archive-de.com » DE » M » MOBILOGISCH.DE

Total: 828

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Klimagase im Stadtverkehr halbieren
    CO2 Minderungspotential weil im Stadt Umland Verkehr die meisten Wege mit dem Auto zurückgelegt werden Gleichzeitig besteht hier ein großer Investitionsbedarf Das Schienennetz heute teilweise nicht elektrifiziert und eingleisig muss ausgebaut werden Es sind zusätzliche Haltepunkte nötig Der Zubringerverkehr zur Schiene ist vielerorts zu verbessern Beim Regionalverband Neckar Alb liegen Vorschläge zum Ausbau des regionalen Schienennetzes vor Danach könnten die Fahrgastzahlen des ÖPNV in der Region um etwa 10 gesteigert werden Eine Nutzen Kostenbewertung fiel positiv aus Der Ausbau des Schienennetzes ist eine sehr langfristige Maßnahme einzelne Verbesserungen wie zum Beispiel die Einrichtung zusätzlicher Haltepunkte wären jedoch auch schon mittelfristig realisierbar Auf jeden Fall sind jedoch Abstimmungen in der Region und mit dem Land Baden Württemberg erforderlich Dagegen kann die Stadt beim Ausbau der Schnittstellen im multimodalen städtischen Verkehr schon relativ kurzfristig aktiv werden Der Ausbau des Bahnhofs zur Drehscheibe auf der Bahn und Bus perfekt verknüpft sind und der Umstieg zum Rad oder Car Sharing komfortabel möglich ist ist eines von drei Leitprojekten mit denen die Umsetzung des Konzepts beginnen soll Mehr Lebensqualität im Stadtraum In der Diskussion um eine nachhaltige Mobilität ist immer wieder die Rede von der Notwendigkeit einer anderen Mobilitätskultur vom Paradigmenwechsel in den Köpfen ohne die der Wandel nicht möglich ist Das Tübinger Projekt kommt dem in mehrfacher Hinsicht nach Von Anfang an war der Anspruch dass die Umgestaltung des Stadtverkehrs zu einem Klima schonenden System mit einem Zugewinn an Lebensqualität für die Bewohner der Stadt einhergehen muss Das Konzept legt dementsprechend viel Wert auf Maßnahmen die veränderte Prioritäten sichtbar und erlebbar machen In der blauen Zone Innenstadt soll Mobilitätskultur mit hohem Komfort für Fußgänger und Radfahrer ausprobiert und erlebbar werden Auch auf den Hauptverkehrsstraßen soll die Dominanz des MIV vermindert werden Vier Leitprojekte zum Einstieg Alles in allem weist das Konzept eine Vielzahl von Maßnahmen aus den Bereichen Siedlungsentwicklung ÖPNV und Multimodalität Stadtraum und Verkehr sowie Mobilitätsmanagement aus Um den Einstieg in die Umsetzung zu erleichtern wurde für jedes Maßnahmenpaket aufgeführt welche Einzelmaßnahmen in den nächsten fünf Jahren ergriffen werden sollen Des Weiteren werden vier Leitprojekte vorgeschlagen Die Leitprojekte sollen dem Projekt Schwung verleihen und Farbe geben Die Farbe blau nimmt bewusst Bezug zur erfolgreichen Energiesparkampagne Tübingen macht blau Mit der Realisierung der Leitprojekte wurde teilweise schon begonnen Leitprojekt I Drehscheibe blaue Mobilität am Hauptbahnhof Der Hauptbahnhof als Tor zur Stadt soll so umgestaltet werden dass der Aufenthalt angenehm der Zugang zu den Bahnsteigen sowie die Verknüpfung zwischen Bahn Bus Fahrrad und Car Sharing einfach und komfortabel ist Eine Mobilitätszentrale und ein Fahrradverleih sollen eingerichtet werden Die Fußwegverbindung zur Innenstadt soll attraktiver werden Leitprojekt II Blaue Betriebe Durch ein umfassendes Mobilitätsmanagement bei den großen Arbeitgebern sollen die Beschäftigten zum Umstieg vom Auto auf den Umweltverbund angeregt werden Ein bei der Stadt oder dem Verkehrsbetrieb angesiedelter Mobilitätsmanager soll die Unternehmen beim Aufbau je einzelner Angebote im betrieblichen Mobilitätsmanagement beraten Leitprojekt III Blaue Zone Innenstadt Die Innenstadt soll ein Modell für nachhaltige Mobilität werden Der öffentliche Raum soll zu einem Bereich werden in dem vor allem

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/117-klimagase-im-stadtverkehr-halbieren.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
    Open archived version from archive


  • Mit dem Auto ins Fitnessstudio oder zu Fuß zur Haltestelle?
    Aktive ohne weiteren Informations oder Motivationsbedarf A without Mitglieder der Gruppe A erhielten ein nettes Schreiben von den Ministerien und ein schönes Geschenk Mitglieder der Gruppe N wurden nicht weiter kontaktiert Die weitere Arbeit richtete sich auf die Gruppe I Interessierte Sie erhielten einen Service Bogen in dem alle verfügbaren Materialien aufgelistet waren und bestellt werden konnten Insgesamt haben 396 Haushalte diesen Service Bogen zurückgeschickt 98 und dabei unterschiedliche je individuell verschiedene Materialien bestellt Am populärsten waren Pedometer manchmal mehrere pro Haushalt und die Fahrpläne aber auch das restliche Angebot fand rege Nachfrage Die bestellten Materialien wurden in einem AcitveSmart Beutel verpackt und persönlich fast immer mit dem Fahrrad ausgeliefert Da die Auslieferung zwingend mit einem persönlichen Beratungsgespräch verbunden war wurden für fast alle Haushalte entsprechende Terminen vereinbart Zum Abschluss dieser Phase wurde den Teilnehmern die Möglichkeit geboten noch intensiver an dem Projekt mitzuwirken Interaktive Phase Daran waren immerhin 355 Haushalte 90 von 396 interessiert Interaktive Phase In der interaktiven Phase wurde der Kontakt zu den Teilnehmern intensiviert und vor allem eben interaktiv gestaltet Hierfür gab es drei Runden von spezifischen an adhoc Bedürfnis orientierten Newslettern und von individualisierten Hausbesuchen Diese Hausbesuche beratungen wurden von Studenten durchgeführt die sich in ihrem Studium mit allen Facetten gesunder Bewegung befassen und dauerten bis zu 90 Minuten Durchschnitt 40 Minuten in Runde 1 und 24 Minuten in Runde 2 Zusätzlich wurde eine walking challenge angeboten bei der die Teilnehmer alle zu Fuß zurückgelegten Entfernungen eintragen sollten Ziel 280 km in vier Wochen oder 350 000 Schritte aufgezeichnet mit Pedometern Konzept und Verlauf der spezifischen interaktiven Phase Während der gesamten interaktiven Phase wurde bei der Zustellung jedes Newsletters geprüft ob die Teilnehmer sich noch immer aktiv an dem Projekt beteiligen wollen Das war nach fast neun Monaten bei 305 Haushalten der Fall Damit haben insgesamt 61 aller ursprünglich ausgewählten Haushalte sich bis zuletzt aktiv an dem Vorhaben beteiligt Dies zeigt uns dass das Thema körperliche Bewegung und Gesundheit eine herausragende Bedeutung für die Bürger innen hat und dass geeignete Maßnahmen in diesem Bereich auf große Resonanz stoßen Evaluierung Für die Evaluierung wurde die Methodik der Time Budget Survey gewählt Solche Befragungen werden in vielen Ländern der Welt meist im Fünf Jahres Rhythmus durchgeführt Dabei berichten die Befragten alle Aktivitäten 24 Stunden in Zehn Minuten Intervallen in der Regel über einen Zeitraum von einer Woche Da die Belastung der Befragten groß ist kämpfen solche Erhebungen inzwischen sehr mit ihrer Ausschöpfung die oft nur noch im Bereich von 20 oder sogar darunter liegt Aus diesem Grund haben wir ganz besondere Vorkehrungen getroffen um hohe Ausschöpfungen und damit valide Ergebnisse zu erreichen Dieses Bemühen wurde noch dadurch erschwert dass wir das Tagebuch sowohl vor als auch nach dem Projekt einsetzen wollten in Anbetracht der besonderen Umstände nur 500 Haushalte brutto aber im Panel Format also identische Personen vorher und nachher und mit Kontrollgruppe Ein solches Design wurde bisher noch nie versucht Deshalb ist es besonders erfreulich dass die erzielten Rückläufe die Erwartungen weit übertroffen haben Insgesamt wurde

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/180-gesund-bewegen.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
    Open archived version from archive

  • Fußwegeachsen- und Kinderwegekonzept Kiel
    Art wurden Strecken eingebunden die viele naturnahe atmosphärisch angenehme und ruhige Wegeabschnitte enthalten mit dem Nachteil teilweiser Einschränkungen hinsichtlich der Barrierefreiheit Nicht jeder Allzeitweg liegt an einer Hauptverkehrsstraße nicht jeder Freizeitweg hat keine Beleuchtung Manche der angenehmen Fußwege sind nur bei Dunkelheit unsicher sie sind vor allem für Kinder hinsichtlich des Kfz Verkehrs sicherer Kinderwege Als weiterer wichtiger Netzbestandteil sind zusätzlich Kinderwege enthalten die sich aus einer Kinderbeteiligung und umfangreichen Planungsspaziergängen ergeben hatten In Zusammenarbeit mit dem Kinder und Jugendbüro der Landeshauptstadt Kiel wurden für Viertklässler Wegetagebücher entwickelt in die die Kinder ihre Schul und Freizeitwege sowie ihre Lieblings bzw Angsträume eintrugen und Fragen zum Leben im Stadtteil beantworteten Die Antworten waren zwar sehr zeitaufwendig auszuwerten sie enthielten aber nicht nur verkehrlich wertvolle Hinweise sondern auch auf die Befindlichkeit der Kinder diese kann das Kinder und Jugendbüro in anderen Zusammenhängen weiter nutzen Kinderwege sind in der Regel Bestandteile der Fußwegeachsen Es gibt aber auch Ergänzungen zum Fußwegeachsennetz speziell für Kinder z B einen Weg zu einem sehr beliebten Spielplatz Radverkehr Fußverkehr Vom grundsätzlichen Anspruch die Wegeführung des Fußwegeachsennetzes von derjenigen der Velorouten zu trennen wurde teilweise abgewichen Bei näherer Betrachtung hat sich manchenorts herausgestellt dass es entweder keine Konflikte gibt weil der Radverkehr auf der Fahrbahn stattfindet oder beide Verkehrsarten ein gleichberechtigtes Interesse an ein und derselben Wegestrecke haben und eine Alternativroute nicht möglich ist Gegenseitige Rücksichtnahme ist hier das adäquate Mittel der Konfliktvermeidung Standards Mit dem Fußwegeachsen und Kinderwegekonzept wird das Ziel verfolgt die Stadtstraßen und Wege als Lebensraum zu fördern und dabei auch den besonderen Ansprüchen der Kinder gerecht zu werden Damit das gelingen kann wurden nach bestimmten Kriterien umfangreiche Qualitäts Standards für Fußwege definiert an denen die Qualität der einzelnen unterschiedlichen Abschnitte des Fußwegeachsennetzes gemessen werden kann Gleich zu Beginn der Konzeptentwicklung haben wir eine vergleichende Aufstellung von bestehenden Vorschriften Richtlinien Empfehlungen usw erarbeitet bei denen im Übrigen gegenüber früheren Jahrgängen nun kaum Widersprüche zu entdecken waren Sie bildeten die Basis bei der Entwicklung unserer Standards Diese Standards sind als allgemein gültige Richtschnur und Zielvorgabe bei den Bemühungen um die Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung des Fußverkehrs zu begreifen und wurden auf das Fußwegeachsennetz angewendet Die wichtigsten Maßstäbe die neben der grundsätzlich zu beachtenden Sicherheit im Rahmen einer Fußwegenetzbildung zu beachten sind wurden definiert und jeweils mit folgenden Kriterien unterfüttert hohe Aufenthaltsqualität optimale Orientierung stimmige Gehwegausgestaltung durchgängige Barrierefreiheit und sichere Querungsstellen insbesondere in Zusammenhang mit Bushaltestellen Kategorisierung und Bewertung Da an die unterschiedlichen Straßenräume einer Stadt differenzierte Anforderungen hinsichtlich der Förderung des Fußverkehrs gestellt werden müssen wurden in weiteren Schritten die Standards dem jeweiligen Charakter der Achsenabschnitte zugeordnet also im Wesentlichen Hauptverkehrsstraßen Nebenstraßen für Fußgänger bevorrechtigte Bereiche Wege im Grünbereich Die Gültigkeit der Standards wurde individuell für die in ihrem Charakter unterschiedlichen Wegeabschnitte festgeschrieben Neben dieser grundsätzlichen Bewertung wurde noch eine individuelle örtliche Bewertung der Achsenabschnitte vorgenommen Dies geschah anhand von Kriterien die das lokale Umfeld und die Bedeutung für die Netzstruktur betreffen Beide Bewertungen die grundsätzliche und die ortsspezifische wurden miteinander verknüpft und ergeben einen objektiven

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/149-fusswegeachsen-und-kinderwegekonzept-kiel.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
    Open archived version from archive

  • DIN Sicherheit von Fahrtreppen und Fahrsteigen 2009: Kinderwagen auf Rolltreppen verboten
    der Verhältnisprävention ein oder nennt gar Zahlen Das aber ist die spannendste Frage überhaupt Auf eine Pressenachfrage erwiderte die Sprecherin des Verkehrsunternehmens der größten deutschen Stadt Offenbar sei es in der Vergangenheit wenn auch nicht in Stationen der BVG zu Unfällen gekommen Der Tagesspiegel 29 1 22009 In den Stuttgarter Nachrichten gibt es auch keinen Hinweis zu örtlichen Unfällen Es komme immer wieder zu schweren Unfällen so die EU Stuttg N 1 1 2010 So zieht sich das durch die Medien Auf eine Nachfrage gab der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e V VDV bekannt dass keine Statistik über Unfalldaten der Verkehrsunternehmen auf Rolltreppen und deren Ursachen vorliegen 27 1 2010 Die Zu und Abgänge der öffentlichen Verkehrsmittel sind aber für uns das wesentliche Problem da z B in Kaufhäusern in der Regel auch Fahrstühle existieren In Berlin sind derzeit lediglich 40 aller BVG Stationen mit Aufzügen ausgestattet Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e V GDV der es wissen müsste und z B Straßenverkehrsunfälle deutlich genauer auswertet als die üblichen Unfallstatistiken meldete Uns liegen keine Daten vor Es ist also nichts an uns herangetragen worden dass es nennenswerte Schäden gibt 27 1 2010 Verbote sind nicht rechtswirksam Die juristische Sachlage ist eindeutig Wer das Schild missachtet und einen Kinderwagen mitnimmt macht sich nicht strafbar PR DIN 20 1 2010 DIN Normen sind private Regelwerke mit Empfehlungscharakter BGH 14 6 2007 Az VII ZR 45 06 NJW 2007 2983 RdNR 37 Insofern ist es auch erstaunlich mit welcher Geschwindigkeit z B einige Kaufhäuser reagieren so hat z B das Kaufhaus Alexa am Alexanderplatz in Berlin bereits Anfang 2008 Poller vor die Rolltreppen Eingänge installiert wo ein Kinderwagen nicht hindurch passt Tsp 29 12 2009 Dennoch könnte die neue Norm als Stand der Technik nach einem Unfall Folgen haben Man wird nachweisen müssen dass

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/119-din-sicherheit-von-fahrtreppen-und-fahrsteigen-2009.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
    Open archived version from archive

  • Der „Fußgängercheck“: Gemeinsam Mobilitätsbarrieren auf der Spur
    Verkehrssicherheit beim Verkehrsverbund Rhein Sieg VRS welche das Projekt konzipiert und ins Leben gerufen hat Vorerfahrungen sammeln der Seniorenwegeplan für Gangelt Erste Projekterfahrungen mit dem Fußgängercheck konnte die VRS Koordinierungsstelle 2009 und 2010 im Kreis Heinsberg sammeln In enger Zusammenarbeit zwischen Kommunal und Kreisverwaltung sowie engagierten Seniorinnen und Senioren wurde hier in der Gemeinde Gangelt ein Seniorenwegeplan erarbeitet der barrierefreie Routen zu wichtigen Alltagszielen aber auch Problembereiche aus Betroffenensicht aufzeigt Für diese Bereiche wurden im Dialog Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und teilweise konnten Maßnahmen direkt umgesetzt werden Landrat Stephan Pusch äußerte sich zu Projektende positiv hinsichtlich des Ansatzes die Bürger als Fachleute für ihre eigenen Belange in Planungsprozesse einzubeziehen und betonte dass dieses Vorgehen sowohl zeit als auch ressourcenschonend sei Nachahmer gesucht Wettbewerbsausschreibung Vor diesem Hintergrund hat die Koordinierungsstelle im vergangenen Jahr mit finanzieller Unterstützung der Eugen Otto Butz Stiftung einen Wettbewerb unter den Mitgliedskommunen des Netzwerkes Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland das von der Koordinierungsstelle betreut wird ausgelobt Insgesamt sechs Kommunen wurden im Herbst 2011 im Rahmen einer Jurysitzung zur Durchführung des Fußgängerchecks ausgewählt und werden seitdem durch die Koordinierungsstelle bei der Projektumsetzung begleitet Von der Untersuchung vor Ort zur Karte Versorgung und Aufenthaltsmöglichkeiten werden geprägt durch den Nahbereich Der Fußgängercheck erfasst detailliert für die Zielgruppe wichtige Alltagsziele in einem abgegrenzten Untersuchungsgebiet betrachtet die Wegbeziehungen zwischen diesen und benennt die Stärken und Mängel im Wegenetz Als anschauliches Resultat werden die Ergebnisse in einem Seniorenwegeplan grafisch aufgearbeitet Der Plan und der Prozess des Erstellens erfüllen maßgeblich zwei Ziele Er dient als Orientierungshilfe für ältere Menschen da er Informationen über wichtige Hauptrouten von Seniorinnen und Senioren aufweist sowie Infrastrukturelemente im Straßenraum und alters relevante Alltagseinrichtungen wie Einkaufsgelegenheiten Ärzte Apotheken öffentlich nutzbare Toiletten sowie Ausruhgelegenheiten Gleichzeitig ist er eine Orientierungshilfe für Planer da er Hinweise zur Verbesserung der Barrierefreiheit und zu Gefahrenstellen im öffentlichen Raum liefert Generationen gemeinsam die Großelternbefragung Die Erfassung der in der Karte umgesetzten Ergebnisse erfolgt auf drei verschiedenen Wegen Einerseits wird eine Großelternbefragung durchgeführt Der ursprünglichen Projektplanung entsprechend befragen bei dieser qualitativen Erhebungsmethode Schülerinnen und Schüler anhand standardisierter Fragebögen ihre eigenen Großeltern bzw ältere Menschen aus dem Bekannten oder Familienkreis hinsichtlich ihres Mobilitätsverhaltens Die Großelternbefragung dient einerseits dazu auch einer stillen Mehrheit die Möglichkeit zu geben ihre Bedürfnisse einzubringen Darüber hinaus wird auf Schülerseite das Verständnis für die Belange älterer Bevölkerungsgruppen gestärkt Die Großelternbefragung wurde in den sechs derzeit in der Umsetzung des Fußgängerchecks befindlichen Kommunen überwiegend in der Art realisiert dass die Fragebögen über einbezogene Schulen an die Schülerinnen und Schüler weitergegeben wurden Diese befragten ihrerseits in ihrer Freizeit Angehörige und Bekannte In Bonn wurde alternativ eine Befragung in der Bad Godesberger Fußgängerzone durchgeführt Auf diesem Weg konnte eine hohe Zahl von Rückläufen realisiert werden Überdies wurde das Projekt von Passanten wahrgenommen und somit zusätzliche Öffentlichkeit geschaffen Die Erfahrungen mit dieser Form der Durchführung wurden positiv bewertet Barrieren auf der Spur die eigenständigen Erhebungen Für die Erlangung der Datengrundlage zur grafischen Darstellung im Seniorenwegeplan sind mehr noch als die Großelternbefragung eigenständige Erhebungen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern bedeutsam

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/133-fussgaenger-check-mobilitaetsbarrieren.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
    Open archived version from archive

  • Die Gruppe ÖPNV des Kerpener Netzwerks 55plus macht mobil
    mit dem Amt für Verkehr sorgt für die nötige Vernetzung im Rathaus Ein wichtiger Schritt für die Gruppe war die Aufnahme in den Arbeitskreis AK ÖPNV der Stadt Kerpen Der AK ist ein Gremium in der Stadtverwaltung bestehend aus Politik Verwaltung sachkundigen Bürgern und den örtlich operierenden Verkehrsunternehmen der die Sitzungen des Planungsausschusses in Sachen Verkehr vorbereitet Hier bringen wir die für uns wichtigen Themen regelmäßig ein Die externe Vernetzung ist durch den Kontakt mit den örtlichen Verkehrsunternehmen sowie dem Verkehrsverbund abgerundet Demonstration für S Bahnanschluss für Kerpen Mitte Über Horrem und Sindorf besteht für Kerpen ein Anschluss an das S Bahnnetz Bis in die 1960 er Jahre gab es von Kerpen Mitte ausgehend Anschluss an das DB Netz Auf einer gemeinsamen Demonstration setzten wir uns für die erneute Einrichtung einer S Bahnlinie mit Halt in Kerpen Mitte ein Diese Bemühungen blieben bis zum heutigen Tage leider ohne Ergebnis Erfolgreich waren wir in der Umsetzung unseres Wunsches nach einer innerstädtischen Verkaufsstelle von Fahrkarten Auf unsere Anregung hin werden inzwischen im Kerpener Rathaus Tickets für den ÖPNV verkauft Behindertengerechter Aus bzw Umbau von Haltestellen Die barrierefreie Gestaltung von Haltestellen ist uns ein wichtiges Anliegen Regelmäßig bringen wir dieses Thema gemeinsam mit dem Behindertenbeirat im Arbeitskreis ÖPNV der Stadt Kerpen ein Wir freuen uns dass mittlerweile einige Haltestellen in Stadtgebiet behindertengerecht ausgebaut wurden bzw dieses in Planung ist ÖPNV Testfahrten mit Vertreter innen aus Politik und Verwaltung Bereits mehrfach unternahmen wir in der Vergangenheit gemeinsam mit Vertreter innen der Fraktionen und der Verwaltung Testfahrten mit dem ÖPNV Die fiktiven Termine für den Aufenthalt nutzten wir um bei Kaffee und Kuchen die Situationen zu erläutern Die Gruppe konnte verdeutlichen dass es nicht darum ging Kritik zu üben sondern die Situation im ÖPNV unter Realbedingungen zu beurteilen Außerdem konnten wir wichtige Erfahrungen in der Nutzung von Bus und Bahn weitergeben Bustraining Durch den Kontakt der Gruppe mit der REVG Rhein Erft Verkehrsgesellschaft mbH RVK Regionalverkehr Köln GmbH und VRS Verkehrsverbund Rhein Sieg GmbH konnte in Kerpen ein Bustraining für Seniorinnen Senioren und behinderte Mitbürger innen durchgeführt werden Die Veranstaltung fand mit vielen Interessenten aus Kerpen statt und hat durch die intensive Ansprache und praktischen Übungen manche Vorurteile und Berührungsängste gegen den ÖPNV zerstreut Auch die Presse hat sehr lobend darüber berichtet Im Nachgang zu der Veranstaltung ergab sich ein wichtiger Pressekontakt das ZDF wurde auf unsere Aktivitäten aufmerksam und war so interessiert dass wir beim nächsten Bustraining am 16 05 11 von einem Film Team begleitet wurden Der sechsminütige Beitrag wurde am 07 06 11 in der Sendung Volle Kanne ausgestrahlt und ist unter dem Titel Sicher Bus und Bahnfahren für Senioren heute noch im Internet abrufbar Aufgrund der guten Resonanz erfolgt im September diesen Jahres ein weiteres Training Aktionstag Der mobile Mensch Das Kerpener Netzwerk 55plus beteiligte sich mit einem Aktionstag auf dem Stiftsplatz in Kerpen an der bundesweiten ARD Themenwoche Der mobile Mensch In einem Bus der REVG wurden praktische Demonstrationen z B sicherer Ein und Ausstieg angeboten An einem Gerät der

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/135-die-gruppe-oepnv-des-kerpener-netzwerks-55plus-macht-mobil.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
    Open archived version from archive

  • Mobilitätswünsche älterer Menschen
    angenommen werden kann dass sie in ihrer Mobilität beeinträchtigt ist Insgesamt gibt mehr als die Hälfte der Befragten an leichte oder starke Probleme beim Gehen oder Bücken zu haben 43 nennt leichte oder starke Sehprobleme und 39 leichte oder starke Hörprobleme Jeder Dritte berichtet von Problemen in der Fingerfertigkeit was z B das Greifen oder das Bedienen von Automaten erschweren kann Diese körperlichen Einschränkungen haben mehr oder weniger starke Auswirkungen auf die Teilnahme am Verkehrsgeschehen und öffentlichen Leben Um gewisse Mobilitätseinschränkungen zu kompensieren greifen 26 der Befragten auf eine oder mehrere Arten von Mobilitätshilfen zurück 14 aller Befragten nutzt einen Gehstock 11 also gut jeder Zehnte einen Rollator 3 einen Rollstuhl und 5 nutzt persönliche Begleitung Rollatoren werden im Stadtbild und in Bus und Bahnen in der Tat immer sichtbarer Was vor Jahren bei vielen Älteren noch verpönt war ist inzwischen gesellschaftsfähig geworden die Zahl der als Hilfsmittel verordneten sowie frei verkauften Rollatoren steigt von Jahr zu Jahr Sie ermöglichen mobilitätseingeschränkten Personen eine bessere Teilnahme am öffentlichen Leben stellen aber zugleich auch besondere Anforderungen an die Stadt und Verkehrsplanung Barrieren im Stadtraum Doch wie ist die städtische Umwelt auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingestellt Welche Probleme benennen die Befragten und welche Barrieren schränken ihre außerhäuslichen Aktivitäten ein Im Bereich Umgebung und Plätze sind es vor allem die fehlenden öffentlichen Toiletten die fast drei Viertel der Befragten bei Aktivitäten außer Haus stören Zu wenige Sitzgelegenheiten stören 57 43 der Befragten moniert ungepflegte Grünanlagen Straßen und Plätze und 41 stört sich unterwegs an unangenehmen Leuten d h rücksichtslosen oder Angst einflößenden Personen Fehlende behindertengerechte Toiletten stören 39 jeder Vierte bemängelt eine nicht ausreichend helle Straßenbeleuchtung Dabei stören sich Frauen deutlich häufiger an einer zu dunklen Straßenbeleuchtung als Männer Frauen bemängeln ebenfalls häufiger fehlende Sitzgelegenheiten und öffentliche Toiletten Personen die Probleme beim Gehen und Bücken angeben sind von fehlenden Sitzgelegenheiten und fehlenden behindertengerechten Toiletten stärker betroffen Die genannten Hindernisse schränken die Befragten in unterschiedlichem Maße in ihren außerhäuslichen Aktivitäten ein Zu wenig Sitzgelegenheiten und zu wenig bzw nicht behindertengerechte Toiletten stören ebenso wie unangenehme Leute vor allem beim Einkauf und beim Spaziergang Barrieren im Bereich Mobilität Das rücksichtslose Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer wird besonders häufig als Problem im Bereich Mobilität benannt 70 der Befragten stören auf den Gehwegen fahrende Radfahrerinnen und Radfahrer und 60 der Befragten fühlen sich durch auf Fuß oder Radwegen parkende Pkws stark beeinträchtigt 44 der Befragten ärgern sich über zu kurze Ampelphasen für Fußgänger und ein gutes Drittel 34 über mangelnde nahe gelegene Parkplätze Im ÖPNV beklagen 59 der Befragten zu komplizierte Fahrkartenautomaten 27 stört dass die öffentlichen Verkehrsmittel zu selten fahren Von mangelnder Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln fühlen sich 20 beeinträchtigt und zu weit entfernte Haltestellen beklagen immerhin noch 16 der Befragten Die genannten Barrieren im Bereich Mobilität stören die Befragten vor allem beim Einkaufen und Spazierengehen Arztbesuche werden durch fehlende nahe gelegene Parkplätze zu weit entfernte Haltestellen oder generell zu schlechte ÖPNV Anbindung erschwert Letzteres schränkt auch kulturelle Aktivitäten ein wobei hier noch erschwerend hinzukommt dass sich

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/138-mobilitaetswuensche-aelterer-menschen.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
    Open archived version from archive

  • Älter werden, mobil bleiben – Mobilitätsverhalten älterer Menschen
    23 in der Gesamtstichprobe auch schätzen sie ihren Gesundheitszustand schlechter ein Sie weisen ein geringeres Bildungsniveau und Nettoeinkommen auf und leben häufiger allein Insgesamt zeigen sie die geringsten Zufriedenheitswerte bezüglich ihrer Mobilitätsmöglichkeiten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel Junge wohlhabende Mobile Fast alle Jungen wohlhabenden Mobilen verfügen über einen Pkw und mehr als die Hälfte von ihnen legt damit jährlich über 10 000 km zurück Charakteristisch für sie ist ein hohes subjektives Mobilitätsbedürfnis Sie wohnen eher am Stadtrand oder in den Vororten 20 aus dieser Gruppe sind noch berufstätig Gesamtstichprobe 9 und bezüglich ihrer Freizeitaktivitäten sehr aktiv Sie erleben ihre ÖV Nutzungsmöglichkeiten als eingeschränkt und nutzen öffentliche Verkehrsmittel auch entsprechend selten Die anderen Verkehrsmittel bewerten sie jedoch durchschnittlich Im Sommer nutzen mehr als 60 das Fahrrad mindestens einmal wöchentlich allerdings eher für Freizeit als für Arbeitswege vgl Abb 4 Dem Zu Fuß Gehen wird von den Jungen wohlhabenden Mobilen eine eher geringe Bedeutung beigemessen Der Männeranteil ist in dieser Gruppe überdurchschnittlich hoch 51 zu 41 und sie sind mit durchschnittlich 68 Jahren die jüngste Gruppe Ihr Nettoeinkommen und Bildungsniveau liegen deutlich über dem der anderen Gruppen Sie leben häufig 73 in festen Partnerschaften nur zu einem kleineren Anteil 19 allein Zugleich ist dieses Segment für neue Kommunikationsmittel am ehesten aufgeschlossen 90 dieser Gruppe verfügen über ein Mobiltelefon 72 über einen Internetanschluss Fahrradnutzung Selbstbestimmt Mobile Sie ähneln in vielerlei Hinsicht den Jungen wohlhabenden Mobilen Sie empfinden jedoch keine ausgeprägte Notwendigkeit ständig mobil zu sein Sie haben einen guten Zugang sowohl zum Pkw als auch zum ÖV und weisen eine durchschnittliche Pkw Bewertung auf Dabei fasst Pkw Bewertung zusammen wie positiv die Aspekte Erlebnis Autonomie und Privatheit beim Autofahren bewertet werden Die Selbstbestimmt Mobilen weisen die positivste Einstellung gegenüber dem Radfahren und Zu Fuß Gehen auf Von ihnen wird kein Verkehrsmittel ausgeschlossen und sie sind auch von keinem Verkehrsmittel abhängig Sie sind wie die Jungen wohlhabenden Mobilen eher Männer jünger als der Durchschnitt und leben häufiger in Paarhaushalten Sie erfreuen sich einer relativ guten Gesundheit haben nur selten ein Handicap und sind ziemlich aktiv Die Selbstbestimmt Mobilen erreichen die höchsten Zufriedenheitswerte bezüglich ihrer Mobilitätsmöglichkeiten und unterscheiden sich in dieser Hinsicht signifikant von den drei anderen Gruppen ÖV Zwangsnutzer ÖV Zwangsnutzer verfügen am seltensten über ein Auto nur ein Drittel von ihnen besitzt überhaupt einen Führerschein Ihre Einstellung dem Pkw gegenüber ist vergleichsweise negativ während das Radfahren und das Zufußgehen eher durchschnittlich beurteilt werden Der Anteil der Fußwege ist bei ihnen mit einem Drit tel bis zur Hälfte je nach Wegetyp am höchs ten Sie absolvieren anteilsmäßig die wenigsten Wege mit dem Pkw und die meisten mit öffentlichen Verkehrsmitteln Mehr als die Hälfte aller Befragten nutzt den ÖV mindestens einmal wöchentlich vgl Abb 3 Sie empfinden die höchste ÖV Autonomie und die ÖV Nutzung als einfach ÖV Zwangsnutzer wohnen auch wegen des fehlenden Pkw eher innenstadtnah und profitieren von einer guten ÖV Anbindung Mit 83 sind Frauen in diesem Segment stark überrepräsentiert Verglichen mit den anderen Mobilitätstypen zeichnen sie sich wie die Pkw Fixierten durch ein

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/174-mobilitaetsverhalten-aelterer-menschen2.html?tmpl=component&print=1&page= (2016-02-09)
    Open archived version from archive



  •