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  • Walk21 in Mexiko-Stadt 2012
    2 300 Meter über dem Meer führt u a dazu dass die Verbrennungsmotoren der Fahrzeuge die Kraftstoffe nur suboptimal verbrannten Hinzu kommt die Kessellage den Luftaustausch beeinträchtigt Die Stadt hatte sich mit Fahrverboten bezogen auf das Kfz Kennzeichen beholfen Auch heute noch dürfen private Fahrzeuge an einem Werktag in der Woche nicht bewegt werden Alle sechs Monate müssen Fahrzeuge zur Abgaskontrolle Alle haben Katalysatoren und es gibt nur noch bleifreies Benzin In den letzten 10 15 Jahren wurden auch tatsächlich große Fortschritte erzielt Schwarze Dieselrußwolken aus den Auspuffen von Lastwagen oder Bussen sind nicht mehr zu sehen Die Feinstaub Blastung in Mexiko Stadt liegt unter der anderer mexikanischer Großstädte wie Toluca Monterrey Mexicali und Ciudad Juarez Allerdings Würde Mexico Stadt in Europa liegen gäbe es an 300 Tagen im Jahr Ozon Alarm Das Luftmessnetz mit 36 Stationen in Mexiko Stadt hat übrigens die GTZ GIZ aufgebaut Zu Fuß und mit dem Rad Um die Situation zu vergessen hat Mexikos Umweltministerin Martha Peraltea auch eine umfassende Fahrradstrategie entwickelt Hierfür ist ein Radverkehrsnetz im Aufbau Gemäß dem Vorbild New York gibt es bereits einige grün eingefärbte Radfahrstreifen In der Zona Rosa dem Geschäftszentrum und im historischen Zentrum ist seit wenigen Jahren ein öffentliches Fahrradverleihsystem Ecobici Ökorad mit festen Stationen in Betrieb mit dem inzwischen ca 10 000 Fahrten pro Tag zurückgelegt werden Moderne Fahrradrikschas sind schon seit längerem im Einsatz um den Taxis auf kurzen Strecken Konkurrenz zu machen Mit dem Motto Muévete en bici Beweg Dich mit dem Rad hat Martha Delgado in den letzten drei Jahren hat vier Mio Mexikanerinnen und Mexikaner in der Freizeit aufs Rad gebracht Für das Radeln in der großen Gruppe werden Sonntags von acht bis 14 Uhr Straßen für den Kfz Verkehr gesperrt Dazu gehört auch ein Abschnitt des 12 spurigen Paseo de la Reforma Martha Delgado wurde dafür bereits 2011 mit einem Preis der WHO bedacht und wurde am Ende der Konferenz auch für Ecobici und Muévete en bici in zwei verschiedenen Kategorien mit dem neu eingeführten Preis für Movilidad amable freundliche Mobilität ausgezeichnet Der Erfolg blieb auch auf der Straße nicht aus Vereinzelt sieht man inzwischen auch Radfahrerinnen und Radfahrer in Buisiness Kleidung durch Mexiko Stadt radeln vor einigen Jahren undenkbar Im historischen Zentrum in dem auch die Tagung stattfand wurde die Stadt auch für die Fußgänger aktiv und darum geht es ja bei Walkt 21 in erster Linie Vom Hauptplatz Zocalo Plaza de la Constitución bis zum Alameda Park und dem benachbarten Aussichtsturm Torre Latinamericano erstreckt sich eine ca ein Kilometer lange Fußgängerzone in der Calle Francisco I Madero die Ihre Fortsetzung auf dem deutlich verbreiterten südlichen Gehsteig der Avenida Juarez findet der gerade zur Konferenz fertiggestellt wurde Nach der großzügig neugestalteten Querung des Paseo de la Reforma geht es über einem im Sinne der Idee von Shared Space gestalteten Bereichs weiter zur etwas höher gelegenen Plaza de la Revolucion Der Bürgersteig befindet sich hier auf Fahrbahnniveau von ihr abgetrennt mit massiven Steinpollern Damit die Autos langsam fahren werden sie zu Beginn

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/145-walk21-konferenz-mexiko-stadt-2012.html (2016-02-09)
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  • Parteien in Bremen entdecken den Fußverkehr
    ein Gitter zuläuft Als Fußgänger ist man zunächst irritiert Muss man über das Gitter steigen um weiter zu kommen und auf der Fahrbahn gehen was mit gewissen Risiken verbunden ist oder soll man in eine Art Hinterhof abbiegen der ziemlich privat aussieht Was tun Wieder umkehren Wie ärgerlich Die Lösung Man kommt über den Hinterhof weiter aber nur wenn das Tor am anderen Ende nicht geschlossen ist Offiziell handelt es sich lediglich um den Zugang zu einem Parkhaus vornehmlich für Konzerthaus oder Dombesucher von der anderen Seite aus Der Bereich ist tatsächlich privat Bei der öffentlichen Diskussionsrunde wurde zur Einstimmung der Kurzfilm Der letzte Fußgänger mit Heinz Erhardt gezeigt und ein Buch von Johann Günther König vorgestellt das sich mit dem Phänomen befasst dass die Evolution den Menschen mit zwei Füßen und nicht mit vier Rädern ausgestattet hat In der anschließenden Diskussion mit ca 30 Teilnehmern kam deutlich zum Ausdruck dass eine Fußverkehrslobby dringend notwendig ist Die Aktivitäten der Grünen und des FUSS e V wurden begrüßt Presseecho Die Presse hat durchweg positiv berichtet mit Ausnahme der Bildzeitung die sich darüber mokierte dass die Fußverkehrslobby die Abschaffung des Grünen Pfeils fordert Dr Joachim Steinbrück der blinde Behindertenbeauftragte von Bremen kam in der Presse ausführlich zu Wort Er forderte wie der FUSS e V auch Hindernisse wie Schautafeln und andere Gegenstände aus dem Weg zu räumen Desweiteren müssten Lieferwagen besser gesichert sein er sei schon manchmal an die offene Klappe eines Lieferwagens geraten mit dem Blindenstock sei dieses Hindernis nicht zu ertasten Er forderte außerdem einen barrierefreien fußgängerfreundlichen Zugang zur Glocke Bremer Konzertsaal von der Straßenbahnhaltestelle an der Domsheide aus Den Bericht über die Diskussionsveranstaltung titelte der Weserkurier mit Fußgänger als Maßstab Eigentlich sollte das Gehen als natürlichste Fortbewegungsart des Menschen für sich sprechen aber die Konkurrenz puncto Werbung ist groß

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-ausgaben/41-ml/artikel/139-parteien-in-bremen-entdecken-den-fussverkehr.html (2016-02-09)
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  • Müssen Gehwege gebaut oder Autos gezähmt werden?
    mussten Objektive Wahl konnte nur über die Entfernung definiert werden Dabei wurde die doppelte durchschnittliche Fußwege Entfernung als künstliche Grenze gesetzt Das sind in Halle 2 2 km und es gibt selbstverständlich Menschen bei denen auch bei einer größeren Entfernung das Gehen noch eine reale Alternative darstellt Die tatsächlichen Potentiale sind demnach größer als hier gezeigt Aber auch so verbleiben 9 aller Wege bei denen ausschließlich ein subjektiver Grund vor allem die Überschätzung der tatsächlichen Wegedauer die Nutzung der eigenen Füße verhindert Könnte man also nur die subjektiven Hinderungsgründe ausräumen wäre der Fußgänger Anteil von Halle wieder auf dem Stand von Anfang 1990 Ein subjektiver Grund ist besonders interessant Es gibt natürlich Wege bei denen die Menschen keinen Sachzwang und die objektive und subjektive Wahl haben Sie könnten also beispielsweise genauso gut zu Fuß gehen oder mit dem Auto fahren Das nennen wir wahlfrei Aber die Menschen müssen dennoch von den beiden Verkehrsmitteln die sie gleichermaßen nutzen könnten eines wählen Interessant dabei ist wie hoch der Anteil der Wahlfreien überhaupt ist und wie groß der Anteil derer ist die sich dann für ein jeweiliges Verkehrsmittel entscheiden Wir sehen in Halle ein typisches Bild für Zu Fuß und ein partiell typisches Bild für Fahrrad Insgesamt jeder neunte Weg der Hallenser 11 ist wahlfrei gegenüber zu Fuß Einmal vor dieser Wahl entscheidet sich die große Mehrheit 9 von 11 vier Fünftel für die eigenen Füße Vergleichbare Relationen finden wir überall nicht nur in Deutschland und nicht nur in Europa Dagegen sind nur 6 aller Wege wahlfrei gegenüber dem Fahrrad Das ist ungewöhnlich niedrig sogar in Ländern mit Fahrrad Anteilen im unteren einstelligen Bereich wie Australien England und USA liegt dieser Wert in der Größenordnung von einem Zehntel Sind die Hallenser aber vor die Wahl gestellt entscheiden sie sich mit großer Mehrheit zwei von drei gegen das Fahrrad Das ist wiederum Ausnahme Niederlande fast überall so Die Welt ist voll von Menschen die Radfahren könnten das auch eigentlich wollen und es dann doch nicht tun Das ist schade denn der potentielle Beitrag des Zu Fuß Gehens zur Reduzierung des Autoverkehrs in unseren Städten ist beträchtlich und wird besonders gerne unterschätzt In Halle hat knapp jeder vierte Weg als Pkw Fahrer keinen Sachzwang gegen zu Fuß und Fahrrad und ist auch in einem Bereich der die doppelte durchschnittliche Entfernung von Fuß und Radwegen nicht übersteigt Nur subjektive Gründe verhindern die Nutzung nichtmotorisierter Verkehrsmittel Dabei bieten sich für jede dieser 22 Pkw Fahrten im Schnitt 1 2 Alternativen und 7 aller Pkw Fahrten könnten bereits heute im bestehenden System durch zu Fuß ersetzt werden Das würde den Anteil der Pkw Fahrten deutlich unter 30 drücken Zufriedenheit Das im Rahmen der eingangs skizzierten Untersuchungen entwickelte Verfahren zur Messung der Kundenzufriedenheit mit öffentlichen Verkehrsmitteln basiert auf drei Kenngrößen Wie zufrieden sind die Bürger innen mit den jeweils vorhandenen Einrichtungen und den angebotenen Dienstleistungen welche Erwartungen haben sie an sie und welche Erfahrungen machen sie bei ihrer Nutzung Dabei beschränken sich unsere Aufträge auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-ausgaben/41-ml/artikel/143-neue-ansaetze-zur-untersuchung-des-fussgaengerverkehrs.html (2016-02-09)
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  • Undefinierte innerstädtische Wegweisung für den Fußverkehr
    Wegweisungssysteme für Fußgänger höchst unterschiedlich realisiert So beispielsweise auch in den beiden nordrhein westfälischen Großstädten Köln und Bonn In beiden Städten existieren in den Innenstädten für Fußgänger zielorientierte Wegweisungssysteme d h es werden jeweils einzelne Ziele von einem bestimmten Ausgangspunkt bis zum Erreichen des jeweiligen Ziels ausgeschildert Während in Köln die Fußgängerwegweisung in roter Schrift auf weißem Grund mittels Pfeilwegweisern realisiert wird existieren bei der Wegweisung in Bonn in inverser Farbgebung sowohl Pfeil als auch Tabellenwegweiser Im Gegensatz zur Kölner Wegweisung sind bei den Zielen der Bonner Wegweisung metrische Distanzangaben angegeben Darüber hinaus werden in Bonn mehrere Ziele zweisprachig in Deutsch und Englisch ausgewiesen Zudem ist bei einigen Tabellenwegweisern ein Innenstadtplan von Bonn inkludiert Solches fehlt in Köln völlig Fußgänger erhalten in Köln lediglich eine Zielangabe mit Richtung Außerdem ist bei der Fußgängerwegweisung in Köln die Lesbarkeit eingeschränkt Einerseits sind die Pfeilwegweiser in großer Höhe oberhalb von 2 25 m angebracht Andererseits werden durch die Vielzahl an aufgeführten Zielen in eine Richtung Ziele in eine andere Richtung verdeckt Insgesamt ist die Fußgängerwegweisung in Bonn als gelungen anzusehen bei der Kölner Fußgängerwegweisung hingegen besteht Verbesserungsbedarf Meinungsbild zur Realisierung von Fußgängerwegweisung Angesichts mangelnder Vorgaben bzgl der Einrichtung des Aufbaus und der Inhalte von Fußgängerleitsystemen sowie angesichts der unterschiedlichen Realisierung hat die Autorin im Rahmen ihrer Diplomarbeit Zu Fuß unterwegs Entwicklung eines Fußgängerleitsystems am Beispiel der Stadt Koblenz eine Online Umfrage zum Thema Fußgängerwegweisung durchgeführt An dieser Umfrage haben 1 180 Personen teilgenommen Die geringe Stellung die dem Fußgängerverkehr innerhalb der Planung im Vergleich zum Kraftfahrzeug bzw Radverkehr zuteil wird konnte bei der Umfrage empirisch belegt werden So ist zwar mehr als 60 der Teilnehmer die einheitliche Fahrradwegweisung bekannt aber lediglich 40 der Teilnehmer können ein Fußgängerleitsystem benennen Mehr als 80 der Umfrageteilnehmer vertreten die Auffassung dass nicht nur Einheimische Touristen oder Geschäftsreisende sondern alle Personen von einem Fußgängerleitsystem profitieren sollen Der Mehrheit der Teilnehmer zufolge sollte eine Wegweisung für Fußgänger zumindest in Innenstädten erfolgen Sofern es jedoch möglich ist sollte eine Wegweisung für Fußgänger im gesamten Stadtgebiet realisiert werden Darüber hinaus wurden die Teilnehmer der Online Umfrage gebeten anzugeben an welchen Standorten im öffentlichen Raum sie Wegweiser für Fußgänger als nötig erachten Jeweils über 50 der Teilnehmer geben an dass sie an Bahnhöfen Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs ÖPNV Sehenswürdigkeiten Parkhäusern plätzen und Tiefgaragen sowie an Hauptgeschäftslagen Wegweiser für Fußgänger positionieren würden Des Weiteren plädieren viele Teilnehmer dafür an markanten Plätzen und Knotenpunkten Wegweiser für Fußgänger aufzustellen Mithilfe von Wegweisungssystemen für Fußgänger können sowohl einzelne Ziele als auch spezielle Routen z B historischer Stadtrundgang ausgewiesen werden Wie Abb 3 zu entnehmen ist sollten bei Wegweisungssystemen für Fußgänger zumindest Bahnhöfe Sehenswürdigkeiten öffentliche Toiletten Museen Theater Schauspiel und Opernhäuser sowie Haltestellen des ÖPNV ausgeschildert werden Die Teilnehmer plädieren zudem dafür dass bei den einzelnen Zielen eines Wegweisungssystems auch die entsprechende Entfernung vom derzeitigen Standort aus bis zum Erreichen des Ziels angegeben wird Dabei bevorzugt die Mehrheit der Teilnehmer 75 Entfernungsangaben in Metern 23 der Teilnehmer wünschen sich Minutenangaben Lediglich 2 der Teilnehmer sehen in der

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-ausgaben/41-ml/artikel/144-undefinierte-innerstaedtische-wegweisung-fuer-den-fussverkehr.html (2016-02-09)
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  • Kreis- oder Schlängel-Verkehr?
    Einmündungen in beide Richtungen etwa gleich stark Auf der nördlichen Seite aus Richtung Markt benutzten die Fußgänger fast ausschließlich die schmalen Streifen am Rande der Fahrgasse obwohl es sich um einen Verkehrsberuhigten Bereich handelt siehe Foto 1 oben Das liegt am starken und häufig auch recht zügigen Kfz Verkehr der auf diesem Weg den westlich der Fußgängerzone liegenden großen Parkplatz erreicht Dadurch gibt es an der Einmündung zum Platz aus Richtung Norden einen zweigeteilten Fußgängerstrom der dann jeweils im Randbereich des Platzes die Fahrgassen quert Auf der östlichen Seite haben die Fußgänger hinter den Sperrgittern deutlich mehr Platz siehe Foto 2 Wer von der westlichen Gehwegseite kommt oder dort hin will wird es erinnert fatal an die Kreuzungen in der DDR per Fußgängersperrgitter daran gehindert eine direkte Platz Querung vorzunehmen siehe Foto 4 Also gingen fast alle Fußgänger wie auf einem normalen Gehweg an der Hausfront entlang Auf diesen nicht übermäßig breiten Streifen standen Fahrräder und eine Gruppe junger Leute stolperte über das quer aufgestellte Werbeschild Am Ende der Sperrgitter müssen die Fahrgassen von zwei Platzausfahrten überquert werden Das ist nicht hervorhebenswert komfortabel siehe Foto 3 Unterschiedliches Verkehrsverhalten Die Autofahrer innen fuhren an hellen Tageszeiten und bei erkennbaren Fußverkehrsaufkommen in der Regel vorsichtig und auch bremsbereit in den Kreuzungsbereich hinein und mitunter recht zügig bis unangemessen schnell wieder heraus Von 5 bis 7 km h Verkehrsberuhigter Bereich konnte nicht die Rede sein In der Literatur erste Quelle werden 17 km h als Geschwindigkeit angegeben die von 85 der Fahrzeuge unterschritten wurde Die gefühlten Geschwindigkeiten waren in den Beobachtungszeiträumen höher Dennoch war die Anhaltebereitschaft sehr hoch allerdings wie bei Fußgängerüberwegen schon in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts beobachtet Alters und Geschlechtsabhängig jung alt männlich weiblich und auch abhängig von der Gruppengröße Ganz wenige Kraftfahrer innen versuchten bei Fußgängergruppen durchzusetzen Am Abend fuhr allerdings etwa die Hälfte der Fahrzeuge mit der vor Platzeinfahrt gefahrenen Geschwindigkeit auch über den Platz Bei etwas selbstbewussteren Fußgängern kam es wegen der Anhalte Unwilligkeit zu Konflikten einmal in der Abendstunde sogar zu einem Beinah Unfall mit dann verbaler Auseinandersetzung Es sah so aus als wenn der Verkehrsberuhigte Bereich bei Eintritt der Dunkelheit abgeschafft wird Der Platz ist allerdings auch schlecht ausgeleuchtet und die Übergänge sind nicht als solche optisch hervorgehoben Die Fußgänger können überall gehen befinden sich aber in der Mitte des Platzes gefühlsmäßig auf der falschen Seite der Leitplanke Fußgängersperrgitter Ob der von Mondermann vertretene Shared Space Grundsatz Unsicherheit schafft Sicherheit hier zutrifft kann natürlich nur im Vergleich zu den Verkehrsbedingungen für die Fußgänger vor dem Umbau entschieden werden In den immerhin fünf Beobachtungsstunden wurden nur etwa zwanzig Fußgänger gesichtet die auf dem direkten Weg zwischen Markt und Einkaufszentrum quer über den Platz liefen siehe Foto 1 Im Gegensatz zur Angabe in der Literatur wurden auch nur wenige Menschen gesehen die von der einzigen im Verlauf des Weges angelegten roten Pflasterung abgesehen diese hervorgehobenen Bereiche als heimliche Querungsanlage benutzt haben Umfrage Was würden Sie tun wenn Sie Brühlers Bürgermeister wären Birgit Cremers Ich würde die

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/124-kreis-oder-schlaengelverkehr.html (2016-02-09)
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  • Neue Richtlinien für Lichtsignalanlagen RiLSA 2010
    worden Die Wartezeit bis zur Freigabe des Fußverkehrs sollte möglichst kurz sein Durch ein Informationssignal z B Text Signal kommt kann den Fußgängern angezeigt werden das ihre Anforderung registriert ist RiLSA 2 3 1 5 Information ist fast alles Auf eine Festlegung einer maximalen Rot Zeit wurde verzichtet weil diese für eine Verkehrsteilnehmergruppe oder einen Verkehrsstrom stark von der Steuerungsstrategie und von der Abwägung der Zielkonflikte ab hängt RiLSA 2 7 3 Beachtet werden soll dabei auf die Akzeptanz bei Fußgängern und Radfahrern und die verfügbare Wartefläche für Fußgänger und Radfahrer RilSA 2 7 3 Letzteres ist sehr fürsorglich denn bei einer Aufstelldichte von mehr als 2 Personen pro Quadratmeter RiLSA 3 6 macht langes Warten bei jeder Witterung nicht so rechten Spaß Darüber hinaus wurde die sogenannte Bettelampel in einer denkwürdigen Formulierung schön geredet Hier wird in eine gegebene Phasenfolge nur auf Anforderung eine Phase eingeschoben um nicht ständig auftretenden Verkehrsströmen z B abbiegende Fahrzeugströme ÖPNV Fahrzeuge Radfahrer Fußgänger das Befahren bzw Begehen des Knotenpunktes bedarfsgerecht zu ermöglichen RiLSA 4 3 4 3 Gehzeiten Nach wie vor sind Fußgänger überaus reaktionsschnell und setzen sich ab Grün sofort und ohne Reaktionszeit in Bewegung Deshalb wohl wurde die Mindestgrünzeit auch entgegen aller wissenschaftlichen Aussagen zu diesem Thema mit 5 Sekunden belassen RiLSA 2 7 4 Allerdings wurde die zusätzliche Bedingung dass Fußgänger bei Grün mindestens die halbe Furtlänge bzw bei hintereinanderliegenden Furten die Mittelinsel der Fahrbahnteiler und die Hälfte der zweiten Furt gequert werden können ebenfalls übernommen RiLSA 2 7 4 Die Qualität des Verkehrsablaufs nicht motorisierter Verkehrsteilnehmergruppen kann durch geeignete Bevorrechtigungsmaßnahmen entscheidend verbessert werden RiLSA 1 2 2 Diese Aussage lässt Gutes erhoffen doch im Detail wie z B zum Thema Mindestfreigabezeiten sehen die Formulierungen doch ein wenig anders aus Bei einer größeren Anzahl hintereinanderliegender Furten ist auf eine insgesamt möglichst fußgängerfreundliche Gestaltung des Signalprogramms zu achten Eine Koordinierung wird sich jedoch aufgrund vielfältiger weiterer Randbedingungen in den meisten Fällen nicht realisieren lassen RiLSA 2 7 4 Soll man es da noch versuchen In diesem Zusammenhang ist es erfreulich dass folgende Aussage noch einmal bekräftigt wurde Für den Kraftfahrzeugverkehr nicht benötigte Freigabezeiten sind für die Verlängerung der Fußgängerfreigabezeiten zu nutzen RiLSA 2 3 1 5 Das war zwar auch in der alten RiLSA als Abbruch nicht ausgelasteter Fahrzeugfreigabezeiten enthalten RiLSA 1992 7 3 2 und hat nunmehr 18 Jahre lang keine besonderen Aktivitäten in den Kommunen hervorgerufen doch klingt die neue Formulierung schon mehr nach einem Prüfauftrag wenn es denn die Stadtpolitik so will Will sie es sollte man ein Auge zudrücken dass es ja wiederum lediglich um Restzeiten Zuteilungen geht und keineswegs um die angekündigte Bevorrechtigung Geh fahr bei Grün Es ist keine Neuigkeit dieser Richtlinien Ausgabe dass der größte Konfliktstoff in der gemeinsamen Nutzung der Furt bei Grün für Fußgänger auch durch andere Verkehrsteilnehmer liegt Unfallanalysen haben diese Vorgänge stets als latente Unfallgefahr herausgestellt Durch die RiLSA 1992 wurde auf eine breite Diskussion für möglichst viele konfliktfreie Ampelschaltungen reagiert Es gab nur wenige Untersuchungen mit dem selbstverständlichen Nachweis

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/120-rilsa-richtlinien-fuer-lichtsignalanlagen-2010.html (2016-02-09)
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  • Fußgänger-Wartezeit Null an Grazer Ampelanlagen
    Alternativen gesucht diese Mängel an Fußgänger Druckknopfampeln zu beheben Modellversuch Fußgänger stört Grüne Welle Einer dieser Versuche wurde an der stark frequentierten Radroute Neubaugasse unmittelbar an einer Schule durchgeführt Fußgänger und Radfahrer mussten zum Queren der Keplerstraße bis zu 100 Sekunden warten weil die Druckknopfampel auf die Grüne Welle des KFZ Verkehrs mit einer wichtigen benachbarten Ampelanlage koordiniert war Als Zugeständnis an die Querenden wurde während des Tages die Grünphase ständig geschaltet ohne den Druckknopf betätigen zu müssen Damit konnte wenigstens den zufällig bei Grün eintreffenden Fußgängern eine sofortige Querung ermöglicht werden Wunsch der Politik war es die Wartezeit für Fußgänger Radfahrer auf maximal 50 Sekunden zu begrenzen Daher entschloss man sich für den Modellversuch diese Fußgängerampel aus dem Koordinierungsverband herauszunehmen und mit Druckknopfanmeldung zu betreiben Seitens der Autofahrerlobby herrschten naturgemäß Bedenken dass die kürzeren Intervalle der Fußgängerphase den ohnehin schon im Staubereich des benachbarten Knotens stockenden Verkehrsfluss unzulässig aufstauen würden Auswirkungen Statt bisher 35 fixen Grünphasen pro Stunde können sich nun Fußgänger Radfahrer bis zu 60 Grünphasen pro Stunde anfordern Die maximale Rotzeit für Fußgänger Radfahrer beträgt nur mehr maximal 50 Sekunden Neben diesen erwünscht positiven Auswirkungen auf Fußgänger Radfahrer wurden aber auch die Auswirkungen auf den KFZ Verkehr untersucht Erstaunlicherweise wurde durch die neue Schaltung in der Morgenspitze vor der Druckknopfampel ein um 10 kürzerer und in der Nachmittagspitze sogar ein um 35 kürzerer Rückstau gemessen Noch dazu war bei diesem Vorher Nachher Vergleich das Verkehrsaufkommen nachher um 30 bis 40 größer Dieses verblüffende Ergebnis wurde dadurch möglich dass besonders am Nachmittag nicht alle Grünphasen für den Querverkehr benötigt werden und daher der KFZ Verkehr zeitweise von Fußgänger Radfahrer ungestört fließen kann Die modellhaft neue Fußgänger Radfahren freundliche Schaltung hat also nicht nur den Fußgängern Radfahrern eine deutliche Verkürzung der Wartezeit sondern auch dem Verkehrsfluss des KFZ Verkehrs Vorteile gebracht Bisher ungenutzte Reserven konnten durch diese neue Ampelschaltung sinnvoll genutzt werden Folgeprojekte Inzwischen wurden 18 von 27 in Grünen Wellen gelegene Druckknopfampeln aus der Koordinierung genommen Dadurch konnten die sehr langen Wartezeiten durchwegs auf maximal 50 Sekunden reduziert werden An einigen dieser Anlagen wurde dieser Bonus für die Fußgänger jedoch nur außerhalb der Verkehrsspitzen freigegeben Die störenden Auswirkungen auf den Autoverkehr halten sich in Grenzen Wie beim Modellversuch werden nicht alle möglichen Fußgängerphasen ausgenutzt Grenzen für eine generelle Anwendung ergeben sich allerdings aus Verkehrssicherheitsaspekten bei sehr kurzen Abständen zu signalisierten Knoten und aus der Abwägung der Relation der Verkehrsstärken von KFZ und Fußgänger Radfahrern Modellversuch Dauergrün für Fußgänger Eine stark frequentierte Fußgänger Radfahrer Achse am Edeggersteg quert im Grazer Citybereich zwei wichtige Cityerschließungsstraßen Einbahnen Während in den Verkehrsspitzen die KFZ Verkehrsstärken höher sind dominiert am Abend und am Wochenende der querende nicht motorisierte Verkehr Daher bietet es sich geradezu an in Zeiten des schwachen Autoverkehrs die Prioritäten der Ampelschaltung zugunsten der Fußgänger umzudrehen Der Modellversuch wurde an beiden Kreuzungen ausgeführt Die neue Grundidee An herkömmlichen Fußgängerampeln werden Fußgänger ausgehend von einem Dauergrün für den KFZ Verkehr nur nach Anmeldung bedient Diese Priorität wird im Modellversuch umgedreht Grundzustand ist

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/110-fussgaenger-wartezeit-null-an-grazer-ampelanlagen.html (2016-02-09)
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  • Walk 21 in New York
    ließen sich vom Kopenhagener Architekten und Stadtplaner Jan Gehl beraten Es entstand ein neuer Straßengestaltungshandbuch street design manual und ein Platzprogramm Die bekanntesten Beispiele sind die Umgestaltung des Broadways und die neue Fußgängerzone am Times Square Auf dem Broadway wurden ein durchgängiger Radstreifen und punktuelle Aufenthaltsflächen auf Kosten von mindestens zwei Fahrspuren geschaffen Am Times Square gibt es nun eine große Platzfläche Viele Maßnahmen sind einfache Provisorien Die neuen Aufenthaltsflächen werden durch einen dünnen farbigen Belag hervorgehoben der auf den Asphalt aufgebracht wird Darauf werden Stühle Tische Sonnenschirme und große Pflanzkübel gestellt fertig Die Bordsteine bleiben zunächst wo sie sind Die New Yorker nutzen die neu entstandenen Gelegenheiten gerne und lassen sich vom Lärm vorbeibrausender Autos nicht stören Die neu geschaffenen Plätze und Aufenthaltsbereiche werden nach der einmaligen Herstellung durch die städtische Behörde an Bürger und Geschäftsstraßenvereine übergeben die sich um den Unterhalt kümmern und z T die Bereiche auch kulturell bespielen Sie beschäftigen ggf auch eigene Sicherheitskräfte Ein Vorgehen das für Öffentliche Räume in Europa wohl eher kein Vorbild ist Im Jahr 1990 galt New York mit 2 000 Morden als Hauptstadt der Kriminalität Bloombergs Vorgänger Rudolph Giuliani verfolgte konsequent seine Strategie Null Toleranz indem er auch kleinste Delikte ahndete und die Gerichte Straftäter innerhalb von 24 Stunden verurteilten Das füllte die Gefängnisse kostete viel Geld und führte verstärkt auch zu Übergriffen der Ordnungshüter Letztendlich war die Strategie jedoch erfolgreich New York ist heute die sicherste Großstadt der USA Bei einem Thema scheiterte Bloomberg dann doch Wenn die Autokolonne durchgefahren ist gehen New Yorks Fußgänger mehrheitlich bei rot über die Ampel Obwohl Radfahrerinnen und Radfahrer in New York nach wie vor eher noch exotisch sind hat das NYC Department of Transportation in den letzten drei Jahren 200 Meilen ca 320 km neue Radrouten errichtet Dies ist in den Straßen Manhattans die meist nur in einer Richtung befahren werden mittels großzügiger Radstreifen auf Kosten von Fahrspuren und Parkplätzen erfolgt Wenn in der Straße ein Bus verkehrt sind die farbig hervorgehobenen Streifen am linken Fahrbahnrand angeordnet sonst am rechten Ausdruck der New Yorker Sicherheitsphilosophie ist es dass der geradeausfahrende Radverkehr und abbiegender Kfz Verkehr nicht gleichzeitig grün bekommen Von Nutzern kritisiert wird die Tatsache dass die für Zweirichtungsverkehr ausreichend breiten Streifen nur in der Fahrtrichtung des Kfz Verkehrs befahren werden dürfen Mit der Einrichtung des Radstreifens werden in der Regel auch Lieferzonen vorgesehen um die Gefahr des Verparkens des Radstreifens zu verringern Zudem werden z T Bäume gepflanzt Fahrradständer und kleine Aufenthaltsbereiche sowie standardmäßig Mittelinseln errichtet um die Querungssituation für den Fußverkehrs zu verbessern Innerhalb der letzten drei Jahre hat die Zahl der New Yorker die zur Arbeit radeln um 45 zugenommen Am Rande der Klimakonferenz in Kopenhagen erhielt Bloomberg vom Europäischen Radfahrerverband ECF eine Auszeichnung für seine Fahrradförderung Bei so viel neuem Schwung für den Fuß und Radverkehr fand die Walk 21 zur richtigen Zeit am richtigen Ort statt Mit 530 Besuchern konnte sie einen neuen Teilnehmerrekord verbuchen Während New York sich mit europäischen Städten messen kann ist das Zufußgehen

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/112-walk-21-in-new-york.html (2016-02-09)
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