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    nun etwas es war schon Spätnachmittag als wir das Porten till Nordland passierten Ein mächtiges Tor überspannte an der Grenze zu Nord Norwegen die Fernstraße und symbolisiert die Strahlen des Nordlichts Es ist kurz vor 18 Uhr als wir am Camp in Mosjoen ankommen Bei der Anmeldung bezahlen wir gleich die Stellplatzgebühr und haben nicht mehr viel Auswahl unter den Stellplätzen Nachdem wir den Strom angeschlossen haben gibt es als Sonntagabendessen Miracoli und den Kartoffelrest von gestern mit zwei Eiern Als Verdauungsspaziergang peilen wir die einen Kilometer entfernte Stadt an Es war alles wie ausgestorben So hoben wir an einem EC Schalter 2500 Nkr ab und suchten unsere Übernachtungsstätte auf Nun ist es 23 45 Uhr und es ist taghell Aber jetzt ist Schluss mit der Schreiberei denn unsere müden Knochen wollen in den Schlafsack Montag 25 Juni An den umliegenden Bergen hängen dicke Wolken Zum Frühstück gab es lauwarmen Kaffee von gestern und die letzten Reste vom deutschen Brot mittelhart Im nahegelegenen Supermarkt versorgen wir uns mit frischem Körnerbrot Mineralwasser und fetten Plunderkuchen mit Vanillepudding Bevor wir die Stadt Mosjöen verlassen fahren wir noch mal ins Sentrum um die berühmten Holzhäuser in der Sjogata zu sehen und etwas außerhalb die rote Dolstad Kirke die älteste achteckige Kirche Norwegens Dann folgen wir der 78er bis Leira und nun führt die berühmte 17er Küstenstraße entlang der Fjorde In Lerang warten wir kurze Zeit auf die Fähre nach Nesna Die Überfahrt mit dem wuchtigen Schiff dauert von 12 40 bis 13 Uhr und kostet 82 Nkr 20 50 DM Wir sitzen im großen Salong auf bequemen Polstersesseln Es klappt reibungslos und in Nesna geht es weiter entlang des Fjordes durch Tunnel und über eine lange hohe Passstrasse mit herrlichem Ausblick auf das viele blaue Wasser tief unter uns Bis zur zweiten Fähre in Kilbogham sind es 60 Kilometer die wir leider in einer Stunde nicht schaffen können Um 14 Uhr legt dort die Fähre nach Jektvik ab Die schmale Küstenstraße erlaubt oft nur 50 km h und außerdem machen wir auch Halt bei einem Stützpunkt der deutschen Wehrmacht und informieren uns an Schautafeln über die damaligen Verhältnisse während des 2 Weltkrieges Um 15 Uhr kommen wir nach Kilbogham Wir sind die einzigen an der Anlegestelle und haben nun Zeit das Kioskhaus mit Toilette und Waschraum aufzusuchen Bei den zwei Norwegerinnen an der Bar kaufen wir Kaffee und Plunderschnecken Unser Ticket für die Überfahrt mit der M F Rodoy Lett kostet 141 Nkr 35 25 DM und um 16 40 Uhr legen wir ab Die Fahrzeit beträgt eine Stunde Es ist etwas abenteuerlich da hier keiner deutsch spricht und wir ja erst immer feststellen müssen wo die Fähre überhaupt hinfährt Um 17 30 Uhr macht uns der Kapitän auf Norwegisch aufmerksam dass wir nun den Polarkreis überqueren Wir gehen hinaus auf das Sonnendeck und sehen rechts am Felsenufer das Symbol in Form einer Weltkugel als Markierung Für uns wahrscheinlich ein einmaliges Erlebnis Zehn Minuten später legen wir in Jektvik an und rollen weiter auf der Küstenstraße Nach 23 km stehen wir vor der nächsten Fähre in Askaret die schon auf den Tross wartet und um 18 30 Uhr abfährt Bezahlt haben wir hier 58 Nkr 14 50 DM Wir stehen in der Polposition und können nach 10 Minuten in Furöy als erste von der Fähre Nun haben wir auf dem Campingplatz Furöy einen schönen 144 Quadratmeter großen Stellplatz direkt am Holandsfjorden auf einem gemütlichen Terrassengelände mit Bauernhof Grillplatz Sitzgruppen einem roten Rezeptionsgebäude das auch die Sanitäreinrichtungen beherbergt und das inmitten einer herrlichen Landschaft Dienstag 26 Juni Wir haben besonders gut geschlafen und als wir munter werden ist es schon zehn Minuten nach neun Uhr Der Himmel ist leider bewölkt aber es ist trocken Um 11 Uhr verlassen wir dieses idyllische Fleckchen Erde und fahren wieder die 17er Küstenstraße Richtung Norden um die nächste Attraktion zu entdecken Auf der anderen Seite des Fjords leuchtet der aquamarinblaue gewaltige Svartissen Gletscher herüber Wir überlegen ob wir mit dem Fjordschiff dies noch näher vom Wasser aus ansehen sollten und entscheiden dass es zeitmäßig und wettermäßig ungünstig ist und fahren weiter Bei Skaugvoll biegen wir auf eine Landzunge ab und besuchen Gildeskäl die älteste Kirche Norwegens aus dem Jahr 1130 Auch eine Kirche aus den 18 ten Jahrhunderten gibt es da aber leider sind beide zugesperrt En alter Pfarrhof mit Scheune und zwei Gedenksteine für die Fischer aus dieser Gegend die auf See geblieben sind sowie für die Opfer des 2 Weltkrieges Dieser Abstecher 15 Kilometer Schotterstraße einfach hat sich gelohnt Nun sind wir wieder auf der 17er und durchfahren mehrere Tunnels Der Svartistunnelen ist mit 7 8 Kilometer der Längste Die Küstenstraßen Tunnel sind innen nicht betoniert sondern nur aus den Felsen herausgesprengt und dadurch auch ziemlich finster und eng Das Gute ist das kaum ein Auto entgegen kommt Um 15 Uhr erreichen wir den Saltstraumen Norwegens berühmter Gezeitenfjord Es ist gerade Flut und das Meerwasser tost mit gewaltiger Kraft durch die Engstelle Wir steigen unter der großen Saltstraumenbrücke auf Leitern hinab um dieses Naturschauspiel aus nächster Nähe zu beobachten Auf der anderen Seite der Brücke schauen wir den zahlreichen Anglern zu wie sie massenweise Fische aus den Strudeln holen Nach ca 30 km kommen wir nach Bodö Inzwischen ist es 16 30 Uhr und wir laufen den Lofoten Fährhafen an Es standen schon einige Brummis und Womos da und wir entschlossen uns ebenfalls heute noch die vierstündige Überfahrt zu buchen da kein Sturm in Sicht war Offizielle Abfahrt ist um 21 Uhr Nun hatten wir genügend Zeit Zuerst gab es Fisch aus der Dose mit Brot und Bier aus der Heimat und dann machten wir einen Stadtspaziergang zum super Einkaufszentrum Glashuset Dabei ist die Haupteinkaufsstraße überdacht und bei angenehmer Wärme muss das besonders in der kalten und finsteren Jahreszeit ein toller Anziehungspunkt für die 45 000 Einwohner von Bodö sein Dann legten wir noch eine Ruhestunde im Malibu ein und um 20 Uhr war die Fähre da Die Fahrzeuge standen in Dreierreihen und Stoßstange an Stoßstange wurde die verhältnismäßig kleine Fähre gefüllt Kurz hinter uns schloss sich das Heck und ca 20 Fahrzeuge blieben zurück Die Passage Bodö Moskenes kostete 542 Nkr 135 50 DM Der Salong war gerammelt voll und wir haben uns mit dem Vorsalong begnügt Es zieht manchmal wenn die Tür nach draußen geöffnet wird aber das macht uns Nordlandfahrern weiter nichts aus denn wir nehmen alles so gelassen wie es in Norwegen üblich ist Zwei Hamburger und ein Fläschchen Cola für 105 Nkr 26 50 DM haben wir uns schon geleistet und jetzt um 23 30 Uhr folgen noch zwei Humpen Kaffee denn der Seeweg ist noch 1 5 Stunden lang Es ist taghell und die Sonne scheint als wir kurz vor ein Uhr früh auf den Lofoten ankommen Wir sind so ziemlich die letzten die von Bord rollen und wir biegen nach links ab um beim südlichsten Punkt der Insel den Ort mit dem kürzesten Namen der Welt A zu besuchen Wir machen eine Videoaufnahme und zurück geht es zum Fährhafen wo wir um 2 Uhr auf dem Parkplatz zu Nachtruhe herrichten Zuvor haben wir noch die sauberen großen Sanitärräume an der Anlegestelle besichtigt die mit kalten und warmen Wasser ausgestattet sind dann werden die Rollos zugemacht und wir schlafen bis 8 Uhr Es herrscht noch morgendliche Stille als wir zur Weiterfahrt über dieses einmalige Inselparadies rüsten Die Straße führt durch eine gewaltige Felsbrockenlandschaft bei der alles selbst die steilsten Felshänge lofotischgrün überwuchert ist Den ersten Halt machen wir an einem Parkplatz und wir wandern über den langen Sandstrand Dabei treffen wir ein Wohnmobil mit Laufer Kennzeichen Das Ehepaar kommt aus Reichelsdorf und erzählt uns auf fränkisch von ihren Erlebnissen Wir ziehen weiter zum Nusfjord In dem kleinen Fischerdorf gleichen Namens gibt es viele schöne Fotomotive und uns gefällt es sehr gut Entlang der Lofotenstraße kommen wir auch an eine Bom Station Maut und zahlen 65 Nkr für die Tunnelen Durchfahrt unter einem Fjord Am frühen Nachmittag laufen wir den Campingplatz Strandslett an und in der Malibu Küche wird das Mittagsmahl zubereitet Bohnensalat Frikadellen mit Soße und Salzkartoffeln essen wir in dieser romantischen Bucht Umrahmt von grünen Bergen unterteilt auf verschiedene Halbinseln stehen die Womos und die Hytta das sind kleine rote Häuschen die auf jedem Campingplatz zu finden sind und die man mieten kann Die Rezeption mit Gaststube liegt gegenüber unserem Stellplatz Zum Abendessen probieren wir Geitost das ist ein süßer brauner Käse aus Ziegenmilch Ein kurzer Abendspaziergang in der frischen Meer und Bergluft sind gute Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf und morgen ziehen wir weiter nordwärts Donnerstag 28 Juni Wir sind schon um 7 Uhr hellwach Die Sonne scheint durch die Wolkendecke und als wir um 9 Uhr fahren sind nur noch ein paar Restwolken da Nun erscheint alles noch viel schöner das Gelb der Butterblumen strahlt um die Wette mit dem lila Storchenschnabel Unser erstes Ziel ist Henningsvaer das Venedig der Lofoten Am schmalen Fjord stehen beiderseits die Häuser auf Stelzen meist Fischerhäuser und Lagerhäuser und es gibt viele schöne Fotomotive als wir durch den kleinen Ort streifen Dann fahren wir ein kleines Stückchen wieder zurück auf die E 10 die als Kong Olaf Veg von A bis nach Kirkenes verläuft Auf einem herrlich gelegenen Rastplatz machen wir eine zünftige Vesper die uns allerdings so viel Zeit kostete das wir in Fiskehol fast eine Stunde auf die nächste Fähre warten müssen die uns in einer halben Stunde und für 92 Nkr 23 00 DM nach Melbu bringt Wir fahren auf dem dunkelblauen Meer und an schneebedeckten Bergen vorbei und können den Service des schönen neuen Fährschiffes genießen Von Melbu aus weiter auf der A 10 über Sortland haben wir wieder einen schönen Rastplatz erreicht Zum Kaffee aus der Thermoskanne gab es prima Marzipankuchen Es folgen Brücken und Tunnels Berge teils mit Schnee bedeckt und diese herrlichen Wiesen dazwischen die überwiegend roten Häuser im wahrsten Sinne des Wortes eine Augenweide Die Fjorde gaben sich in den Farben türkis bis tintenblau und hinter jeder Bergkuppe oder Kurve taten sich andere Eindrücke auf Als Novum erlebten wir in einer menschenleeren Gegend eine fest montierte Radaranlage die uns allerdings nichts anhaben konnte weil wir die norwegische Höchstgeschwindigkeit meist 80 km h immer strikt eingehalten haben Gegen 19 Uhr erreichten wir endlich den Campingplatz bei Bardu Der Dorsch den wir im Supermarkt gekauft hatten war im Kühlschrank schon etwas aufgetaut und bis der Kartoffelsalat angerichtet war sind auch die Fischstücke bratfertig in die Pfanne gehüpft und wurden mit Kräuterbutter serviert Dazu genehmigten wir uns ein Glas Wein Nordheimer Vögelein der hier im alkoholarmen Norwegen besonders gut dazu schmeckte Wir haben nun die Moskitonetze vor den Fenstern denn wir sind nun in der Finnmark angekommen und da gehören diese Plagegeister ganz einfach zur Landschaft Es ist 22 30 Uhr und taghell aber der Himmel hat sich in eine Wolkendecke gehüllt so dass von der berühmten Mitternachtssonne wieder nichts zu sehen ist Aber wir haben ja noch knapp vier Wochen Zeit und einmal wird es schon klappen Freitag 29 Juni Ein Regentag die Abendtemperatur 8 5 Grad Ein kurzer Tagesrückblick Wir sind erst um 11 30 Uhr in Bardu abgefahren Direkt neben dem Campingplatz war ein großer Supermarkt in dem wir uns mit Lebensmitteln und Mineralwasser eindeckten Bei Elverum bogen wir von der E 6 auf die 87 ab um den imposanten Maselfossen zu besichtigen Auf dem großen Parkplatz beim Touristcenter haben wir eine Gulaschsuppe heiß gemacht und verspeist Mit Bergschuhen sind wir dann den Weg zu dem tosenden Fluss hinabgestiegen Seitlich in den Felsen gehauen ist eine Lachstreppe um den Fischen den Weg flussaufwärts zu erleichtern Momentan ist da aber tote Hose weil die Laichzeit schon vorbei ist Bei Dauerregen zogen wir weiter um bei Overgard wieder auf die E 6 zu kommen Mit 265 Tageskilometer haben wir unsere Etappe in Storslett am Straumfjord beendet Der Campingplatz Sandnes ist unsere Bleibe für diese Nacht Zum Abendessen gibt es grüne Bohnen und Lachsfilet mit Kräuterbutter dazu Kartoffeln Die Heizung läuft und mit warmen Hüttenschuhen und Fencheltee ist es ein gemütlicher Abend im Malibu Samstag 30 Juni Um 9 Uhr Start zu den letzten 433 Kilometer unseres Traumzieles Nordkap Das Wetter bessert sich zusehends und immer mehr kommt die Sonne raus Von der E 6 biegen wir in Alteidet links ab zum Jokelfjordbreen Nach 8 km schwenken wir rechts auf eine Schotterstraße und dann sehen wir den eisblauen Gletscher Bei einer Wendeschleife ist allerdings die Straße zu Ende und wir werfen noch mal einen Blick auf die gewaltigen Eismassen Wieder zurück auf der E 6 führt uns der Weg vorbei an langen Fjorden an der Bergseite wechseln Birkenwälder aus denen unzählige goldgelbe Trollblumen herausleuchten Dazwischen immer wieder bunte Holzhäuser und auf den Passstrassen erleben wir die Tundra von Lappland Rentierherden hin und wieder Verkaufsbuden der Samen die mit ihren farbenfrohen Trachten gute Fotomotive abgeben In der Stadt Alta mit großzügig angelegten Straßen und Einkaufsmärkten decken wir uns mit Proviant ein und nun führt die Straße von der Küste durchs Landesinnere zum Endscheidungspunkt Skaidi Hier wollten wir eigentlich links nach Hammerfest Nachdem aber im Norden klarer Himmel zu sehen war lassen wir Hammerfest erst einmal links liegen An der einsamen Tankstelle wird vollgetankt und ein deutsches Ehepaar bewundert eingehend unseren Malibu Dann fahren wir an der Küste entlang und kommen nach 143 km an den acht km langen Nordkaptunnel der 270 Meter tief unter dem Wasser des Magerroysundet durchführt Neptun steh uns bei An der Bomstation knöpfen uns die Norweger 172 Nkr 43 00 DM ab und der Rückweg kostet noch mal dasselbe Da unsere Kronen sehr geschrumpft sind fahren wir in die Stadt Honningsväg und zapfen bei der Minibank noch mal 1000 Nkr Die letzten 26 km stoppen unsere Geschwindigkeit von 50 80 km h nur noch einige Rentierherden oder langsamere Fahrzeuge Schon aus der Ferne sehen wir den markanten Felsen und je näher wir kommen umso spannender wird es Endlich ist es geschafft das große Plateau liegt vor uns Nach 4024 Straßenkilometer ohne Fähren sind wir am Ziel Wir steigen aus und fallen uns in die Arme Ca 30 Wohnmobile sind schon da und auch einige Busse darunter der rollende Hotelbus aus Passau Bevor wir parken können haben wir erst mal 340 Nkr 85 00 DM zu bezahlen Dies gilt für zwei Tage inklusive der Nordkaphallen die drei Stockwerke tief an der Nordseite in den Felsen gebaut sind Zuerst gehen wir natürlich an das Wahrzeichen dem Globus bekannt von allen Veröffentlichungen über das Nordkap Ein hilfsbereiter Berliner fotografiert uns zusammen auf dem Denkmal und Lothar filmt das herrlich blaue ruhige Eismeer 300 m tief unter uns Unsere Blicke gehen Richtung Norden Irgendwo hinter dem Horizont muss der Nordpol liegen Dann eilen wir in das schützende Gebäude mit seiner mächtigen Glasfront an der Nordseite denn der Wind ist ziemlich stark Erst erkunden wir alle Räumlichkeiten und den Souvenirladen wo wir uns mit Ansichtskarten eindecken 14 Karten mit Marken und 2 Aufkleber für den Malibu 240 Nkr 60 00 DM Dann sehen wir die kleine Kapelle die für Trauungen genutzt werden kann Anschließend gehen wir in den Filmraum und sehen uns auf einer 3 D Bühne mit fünf Kameras auf fünf Leinwänden einen Film über die Nordkap Insel Mageroy in allen Jahreszeiten an Am tollsten erlebt man dabei den Flug in einem Hubschrauber denn man spürt dabei jede Kurve Danach haben wir im Malibu Linsen mit Wiener Würstchen gegessen und anschließend mit Prosecco auf unsere schöne Nordlandreise angestoßen Jetzt ist es 22 Uhr noch zwei Stunden bis Mitternacht und die Sonne scheint volle Pulle Jedoch von Süden her nähern sich Wolken und wir beobachten die Sache mit großer Besorgnis denn die Mitternachtssonne würde das Nordkap Erlebnis noch perfekt machen Also bis 1 Uhr haben wir zusammen mit 36 Busbesatzungen zum Horizont geblickt Die Sonne tauchte nicht ins Meer hinein sondern stand noch voll am Himmel Zwar etwas verschleiert aber hell genug zum Zeitungslesen und Steine sammeln für zu Hause Bis gegen 2 Uhr sind wir im Sonnenschein über das Kap gewandert Sonntag 1 Juli Als die Buskolonnen nach Mitternacht abgezogen waren hatten wir eine ruhige Nacht und sind erst um 9 Uhr munter geworden Die Sonne scheint immer noch es ist sehr warm und Lothar hat die kurzen Hosen an Gegen 10 Uhr ruft jemand auf dem Handy an wenn beim Sulzbach Rosenberger Kart Slalom die Klasse 18a startet Bis zum Mittag habe ich 15 Ansichtskarten geschrieben pro Karte 7 Nkr Porto Am Sonntag kostete es schon 9 Nkr Porto Lothar wurde schon ungeduldig aber die Karten mussten noch hier in den Briefkasten um mit dem Original Nordkapstempel nach Deutschland zu reisen Anschließend gingen wir in das Restaurant und haben Fischsuppe gegessen mit einem Bier 138 Nkr 34 50 DM wobei ein Bier 40 Nkr 10 00 DM kostete Wir machten noch ein paar Videoaufnahmen um dann dem Nordkap endgültig Lebewohl zu sagen Am Tunnel wurden wir noch mal 172 Nkr 43 00 DM los und dann ging es auf der 69 die gleiche Strecke zurück zum Olderfjord und dann bis Skaidi auf der E 6 um dann auf der 94 zur nördlichsten Stadt der Welt der Eismeerstadt Hammerfest zu gelangen Zu den Straßennummerierungen sei noch gesagt dass wir nicht nach Ortsnamen sondern in der Hauptsache nach Straßennummern gefahren sind weil manche Fernstraßen bis zu 1500 km die gleiche Nummer haben und es so eben leichter ist Begleitet wurden wir von einem heftigen Gewitterguss und über die riesige Kvalsundbrücke erreichten wir das Ziel nach 219 Tageskilometer Auf dem kleinen Campingplatz in Storvanet an einem idyllischen See fanden wir eine Bleibe mit Strom und sauberen Toiletten was fürs Camperleben wichtig ist Als wir in Hammerfest angekommen waren haben wir gleich eine Besichtigung vorgenommen Die Meridiansäule sie erinnert an die 1819 erstmals vorgenommene Gradvermessung die Storgat und das Eismeerportal mit den beiden Eisbären Hier kann man im Eisbären Club Mitglied werden aber es war gerade Sonntag und geschlossen Zum Abend haben wir im Malibu Miracoli gekocht und dazu gab es Tomatensalat und Südtiroler Edelvernatsch Montag 2 Juli Morgens um zwei Uhr schien voll die Sonne als wir zur Toilette marschierten Gegen 9 Uhr zum Frühstück war es bereits leicht bewölkt und als wir auf den Aussichtsberg Salen fuhren von dem man einen herrlichen Rundblick über die Eismeermetropole Hammerfest hat die von den deutschen Besatzern 1944 restlos niedergebrannt wurde fing es an leicht zu nieseln Ab jetzt geht unsere Fahrtroute immer Richtung Süden Vor uns liegen immerhin noch etwas über 4000 km Wir fahren wieder über Skaidi dem Olderfjord und dann an der Fjordküste die sogenannte Rentierstraße bis Lakselv wo wir in einem Coop einkaufen und Egg and Bacon essen Laut Reiseführer hat im Gebiet Lakselv jeder Einwohner theoretisch 2 450 000 qm zur Verfügung es ist also ziemlich einsam hier An der gegenüberliegenden Tankstelle wurde dem Malibu noch für 395 Nkr Diesel reingepumpt und für die letzten norwegischen Kronen habe ich Bounty gekauft Nach weiteren 74 km mündete die E 6 in die 92 ein und wir überquerten bald darauf unspektakulär und allein auf weiter Flur die Norwegische Richsgrense und bald darauf den Grenzfluss nach Finnland Heftige Regengüsse begleiten uns Nun führte die E 4 stundenlang immer geradeaus allerdings wie eine Berg und Talbahn Hunderte von Bergkuppen Mit Tempo hundert könnten diese Kuppen zu Sprungschanzen werden Links und rechts der Fahrbahn Moor Seen Krüppelbirken Felsen die typische finnische Tundra Häuser gab es wenig Dörfer ganz selten und Tankstellen noch seltener Wir hielten uns an den Rat des Reiseführer Verlassen sie nie eine Ortschaft mit halbvollem Tank Unseren Zielhafen Inari direkt an Finnlands größten gleichnamigen See gelegen erreichten wir nach 352 Tageskilometer Der Inari See ist der heilige See der Samen und mit 1386 qkm dreimal so groß wie der Bodensee Der Campingplatz Lomakylä gefiel uns auf den ersten Blick und als wir uns bei der Meridia Bank am Otto Automaten 300 Finnmarkt herausgedrückt hatten konnten wir an der Rezeption einhundert davon für unseren Stellplatz direkt am See mit Stromanschluss und kostenlosen Warmduschen bezahlen Nach dem Abendessen machen wir noch einen Bummel ins nahe Zentrum haben uns die alte Holzkirche angeschaut und dann in einem Suomi Markt ein handgemaltes Holzglöckchen als Souvenir erstanden Der Regen hat aufgehört es ist um 20 30 Uhr 19 Grad warm und schwül und die Moskitos lauern auf Einlass Jedoch unsere Spezial Dill Netze sind dicht und die blutgierigen Stechmücken fletschen draußen vor Wut die Zähne Dienstag 3 Juli Wir ziehen weiter nach Süden und fahren über Polka nach Kittilä Die Naturstraße Schotter und Lehm ist in der Karte nur gepunktet eingezeichnet Endlose Straßen endlose Tundra hin und wieder Rentiere einzeln oder in Herden Nach ein paar Stunden fahren wir an einer Brücke an das Flussufer und halten ein ausgiebiges Picknick ab Eine knappe Stunde später fährt oben auf der Straße das erste Mal ein Auto vorbei Die Sonne scheint und die finnischen Seen leuchten blau aus dem Grün der Wälder Dieses Panorama betrachten wir von der Höhe des Levi Der Berg Levi ist ein bedeutender Wintersportort und mit der neuen Kabinenbahn Levi 2000 versehen Unterhalb des Berges sind Hotels und viele romantische Blockhütten Jetzt im Sommer ohne Schnee und ohne Grasnarbe nur Steine und Schutt Wir sind mit dem Malibu hinaufgefahren und dann ein Stück zu Fuß aufgestiegen Von der Spitze sehen wir fast ganz Finnland Wald bis zum Horizont dazwischen kleine Flüsse und Seen wie man es aus Filmen kennt Keine Häuser oder Orte nur endlose Weite Weiter auf der Strecke nach Kolari haben wir uns das erste Mal verfranzt und wir durchfuhren eine gottverlassene Gegend in der uns in zwei Stunden keine fünf Fahrzeuge begegneten Aber auch hier kam kein Elch aus seinem Versteck obwohl wir angespannt in die Gegend schauten Als wir endlich in Kolari ankamen fanden wir auch nicht zu den in der Karte verzeichneten Campingplätzen So bekam der Malibu für die letzten 166 Finnmark Diesel und wir eilten der schwedischen Grenze zu die in der Mitte der Flussbrücke lag und fuhren Richtung Pajala Wir hatten Glück und fanden beim Verlassen der großen Brücke ein zaghaftes Hinweisschild zu einem Campingplatz der uns dann aufs angenehmste überraschte Der freundliche Platzverwalter sprach schwedisch englisch und deutsch zugleich und wir bekamen einen super asphaltierten Stellplatz mit Stromanschluss und ringsum kurzgeschorenen englischen Rasen Das Servicehaus ist ausgestattet mit Küche gemütlichen Fernsehraum und Kaminofen Sauna kostenlose Duschen und Toiletten Sehr gepflegt ist dieser Platz und wir sitzen um 24 Uhr auf einer Bank in vollem Sonnenschein und schauen auf den Fluss Tornealven Bei uns gab es heute Abend Pellkartoffel mit Brathering und Dinkelacker Bier Später hatten wir uns noch ein Eis gekauft heißt auf Schwedisch Glas Mittwoch 4 Juli Pajala Camping war einer der schönsten in Nordschweden Morgens um 8 Uhr wird ausgiebig geduscht und das ganze Sanitärgebäude gehört uns allein alles andere schläft noch Um 10 Uhr geht unsere Reise weiter auf der 392 und wir biegen nach einiger Zeit ab um zum 13 km entfernten Jockfallet zu gelangen Es ist ein gewaltiger Katarakt des Kalixälven und mit ungeheurer Wucht donnert der Fluss über die Felsen Wir haben dieses Naturschauspiel von verschiedenen Seiten begutachtet und gefilmt Einige Kilometer weiter bei Lillsele sind wir am Polarkreis den wir diesmal in südlicher Richtung ganz allein und völlig undramatisch überqueren Bei Overkalix kommen wir auf die E 10 bis Töre von hier bis Trelleborg sind es auf dem kürzesten Weg noch 1800 km um dann entlang des Bottnischen Meerbusen auf einer breiten Schnellstraße mit Tempo 110 die Birken links und rechts rauschen zu lassen Allerdings stoppten nicht nur hier Rentiere unsere Geschwindigkeit die ganz gemütlich auf dem Alphalt entlang trotteten sondern auch einige lange Baustellen Zur Mittagszeit hatten wir kurz nach dem Polarzirkel einen schönen Rastplatz entdeckt und ein ausgiebiges Picknick veranstaltet Zur nächsten Sehenswürdigkeit biegen wir kurz vor Lulea nach Gammelstaden ab Es ist die größte und am besten erhaltene Kirchstadt von noch 18 existierenden Kirchstädten Schwedens und Weltkulturerbe Hierher kommen bzw kamen die Leute aus großen Entfernungen zur massiven mittelalterlichen Kirche und übernachteten in einem der 400 roten Holzhäuschen um dann am nächsten Tag die Heimfahrt anzutreten In der Winterzeit um Weihnachten ist das sicher eine romantische Szenerie wenn die Pferdeschlitten zu dem malerischen Ort kommen Wir haben alles eingehend besichtigt Der Flügelaltar und die Kanzel mit vielen Figuren aus Holz und bunt bemalt Ein junges Mädchen gab mit seinem Orgelspiel eine feierliche Stimmung dazu ab Es waren aber auch einige Besuchergruppen da und wie könnte es anders sein auch Japaner die mit ihrem Gequassel etwas störten Als wir Gammelstadt verließen war es schon Spätnachmittag und wir hatten noch keinen sicheren Hafen Nach 305 Tageskilometer liefen wir Pieta an um bei Munksund den riesigen Campingplatz Pite Havsbad am Meer zu erreichen Das Mädchen an der Rezeption spricht nur Schwedisch und Englisch und wir haben den Platz Nr 133 am Meer bekommen Auch hat man uns eine vorläufige Campingkarte ausgestellt nachdem unsere wahrscheinlich noch in Särna liegt Im Campingmarkt am anderen Ende des riesigen Platzes haben wir Brot süß mit Sirup und Mineralwasser gekauft Umgeben von mehr als 3000 Schweden und keiner versteht uns ist das schon etwas abenteuerlich Nun haben wir noch eine Strandbesichtigung gemacht es ist gerade Ebbe und Lothar hat seine große Zehe gebadet Jetzt ist jetzt 23 Uhr die Sonne ist zwar nicht zu sehen aber es ist immer noch hell und wir werden jetzt schlafen Donnerstag 5 Juli Heute sind wir bei schönem Wetter 229 Kilometer in südlicher Richtung auf der E 4 gefahren Eine etwas langweilige Strecke die 87 km lang bis Skelleftea durch keine Ortschaft führt Die Sonne brennt durch die Windschutzscheibe aber zum Glück hat ja unser Malibu eine Klimaanlage An der Durchgangsstraße von Skelleftea war neben großen Autovertretungen auch wieder ein Riesen Supermarkt Diesmal kauften wir deutsches Vierkornbrot und Loka Vatten Lätt Kolsyrat Mineralwasser mit wenig Kohlensäure Im integrierten Lokal gab es kein Dagens Rätt und auf Sachen die wir nicht identifizieren können wollen wir uns nicht einlassen Bei Lövanger zweigen wir nach links zum Meer ab und trafen wieder auf eine Kyrkstadt mit einem Gasthaus und davor ein deutscher Reisebus Wir inspizierten das Lokal und soweit wir die Sache überblicken konnten gab es Hähnchen und Lothar hatte keinen Appetit darauf Also zogen wir weiter und nach weiteren 15 km war die Straße zu Ende Wir kamen zu einem schönen Platz an einem kleinen Fjord bei Kallviken Tisch und Bänke Sonne Fischerboote und kleine rote Häuser hier schmeckte uns die Vesper besonders gut Zurück zur E 4 ging es weiter mit 110 Sachen bis Umea eine größere Stadt wo wir östlich davon am Holmsund einen Campingplatz fanden Die Wärme hat uns schläfrig gemacht und wir haben nachdem wir etabliert waren eine ausgiebige Siesta abgehalten Abends gab es aus der Bordküche prima Kartoffelsalat und Wiener Würstchen Nach 21 Uhr haben wir mit unserer Tochter telefoniert Zu Hause ist alles ok und sehr heiß Bei uns liegt die Temperatur um 22 Uhr noch bei 17 Grad Freitag 6 Juli Bei warmem Sommerwetter ziehen wir weiter gen Süden Bei der Stadt Örnskjöldsvik kaufen wir in einem Großmarkt Kartoffel und finnische Erdbeeren Dann stellen wir unseren Malibu vor das Rasthaus Route 66 und vertilgen zwei Dagens Rätt Gleich danach überqueren wir den Storfjärden und machen der Kyrka Själevads die weithin sichtbar auf einem Hügel steht einen Besuch Eine weiße große Holzkirche im Achteckbau mit sehr schöner Innenausstattung Eine freundliche ältere Dame gab uns dienstbeflissen eine ausführliche Beschreibung in Deutsch Sie selbst sprach Schwedisch und war eine Kopie der Astrid Lindgren Gerne hätte sie uns noch ein T Shirt mit Abbildung der Kirche verkauft aber das haben wir abgewimmelt Nach der Kultur kam wieder die Natur Wir befinden uns an der Höga Kusten Hier ist die Erde in den letzten 20 000 Jahren um 187 Meter höher geworden und jetzt macht das auch noch fast einen Zentimeter im Jahr aus Wir fahren 20 km weiter kurz vor Härnösand über eine der längsten Hängebrücken der Welt biegen rechts ab und fahren entlang des Angermanälf bis zu dem Ort Hälledal wo wir den Campingplatz Snibbens direkt am Seeufer gelegen als Urlaubs Ruheplatz ausgewählt hatten Der Besitzer ist Deutscher und sehr bemüht seine Gäste zufrieden zu stellen wie es auch der Andrang beweist Wir haben den schönsten Platz so wie wir ihn erträumt hatten Ein herrlich blauer See eine hölzerne Tisch Garnitur unter einer schattenspendenden Birke direkt am felsigen Ufer Sehr saubere Sanitäranlagen Kücheneinrichtungen mit Mikrowelle usw ein schmuckes helles Holzhaus als Aufenthaltsraum mit Fernseh und Video Gerät und an der Spitze des Platzes ein Värdshus das von Montag bis Freitag Dagens Rätt anbietet Der einen Kilometer entfernte Ort hat einen Coop Laden den wir schon aufgesucht haben um unseren Wochenendbedarf zu decken Es ist sehr ruhig trotz der starken Belegung und das Abendrot verspricht einen schönen Sonntag Mittwoch 11 Juli Wir haben schon die 5 Nacht auf dem Campingplatz Snibbens verbracht Samstag und Sonntag haben wir uns akklimatisiert Montagvormittag waren wir mit dem Malibu im 25 km entfernten Kramfors Wir haben 2500 Skr bei dem Sparbanken Automaten geholt und im Konsum Supermarkt einkaufen Dienstagvormittag eine Wanderung auf den nahegelegenen Aussichtsberg gemacht Sehr schöne Rundblicke und sehr warm Nachmittag am Badestrand gewesen Mittwochvormittag zur Wanderung um die untere Hälfte des Sees gestartet sehr schwül ein großes Stück auf der Teerstrasse gegangen und dann links in einem Feldweg eingebogen Leider waren überall Ausläufer des Sees und keine Brücken Auf dem Rückweg haben wir ein aufgelassenes Erdbeerfeld entdeckt und davon reichlich genascht An der Teerstraße lag auf einer Anhöhe eine kleine alte Kirche die nur mit Wachskerzen erhellt wurde Dann sind wir noch in den Konsum wegen Kaffeemilch gewesen und mittags haben wir im kleinen Snibbens Värdshus auf der Terrasse Dagens Rätt gespeist Buletten Bratkartoffeln mit Zwiebel Salat Bröd und Smör Fanta und Kaffee für 100 Skr 22 00 DM Nach der Schwüle kam ab Nachmittag frischer Wind auf und jetzt ist es im Malibu gemütlicher als draußen Freitag 13 Juli Heute um 10 30 Uhr sind wir nach sieben Tagen Ruhezeit auf dem Campingplatz Snibbens weitergezogen Der Chef und die Oma haben uns persönlich verabschiedet Von sieben Tagen brauchten wir nur sechs bezahlen und wir haben dafür 860 Skr 198 20 DM dagelassen Bevor wir fuhren wollten wir von ihm noch etwas über die Spezialität der Höga Kusten wissen Es ist ein Fisch der sauer in einer roten Dose eingelegt wird Er gärt und daher soll er beim öffnen der Dose ungeheuer penetrant riechen Wir erfuhren dass man die Dose am besten im Freien oder unter einer Decke öffnen soll weil darin ein starker Druck herrscht Außerdem sollte man bei jedem Fisch einen Schnaps dazu trinken Die Oma aus Bochum Mutter vom Chef meinte wir sollen lieber die Finger davon lassen Er stinkt fürchterlich Wir waren aber neugierig und versuchten so eine rote Büchse zu kaufen Aber in den großen Supermärkten in Härnösand war er unter dem riesigen Angebot nicht dabei Erst in der Turist Info Härnösand glaubten wir fündig geworden zu sein Aus einem Stapel roter Fischbüchsen wollten wir zwei mitnehmen und auf die Frage ob dies der berühmte Fisch sei gab uns das hübsche Schwedenmädel zu verstehen dass in den gleich aussehenden Dosen Bonbons sind Das wäre ja lustig gewesen wenn wir zu Hause unter größten Vorsichtsmaßnahmen die Dosen geöffnet und Bonbons vorgefunden hätten Die E 4 führte uns weiter bei regem Verkehr Von der großen Stadt Sundsvall haben wir nur die Außenbezirke gesehen An einer Shell Tankstelle am Highway haben wir den Malibu mit Diesel gefüllt und im Rasthaus zwei Dagens Rätt verspeist Je eine Riesen Back Folien Kartoffel mit reichlich Schinken Wurst Remoulade Bröd und Smör Salat von Salatbüfett und heißer schwedischer Kaffee Und das nachmittags um halb drei Wir sind noch bis Gävle gefahren und sind nun etwas außerhalb in Solvikvägen am Engersberg Camp untergekommen Samstag 14 Juli Heute haben wir nur 133 km zurückgelegt aber viele schöne Dinge gesehen und erlebt Unser erstes Ziel war die Stadt Gävle Problemlos fanden wir nach dem Stadtplan fahrend zum schwedischen Eisenbahnmuseum Järnvägsmuseet Auf einem ehemaligen Bahnbetriebsgelände der Ostküstenbahn in einem sehr gut erhaltenen Ringlockschuppen mit Drehscheibe waren die Oldtimerloks Modelleisenbahnen Märklin Wagengarnituren Militärtransporter bis hin zu König Olofs Prunkwagen zu sehen Auch im Außengelände gab es noch Loks neuerer Bauzeit und komplette Züge sowie eine Kleinbahn für Kinder die ihre Runden drehte Beim Durchstreifen des Geländes haben wir zwei Schienennägel als Souvenir in den Rucksack gepackt und sind dann mit dem Malibu in die Innenstadt gefahren Es klappte wie am Schnürchen und ohne uns zu verfahren waren wir im Herzen der schönen grünen Stadt Gävle An einer Parkuhr hatten wir noch einen lustigen Disput mit einer Schwedin die uns klarmachen wollte dass der Parkautomat kaputt ist Funktion Red wir haben s begriffen und kostenlos geparkt Reger Betrieb herrschte auf den Gatans es ist Samstagmittag und die Schweden machen noch Wochenendeinkäufe Auf einem Platz war gerade ein Oldtimertreffen alter VW Modelle Leider gab es dabei einen Regenguss und wir suchten mit unserem kleinen Rucksackregenschirm Zuflucht unter einer buschigen Linde Danach spazierten wir über den großen Markt mit zahlreichen Fisch und Gemüseständen zu einem großen Glaspalast der Kinos Bekleidungshäuser und verschiedene Einkaufsmärkte intus hatte Wir stürzten uns in das Gewühle und fanden ein Selbstbedienungsrestaurant wo wir unseren Mittagshunger mit zwei supergroßen Pizzas und zwei Salatteller stillen konnten Dann haben wir bei der Nordbanken unseren Valutabedarf gedeckt um unsere Reise fortzusetzen Unser nächstes Ziel ist die Insel Gräso Diesen Tipp hatten uns die Nachbarcamper vom Snibbenscamp aus Ludwigsburg gegeben Auf dem Weg nach Öregrund kamen wir durch den kleinen Ort Forsmark der uns auffiel durch seine idyllische Lage den Seerosenteich mit der eigenartigen Entenart und einem kleinen Cafe wo wir uns sogleich zwei Waffeltüten mit Eis genehmigten Der anschließende Spaziergang führte uns zur Straße zwischen Schloss und Kirche gesäumt von weißen Häusern aus dem 17 und 18 Jahrhundert Die Jahreszahlen und die Bezeichnungen wie Theresias Schule oder Värdshus waren jeweils am Giebel angebracht Nun beobachteten wir wie aus dem prachtvollen schmiedeeisernen Schlossportal zwei Limousinen kamen und mit einer Hochzeitsgesellschaft den Weg entlang zur Kirche fuhren Neugierig wie wir sind begaben wir uns ebenfalls dahin Die Glocken läuteten und wir erreichten das Gotteshaus als bereits die Orgel spielte und die Hochzeitsgesellschaft einen Choral sang Das Brautpaar stand vor dem Altar und bot vor allem die Braut mit einem weißen Traumkleid einen sehr schönen Anblick Nachdem wir also die beiden mit verheiratet hatten mussten wir weiter denn zur Fähre nach der Insel waren noch 60 km Es waren schon eine Menge Fahrzeuge da und wir warteten geduldig bis wir an der Reihe waren Es ging dann relativ schnell und auch die Überfahrt dauerte nur kurze Zeit Die einzige schmale Straße der Insel führte direkt zum Campingplatz Gräsöbaden Die Lage ist sehr schön leider fast überfüllt und die Serviceeinrichtungen nicht die besten Dafür haben wir die Nachbarn vom Snibbens Camp getroffen die 1 Liter französischen Rotwein und vier Gläser dabei hatten Es wurde ein lustiger Abend an den Gestaden des Meeres nur leider etwas frostig Als wir gegen 23 Uhr in unsere Koje schlichen hatten wir trotz Rotwein Eisbeine die nur mit zusätzlichen Wolldecken wieder auftauten Sonntag 15 Juli Wir fahren um 10 30 Uhr mit der kostenlosen Fähre wieder zum Festland Von Öregrund auf der 288 ziemlich lange geradeaus um dann nach knapp zwei Stunden bei Upsalla wieder auf die E 4 die sogenannte Ostsee Rennstrecke zu kommen Bei mäßigem Verkehr geht es immer Richtung Stockholm Am frühen Nachmittag sind wir an der Stadtgrenze und fahren Dank der hervorragenden Beschilderung problemlos durch bis zum Vorort Bredäng Hier ergattern wir gerade noch einen günstigen Stellplatz bevor für Husvägen kein Platz mehr frei ist Als erstes haben wir Mittagessen gekocht und anschließend zwei Stunden gepennt Um 18 30 Uhr machen wir unsere erste Schnuppertour in die City Im Campingplatzladen kaufen wir für 80 Skr 17 60 DM pro Person ein 3 Tage Ticket für die Tunnelbana Von der Station Bredäng die vom Campingplatz ca 1 km entfernt ist fahren wir 19 Minuten bis zur Innenstadt Beim Bahnhof Gamla Stan stiegen wir aus Die Abendsonne über dem Panorama der Altstadt war

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    vorbei führt die Küstenstraße bis zur Ausfahrt Montallegro und von dort an großen Orangenhainen die reife Früchte trugen zugleich blühten und einen angenehmen Duft verströmten vorbei zum Wohnmobilstellplatz Torre Salsa Die schmale Straße führt uns direkt auf die Bergeshöhe mit dem schönen Bauernhof und wir konnten uns sogleich von der Anlage hoch über dem Meer überzeugen Die deutsche Verwalterin Annemarie Harscher wies uns einen großen Stellplatz unter den Mattendächern zu Es waren noch etliche Wohnmobile aus Deutschland Holland und Italien da Donnerstag 11 April Wir haben uns mit allen Annehmlichkeiten vertraut gemacht Das Ciabatta wurde uns für 1 20 an die Tür geliefert Der Sanitärraum ist geräumig und sauber Es weht ein warmer Wind wir spielen die Kassette der Südwind der weht und der Gaucho der steht auf der Sierra und das Meer tief unter uns trägt Schaumkronen Wir fahren mit dem Malibu in den Ort Montallegro und kaufen im Supermercado Conad Wasser Wein und Muffins Nachdem in der ganzen Ortschaft wahrscheinlich keiner ein Wort Deutsch versteht sagt die Verkäuferin in reinem Hochdeutsch zu uns die Muffins liegen dort hinten in dem Regal In einem kleinen Alimentarie versorgen wir uns mit Tomaten Käse und Mortadella für das Mittagspicknick am Strand von Torre Salsa Vom Bauernhof aus gelangen wir auf einer abschüssigen Teerstraße nach 1500 m an den breiten Sandstrand Im Hintergrund die weißen Felsen von capo bianco die uns an die Kreidefelsen von Rügen erinnern Es sind schon einige Wohnmobile da und man sonnt sich an windgeschützter Stelle Die Badetemperaturen betragen etwa 16 Grad und außerdem könnte man bei dieser Brandung kein Bad riskieren Am Spätnachmittag kündigt sich ein Gewitter an Wir brachten unseren Malibu wieder unter das schützende Mattendach und hielten Siesta Nun haben wir Abendessen und Abwasch hinter uns der Sturm hat sich gelegt und wir werden unseren Leseabend bald beschließen um morgen wieder fit zu sein für neue Erlebnisse Freitag 12 April Es ist morgens um 8 Uhr bereits 17 Grad warm Unser Tisch im Freien und unser Malibu hat eine gelbe Farbe angenommen nachdem der gestrige Gewittersturm Wüstensand aus Tunesien mitgebracht hatte Am düsteren Himmel steht die Sonne anscheinend sind in der oberen Atmosphäre immer noch Sandstürme Wir waren vormittags in Motallegro zum Einkaufen und haben dann einen Spaziergang um den Sarazenenturm gemacht Schöne Blumenwiesen und uns zum Teil unbekannte Gewächse säumen den Weg Nachdem wieder etwas Regen aufkam sind wir in den schützenden Campingplatz eingelaufen Zucchini mit aromatischen Sizilienzwiebeln Kartoffeln und Würstel waren bald zubereitet und der Nachmittag verging mit Lesen Schlafen Teetrinken und Englischkurs wie im Flug Nach dem Abendessen haben wir die Reiseroute für morgen festgelegt Rund um uns ist Abendstille nur ab und zu bellt ein Hund und wünscht seinen vielen Artgenossen die teils zum Bauernhof teils den Campern gehören buona Notte Samstag 13 April Abreise von Torre Salsa Um 7 30 Uhr zum duschen gegangen Danach gab es Mate Tee Ciabatta Salami Butter und Marmelade Jetzt hieß es den Malibu startklar machen die Kabeltrommel aufrollen die Auffahrkeile verpacken und alles klappersicher zu verstauen Gegen 9 30 Uhr haben wir il conto die Rechnung in Höhe von 43 Euro für drei Nächte bezahlt und sind dann auf der schmalen Straße zunächst wieder nach Montallegro gefahren um Proviant zu fassen Dann trat Lothar aufs Gaspedal und auf der SS 115 ging es Richtung Agrigento um in das Valle dei Templi zu kommen In der Zona Archeologica befindet sich die größte Ansammlung griechischer Tempel teils noch gut erhalten teils durch Erdbeben zerstört Ein wahres Eldorado für Archäologen wie wir es sind Auf einem großen Platz nahe einer gewaltigen Säulenhalle protestierten junge Sizilianer gegen die Maffia Polizei war auch zur Stelle aber es blieb alles friedlich Auf dem Parkplatz machen wir dann noch unser Mittagspicknick bevor es weiter ging zum Nabel Siziliens Die Bergstadt Enna liegt auf einem 931 m hohen Felsplateau in exponierter Lage und ist als Provinz Hauptstadt und Bischofssitz eine Besichtigung wert Schade dass sich der leichte Dunst noch nicht verzogen hatte und so bleibt uns die Fernsicht bis zum Ätna verwehrt Auf der Piazza sitzen wir im Schatten alter Bäume und genießen ein Eis bevor es wieder über die Serpentinen steil bergab geht Wir erreichen die Stadt Piazza Armerina und suchen nach den Hinweisschildern Villa Casala oder Mosaici und nach wenigen Kilometer entdecken wir unseren angepeilten Übernachtungsplatz hinter der urigen Trattoria La Ruota die noch gut besetzt war und in der die Gäste an rosa gedeckten Tischen tafelten Hinter dieser Trattoria war ein kleiner Stellplatz mit Stromanschluss den wir mit einem französischen VW Bus teilten Nachdem wir nicht französisch und die Franzosen nicht deutsch konnten haben wir uns in Englisch und italienisch mit ihnen unterhalten Es war Nachmittag 15 Uhr und wir unternahmen noch einen Spaziergang von 800 m zur Villa Romana casale Eine einmalige Sehenswürdigkeit aus dem vierten Jahrhundert Ein reicher Römer hatte diesen Bau erstellen lassen und kostbar ausgestattet Erst im Jahr 1900 wurden die zerstörten Mauern freigelegt und es kamen herrliche Mosaikfußböden zum Vorschein Farbenfroh und lebensnah sind Tiere Jagdszenen usw dargestellt Am bekanntesten sind die Bikinimädchen und auch sehr gut erhalten Interessant ist auch das Schlafgemach mit einer erotischen Szene und die Toiletten Nun kann man sich ein gutes Bild machen wie diese vornehme Familie in dem feudalen Haus gelebt hat Wir wälzen uns mit einigen Busbesatzungen durch die Gänge und konnten bei einigen deutschen Führungen einiges mitbekommen In der Hoffnung diesen erlebnisreichen Tag mit einem rustikalen Abendessen beschließen zu können trabten wir heimwärts Aber wie wir feststellen mussten war das Lokal Samstagabend geschlossen So haben wir nun im Restaurant Malibu unsere Miracoli selbst zubereitet und die Enttäuschung mit sizilianischen Vino Rosso heruntergespült Was gibt es wohl morgen für Überraschungen Sonntag 14 April Nachdem wir 10 Euro für die Übernachtung berappt haben sagen wir den netten Nachbarn Au revoir und fuhren zurück über Piazza Armerina südwärts über Caltagirone einer Bergstadt die wir nur vom Auto aus begutachteten um dann über Chiaramonte und Comiso nach Ragusa zu kommen Zum Glück fand sich an der Stadtgrenze ein Mc Donald denn mangiare und Toiletten waren dringend nötig Zweimal Big Mäc mit Pommes und Cola für 9 Euro waren akzeptabel Danach zwängten wir den Malibu durch die Altstadt von Ragusa Unser Vorteil war dass die Bewohner bereits ihre Siesta hielten und die sehr schmalen Straßen menschenleer waren In manchen Gassen hatte der Malibu beiderseits nur mehr zwei Zentimeter Platz zum atmen Wir schafften es zum Domplatz zu kommen und die herrliche Barockfassade auf unseren Film zu bringen Alle Geschäfte und Tankstellen waren chiuso Trattorias oder Pizzerias haben wir auch nicht gesehen und so gesehen ist Mc Donalds eine segensreiche Einrichtung Nach der historischen Stadtbesichtigung führte uns eine gut ausgebaute Schnellstraße nach Marina di Ragusa ein typisches Strandbad am Mittelmeer mit einer breiten Strandpromenade an deren Ende der Campingplatz Baia del Sole liegt Es ist gegen 15 Uhr als wir eintreffen und von einer netten Angestellten empfangen und eingelassen werden Wir stellen uns neben ein Womo aus Kassel und sind nachdem noch ein älteres sizilianisches Paar gekommen ist insgesamt sechs Personen auf diesem großen Platz Die Sauberkeit in den Sanitäranlagen lässt zwar zu wünschen übrig aber für einen Übernachtungsplatz können wir keine Putzkolonne ordern Nach einer Stunde Schlaf machen wir einen Bummel auf der Promenade zum Ortskern des kleinen Städtchens Wir staunen nicht schlecht über die vielen Spaziergänger die mit Winterklamotten bekleidet die Männer alle mit Schlips den Sonntagnachmittag genießen Von einem bequemen Sitzplatz aus betrachten wir das hin und her und amüsieren uns über diesen Mode Laufsteg Es ist merklich kühl trotz 21 Grad um 19 Uhr Wir werden uns ins Campingplatz Ristorante begeben und uns mit Pizza stärken Aber zuvor ist noch der Abwasch von unserer letzten Malibu Kocherei fällig Zum Glück sind die Spülbecken in der Nähe aber da es in Sizilien an den Spülbecken meist kein heißes Wasser gibt muss unser Wasserkocher dafür herhalten aber auch das ist für einen echten Camper kein Problem Um 19 30 Uhr betreten wir das Lokal mit Platz für 100 Mann und wir sind um diese Zeit die einzigen Gäste Uno Litro rosso Casa Vino roter Hauswein und zwei Pizze Speziale danach due Semifredo Limone und gekostet hat das ganze 24 5 Euro plus 1 5 Euro als Trinkgeld für den Ober mit den zehn Kindern Wir sind zufrieden und er auch Montag 15 April Nach dem Frühstück verlassen wir Marina di Ragusa Am Stadtrand finden wir eine Tankstelle und bei de Spar füllen wir unsere Proviant Vorräte wieder auf Nun befahren wir die Küstenstraße ein herrlicher Landstrich entlang des azurblauen manchmal grün schimmernden Meeres Über Pozzalo und Pachino erreichen wir den südlichsten Punkt Siziliens Porto Palo am Capo Passero Am idyllischen Fischerhafen schauen wir den Fischern zu wie sie ihre Netze flicken und von Tang säubern Die Händler und Gastwirte holen sich hier den frischen Fisch mit ihren Kühlautos Direkt am Hafen ist ein hübsches Lokal das leider geschlossen ist Wir fahren also durch die enge Straße des Zentrums und kommen an den malerischen Punkt den wir gesucht hatten Ein Parkplatz ein gepflegtes Restaurant und eine kleine Piazza über den Klippen Wir hatten die richtige Wahl getroffen um zu einem sizilianischen Mittagsmahl zu kommen Vom Buffet waren ca 20 verschiedene Antipaste zu probieren und anschließend gab es eine landestypische Fischsuppe Zuppa de Pesche grandioso und garantiert frisch gefangen denn wir haben beobachtet wie gerade angeliefert wurde und eine halbe Stunde später hatten wir sie auf dem Teller Rotbarben Scampi und Tintenfisch in würziger Brühe mit Kapern Knoblauch Rosmarien Kirschtomaten und Petersilie zubereitet Fehlte nur der Vino Bianco Aber aus Rücksicht auf den Fahrer begnügte ich mich ebenfalls mit Mineralwasser Am frühen Nachmittag erreichten wir dann Siracusa eine Großstadt in toller Lage direkt am Meer mit vielen Sehenswürdigkeiten Die Altstadt Oritiga mit engen Gassen der großen Piazza mit dem Dom der auf den Überresten eines Apollo Tempels 579 v Cr errichtet wurde haben wir auf Schusters Rappen besucht während der Malibu auf einem bewachten Parkplatz am Hafen wartete Dann sind wir noch etwas außerhalb zu den Kultur Historischen Stätten gefahren Die bekannteste ist das Ohr des Dionysos eine mächtige Felsenhöhle deren Eingang die Form eines Ohres hat und über eine phantastische Akustik verfügt Jede Busbesatzung probierte diese natürlich aus und es war ein Höllenlärm wo vor über 2000 Jahren die Sklaven die Kalksteine zersägten und bearbeiteten Nach diesen Kunst und Kulturgenüssen war unser nächstes Ziel das Camping Areal Brucoli an der Landzunge bei Augusta Wir haben nun einen tollen Stellplatz oberhalb der Klippen an der sich die Wogen des Mittelmeeres brechen Im rot goldenen Sonnenuntergang sehen wir im Dunst den Gipfel des Ätna aufsteigen ein schöner Abschluss dieses Tages und morgen werden wir weitere Entdeckungen machen Dienstag 16 April Wir wollen heute zum Ätna und sind schon etwas früher als gewöhnlich aufgestanden Die Warmduschen sind eine Wohltat nachdem es in Marina di Ragusa nur kaltes Wasser gab Zum Frühstück hatten wir etwas festes Supermarkt Brot aber mit Butter und Marmelade ging es schon Als wir fast reisefertig waren brachte uns die Platzverwalterin frisches noch ofenwarmes Ciabatta zu unserem Stellplatz und wir mussten es in unsere Vorratsbüchse tun An der Rezeption bezahlten wir 14 Euro auf italienisch E uro und bekamen neben Prospekten auch einen schönen Aufkleber ausgehändigt Der Patrone öffnete eigenhändig das Tor und über die Küstenstraße ging es zur Autobahn nach Catania Bei Nicolosi biegen wir ab und der rauchende Ätna rückt immer näher ins Blickfeld Wir sind zwar erst 64 Kilometer gefahren aber wir entscheiden uns für den Campingplatz Etna oberhalb von Nicolosi für den Ausgangspunkt unserer morgigen Tour auf den Vulkan In der Malibu Küche wurden Nudeln mit Basilikum Pesto und getrockneten Tomaten zubereitet und nach der Ruhestunde am Nachmittag noch ein Spaziergang mit den dicken Fleece Jacken gemacht denn auf 800 m Höhe war die Luft doch noch etwas kühl Hoffentlich ist morgen schönes Wetter für die Bergtour und die Lavamassen bleiben im Krater Nun geht es auf 22 30 Uhr und es Schluss für heute Mittwoch 17 April Das Wetter ist sonnig aber kühl und wir sind gegen 10 Uhr bereits unterwegs zum Ätna Bis zur Talstation der Seilbahn die beim letzten Ausbruch im Herbst 2001 total zerstört wurde fahren wir mit dem Malibu Dort parken wir und rüsten um auf Bergschuhe und dicke Anroraks Dann gehen wir Tickets kaufen um mit einem Mercedes Unimog auf 2700 m Höhe befördert zu werden Der Preis von 38 Euro pro Person schlägt ganz schön zu Buche aber anders kann man nicht in diese Höhe kommen Oben angekommen geht ein Bergführer mit uns zu den Besonderheiten Zum Teil gab das Lavagestein so eine Hitze ab das es ohne weiteres Papier entzündete wenn man es an die Steine hielt Den großen Gipfel aus dem mächtig viel gelblicher Rauch quoll konnte man nur aus angemessener Entfernung besichtigen da die Gefahr von Ausbrüchen bestand Wir hatten einen weiten Blick nach Catania und das Meer Die Lavafelder haben über das ganze Ätnamassiv große Ausmaße angenommen und man kann sich gut vorstellen wie sich das rotglühende Magma zu Tal wälzte Als wir wieder bei unserem Malibu waren haben wir in einem Tabacchi noch Briefmarken gekauft und machten dann auf einem einsamen Wanderparkplatz erst Halt und dann Erbsensuppe mit Wiener warm Mit der Einsamkeit war es bald vorbei denn ein Reisebus aus Bielefeld gesellte sich dazu und die Insassen wurden mit Bockwurst verpflegt Unsere Route führte nun rund um die Abhänge des Ätna durch eine sehr schöne aber einsame Gebirgsgegend vergleichbar mit Hochgebirgstouren in den Alpen In den wenigen kleinen Orten waren alle Geschäfte geschlossen und Lothar befürchtete schon einen schlimmen Hungertod weil kein Brot mehr im Hause war Wir fuhren fast 200 km in Richtung Ostküste fast nur in Serpentinen und keine 100 Meter gerade aus Doch als wir am Strand von Oliveri den Campingplatz Marinella gefunden hatten war alles wieder ok Der noch schwach besuchte Platz hatte einen Mini Markt der unsere Wünsche voll erfüllte Wir haben beide etwas Schädelbrummen von den vielen Kurven aber nach dem Abendessen sah die Welt schon wieder besser aus Lothar hat schon die Karte studiert um den besten Weg nach Messina auszusuchen denn morgen heißt es arrivederci Sizilien Donnerstag 18 April Unser Übernachtungsplatz in Oliveri hatte sich als gute Wahl erwiesen Vor unserer Abfahrt haben wir in den großzügigen Sanitärgebäuden eine lauwarm erfrischende Dusche genommen und der Mini Markt hatte ausgezeichnete frische Panini Nachdem wir unseren Obolus entrichtet hatten fuhren wir ins Centrum kauften eine Ansichtskarte die dann zusammen mit vier anderen in einen nicht recht vertrauend erweckenden Briefkasten wanderte In einem Gemüseladen erstanden wir Fenchelknollen und Blumenkohl Dann war es Zeit für die Autobahn nach Messina das wir nach 40 Minuten Fahrzeit erreichten In der Gegend des Hafengeländes waren wir bald aber wo fahren die Traghettos nach San Giovanni Es war reger Verkehr und wir glaubten ein Hinweisschild übersehen zu haben Wir wollten umdrehen aber als wir die erste Möglichkeit zum linksabbiegen hatten sahen wir das Schild Imbarcadero Einschiffungsplatz Wir stellten uns hinter drei italienische Womos und ich entdeckte die Biglietteria wo mir ein freundlicher Sizilianer ein Ticket für 18 Euro verkaufte Mit der Fähre um 12 15 Uhr setzten wir dann auf das Festland über das von Messina in Sichtweite vor uns lag Immer wieder bestaunten wir das Meer das sehr intensiv in verschiedenen Farbnuancen von blau bis grün spiegelte In Kalabrien angekommen nahmen wir die Autobahn bis Scilla bogen auf die schmale Küstenstraße ab und hatten bald die malerische kleine Stadt vor uns Ein Castello hoch auf dem Fels daneben kuschelten sich die Häuser samt Kirche Darunter die Bucht mit Kiesstrand an den mächtige Brecher aufklatschten An der Strandpromenade die fast menschenleer war stellten wir uns hinter ein deutsches Womo und machten unser Mittagspicknick Danach fuhren wir zurück zur Autobahn um möglichst schnell nach Pizzo zu kommen Es war bereits 16 Uhr und der im Campingführer aufgeführte Platz hatte noch Winterpause So begann ein nervenaufreibendes Suchen und wir mussten wieder Richtung Süden fahren um am Cap Vaticano den ganzjährlich geöffneten Platz la verde anzusteuern Es war eine abenteuerliche Abfahrt auf einem steilen engen Betonsträßchen von der Küstenstraße zum Campingplatz Die Verwalterin die uns auf Italienisch einiges erzählte und ihren frisch angesäten Rasen verteidigte wies uns in die hintere Ecke die allerdings von einem alten VW Bus aus dem Tessin verstellt war Es fehlte nicht viel und ein Schweizer Campingstuhl wäre unser Opfer geworden Nun haben wir auch unsere Ecke und es ist ganz gemütlich Zum Abendessen gab es Blumenkohl mit Kartoffel Die Semmelbrösel für die braune Butter hat Lothar aus zwei steinharten Weißbrotscheiben zwischen Papier und Folie mit einem Hammer zerklopft und ich habe sie dann noch mit dem Salatseiher gesiebt So ist das Camperleben und geschmeckt hat es prima Bald wird uns die gewaltige Brandung in den Schlaf begleiten und dazu passen Träume mit Sturm und Gewitter In unserer Malibu Festung würde uns das aber gar nichts ausmachen Freitag 19 April Heute waren wir Frühaufsteher Lothar war an der Rezeption zum Bezahlen und um 8 30 Uhr kletterte der Malibu die steile Betonstrasse wieder hoch In San Nicolo haben wir unsere Vorräte ergänzt Ein kleines Lädchen an der Straße davor ein freier Parkplatz und ein fröhlicher verschmitzte Kalabrese der uns erst einmal aufklärte das 100 Gramm nicht detsche gramma sondern detschi gramme heißt Er konnte ein paar Wörter deutsch und freute sich dass wir Mortadella Salami scharf wie der Teufel quattro Panini und Aqua Gazzole kauften Wie wir später feststellten war es Zitronenlimonade statt Mineralwasser Frizzante meinte er bläht den Bauch auf und macht Ranzen Dann bat er um deutsche Euro und wir bezahlten 5 10 Euro für alles Mit Handschlag wurden wir vor dem Laden verabschiedet Es war eine glückliche Begegnung von Mensch zu Mensch Nun lagen noch 420 km vor uns bis zum Tagesziel Pompei Unterwegs haben wir an einer modernen und sauberen Raststätte gehalten zweites Frühstück gemacht und Espresso getrunken Dann wurden wir auf der fast leeren Autobahn von zwei auf der Fahrbahn stehenden und gefährlich aussehenden Karabiniere mit Maschinenpistolen im Anschlag herausgewinkt Es entspann sich folgender Dialog Carabiniere Deutsch Lothar

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    Wir haben nun etwas gewöhnungsbedürftige Nachbarn aus Norddeutschland Der Platz ist jetzt proppevoll in Bayern beginnen die Pfingstferien und wir sind happy dass wir so einen schönen Stellplatz haben und auf das Meer gucken können Montag 29 Mai Vormittag im Meer gebadet anschließend Strandspaziergang zu einem markanten Granitfelsen am Südende der Sandbucht Mittag kletterte das Thermometer auf 37 Grad im Schatten Plötzlich gab es eine Invasion von Millionen kleiner schwarzer Fliegen die nur durch die Brille zu erkennen waren Wir flüchteten zum Strand und ohne Badelatschen hätte es uns die Füße verbrannt Nun kühlten wir uns im Meer ab und verteidigten unseren Sonnenschirm samt Strandmuschel gegen den einsetzenden Scirocco Gegen Abend hatten sich die Plagegeister wieder verzogen und wir konnten unsere Siesta halten Allerdings war es noch extrem warm und das Thermometer zeigte um 21 30 Uhr noch 27 Grad Dienstag 30 Mai Heute ist es etwas bewölkt es ist angenehm warm Wir waren vormittags im Ort und haben Zeitungen Kartoffel Tomaten und Speck gekauft Mittwoch 31 Mai Heute waren wir nicht am Strand denn es ist sehr windig Um 21 Uhr 19 Grad Wärme Vormittags waren wir einkaufen Mittags habe ich eine Aubergine geschmurgelt und mit Bolognaise und Nudeln hat das sehr gut geschmeckt Abends Dreher Bier und Kopfsalat Der Campingplatz ist nun vollbelegt es ist sehr schön hier nur der Strand ist für Spaziergänge anstrengend da der Sand sehr weich ist und man immer einsinkt Schade sonst wären wir die ganze Costa Rei abgelaufen Donnerstag 1 Juni Heute gab es mehrere kurze Gewitter Die Abendtemperatur liegt bei 16 Grad Am Strand kommen mittelgroße Wellen an Wir haben uns im Platz Ristorante eine Pizze Tono und eine Calzone zusammengeklappt für 12 30 Euro geholt und gemütlich im Malibu verspeist An der Rezeption haben wir für sieben Nächte 155 Euro bezahlt und morgen geht es weiter an der Costa Sud südlich der Inselhauptstadt Cagliari Freitag 2 Juni Der Wind hat sich gelegt und der Himmel macht ein freundliches Gesicht als wir gegen 10 30 Uhr abfahren Wir besorgen uns noch eine Münchner tz und dann geht es auf der Küstenstraße über Villasimius ca 40 Kilometer am Meer entlang zur Hauptstadt Cagliari Uns ist es etwas mulmig zu Mute als wir in der Mittagszeit durch die Großstadt fuhren und wir nach der SS 125 Ausschau hielten Dabei wären an der Piste tolle Motive für die Kamera gewesen Prächtige Gebäude eine Klosteranlage mit mächtigem Campanile und ganze Straßenzeilen mit großen Bäumen die über und über mit blauen Blüten bedeckt waren Später erfuhren wir das dies afrikanische Jakarandabäume waren Als wir endlich am Hafen waren ging es an den seichten Salzseen vorbei in denen sich viele Flamingos aufhielten Diese Bilder gab es nun häufiger und wir konnten diese grazilen Vögel aus nächster Nähe betrachten und filmen Die Costa del Sud war nun das absolute Highlight dieses Streckenabschnittes Auf kurvenreicher Straße immer entlang der Steilküste hatten wir atemberaubende Fotomotive auf Sandbuchten und dem azurblauen Meer hinunter Bei Torre Budello haben wir auf dem Campingplatz Tramatzu übernachtet Es ist der südlichste Campingplatz der Insel und nur wenige hundert Kilometer von Afrika entfernt Der Platz liegt an einer Hanglage mit Sandbucht und vielen kleinen Stellplätzen in üppigem Buschwerk große Wohnmobile hätten da wohl Probleme saubere Sanitärgebäude und ein kleiner Einkaufsmarkt Gekostet hat er 19 Euro für eine Nacht Samstag 3 Juni Über die Küstenstraße SS 195 geht es nun wieder in Richtung Norden Wir fahren durch fruchtbare Weingegenden über San Giovanni Buggerru nach Guspini Bei San Nicolao haben wir am Strand Mittag gemacht und in einer hübschen Strandbar Capuccino getrunken Wir fahren durch Arbora eine Stadt die vom Mussolini gebaut wurde und bis 1943 auch Mussolinia hieß Die ganze Stadt ist in Quadrate aufgeteilt und modern gebaut Nun umfahren wir einen Binnensee Stagno di Santa Giusta um dann über Oristano vorbei am Torre Grande auf die Halbinsel Sines zu fahren Dort am Punta is Arutas laufen wir den berühmten Reiskorn Strand entlang der einmalig in Europa ist Der Strand ist gefüllt mit Reiskörnern aus Stein und wir nehmen uns eine Handvoll mit Dann steuern wir unseren Übernachtungsplatz Camping Europa am Strand von Arenas an In einem schattigen Pinienwald entdecken wir eine Bretterbude die sich als Rezeption entpuppte Der Platz war jetzt in der Vorsaison fast leer Bar Restaurant und Einkaufsmarkt geschlossen Es ist schon halbvier Uhr nachmittags und wir müssen mit diesem Platz Vorlieb nehmen da auf der nächsten Strecke kein Campingplatz mehr kommt Pfingstsonntag 4 Juni Gegen halbzehn haben wir an der Rezeption 19 Euro bezahlt für eine ruhige Nacht im Pinienwald Dann fuhren wir zum übernächsten Campingplatz Nurapolis um uns Brot und Wein zu holen Aber leider gab s weder Pane noch Panini venito Zum Glück hatte die hilfsbereite Frau noch Toastbrot anzubieten und auch eine Flasche Roseewein Ein Camper ist schließlich genügsam Nun fuhren wir ein Stück am Meer entlang und dann führte die SS 292 hinein ins Gebirge Von weitem sahen wir die kleine Stadt Cuglieri mit einer mächtigen Kirche In Serpentinen schlängelten wir uns hinauf und durchquerten den fast menschenleeren Ort Wahrscheinlich waren alle in der Kirche Nun kamen Abzweigungen nach Suni und Bosa und ehe wir uns versahen steckten wir in einer engen Gasse in Magomadas Lothar war sehr unwirsch als er den Malibu in dem engen Gassengewirr wenden musste Also fuhren wir die 292 weiter und kamen nach Suni Ein hübscher Ort in dem die Häuser mit herrlich bemalten Hauswänden versehen waren So gab es ein Motiv von einer Dorfschmiede mit täuschend echten Pferden Auf einem Bild an einem anderen Haus saß ein alter Bauer auf einer Bank und rauchte seine Pfeife so dass man meinte er wäre echt Leider gab es keine Möglichkeit zum anhalten denn das hätte sich auf unserem Film sicher gut gemacht Wenige Kilometer weiter kamen wir nach Bosa mit Castello Kirche und bunten Häusern malerisch an einem Fluss gelegen Eine große Touristenschar bevölkerte die Straßen Über eine enge Brücke und links ab am Fluss entlang kamen wir über eine Palmenallee zur Anschlussstelle der Küstenstraße nach Alghero Grandios in die Berghänge gehauen folgte Kurve auf Kurve und wir hatten tolle Ausblicke auf das Meer unter uns Schöne Buchten und dazwischen immer wieder die runden Wohntürme aus der Zeit als noch die Nuraghen die Insel bewohnten Kurz vor der Großstadt Alghero machten wir auf einem neu angelegten grünen Picknickplatz unsere Mittagsrast und in der nahe gelegenen Strandbar gab s dann einen Cappuccino zum Nachtisch Nun ging s weiter nach Norden Porto Torres steuerten wir an und sahen bereits den Hafen wo wir am Meer entlang nach Castelsardo wollten Aber einmal falsch abgebogen und wir donnerten auf der Schnellstraße in Richtung Sassari Als endlich eine Ausfahrt kam waren wir weit ab vom Meer und nachdem wir noch einige Feldwege vermessen hatten ging s zurück und hatten dann im Hafengebiet die richtige Straße Vor Valledoria bogen wir noch landeinwärts ab um den attraktiven Felsen Elefante zu sehen Dieser verwitterte Steinkoloss am Straßenrand ist wirklich kurios anzusehen Den Campingplatz Valledoria erreichten wir gegen 15 30 Uhr Wir meldeten uns bei der deutschsprechenden Frau in der Rezeption an und suchten uns einen schönen schattigen Stellplatz unter einigen Pinien Der Service Mensch schloss uns an das Stromnetz an das leider nur mit 3 Ampere abgesichert war und so unser Wasserkocher nutzlos war Waren dann noch im Minimarket und haben Heineken Dosenbier und Tomaten gekauft Nach dem Abendessen waren wir am Strand und ließen die rote Sonne im Meer versinken Pfingstmontag 5 Juni ist in Sardinien kein Feiertag Es ist wie immer sehr schönes Wetter wir haben vor dem Malibu mit frischen Paninis gefrühstückt und anschließend einen Fußmarsch in die nächste Ortschaft ca 6 km gemacht Ferienhäuser ein SIKA Einkaufsmarkt eine kleine Kirche und eine tolle Strandbar mit Terrasse auf der wir zwei Campari Soda schlürften Am Straßenrand der hauptsächlich von Kakteen Hecken gesäumt war sahen wir einen gelben Schmetterling der auf seinen Flügeln große rote Kreise hatte ähnlich der japanischen Flagge Haben zu Hause nachgesehen es war ein marokkanischer Aurorafalter Dienstag 6 Juni Schönes Wetter Vormittag in den Ort Valledoria gelaufen und am Rückweg den Friedhof mit seinen eigenartigen Totenhäusern angeschaut und auch die Friedhof Toilette inspiziert Bei diesen Totenhäusern werden bis zu 8 Särge eingemauert Vorne ist eine Platte mit Namen und Daten und meist auch ein Bild des Verstorbenen An einem Agrar Stand an der Straße kauften wir für 2 40 Gurken Tomaten und Salat frisch vom Acker weg Nachmittag für zwei Stunden am Strand gesonnt Um 23 Uhr hat es 16 Grad Wärme Mittwoch 7 Juni Ein schöner sonniger Tag Waren Vormittag am Strand Mittag gab es Zucchini Nudeln Nach dem Mittagsschlaf Lesestunde auf der Malibu Terrasse Dann haben wir schon mal die Liege Tisch und Stühle verstaut denn morgen ziehen wir nach vier schönen Tagen weiter nach Norden Zum Abschluss gab es noch einen schönen Sonnenuntergang bei einer Temperatur von 19 Grad um 21 Uhr Donnerstag 8 Juni Um 9 25 Uhr sind wir reisefertig Wir haben für vier Nächte 73 60 Euro bezahlt In Valledoria kaufen wir für 34 Euro Wasser und Proviant und auch drei Flaschen sardischen Rotwein Cannanou Dann geht s auf schmalen kurvigen Nebenstraßen über Bortigiadas nach Tempio einer kleinen Stadt mit Thermalbad Hier wechseln wir auf die SS 133 Richtung Santa Teresa Bei Bassacutena geht es rechts weg und nach der Ortschaft Arzachena fahren wir die Küstenstraße bis zur Feriendomäne Isuledda Die Rezeption war um 12 30 Uhr noch besetzt und wir konnten uns anmelden Mit einem kleinen Elektroauto chauffierte uns ein junger Sarde zu unserem neuen Zuhause Den Platz an der Strandstraße mit Ausblick zum Meer und Gebirge bewohnen wir nun bis Sonntag 11 Juni Nach einem Informationsgang machen wir unser Mittags Picknick auf der Malibu Terrasse und nach 2 3 Gläser Rotwein Schorle ist der Nachmittagsschlaf fällig Gut erholt wurde dann eine große Besichtigungstour der Ferienanlage unternommen Der riesige Platz liegt landschaftlich schön am Rücken der Costa Smeralda Diesen Luxus feiern wir mit einigen Martinis Mit Blick auf den Golf von Arzachena gab es bei 19 Grad Abendtemperatur ein feines Tomatensüppchen nach Art des Hauses und ein gut gekühltes Heineken Pils Freitag 9 Juni Wir genießen den Ruhetag Vormittag waren wir am Strand der nur wenige Meter vom Malibu entfernt ist Abends hörten wir das WM Eröffnungsspiel Deutschland Costa Rica auf unserem Kurzwellengerät Lothar war zwar mal zur Bar gelaufen aber vor dem Fernsehgerät war kein Platz mehr Es ist jetzt 20 30 Uhr und die Abendsonne lässt die Bucht in einem rötlichen Licht erstrahlen ein schöner Anblick durch das Heckfenster unseres Malibu Samstag 10 Juni Blauer wolkenloser Himmel Mittag gab es Milchreis mit Apfelmus und heute Abend gehen wir ins Campingplatz Ristorante zum Pizza essen Der Malibu ist reisefertig denn morgen geht es nach St Teresa zur Fähre nach Korsika Hier haben wir für drei Nächte 90 Euro bezahlt das ist Luxusklasse beim Camping und der teuerste Platz in unserem ganzen Urlaub Sonntag 11 Juni Noch bevor um halb sieben der Wecker läutet sind wir schon hellwach Innerhalb einer halben Stunde ist die Morgenwäsche erledigt und die Schlafsäcke im Bettkasten Um 7 Uhr verlassen wir Isuledda und folgen den Wegweisern nach San Teresa dem Korsika Fährhafen Dabei sehen wir auf einer Bergkuppe das berühmte Capo de Orso Bärenkap Um acht Uhr waren wir nach 47 Kilometer im Hafengelände welches durch einen Tunnel unter der Stadt St Teresa problemlos erreichbar war Am Ticketschalter der Mobyline war noch niemand da Auch im übrigen Areal war es noch sehr ruhig Unsere Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt denn wir hatten ja noch keine Tickets Lothar kaufte in einem kleinen Souvenirladen schon mal eine Generalkarte von Korsika Endlich pfiff ein gut gelauntes Mannderl zur Tür herein sperrte sein Büro auf und wir schoben ihm durch den Schlitz unseren Zettel zu auf dem wir am Vorabend aufgeschrieben hatten wer wir sind wie hoch breit und lang unser Malibu ist und wo wir überall hinwollen Eine Superidee von Lothar der Mann kannte sich voll aus und verkaufte uns die Fahrt nach Bonifacio für 85 Euro und die Überfahrt von Bastia nach Genua für 125 Euro Wir waren erleichtert denn in der Hochsaison geht das nicht so einfach ohne vorbuchen Um 9 30 Uhr kam die alte im Jahr 1974 gebaute Fähre etwas linkslastig zur Anlegestelle Wir waren an zweiter Stelle zum Einfahren Allerdings durften erst noch ca 30 Motorräder passieren Als alles drauf war was nach Korsika wollte war die Fähre nur zu einem Drittel belegt Wir haben auf dem Oberdeck die 50 Minuten Überfahrt genossen Die beiden Inseln liegen in Sichtweite beieinander und schon bald sahen wir die Steilküste und die Hafenstadt Bonifacio deutlich vor uns Ein herrlicher Anblick war diese alte korsische Stadt mit einem weißen Fünfmaster Segelschiff im Vordergrund Wie Schwalbennester kleben die Häuser an den Felsen Wie in einem Fjord an den Felswänden entlang liegt der Hafen und darüber in steiler Höhe die Stadtmauer einer Zitadelle gleich Nachdem die Bugklappe geöffnet war wurde erst ein Matrose abgeholt der sich anscheinend das Schlüsselbein gebrochen hatte Dann fuhren wir als erste von Bord und mussten nach der richtigen Ausfahrt suchen Auf der route directe kamen wir zu den Wegweisern nach Ajaccio Eine kurvige Berg und Talfahrt auf manchmal schmalen aber gut geteerten Straßen durch eine grüne Bergwelt mit schönen Ausblicken auf das Meer Die schmucken Steinhäuser wirken gepflegt und strahlen den Charme Frankreichs aus Auf einer großzügigen Umgehung passieren wir Napoleons Geburtstadt Ajaccio da wir uns nicht in den Sonntagsverkehr dieser großen Stadt begeben wollen Bei der Ortschaft Tiuccia biegen wir landeinwärts ab und kommen zum Camping Sommalu Ein großes Gelände mit Maulbeerbäumen Akazien und Trauerweiden einem Schwimmbad und ordentlichen Sanitärgebäuden Der deutsche Platzverwalter nahm uns freundlich auf und gab uns die freie Auswahl wo wir uns etablieren wollen Es ist 21 30 Uhr die Sonne ist schon verschwunden und der Platz ist spärlich beleuchtet Es hat noch 19 Grad Wärme und von nahen Bauerhöfen hört man die Hunde bellen Montag 12 Juni Wir hatten lange geschlafen und unsere Abreise zog sich in die Länge Ich machte einen längeren Fußmarsch bergauf zur Rezeption um die bestellten Baquett abzuholen Lothar hatte inzwischen Kaffee gemacht und wir haben ausgiebig gefrühstückt Es war bereits 10 30 Uhr als wir wieder auf unserer Route nach Calvi waren Die nächste Ortschaft hatte einen großen Spar Supermarkt und wir mussten unsere Lagerbestände ergänzen Danach haben wir in unserer allgemeinen Zufriedenheit die falsche Abzweigung genommen Anstatt an der Küste entlang zu fahren waren wir schon 40 Kilometer auf der Gebirgsstrecke bis wir den Irrtum merkten Lothar war natürlich stocksauer auf seinen doofen Beifahrer Aber wie es sich später herausstellte haben wir dadurch eine der schönsten Gebirgslandschaften Korsikas kennengelernt Grandiose Berge und tiefe Schluchten ein paar kleine Gebirgsdörfer rote Felsen Ziegenherden Kühe und wilde Schweine die sich auf der Straße tummelten Nach einigen Stunden kamen wir bei Porto wieder auf die D 81 die Hauptverbindung nach Calvi Wir fuhren an Felswänden auf extrem engen Straßen die Küste entlang Vor uns vor ein Womo welches im Gegenverkehr festsaß und nur durch Millimeterarbeit aus der misslichen Lage kam An einem Rastplatz unter Pinien konnten wir unsere Mittagsrast machen bevor dann der Höhepunkt des Tages erreicht wurde Eine fast 40 Kilometer lange Baustelle in einer wüsten Gegend entlang der Küstenstraße Lockerer Schotter mit großen Steinbrocken Baustellenfahrzeuge und weißer Staub der überall eindrang Unsere Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt wenn Ampeln erst nach 10 Minuten umschalten und man dann trotzdem nicht fahren kann weil irgendein Felsbrocken auf der Straße liegt Schließlich kamen wir dann doch gegen 16 30 Uhr in die markante Hafenstadt Calvi Wir fuhren auf den stadtnahen großen Parkplatz und erkundeten erst mal die Lage Der Hafen das Zentrum und der Bahnhof waren bequem erreichbar Auf dem nächstgelegenen Campingplatz Castor haben wir uns für zwei Nächte angemeldet und anschließend waren wir noch mal am Bahnhof um für unsere morgige Bahnfahrt mit der Schmalspurbahn die Abfahrtzeiten zu erkunden Ein ausgiebiger Schaufensterbummel schloss sich an und wir waren begeistert von den vielen schönen Fotoperspektiven der Stadt Morgen wollen wir die Zitadelle erkunden die wie eine Krone über der Stadt thront Auf dem Nachhauseweg haben wir in dem riesigen Supermarkt Super U noch Wurst Brot panierten Fisch und Kartoffelsalat gekauft Abendtemperatur um 22 Uhr 21 Grad Dienstag 13 Juni um halb sieben klingelt der Wecker Der Rucksack ist schon gepackt und so marschieren wir gegen sieben Uhr zum Bahnhof und brauchen dafür nur 15 Minuten Wir und die Putzkolonne sind die Ersten Das Bahnhofsgebäude ist ziemlich neu und der Marmorboden blitzt vor Sauberkeit Zehn Minuten vor Abfahrt des Diesel Triebwagens kam der Karten Verkäufer und wir lösten zweimal Ponte Leccia und Retour Wir nahmen in dem alten aber weich gepolsterten Oldtimergefährt gleich hinter dem Zugführer Platz Uns beutelte es hin und her wie auf einem Schiff bei Windstärke 12 Quietschend und ratternd ging es über die alten ausgefahrenen Schienen Vor allen gefährlichen Stellen ertönte die unüberhörbare Fanfare Die Strecke ging am Meer entlang und wir sahen die Festungsstadt Calvi aus einer anderen Perspektive Toll sah sie aus mit einem schneeweißen Fünfmaster im Hafen Allmählich ging es auf die Bergstrecke und der junge Fahrer musste ordentlich Gas geben Er saß auf einem hohen luftgepolsterten Sitz und seine Beine baumelten hin und her wenn es um eine Kurve ging Schafe Schweine Kühe und Wildkaninchen ergriffen die Flucht wenn sich das eiserne Monster mit einem Heidenlärm näherte Bald waren wir inmitten mit Sträuchern bewachsener Berge und vom Meer war nichts mehr zu sehen In den oberen Regionen kamen viele gut ausgebaute Tunnels Unterwegs waren an zwei Haltestellen Wanderer zugestiegen die mit ihren großen Rucksäcken kaum durch die Tür kamen Gegen 10 Uhr kamen wir nach 73 Kilometer Fahrt nach Ponte Leccia Die meisten Passagiere wollten weiter nach Bastia aber irgendwo war wohl etwas kaputt denn sie mussten in einem Reisebus umsteigen Wir hatten nun eine Stunde Zeit Unter dem Laubdach einer mächtigen Platane stand eine Bank wo wir unsere mitgebrachte Salami Brot und Wasser verspeisten Danach blieb noch Zeit um der kleinen Ortschaft einen Besuch abzustatten

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    als Zwillingswasserfall auf zwei Bahnen herabstürzt und dabei auch die Straße mit Wasserstaub überschüttet Der nächste größere Ort war nun Odda und wir deckten uns im Co op Supermarkt mit vielen guten Sachen für das Wochenende ein Das Angebot war groß vor allem an Frischfleisch und Fisch Bevor wir uns eine Mittagspause gönnten legten wir noch 45 Kilometer links des Sörfjord zurück um bei Utne an den Fähranleger zu kommen Allerdings fuhr uns die Fähre vor der Nase weg was uns aber nicht weiter störte und wir die Zwischenzeit bis zur nächsten Überfahrt mit einem ausgiebigen Picknick ausfüllten Nach einer 40 Minuten Überfahrt nach Kvanndal führte uns die zum Teil sehr enge Straße 7 entlang des bekannten Hardangerfjord Zwischen Straße und den Bergen gab es Apfel und Kirschplantagen und die waren sicher für die Einkaufsmärkte bestimmt Die nächste Attraktion erwartete uns dann beim Ort Nörrheimsund Der riesige Wasserfall Steinsdalen kann von hinten besichtigt werden das heißt wir steigen auf einem schmalen Pfad bis hinter dem Wasserfall der über einen großen Felsvorsprung rauscht Wir stehen dahinter ohne nass zu werden und bewundern dieses Schauspiel Verständigen konnten wir uns nur durch Zeichensprache da das Rauschen des Wassers zu laut war Danach legten wir mit Quarkschnecken von Co op erst einmal eine Kaffeepause ein und der Regen trommelte dazu ohne Unterlass auf unser Hausdach Auf der Weiterfahrt sahen wir in einer Skiregion unzählige Skihütten welche wohl hauptsächlich von Langläufern aus der Gegend von Bergen zum Wintersport genützt werden Nach dem letzten der vielen Tunnels auf der E 16 bogen wir links ab auf die 580 und folgten den Hinweisschildern Haugland zum Campingplatz Lone der sich hinter einer Tankstelle bis hinunter zum Seeufer zog Zum Glück fanden wir noch einen Stellplatz auf dem Schotterstück denn die Rasenflächen sind nur mit Gummistiefel zu betreten und der Dauerregen lässt sich nur in der Geborgenheit des Malibu ertragen Hoffentlich wird morgen das Sonntagswetter schöner denn schließlich wollen wir Bergen besichtigen ohne nass zu werden Sonntag 16 Juni Um 8 Uhr wecken es nieselt immer noch Wir haben uns Duschmarken und warme Hefeschnecken besorgt Frühstück gemacht und nach ausgiebiger Säuberung von Bodys Geschirr und Malibu suchten wir uns den Weg nach Bergen eine der bekanntesten Städte Norwegens Nachdem es Sonntag war stand an der Bom Station gratis und so hatten wir schon wieder etwas gespart Wir kamen problemlos zum Hafen und fanden auch nach einigem Suchen einen Parkplatz mit Parkuhr und ebenfalls gratis Ein herrlicher Anblick auf die andere Seite des Hafens waren die berühmten Giebelhäuser von Bryggen denen wir uns über den Fischmarkt näherten Da gerade Mittagszeit war genehmigten wir uns belegte Lachsbrötchen garniert mit Salatblatt und ein paar Krabben zum stolzen Pris von je 35 Kronen 4 90 Es gab vielerlei Fisch und Meeresgetier zu sehen und zum Teil auch lebend zu kaufen für uns Binnenländer eine interessante Sache Danach haben wir uns die Bryggen die berühmte Giebelfront der Handelshäuser angesehen und festgestellt dass sie total aus Holz und durch Hauseingänge jeweils geteilt waren Auch in diesen Durchgängen gab es Läden und Gaststätten Im Mittelalter waren hier Waren gelagert die mit den Schiffen ankamen Diese Straßenzeile ist das bekannteste Wahrzeichen von Bergen und ziert jede zweite Postkarte Das Wetter war inzwischen freundlich und trocken und so marschierten wir zur Talstation der Flöibanen eine Standseilbahn die uns in 10 Minuten auf den 320 Meter hohen Flöien Berg hinaufhievt Ein lohnender Ausflug denn von diesem schönen Aussichtspunkt kann man die ganze Stadt mit ihrer Fjord und Insellandschaft überblicken Gegen 14 Uhr haben wir unsere Visite beendet und sind dann auf der E 16 Richtung Oslo stadtauswärts gefahren Lothar hatte erst seine Zweifel aber schließlich waren wir auf dem richtigen Weg nach Voss Die Berge wurden immer höher und ein Tunnel reihte sich an das andere der längste davon war vor Flom mit 11 4 Kilometer Gegen 18 Uhr erreichten wir unser Tagesziel Flom Ein herrlicher Anblick das Tal mit dem Campingplatz der Fjord mit dem Fähranleger und die Hauptattraktion die Talstation der weltberühmten Flom Bahn Der freundliche Mann in der Rezeption wies uns einen schönen Stellplatz zu der nicht weit von dem fast neuen blitzblanken Sanitärgebäude lag Ringsum Natur pur Wasserfälle Blumen Obstbäume und gewaltige Bergriesen schöner kann es im Paradies auch nicht gewesen sein Wir freuen uns auf morgen um mit der Flom Bahn Neues zu entdecken Im Moment steht noch der Abwasch an und somit ist heute Schluss mit der Schreiberei Es ist zwar noch taghell aber es ist schon nach 22 Uhr Montag 17 Juni Ein Regentag Um 9 50 Uhr fuhren wir mit der Flom Bahn in einer knappen Stunde hinauf nach Myrdal Diese Strecke führt vom Fjord mit 18 Kilometer Länge auf 866 Meter Höhe und sie wird fast ausschließlich von Touristen benützt Die Fahrt kostete hin und zurück 410 NKR 66 40 Der nur mäßig besetzte Zug wurde von zwei deutschen Borsigloks gezogen und geschoben und es eröffneten sich fortwährend neue Ausblicke Durch 20 Tunnels und einigen Galerien gab es Wasserfälle Wildbäche Wiesen und Bauernhöfe und zum Teil schneebedeckte Berge zu sehen Die Attraktion dieser Strecke war der gewaltige Wasserfall Kjosfossen nach dem Aklitunnel Der Zug hielt fünf Minuten an und man konnte auf eine Plattform aussteigen Nun bot sich ein Schauspiel wie auf einer Opernbühne Inmitten der weißen Gischt des Wassers kam auf einer Felsformation auf der auch eine Ruine stand eine Frau zum Vorschein die mit wallenden roten Kleid zu dem Huldra Song der aus Lautsprechern kam in anmutigen Bewegungen vor dieser einmaligen Kulisse tanzte und danach wie in einer Versenkung verschwand Nach unseren Recherchen waren es zwei Damen in gleicher Größe und Gewandung denn sie waren abwechselnd auf verschiedenen Positionen zu sehen Auf der Weiterfahrt ging es durch einen spiralförmigen Tunnel wobei der Zug an den in die Felsen gesprengten Aussichtspunkten ganz langsam vorbeifuhr Der Bahnhof von Myrdal an dem die Strecke Oslo Bergen vorbeiführt lag einsam im Hochgebirge es regnete nun etwas mehr und wir hielten uns im freundlichen und warmen Bahnhofsgebäude auf Neben dem Fahrkartenschalter gab es einen Souvenirladen einen Warteraum mit robustem Mobiliar und eine Theke mit allerlei guten und teuren Sachen So kostete ein halber Liter Bier 54 Kronen das sind 7 55 Euro Wir kauften uns kalte weiche Waffeln mit Himbeermarmelade und Sauerrahm und dazu schönen heißen Kaffee Nach einer Stunde Wartezeit fuhren wir wieder abwärts und konnten nochmals am Wasserfall das grandiose Schauspiel erleben Wir hatten uns in weiser Voraussicht den richtigen Wagen und die richtige Seite ausgesucht und konnten so ohne in den Regen auszusteigen vom geöffneten Fenster aus den Huldra Song nochmals filmen Den Nachmittag verbrachten wir im Malibu bei Kaffee und Kuchen Kreuzworträtsel Roman lesen schlafen und nach dem Abendessen mit Würstel Salzkartoffeln und Erbsen Möhren Gemüse ging wieder ein erlebnisreicher Tag zu Ende Dienstag 18 Juni Es regnet immer noch Der Campingplatz Flom öffnet seinen Kiosk erst um 8 Uhr und so haben wir auf frische Semmeln zum Frühstück verzichtet und Handelshof Vollkornbrot gegessen Um 9 Uhr fuhr das Ausflugsschiff mit dem wir den Sognetfjord bis Gudwangen und zurück befahren wollten ab und so hatten wir zu tun um mit allem fertig zu werden denn auch der Malibu musste seinen Platz wechseln und auf dem Fährhafengelände warten bis wir nach vier Stunden wieder zurück sind Der Regen hat aufgehört und mit unserem 410 Kronen Ticket haben wir den besten Aussichtspunkt im Salon in Beschlag genommen ehe es den anderen Passagieren auf dem Sonnendeck zu kühl wurde Zwischen hohe Felsen zwängte sich das Fjordschiff hindurch Dazwischen gab es den Bauernhof Stiege zu sehen der jetzt noch bewirtschaftet ist und der nur über Leitern zu erreichen ist Wenn sich ungebetene Gäste näherten wurden die Leitern einfach hochgezogen Robben und Killerwale ließen sich im Fjord allerdings nicht blicken dafür gab es bunte Ruderboote die ich aus der Ferne als Papageientaucher einstufte Am Fjordende hatten wir 30 Minuten Aufenthalt und nahmen zwei Busladungen Japaner und eine Busbesatzung aus Finsterwalde an Bord Die kleinen quirligen Japaner hatten sicher schon einige Strapazen hinter sich denn als sie die Imbisstheke fast leer gekauft hatten übermannte manchen der Schlaf Ein junges Pärchen neben uns war auch selig entschlummert wobei der junge Mann seinen Kaffeebecher fest umklammerte und mit der Nase dem Becherrand schon gefährlich nahe war Wir haben uns gut amüsiert und auch mit einigen Damen aus Finsterwalde angenehm unterhalten Das Wetter hatte sich wieder verschlechtert und als wir in Flom aus dem Schiff stiegen half nur noch der Regenschirm Unser guter Malibu stand nicht weit entfernt und wir konnten heißen Kaffee aus unserer Thermoskanne mit Norweger Marzipankuchen in heimeliger Umgebung genießen Nach einem kurzen Einkaufstrip im Co op nebenan machten wir uns auf den Weg nach Laerdal Von Aurland in dem wir uns die alte Steinkirche aus dem Jahr 1202 angesehen haben führt ein 24 5 Kilometer langer Tunnel nach Laerdal Wir wollten aber die alte Schneestraße fahren die in die Schneeregion führte Die Wintersperre war erst vor wenigen Wochen aufgehoben worden Wir fuhren bei Regen und Nebel durch zum Teil meterhohe Schneewände und in den Seen trieben kleine Eisberge Bei Sonne wäre diese karge baumlose Tundralandschaft bestimmt noch reizvoller gewesen Auf der 43 Kilometer langen engen Bergstrecke auf der immer wieder Ausweichstellen vorhanden waren begegneten uns ganze drei Autos In Laerdal das ebenfalls am Sognetfjord liegt fiel uns gleich der gepflegte Campingplatz Laerdal Ferie og Fritidspark auf in dem wir uns für 135 Kronen einquartierten Es scheint alles neu zu sein auch die zwei Küchen mit blitzblanken Cromargan Spülen die einem den Abwasch fast zum Vergnügen werden lassen Mittwoch 19 Juni Ein neuer Regentag Unser heutiger Tagestrip begann mit einer Kurzvisite in Laerdalsöryri Wir haben uns den Ortskern mit den alten Holzhäusern angeschaut und im neuen Geschäftsviertel in einem Co op Mineralwasser Brot Joghurt und Knabberzeug gekauft Dann ging es auf der 5 Richtung Kaupanger Nach dem Fodnestunnel setzten wir mit der Autofähre von Fodnes nach Mannheller über In Kaupanger sahen wir die Hinweisschilder zur Stabkirche die wir auch mühelos fanden dann aber nur äußerlich betrachteten denn davor stand ein Wächter und wollte pro Person 60 Kronen 8 40 Eintritt und ein Kirchenbesuch sollte eigentlich frei sein Die nächste Stadt war Sogndalsfjöra und nach dem Frudalstunnel kamen wir in die Gletscherregion um Jostedal Bei Fjaerland bezahlten wir 150 Kronen an der Bom Station und hatten dann viele Möglichkeiten einige Ausläufer des gewaltigen Jostedalsbreen Gletschers aufzusuchen Den Supphellebren fanden wir nach 11 Kilometer am Ende einer schmalen Straße Das Blau des Gletschers leuchtete aus dem Grau der Regenwolken Aus dem Schneefeld darunter speisten viele Rinnsale einen kleinen See der sich dann als Wildbach durch saftige grüne Wiesen fortsetzte Wieder zurück auf unserer Route und über Skei und Byrkjelo kamen wir auf der kurvenreichen Passstrasse in die Skiregion Svoda und Karlstova Auf einem großen Parkplatz auf der Passhöhe machten wir Kaffeepause und weil der Regen so schön auf das Dach plätscherte legten wir uns zu einem Nachmittagsschläfchen in unsere kuscheligen Schlafsäcke und pennten bis 17 Uhr Mit neuer Energie steuerten wir den nächsten Sehenswürdigkeiten entgegen In Utvik kamen wir an den Nordfjord und wir sahen ein großes weißes Kreuzfahrtschiff mit italienischer Flagge vorbeiziehen Schade das die Sonne nicht schien aber auch so war es ein herrlicher Anblick das majestätische Schiff auf dem grünen Fjord umrahmt von Felswänden ein echtes Postkartenmotiv Die Straße führte uns weiter um den Fjord nach Stryn und weiter auf der 15 bis zum Strynvaten Camping Eine blumenreiche Einfahrt zur Rezeption wo uns Frau Magnhild Meland in gutem Deutsch willkommen hieß Auf der Terrasse 6 haben wir einen schönen Stellplatz mit herrlichem Panoramablick auf den See und die Berge Ringsum ist es still die meisten Camper schlafen schon und wir werden es ihnen nachmachen Donnerstag 20 Juni Die Sonne scheint und unsere Urlaubsstimmung ist wieder zuversichtlicher Den Campingplatz Strynvaten verließen wir bereits vor 10 Uhr und fuhren einige Kilometer an dem smaragdgrünen See entlang bis uns der erste Tunnel wieder verschluckte Die 15er stieg laufend bergan und wir waren bald im Hochgebirge mit Eis und Schnee Es war einsam hier aber als wir nach einer langen und engen Serpentinenabfahrt den bekannten Geirangerfjord erreichten waren wir mitten im Touristengewühle Der Geiranger liegt wirklich malerisch zwischen schroffen Felswänden Wir brauchten nicht lange zu warten um mit einem Sightseeing Schiff die ganze Länge und Schönheit dieses Fjordes kennen zulernen Die Fahrt dauerte 1 5 Stunden und hat uns 150 Kronen gekostet Die Hauptattraktionen sind sieben Wasserfälle genannt die sieben Schwestern die eng nebeneinander herabstürzen und gegenüber ein großer Wasserfall genannt der Freier Die Sage erzählt dass jede der sieben Schwestern den Freier abblitzen ließ und er sich aus Kummer darüber dem Suff ergab Deshalb sieht man den Fels zwischen der weißen Gischt als Flasche Auch einige verlassene Bauernhöfe kann man an den steilen Hängen sehen Auf einem davon lebte eine Familie mit 11 Kindern und die Frau trug jedes ihrer Kinder über die steilen Hänge zum Fjord um dann mit dem Kahn nach Geiranger zu kommen und dort ihr Kind taufen zu lassen Man kann sich gut vorstellen wie mühsam für diese Menschen das Leben war Im Gegensatz dazu fahren jetzt riesige Kreuzfahrtschiffe auf dieser Wasserstraße Eines davon ist uns auch begegnet und es ist zu den kleinen Ausflugsbooten von beeindruckender Größe Nach diesem Erlebnis setzten wir unsere Fahrt fort die sogleich von Geiranger weg bergauf über die sogenannte Adlerstraße führte Über hochalpines Gebiet ging es dann hinab zum Norddalsfjord der von Eisdalen nach Linge mit einer Fähre zu überqueren ist Wir hatten Glück die Fähre war gerade auf unserer Seite und als wir uns bei den wartenden Fahrzeugen einreihten trafen wir auf zwei VW Busse aus unserem Landkreis mit AS Kennzeichen und der Aufschrift Helmuts Norwaytours aus Hirschau Als einer der Insassen ausstieg erkannte er uns und fiel dem Lothar gleich um den Hals Es war der Trummer aus Hahnbach Sein Sohn ist bekannt für sein Maislabyrinth in Hahnbach Es gab natürlich ein großes Hallo Diese Reisegruppe wurde von Helmut Pirner gemanagt der das Kolpinghaus in Hirschau gepachtet hat und in Norwegen Hütten vermietet Auf dem Trollstiegen sind wir ihnen noch mal begegnet dann trennten sich unsere Wege Nach der Überfahrt haben wir ein weiteres Highlight in Angriff genommen Die legendäre Passstrasse Trollstiegen lag vor uns Der Clou dabei war ein Aussichtspunkt an der Passhöhe Man musste zu Fuß über einen schmalen Pfad und am Ende über eine Holztreppe zu einer über der Felswand betonierten Aussichtsplattform absteigen von der man die Serpentinenstraße von oben bis unten verfolgen kann die in ihrer Bauart sehenswert und einzigartig ist Als wir dann in das Tal kamen erreichten wir Andalsnes am Romsdalsfjord Hier ist nun unser Übernachtungsplatz Mjelva der dem norwegischen Automobilclub gehört etwa zwei Kilometer außerhalb auf einer kleinen Anhöhe mit herrlicher Aussicht Zuvor hatten wir noch bei Rimi Lachskoteletts gekauft und den Malibu vollgetankt Unser Abendessen mit Kartoffelsalat gebratener Lachs mit Kräuterbutter war ein Gedicht und wir haben wieder mal zuviel geschlemmt Ich habe schon mal Carmol Tropfen geschluckt Nun ist es 23 Uhr die Sonne scheint noch immer auf die Bergspitzen und 14 Grad Wärme sind eine angenehme Temperatur für die Nachtruhe Freitag 21 Juni Sommeranfang Wir haben bis 9 Uhr geschlafen und es ist fast Mittag als wir den Camping Mjelva verlassen Wir umfahren die östliche Spitze des Romsdalfjord auf der 64 Von Ofarnes nach Sölsneset setzen wir mit der Fähre über den Langfjorden über biegen bei Rovik rechts ab und umrunden auf der großenteils ungeteerten Straße den Fanne Fjord Auf einem schönen urigen Rastplatz kurz nach Kortgarden machen wir unser Mittagspicknick Außer einem Jeep der zu zwei Anglern gehörte und einem ausgeschlachteten Pkw war nichts zu sehen Anscheinend war es ein guter Parkplatz für die Petrijünger denn aus dem hohen Gras schaute ein geschnitzter in Lebensgröße zu uns herüber Über Hjelset näherten wir uns der Rosenstadt Molde Wir folgten den Hinweisschildern Sentrum und fanden auch gleich einen Parkplatz Unseren Parkausweis beschränken wir auf eine halbe Stunde und diese reichte auch aus um die Domkirche ich war auf der Behinderten Toilette und das Hafengelände mit dem Rosepiken Rosenmädchen zu besichtigen Dann suchten und fanden wir die schmale Straße zum Aussichtspunkt Varden von dem man einen gigantischen Ausblick auf Molde die Fjorde mit vielen kleinen Inseln und laut Reiseführer auf 222 schneebedeckte Gipfel haben soll Wir haben aber nicht nachgezählt Die Rosenstadt Molde war auf alle Fälle einen Besuch wert Allein der süße Duft der verschiedensten Rosenarten und das Farbenspiel der Blüten war eine Schau für sich Der Himmel hatte sich aufgehellt als wir auf der 64er die Stadt verließen und Richtung Kristiansund fuhren Leider waren wir auf dem falschen Abzweig geraten und ehe wir uns versahen waren wir in den gebührenpflichtigen Unterwasser Tunnel eingefahren welcher drei Kilometer unter dem Fanne Fjord hindurchführt Steil sinkt die Straße ab und als wir auf der anderen Seite wieder an das Tageslicht kamen konnten wir vor der Bom Station umdrehen und sparten dadurch 55 Kronen und auch noch die Wegstrecke die wir ja gar nicht fahren wollten Unser Ziel war nun die Atlantikstraße eine Traumstraße der Welt die sicher jeden Besucher fasziniert Wie eine Wasserschlange liegt die Straße im Meer auf Inseln Inselchen Schären und aufgeschütteten Dämmen Dazwischen kühne Brückenbauwerke Einmalig schön unter dem blauen Himmel Wir haben auf den Aussichtspunkten diese Landschaft in unsere Erinnerung geprägt und auch ausgiebig gefilmt denn diese Gelegenheit wird uns sicher kein zweites Mal geboten Nach einem Stück Festland erreichen wir die Fähre in Brämsnes die uns aber nicht mehr mitnehmen konnte da noch ein Tanklastzug darauf rangierte und selbst unser kleiner Malibu keinen Platz mehr fand Bei der nächsten Abfahrt waren wir dafür in der Pol Position und die große MRF Fähre beförderte uns in einer halben Stunde nach Kristiansund An einem Anleger sahen wir die Norway Dream ein Traumschiff unter den Kreuzfahrern Im Schein der Abendsonne fuhren wir von Bord sahen den romantischen Hafen und hatten auch gleich den richtigen Stadtteil Atlanten mit dem gleichnamigen Campingplatz gefunden Wir etablierten uns für eine Nacht und hatten den idealen Ausgangspunkt für die morgige Stadtbesichtigung von Kristiansund Samstag 22 Juni Die Sonne scheint und es

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    Auszeichnungen und verschiedenen historischen Dingen aus Kämpfen und Kriegen besichtigen Als nächsten Höhepunkt des Tages haben wir etwa 60 km weiter südlich die mittelalterliche Stadt Obidos den Lieblingsort der portugiesischen Königinnen besichtigt Das malerische Städtchen mit seinen über 12 Meter hohen Zinnenmauern muss man gesehen haben Das portugiesisches Rothenburg in dem natürlich Reisegruppen aus Japan nicht fehlen durften Eine der drei Kirchen hat als Besonderheit die Innenwände mit blauen Azuleos bis zu den bemalten Decken gefliest Leider mussten wir wieder den Regenschirm aufspannen als wir durch die engen Gassen zurück zum Malibu gingen Nun blieb noch Zeit um die etwa 60 km nach Peniche an die Atlantikküste zu fahren und an den schroffen Felsklippen die Naturgewalten des Meeres zu bestaunen Auf der Straße zum Felsenkap von Peniche hielten wir immer wieder an um zuzuschauen wie in der Tiefe die gewaltigen Brecher an die ausgewaschenen bizarren Felswände schlugen Ein schöner Abschluss des heutigen ereignisreichen Tages Nun stehen wir mutterseelenallein auf dem Campingplatz Campismo de Peniche Praia und hören das tosende Meer Es hat eine angenehme Lufttemperatur und morgen geht es weiter in den Süden Dienstag 15 April Wir fahren 148 km auf der Küstenstraße über Sintra zum Cabo da Roca Blauer Himmel und blaues Meer soweit das Auge reicht Dort 140 m über dem Meeresspiegel stehen wir bei 38 Grad 47 Minuten nördlicher Breite und 9 Grad 30 Minuten westlicher Länge am absolut westlichsten Punkt Europas Hier wo das Land endet und das Meer beginnt wäre der nächste Halt Amerika Ein Monument zeigt die Stelle wo Europa zu Ende ist und wir lassen uns von einem Touristen fotografieren Dann fahren wir auf einer sechsspurigen Autobahn nach Lissabon Mit Hilfe des Womoführers und dank guter Beschilderung finden wir zum Campismo Lisboa der von Autobahnen umgeben in einem großen Park liegt Der westlichste Punkt Europas An der Rezeption hinterlegen wir eine Kennkarte und bekommen einige Informationen zur Stadtbesichtigung Der Stellplatz Nr 18 gehört nun für zwei Nächte uns Es ist ein betonierter Platz ringsum Gras und er ist mit Strom Wasser eigener Mülltonne und einer Sitzgruppe ausgestattet Neben uns Engländer mit drei Kindern in einem Luxus Wohnwagen mit eigenem Küchenzelt Wir sind um 16 Uhr völlig etabliert und wollen schon mal auf eigene Faust etwas von der Weltstadt Lissabon sehen Als wir endlich die richtige Bushaltestelle gefunden hatten wo der 14er Linienbus zur Praca da Figueira fuhr hatten wir schon gewonnen denn nun wussten wir schon mal wie man für einen Euro pro Nase ins Zentrum kommt Ca 7 km ratterten wir eine gute halbe Stunde bis zur Endstation Es war der bekannte Platz Praca do Comercio mit dem Reiterdenkmal von Jose I Durch einen riesigen Triumphbogen gelangten wir in die Fußgängerzone Dabei entdeckten wir den historischen Aufzug Elevador de Santa Justa der die Oberstadt mit der Baixa verbindet und uns für 4 00 nach oben befördert Von der oberen Plattform hat man einen atemberaubenden Rundblick über die Baixa zur Burg Für den nächsten Tag erkundeten wir schon mal den Kiosk für die Lisboa Card und die Haltestelle für die Stadtrundfahrten Die ersten Stunden in der Stadt waren also erfolgreich und wir fuhren wieder zum Campingplatz Es war bereits dunkel geworden als wir uns noch Fisch gebraten haben der mit Kartoffeln und Tomatensalat gut schmeckte Der Vollmond stand schon hoch am Himmel als wir endlich unter unsere Schlafsäcke schlüpften Mittwoch 16 April Ein anstrengender Tag liegt vor uns Es ist schon später Vormittag als wir mit dem Bus ins Stadtzentrum fahren Für 25 50 kaufen wir zwei Lisboa Carts die zum Benutzen aller Verkehrsmittel und die Besichtigung aller Museen berechtigen Für die Stadtrundfahrt bekommt man darauf 25 Ermäßigung Mit einem oben offenen Doppeldeckerbus gehen wir dann auf Besichtigungstour Über Kopfhörer die wir auf Deutsch einstellen bekommen wir Lissabon und die Geschichte Portugals erklärt Nachdem man an jeder Haltestelle aussteigen und mit dem nächsten Bus weiterfahren konnte besichtigten wir erst einmal den beeindruckenden Turm von Belem am Tejo der aus dem 16 Jahrhundert stammt Gleich in der Nähe lag ein Selbstbedienungsrestaurant in dem wir Nachmittag um drei unseren Durst und Hunger stillten Es gab gebratenes Fleisch Kartoffel Reissalat Spinat Eier Torte Wein und Wasser für 13 00 Als wir nach dem Lunch den Turm bestiegen beobachteten wir ein U Boot mit weiteren drei Kriegsschiffen die in den Hafen einliefen Auch das Entdeckerdenkmal haben wir aus der Nähe betrachtet Dargestellt ist ein Schiffsbug an dessen Spitze Heinrich der Seefahrer zu sehen ist Dahinter auf beiden Seiten Menschen die ihn auf seinen Erkundungen begleitet hatten Wieder auf dem Praca da Figueira angekommen suchten wir die Straßenbahnhaltestelle der Linie 28 Die historischen Straßenbahnwagen stammen aus der Zeit vor dem 1 Weltkrieg und fahren nun fast 100 Jahre in den Straßen die für Busse zu eng sind Sie sind meistens so überfüllt das die Leute außerhalb auf den Trittbrettern mitfahren Es ging steil bergauf zur Burg Castelo de Sao Jorge Auch hier hat man einen tollen Rundblick über die Stadt und den Tejo Nun fehlte uns noch eine Fahrt mit dem Schrägaufzug Wir hatten Glück und ein Wagen war gerade unten Steil bergauf ging es nun zu dem Stadtteil der für seine Fado Lokale bekannt ist Leider waren wir für dieses Vergnügen zu früh dran die Lokale öffnen erst um 21 Uhr Gegen 19 Uhr sind wir wieder zum Campingplatz zurückgefahren Mit müden Gliedern aber dafür mit bleibenden Erinnerungen an Portugals Hauptstadt Lissabon Donnerstag 17 April Nun geht es in den südlichsten Teil Portugals an die Algarve Wir verlassen den schön gelegenen Campismo Lisboa und fahren auf die A 2 Wir halten uns an die Wegweiser mit dem Hängebrückensymbol und der Aufschrift SUL was immer das auch heißen mag Problemlos treffen wir auf die Ponte do 25 de Abril die über den Tejo führt Es ist ein Erlebnis der ganz besonderen Art An nur zwei Ankermasten die über 1000 Meter voneinander entfernt im Flussgrund einbetoniert sind hängt die genau 2278 m lange Fahrbahn und zwar 70 m über dem Wasserspiegel Die mittlere der drei Fahrbahnen ist aus Metallgitter wie die Abdeckung unserer Kellerfenster und man kann senkrecht auf die Wasseroberfläche gucken Links oberhalb am Brückenende steht eine enorme Christusstatue in segnender Pose wie in Rio de Janeiro mit einer Höhe von 110 Meter Während sich stadteinwärts an den Mautstellen ein Stau von mehr als 10 km gebildet hat kommen wir ungehindert voran und die Autobahn Gebühr von 7 50 für die nächsten 71 km nehmen wir gerne in Kauf Vor Grandola wechseln wir auf die IP 8 und peilen das Cabo de Sines an das von großen Erdölanlagen geprägt ist Die Landschaft sieht nun schon sehr südlich aus Schöne unbekannte Pflanzen und Blumen gibt es zu sehen und auch die einmaligen Korkeichenwälder An den Stämmen ist jeweils die Jahreszahl angebracht wann die Stämme geschält wurden Es geht nun ca 150 km am Meer entlang und wir sehen von vielen Aussichtspunkten auf die vom Meer umtobte Steilküste Am Cabo de Sao Vicente stehen wir am süd westlichsten Punkt Europas mit einem imposanten Leuchtturm Müde klatscht 60 Meter unter uns das blaue Meer an die ausgehöhlten Felsen Bei der Stadt Sagres machen wir noch einen Abstecher zur Fortaleza und besichtigen die Burg die bis 1460 die berühmte Seefahrerschule von Heinrich dem Seefahrer war Gleich hinter dem Eingang findet man eine über 40 m große Windrose die erst im Jahr 1928 entdeckt wurde Jetzt haben wir die Südküste Portugals erreicht und fahren noch bis Salema einem verträumten Fischerort Am kleinen Hafen müssen wir wenden und zwei Kilometer zurückfahren da wir die Einfahrt zum Parque de Campismo Quinta dos Carrios verpasst hatten wo wir uns für eine Nacht einchecken Der Platz liegt teils in einer Schlucht teils an einem Berghang und ist nicht voll in Betrieb Außerdem müssen wir hier zum ersten Mal Duschmarken kaufen und an den Wasserhähnen gibt es nur kaltes Wasser Freitag 18 April Nachdem wir im Mini Markt noch vier frische Brötchen für das Mittagspicknick gekauft hatten verlassen wir Salema auf der N 125 nach Lagos Nach einigem Suchen finden wir den Abzweig zur Ponta da Piedade Sie wird im Womoführer als Inbegriff dessen was in den Ferienprospekten als Naturwunder der Algarve dargestellt wird Auf dem Plateau mit einem Leuchtturm stellen wir unseren Malibu ab wandern auf ausgetretenen Pfaden zwischen gelben Margaritenpolstern zur Steilküste und bewundern die skurillen Ausbuchtungen und Felsentore die der Atlantik seit ewigen Zeiten in die Felsen gefressen hat Eine gut angelegte Steiltreppe führt in die Tiefe und bei Ebbe soll man auf dem Sandboden vorbeigehen können Wir besahen uns diese Naturschönheiten von oben und auch die Ruderboote die in den Wellen dümpelten und auf Touristen warteten die sich in die Felsgrotten fahren ließen Dieses Stück Algarve ist ein Postkartenmotiv und man muss es gesehen haben Nun wollten wir ca 50 km in das Landesinnere fahren um einen Ausflug zum 902 m hohen Monte Foia unternehmen der als Aussichtsbalkon der Algarve gilt Nach der Abzweigung in Figueira befuhren wir eine schmale Straße durch ein enges Tal mit vielen Orangenhainen deren süßer Duft betäubend war Auf der Suche nach einem Steinzeitgrab haben wir die Gegend ein paar Mal vermessen und es dann doch nicht entdeckt Über Montes de Cima und Monchique kurvten wir kurz vor dem Gipfel in die Wolken und die Aussicht über halb Portugal war gleich null Aber wir haben einen schönen Parkplatz unterhalb der Wolkengrenze für unser Mittagspicknick gefunden bei dem aus einer Bergquelle unaufhörlich frisches Quellwasser heraussprudelte Alle Autofahrer so auch wir füllten ihre Flaschen und Kanister und ein Portugiese hatte über 30 Kanister dabei Der letzte Rest der Straße endete im Nebel an einem militärischen Sperrgebiet und das verschlossene Tor sahen wir erst im letzten Moment Wir fuhren über Portimao wieder dem Meer entgegen und suchten in Albufeira einer Touristenhochburg nach dem Campismo Er ist schlecht beschildert aber wir haben die Einfahrt entdeckt Der Platz ist gut belegt trotzdem er nicht am Meer liegt Die Sanitärgebäude sind großzügig angelegt und die Warmduschen sind kostenlos Wir haben nach unserer Ankunft erst mal eine Stunde geschlafen bis uns ein kleines Gewitter aufweckte Zum Abendessen gab es Kohlrouladen und Salzkartoffeln Es ist nun 23 Uhr Ortszeit nach der Schwüle des Tages hat es sich etwas abgekühlt und wir beenden den Tag Samstag 19 April Von Albufeira sind wir gegen 11 Uhr weggefahren haben zuvor noch im Campingladen Brötchen gekauft und sind dann auf die Schnellstraße Richtung Sevilla Bei Repsol haben wir noch mal den Tank gefüllt und dabei hat sich Lothar wieder mit der Zapfsäule unterhalten Beim Betanken sagt eine Lautsprecherstimme das sie sich freut wenn wir bei ihm Diesel tanken und wenn man den Schlauch wieder einhängt sagt die Stimme Muito obrigado de Visite vielen Dank für ihren Besuch es war immer sehr lustig Auf der neuen Hängebrücke über den Grenzfluss sagten wir Ate a vista Portugal und Spanien hatte uns wieder An einer Autobahnraststätte haben wir im Malibu gegessen und dann in der Raststätte Espresso getrunken und die Toiletten besichtigt Die Autobahn führte uns nun in die Außenbezirke von Sevilla und dann Richtung Cadiz dem Meer entgegen Bei Conil de la Frontera das am Cabo de Trafalgar Seeschlacht liegt suchten wir den Campingplatz Roche Ein großer Platz mitten in der Pampa Schöne saubere Sanitäranlagen aber die Klo Türen ohne Schloss und Riegel auch keinen Griff dran sehr seltsam Viele junge Leute sind hier und machen entsprechend viel Musik und Radau Ein Schweizer Womofahrer neben uns sitzt mit Ohrstöpsel vor seinem Gefährt Aber wir werden es überstehen und morgen ziehen wir weiter Ostersonntag 20 April Ich habe zwei frische Baquettes im Campingladen gekauft und Lothar hat inzwischen symbolisch Lind Ostereier versteckt Bald darauf fuhren wir über die löcherige Lehmstraße zur N 340 Es geht in Richtung Algeciras Kurz vor Tarifa biegen wir ab und laufen mit Blick auf Afrika ein Stück den herrlich breiten und langen Sandstrand entlang Dann fahren wir durch das Städtchen Tarifa und stehen nun am südlichsten Punkt Europas dem Punta Marroqui Die Küste Afrika ist zum Greifen nah und das Meer so blau wie der Himmel Viele Menschen waren auf den Straßen Im Hintergrund die Berge Marokkos Wir haben den Malibu am Hafen abgestellt und wanderten am alten Castello vorbei durch enge Gassen der Altstadt zu Dann entdeckten wir junge Leute mit Musikinstrumenten und kombinierten dass hier wohl eine Osterprozession folgen müsste Nachdem wir auch noch in der Kirche den letzten Teil des Ostergottesdienstes mitbekommen hatten warteten wir geduldig was da noch passiert Erst kamen die Ministranten mit Kerzenleuchtern dann spielte die Musikkapelle und aus der Kirche wurde Christus der Auferstandene auf einem mit gelben Nelken und weißen Löwenmaul geschmückten Podest getragen Die vielen Träger waren mit Teppichen verdeckt und man sah von ihnen nur die Füße Nun ging der Zug durch die Altstadt zurück zur Kirche Wir haben uns dann noch an einem Straßencafe mit Fallada gestärkt warmes Fladenbrot mit Salat Knoblauchsoße und einem undefinierbaren Gebrösel Dann ging unsere Tour weiter durch die Außenbezirke von Algeciras nach Gibraltar das wir allerdings rechts liegen ließen denn wir wollten nicht von wilden Affen auf dem mächtigen Felsklotz gebissen werden Nun folgten wir der Abzweigung auf die 369 nach Ronda und durchfuhren eine herrliche Berglandschaft Auf kurvenreicher Straße überquerten wir Passhöhen kamen durch die weiße Stadt Caucin in der gerade eine Fiesta stattfand die aber leider von außen und innen total zugeparkt war Nach Ronda unserem Ziel waren es noch 35 km und wir wollten noch am Spätnachmittag ankommen Wir haben es geschafft und sind erst mal durch die bedeutende und schöne Stadt gefahren Parkplätze waren auch hier Mangelware und wir mussten einen flotten Fußmarsch bis zum Wahrzeichen der Stadt der auf einem Felsplateau thronenden Altstadt unternehmen Die Brücke über die Taja Schlucht ist beeindruckend Nachdem wir alles besichtigt und gefilmt hatten sind wir zum 1 5 km außerhalb liegenden Campingplatzes El Sur gefahren Wir haben einen guten Stellplatz und gehen um 19 Uhr in das gepflegte Campingplatz Restaurant zum Essen Frisch gebackene warme Brötchen mit Butter Chicoreesalat mit Roquefortsauce kleine Paprikaschoten in Tomatenpüree mit Rosinen und Pfefferschoten gefüllt mit Thunfisch und als Hauptgang iberische Schweinemedaillons in Malagasauce mit Pommes und Gemüse dazu Vino tinto und als Abschluss dos Espressos für 41 80 Nun ist es 22 40 Uhr und der Ostersonntag 2003 geht bald zu Ende Ostermontag 21 April Um 10 30 Uhr verlassen wir den Campingplatz in Richtungen Malaga Zunächst geht es auf der A 376 wieder durch das Gebirge um dann kurz vor Marbella auf die Schnellstrasse zu kommen Großräumig umfahren wir die Stadt Malaga mit ihrem Wahnsinnsverkehr Die Straße N 340 führt nun meist in Sichtweite vom Meer entlang und bei Nerja gab es dann wieder eine landschaftlich schöne Strecke entlang der Steilküste Aber dann dominierte in der Landschaft nur noch Plastikfolie unter der Tomaten und Gemüse reifen Wenn es nicht dieses azurblaue Meer gäbe könnte man diese Gegend total vergessen und auch der wohlklingende Name Malaga ist eine gewaltige Enttäuschung wenn man diese zugebaute Stadt sieht Der Traum besteht nur noch aus dem Schlager Wenn die Rosen erblühen in Malaga oder sich zurückerinnert an die Nachkriegszeit Ende der 50iger Jahre als man sich Sonntagnachmittags in einem Cafe einen bernsteinfarbenen Malaga genehmigte der süß und berauschend war Trotz zugelassenen 120 km h zog sich die Strecke hin und die Klimaanlage gab ihr bestes Im Landesinnern sahen wir die weiß verschneite Gebirgskette der Sierra Nevada und auf einer schönen Aussichtsterrasse legten wir eine Mittagspause ein um dann am Spätnachmittag den Campingplatz Mar Azul kurz vor Alemeria anzulaufen Als wir uns unter Palmen in Sanitär und Strandnähe etabliert hatten musste ich eine Siesta einlegen Die Wärme Lothar behauptete der Rotwein vom Mittag hatten mich müde gemacht Einige Deutsche die hier schon seit Februar da sind geben uns Informationen über die Anlage und die Nachbarorte Nun wollen wir auf dem ruhigen Ferienplatz einige Tage bleiben um uns etwas zu erholen Mal sehen wie lange es uns gefällt Dienstag 22 April Es hat die halbe Nacht geregnet und unser Stellplatz auf Kies ist von Vorteil Es gibt große Wasserpfützen und die lehmige Hauptstraße betritt man am besten nur mit Gummistiefel die ein guter Camper immer griffbereit hat Dass dies der erste Regen seit Wochen ist bedeutet für uns einen schwachen Trost Mittags gab es bei Göhlers Kartoffelpuffer und am Nachmittag machen wir eine zwei Kilometer Wanderung am Meer entlang zu dem Touristen Hotel Ort Almerimar nicht zu verwechseln mit Almeria 60 km weiter Der ansehnliche Hafen ist voll belegt mit allen Arten von Booten und Jachten Im Sommer ist bestimmt was los auf den Promenaden aber jetzt ist tote Hose und die meisten Geschäfte und Lokale sind geschlossen Wir haben uns zwei große Eistüten und eine Bild Zeitung gekauft und haben uns wieder auf den Rückweg gemacht Allerdings waren die Regenwolken schneller als wir und wir mussten unser Windbreaker und den Regenschirm aus dem Rucksack holen Nun ist es 22 Uhr und stockdunkel Mittwoch 23 April Das Wetter ist schön und Nachmittag liegen wir auf den stabilen Liegen am Pool lesen und schlafen Diese Oase ist zum Meer hin mit großen Glas Sprossenfenstern gegen den Wind abgeschirmt Donnerstag 24 April Lothar hat heute seinen 68 Geburtstag Der Tag beginnt mit frischen Baquett aus dem Campingladen Mittags gibt es unter Palmen Eier mit Speck Am Nachmittag haben wir auf der Pool Terrasse relaxt und dabei hat sich Lothar einen gewaltigen Sonnenbrand zugezogen Er war auf der Liege eingeschlafen und ich war noch im Malibu Am Spätnachmittag war Lothar noch mal in Almerimar und hat Zeitungen gekauft Am Strand entlang hin und zurück sieben Kilometer in einer Stunde Abends haben wir im Camping Restaurant als Geburtstagsessen zweimal Vorspeise mit Käse Schinke Salami dann eine Pfanne mit Paella dazu ein Fläschchen Wein und zum Schluss dos Espresso für 33 00 vertilgt Die Nacht war unruhig Mich hat der Espresso nicht schlafen lassen und Lothar der Sonnenbrand mit leichtem Schüttelfrost Freitag 25 April Wir ziehen weiter An der Rezeption bezahlen wir für vier Nächte 69 55 Gegen 11 Uhr fahren wir los und halten bereits wenige Kilometer weiter an einem Riesen Supermarkt mit zweiundfünfzig Kassen

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    in grau Wir beschließen die Stadt Meschede per Schiff zu besuchen Vor 10 30 Uhr waren wir schon an der Anlegestelle aber der Sommerfahrplan war noch nicht gültig und somit das einzige Schiff auf dem Hennesee nicht da Da wir aber auch wandern wollten war der Spaziergang auf dem ebenen Teersträßchen durch den schönen Buchenwald ein sogenannter Erholungsmarsch Außer einer Maus und einigen Vögeln sind wir keinem Lebewesen begegnet Mit Regenschirm und Vogelkonzert legten wir die acht Kilometer bis zur Staumauer locker in 1 5 Stunden zurück Auf der Staumauer hörten wir die Mittagsglocken von Meschede und nach weiteren zwei Kilometer steuerten wir schnurstracks die Innenstadt an denn der Unterzucker machte sich bemerkbar Im Kaufhaus Karstadt gab es ein Selbstbedienungsrestaurant und wir entschlossen uns zu zweimal gebackener Scholle Danach haben wir noch einige Male die Fußgängerzone vermessen und uns gegen 15 Uhr in einer Eisdiele niedergelassen denn die Rückfahrt mit dem Schiff war ja erst gegen 16 Uhr In einer halben Stunde meinten wir wäre die Strecke bis zu Anleger zu schaffen und die ungefähre Richtung hatten wir auch Doch der Weg wahrscheinlich ein Umweg zog sich hin und wir spurteten wie die Weltmeister in ca 20 Minuten die Strecke bis zur Dammkrone Hinter einem Felsen sahen wir das Schiff mit laufendem Motor und wir mussten noch ein schönes Stück durch den Laubwald 16 Uhr war es als Lothar voranhechtete wildfuchtelnd durch das Unterholz brach und dem Schiffspersonal zu verstehen gab dass er noch mitwolle und seine Frau auch die gerade mit letzter Kraft und roten Kopf oben am Waldrand erschien Wir betreten also um 16 04 Uhr das Schiff ein Riesenkahn und wir waren die einzigen Fahrgäste Als Belohnung habe ich mir erst einmal an der Theke einen Pikkolo genehmigt Mit den drei Männern Besatzung und dem Schiffshund haben wir uns nett unterhalten Der Kapitän klagte uns sein Leid über den extrem niedrigen Wasserstand Uns selber war s feucht genug gewesen niesel niesel Als wir in Mielinghausen anlegten schien jedoch die Sonne und wir gingen das Stück zum Campingplatz etwas langsamer um unsere Muskelkaterwaderln wieder zu beruhigen Gegen 18 30 Uhr besuchten wir das Hallenbad bei dem wir Camper freien Eintritt hatten Ein schönes Bad mit Gegenstromanlage Solarium Sauna und einer Bar Ein Camperabendbrot in unserem warmen Feriendomizil beschloss den zweiten Urlaubstag Freitag 3 Mai sind wir beizeiten aufgestanden haben geduscht zusammengepackt und für zwei Nächte 78 Märker bezahlt Ab ging s nach Remblinhausen ein Dorf in der Nähe das zwar nicht allzu groß ist aber einen Frisör besitzt In einer guten Stunde war meine Nebel Regen Frisur wieder in Ordnung gebracht Und weil es grade zwölf Uhr war sind wir im Gasthof zur Post eingekehrt Wir waren die einzigen Gäste und die gesprächige Wirtin nach einer halben Stunde wussten wir ihren halben Lebenslauf machte uns zwei sehr fette reichhaltige Bauernomeletts Bratkartoffel Zwiebel Speck und Rohwurstscheiben gut war s und viiiel Dann machten wir uns auf nach Bottrop Dank Lothar Computer Ausdruck haben wir einwandfrei durch das Ruhrgebiet gefunden

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    und zwei Krombacher verkonsumiert Zehn Minuten vor der Abfahrt haben wir die Fahrkarten gekauft und so konnten wir pünktlich um 14 Uhr mit abfahren Eine nostalgische Diesellok schnaubte mit fünf Wagons und einem Buffetwagen auf der sonst stillgelegten Strecke durch die flache Landschaft Bloß gut das die alten Waggons mit ihren Holzbänken auch wasserdicht waren denn es ging schon bald ein heftiges Gewitter nieder Als wir in Dornum ausstiegen schüttete es wie aus Eimern Zum Glück hatten wir unsere Schirme dabei und als wir an der Burganlage Beningsen ankamen lachte schon wieder die Sonne Das alte Gemäuer war restauriert und es befand sich außer einem Hotel auch eine Teestube darinnen Es war alles liebevoll eingerichtet und vermittelte den Wohlstand friesischen Landadels Die einstigen Bewohner ab dem dreizehnten Jahrhundert blickten ernst und würdevoll aus ihren Bilderrahmen auf uns Bayern herab die zum Teetrinken nach Ostfriesland gefahren waren Wir ließen uns nach Landessitte Ostfriesentee servieren In der Teekanne waren 14 Tässchen er schmeckte vorzüglich und auch die weinhaltige sahnige Ostfriesentorte Fünfundzwanzig Mark waren uns das wert in dieser pompösen Umgebung Dass wir in nassen Windbreaker Regenschirm und Rucksack in diesen Nobelschuppen eingefallen waren hatte auch niemand gestört So machten wir noch einen Rundgang zum Schloss den Marktplatz und der alten Backsteinkirche die wir auch von innen besichtigten Die Doppelempore und das Gestühl in Friesisch blau gestrichen eine sehr alte geschnitzte Orgel und auch die Kanzel und Altar hübsch farbig bemalt Anschließend mussten wir uns sputen denn um 17 Uhr wollten bzw mussten wir mit dem Bähnle zurückfahren und schwarze Wolken ließen nichts Gutes ahnen Aber wir haben es geschafft und freuten uns über den schönen Nachmittag Dann verlief alles fahrplanmäßig Zurück in Norden Fußmarsch zum Bus um 19 05 Uhr Norddeich Mole und dann bei heftigen Wind und leichtem Nieselregen den Deich entlang Um 19 45 Uhr waren wir wieder in unserem Home Mobil Tomatensalat und Wurstbrot gab es zum Abendessen Lothar hat nach der Sonne geguckt wie sie ins Bett geht und ich habe im Superspülhaus den Abendabwasch gemacht Nun ist Schluss für heute Morgen folgen neue Herausforderungen denn schließlich machen wir ja einen Aktiv Urlaub Montag 7 Juni Ein sonniger Tag verspricht gutes Ausflugswetter Es kann sich erfahrungsgemäß schnell ändern deshalb nehmen wir auch zwei Regenschirme im Rucksack mit sicher ist sicher Gegen 10 Uhr starten wir mit den Fahrrädern zur Norddeich Mole am Fischereihafen vorbei Es ist Ebbe und klare Sicht nach Norderney Eine Fähre gleitet langsam durch die Fahrrinne und auch zwei Frachter sind zu sehen Um uns ist eifriges Gezwitscher der vielen Seevogelarten und eine große Schafherde ist auf dem Deich mit der natürlichen Rasenpflege beschäftigt Es sind wenige Radfahrer unterwegs und wir kommen auf den geteerten oder gepflasterten Wegen schnell voran Unser erstes Ziel ist das 18 Kilometer entfernte Hage ein schmuckes Städtchen in Ostfriesland Ein großer rotgeklinkerter Marktplatz und anliegend das Gasthaus Martini mit Biergarten Was konnte uns zur Mittagszeit besseres passieren Lothar meinte zwar eine Wurstsemmel aus einer Metzgerei täte es auch aber schließlich habe ich ihn doch zu Spiegeleiern überredet Der Salat war knackig und die Bratkartoffel leider etwas zu fett da war wohl ein halbes Pfund Räucherspeck zu viel dran Wir nahmen Rücksicht auf unsere Galle und ließen einiges davon auf dem Teller Dann fuhren wir ein Stück der Wegstrecke zurück und kamen zum Wasserschloss Lütetsburg das seit dem Mittelalter schon mehrmals abgebrannt war und immer wieder aufgebaut wurden ist Einmal war es durch einen umgestürzten Weihnachtsbaum in Brand geraten Die erlauchte Familie derer von Kyphausen bewohnt und verwaltet dieses mächtige Schloss mit dem größten und schönsten Rhododendrenpark Europas Wir haben erst zum Teil auf gepflasterten Wegen die Länge und Breite des Areals vermessen und sind dann zurückgefahren um den Park zu besichtigen Die Räder parkten wir an der Burgmauer das Cafe gleich dahinter hat Montag Ruhetag Zunächst führte der Weg durch pyramidenförmige alte Koniferen um dann durch eine weiße Pforte den eigentlichen Park zu erschließen Uralte Bäume darunter viele Exoten in allen Farben Büsche und Hecken von Rhododendren leider war ein Großteil schon verblüht Wasserläufe Seen mit gelben Schwertlilien und Seerosen Fingerhüte Digitalis in Rosa und weiß Brücken Pavillons und dazwischen gepflegte Rasenflächen eine Anlage nach dem Stiel englischer Gärten und das alles angelegt und gepflegt in einigen hundert Jahren Was ist dagegen ein Bauwerk gegen soviel Naturschönheit Was uns noch zu Gute kam heute am Montag waren nur wenige Besucher da und so waren auch die Vogelstimmen und der Blütenduft voll wahrzunehmen Nun ging unsere Tour zurück in die Stadt Norden wir kauften uns noch ein Eis in der Waffeltüte und als wir auf den Radweg der B 72 einbogen fing es an zu tröpfeln Wir traten kräftig in die Pedale Bis Norddeich waren es noch 3 Kilometer und zum Campingplatz nochmals 1 5 km Na wir schafften es nach 40 Kilometer Fahrstrecke trocken nach Hause zu kommen Die Wolken sind vorerst abgezogen und nach dem ausgiebigen Abendbrot scheint die Sonne Aber so gegen 20 Uhr näherte sich eine Gewitterfront und der Himmel öffnete seine Schleusen Eine Stunde lang prasselte ein sintflutartiger Regen herab den der Boden aber zum Glück größtenteils aufnahm Nun ist es kurz vor 22 Uhr und die nun wieder scheinende Sonne hat sich über Juist verabschiedet Die Abendbewölkung hat sich rosa gefärbt in den Wohnwagen und Wohnmobilen flammen die Lichter auf und der Tag geht zur Neige Auch der Wind hat sich gelegt so dass sogar die großen Windräder stillstehen Das ist Abendfrieden Dienstag 8 Juni Der Wind bläst um unser Haus es ist bewölkt und im Lauf des Vormittags gibt es immer wieder kleine Regenschauer Wir decken uns mit Mineralwasser und Apfelschorle ein heute Mittag gibt es Pellkartoffeln Sahnehering und Quark aus der Bordküche Der Nachmittagsschlaf zog sich bis 16 Uhr hin Richtig gemütlich während es auf das Dach tröpfelte Nachdem das Tröpfeln aufhörte waren wir noch mit den Rädern in Norden zum Schaufenster angucken und Tomaten kaufen Nach dem Abendessen zog es uns noch eine halben Stunde an das Wasser um die gesunde Luft

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    Seenplatte In Mirow einer überschaubaren Kleinstadt bezogen wir im Mecklenburger Hof unser Quartier Jetzt war es an der Zeit die Stadt zu erkunden Sie hat eine beeindruckende im Jahr 1707 erbaute Schloßanlage die direkt am Mirowsee liegt Das Schloßgelände umfaßt neben dem Schloß ein Torhaus Kavalierhaus Remise Johanniterkirche Schloßgarten und die Liebesinsel die über eine Brücke zu erreichen ist Auf dieser heißt es Wer darüber geht und an diesem Tag gelogen hat dem fällt ein Stein auf den Kopf Naja man kennt sie ja die kleinen Notlügen des Alltags also testeten wir den Wahrheitsghalt des Spruches lieber nicht Nach so viel Kultur kam langsam der Appetit Die Speisekarten boten in großer Auswahl Fischgerichte zu moderaten Preisen Alles fangfrisch aus dem See so kommt jeder Fischliebhaber voll auf seine Kosten Auch Wild das in den umliegenden Wäldern gejagt wird steht auf dem Speisplan und ist ein echter Genuß Unser nächstes Ziel hieß Waren an der Großen Müritz Ein liebenswerter Ort mit dem Flair einer Hafenstadt Hier schlendert man in der Fußgängerzone an Läden vielen Lokalen und einem Markt vorbei Beeindruckend ist die Kirche dieser Stadt auch ein paar Besonderheiten konnten wir in ihr entdecken So gab es anders als bei uns keine Bänke zum Knien Außerdem waren die vorderen Sitzreihen mittels einer kleinen Tür abgeschlossen Man kann sagen andere Länder andere Sitten Nun hatten wir genug an Land erkundet jetzt stachen wir in See Mit der blau weißen Flotte gleich kamen Heimatgefühle auf auch wenn es bei uns weiß blau heißt ging s aufs Wasser Das Ausflugsschiff schipperte mit uns auf dem Mirowsee in Richtung Norden über den Granzower und Kotzower See bis hinauf zum Leppinsee Hier lautete das Motto zurück zur Natur Auf den Seen breiteten sich Unmengen von Seerosen aus das Ufer war dicht mit Schilf bewachsen und rundherum

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