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  • Der „Fußgängercheck“: Gemeinsam Mobilitätsbarrieren auf der Spur
    der kommunalen Vertreter sind eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Projektabwicklung Die Koordination und Begleitung des Prozesses erfolgt von Seiten der Koordinierungsstelle Mobilitätsmanagement Verkehrssicherheit beim Verkehrsverbund Rhein Sieg VRS welche das Projekt konzipiert und ins Leben gerufen hat Vorerfahrungen sammeln der Seniorenwegeplan für Gangelt Erste Projekterfahrungen mit dem Fußgängercheck konnte die VRS Koordinierungsstelle 2009 und 2010 im Kreis Heinsberg sammeln In enger Zusammenarbeit zwischen Kommunal und Kreisverwaltung sowie engagierten Seniorinnen und Senioren wurde hier in der Gemeinde Gangelt ein Seniorenwegeplan erarbeitet der barrierefreie Routen zu wichtigen Alltagszielen aber auch Problembereiche aus Betroffenensicht aufzeigt Für diese Bereiche wurden im Dialog Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und teilweise konnten Maßnahmen direkt umgesetzt werden Landrat Stephan Pusch äußerte sich zu Projektende positiv hinsichtlich des Ansatzes die Bürger als Fachleute für ihre eigenen Belange in Planungsprozesse einzubeziehen und betonte dass dieses Vorgehen sowohl zeit als auch ressourcenschonend sei Nachahmer gesucht Wettbewerbsausschreibung Vor diesem Hintergrund hat die Koordinierungsstelle im vergangenen Jahr mit finanzieller Unterstützung der Eugen Otto Butz Stiftung einen Wettbewerb unter den Mitgliedskommunen des Netzwerkes Verkehrssichere Städte und Gemeinden im Rheinland das von der Koordinierungsstelle betreut wird ausgelobt Insgesamt sechs Kommunen wurden im Herbst 2011 im Rahmen einer Jurysitzung zur Durchführung des Fußgängerchecks ausgewählt und werden seitdem durch die Koordinierungsstelle bei der Projektumsetzung begleitet Von der Untersuchung vor Ort zur Karte Versorgung und Aufenthaltsmöglichkeiten werden geprägt durch den Nahbereich Der Fußgängercheck erfasst detailliert für die Zielgruppe wichtige Alltagsziele in einem abgegrenzten Untersuchungsgebiet betrachtet die Wegbeziehungen zwischen diesen und benennt die Stärken und Mängel im Wegenetz Als anschauliches Resultat werden die Ergebnisse in einem Seniorenwegeplan grafisch aufgearbeitet Der Plan und der Prozess des Erstellens erfüllen maßgeblich zwei Ziele Er dient als Orientierungshilfe für ältere Menschen da er Informationen über wichtige Hauptrouten von Seniorinnen und Senioren aufweist sowie Infrastrukturelemente im Straßenraum und alters relevante Alltagseinrichtungen wie Einkaufsgelegenheiten Ärzte Apotheken öffentlich nutzbare Toiletten sowie Ausruhgelegenheiten Gleichzeitig ist er eine Orientierungshilfe für Planer da er Hinweise zur Verbesserung der Barrierefreiheit und zu Gefahrenstellen im öffentlichen Raum liefert Generationen gemeinsam die Großelternbefragung Die Erfassung der in der Karte umgesetzten Ergebnisse erfolgt auf drei verschiedenen Wegen Einerseits wird eine Großelternbefragung durchgeführt Der ursprünglichen Projektplanung entsprechend befragen bei dieser qualitativen Erhebungsmethode Schülerinnen und Schüler anhand standardisierter Fragebögen ihre eigenen Großeltern bzw ältere Menschen aus dem Bekannten oder Familienkreis hinsichtlich ihres Mobilitätsverhaltens Die Großelternbefragung dient einerseits dazu auch einer stillen Mehrheit die Möglichkeit zu geben ihre Bedürfnisse einzubringen Darüber hinaus wird auf Schülerseite das Verständnis für die Belange älterer Bevölkerungsgruppen gestärkt Die Großelternbefragung wurde in den sechs derzeit in der Umsetzung des Fußgängerchecks befindlichen Kommunen überwiegend in der Art realisiert dass die Fragebögen über einbezogene Schulen an die Schülerinnen und Schüler weitergegeben wurden Diese befragten ihrerseits in ihrer Freizeit Angehörige und Bekannte In Bonn wurde alternativ eine Befragung in der Bad Godesberger Fußgängerzone durchgeführt Auf diesem Weg konnte eine hohe Zahl von Rückläufen realisiert werden Überdies wurde das Projekt von Passanten wahrgenommen und somit zusätzliche Öffentlichkeit geschaffen Die Erfahrungen mit dieser Form der Durchführung wurden positiv bewertet Barrieren auf der Spur die eigenständigen Erhebungen Für

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/aktuell/41-ml/artikel/133-fussgaenger-check-mobilitaetsbarrieren.html (2016-02-09)
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  • Die Gruppe ÖPNV des Kerpener Netzwerks 55plus macht mobil
    Fachveranstaltungen wie z B Ende 2010 die Tagung Mobilitätsmanagement für Senioren in Düsseldorf und 2011 die Fachgruppe Seniorenmobilität des Verkehrsverbundes in Köln Ein Austausch mit dem Amt für Verkehr sorgt für die nötige Vernetzung im Rathaus Ein wichtiger Schritt für die Gruppe war die Aufnahme in den Arbeitskreis AK ÖPNV der Stadt Kerpen Der AK ist ein Gremium in der Stadtverwaltung bestehend aus Politik Verwaltung sachkundigen Bürgern und den örtlich operierenden Verkehrsunternehmen der die Sitzungen des Planungsausschusses in Sachen Verkehr vorbereitet Hier bringen wir die für uns wichtigen Themen regelmäßig ein Die externe Vernetzung ist durch den Kontakt mit den örtlichen Verkehrsunternehmen sowie dem Verkehrsverbund abgerundet Demonstration für S Bahnanschluss für Kerpen Mitte Über Horrem und Sindorf besteht für Kerpen ein Anschluss an das S Bahnnetz Bis in die 1960 er Jahre gab es von Kerpen Mitte ausgehend Anschluss an das DB Netz Auf einer gemeinsamen Demonstration setzten wir uns für die erneute Einrichtung einer S Bahnlinie mit Halt in Kerpen Mitte ein Diese Bemühungen blieben bis zum heutigen Tage leider ohne Ergebnis Erfolgreich waren wir in der Umsetzung unseres Wunsches nach einer innerstädtischen Verkaufsstelle von Fahrkarten Auf unsere Anregung hin werden inzwischen im Kerpener Rathaus Tickets für den ÖPNV verkauft Behindertengerechter Aus bzw Umbau von Haltestellen Die barrierefreie Gestaltung von Haltestellen ist uns ein wichtiges Anliegen Regelmäßig bringen wir dieses Thema gemeinsam mit dem Behindertenbeirat im Arbeitskreis ÖPNV der Stadt Kerpen ein Wir freuen uns dass mittlerweile einige Haltestellen in Stadtgebiet behindertengerecht ausgebaut wurden bzw dieses in Planung ist ÖPNV Testfahrten mit Vertreter innen aus Politik und Verwaltung Bereits mehrfach unternahmen wir in der Vergangenheit gemeinsam mit Vertreter innen der Fraktionen und der Verwaltung Testfahrten mit dem ÖPNV Die fiktiven Termine für den Aufenthalt nutzten wir um bei Kaffee und Kuchen die Situationen zu erläutern Die Gruppe konnte verdeutlichen dass es nicht darum ging Kritik zu üben sondern die Situation im ÖPNV unter Realbedingungen zu beurteilen Außerdem konnten wir wichtige Erfahrungen in der Nutzung von Bus und Bahn weitergeben Bustraining Durch den Kontakt der Gruppe mit der REVG Rhein Erft Verkehrsgesellschaft mbH RVK Regionalverkehr Köln GmbH und VRS Verkehrsverbund Rhein Sieg GmbH konnte in Kerpen ein Bustraining für Seniorinnen Senioren und behinderte Mitbürger innen durchgeführt werden Die Veranstaltung fand mit vielen Interessenten aus Kerpen statt und hat durch die intensive Ansprache und praktischen Übungen manche Vorurteile und Berührungsängste gegen den ÖPNV zerstreut Auch die Presse hat sehr lobend darüber berichtet Im Nachgang zu der Veranstaltung ergab sich ein wichtiger Pressekontakt das ZDF wurde auf unsere Aktivitäten aufmerksam und war so interessiert dass wir beim nächsten Bustraining am 16 05 11 von einem Film Team begleitet wurden Der sechsminütige Beitrag wurde am 07 06 11 in der Sendung Volle Kanne ausgestrahlt und ist unter dem Titel Sicher Bus und Bahnfahren für Senioren heute noch im Internet abrufbar Aufgrund der guten Resonanz erfolgt im September diesen Jahres ein weiteres Training Aktionstag Der mobile Mensch Das Kerpener Netzwerk 55plus beteiligte sich mit einem Aktionstag auf dem Stiftsplatz in Kerpen an der bundesweiten

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/aktuell/41-ml/artikel/135-die-gruppe-oepnv-des-kerpener-netzwerks-55plus-macht-mobil.html (2016-02-09)
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  • Mobilitätswünsche älterer Menschen
    nur kaum körperlich eingeschränkt Immerhin jeder Fünfte berichtet jedoch über starke Probleme beim Gehen oder Bücken so dass von dieser Gruppe angenommen werden kann dass sie in ihrer Mobilität beeinträchtigt ist Insgesamt gibt mehr als die Hälfte der Befragten an leichte oder starke Probleme beim Gehen oder Bücken zu haben 43 nennt leichte oder starke Sehprobleme und 39 leichte oder starke Hörprobleme Jeder Dritte berichtet von Problemen in der Fingerfertigkeit was z B das Greifen oder das Bedienen von Automaten erschweren kann Diese körperlichen Einschränkungen haben mehr oder weniger starke Auswirkungen auf die Teilnahme am Verkehrsgeschehen und öffentlichen Leben Um gewisse Mobilitätseinschränkungen zu kompensieren greifen 26 der Befragten auf eine oder mehrere Arten von Mobilitätshilfen zurück 14 aller Befragten nutzt einen Gehstock 11 also gut jeder Zehnte einen Rollator 3 einen Rollstuhl und 5 nutzt persönliche Begleitung Rollatoren werden im Stadtbild und in Bus und Bahnen in der Tat immer sichtbarer Was vor Jahren bei vielen Älteren noch verpönt war ist inzwischen gesellschaftsfähig geworden die Zahl der als Hilfsmittel verordneten sowie frei verkauften Rollatoren steigt von Jahr zu Jahr Sie ermöglichen mobilitätseingeschränkten Personen eine bessere Teilnahme am öffentlichen Leben stellen aber zugleich auch besondere Anforderungen an die Stadt und Verkehrsplanung Barrieren im Stadtraum Doch wie ist die städtische Umwelt auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingestellt Welche Probleme benennen die Befragten und welche Barrieren schränken ihre außerhäuslichen Aktivitäten ein Im Bereich Umgebung und Plätze sind es vor allem die fehlenden öffentlichen Toiletten die fast drei Viertel der Befragten bei Aktivitäten außer Haus stören Zu wenige Sitzgelegenheiten stören 57 43 der Befragten moniert ungepflegte Grünanlagen Straßen und Plätze und 41 stört sich unterwegs an unangenehmen Leuten d h rücksichtslosen oder Angst einflößenden Personen Fehlende behindertengerechte Toiletten stören 39 jeder Vierte bemängelt eine nicht ausreichend helle Straßenbeleuchtung Dabei stören sich Frauen deutlich häufiger an einer zu dunklen Straßenbeleuchtung als Männer Frauen bemängeln ebenfalls häufiger fehlende Sitzgelegenheiten und öffentliche Toiletten Personen die Probleme beim Gehen und Bücken angeben sind von fehlenden Sitzgelegenheiten und fehlenden behindertengerechten Toiletten stärker betroffen Die genannten Hindernisse schränken die Befragten in unterschiedlichem Maße in ihren außerhäuslichen Aktivitäten ein Zu wenig Sitzgelegenheiten und zu wenig bzw nicht behindertengerechte Toiletten stören ebenso wie unangenehme Leute vor allem beim Einkauf und beim Spaziergang Barrieren im Bereich Mobilität Das rücksichtslose Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer wird besonders häufig als Problem im Bereich Mobilität benannt 70 der Befragten stören auf den Gehwegen fahrende Radfahrerinnen und Radfahrer und 60 der Befragten fühlen sich durch auf Fuß oder Radwegen parkende Pkws stark beeinträchtigt 44 der Befragten ärgern sich über zu kurze Ampelphasen für Fußgänger und ein gutes Drittel 34 über mangelnde nahe gelegene Parkplätze Im ÖPNV beklagen 59 der Befragten zu komplizierte Fahrkartenautomaten 27 stört dass die öffentlichen Verkehrsmittel zu selten fahren Von mangelnder Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln fühlen sich 20 beeinträchtigt und zu weit entfernte Haltestellen beklagen immerhin noch 16 der Befragten Die genannten Barrieren im Bereich Mobilität stören die Befragten vor allem beim Einkaufen und Spazierengehen Arztbesuche werden durch fehlende nahe gelegene Parkplätze zu weit entfernte

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/aktuell/41-ml/artikel/138-mobilitaetswuensche-aelterer-menschen.html (2016-02-09)
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  • Alltagsumwelt Hauptverkehrsstraße – mehr als nur Verkehr
    sowie die Einflüsse des Straßenverkehrs auf die Wahrnehmung berücksichtigen sind selten Doch Handlungskonzepte müssen nicht nur physisch altersgerecht sein sondern auch die emotionale Dimension des Zufußgehens abdecken Es gilt integrierende alterssensible Strategien zu entwickeln Als wichtiges Handlungsfeld lässt sich die sichere Erreichbarkeit und Querbarkeit hervorheben Während der Spaziergänge wurden nahezu durchweg große und andauernde AngstBeitraggefühle beim Queren der Straße geäußert Auch Ampeln erzeugten für die begleiteten Fußgänger häufig nur eine Schein Sicherheit Freies Queren ohne Hilfseinrichtungen wie z B Lichtsignalanlagen wurde selbst bei großen und für die Gehgeschwindigkeit objektiv ausreichenden Lücken im Verkehrsfluss abgelehnt oder als gefährliches Risiko eingestuft Zufußgehen heißt auch Aufenthalt Von besonderer Bedeutung für alternssensible Konzepte ist darüber hinaus die Beschäftigung mit den Themen Aufenthalt und soziale Teilhabe gerade an Hauptverkehrsstraßen In Bezug auf ältere Menschen erhält der Begriff des Aufenthalts schließlich eine völlig neue Bedeutungsdimension wenn dieser nicht nur auf freiBeitragwillige Tätigkeiten begrenzt sondern auch auf unfreiwillige Aufenthaltszeit ausgedehnt wird Aufgrund von Einschränkungen in der Mobilität ist bei vielen hochaltrigen Fußgängern von einer deutlich verlangsamten Gehgeschwindigkeit und einem erhöhten Bedarf an Ruhepausen auszugehen Dadurch wird die Zeit die an einer Hauptverkehrsstraße verbracht werden muss z B im Vergleich zu jüngeren Personen merklich erhöht Der Fußweg entlang einer großen Verkehrsader kann für ältere Menschen also durchaus zum kleineren Aufenthaltserlebnis werden Neben Möglichkeiten für einen stressfreien Aufenthalt müssen darüber hinaus optimale Voraussetzungen für eine gute Orientierung und Identifikation mit dem Raum geschaffen werden Es geht darum Halt zu geben den Raum kontrollierbarer und anregender zu gestalten Schlüsselmaßnahmen sind hier sicher der Rückbau von oftmals überbreiten Fahrbahnen und eine Geschwindigkeit deutlich unter den momentan noch üblichen 50 km h Dadurch werden wichtige Voraussetzungen für eine verträglichere Abwicklung der verkehrlichen Belastungen geschaffen Weniger Lärm überschauBeitragbarere Fahrgeschwindigkeiten leichter querbare Straßenräume und vor allen Dingen mehr Raum für eine attraktivere Straßenraumgestaltung Doch viele Straßen lassen nur begrenzt Spielraum für großangelegte Umbauten Hier kommt es v a auf kompensatorische d h subjektiv ausgleichende Lösungen wie z B mehr Grün mehr Farbe oder einfach mehr AbwechsBeitraglung im Straßenraum durch ein attraktives Erscheinungsbild und lebendige Randnutzungen Schaufenster etc an Die Möglichkeit zur positiven Ablenkung zur Beschäftigung mit Aspekten außerhalb des Verkehrsgeschehens kann nicht hoch genug eingeschätzt werden was auch die Stadtspaziergänge nochmals bestätigten Auch kleine Pufferräume zur Fahrbahn z B durch eine Baumreihe können die Bedrohlichkeit der Verkehrskulisse mindern helfen Untrennbar verbunden mit dem Thema Aufenthalt ist auch der Bereich Kommunikation Gerade dieser Aspekt ist in diesem wichtigen Alltagsraum mit seinen zahlreichen Chancen auf Zufallstreffen von Bekannten besonders wichtig Ist jedoch kein Platz für großzügige Ruheinseln die die Verkehrskulisse zumindest subjektiv abmildern bieten alternativ die Mündungsbereiche der Nebenstraßen häufig große Potenziale z B Gehwegnasen Abseits des direkten Verkehrslärms und der Abgase doch immer noch in Sicht und Laufweite könnten auf diese Weise attraktive Ausweichräume für Kommunikation und neue Eindrücke geschaffen werden An historisch bedeutsamen Stellen oder in Sichtachsen zu stadtbildprägenden Gebäuden können darüber hinaus gezielt platzierBeitragte und attraktiv gestaltete Ruhebereiche zu identitätsstiftenden Erinnerungs und BeobachBeitragtungsräumen werden Im Einzelfall bleibt zu prüfen inwieweit solche Räume z

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/aktuell/41-ml/artikel/111-alltagsumwelt-hauptverkehrsstrasse-mehr-als-nur-verkehr.html (2016-02-09)
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  • Qualitätsbewertung von Fußverkehrsanlagen
    messbarer Einflussfaktoren eingestuft werden kann Als subjektive Qualitätsindikatoren wurden die Verkehrssicherheit alle auf einen Verkehrsunfall mit Kfz oder Radverkehr bezogenen Ängste oder Sorgen die soziale Sicherheit alle Empfindungen in Verbindung mit Gewaltverbrechen oder kriminellen Übergriffen die Bewegungsfreiheit Grad der Unbeschwertheit des Fortbewegens bzw der räumlichen Enge und die Attraktivität alle Empfindungen bezüglich des visuellen Erscheinungsbildes des Gehweges einbezogen Neben den Umweltfaktoren wurde außerdem der Einfluss der personenbedingten Faktoren z B Alter Geschlecht Urbanität usw hinsichtlich der Qualitätsbewertung von straßenbegleitenden Fußverkehrsanlagen untersucht Durch die Online Befragung konnte eine hohe Kontrolle über die Störvariablen durch Konstanthaltung der verschiedenen Umweltfaktoren z B Wetter Verschmutzungsgrad Kfz Verkehrsaufkommen etc gewährleistet werden Insgesamt wurden neben den in Abbildung 1 dargestellten quantitativen Faktoren 10 weitere objektiv messbare Faktoren auf ihren Einfluss auf die Qualitätsbewertung von innerstädtischen straßenbegleitenden Fußverkehrsanlagen analysiert Um herauszufinden welche Umweltfaktoren welchen Einfluss auf die subjektive Qualitätsempfindung haben sollten Teilnehmer der Online Befragung systematisch bearbeitete Bilder bewerten siehe Abbildung 2 Die verschiedenen quantitativen Faktoren wurden in den visuellen Abbildungen in festgelegten Kombinationen miteinander variiert Die Anzahl der möglichen Kombinationen war jedoch durch den lediglich zumutbaren Zeitumfang der Online Befragung von maximal 15 Minuten begrenzt sodass sinnvolle Abwägungen getroffen werden mussten Insgesamt ergaben sich 60 verschiedene Testfälle die in den Bildern der Online Befragung umzusetzen waren Jedes Bild sollte anhand der gleichen Fragestellung bezüglich der qualitativen Faktoren evaluiert werden Neben der eigentlichen Bildbewertung wurden außerdem ausgewählte soziodemografische Merkmale der teilnehmenden Person erfragt Abbildung 2 Visuelle Darstellung des Testfalls Nr 26 aus der Querschnittsperspektive eigene Darstellung 2014 Am Ende jedes Fragebogens stand außerdem die Aufgabe die qualitativen Faktoren allgemein ohne Bezug auf eine bestimmte Straßenraumsituation nach deren Wichtigkeit für die Qualitätsempfindung einzustufen Insgesamt nahmen 591 Personen an dem 29 Tage online gestellten Internet Fragebogen dieser Diplomarbeit teil Rund 67 dieser befragten Teilnehmer 396 Personen hatten den Fragebogen bis zur letzten Seite ausgefüllt Ergebnisse Zu Beginn der Auswertung wurde die Beziehung zwischen den qualitativen Einflussfaktoren und der subjektiven Gesamtqualitätsempfindung der Fußverkehrsanlage untersucht Anhand der Ergebnisse der linearen Regressionsanalyse ist davon auszugehen dass das optische Erscheinungsbild des Gehweges den wichtigsten Indikator zur Beurteilung der globalen Gesamtqualität der Fußverkehrsanlage darstellt Bei der quasi indirekten Auswertung der allgemeinen Qualitätsindikatorwichtung ohne Bezug auf eine bestimmte Straßenraumsituation konnte im Gegensatz zu den Erkenntnissen aus der linearen Regressionsanalyse festgestellt werden dass die Angst vor Verkehrsunfällen die wichtigste Größe für die globale Qualitätseinschätzung einer Fußverkehrsanlage darstellt und das optische Erscheinungsbild nur eine untergeordnete Rolle spielt Im zweiten Auswertungsschritt wurde der Einfluss der quantitativen Faktoren auf die qualitativen Faktoren untersucht siehe Tabelle 1 Die empfundene Verkehrssicherheit ist aus Sicht der zu Fuß Gehenden stark von der räumlichen Separation zwischen dem Fuß und dem fließenden Kfz Verkehr abhängig Gehwege mit einem räumlichen Puffer zum Autoverkehr in Form eines Radweges Grünstreifens oder einer längsgerichteten Stellplatzanordnung für den ruhenden Verkehr werden als signifikant sicherer vor Verkehrsunfällen empfunden als Gehwege ohne diese räumliche Abgrenzung Indirekt fließt auch die Breite des Gehweges in die räumliche Separation mit ein Bei der bewerteten Bewegungsfreiheit spielt ebenfalls die räumliche Separation der beiden Verkehrsarten eine

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/aktuell/41-ml/artikel/166-qualitaetsbewertung-gehwege.html (2016-02-09)
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  • Wollen Sie nur von Haltestelle zu Haltestelle oder auch zum Einkaufen?
    ebenso kontinuierliche Ermittlung der bei der ÖPNV Nutzung gemachten Erfahrungen ÖPNV Nutzung und Erfahrungen werden auf Etappenbasis erhoben Die vier Städte sind Augsburg Fürth Halle und Nürnberg Sie sind für die Auswertungen in diesem Heft im Verhältnis 1 1 1 1 zusammengefasst Der Datenbestand hat eine Größe von insgesamt über 75 000 Personen Die klassische Auswertung nach dem hauptsächlich genutzten Verkehrsmittel ergibt folgendes Bild Grafik 1 Grafik 1 Der Anteil an reinen Fußwegen liegt bei einem knappen Viertel der Anteil des öffentlichen Verkehrs HVM bei einem guten Sechstel 18 ÖPNV Etappen Bei sorgfältiger Erhebung zeigt sich dass jeder ÖPNV Weg im Schnitt 5 28 Etappen ausweist Grafik 2 Grafik 2 Diese Etappen sind allerdings nicht nur Mobilitäts Etappen sondern beinhalten auch das Warten und Umsteigen Durchschnittlich werden in diesen vier Städten 1 43 öffentliche Verkehrsmittel pro ÖPNV Weg genutzt 1 43 Etappen Fortbewegung Im Zu und Abgang ergeben sich 1 06 bzw 1 07 Etappen Dieser Wert liegt über 1 0 weil jemand beispielsweise zum geparkten Auto gehen und dann mit dem Auto weiterfahren kann zwei Etappen Betrachtet man nun die Verkehrsmittelwahl auf den Zu und Abgangsetappen dann zeigt sich die überragende Bedeutung der eigenen Füße Grafik 3 Grafik 3 Der Anteil der Fuß Etappen liegt bei 96 bzw 95 Das Fahrrad hält einen Anteil von 3 übrigens sowohl beim Zu wie beim Abgang der motorisierte Individualverkehr hat nur eine sehr geringe Bedeutung Mithilfe der hier vorgestellten Daten kann auch die Verkehrsmittelwahl auf Etappenbasis berechnet werden Selbst wenn man diese Berechnung auf Wege beschränkt bei denen das hauptsächlich genutzte Verkehrsmittel der öffentliche Nahverkehr ist haben die Fuß Etappen deutlich die Oberhand Bei einem Weg der in der klassischen Mobilitätsforschung als ÖPNV Weg ausgewiesen wäre werden nur 27 der Etappen mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zurückgelegt fast drei Viertel dagegen mit den eigenen Füßen Der Anteil der anderen Verkehrsmittel liegt bei etwa 1 oder unter 0 5 0 Grafik 4 Grafik 4 Die nach der eingangs beschriebenen Wege Definition ermittelten ÖPNV Wege dauern im Schnitt von Tür zu Tür 36 Minuten fast die Hälfte dieser Zeit entfällt auf das zu Fuß Gehen nur etwas über die Hälfte tatsächlich auf öffentliche Verkehrsmittel Mit denen wird allerdings der größte Teil der Entfernung zurückgelegt 93 Diese Relationen sind im folgenden Bild noch mal für Dauer und Entfernung zusammengefasst Grafik 5 Grafik 5 Ein Viertel der gesamten Dauer eines ÖPNV Weges wird demnach auf den Zu und Abgang verwendet fast genau so lange dauern Warten und Umsteigen Die Entfernung zur bzw von der Haltestelle liegt im Schnitt bei etwa 0 3 km Erfahrungen In den gängigen Kundenzufriedenheits Untersuchungen wird die Zufriedenheit anhand vorgegebener Merkmale z B Ausstattung der Haltestelle ermittelt Dabei werden etwa 30 Merkmale telefonisch im Eilzugstempo abgefragt Ein solches Vorgehen wird dem Thema Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs in einer Stadt nicht gerecht Deshalb erheben wir die Zufriedenheit differenzierter und mit verschiedenen Methoden Eine davon ist die Erfassung der bei einem ÖPNV Weg gemachten Erfahrungen Diese Erfassung erfolgt explorativ ohne jede Vorgabe oder Unterstützung Sie

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/aktuell/40-ml/archiv/160-fuss-modal-split-und-oepnv.html (2016-02-09)
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  • Walk21 “Walking connects” in München
    Preis für die beste Mobilitätspolitik bekommen Das Fazit des Bürgermeisters Nur ein klarer politischer Wille kann derartige fundamentale Veränderungen bewirken alle müssen von der Notwendigkeit einer entsprechenden Entscheidung überzeugt sein damit sie an einem Strang ziehen Vorträge im Plenum Diese Vorträge gab es jeweils zu Beginn der Konferenztage für alle Teilnehmer Dr Hermann Knoflacher emeritierter Professor für Verkehrswissenschaften an der TU Wien hat eine wie immer sehr kurzweilige Rede gehalten die den Nagel auf den Kopf getroffen hat Hier nämlich im Kopf sitzt bei vielen Bürgern Planern und Politikern ein gefährlicher Virus das Auto der das Denken Fühlen und Handeln in hohem Maß beeinflusst Breite Straßen langweilige Wohnsiedlungen mit Doppelgaragen kaum Platz für das Gehen und Verweilen sind für die Städte die Folge Die hohe Akzeptanz des Platzverbrauches durch das Automobil lässt sich anders schlecht erklären Auch der Musiker Jason Roberts aus den USA hat viel Applaus für sein better block project geerntet Sein Kampf gilt der Ödnis amerikanischer Siedlungen mit Musik guten Ideen und vor allem Tatkraft Leerstehende Läden werden aufgemöbelt und wieder genutzt es werden Plätze für Spiel und Spaß geschaffen Fahrbahnen verengt Seitenräume erweitert und Bäume gepflanzt Sein Rezept Ein paar Freunde für eine gemeinsame Aktion zusammentrommeln und mit den Bürgern einfach anpacken Das geht wohl nur im Land der tausend Möglichkeiten Ein weiterer Vortrag des Sportmediziners Martin Halle von der TU München verdeutlichte wie wichtig die tägliche Bewegung für unsere Gesundheit ist In einem 30 minütigen Fußweg pro Tag sieht er den Schlüssel für die Prävention gegen sämtliche Zivilisationskrankheiten Nicht nur der Hund braucht Bewegung der Mensch auch Eigenbewegung ist das beste und schonendste Mittel gegen die grassierende Fettleibigkeit mit all ihren Nebeneffekten wie Herzerkrankungen Diabetes und Depression und kostenschonend dazu Vorstellung von zwei Projekten Gegen Ende der Plenumsvorträge wurden noch zwei Projekte vorgestellt die widersprüchlicher nicht sein konnten ein junger engagierter Architekt und ein junger engagierter Technik Freak haben referiert Der brasilianische Architekt Filipe Balestra hat von seinen Projekten der Erneuerung verkommener Wohnviertel und Slums in der 3 Welt berichtet bei dem sehr schonend Haus für Haus erneuert wird ohne die fußgängerfreundlichen vorhandenen Siedlungs und Sozialstrukturen zu zerstören Er plant auch in Europa Siedlungen speziell für ärmere Menschen so z B rund um Stockholm mit guter Anbindung an den ÖPNV Der deutsche Technik Freak Matthias Greiner hatte ein ganz anderes Anliegen Er warb mit Begeisterung für die neueste Apps z B ein Navi für Fußgänger Nach Eingabe des Ziels laufen virtuell ein paar Pinguine voraus Eine weitere App Wenn das smartphone in Richtung bestimmter Gebäude gerichtet wird erfährt man alles über sie Wie viele Stockwerke sie haben wer sie wann erbaut hat usw Ein weiterer Clou wurde von ihm vorgestellt Eine Kamera im Brillengestell erspart einem das umständliche Hantieren mit dem Fotoapparat oder dem smartphone Wie bei Allem kommt es hier wohl auf das rechte Maß der Nutzung an Zwischendurch einmal der virtuellen Welt entfliehen die Wirklichkeit spüren tut den Menschen gut Forget surfing walk the web war die Parole die Jim Walker der Gründer

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/aktuell/41-ml/artikel/159-walk21-kongress-muenchen2013.html (2016-02-09)
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  • Urteil zur Verkehrssicherungspflicht auf Gehwegen
    allgemeine Regel wie oft geprüft werden muss gibt es jedoch nicht Die Frequenz richtet sich nach der Bedeutung der Art und dem Umfang der Nutzung des Gehweges Aus dem oben Gesagten lässt sich wahrscheinlich bereits erkennen dass es selten einen eindeutigen Schuldigen gibt die Rechtsprechung beruht auf der genauen Betrachtung der jeweiligen konkreten Umstände Rechtliche Grundlage bei Klagen Ansprüche von geschädigten Verkehrsteilnehmern hinsichtlich der Verkehrssicherungspflicht erfolgen auf der Grundlage von 823 BGB Bürgerliches Gesetzbuch Neun der 16 Bundesländer haben in ihren jeweiligen Straßengesetzen festgelegt dass die Amtshaftung formal diese Anspruchsgrundlage nach 839 BGB verdrängt Inhaltlich ändert sich für den Klageführenden dadurch jedoch nichts Urteil der höchsten Instanz Das Urteil des Bundesgerichtshofs BGH könnte die Rechte der Fußgänger gegenüber den Verkehrssicherungspflichtigen stärken Aktenzeichen Bundesgerichtshof III ZR 240 11 Auch in diesem Fall kann dies jedoch nicht so allgemein gesagt werden denn auch dieses Urteil behandelte konkrete Umstände So war der Tatort kein normaler Gehweg sondern der Übergang bei einem Mittelstreifen der auf seiner gesamten Breite Schäden aufwies Außerdem beruhte das Urteil auf dem Berliner Straßengesetz 7 und ist daher nur bedingt auf andere Bundesländer übertragbar Der BGH formulierte jedoch auch allgemeine Grundsätze So darf die zuständige Behörde nicht davon ausgehen dass allein der Umstand dass die Gefahrenquelle schon sehr lange bestehe und daher als bekannt vorausgesetzt werden dürfe nicht ausreicht die Verantwortung auf die Nutzer zu übertragen Vielmehr seien gravierende Schäden nicht mehr beherrschbar selbst wenn diese individuell dem Geschädigten bekannt waren Schließlich stelle gerade der vom Beklagten zur Entlastung vorgetragene Umstand dass die Schäden bereits lange vorhanden waren eine Pflichtverletzung der Behörde dar Sie hätte schon lange für Abhilfe sorgen müssen insbesondere da an dieser Kreuzung viele Senior innen die Fahrbahn zu einem Einkaufszentrum queren müssten Der Verweis des beklagten Landes auf seine Finanzsituation wurde vom Gericht nicht anerkannt Außerdem sei es Verkehrsteilnehmern nicht zuzumuten die Gefahrenstelle großräumig zu umgehen Das BGH bestätigte im vollen Umfang den vom Landesgericht Kammergericht Berlin erkannten Schuldanteil des Landes Berlin bzw des zuständigen Bezirks von 90 Stand der Technik zur Qualität von Gehwegen Die Empfehlungen für Fußgängeranlagen EFA gelten wie alle Richtlinien und Empfehlungen der Forschungsgesellschaft Straßenverkehr als Stand der Technik sind jedoch nicht von Bürger innen gegenüber der Behörde einklagbar Gehwege sollten laut Empfehlungen zumindest in der Gehbahnmitte einen glatten Belag haben und stets in einwandfreiem Zustand gehalten werden EFA 4 2 Stand der Praxis Legal oder illegal abgestellte Kfz auf Gehwegen zerstören die Gehwegfläche und den Unterbau Wenn Falschparker verstärkt kontrolliert werden würden gebe es nicht so viele Stolperfallen Co auf Gehwegen die für diese Lasten nicht ausgelegt sind Das sind sie auch nicht dort wo die Behörden Gehwegparken mit Zeichen 315 StVO angeordnet haben Die Richtlinie EFA besagt Das Abstellen von Fahrzeugen auf Gehwegen ist grundsätzlich verboten StVO und insbesondere bei Parkdruck baulich zu unterbinden EFA 3 1 3 Die Straßenbeleuchtung ist meist auf die Fahrbahn und nicht auf den Gehweg ausgerichtet Dadurch kann es hier im Dunkeln häufiger zu Stürzen kommen Die Richtlinie EFA zu dem Thema Die Gehwege sind

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/aktuell/41-ml/artikel/140-urteil-zur-verkehrssicherungspflicht-auf-gehwegen.html (2016-02-09)
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