug zur Aufopferung könnte untüchtig gemacht und verderbt werden Der von Daetrius ausgelegte Bibeltext soll einmal mehr verdeutlichen dass August Friedrich nun in eine bessere Welt übergetreten sei denn er gehöre zu den Gerechten also denjenigen die glauben dass der Sohn Gottes für sie gestorben sei und so die Sünden der Welt hinweggenommen habe Durch ein bis dahin gottgefälliges Leben werden sie durch ihren Tod erlöst und damit von Gott für ihr Handeln belohnt Die Seele dieser Gerechten wird als Braut Gottes bezeichnet die mit ihm einen Bund für die Ewigkeit eingeht worin die wahre Freude bestehe In einer äußerst bildhaften Sprache beschreibt Daetrius wie die Seele des Verstorbenen Prinzen in einem Elias Wagen einen himmlischen Braut Wagen mit feurigen Rossen mit Freuden in das Reich Gottes auffährt Das irdische Leben mit all seinen Eitelkeiten und Sünden wird erneut negativ dargestellt An diesem irdischen Dasein solle nicht allzu sehr festgehalten werden da die wahre Freude in Gott und dem Leben in seinem Reich liege Gerade in Zeiten der Trauer soll diese Freude ein Trost für die Menschen sein Vermeintliche schwere Trübsalen und harte Unglücks fälle wie der tragische Tod des gefallenen Prinzen gilt es so zu überwinden Da August Friedrich zu den Gerechten gezählt wird kann er sich dieser Freude sicher sein So war es Gottes Wille der ihn nach Speyer geführt habe wo er seiner zunächst nicht tödlich anmutenden Verletzung schließlich doch erlag Daetrius ist es zudem sehr wichtig den Angehörigen zu zeigen dass August Friedrich im Moment seines Todes nicht allein war sondern dass neben seinem Seelsorger Conrad Willius Gott bei ihm gewesen sei Zum Trost der Hinterbliebenen legt Daetrius dem Toten folgende Worte in den Mund Meine herzliebste Eltern mein Vater und Mutter wissen von meiner Noht nicht und wan Sie es gleich wüsten können Sie mir nicht helfen wie gern Sie auch wollten GOTT aber ist meine hülffe Wichtig ist auch die Betonung dass er im Glauben an Gott auf so Christ freudige sanfft seelige Weise abgefahren sei Mit Conrad Willius habe ihm zudem ein Seelsorger vor Ort zur Seite gestanden der mit ihm das Glaubensbekenntnis gesprochen

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  • OBERHOFPREDIGER | Sattlers Berufung ins Konsistorium (1574)
    die er nur von wenigen Jahren unterbrochen bis zu seinem Tod im Jahr 1624 ausübte Die Berufung in diese Landesbehörde ermöglichte es ihm umfassende kirchenpolitische Erfahrungen zu sammeln und sich als kompetenter Theologe für weitere Dienste zu empfehlen Seine engagierte Arbeit als Landeskirchenrat in der konfliktträchtigen Zeit kurz nach Einführung der Reformation im Territorium war zweifellos neben seiner gerühmten Predigtkunst ein wichtiges Argument für die Berufung zum Hofprediger nach Wolfenbüttel im Jahr 1586 Ab 1589 stand Sattler dem Konsistorium vor In Kombination mit seinem Amt als höchster Geistlicher des Hofes sicherte ihm der Vorsitz über dieses wichtige Regierungsorgan einen außerordentlich großen Einfluss auf das kirchen bildungs und gesellschaftspolitische Geschehen im Fürstentum Nachweis Niedersächsisches Staatsarchiv Wolfenbüttel 2 Alt Nr 2817 Bl 1a b Anordnung des Herzogs Julius Heinrichstadt bei der Veste Wolfenbüttel 9 Februar 1574 Zurück zur Übersicht Quellenbeispiel 2 DVCATVS BRVNSVICENSIS fereq ue LVNÆBVRGENSIS Cum adjacentibus Episcopatibus Comit atibus Domin iis etc Die Herzogtümer Braunschweig sowie nahezu vollständig Lüneburg mit angrenzenden Bistümern Grafschaften Herrschaften etc ca 1630 Aus Theatrum Orbis Terrarum sive Atlas Novus Schauplatz des Erdkreises oder Neuer Atlas hrsg von Willem und Joan Blaeu Bd 1 Amsterdam 1645 Schließen X Die Karte zeigt in einem Maßstab von etwa 1 360 000 den von Wolfenbüttel aus regierten Teil der welfischen Besitzungen in den 1620er Jahren Dieses Gebiet erstreckte sich vom Steinhuder Meer und Deister bis zum Elm vom Solling bis zum Harz Es setzte sich zusammen aus den Fürstentümern Wolfenbüttel Calenberg und Göttingen aus großen Teilen des Stifts Hildesheim ferner den Grafschaften Blankenburg und Hohnstein Daneben sind auf der Karte im Norden aber auch Besitzungen der Lüneburger Linie des welfischen Gesamthauses sowie von West nach Ost zudem die Grafschaft Schaumburg das sog Kleine Stift Hildesheim das zu dieser Zeit lüneburgische Fürstentum Grubenhagen die Grafschaften Wernigerode und Stolberg sowie das

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  • OBERHOFPREDIGER | Sattlers Berufung ins Konsistorium (1574)
    Internationales Arbeitsgespräch 2011 Sommerkurs Gastseminare AKTUELLES LINKLISTE E LEARNING MODUL Karte Zeitleiste Konsistoriumsberufung Sattlers Sattlers Berufung ins Konsistorium 1574 Mit dem abgebildeten Schreiben aus dem Jahr 1574 ordnete der Herzog Julius von Braunschweig Wolfenbüttel an angesichts der hohen Arbeitslast im Konsistorium Basilius Sattler zusammen mit Erich Dux dem Rat und Oberamtmann zu Gandersheim und Calvörde zur Unterstützung der bisherigen ständigen Mitglieder in diese Landesbehörde zu bestellen Zu diesem Zeitpunkt war Sattler Pfarrer an der Wolfenbütteler Hauptkirche Beatae Mariae Virginis die als Gemeinde und Hofkirche für die Residenzstadt und das gesamte Fürstentum von besonderer Bedeutung war Diese Anordnung des Herzogs markiert den Beginn der Arbeit Sattlers im Konsistorium eine Tätigkeit die er nur von wenigen Jahren unterbrochen bis zu seinem Tod im Jahr 1624 ausübte Die Berufung in diese Landesbehörde ermöglichte es ihm umfassende kirchenpolitische Erfahrungen zu sammeln und sich als kompetenter Theologe für weitere Dienste zu empfehlen Seine engagierte Arbeit als Landeskirchenrat in der konfliktträchtigen Zeit kurz nach Einführung der Reformation im Territorium war zweifellos neben seiner gerühmten Predigtkunst ein wichtiges Argument für die Berufung zum Hofprediger nach Wolfenbüttel im Jahr 1586 Ab 1589 stand Sattler dem Konsistorium vor In Kombination mit seinem Amt als höchster Geistlicher des Hofes sicherte

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  • OBERHOFPREDIGER | Sattlers „Predigt von der Oberkeit“ (1613)
    Leitgedanken lutherischen Obrigkeitsverständnisses in dem Herrscher und Untertanen sich gegenseitig verpflichtet sind und beiden Parteien steter Gottesgehorsam auferlegt ist Sattler versteht es das dargelegte Obrigkeitsverständnis auf die konkrete Situation des Fürstentums Braunschweig Wolfenbüttel zu wenden und auf seine überwiegend hochrangige Zuhörerschaft abzustimmen Insbesondere der scharfe Konflikt zwischen dem Fürstenhaus und der Stadt Braunschweig wird als ganz gegenwärtiges Problem angesprochen Hierin zeigt sich eine wesentliche Intention der Predigt nicht theologische Originalität sondern leicht verständliche lebensnahe Vermittlung lutherischer Handlungsmaximen für konkrete Problemlagen ist das Ziel Die Predigt würdigt die Biographie eines verschiedenen Fürsten doch richtet sie sich in erster Linie auf den Trost und das künftige Handeln der Lebenden Basilius Sattler Eine Predigt Von der Oberkeit Gethan bey der Begräbnuß Des Weyland Herrn Herrn Heinrich Julij Postulirten Bischoffen des Stiffts Halberstadt vnd Hertzogen zu Braunschweig vnd Lüneburg hochlöblicher gedechtnuß den 4 Octobr 1613 zu Wolffenbüttel Wolfenbüttel 1613 Druck Julius Adolph von Söhne Nachweis Herzog August Bibliothek H 44 Helmst Dr 2 Quellenbeispiel 1 Zurück zur Übersicht DVCATVS BRVNSVICENSIS fereq ue LVNÆBVRGENSIS Cum adjacentibus Episcopatibus Comit atibus Domin iis etc Die Herzogtümer Braunschweig sowie nahezu vollständig Lüneburg mit angrenzenden Bistümern Grafschaften Herrschaften etc ca 1630 Aus Theatrum Orbis Terrarum sive Atlas Novus Schauplatz des Erdkreises oder Neuer Atlas hrsg von Willem und Joan Blaeu Bd 1 Amsterdam 1645 Schließen X Die Karte zeigt in einem Maßstab von etwa 1 360 000 den von Wolfenbüttel aus regierten Teil der welfischen Besitzungen in den 1620er Jahren Dieses Gebiet erstreckte sich vom Steinhuder Meer und Deister bis zum Elm vom Solling bis zum Harz Es setzte sich zusammen aus den Fürstentümern Wolfenbüttel Calenberg und Göttingen aus großen Teilen des Stifts Hildesheim ferner den Grafschaften Blankenburg und Hohnstein Daneben sind auf der Karte im Norden aber auch Besitzungen der Lüneburger Linie des welfischen Gesamthauses sowie von West

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  • OBERHOFPREDIGER | Sattlers „Predigt von der Oberkeit“ (1613)
    Eine Predigt von der Oberkeit die bald darauf im Druck erschien Hier abgebildet ist das Titelblatt der von Julius Adolph von Söhne in Wolfenbüttel gedruckten Ausgabe eine weitere leicht gekürzte Fassung besorgte noch im selben Jahr die Werkstatt Peter Schmidts in Magdeburg Ausgehend von 1 Timoth 2 1 6 und 2 Chron 35 entfaltet Sattler darin sein Verständnis von einer guten Obrigkeit und dem rechten Verhältnis zwischen dieser und den Untertanen Der Text bewegt sich zwischen religiöser Unterweisung politischer Rechtfertigung Kritik am verstorbenen Fürsten sowie der Ermahnung des Regierungsnachfolgers und der versammelten Trauergemeinde In einer klaren noch heutigen Lesern leicht verständlichen Sprache entfaltet der Theologe in dieser Predigt die Leitgedanken lutherischen Obrigkeitsverständnisses in dem Herrscher und Untertanen sich gegenseitig verpflichtet sind und beiden Parteien steter Gottesgehorsam auferlegt ist Sattler versteht es das dargelegte Obrigkeitsverständnis auf die konkrete Situation des Fürstentums Braunschweig Wolfenbüttel zu wenden und auf seine überwiegend hochrangige Zuhörerschaft abzustimmen Insbesondere der scharfe Konflikt zwischen dem Fürstenhaus und der Stadt Braunschweig wird als ganz gegenwärtiges Problem angesprochen Hierin zeigt sich eine wesentliche Intention der Predigt nicht theologische Originalität sondern leicht verständliche lebensnahe Vermittlung lutherischer Handlungsmaximen für konkrete Problemlagen ist das Ziel Die Predigt würdigt die Biographie eines verschiedenen Fürsten

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