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  • Die Gruppe ÖPNV des Kerpener Netzwerks 55plus macht mobil
    zu motivieren besuchten und besuchen wir Fachveranstaltungen wie z B Ende 2010 die Tagung Mobilitätsmanagement für Senioren in Düsseldorf und 2011 die Fachgruppe Seniorenmobilität des Verkehrsverbundes in Köln Ein Austausch mit dem Amt für Verkehr sorgt für die nötige Vernetzung im Rathaus Ein wichtiger Schritt für die Gruppe war die Aufnahme in den Arbeitskreis AK ÖPNV der Stadt Kerpen Der AK ist ein Gremium in der Stadtverwaltung bestehend aus Politik Verwaltung sachkundigen Bürgern und den örtlich operierenden Verkehrsunternehmen der die Sitzungen des Planungsausschusses in Sachen Verkehr vorbereitet Hier bringen wir die für uns wichtigen Themen regelmäßig ein Die externe Vernetzung ist durch den Kontakt mit den örtlichen Verkehrsunternehmen sowie dem Verkehrsverbund abgerundet Demonstration für S Bahnanschluss für Kerpen Mitte Über Horrem und Sindorf besteht für Kerpen ein Anschluss an das S Bahnnetz Bis in die 1960 er Jahre gab es von Kerpen Mitte ausgehend Anschluss an das DB Netz Auf einer gemeinsamen Demonstration setzten wir uns für die erneute Einrichtung einer S Bahnlinie mit Halt in Kerpen Mitte ein Diese Bemühungen blieben bis zum heutigen Tage leider ohne Ergebnis Erfolgreich waren wir in der Umsetzung unseres Wunsches nach einer innerstädtischen Verkaufsstelle von Fahrkarten Auf unsere Anregung hin werden inzwischen im Kerpener Rathaus Tickets für den ÖPNV verkauft Behindertengerechter Aus bzw Umbau von Haltestellen Die barrierefreie Gestaltung von Haltestellen ist uns ein wichtiges Anliegen Regelmäßig bringen wir dieses Thema gemeinsam mit dem Behindertenbeirat im Arbeitskreis ÖPNV der Stadt Kerpen ein Wir freuen uns dass mittlerweile einige Haltestellen in Stadtgebiet behindertengerecht ausgebaut wurden bzw dieses in Planung ist ÖPNV Testfahrten mit Vertreter innen aus Politik und Verwaltung Bereits mehrfach unternahmen wir in der Vergangenheit gemeinsam mit Vertreter innen der Fraktionen und der Verwaltung Testfahrten mit dem ÖPNV Die fiktiven Termine für den Aufenthalt nutzten wir um bei Kaffee und Kuchen die Situationen zu erläutern Die Gruppe konnte verdeutlichen dass es nicht darum ging Kritik zu üben sondern die Situation im ÖPNV unter Realbedingungen zu beurteilen Außerdem konnten wir wichtige Erfahrungen in der Nutzung von Bus und Bahn weitergeben Bustraining Durch den Kontakt der Gruppe mit der REVG Rhein Erft Verkehrsgesellschaft mbH RVK Regionalverkehr Köln GmbH und VRS Verkehrsverbund Rhein Sieg GmbH konnte in Kerpen ein Bustraining für Seniorinnen Senioren und behinderte Mitbürger innen durchgeführt werden Die Veranstaltung fand mit vielen Interessenten aus Kerpen statt und hat durch die intensive Ansprache und praktischen Übungen manche Vorurteile und Berührungsängste gegen den ÖPNV zerstreut Auch die Presse hat sehr lobend darüber berichtet Im Nachgang zu der Veranstaltung ergab sich ein wichtiger Pressekontakt das ZDF wurde auf unsere Aktivitäten aufmerksam und war so interessiert dass wir beim nächsten Bustraining am 16 05 11 von einem Film Team begleitet wurden Der sechsminütige Beitrag wurde am 07 06 11 in der Sendung Volle Kanne ausgestrahlt und ist unter dem Titel Sicher Bus und Bahnfahren für Senioren heute noch im Internet abrufbar Aufgrund der guten Resonanz erfolgt im September diesen Jahres ein weiteres Training Aktionstag Der mobile Mensch Das Kerpener Netzwerk 55plus beteiligte sich mit einem Aktionstag auf dem

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-ausgaben/41-ml/artikel/135-die-gruppe-oepnv-des-kerpener-netzwerks-55plus-macht-mobil.html (2016-02-09)
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  • Mobilitätswünsche älterer Menschen
    Mehrheit der Befragten ist nicht oder nur kaum körperlich eingeschränkt Immerhin jeder Fünfte berichtet jedoch über starke Probleme beim Gehen oder Bücken so dass von dieser Gruppe angenommen werden kann dass sie in ihrer Mobilität beeinträchtigt ist Insgesamt gibt mehr als die Hälfte der Befragten an leichte oder starke Probleme beim Gehen oder Bücken zu haben 43 nennt leichte oder starke Sehprobleme und 39 leichte oder starke Hörprobleme Jeder Dritte berichtet von Problemen in der Fingerfertigkeit was z B das Greifen oder das Bedienen von Automaten erschweren kann Diese körperlichen Einschränkungen haben mehr oder weniger starke Auswirkungen auf die Teilnahme am Verkehrsgeschehen und öffentlichen Leben Um gewisse Mobilitätseinschränkungen zu kompensieren greifen 26 der Befragten auf eine oder mehrere Arten von Mobilitätshilfen zurück 14 aller Befragten nutzt einen Gehstock 11 also gut jeder Zehnte einen Rollator 3 einen Rollstuhl und 5 nutzt persönliche Begleitung Rollatoren werden im Stadtbild und in Bus und Bahnen in der Tat immer sichtbarer Was vor Jahren bei vielen Älteren noch verpönt war ist inzwischen gesellschaftsfähig geworden die Zahl der als Hilfsmittel verordneten sowie frei verkauften Rollatoren steigt von Jahr zu Jahr Sie ermöglichen mobilitätseingeschränkten Personen eine bessere Teilnahme am öffentlichen Leben stellen aber zugleich auch besondere Anforderungen an die Stadt und Verkehrsplanung Barrieren im Stadtraum Doch wie ist die städtische Umwelt auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingestellt Welche Probleme benennen die Befragten und welche Barrieren schränken ihre außerhäuslichen Aktivitäten ein Im Bereich Umgebung und Plätze sind es vor allem die fehlenden öffentlichen Toiletten die fast drei Viertel der Befragten bei Aktivitäten außer Haus stören Zu wenige Sitzgelegenheiten stören 57 43 der Befragten moniert ungepflegte Grünanlagen Straßen und Plätze und 41 stört sich unterwegs an unangenehmen Leuten d h rücksichtslosen oder Angst einflößenden Personen Fehlende behindertengerechte Toiletten stören 39 jeder Vierte bemängelt eine nicht ausreichend helle Straßenbeleuchtung Dabei stören sich Frauen deutlich häufiger an einer zu dunklen Straßenbeleuchtung als Männer Frauen bemängeln ebenfalls häufiger fehlende Sitzgelegenheiten und öffentliche Toiletten Personen die Probleme beim Gehen und Bücken angeben sind von fehlenden Sitzgelegenheiten und fehlenden behindertengerechten Toiletten stärker betroffen Die genannten Hindernisse schränken die Befragten in unterschiedlichem Maße in ihren außerhäuslichen Aktivitäten ein Zu wenig Sitzgelegenheiten und zu wenig bzw nicht behindertengerechte Toiletten stören ebenso wie unangenehme Leute vor allem beim Einkauf und beim Spaziergang Barrieren im Bereich Mobilität Das rücksichtslose Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer wird besonders häufig als Problem im Bereich Mobilität benannt 70 der Befragten stören auf den Gehwegen fahrende Radfahrerinnen und Radfahrer und 60 der Befragten fühlen sich durch auf Fuß oder Radwegen parkende Pkws stark beeinträchtigt 44 der Befragten ärgern sich über zu kurze Ampelphasen für Fußgänger und ein gutes Drittel 34 über mangelnde nahe gelegene Parkplätze Im ÖPNV beklagen 59 der Befragten zu komplizierte Fahrkartenautomaten 27 stört dass die öffentlichen Verkehrsmittel zu selten fahren Von mangelnder Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln fühlen sich 20 beeinträchtigt und zu weit entfernte Haltestellen beklagen immerhin noch 16 der Befragten Die genannten Barrieren im Bereich Mobilität stören die Befragten vor allem beim Einkaufen und Spazierengehen Arztbesuche werden durch fehlende

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  • mobilogisch! 2/2012 - Mai 2012
    Die Vermessung der Mobilität Fußverkehr Internationale Charta für das Gehen Energie und Wohnen Wohnungsbezogene Mobilität in der 2000 Watt Gesellschaft Sicherheit Krieg den Nebenschauplätzen Friede den Problemen Senioren Was wird Senioren für ihre Sicherheit angeboten Senioren aufklären neue Erkenntnisse über alte Zustände Verkehrsberuhigung Tempo 30 Warum gleich für die gesamte EU Flugverkehr Nachtflugverbot Flughafen Frankfurt gilt dauerhaft ÖPNV S Bahn München Plan A Das Konzept Bahn Bahnlärm Die Mauer muss

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-ausgaben/40-ml/archiv/132-mai-2012.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
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  • Das Überholen von Radfahrern überholen
    Ausmaße des Problems Die Unfallart Zusammenstoß von Fahrrad und Auto beim Überholvorgang könnte zwar als Schnittmenge aus zwei Feldern in den Verkehrsunfallaufnahme Formularen der Polizei herausgezogen werden in den Tabellen des Statistischen Bundesamtes wird sie aber nicht aufgeführt Überforderung Unklarheit Das Ergebnis genauerer Untersuchungen kann natürlich kein Standardmaß von x Metern sein die Bedingungen sind zu unterschiedlich Entscheidende Faktoren sind Masse und Tempo des überholenden Kraftfahrzeugs Des weiteren sind Witterung Steigung und Linienführung entscheidend Ferner müssten die Autofahrer auch noch darauf achten ob der überholte Radfahrer ein unsicheres Kind oder ein älterer Mensch ist oder ob der Radler sich evtl in Kürze umsehen könnte was zu einem Ziehen des Fahrrades nach links führen würde oder Dabei sind den Autofahrern die Verkehrsregeln nicht nur aufgrund deren unklarer Formulierungen wenig hilfreich die dort verankerte Förderung hoher Geschwindigkeiten konterkariert die Sicherheitsbemühungen Die vom Gesetzgeber geforderte Bedingung nur bei klarer Verkehrslage überholen zu dürfen geht im Regelwerk unter Diese für alle unzufriedenstellende Situation verlangt nach einer klaren und eingängigen Regelung zumindest nach einer besseren Vermittlung der bestehenden Regeln Standardfehler der Autofahrer Sicherlich will nur ein kleiner Anteil der Autofahrer Radler bewusst abdrängen um Ohn Machtgefühle auszuleben oder um Radler zu erziehen Mit den obigen Ausführungen soll deutlich werden dass Autofahrer mit der Beurteilung der Situation verständlicherweise regelmäßig überfordert sind Den meisten ist einfach nicht bewusst welche psychischen und physikalischen Auswirkungen ihre Fahrweise zeitigt wenn sie mit der Masse ihres Fahrzeugs ungeschützte Verkehrsteilnehmer überholen Aufgrund der unklaren Rechtslage und der jahrelangen Übung begehen Autofahrer bis zu sechs Verstöße gegen die Vorschriften des 5 StVO in Klammern Höhe des Bußgeldes Punkte Radfahrer gefährden beim Überholen Behindern des Gegenverkehrs selbst wenn der Radfahrende zu dicht überholt wird 150 250 Euro 3 4 Punkte ggf 1 Monat Fahrverbot Überholt wird praktisch immer bei unklarer Verkehrslage denn im Innerortsverkehr kann zu viel plötzlich passieren um sich zusätzlich noch auf den Überholvorgang konzentrieren zu können Insbesondere muss der Überholende mit evtl Ausweichmanövern nach links z B wegen parkender Kfz des überholten Radlers rechnen 100 Euro 3 Punkte Behindern der überholten Radfahrer durch zu frühes wieder rechts einordnen schneiden um dem Gegenverkehr auszuweichen 20 Euro Innerorts kurios und quasi im Widerspruch zur Sanktionierung des Schneidens ist die Ordnungswidrigkeit Nach dem Überholen nicht sobald wie möglich wieder nach rechts eingeordnet mit 10 Euro Strafe belegt Ankündigen des Überholens erfolgt nicht rechtzeitig und deutlich im Regelfall gar nicht da der Autofahrer ja innerhalb der Fahrspur bleibt Überschreiten der Geschwindigkeitsbegrenzung insbesondere in Tempo 30 Straßen da der Überholende wesentlich schneller als der Überholte fahren muss Im Bußgeldkatalog taucht bei den Verstößen im Abschnitt Überholen der Begriff Radfahrer explizit gar nicht auf Folgerichtig treffen für viele motorisierte Leser des Bußgeldkatalogs die aufgezählten Ordnungswidrigkeiten auf die angesprochenen Situationen nicht zu Das ist zwar sachlich falsch denn Fahrräder gelten beim Überhol Paragraphen als Fahrzeuge wie Autos und müssen auch so überholt werden Allerdings ist die Sanktionierung des Verstoßes Beim Überholen ausreichenden Seitenabstand zu einem anderen Verkehrsteilnehmer nicht eingehalten mit 30 Euro geradezu lächerlich Und mit Sachbeschädigung kommen

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-ausgaben/41-ml/artikel/131-das-ueberholen-von-radfahrern-ueberholen.html (2016-02-09)
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  • Web-Auswertung: Themenwünsche zur nachhaltigen Mobilität 2012
    Themenspektrum vorliegen Bei der Feuertaufe des von freien Programmierern kostenlos zur Verfügung gestellten Web Tools kam die sogenannten Kampagnen Funktion von Piwik zum Einsatz Untersucht wurde der Januar Newsletter bei dem natürlich noch keine breite Themenauswahl zur Analyse zur Verfügung stand da bestimmte Themen vorgegeben wurden Aber erste wichtige Hinweise auf die Wünsche der Unterstützer von UMKEHR und FUSS e V liefern diese Daten schon jetzt Piwik misst Newsletter Resonanz Mit Piwiks Kampagnen Funktion kann gemessen werden wie oft die Empfänger unseres Newsletters auf einen der weiterführenden Links unter den verschiedenen Meldungen geklickt haben Wer die Kurzmitteilungen nur liest oder überfliegt wissen wir damit zwar immer noch nicht wohl aber wer ein vertieftes Interesse an einem Thema hat denn der wird mit großer Wahrscheinlichkeit ausführliche Informationen mit den Links aufrufen Ausgewertet wurden fünf Links unter insgesamt sieben Kurzmeldungen im Newsletter der Mitte Januar an ca 5 500 Personen Vereinigungen und Institutionen per Mail versandt wurde Auf den Link unter der Meldung Straßenbau Moratorium in Deutschland haben wir verzichtet da in der Meldung steht dass erst später auf der Website dazu Informationen zu finden sein werden Auch der Link auf einen Beitrag in einer zukünftigen mobilogisch Ausgabe zum Verkehrssicherheitsprogramm des Bundesverkehrsministers wurde nicht berücksichtigt Die Meldung Fahrspuren XXL enthielt keinen Link Wir haben gewartet bis drei Wochen nach dem Versand des Newsletters keine Rückfragen mehr eintrafen und dann alle Klicks addiert Mit dem Trierer Manifest das Strategien und Maßnahmen einer nachhaltigen Verkehrswende im Landverkehr mit Schwerpunkt auf den Personenverkehr benennt liegt ein breites Verkehrsthema ganz vorne in der Gunst der Newsletter Bezieher Fast gleichauf geht das Projekt Rückgewinnung der Gehwege bei dem u a ein Ratgeber zum Kfz Parken erstellt werden soll mit ebenfalls einem runden Drittel der Klicks durch die Ziellinie Auch Tempo 30 hat mit gut 20 Prozent noch

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-ausgaben/41-ml/artikel/130-web-auswertung-themenwuensche-zur-nachhaltigen-mobilitaet-2012.html (2016-02-09)
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  • mobilogisch! 1/2012 - Februar 2012
    im Straßenverkehr Fußgänger Müssen Gehwege gebaut oder Autofahrer gezähmt werden Zu Fuß unterwegs durch einen undefinierten Schilderwald Straßenbau Wie weiter mit dem Straßenbau Stopp Kinder im Verkehr Kinderstadtpläne unter der Lupe Verkehrsberuhigung Flaniermeile Unter den Linden Bahn Eigentümerwechsel bei der Bahn Wenn einer eine Reisekette tut Flugverkehr Das Sankt Florians Prinzip am Beispiel Frankfurt Verkehrspolitik planung Triebkräfte der Funktionstrennung und Stadtentwicklung Stadtplanung mit Gefühl und Einbeziehung der Gefühle Radverkehr Radfahren

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-ausgaben/40-ml/archiv/128-februar-2012.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
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  • Regelverstöße im Straßenverkehr
    Geldbuße strafe 2007 nach Art des Fehlverhaltens Trotz der Tatsachen dass die Deliktarten unterschiedlich häufig und zum Teil schwer bis gar nicht durch Überwachungsmaßnahmen zu greifen sind Nicht angepasste Geschwindigkeit lässt sich im fließenden Verkehr nicht überwachen sondern resultiert in der Regel aus der Begutachtung von Unfällen Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit kann nahezu überall im Straßennetz kontrolliert werden und in Mitteilungen zu Verkehrsstraftaten wie fahrlässige Körperverletzung kein Bezug zum Geschwindigkeitsverhalten hergestellt werden kann 2 ist eine Aussage zur Korrespondenz zwischen realem Unfallgeschehen und verhängten Sanktionierungen zulässig Ausgewählte Ergebnisse Delikte zur Verkehrstüchtigkeit Alkohol Drogen unterliegen einer deutlich härteren Bestrafung als Delikte während der Verkehrsteilnahme Geschwindigkeitsmissachtung Es gibt keinen Zusammenhang zwischen den gesamten Unfallkosten und der mittleren Punktezahl im VZR Ebenso ist kein Zusammenhang zwischen den gesamten Unfallkosten sowie der mittleren Unfallschwere und der Höhe der Geldbußen bzw Geldstrafen festzustellen Es gibt tendenziell einen Zusammenhang zwischen den gesamten Unfallkosten und der mittleren Fahrverbotsdauer für die Unfallursache Alkohol Ein tendenzieller Zusammenhang besteht zwischen den mittleren Unfallkosten und den mittleren Punktezahlen für Unfallursachen im Zusammenhang mit der Verkehrstüchtigkeit Juristische Betrachtung Das bedeutendste Regelwerk für den Straßenverkehr ist die Straßenverkehrs Ordnung StVO Sie regelt insbesondere das Verhalten für die Teilnahme am Verkehr Leitgedanke ist dabei das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme nach 1 der StVO Weitere Normen für das Verhalten finden sich im Straßenverkehrsgesetz StVG und im Strafgesetzbuch StGB Die deutsche Gesetzeslage sieht eine Ahndung von Verkehrsdelikten nach dem Ordnungswidrigkeiten oder dem Strafrecht vor mit und ohne Nebenstrafen wie z B Fahrverboten Dabei werden die meisten Verkehrsverstöße als Ordnungswidrigkeiten verfolgt Hauptsanktion des Ordnungswidrigkeitenrechts ist die Geldbuße in abgestufter Höhe abhängig von der Schwere des konkreten Verstoßes Der Delinquent soll nicht kriminalisiert werden es soll ihm und anderen lediglich deutlich gemacht werden dass die Regeln einzuhalten sind Mit dem Strafrecht werden nur wenige aber als besonders schwerwiegend beurteilte Regelverstöße im Straßenverkehr geahndet Die Gesellschaft signalisiert dem Täter dass sein Verhalten völlig inakzeptabel ist und ahndet also begangenes schweres Unrecht Der Staat ist nach Art 2 Abs 2 Satz 1 Grundgesetz GG zum Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit verpflichtet Verfassungsrechtlich geboten ist es demnach auch die Einhaltung der vor allem in der Straßenverkehrsordnung enthaltenen Verkehrsregeln zu überwachen und im Sinne einer Generalprävention Verkehrsverstöße zu sanktionieren Die staatlichen Stellen sind bei der Erfüllung dieser Pflicht durchaus erfolgreich Seit einem Höchststand der Anzahl der Verkehrstoten Anfang der siebziger Jahre mehr als 20 000 Getötete ist eine kontinuierliche Besserung zu verzeichnen Der Gesamtzustand ist jedoch immer noch nicht hinnehmbar Keine neue Technologie und kein neues Transport oder Verkehrssystem würde heute zugelassen werden wenn man wüsste dass es jedes Jahr mehreren Tausend Menschen in der Bundesrepublik das Leben kosten würde Deshalb sind weitere Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Situation vom Grundgesetz her geboten Die strafrechtliche Betrachtung der empirischen Ergebnisse unter Berücksichtigung der gerichtlichen Praxis zeigt auf dass Delikte im Straßenverkehr immer noch nicht so schwer bewertet werden wie z B Eigentumsdelikte Begrifflichkeiten wie Verkehrssünder im Gegensatz zu Straftäter Krimineller machen dies deutlich Dies gilt nicht nur für die strafrechtliche Ahndung sondern

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-ausgaben/41-ml/artikel/129-regelverstoesse-im-strassenverkehr.html (2016-02-09)
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  • Flaniermeile „Unter den Linden“
    zur Welthauptstadt Germania machen sollte Doch sehr bald danach waren von den 64 Gebäuden die früher einmal zwischen dem Brandenburger Tor und der Universität gestanden hatten nach Kriegsende nur noch 13 erhalten Verkehrsgeschichte Die Straße Unter den Linden hat auch eine bemerkenswerte verkehrspolitische Geschichte Eigens für sie gab es die ersten Verkehrs Regeln z B Man grüßt Se Majestät auf der Straße durch Frontmachen und Bekleidungsvorschriften für FußgängerInnen Die Aufenthaltsfunktion der Straße war wichtig und so konnten um 1900 auf der Mittelpromenade neben den festen Bänken zusammen klappbare Stühle gemietet werden so dass man sich in kommunikativen Sitzgruppen positionieren konnte Hier bekam auch die erste Konditorei die preußische Sondergenehmigung Kaffeehaustische auf die Straße zu stellen Unter den Linden war dann die erste Straße mit Gasbeleuchtung hier erstrahlte erstmals elektrisches Licht in einem Restaurant und es gab das erste elektrifizierte Hotel Nachdem feine Herrschaften vergeblich versuchten Transportmittel auch für die kleinen Leute zu verhindern verkehrten ab 1846 hier die ersten Doppeldecker die Herren oben die Damen unten und ab 1905 auch die ersten motorisierten Omnibusse An der Kreuzung Friedrichstraße regelte der erste Verkehrspolizist Preußens den Verkehr und tauschte wegen des Lärms bald seine Trillerpfeife gegen eine Trompete aus Die zulässige Höchstgeschwindigkeit betrug übrigens 15 Stundenkilometer und man durfte bis 1928 auf beiden Straßenseiten in beide Richtungen fahren Die Straße Unter den Linden ist also als ein Freizeitweg entstanden und wurde erst in den letzten Jahrzehnten ihrer nunmehr 485 jährigen Geschichte zu einer autobahnähnlichen Kraftfahrzeugschneise mit bis zu etwa 30 000 Fahrzeugen am Tag Doch dürfte die Mehrheit der Touristen an dieser Stelle der Stadt noch immer zu Fuß unterwegs sein Deshalb schlägt der FUSS e V vor das durch die Nazi Diktatur für eine innerstädtische Straße verfehlte Nutzungskonzept durch folgende Maßnahmen wieder rückgängig zu machen Mittelpromenade reaktivieren Selbst in Tageszeiten mit einem verhältnismäßig geringen motorisierten Verkehrsaufkom men ist ein unbekümmertes Spazierengehen nicht möglich Das liegt hauptsächlich an den sechs Unterbrechungen durch Querstraßen mit teilweise sehr geringem Kraftfahrzeugverkehr die damit auch den knapp einen Kilometer langen Mittelstreifen unterteilen Deshalb wird vorgeschlagen durch die Herstellung niveaugleicher Gehwegüberfahrten zumindest aber durch Teilaufpflasterungen die Promenade aus der Sicht der Fußgänger optisch und auch verkehrsrechtlich zusammenzufügen ohne die Straßenstruktur wesentlich zu beeinflussen Darüber hinaus sollten Fußverkehrs Audits an allen Querungsstellen durchgeführt werden damit ein Wechsel der Straßenseiten und das Erreichen der Mittelpromenade für Fußgänger sicherer und komfortabler wird Licht für die Fußgänger Nachdem die Nazis die an Kettenzügen über der Mittelpromenade hängenden Lampen entfernten befinden sich heute an den Rändern diffuse Leuchtstäbe die direkt am Fahrstreifen leuchten den Fußgängern aber wenig nutzen Auch in den Seitenbereichen werden fast durchgängig nicht die Gehwege sondern die Pkw Parkstreifen und Fahrradabstellanlagen beleuchtet Deshalb gibt es an Straßenabschnitten ohne Schaufenster Dunkelzonen wie sie ein großstädtischer Boulevard nicht haben dürfte Es sollte also geprüft werden in wie weit eine Verdrehung der Leuchten in den Seitenbereichen möglich ist oder ob gesonderte Beleuchtungseinrichtungen für die Fußwege anzu bringen sind Darüber hinaus ist durch Fußgänger Audits festzustellen ob durch die derzeitige schlechte Ausleuchtung der

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-ausgaben/41-ml/artikel/127-flaniermeile-unter-den-linden.html (2016-02-09)
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