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  • Undefinierte innerstädtische Wegweisung für den Fußverkehr
    Wegweisungssysteme d h es werden jeweils einzelne Ziele von einem bestimmten Ausgangspunkt bis zum Erreichen des jeweiligen Ziels ausgeschildert Während in Köln die Fußgängerwegweisung in roter Schrift auf weißem Grund mittels Pfeilwegweisern realisiert wird existieren bei der Wegweisung in Bonn in inverser Farbgebung sowohl Pfeil als auch Tabellenwegweiser Im Gegensatz zur Kölner Wegweisung sind bei den Zielen der Bonner Wegweisung metrische Distanzangaben angegeben Darüber hinaus werden in Bonn mehrere Ziele zweisprachig in Deutsch und Englisch ausgewiesen Zudem ist bei einigen Tabellenwegweisern ein Innenstadtplan von Bonn inkludiert Solches fehlt in Köln völlig Fußgänger erhalten in Köln lediglich eine Zielangabe mit Richtung Außerdem ist bei der Fußgängerwegweisung in Köln die Lesbarkeit eingeschränkt Einerseits sind die Pfeilwegweiser in großer Höhe oberhalb von 2 25 m angebracht Andererseits werden durch die Vielzahl an aufgeführten Zielen in eine Richtung Ziele in eine andere Richtung verdeckt Insgesamt ist die Fußgängerwegweisung in Bonn als gelungen anzusehen bei der Kölner Fußgängerwegweisung hingegen besteht Verbesserungsbedarf Meinungsbild zur Realisierung von Fußgängerwegweisung Angesichts mangelnder Vorgaben bzgl der Einrichtung des Aufbaus und der Inhalte von Fußgängerleitsystemen sowie angesichts der unterschiedlichen Realisierung hat die Autorin im Rahmen ihrer Diplomarbeit Zu Fuß unterwegs Entwicklung eines Fußgängerleitsystems am Beispiel der Stadt Koblenz eine Online Umfrage zum Thema Fußgängerwegweisung durchgeführt An dieser Umfrage haben 1 180 Personen teilgenommen Die geringe Stellung die dem Fußgängerverkehr innerhalb der Planung im Vergleich zum Kraftfahrzeug bzw Radverkehr zuteil wird konnte bei der Umfrage empirisch belegt werden So ist zwar mehr als 60 der Teilnehmer die einheitliche Fahrradwegweisung bekannt aber lediglich 40 der Teilnehmer können ein Fußgängerleitsystem benennen Mehr als 80 der Umfrageteilnehmer vertreten die Auffassung dass nicht nur Einheimische Touristen oder Geschäftsreisende sondern alle Personen von einem Fußgängerleitsystem profitieren sollen Der Mehrheit der Teilnehmer zufolge sollte eine Wegweisung für Fußgänger zumindest in Innenstädten erfolgen Sofern es jedoch möglich ist sollte eine Wegweisung für Fußgänger im gesamten Stadtgebiet realisiert werden Darüber hinaus wurden die Teilnehmer der Online Umfrage gebeten anzugeben an welchen Standorten im öffentlichen Raum sie Wegweiser für Fußgänger als nötig erachten Jeweils über 50 der Teilnehmer geben an dass sie an Bahnhöfen Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs ÖPNV Sehenswürdigkeiten Parkhäusern plätzen und Tiefgaragen sowie an Hauptgeschäftslagen Wegweiser für Fußgänger positionieren würden Des Weiteren plädieren viele Teilnehmer dafür an markanten Plätzen und Knotenpunkten Wegweiser für Fußgänger aufzustellen Mithilfe von Wegweisungssystemen für Fußgänger können sowohl einzelne Ziele als auch spezielle Routen z B historischer Stadtrundgang ausgewiesen werden Wie Abb 3 zu entnehmen ist sollten bei Wegweisungssystemen für Fußgänger zumindest Bahnhöfe Sehenswürdigkeiten öffentliche Toiletten Museen Theater Schauspiel und Opernhäuser sowie Haltestellen des ÖPNV ausgeschildert werden Die Teilnehmer plädieren zudem dafür dass bei den einzelnen Zielen eines Wegweisungssystems auch die entsprechende Entfernung vom derzeitigen Standort aus bis zum Erreichen des Ziels angegeben wird Dabei bevorzugt die Mehrheit der Teilnehmer 75 Entfernungsangaben in Metern 23 der Teilnehmer wünschen sich Minutenangaben Lediglich 2 der Teilnehmer sehen in der Implementierung von Entfernungsangaben bei Fußgängerleitsystemen keine Notwendigkeit Darüber hinaus wünschen sich 93 der Teilnehmer zumindest an zentralen Standorten von Fußgängerleitsystemen Stadt bzw Lagepläne Im Rahmen der Online Umfrage

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  • Kreis- oder Schlängel-Verkehr?
    sich um einen Verkehrsberuhigten Bereich handelt siehe Foto 1 oben Das liegt am starken und häufig auch recht zügigen Kfz Verkehr der auf diesem Weg den westlich der Fußgängerzone liegenden großen Parkplatz erreicht Dadurch gibt es an der Einmündung zum Platz aus Richtung Norden einen zweigeteilten Fußgängerstrom der dann jeweils im Randbereich des Platzes die Fahrgassen quert Auf der östlichen Seite haben die Fußgänger hinter den Sperrgittern deutlich mehr Platz siehe Foto 2 Wer von der westlichen Gehwegseite kommt oder dort hin will wird es erinnert fatal an die Kreuzungen in der DDR per Fußgängersperrgitter daran gehindert eine direkte Platz Querung vorzunehmen siehe Foto 4 Also gingen fast alle Fußgänger wie auf einem normalen Gehweg an der Hausfront entlang Auf diesen nicht übermäßig breiten Streifen standen Fahrräder und eine Gruppe junger Leute stolperte über das quer aufgestellte Werbeschild Am Ende der Sperrgitter müssen die Fahrgassen von zwei Platzausfahrten überquert werden Das ist nicht hervorhebenswert komfortabel siehe Foto 3 Unterschiedliches Verkehrsverhalten Die Autofahrer innen fuhren an hellen Tageszeiten und bei erkennbaren Fußverkehrsaufkommen in der Regel vorsichtig und auch bremsbereit in den Kreuzungsbereich hinein und mitunter recht zügig bis unangemessen schnell wieder heraus Von 5 bis 7 km h Verkehrsberuhigter Bereich konnte nicht die Rede sein In der Literatur erste Quelle werden 17 km h als Geschwindigkeit angegeben die von 85 der Fahrzeuge unterschritten wurde Die gefühlten Geschwindigkeiten waren in den Beobachtungszeiträumen höher Dennoch war die Anhaltebereitschaft sehr hoch allerdings wie bei Fußgängerüberwegen schon in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts beobachtet Alters und Geschlechtsabhängig jung alt männlich weiblich und auch abhängig von der Gruppengröße Ganz wenige Kraftfahrer innen versuchten bei Fußgängergruppen durchzusetzen Am Abend fuhr allerdings etwa die Hälfte der Fahrzeuge mit der vor Platzeinfahrt gefahrenen Geschwindigkeit auch über den Platz Bei etwas selbstbewussteren Fußgängern kam es wegen der Anhalte Unwilligkeit zu Konflikten einmal in der Abendstunde sogar zu einem Beinah Unfall mit dann verbaler Auseinandersetzung Es sah so aus als wenn der Verkehrsberuhigte Bereich bei Eintritt der Dunkelheit abgeschafft wird Der Platz ist allerdings auch schlecht ausgeleuchtet und die Übergänge sind nicht als solche optisch hervorgehoben Die Fußgänger können überall gehen befinden sich aber in der Mitte des Platzes gefühlsmäßig auf der falschen Seite der Leitplanke Fußgängersperrgitter Ob der von Mondermann vertretene Shared Space Grundsatz Unsicherheit schafft Sicherheit hier zutrifft kann natürlich nur im Vergleich zu den Verkehrsbedingungen für die Fußgänger vor dem Umbau entschieden werden In den immerhin fünf Beobachtungsstunden wurden nur etwa zwanzig Fußgänger gesichtet die auf dem direkten Weg zwischen Markt und Einkaufszentrum quer über den Platz liefen siehe Foto 1 Im Gegensatz zur Angabe in der Literatur wurden auch nur wenige Menschen gesehen die von der einzigen im Verlauf des Weges angelegten roten Pflasterung abgesehen diese hervorgehobenen Bereiche als heimliche Querungsanlage benutzt haben Umfrage Was würden Sie tun wenn Sie Brühlers Bürgermeister wären Birgit Cremers Ich würde die Straßenführung verändern Ich finde sie z B im Bereich des Einkaufszentrums am Stern nicht gut Das ist idiotisch Man kann sich seines Lebens nicht mehr sicher sein Ich

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  • Neue Richtlinien für Lichtsignalanlagen RiLSA 2010
    registriert ist RiLSA 2 3 1 5 Information ist fast alles Auf eine Festlegung einer maximalen Rot Zeit wurde verzichtet weil diese für eine Verkehrsteilnehmergruppe oder einen Verkehrsstrom stark von der Steuerungsstrategie und von der Abwägung der Zielkonflikte ab hängt RiLSA 2 7 3 Beachtet werden soll dabei auf die Akzeptanz bei Fußgängern und Radfahrern und die verfügbare Wartefläche für Fußgänger und Radfahrer RilSA 2 7 3 Letzteres ist sehr fürsorglich denn bei einer Aufstelldichte von mehr als 2 Personen pro Quadratmeter RiLSA 3 6 macht langes Warten bei jeder Witterung nicht so rechten Spaß Darüber hinaus wurde die sogenannte Bettelampel in einer denkwürdigen Formulierung schön geredet Hier wird in eine gegebene Phasenfolge nur auf Anforderung eine Phase eingeschoben um nicht ständig auftretenden Verkehrsströmen z B abbiegende Fahrzeugströme ÖPNV Fahrzeuge Radfahrer Fußgänger das Befahren bzw Begehen des Knotenpunktes bedarfsgerecht zu ermöglichen RiLSA 4 3 4 3 Gehzeiten Nach wie vor sind Fußgänger überaus reaktionsschnell und setzen sich ab Grün sofort und ohne Reaktionszeit in Bewegung Deshalb wohl wurde die Mindestgrünzeit auch entgegen aller wissenschaftlichen Aussagen zu diesem Thema mit 5 Sekunden belassen RiLSA 2 7 4 Allerdings wurde die zusätzliche Bedingung dass Fußgänger bei Grün mindestens die halbe Furtlänge bzw bei hintereinanderliegenden Furten die Mittelinsel der Fahrbahnteiler und die Hälfte der zweiten Furt gequert werden können ebenfalls übernommen RiLSA 2 7 4 Die Qualität des Verkehrsablaufs nicht motorisierter Verkehrsteilnehmergruppen kann durch geeignete Bevorrechtigungsmaßnahmen entscheidend verbessert werden RiLSA 1 2 2 Diese Aussage lässt Gutes erhoffen doch im Detail wie z B zum Thema Mindestfreigabezeiten sehen die Formulierungen doch ein wenig anders aus Bei einer größeren Anzahl hintereinanderliegender Furten ist auf eine insgesamt möglichst fußgängerfreundliche Gestaltung des Signalprogramms zu achten Eine Koordinierung wird sich jedoch aufgrund vielfältiger weiterer Randbedingungen in den meisten Fällen nicht realisieren lassen RiLSA 2 7 4 Soll man es da noch versuchen In diesem Zusammenhang ist es erfreulich dass folgende Aussage noch einmal bekräftigt wurde Für den Kraftfahrzeugverkehr nicht benötigte Freigabezeiten sind für die Verlängerung der Fußgängerfreigabezeiten zu nutzen RiLSA 2 3 1 5 Das war zwar auch in der alten RiLSA als Abbruch nicht ausgelasteter Fahrzeugfreigabezeiten enthalten RiLSA 1992 7 3 2 und hat nunmehr 18 Jahre lang keine besonderen Aktivitäten in den Kommunen hervorgerufen doch klingt die neue Formulierung schon mehr nach einem Prüfauftrag wenn es denn die Stadtpolitik so will Will sie es sollte man ein Auge zudrücken dass es ja wiederum lediglich um Restzeiten Zuteilungen geht und keineswegs um die angekündigte Bevorrechtigung Geh fahr bei Grün Es ist keine Neuigkeit dieser Richtlinien Ausgabe dass der größte Konfliktstoff in der gemeinsamen Nutzung der Furt bei Grün für Fußgänger auch durch andere Verkehrsteilnehmer liegt Unfallanalysen haben diese Vorgänge stets als latente Unfallgefahr herausgestellt Durch die RiLSA 1992 wurde auf eine breite Diskussion für möglichst viele konfliktfreie Ampelschaltungen reagiert Es gab nur wenige Untersuchungen mit dem selbstverständlichen Nachweis dass bei Trennung der Verkehrsströme deutlich weniger Fußgängerunfälle zu beklagen sind Es gab aber auch verkehrspolitischen Gegenwind und eine Apathie oder Aversion gegenüber konfliktfrei in den Schaltzentralen Die

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  • Fußgänger-Wartezeit Null an Grazer Ampelanlagen
    Fußgänger und Radfahrer mussten zum Queren der Keplerstraße bis zu 100 Sekunden warten weil die Druckknopfampel auf die Grüne Welle des KFZ Verkehrs mit einer wichtigen benachbarten Ampelanlage koordiniert war Als Zugeständnis an die Querenden wurde während des Tages die Grünphase ständig geschaltet ohne den Druckknopf betätigen zu müssen Damit konnte wenigstens den zufällig bei Grün eintreffenden Fußgängern eine sofortige Querung ermöglicht werden Wunsch der Politik war es die Wartezeit für Fußgänger Radfahrer auf maximal 50 Sekunden zu begrenzen Daher entschloss man sich für den Modellversuch diese Fußgängerampel aus dem Koordinierungsverband herauszunehmen und mit Druckknopfanmeldung zu betreiben Seitens der Autofahrerlobby herrschten naturgemäß Bedenken dass die kürzeren Intervalle der Fußgängerphase den ohnehin schon im Staubereich des benachbarten Knotens stockenden Verkehrsfluss unzulässig aufstauen würden Auswirkungen Statt bisher 35 fixen Grünphasen pro Stunde können sich nun Fußgänger Radfahrer bis zu 60 Grünphasen pro Stunde anfordern Die maximale Rotzeit für Fußgänger Radfahrer beträgt nur mehr maximal 50 Sekunden Neben diesen erwünscht positiven Auswirkungen auf Fußgänger Radfahrer wurden aber auch die Auswirkungen auf den KFZ Verkehr untersucht Erstaunlicherweise wurde durch die neue Schaltung in der Morgenspitze vor der Druckknopfampel ein um 10 kürzerer und in der Nachmittagspitze sogar ein um 35 kürzerer Rückstau gemessen Noch dazu war bei diesem Vorher Nachher Vergleich das Verkehrsaufkommen nachher um 30 bis 40 größer Dieses verblüffende Ergebnis wurde dadurch möglich dass besonders am Nachmittag nicht alle Grünphasen für den Querverkehr benötigt werden und daher der KFZ Verkehr zeitweise von Fußgänger Radfahrer ungestört fließen kann Die modellhaft neue Fußgänger Radfahren freundliche Schaltung hat also nicht nur den Fußgängern Radfahrern eine deutliche Verkürzung der Wartezeit sondern auch dem Verkehrsfluss des KFZ Verkehrs Vorteile gebracht Bisher ungenutzte Reserven konnten durch diese neue Ampelschaltung sinnvoll genutzt werden Folgeprojekte Inzwischen wurden 18 von 27 in Grünen Wellen gelegene Druckknopfampeln aus der Koordinierung genommen Dadurch konnten die sehr langen Wartezeiten durchwegs auf maximal 50 Sekunden reduziert werden An einigen dieser Anlagen wurde dieser Bonus für die Fußgänger jedoch nur außerhalb der Verkehrsspitzen freigegeben Die störenden Auswirkungen auf den Autoverkehr halten sich in Grenzen Wie beim Modellversuch werden nicht alle möglichen Fußgängerphasen ausgenutzt Grenzen für eine generelle Anwendung ergeben sich allerdings aus Verkehrssicherheitsaspekten bei sehr kurzen Abständen zu signalisierten Knoten und aus der Abwägung der Relation der Verkehrsstärken von KFZ und Fußgänger Radfahrern Modellversuch Dauergrün für Fußgänger Eine stark frequentierte Fußgänger Radfahrer Achse am Edeggersteg quert im Grazer Citybereich zwei wichtige Cityerschließungsstraßen Einbahnen Während in den Verkehrsspitzen die KFZ Verkehrsstärken höher sind dominiert am Abend und am Wochenende der querende nicht motorisierte Verkehr Daher bietet es sich geradezu an in Zeiten des schwachen Autoverkehrs die Prioritäten der Ampelschaltung zugunsten der Fußgänger umzudrehen Der Modellversuch wurde an beiden Kreuzungen ausgeführt Die neue Grundidee An herkömmlichen Fußgängerampeln werden Fußgänger ausgehend von einem Dauergrün für den KFZ Verkehr nur nach Anmeldung bedient Diese Priorität wird im Modellversuch umgedreht Grundzustand ist Dauergrün für Fußgänger und KFZ müssen sich anmelden Allerdings brauchen die Autofahrer keinen Druckknopf betätigen ihre Annäherung wird mittels Induktionsschleifen in der Fahrbahn automatisch registriert Die Signalsteuerung Im neuen

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  • Walk 21 in New York
    Broadways und die neue Fußgängerzone am Times Square Auf dem Broadway wurden ein durchgängiger Radstreifen und punktuelle Aufenthaltsflächen auf Kosten von mindestens zwei Fahrspuren geschaffen Am Times Square gibt es nun eine große Platzfläche Viele Maßnahmen sind einfache Provisorien Die neuen Aufenthaltsflächen werden durch einen dünnen farbigen Belag hervorgehoben der auf den Asphalt aufgebracht wird Darauf werden Stühle Tische Sonnenschirme und große Pflanzkübel gestellt fertig Die Bordsteine bleiben zunächst wo sie sind Die New Yorker nutzen die neu entstandenen Gelegenheiten gerne und lassen sich vom Lärm vorbeibrausender Autos nicht stören Die neu geschaffenen Plätze und Aufenthaltsbereiche werden nach der einmaligen Herstellung durch die städtische Behörde an Bürger und Geschäftsstraßenvereine übergeben die sich um den Unterhalt kümmern und z T die Bereiche auch kulturell bespielen Sie beschäftigen ggf auch eigene Sicherheitskräfte Ein Vorgehen das für Öffentliche Räume in Europa wohl eher kein Vorbild ist Im Jahr 1990 galt New York mit 2 000 Morden als Hauptstadt der Kriminalität Bloombergs Vorgänger Rudolph Giuliani verfolgte konsequent seine Strategie Null Toleranz indem er auch kleinste Delikte ahndete und die Gerichte Straftäter innerhalb von 24 Stunden verurteilten Das füllte die Gefängnisse kostete viel Geld und führte verstärkt auch zu Übergriffen der Ordnungshüter Letztendlich war die Strategie jedoch erfolgreich New York ist heute die sicherste Großstadt der USA Bei einem Thema scheiterte Bloomberg dann doch Wenn die Autokolonne durchgefahren ist gehen New Yorks Fußgänger mehrheitlich bei rot über die Ampel Obwohl Radfahrerinnen und Radfahrer in New York nach wie vor eher noch exotisch sind hat das NYC Department of Transportation in den letzten drei Jahren 200 Meilen ca 320 km neue Radrouten errichtet Dies ist in den Straßen Manhattans die meist nur in einer Richtung befahren werden mittels großzügiger Radstreifen auf Kosten von Fahrspuren und Parkplätzen erfolgt Wenn in der Straße ein Bus verkehrt sind die farbig hervorgehobenen Streifen am linken Fahrbahnrand angeordnet sonst am rechten Ausdruck der New Yorker Sicherheitsphilosophie ist es dass der geradeausfahrende Radverkehr und abbiegender Kfz Verkehr nicht gleichzeitig grün bekommen Von Nutzern kritisiert wird die Tatsache dass die für Zweirichtungsverkehr ausreichend breiten Streifen nur in der Fahrtrichtung des Kfz Verkehrs befahren werden dürfen Mit der Einrichtung des Radstreifens werden in der Regel auch Lieferzonen vorgesehen um die Gefahr des Verparkens des Radstreifens zu verringern Zudem werden z T Bäume gepflanzt Fahrradständer und kleine Aufenthaltsbereiche sowie standardmäßig Mittelinseln errichtet um die Querungssituation für den Fußverkehrs zu verbessern Innerhalb der letzten drei Jahre hat die Zahl der New Yorker die zur Arbeit radeln um 45 zugenommen Am Rande der Klimakonferenz in Kopenhagen erhielt Bloomberg vom Europäischen Radfahrerverband ECF eine Auszeichnung für seine Fahrradförderung Bei so viel neuem Schwung für den Fuß und Radverkehr fand die Walk 21 zur richtigen Zeit am richtigen Ort statt Mit 530 Besuchern konnte sie einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen Während New York sich mit europäischen Städten messen kann ist das Zufußgehen in vielen Teilen der Vereinigten Staaten und Kanada ein Trauerspiel Häufig ist es bereits ein Erfolg wenn die Bevölkerung in der Freizeit zum Zufußgehen bewegt werden kann Die

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  • Zur Diskussion: Kennzeichenpflicht für Fahrräder?
    eigenen Wohnkietz nervt es uns auch wenn wir selbst dort Fahrrad fahren wollen Aber der Begriff die Rüpelradler ist ja mittlerweile ministeriabel selbst Herr Ramsauer Die Radler die Fußgänger die Hundebesitzer die Touristen diese Verallgemeinerungen stören mich sehr Das ist auch das einzige was ich an diesem mobilogisch Artikel unschön finde ansonsten ist der Vorschlag ja nicht neu drängt sich auf den ersten Blick geradezu auf Zum Thema würde die Kennzeichnungspflicht für Fahrräder das Problem lösen Ich wohne dicht an einer Ausfallstraße Bei fast jedem Umlauf fahren dort Kraftfahrzeuge noch bei Rot in die Kreuzung ein mal abgesehen von dem als Räumzeit gedachten Gelb Diese Autos haben zu 100 erkennbare Kennzeichnungen Doch was geschieht wenn ich die aufschreibe und Anzeige erstatte Nichts Also kann auf die Kennzeichnung ganz verzichtet werden wie Peter Schmitten im Artikel eher satirisch vorschlägt Nein ich wollte lediglich auf das Hauptproblem der unzureichenden Sanktionierung von wirklich lebensgefährlichen Straftaten hinweisen Es liegt ein Quantensprung zwischen den Fußgängerunfällen die durch Autos und die durch den Radverkehr verursacht werden Aber wird hier nicht ein zunehmendes Problem und das Unsicherheitsgefühl der Fußgängerinnen und Fußgänger verniedlicht Nein das lässt sich nicht mehr verniedlichen und wir müssen auch dagegen angehen In einer Stadt die sich lebenswert entwickeln soll darf der Radverkehr weder zügellos alle Flächen erobern noch dürfen geförderte Fahrradmaßnahmen zu Lasten des Fußverkehrs durchgeführt werden Beides ist derzeit aber bundesweit der Fall Der FUSS e V setzt sich gezielt für Infrastrukturmaßnahmen zugunsten des Umweltverbundes ein Schwächelt er aber nicht bei der Frage wie man den Radler oder die Radlerin ansprechen und notfalls auch packen kann Das ist richtig doch ich denke dass wir an diesem Punkt alle hilfloser sind als bei der Frage wie ein vernünftiger Zebrastreifen auszusehen hat Wir haben die so genannte Verkehrserziehung Jahrzehnte den großen Verkehrssicherheitsorganisationen und der Autolobby überlassen unsere Website senioren sicher mobil Tipps ist ein Schritt da etwas gegensteuern zu wollen Wir setzen uns mit dem Verhalten auch von Radlerinnen und Radlern sehr intensiv auseinander Aber wenn es die Zielgruppe nicht liest und man die Übeltäter nicht packen kann Mit dem Schildchen wären wir nicht viel weiter fahrend ist es kaum zu erkennen und wenn doch was sollen wir mit der Nummer tun Für ein behindernd geparktes Fahrrad ist in der Regel nicht mehr die Polizei zuständig sondern das nur werktags zwischen und Uhr besetzte Ordnungsamt Ich höre da schon Was meinen Sie was wir zu tun haben da müssen Prioritäten gesetzt werden Das wird schlichtweg nicht verfolgt Hat der kleine FUSS das Thema mit dem größeren ADFC so abgesprochen Wir sind mit dem ADFC im Gespräch aber über die Kennzeichnungspflicht haben wir wie auch über die abzulehnende Idee Fußgänger abends zu beleuchten nur einmal kurz gesprochen Wir sehen schon eine große Verantwortung beim Fahrradclub und wir sehen nicht bei allen örtlichen Fahrradgruppen die Einsicht dass die Akzeptanz des Fahrradverkehrs durch Fußgänger eine immer drängender werdende Voraussetzung bei der weiteren Förderung darstellt Das ist ein Prozeß den wir gerne mehr unterstützen würden Wäre es denn nicht eine gute Strategie als Fußgängerlobby mit der Kennzeichnungspflicht mehr Druck auf die Fahrradlobby auszuüben Es ist zum einen nicht unser Stil Dinge zu fordern hinter denen wir nicht halbwegs geschlossen stehen Wir sehen einfach auch den Konflikt dass solche Pflichten zur Abnahme der Fahrradnutzung führen können und genau das wollen wir nicht Also ist das für den FUSS e V ein Tabuthema Nein die Diskussion über die Kennzeichnungspflicht sollte in der Tat öffentlich geführt werden und ich bin gespannt auf die Argumente die auf diesen Artikel kommen Haben Sie persönlich eine Vision wie sich das Verhalten so mancher Radlerinnen und Radler ändern könnte Ich könnte mir Aktivitäten vorstellen die bewusst auf das Gute Radler Image setzen die Kavaliere am Lenkbügel Die Vorgeschichte des ADFC waren ja mal die Grünen Radler wo auch ich vor immerhin 38 Jahren dabei war Schon damals waren die Radler aus Autoperspektive verpönt und wir waren die guten Radler Eine moderne Fassung müsste heute anders aussehen eine professionelle und differenzierte Kampagne zur Förderung der Achtsamkeit gegenüber den Fußgängerinnen und Fußgängern Natürlich mit schlaueren Aussagen als die von Herrn Ramsauer Leser Reaktionen Wie zu erwarten hat die Forderung nach Kennzeichen für Fahrräder die Gemüter der Leser bewegt Ralf Meyer meint Der Autor fordert die Kennzeichnung von Fahrrädern um sie identifizieren und die Fahrer für Fehlverhalten haftbar machen zu können Er kritisiert die fehlende Kennzeichnung als rechtsfreien Raum für Kampfradler Ich entgegne dass die Autokennzeichnung keine disziplinierende Wirkung auf die Autofahrer hat unter anderem wegen einer realitätsfremden Verkehrsrechtsprechung seit Jahrzehnten Der rechtsfreie Raum entsteht nicht durch mangelhafte Fahrzeugkennzeichnung sondern durch die mangelnde Bereitschaft deutscher Gerichte und Behörden geltende Regeln der StVO durchzusetzen und Verstöße ausreichend zu sanktionieren Der Autor kritisiert dass Fahrradfahrer sich für klimaneutrale Gutmenschen halten Ich entgegne dass Selbstgerechtigkeit und Ichverliebtheit psychische Massenkrankheiten unserer Zeit und keinesfalls nur bei Radfahrern anzutreffen sind Sportwagenfahrer erklären sich zu Gutmenschen weil sie den Industriestandort und Arbeitsplätze sichern Alle Wohlstandsbürger nicht nur die Kampfradler haben verlernt Gesetze unbedingt zu achten und verstehen nicht mehr dass sie diese Achtung keinem Polizisten und keinem Minister schuldig sind sondern sich selbst als autonomen Vernunftwesen Ich glaube schließlich dass Politiker die Kennzeichnung von Fahrrädern missbrauchen werden um sich werbewirksam zu brüsten Man habe durchgegriffen und das frivole Treiben der Kampfradler beendet Die Politiker wollen davon ablenken dass sie sich vor echten Lösungen der Probleme unseres mobilen Lebens drücken Wer will schon mächtige Lobbyisten und die geehrte Wählerschaft verprellen Klaus Buggisch fordert mehr Was übrigens die mobilogisch Diskussion über Kennzeichnungspflicht von Fahrrädern betrifft so bin ich auch voll dafür Einzige Bedingung vorher müssen erst alle Fußgänger zur Kennzeichnung verpflichtet werden Begründung Radfahrer sind verkehrstechnisch schwächer als Fußgänger Letztere haben meist festen Boden unter den Füßen während ein Radfahrer nach der Kollision mit dem i d R gleich schweren Fußgänger auch noch die eigene kinetische Energie vernichten muss meist mit Arm Knieprellungen und schürfungen durch Sturz vom Rad und schmerzhaftes Schrammen auf dem Asphalt wohl die meisten Fußgänger ignorieren die Existenz von Radwegen und stellen

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/153-kennzeichenpflicht-fuer-fahrraeder.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
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  • Fahrrad-Abstellanlagen aus der Sicht des Fußverkehrs
    Flächenkonkurrenz gibt und nur dann gibt es ja ein Problem dann ist sie damit zu beheben dass die Räder möglichst zielnah platziert werden sollen Noch verwirrender ist die folgende Wortwahl Behinderungen für den Fußgängerverkehr sind bei der Ausgestaltung der Fahrradparkplätze und der Anfahrwege zu vermeiden 2 3 5 Laut StVO 1 Abs 2 muss sich nicht nur jeder so verhalten dass kein anderer behindert wird selbst eine Belästigung ist auszuschließen Insofern ist auch eine derartige Gestaltung schlichtweg unzulässig Die Herausforderung wird schon im Abschnitt Grundanforderungen benannt Je kürzer die von den Nutzenden geplante Parkdauer ist umso geringer ist die akzeptierte Distanz zu den Eingängen und Zielorten 2 2 In der Praxis bedeutet dies das Rad nur mal schnell und häufig auch ziemlich unachtsam irgendwo hinzustellen Wenn man ohnehin gleich wieder da ist braucht man das Rad nicht erst in die oben erwähnte Doppelaufstellung hineinzwängen Selbstverständlich ist das Verhalten dem nur mal schnell sein Auto auf dem Gehweg im Übergangsbereich an Kreuzungen oder an Haltestellen abstellen sehr ähnlich Alle parken immer nur kurz und sie wollen möglichst dicht am Ziel aus oder eben absteigen In den Hinweisen wurde der Schwerpunkt gelegt die Anlagen möglichst im Nahbereich von Haltestellen 2 2 oder in unmittelbarer Nähe zu den Eingängen 2 2 einzurichten Für Bewohner sind eingangsnahe Abstellanlagen 2 3 2 und auch bei Einzelhandel und Dienstleistungsbetrieben ist ein möglichst eingangsnaher Standort einzurichten 2 3 5 Alles richtig doch zeigt die Praxis das das Abwägungsgebot das in den Unterpunkten mit einer Ausnahme gar nicht mehr erwähnt wird häufig zuungunsten des fließenden Fußverkehrs ausgelegt wird Die Ausnahme sind die Bahnhöfe dort ist besonders darauf zu achten dass Konflikte mit dem Fußgängerverkehr und anderen Verkehrsarten vermieden werden 2 3 6 Wie ist das umzusetzen Leider fehlen erläuternde Skizzen auf denen dargestellt wird wie denn nun die mögli chen Konflikte vermieden werden können Da wo man es gar nicht erwartet im Absatz Sicherer Betrieb und einfache Reinigung steht Der Abstand von Fahrradhaltern einschließlich abgestellter Fahrräder zu taktil erfassbaren Bodenindikatoren z B Leitstreifen Abgrenzungen oder Leitlinien im Verkehrsraum des Fußgängerverkehrs sollte mindestens 1 50 m betragen 3 1 Aber immerhin da wo diese Elemente gezielt als multifunktionales Stadtmobiliar eingesetzt werden sind die Belange des Fußgängerverkehrs insbesondere die Abstände zu Leitlinien und Leitstreifen besonders zu beachten 3 2 2 Die Parkstände müssen einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu angrenzenden Verkehrsanlagen haben und außerhalb von Sicherheitstrennstreifen zwischen Gehwegen Radverkehrsanlagen und Fahrbahnen liegen Was ausreichend ist muss man sich aus anderen Regelwerken herauslesen Bei Fahrradparkständen neben stark genutzten Gehwegen sind Manövrierflächen außerhalb der anderen Verkehrsräume vorzusehen Die Verkehrsräume und die Sichtfelder zwischen den Knotenarmen und zwischen Fahrbahn und Aufstellflächen an Überquerungsstellen sind einzuhalten 4 1 Für ein Regelwerk alles nicht besonders erhellend Abbildung aus den Hinweisen leicht ergänzt Die einzige Abbildung in der ein möglicher Konflikt angedeutet wird ist die Prinzipienskizze Abstellanlagen im Knotenpunktbereich 4 2 Bild 8 Abgebildet sind ganz offensichtlich zu eng stehende Anlehnhalter für eine Doppelaufstellung mit einer Höhe und einer Länge von 0 80 m 0 80 1 30

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  • Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr: Reden wir drüber
    in der öffentlichen Wahrnehmung deutlich an Raum eingenommen Der Spiegel titelte beispielsweise im September 2011 Der Straßenkampf Rüpel Republik Deutschland Aber auch im direkten Gespräch mit Bürgern wird diesem Konflikt viel Bedeutung beigemessen In einigen Städten wird diese Auseinandersetzung nun gezielt durch Kampagnen angesprochen oft mit dem Ziel ein besseres und entspannteres Miteinander zu fördern Einige Kampagnen möchte ich an dieser Stelle kurz vorstellen München Sicherheitsjoker und Broschüre Im Rahmen der Kampagne Radlhauptstadt München die seit 2010 für mehr Radverkehr und mehr Sicherheitsbewusstsein wirbt gibt es zwei Elemente die in diesem Kontext erwähnenswert sind Als einer der ersten Bausteine wurde der Radl Sicherheitsjoker mit der Foto Intention eingesetzt eine Figur direkt im öffentlichen Raum agieren zu lassen So sollte er durch sein markantes Äußeres und auffällige Sprüche die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer auf sich ziehen Ohne ein Ersatzpolizist zu sein oder auch in den Verkehr einzugreifen war es seine klare Rolle Menschen auf eine sympathische Art und Weise für das Thema Sicherheit im Straßenverkehr zu sensibilisieren Ein zweites Element ist die in 2012 erschienene Broschüre Entspannt Mobil Sicher unterwegs ein gemeinsames Produkt der Stadt München und des Polizeipräsidiums In dem Flyer sind knapp und übersichtlich die wichtigsten Regeln zusammengefasst die für ein entspanntes Miteinander zwischen Fußgänger Radfahrer und Autofahrer wichtig sind 1 Berlin und Freiburg Rücksicht im Straßenverkehr Die Kampagne startete 2012 mit einer zentralen fiktiven Figur Christophorus dem Schutzpatron der Reisenden hier personifiziert als smarter junger Mann im hellblauen Anzug und zurückgegelten Haaren Er ist verzweifelt da er seine Aufgabe die Menschen sicher von A nach B zu begleiten nicht mehr erfüllen kann Nun trifft Christophorus auf junge Werber und ändert sein Image und seine Herangehensweise er möchte Rücksicht nun als Produkt verkaufen Über Videoclips auf youtube Broschüren Auftritte im Internet und weitere öffentlichkeitswirksame Maßnehmen erklärt er gängige Gefahrensituationen und wie man diese mit mehr Rücksicht entschärfen kann 2 Wien tschuldigen ist nie verkehrt Ebenfalls in 2012 startete die Kampagne tschuldigen ist nie verkehrt initiiert durch die Stadt Wien Besonders hervorzuheben ist die sehr breit gefächerte Partnerstruktur Kuratorium für Verkehrssicherheit Verbände wie den Auto Motor und Radfahrerbund Österreichs ARBÖ Österreichischer Automobil Motorrad und Touringclub ÖAMTC Verkehrsclub Österreich VCÖ Arbeitsgemeinschaft umweltfreundlicher Stadtverkehr ARGUS IG Fahrrad Walk Space Taxi Innung FahrlehrerInnen Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer Wiener Linien Österreichischer Rollsport und Inline Skate Verband und Red Biker Diese breite Aufstellung an Partnern ermöglicht es alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen und glaubwürdig anzusprechen In Wien wurden vor Beginn der Kampagne in Workshops die einzelnen Problemfelder erarbeitet die daraufhin die Grundlage der Kampagne bildeten Zu den Punkten gehören unter anderem Rücksichtslosigkeit Wettkampfdenken und Zeitdruck Den aktuellen Verlauf den Kampagne kann man auf der Webseite verfolgen 3 Lörrach Wir schieben wenn s eng wird Im Rahmen der Initiative RadKULTUR die unter anderem in Lörrach 2012 startete wurde in der Fußgängerzone für mehr Rücksicht zwischen Radfahrern und Fußgängern geworben Das fünf mal zwei Meter große Plakat hing im Herbst 2012 für zwei Wochen über der Fußgängerzone Eigene Initiativen Lindwurmstraße München Mitte des Jahres 2012 wurden in der Münchner Lindwurmstraße Bauarbeiten

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