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  • OBERHOFPREDIGER | Brandanus Daetrius
    das dortige schwedische Gesandtschaftspersonal lutherischer Konfession Da Grotius wie Calixt irenische Ideen vertrat berief er Brandanus Daetrius als Schüler von Calixt in dieses Amt Bis 1638 blieb Daetrius in Paris wo eine Freundschaft zwischen ihm Grotius und dessen Sohn Peter entstand Daetrius kehrte 1638 nach Helmstedt zurück und wurde schließlich Pastor in Weende bei Göttingen bis ihn Herzog Georg von Braunschweig Lüneburg 1582 1641 zum Hofprediger berief 1643 wurde er Hofprediger und Konsistorialrat am Auricher Hof nachdem ihn die Universität Helmstedt am 14 März mit einer Disputation über die Taufe zum Doktor der Theologie promoviert hatte Bereits drei Jahre später erhielt er die Position des Stadtsuperintendenten von Braunschweig 1657 versuchte Herzog August der Jüngere von Braunschweig Wolfenbüttel Daetrius als Superintendenten für sein Fürstentum zu gewinnen was dieser aber unter anderem auf Grund eines höheren Gehaltsangebots des Braunschweiger Stadtrats zunächst abschlug Wenige Jahre später folgte Daetrius dem erneuten Ruf des Herzogs verbunden mit der Aussicht auf ein noch höheres Gehalt und dem Angebot den Herzog bei wichtigen Reformen im Schulsystem des Fürstentums zu unterstützen Von 1662 bis zu seinem Tode 1688 stand er im Dienst der Herzöge zu Braunschweig Wolfenbüttel 1570 1580 1590 1600 1610 1620 1630 1640 1650 1660 1670 1680 1690 1700 1710 Herzog Julius 1528 1589 Herzog Heinrich Julius 1564 1613 Herzog Friedrich Ulrich 1591 1634 Herzog August der Jüngere 1579 1666 Herzog Rudolf August 1627 1704 Herzog Anton Ulrich 1633 1714 Johann Malsius Basilius Sattler 1549 1624 Petrus Tuckermann 1580 1651 Heinrich Wideburg Joachim Lütkemann 1608 1655 Christoph Specht Brandanus Daetrius 1607 1688 Justus Cellarius 1649 1689 Johann Lucas Pestorff 1638 1693 Christian Specht 1647 1706 Eberhard Finen 1668 1726 Nicolaus Selnecker Ludwig Hahne Nicolaus Großcurdt Andreas Overbeck Christoph Hardtkenius Justus Lüders Johann Niekamp Gottlieb Treuer 1657 1729 Herzöge Oberhofprediger Hofprediger Schließen X DVCATVS BRVNSVICENSIS fereq ue

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  • OBERHOFPREDIGER | Leichenpredigt auf Herzog August den Jüngeren
    diesem Projekt befolgt habe In diesem Zusammenhang wird Daetrius calixtinische Gesinnung deutlich Er bringt zum Ausdruck dass Theologie und Macht nicht nur miteinander vereinbar seien sondern die Verbindung von beidem als Zeichen absoluter Frömmigkeit und Gottesfurcht gelten könne Seines Erachtens besitzt der Herrscher durchaus Mitspracherecht und Gestaltungsfreiheit in theologischen Fragen und Angelegenheiten Das Bibelprojekt wurde nach dem Tod Herzog Augusts von dem damit betrauten Orientalisten Johann Saubert dem Jüngeren 1638 1688 abgebrochen Der Herzog selbst bezeichnete es als seinen persönlichen Schwanengesang was wiederum Daetrius als Metapher aufgriff und in Zusammenhang mit der von August ausgewählten Bibelstelle setzte Das Gewicht das Daetrius dem Bibel Projekt einräumt deutet auf eine persönliche Beteiligung hin über die aber anderweitig nichts bekannt ist Im zweiten Teil der Versauslegung thematisiert Daetrius das Leben eines Christen der sich als wahrer Knecht und Diener Gottes auszeichnet Dazu zählt vor allem das Handeln nach den Geboten und Gesetzen Gottes Als Gottes treuer Diener ist es eine vorrangige Pflicht den Befehlen und Gesetzen der weltlichen Herrschaft Folge zu leisten 2 Brief an Timotheus 2 15 Aus diesem Grund so Daetrius habe Gott die Menschen in verschiedene Stände mit unterschiedlichen Verantwortungsbereichen eingeteilt Die Begründung leitet sich von der viel zitierten und berühmten Bibelstelle aus dem Römerbrief Kapitel 13 1 4 ab in der das lutherische Obrigkeitsverständnis beschrieben wird Die Obrigkeiten sind demnach von Gott eingesetzt worden um die wahre Religion zu verbreiten das Gute zu fördern und das Böse zu strafen Daher obliege ihnen ein besonderes Maß an Verantwortung In ihrer Funktion als Vorbild ermahnt Daetrius daher gerade die Obrigkeiten sich an die Gebote Gottes zu halten da ihre Position sie nicht vor Gottes Bestrafung schütze Sie sollen dem Herrn in besonderer Weise dienen Konkret auf August bezogen stellt er diesen als einen wahren Knecht im Dienste des Herrn dar und konkretisiert dies an seinem Regierungshandeln Dazu zählen unter anderem die zahlreichen Verordnungen zum Verwaltungs Schul und Kirchenwesen die August d J zum Wiederaufbau des stark zerstörten Territoriums erließ Daetrius zeigt sich als Befürworter der Politik Augusts d J was auch daran deutlich wird wie er das Konsistorium thematisiert Dieses besetzte August im Laufe der Jahre mit Anhängern des Helmstedter Theologen Georg Calixt 1586 1651 die den Herzog am ehesten in seinen politischen Plänen unterstützten Konnte sich das Konsistorium vor allem unter Basilius Sattler 1549 1624 als eigenständige Behörde und politische Kraft gegenüber anderen Landesbehörden und Institutionen behaupten verlor es diese Eigenständigkeit unter der Regierung August d J Dies zeigt sich besonders anhand der von ihm eingeführten neuen Schulordnung Die Kirche und damit das Konsistorium musste mit dieser Ordnung ihre Aufsichtspflicht über das Bildungswesen beziehungsweise die Schulinspektion aufgeben Vor allem unter Kanzler Johann Schwarzkopf einem Schwager von Calixt wurde das Konsistorium immer mehr unter weltliche Aufsicht gestellt Schwarzkopf vertrat die Ansicht dass die Kirchenbehörde ohnehin nur ein Anhang der fürstlichen Kanzlei sei Als Brandanus Daetrius 1662 den Vorsitz des Konsistoriums übernahm unterstützte er diese Politik In der Leichenpredigt kaschiert er jedoch die Veränderungen im Konsistorium durch die Aussage dass der Herzog

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  • OBERHOFPREDIGER | Leichenpredigt auf Herzogin Sophia Elisabeth
    wiederholt konstatiert dass Daetrius Lob auf die Fürstin deutlich über das allgemeine Herrscherlob in Leichenpredigten hinausgeht Dabei erwähnt der Autor lediglich die geistlichen Lieder und Kompositionen die ihre intensive Frömmigkeitspraxis veranschaulichen sollen Unerwähnt bleiben in diesem Zusammenhang ebenso die Mitgliedschaften der Herzogin in der Noble Académie des Loyales und der Tugendlichen Gesellschaft wie ihre Tätigkeit als Übersetzerin weltlicher Werke und als Komponistin von Festspielen und Balletten Dies könnte daran liegen dass es zu diesem Zeitpunkt noch nicht angebracht war die Mitgliedschaft adeliger Damen in derartigen Sozietäten positiv hervorzuheben Für adelige Frauen galt es ferner als unschicklich Werke unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen weshalb sie häufig ein Pseudonym verwendeten Auch Sophia Elisabeth veröffentlichte ihre Lieder und Werke unter dem Pseudonym von einer HochFürstlichen FrauenPerson Während Daetrius in seiner Leichenpredigt auf den Ehegatten Herzog August diesen gegen seine Kritiker verteidigen musste kann er hier voller Stolz über die Werke der Herzogin berichten für die sie auch in anderen Territorien des Reiches geschätzt und bewundert wurde In gewisser Weise stilisiert er damit Sophia Elisabeth zur kulturellen Repräsentantin des Hauses Braunschweig Wolfenbüttel Im zweiten Teil der Predigt betont Daetrius die Wichtigkeit des Gotteslobes in Kirche und Gemeinde Das Lob soll in der Öffentlichkeit und für jedermann sichtbar praktiziert werden so wie es einst David vor seinem Volke getan habe Damit hebt er vor allem die Bedeutung der Kirche als Haus Gottes und den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde hervor Sophia Elisabeth wird auch hier von Daetrius zum Vorbild stilisiert da sie nach Davids Exempel nebenst Ihrer privat Andacht und alsteter übung im Lobe Gottes denen algemeinen Kirchen Versammlungen so wohl in hiesiger Stadt Kirchen als bey Fürstl Hofe Statt Sich nicht entzogen sondern nebenst Ihrem hoch geliebten Ehe Gemahl an allen heiligen Herrn und anderen Feyer und Festtagen vor und nach mittags mit erschienen sei Bis zu ihrem Lebensende und vor allem in ihrer Zeit als Witwe habe sie regelmäßig an den Gottesdiensten teilgenommen was von Daetrius wiederum als Ausdruck ihrer starken Frömmigkeit gewertet wird Der Aspekt der Frömmigkeit im Witwenstand ist ein Topos und kommt sehr häufig in Leichenpredigten auf Witwen vor da es den Theologen darum ging das Bild einer idealen Witwe zu konstruieren Vordergründig zeigt Daetrius in diesem Teil indes wie wichtig es ist Gott seinen Dank innerhalb der Kirche und der Gemeinde auszusprechen Sophia Elisabeth dient hierbei als Beispiel und Vorbild für die Gemeinde und die Untertanen Zum Abschluss seiner theologischen Ausdeutung thematisiert Daetrius die Ängste und Nöte die ein jeder Mensch unabhängig von seinem Stand im Laufe des Lebens auszustehen habe Er unterscheidet dabei nicht zwischen den Armen und Mächtigen im Gegenteil Gerade am Beispiel König Davids kann er veranschaulichen dass je mehr er empor gebracht und erhöhet worden aus niedrigem Stande je mehr Widerwärtigkeit Neid Sorge Angst und Todes Gefahr sei über ihn gekommen Nicht nur während seines Aufenthaltes in Gat auch später sei er von Ängsten und Sorgen geplagt gewesen weswegen er Gott in seinen Gebeten um Hilfe gebeten und diese auch erhalten habe Daetrius spart in

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  • OBERHOFPREDIGER | Leichenpredigt auf Herzog August Friedrich
    Tod erlöst und damit von Gott für ihr Handeln belohnt Die Seele dieser Gerechten wird als Braut Gottes bezeichnet die mit ihm einen Bund für die Ewigkeit eingeht worin die wahre Freude bestehe In einer äußerst bildhaften Sprache beschreibt Daetrius wie die Seele des Verstorbenen Prinzen in einem Elias Wagen einen himmlischen Braut Wagen mit feurigen Rossen mit Freuden in das Reich Gottes auffährt Das irdische Leben mit all seinen Eitelkeiten und Sünden wird erneut negativ dargestellt An diesem irdischen Dasein solle nicht allzu sehr festgehalten werden da die wahre Freude in Gott und dem Leben in seinem Reich liege Gerade in Zeiten der Trauer soll diese Freude ein Trost für die Menschen sein Vermeintliche schwere Trübsalen und harte Unglücks fälle wie der tragische Tod des gefallenen Prinzen gilt es so zu überwinden Da August Friedrich zu den Gerechten gezählt wird kann er sich dieser Freude sicher sein So war es Gottes Wille der ihn nach Speyer geführt habe wo er seiner zunächst nicht tödlich anmutenden Verletzung schließlich doch erlag Daetrius ist es zudem sehr wichtig den Angehörigen zu zeigen dass August Friedrich im Moment seines Todes nicht allein war sondern dass neben seinem Seelsorger Conrad Willius Gott bei ihm gewesen sei Zum Trost der Hinterbliebenen legt Daetrius dem Toten folgende Worte in den Mund Meine herzliebste Eltern mein Vater und Mutter wissen von meiner Noht nicht und wan Sie es gleich wüsten können Sie mir nicht helfen wie gern Sie auch wollten GOTT aber ist meine hülffe Wichtig ist auch die Betonung dass er im Glauben an Gott auf so Christ freudige sanfft seelige Weise abgefahren sei Mit Conrad Willius habe ihm zudem ein Seelsorger vor Ort zur Seite gestanden der mit ihm das Glaubensbekenntnis gesprochen habe so dass auch gewährleistet worden sei dass der Verwundete im rechten Glauben und Vertrauen auf Gott verstarb was sowohl Trost für August Friedrich als auch für seine Angehörigen bedeutete Biographie In der Biographie schildert der Autor sehr ausführlich die Ausbildung des jungen Prinzen bei Hofe und stützt sich auf Berichte seiner Lehrer Heinrich Boetius Johann Sigmund Schulze und Adam Heinrich von der Tanne Wie schon Cornelia Niekus Moore herausarbeiten konnte stehen die Intelligenz und der Ehrgeiz mit dem August Friedrich sein Studium in Straßburg absolvierte sowie das freundliche und höfliche Benehmen des jungen Mannes im Zentrum der Vita da diese seine besten Charaktereigenschaften darstellten mit denen er die verschiedensten Personen für sich einzunehmen vermochte Ebenso wird die Frömmigkeit August Friedrichs in den Mittelpunkt gerückt Dies kommt vor allem bei der detaillierten Beschreibung der Feier seines letzten Abendmahls mit dem ihm beistehenden Pastor Conrad Willius zum Ausdruck Derartige Beschreibungen des letzten Moments sind typisch für Leichenpredigten und dienten vor allem dazu das vorbildliche Verhalten des Verstorbenen im Angesicht des Todes zu schildern und für die Nachwelt festzuhalten Zum einen sollte dieser Teil der Predigt den Angehörigen sowie den zahlreichen Lesern Trost spenden zum anderen bei der Vorbereitung auf das eigene Sterben behilflich sein In diesem speziellen Fall kam das Anliegen hinzu der Nachwelt

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  • OBERHOFPREDIGER | Leichenpredigten
    Zeitalters abgelöst Dem entspricht eine erkennbare soziale Exklusivität der Gattung Die ersten Leichenpredigten enthielten noch keine biographischen Informationen über die Verstorbenen Im Verlauf des 17 Jahrhunderts gewannen die teilweise immer ausführlicheren Viten zunehmend an Bedeutung Anfangs wurden viele dieser Predigten in späthumanistischem Neulatein verfasst später setzte sich die deutsche Sprache durch so dass eine breitere Leserschaft erreicht werden konnte Der gattungsspezifische Aufbau kann mit Hilfe des von Rudolf Lenz und Maria Fürstenwald für die Leichenpredigten des 17 Jahrhunderts erstellten texttheoretischen Rasters beschrieben werden Dieses gliedert die Predigt in Titelblatt Widmung Predigttext Biographie Abdankung Standrede Aufzählung der Teilnehmer Zeugnisse aller Art Trauerkompositionen Epicedien Trauergedichte sowie bildliche Darstellungen Vielfach weichen die Leichenpredigten jedoch von diesem Schema ab einige Elemente werden ausgelassen andere wiederum hinzugenommen Leichenpredigten als Quelle Leichenpredigten sind in den vergangenen Jahren stärker ins Zentrum der historischen Forschung gerückt Sie werden dem personalen Gelegenheitsschrifttum und den Funeraldrucken zugeordnet Gleichwohl sind sie nicht nur für Literaturwissenschaftler und Historiker von Interesse sondern werden zunehmend auch für Fragen der Medizin Pharmazie Musik Kunst und Kirchengeschichte herangezogen Das unterstreicht ihren Wert als multi und interdisziplinäre Quelle anhand derer sich vielfältige Aspekte der frühneuzeitlichen Lebenswelten erschließen lassen Hinsichtlich der Quellenkritik gilt es zu beachten dass sich hinter personenbezogenen Aussagen die jeweiligen Prediger mit ihren rhetorischen Fähigkeiten und Intentionen verbergen Als akademisch ausgebildete Kleriker sahen sie sich in der Rolle des Wächters und Mahners die ihren Mitmenschen das Wort Gottes vermittelten und auf deren Glauben und Moral zu achten hatten Gerade aufgrund dieses Selbstverständnisses kam ihnen in besonderem Maße die Aufgabe zu das Leben der jeweiligen Verstorbenen zu bewerten dabei ging es in erster Linie darum einen gottgefälligen Lebenswandel hervorzuheben ohne dabei moralisch fragwürdige Seiten der Person und ihrer Lebensführung zu verschweigen Nicht zuletzt deshalb wiederholen sich bestimmte Themenfelder und Metaphern Generell besitzt die Gattung der Leichenpredigten einen topischen Charakter Die Hofprediger standen hierbei vor einer besonderen Herausforderung Zum einen sollten sie den verstorbenen Regenten in der Leichenpredigt als Idealbild eines Herrschers präsentieren und dessen Handeln als besonders tugendhaft charakterisieren Zum anderen musste die verstorbene Person darin noch in ihrer Vielschichtigkeit und Ambivalenz erkennbar bleiben um sinnstiftend wirken zu können Fürstliche Leichenpredigten hatten zum Teil eine hohe Auflage und wurden nicht nur in der eigenen Residenz verteilt sondern auch an andere Höfe verschickt Daher unterlagen sie in besonderem Maße der höfischen Zensur und wurden zum Teil von Familienmitgliedern eigens überarbeitet Viele Verstorbene gaben aber bereits zu Lebzeiten einen eigenen Text oder die auszulegende Bibelstelle vor an die sich der Prediger zu halten hatte Ausufernde Kritik am Verstorbenen konnte somit vorzeitig unterbunden werden Die am Grab gehaltene Predigt entsprach oft nicht der endgültigen Druckfassung die entweder vom Verstorbenen selbst testamentarisch bestimmt worden war oder seitens der Familienangehörigen in Auftrag gegeben wurde um dem Toten neben dem Grabmal gleichsam ein weiteres Denkmal zu setzen Da in den Leichenpredigten tugendhafte Züge einer Person betont werden sollten wurde die Gattung von Zeitgenossen kontrovers diskutiert und oft als Lügenpredigt bezeichnet Den Geistlichen wurde vorgeworfen nichts anderes als Lob für die Verstorbenen zu

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  • OBERHOFPREDIGER | Quellenprofil
    Braunschweig Rostock Stuttgart Tübingen und Wien 1570 1580 1590 1600 1610 1620 1630 1640 1650 1660 1670 1680 1690 1700 1710 Herzog Julius 1528 1589 Herzog Heinrich Julius 1564 1613 Herzog Friedrich Ulrich 1591 1634 Herzog August der Jüngere 1579 1666 Herzog Rudolf August 1627 1704 Herzog Anton Ulrich 1633 1714 Johann Malsius Basilius Sattler 1549 1624 Petrus Tuckermann 1580 1651 Heinrich Wideburg Joachim Lütkemann 1608 1655 Christoph Specht Brandanus Daetrius 1607 1688 Justus Cellarius 1649 1689 Johann Lucas Pestorff 1638 1693 Christian Specht 1647 1706 Eberhard Finen 1668 1726 Nicolaus Selnecker Ludwig Hahne Nicolaus Großcurdt Andreas Overbeck Christoph Hardtkenius Justus Lüders Johann Niekamp Gottlieb Treuer 1657 1729 Herzöge Oberhofprediger Hofprediger Schließen X DVCATVS BRVNSVICENSIS fereq ue LVNÆBVRGENSIS Cum adjacentibus Episcopatibus Comit atibus Domin iis etc Die Herzogtümer Braunschweig sowie nahezu vollständig Lüneburg mit angrenzenden Bistümern Grafschaften Herrschaften etc ca 1630 Aus Theatrum Orbis Terrarum sive Atlas Novus Schauplatz des Erdkreises oder Neuer Atlas hrsg von Willem und Joan Blaeu Bd 1 Amsterdam 1645 Schließen X Die Karte zeigt in einem Maßstab von etwa 1 360 000 den von Wolfenbüttel aus regierten Teil der welfischen Besitzungen in den 1620er Jahren Dieses Gebiet erstreckte sich vom Steinhuder Meer und Deister bis zum Elm vom Solling bis zum Harz Es setzte sich zusammen aus den Fürstentümern Wolfenbüttel Calenberg und Göttingen aus großen Teilen des Stifts Hildesheim ferner den Grafschaften Blankenburg und Hohnstein Daneben sind auf der Karte im Norden aber auch Besitzungen der Lüneburger Linie des welfischen Gesamthauses sowie von West nach Ost zudem die Grafschaft Schaumburg das sog Kleine Stift Hildesheim das zu dieser Zeit lüneburgische Fürstentum Grubenhagen die Grafschaften Wernigerode und Stolberg sowie das Stift Halberstadt zu erkennen Den dieser Karte zugrundeliegenden Kupferstich schuf Ende der 1620er Jahre Caspar Dauthendey ca 1639 40 der am Hofe des Herzogs Friedrich Ulrich

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  • OBERHOFPREDIGER | Sattlers Berufung ins Konsistorium (1574)
    Territorium war zweifellos neben seiner gerühmten Predigtkunst ein wichtiges Argument für die Berufung zum Hofprediger nach Wolfenbüttel im Jahr 1586 Ab 1589 stand Sattler dem Konsistorium vor In Kombination mit seinem Amt als höchster Geistlicher des Hofes sicherte ihm der Vorsitz über dieses wichtige Regierungsorgan einen außerordentlich großen Einfluss auf das kirchen bildungs und gesellschaftspolitische Geschehen im Fürstentum Nachweis Niedersächsisches Staatsarchiv Wolfenbüttel 2 Alt Nr 2817 Bl 1a b Anordnung des Herzogs Julius Heinrichstadt bei der Veste Wolfenbüttel 9 Februar 1574 Zurück zur Übersicht Quellenbeispiel 2 1570 1580 1590 1600 1610 1620 1630 1640 1650 1660 1670 1680 1690 1700 1710 Herzog Julius 1528 1589 Herzog Heinrich Julius 1564 1613 Herzog Friedrich Ulrich 1591 1634 Herzog August der Jüngere 1579 1666 Herzog Rudolf August 1627 1704 Herzog Anton Ulrich 1633 1714 Johann Malsius Basilius Sattler 1549 1624 Petrus Tuckermann 1580 1651 Heinrich Wideburg Joachim Lütkemann 1608 1655 Christoph Specht Brandanus Daetrius 1607 1688 Justus Cellarius 1649 1689 Johann Lucas Pestorff 1638 1693 Christian Specht 1647 1706 Eberhard Finen 1668 1726 Nicolaus Selnecker Ludwig Hahne Nicolaus Großcurdt Andreas Overbeck Christoph Hardtkenius Justus Lüders Johann Niekamp Gottlieb Treuer 1657 1729 Herzöge Oberhofprediger Hofprediger Schließen X DVCATVS BRVNSVICENSIS fereq ue LVNÆBVRGENSIS Cum adjacentibus Episcopatibus Comit atibus Domin iis etc Die Herzogtümer Braunschweig sowie nahezu vollständig Lüneburg mit angrenzenden Bistümern Grafschaften Herrschaften etc ca 1630 Aus Theatrum Orbis Terrarum sive Atlas Novus Schauplatz des Erdkreises oder Neuer Atlas hrsg von Willem und Joan Blaeu Bd 1 Amsterdam 1645 Schließen X Die Karte zeigt in einem Maßstab von etwa 1 360 000 den von Wolfenbüttel aus regierten Teil der welfischen Besitzungen in den 1620er Jahren Dieses Gebiet erstreckte sich vom Steinhuder Meer und Deister bis zum Elm vom Solling bis zum Harz Es setzte sich zusammen aus den Fürstentümern Wolfenbüttel Calenberg und Göttingen aus großen

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  • OBERHOFPREDIGER | Sattlers „Predigt von der Oberkeit“ (1613)
    wird als ganz gegenwärtiges Problem angesprochen Hierin zeigt sich eine wesentliche Intention der Predigt nicht theologische Originalität sondern leicht verständliche lebensnahe Vermittlung lutherischer Handlungsmaximen für konkrete Problemlagen ist das Ziel Die Predigt würdigt die Biographie eines verschiedenen Fürsten doch richtet sie sich in erster Linie auf den Trost und das künftige Handeln der Lebenden Basilius Sattler Eine Predigt Von der Oberkeit Gethan bey der Begräbnuß Des Weyland Herrn Herrn Heinrich Julij Postulirten Bischoffen des Stiffts Halberstadt vnd Hertzogen zu Braunschweig vnd Lüneburg hochlöblicher gedechtnuß den 4 Octobr 1613 zu Wolffenbüttel Wolfenbüttel 1613 Druck Julius Adolph von Söhne Nachweis Herzog August Bibliothek H 44 Helmst Dr 2 Quellenbeispiel 1 Zurück zur Übersicht 1570 1580 1590 1600 1610 1620 1630 1640 1650 1660 1670 1680 1690 1700 1710 Herzog Julius 1528 1589 Herzog Heinrich Julius 1564 1613 Herzog Friedrich Ulrich 1591 1634 Herzog August der Jüngere 1579 1666 Herzog Rudolf August 1627 1704 Herzog Anton Ulrich 1633 1714 Johann Malsius Basilius Sattler 1549 1624 Petrus Tuckermann 1580 1651 Heinrich Wideburg Joachim Lütkemann 1608 1655 Christoph Specht Brandanus Daetrius 1607 1688 Justus Cellarius 1649 1689 Johann Lucas Pestorff 1638 1693 Christian Specht 1647 1706 Eberhard Finen 1668 1726 Nicolaus Selnecker Ludwig Hahne Nicolaus Großcurdt Andreas Overbeck Christoph Hardtkenius Justus Lüders Johann Niekamp Gottlieb Treuer 1657 1729 Herzöge Oberhofprediger Hofprediger Schließen X DVCATVS BRVNSVICENSIS fereq ue LVNÆBVRGENSIS Cum adjacentibus Episcopatibus Comit atibus Domin iis etc Die Herzogtümer Braunschweig sowie nahezu vollständig Lüneburg mit angrenzenden Bistümern Grafschaften Herrschaften etc ca 1630 Aus Theatrum Orbis Terrarum sive Atlas Novus Schauplatz des Erdkreises oder Neuer Atlas hrsg von Willem und Joan Blaeu Bd 1 Amsterdam 1645 Schließen X Die Karte zeigt in einem Maßstab von etwa 1 360 000 den von Wolfenbüttel aus regierten Teil der welfischen Besitzungen in den 1620er Jahren Dieses Gebiet erstreckte sich vom

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