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  • Kopfsteinpflaster – Verkehrsberuhigung für den Rad- und Fußverkehr?!
    Manche finden das sogar kommunikativ Das Kopfsteinpflaster ist für sie Sinnbild einer gemütlichen beschaulichen langsamen Stadt für Bremen eben Nicht so beschaulich ist das für zu Fuß gehende Menschen insbesondere Ältere und Eltern mit kleinen Kindern Sie müssen auf Gehwegen ständig vor Radfahrern auf der Hut sein Beileibe nicht jeder Radfahrer schiebt wenn er einem Fußgänger begegnet oder ihn auf dem Gehweg überholen will Ein kurzes Klingeln wer dann nicht springt ist selbst schuld Manche finden dass das Kopfsteinpflaster zu den alten Häusern einfach besser passt Die vielen teilweise auf dem Gehweg stehenden Autos die historisch gesehen nicht zu dieser Postkartenromantik passen und den Blick auf dieses Ensemble verstellen werden mental einfach wegretuschiert Die meisten Bewohner jedoch schimpfen über das Kopfsteinpflaster das im Viertel in Bremen flächendeckend anzutreffen ist Bei Regen führt es bei Radfahrern zu üblen Stürzen Die Rollgeräusche sind unangenehm laut Alte Menschen bleiben mit dem Rollator in den Fugen hängen Für Rollstuhlfahrer die zuweilen den blockierten Gehwegen ausweichen müssen ist Kopfsteinpflaster sehr unbequem Blinde Menschen fürchten die Stolpergefahr Das alles wiegt schwerer als der schöne Anblick Wie denken die Städter heute über das Kopfsteinpflaster Um nachzuweisen wie die Bewohner und Nutzer der Straßen wirklich darüber denken hat der FUSS e V Bremen in einer Wohnstraße mit Kopfsteinpflaster und Altbremer Häusern eine Befragung durchgeführt In 100 Briefen wurden die Anwohner gebeten sich zu Pflaster oder Asphalt zu äußern Das Ergebnis 15 Bewohner sind für die Asphaltierung ihrer Straße fünf Bewohner sind für einen Asphaltstreifen in der Mitte am Rand Kopfsteinpflaster und fünf Bewohner sind für den Erhalt des Kopfsteinpflas ters in voller Straßenbreite Bei einem Rücklauf von 25 gab es 20 Befürwortungen für Asphalt und zehn für Kopfsteinpflaster Eine deutliche Mehrheit ist also für Asphalt Hat man nur die Wahl zwischen Kopfsteinpflaster und Asphalt Das ist eine Kostenfrage

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/192-verkehrsberuhigung-durch-kopfsteinpflaster.html (2016-02-09)
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  • Wollen Sie nur von Haltestelle zu Haltestelle oder auch zum Einkaufen?
    ganze Jahr gestreute Verhaltenserhebung und eine ebenso kontinuierliche Ermittlung der bei der ÖPNV Nutzung gemachten Erfahrungen ÖPNV Nutzung und Erfahrungen werden auf Etappenbasis erhoben Die vier Städte sind Augsburg Fürth Halle und Nürnberg Sie sind für die Auswertungen in diesem Heft im Verhältnis 1 1 1 1 zusammengefasst Der Datenbestand hat eine Größe von insgesamt über 75 000 Personen Die klassische Auswertung nach dem hauptsächlich genutzten Verkehrsmittel ergibt folgendes Bild Grafik 1 Grafik 1 Der Anteil an reinen Fußwegen liegt bei einem knappen Viertel der Anteil des öffentlichen Verkehrs HVM bei einem guten Sechstel 18 ÖPNV Etappen Bei sorgfältiger Erhebung zeigt sich dass jeder ÖPNV Weg im Schnitt 5 28 Etappen ausweist Grafik 2 Grafik 2 Diese Etappen sind allerdings nicht nur Mobilitäts Etappen sondern beinhalten auch das Warten und Umsteigen Durchschnittlich werden in diesen vier Städten 1 43 öffentliche Verkehrsmittel pro ÖPNV Weg genutzt 1 43 Etappen Fortbewegung Im Zu und Abgang ergeben sich 1 06 bzw 1 07 Etappen Dieser Wert liegt über 1 0 weil jemand beispielsweise zum geparkten Auto gehen und dann mit dem Auto weiterfahren kann zwei Etappen Betrachtet man nun die Verkehrsmittelwahl auf den Zu und Abgangsetappen dann zeigt sich die überragende Bedeutung der eigenen Füße Grafik 3 Grafik 3 Der Anteil der Fuß Etappen liegt bei 96 bzw 95 Das Fahrrad hält einen Anteil von 3 übrigens sowohl beim Zu wie beim Abgang der motorisierte Individualverkehr hat nur eine sehr geringe Bedeutung Mithilfe der hier vorgestellten Daten kann auch die Verkehrsmittelwahl auf Etappenbasis berechnet werden Selbst wenn man diese Berechnung auf Wege beschränkt bei denen das hauptsächlich genutzte Verkehrsmittel der öffentliche Nahverkehr ist haben die Fuß Etappen deutlich die Oberhand Bei einem Weg der in der klassischen Mobilitätsforschung als ÖPNV Weg ausgewiesen wäre werden nur 27 der Etappen mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zurückgelegt fast drei Viertel dagegen mit den eigenen Füßen Der Anteil der anderen Verkehrsmittel liegt bei etwa 1 oder unter 0 5 0 Grafik 4 Grafik 4 Die nach der eingangs beschriebenen Wege Definition ermittelten ÖPNV Wege dauern im Schnitt von Tür zu Tür 36 Minuten fast die Hälfte dieser Zeit entfällt auf das zu Fuß Gehen nur etwas über die Hälfte tatsächlich auf öffentliche Verkehrsmittel Mit denen wird allerdings der größte Teil der Entfernung zurückgelegt 93 Diese Relationen sind im folgenden Bild noch mal für Dauer und Entfernung zusammengefasst Grafik 5 Grafik 5 Ein Viertel der gesamten Dauer eines ÖPNV Weges wird demnach auf den Zu und Abgang verwendet fast genau so lange dauern Warten und Umsteigen Die Entfernung zur bzw von der Haltestelle liegt im Schnitt bei etwa 0 3 km Erfahrungen In den gängigen Kundenzufriedenheits Untersuchungen wird die Zufriedenheit anhand vorgegebener Merkmale z B Ausstattung der Haltestelle ermittelt Dabei werden etwa 30 Merkmale telefonisch im Eilzugstempo abgefragt Ein solches Vorgehen wird dem Thema Akzeptanz des öffentlichen Verkehrs in einer Stadt nicht gerecht Deshalb erheben wir die Zufriedenheit differenzierter und mit verschiedenen Methoden Eine davon ist die Erfassung der bei einem ÖPNV Weg gemachten Erfahrungen Diese Erfassung erfolgt explorativ

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/40-ml/archiv/160-fuss-modal-split-und-oepnv.html (2016-02-09)
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  • Rote Ampeln sollen nur für Autos gelten?
    Ampel steht ist das auf einmal lebensgefährlich Kein Schutz durch Ampeln Ampeln schützen beim Straßenseitenwechsel im besten Fall vorm Querverkehr Die größte Gefahr kommt jedoch von hinten links aber auch von vorne links im Längsverkehr Dieser Kfz Verkehr hat idR sowieso gemeinsam mit dem Radler der Fußgängerin grün Die Befolgung der Lichtzeichen der Ampel bringt in dieser Hinsicht nicht ein Mehr an Sicherheit Ein aufmerksames Umschauen nach allen Seiten hilft also auch bei grünem Signal Dieses Alltagswissen wird durch eine Studie unterstützt die Geert van Waeg Präsident der IFP auf der WALK21 Konferenz in München vorstellte Er beobachtete in sieben Städten der Welt jeweils eine typische innerstädtische Kreuzung mit Fuß und Kfz Verkehr keine deutsche Stadt Kurz zusammengefasst in den von ihm untersuchten Städten gehen sehr viele Menschen bei rot über die Ampel wenn sie das tun schauen sie vorher besonders aufmerksam wenn es grün ist schauen hingegen nur 65 der Fußgänger trotz heranfahrender Abbieger es war auch auffällig dass bei grün für Fußgänger genauso viele Autos auf der Kreuzung waren wie bei rot Hintergrund Unfälle an Ampeln Die Unfallstatistiken Deutschlands zeigen folgendes Bild Im Jahr 2012 haben mehr als 5 000mal Autofahrer innen Lichtzeichen nicht beachtet so dass es zu Unfällen mit Personen schäden kam Fußgänger innen und Radler innen verursachten jeweils weniger als ein Viertel entsprechender Unfälle bei diesem Fehlverhalten Vorbild für die Kinder Aber was ist mit dem Vorbild für die Kinder Können diese nachvollziehen dass man nicht einfach so bei rot über die Fahrbahn gehen bzw radeln darf Klar ist Kinder werden im Laufe ihres Lebens immer mit Situationen konfrontiert wo jemand etwas falsch macht jedoch wäre es bei dieser Regelung komplizierter da sie nicht aus einem klaren Du darfst nicht besteht sondern eine Erlaubnis unter schwierig einzuschätzenden Bedingungen darstellt Ulrich Leth dazu Ich finde es höchst interessant dass das Argument der Vorbildfunktion für Kinder aufgekommen ist das ist das erste Mal dass sich die Autolobby um die Kinder sorgt Und auch in anderen wichtigen gesellschaftspolitischen Themenbereichen wurde die Vorbildfunktion für Kinder noch nie herangezogen z B bei der Debatte um Rauchverbote in Lokalen Alkoholmissbrauch Selbst die Helm pflicht für Radfahrer wurde in Österreich nur für Kinder unter 12 Jahren eingeführt nicht für Erwachsene die ja die Vorbilder sein sollten Aber es stimmt natürlich Kinder sind aufgrund ihrer Größe geistigen Entwicklung und mangelnden Erfahrung oft noch nicht in der Lage Verkehrssituationen z B Annäherungsgeschwindigkeiten von Kfz richtig einzuschätzen Deshalb sind sie auch vom Vertrauensgrundsatz ausgenommen 2 Jeder Autofahrer der an einem Kind das an einer roten Ampel wartet mit 50 vorbeifährt wäre also auch jetzt schon schuld im Falle eines Unfalls Statt unsere Kinder verkehrsgerecht zu machen sollten wir den Verkehr kindergerecht gestalten d h ein fehlerverzeihendes Umfeld schaffen um den Kindern die ersten Schritte im Straßenverkehr gefahrlos zu ermöglichen Das blinde Vertrauen in die Sicherheit auf geregelten und ungeregelten Schutzwegen ist ohnehin fehl am Platz s Zebrastreifenunfälle Es hätte ja auch eine Vorbildfunktion wenn sich Erwachsene bei roter Ampel versichern dass weit und breit kein

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/191-rote-ampeln-nur-fuer-autos.html (2016-02-09)
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  • Kennzeichnungspflicht für Fahrräder
    werden dann mal eben alle verkehrspolitischen Probleme beim Fußgänger abgeladen Der ist schuld dass es keine Radwege an Straßen gibt oder das Radfahren in Fußgängerzonen immer noch nicht erlaubt ist Er schäme sich Kennzeichnungspflicht schützt Fußgänger Auch wenn theoretisch die Straßenverkehrsordnung schon immer auch für Radfahrer gilt bewegen sich Radfahrer de facto in einem rechtsfreien Raum Es braucht schon mehrere Ordnungshüter um eine Radfahrer zu stellen der durch die Fußgängerzone oder auf dem Gehweg fährt In der Regel entzieht sich der Radfahrer der Feststellung seiner Personalien durch Fahrerflucht auch in dem Wissen dass er oder sie so gut wie nie belangt werden wird Denn wie will man einen verkehrswidrig fahrenden Radfahrer identifizieren ohne eine Kennzeichnung Daran ändern auch die zum 01 04 2013 erhöhten Bußgelder nichts Dabei geht es nicht um die Durchsetzung der Rechtsordnung um des Prinzips wegen Heutige Fahrräder mit modernen Schaltgetrieben und erst recht die mit Elektromotoren betriebenen Räder erreichen Geschwindigkeiten die bei Zusammenstößen mit Fußgängern zu erheblichen Verletzungen bis hin zur Todesfolge führen können Daher muss es grundsätzlich möglich sein einfach und zweifelsfrei feststellen zu können wer Halter eines Fahrrades ist Gerade im Hinblick auf die enormen Zuwachsraten im Radverkehr ist es nicht mehr akzeptabel wenn die Durchsetzung des Fußgängerschutzes vor verkehrswidrig fahrenden Radfahrern quasi un möglich ist und Schadenersatzansprüche ins Leere laufen Eine Kennzeichnungspflicht für Fahrräder würde helfen das Bewusstsein bei Radfahrern zu schaffen dass die StVO auch für sie gilt Alleine das wäre den Aufwand schon wert Kennzeichnungspflicht ist unbürokratisch möglich Die Kennzeichnungspflicht für Fahrräder lässt sich unkompliziert und ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand einführen Hierzu müsste man sich lediglich des bereits seit vielen Jahren eingeführten Systems der Versicherungskennzeichen bedienen die für mit Benzinmotoren ausgestatteten Fahrrädern MoFas und Mopeds verwendet werden Beim Kauf eines Fahr rades würde der Fahrradhändler das Kennzeichen anbringen und die Daten weiterleiten Vorteilhaft für die Fußgänger wäre zudem die mit dem Kennzeichen verbundene Haftpflichtversicherung von Radfahrern Auch würde die nicht nachvollziehbare rechtliche Unterscheidung in mit Elektro und mit Benzinmotoren betriebene Fahrräder abgeschafft Dem Fußgänger dürfte es egal sein ob er von einem Elektro oder einem Benzinmotorfahrrad umgefahren wird Fazit Der zunehmende Radverkehr in den Städten findet in einem praktisch rechtsfreien Raum und zu Lasten der Fußgänger statt Die personell unterbesetzten Ordnungsämter und Polizeiwachen sind auch nicht im Ansatz in der Lage Fußgänger vor rücksichtslosen Radfahrern auf Gehwegen und Fußgängerzonen zu schützen Eine Kennzeichnungspflicht für Fahrräder ist daher dringend notwendig um bei Radfahrern das Rechtsbewusstsein für die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung zu schaffen und Fußgängern zu ermöglichen verkehrswidrig fahrende Halter von Fahrrädern schnell unkompliziert und zweifelsfrei zu identifizieren und haftbar machen zu können Die Lobbyverbände der Fußgänger die Fraktionen im Bundestag und auch die Medien sollten sich den Themas annehmen Die Zeit ist reif Was meint FUSS eV dazu Die mobilogisch Redaktion bat im Interview den Bundesgeschäftsführer von FUSS eV Bernd Herzog Schlagk um seine Position zur Forderung nach der Kennzeichnungspflicht Über die Hälfte der Befragten Fußgänger füh len sich in der Bundeshauptstadt durch Radler auf dem Gehweg belästigt oder gefährdet Ist das

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/185-kennzeichnungspflicht-fuer-fahrraeder.html (2016-02-09)
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  • Walk21 “Walking connects” in München
    hat in diesem Jahr den europäischen Preis für die beste Mobilitätspolitik bekommen Das Fazit des Bürgermeisters Nur ein klarer politischer Wille kann derartige fundamentale Veränderungen bewirken alle müssen von der Notwendigkeit einer entsprechenden Entscheidung überzeugt sein damit sie an einem Strang ziehen Vorträge im Plenum Diese Vorträge gab es jeweils zu Beginn der Konferenztage für alle Teilnehmer Dr Hermann Knoflacher emeritierter Professor für Verkehrswissenschaften an der TU Wien hat eine wie immer sehr kurzweilige Rede gehalten die den Nagel auf den Kopf getroffen hat Hier nämlich im Kopf sitzt bei vielen Bürgern Planern und Politikern ein gefährlicher Virus das Auto der das Denken Fühlen und Handeln in hohem Maß beeinflusst Breite Straßen langweilige Wohnsiedlungen mit Doppelgaragen kaum Platz für das Gehen und Verweilen sind für die Städte die Folge Die hohe Akzeptanz des Platzverbrauches durch das Automobil lässt sich anders schlecht erklären Auch der Musiker Jason Roberts aus den USA hat viel Applaus für sein better block project geerntet Sein Kampf gilt der Ödnis amerikanischer Siedlungen mit Musik guten Ideen und vor allem Tatkraft Leerstehende Läden werden aufgemöbelt und wieder genutzt es werden Plätze für Spiel und Spaß geschaffen Fahrbahnen verengt Seitenräume erweitert und Bäume gepflanzt Sein Rezept Ein paar Freunde für eine gemeinsame Aktion zusammentrommeln und mit den Bürgern einfach anpacken Das geht wohl nur im Land der tausend Möglichkeiten Ein weiterer Vortrag des Sportmediziners Martin Halle von der TU München verdeutlichte wie wichtig die tägliche Bewegung für unsere Gesundheit ist In einem 30 minütigen Fußweg pro Tag sieht er den Schlüssel für die Prävention gegen sämtliche Zivilisationskrankheiten Nicht nur der Hund braucht Bewegung der Mensch auch Eigenbewegung ist das beste und schonendste Mittel gegen die grassierende Fettleibigkeit mit all ihren Nebeneffekten wie Herzerkrankungen Diabetes und Depression und kostenschonend dazu Vorstellung von zwei Projekten Gegen Ende der Plenumsvorträge wurden noch zwei Projekte vorgestellt die widersprüchlicher nicht sein konnten ein junger engagierter Architekt und ein junger engagierter Technik Freak haben referiert Der brasilianische Architekt Filipe Balestra hat von seinen Projekten der Erneuerung verkommener Wohnviertel und Slums in der 3 Welt berichtet bei dem sehr schonend Haus für Haus erneuert wird ohne die fußgängerfreundlichen vorhandenen Siedlungs und Sozialstrukturen zu zerstören Er plant auch in Europa Siedlungen speziell für ärmere Menschen so z B rund um Stockholm mit guter Anbindung an den ÖPNV Der deutsche Technik Freak Matthias Greiner hatte ein ganz anderes Anliegen Er warb mit Begeisterung für die neueste Apps z B ein Navi für Fußgänger Nach Eingabe des Ziels laufen virtuell ein paar Pinguine voraus Eine weitere App Wenn das smartphone in Richtung bestimmter Gebäude gerichtet wird erfährt man alles über sie Wie viele Stockwerke sie haben wer sie wann erbaut hat usw Ein weiterer Clou wurde von ihm vorgestellt Eine Kamera im Brillengestell erspart einem das umständliche Hantieren mit dem Fotoapparat oder dem smartphone Wie bei Allem kommt es hier wohl auf das rechte Maß der Nutzung an Zwischendurch einmal der virtuellen Welt entfliehen die Wirklichkeit spüren tut den Menschen gut Forget surfing walk the web war die

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/159-walk21-kongress-muenchen2013.html (2016-02-09)
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  • ROT-GRÜN: Ziel ist eine Fußgänger-Signalisierung im „Design für Alle“
    Hälfte der Städte wenden zumindest teilweise auch die Mindestgrünzeit von 5 s an Gute Regelkenntnis geringe Regelakzeptanz Die Befragung von 600 zu Fuß Gehenden jeweils 200 im Bereich der Fallbeispiele mit Rot Grün Signalisierung Fußgänger Gelb und Grünblinken hat gezeigt dass in Deutschland die Regelkenntnis sowohl in den Städten mit der Standardsignalisierung als auch in Düsseldorf mit der Gelbsignalisierung sehr hoch ist 98 In Zürich nehmen immerhin 10 der Befragten irrtümlicherweise an dass bei Gelb noch ein Überquerungsvorgang gestartet werden darf Knapp 50 der Befragten in Graz und Eindhoven sind dagegen ebenso fälschlicherweise der Meinung dass bei Grünblinken nicht mehr gestartet werden darf Dieses Ergeb nis kann darauf hinweisen dass zusätzliche Signale nicht zum Regelverständnis beitragen zumindest wenn nicht wie beispielsweise in Düsseldorf eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit stattfindet Trotz des Regelwissens gaben in den Städten mit Rot Grün Signalen 60 bzw 40 an noch loszulaufen wenn es gerade Rot geworden ist oder das Signal schon länger Rot zeigt Auch in Düsseldorf räumten 50 und in Zürich 60 der Befragten ein bei Gelb den Überquerungsvorgang noch zu beginnen In den Städten mit Grünblinken gaben 80 an bei Grünblinken noch zu starten insbesondere Menschen ab 60 Jahren gaben aber vermehrt an dann nicht mehr zu überqueren Zu Fuß Gehende fühlen sich weitestgehend sicher trotz Konflikte In Deutschland wurde zusätzlich nach dem subjektiven Sicherheitsempfinden gefragt In Bonn und Bochum den Städten mit der klassischen Rot Grün Signalisierung stuften die Befragten auf einer Schulnotenskala das Sicherheitsempfinden an den Signalanlagen als Fußgänger mit den Noten 1 9 bzw 2 0 als sicher ein In Düsseldorf wurde das Sicherheitsempfinden mit der Durchschnittsnote 2 7 schlechter eingestuft Als bereits erlebte Gefahrensituationen aufgeführt wurden dabei insbesondere Konflikte mit abbiegenden Kraftfahrzeugen sowie die Rotlichtmissachtung von Kraftfahrzeugen Bezüglich der potenziellen Konfliktsituation mit bedingt verträglichen Kfz Abbiegeströmen darf nicht unerwähnt bleiben dass knapp 17 der Befragten mit Führerscheinbesitz der Meinung sind dass man als abbiegender Autofahrer noch bei Fußgänger Rot auf der Fahrbahn befindliche Zu Fuß Gehende nicht mehr vorbeilassen muss Auch in diesem Bereich erscheint zumindest mit bestehender Signalisierungsform eine Öffentlichkeitsarbeit und ggf eine nachhaltigere Fahrerausbildung angebracht Auffällige Unfallzahlen mit bedingt verträglichen Abbiegern Für Düsseldorf wurde eine makroskopische Un fallanalyse für einen 5 Jahres Zeitraum durchgeführt Beachtenswert ist dass von der Polizei als zweithäufigste Unfallursache 28 von insgesamt 931 Fußgängerunfällen an Signalanlagen ein falsches Verhalten gegenüber Fußgängern beim Abbiegen registriert wurde was auf die Bedeutung des Konflikts mit bedingt verträglichen Kraftfahrzeugströmen hinweist Der Vergleich mit Ergebnissen früherer Untersuchungen in NRW zeigt dass es in Düsseldorf deutlich mehr getötete oder schwer verletzte Fußgänger pro 100 Lichtsignalanlagen gibt als in anderen Städten in Nordrhein Westfalen oder im Landesdurchschnitt Dies kann als Hinweis gedeutet werden dass das Fußgänger Gelb in Düsseldorf zumindest keinen sicherheitsfördernden Einfluss ausübt Laufen gegen Rot auch bei Anzeige der Räumzeit Die videogestützte Verhaltensuntersuchung hat gezeigt dass die klassische Rot Grün Signali sierung die höchste Regelakzeptanz bei den zu Fuß Gehenden aufweist Lediglich 3 4 der beobachteten Verkehrsteilnehmer startete den Überquerungsvorgang bei Rot Bei den Fallbeispielen mit zusätzlichen Signalen lagen die

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/198-forschung-fussgaenger-an-lichtsignalanlagen.html (2016-02-09)
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  • Renaissance der Zebrastreifen
    spielen zum Beispiel als Symphatieträger in Werbeplakatmotiven eine große Rolle Dennoch wurde in Folge mehrerer Unfälle im Winter 2011 2012 eine Diskussion und eine Sensibilisierung angestoßen Fußgängerüberwege nicht mehr nur als Markierung zu verstehen sondern als Bauwerk oder Verkehrsanlage zu deklarieren Dies führt dazu dass bestimmte Auflagen verbindlich vorgeschrieben wären wodurch die Gefahr besteht dass diejenigen Zebrastreifen welche die Anforderungen nicht erfüllen können ersatzlos entfernt werden müssen Damit diese Gefahr bei zukünftigen Projekten vermieden wird stellt Herr Schweizer einige Maßnahmen zur sicheren Querung vor Fußgängernetze statt nur Fußgängerstreifen planen Also zweckmäßig verbundene Fuß und Gehwege Fußgängerzonen Begegnungszonen u a die Querung ist ein Knoten von Fußweg und Straße Die Querungsdistanzen durch Mittelinseln verkürzen was insgesamt zu erhöhter Sicherheit einer Verflüssigung des Kfz Verkehrs sowie einer besseren Wahrnehmung des Fußgängerüberweges als Bauwerk führt Geschwindigkeitsreduktion beispielsweise durch bauliche Maßnahmen unmittelbar bei der Querungsstelle oder im Vorfeld einer Querung Erhöhung der Anhaltquoten durch Kampagnen Kontrollen und Bußgelder Insbesondere die zielgerichtete Planung mit einem übergeordneten Konzept ist für eine erfolgreiche Umsetzung von Fußgängerüberquerungen entscheidend Druck von unten Ein konkretes Projekt bei der auf umsichtige Planung verzichtet wurde veranlasste Daniel Wanzek sich mit der Umsetzung kommunaler Verkehrsprojekte am Beispiel eines Zebrastreifens auseinanderzusetzen Hierbei fand er von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche politische Überzeugungen bezüglich Zebrastreifen Berlin und Nordrhein Westfalen sind als Vorreiter zu nennen während beispielsweise die Stadt Dresden oder auch Thüringen kaum Zebrastreifen im Verkehrsnetz integrieren Beispielsweise sind in Weimar von 22 Zebrastreifen nur 12 regelkonform Daniel Wanzek beschäftigte sich im Zuge des Wettbewerbes R2R mit einem Zebrastreifen am Rand von Weimar welcher im Einzugsbereich zweier Schulen liegt aber von weitem nicht sichtbar nicht barrierefrei und ungenügend ausgestattet und beleuchtet war Aus diesem Grund wandte er sich an Polizei die Stadtverwaltung und an das Thüringer Verkehrsministerium TMBLV Im Laufe der Zeit erhielt er Unterstützung durch die Bewohner vor Ort den Ortsteilrat den Behindertenbeauftragten und einen Europaabgeordneten Er gründete daraufhin eine Bürgerinitiative warb für Spenden von der Privatwirtschaft ein und leistete beispielsweise in Form von Flyern einer Radiokampagne oder dem Dreh eines Kurzfilmes Öffentlichkeitsarbeit Aus seinen Erfahrungen leitete Daniel Wanzek unter anderem ab dass die aktuellen R FGÜ Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen aus dem Jahr 2001 nicht den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen So hält beispielsweise das enge Korsett der R FGÜ Behörden hinsichtlich Einsatzgrenzen von Zebrastreifen bei bestimm ten Verkehrsstärken davon ab verstärkt auf Zebrastreifen als Querungshilfe zu setzen Daher empfiehlt Daniel Wanzek zur Steigerung der Verkehrssicherheit die blau weiße Ummantelung der Fußgängerüberwege wie sie in NRW zu finden ist zur besseren Kontrastwirkung im gesamten Bundesgebiet einzuführen Während dessen das Halteverbot von 5 m auf freizuhaltende Bereiche nach den RASt 06 Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen zu erweitern ist Insgesamt steigt die Sicherheit von Fußgängerüberwegen mit deren Vorkommenshäufigkeit Die Frage nach der Sicherheit So gibt es vor allem über den Aspekt der Sicherheit noch heute kontroverse Meinungen wobei die vormals anerkannte Bewertung als unsicher immer mehr infrage gestellt wird und bei den Referenten und Teilnehmer und Teilnehmerinnen Konsens über die grundsätzliche

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/188-renaissance-der-zebrastreifen.html (2016-02-09)
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  • Urteil zur Verkehrssicherungspflicht auf Gehwegen
    genug auf Schäden geprüft wurde Eine allgemeine Regel wie oft geprüft werden muss gibt es jedoch nicht Die Frequenz richtet sich nach der Bedeutung der Art und dem Umfang der Nutzung des Gehweges Aus dem oben Gesagten lässt sich wahrscheinlich bereits erkennen dass es selten einen eindeutigen Schuldigen gibt die Rechtsprechung beruht auf der genauen Betrachtung der jeweiligen konkreten Umstände Rechtliche Grundlage bei Klagen Ansprüche von geschädigten Verkehrsteilnehmern hinsichtlich der Verkehrssicherungspflicht erfolgen auf der Grundlage von 823 BGB Bürgerliches Gesetzbuch Neun der 16 Bundesländer haben in ihren jeweiligen Straßengesetzen festgelegt dass die Amtshaftung formal diese Anspruchsgrundlage nach 839 BGB verdrängt Inhaltlich ändert sich für den Klageführenden dadurch jedoch nichts Urteil der höchsten Instanz Das Urteil des Bundesgerichtshofs BGH könnte die Rechte der Fußgänger gegenüber den Verkehrssicherungspflichtigen stärken Aktenzeichen Bundesgerichtshof III ZR 240 11 Auch in diesem Fall kann dies jedoch nicht so allgemein gesagt werden denn auch dieses Urteil behandelte konkrete Umstände So war der Tatort kein normaler Gehweg sondern der Übergang bei einem Mittelstreifen der auf seiner gesamten Breite Schäden aufwies Außerdem beruhte das Urteil auf dem Berliner Straßengesetz 7 und ist daher nur bedingt auf andere Bundesländer übertragbar Der BGH formulierte jedoch auch allgemeine Grundsätze So darf die zuständige Behörde nicht davon ausgehen dass allein der Umstand dass die Gefahrenquelle schon sehr lange bestehe und daher als bekannt vorausgesetzt werden dürfe nicht ausreicht die Verantwortung auf die Nutzer zu übertragen Vielmehr seien gravierende Schäden nicht mehr beherrschbar selbst wenn diese individuell dem Geschädigten bekannt waren Schließlich stelle gerade der vom Beklagten zur Entlastung vorgetragene Umstand dass die Schäden bereits lange vorhanden waren eine Pflichtverletzung der Behörde dar Sie hätte schon lange für Abhilfe sorgen müssen insbesondere da an dieser Kreuzung viele Senior innen die Fahrbahn zu einem Einkaufszentrum queren müssten Der Verweis des beklagten Landes auf seine Finanzsituation wurde vom Gericht nicht anerkannt Außerdem sei es Verkehrsteilnehmern nicht zuzumuten die Gefahrenstelle großräumig zu umgehen Das BGH bestätigte im vollen Umfang den vom Landesgericht Kammergericht Berlin erkannten Schuldanteil des Landes Berlin bzw des zuständigen Bezirks von 90 Stand der Technik zur Qualität von Gehwegen Die Empfehlungen für Fußgängeranlagen EFA gelten wie alle Richtlinien und Empfehlungen der Forschungsgesellschaft Straßenverkehr als Stand der Technik sind jedoch nicht von Bürger innen gegenüber der Behörde einklagbar Gehwege sollten laut Empfehlungen zumindest in der Gehbahnmitte einen glatten Belag haben und stets in einwandfreiem Zustand gehalten werden EFA 4 2 Stand der Praxis Legal oder illegal abgestellte Kfz auf Gehwegen zerstören die Gehwegfläche und den Unterbau Wenn Falschparker verstärkt kontrolliert werden würden gebe es nicht so viele Stolperfallen Co auf Gehwegen die für diese Lasten nicht ausgelegt sind Das sind sie auch nicht dort wo die Behörden Gehwegparken mit Zeichen 315 StVO angeordnet haben Die Richtlinie EFA besagt Das Abstellen von Fahrzeugen auf Gehwegen ist grundsätzlich verboten StVO und insbesondere bei Parkdruck baulich zu unterbinden EFA 3 1 3 Die Straßenbeleuchtung ist meist auf die Fahrbahn und nicht auf den Gehweg ausgerichtet Dadurch kann es hier im Dunkeln häufiger zu Stürzen kommen Die Richtlinie EFA

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/140-urteil-zur-verkehrssicherungspflicht-auf-gehwegen.html (2016-02-09)
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