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  • Die Gruppe ÖPNV des Kerpener Netzwerks 55plus macht mobil
    zu motivieren besuchten und besuchen wir Fachveranstaltungen wie z B Ende 2010 die Tagung Mobilitätsmanagement für Senioren in Düsseldorf und 2011 die Fachgruppe Seniorenmobilität des Verkehrsverbundes in Köln Ein Austausch mit dem Amt für Verkehr sorgt für die nötige Vernetzung im Rathaus Ein wichtiger Schritt für die Gruppe war die Aufnahme in den Arbeitskreis AK ÖPNV der Stadt Kerpen Der AK ist ein Gremium in der Stadtverwaltung bestehend aus Politik Verwaltung sachkundigen Bürgern und den örtlich operierenden Verkehrsunternehmen der die Sitzungen des Planungsausschusses in Sachen Verkehr vorbereitet Hier bringen wir die für uns wichtigen Themen regelmäßig ein Die externe Vernetzung ist durch den Kontakt mit den örtlichen Verkehrsunternehmen sowie dem Verkehrsverbund abgerundet Demonstration für S Bahnanschluss für Kerpen Mitte Über Horrem und Sindorf besteht für Kerpen ein Anschluss an das S Bahnnetz Bis in die 1960 er Jahre gab es von Kerpen Mitte ausgehend Anschluss an das DB Netz Auf einer gemeinsamen Demonstration setzten wir uns für die erneute Einrichtung einer S Bahnlinie mit Halt in Kerpen Mitte ein Diese Bemühungen blieben bis zum heutigen Tage leider ohne Ergebnis Erfolgreich waren wir in der Umsetzung unseres Wunsches nach einer innerstädtischen Verkaufsstelle von Fahrkarten Auf unsere Anregung hin werden inzwischen im Kerpener Rathaus Tickets für den ÖPNV verkauft Behindertengerechter Aus bzw Umbau von Haltestellen Die barrierefreie Gestaltung von Haltestellen ist uns ein wichtiges Anliegen Regelmäßig bringen wir dieses Thema gemeinsam mit dem Behindertenbeirat im Arbeitskreis ÖPNV der Stadt Kerpen ein Wir freuen uns dass mittlerweile einige Haltestellen in Stadtgebiet behindertengerecht ausgebaut wurden bzw dieses in Planung ist ÖPNV Testfahrten mit Vertreter innen aus Politik und Verwaltung Bereits mehrfach unternahmen wir in der Vergangenheit gemeinsam mit Vertreter innen der Fraktionen und der Verwaltung Testfahrten mit dem ÖPNV Die fiktiven Termine für den Aufenthalt nutzten wir um bei Kaffee und Kuchen die Situationen zu erläutern Die Gruppe konnte verdeutlichen dass es nicht darum ging Kritik zu üben sondern die Situation im ÖPNV unter Realbedingungen zu beurteilen Außerdem konnten wir wichtige Erfahrungen in der Nutzung von Bus und Bahn weitergeben Bustraining Durch den Kontakt der Gruppe mit der REVG Rhein Erft Verkehrsgesellschaft mbH RVK Regionalverkehr Köln GmbH und VRS Verkehrsverbund Rhein Sieg GmbH konnte in Kerpen ein Bustraining für Seniorinnen Senioren und behinderte Mitbürger innen durchgeführt werden Die Veranstaltung fand mit vielen Interessenten aus Kerpen statt und hat durch die intensive Ansprache und praktischen Übungen manche Vorurteile und Berührungsängste gegen den ÖPNV zerstreut Auch die Presse hat sehr lobend darüber berichtet Im Nachgang zu der Veranstaltung ergab sich ein wichtiger Pressekontakt das ZDF wurde auf unsere Aktivitäten aufmerksam und war so interessiert dass wir beim nächsten Bustraining am 16 05 11 von einem Film Team begleitet wurden Der sechsminütige Beitrag wurde am 07 06 11 in der Sendung Volle Kanne ausgestrahlt und ist unter dem Titel Sicher Bus und Bahnfahren für Senioren heute noch im Internet abrufbar Aufgrund der guten Resonanz erfolgt im September diesen Jahres ein weiteres Training Aktionstag Der mobile Mensch Das Kerpener Netzwerk 55plus beteiligte sich mit einem Aktionstag auf dem

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/135-die-gruppe-oepnv-des-kerpener-netzwerks-55plus-macht-mobil.html (2016-02-09)
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  • Mobilitätswünsche älterer Menschen
    Mehrheit der Befragten ist nicht oder nur kaum körperlich eingeschränkt Immerhin jeder Fünfte berichtet jedoch über starke Probleme beim Gehen oder Bücken so dass von dieser Gruppe angenommen werden kann dass sie in ihrer Mobilität beeinträchtigt ist Insgesamt gibt mehr als die Hälfte der Befragten an leichte oder starke Probleme beim Gehen oder Bücken zu haben 43 nennt leichte oder starke Sehprobleme und 39 leichte oder starke Hörprobleme Jeder Dritte berichtet von Problemen in der Fingerfertigkeit was z B das Greifen oder das Bedienen von Automaten erschweren kann Diese körperlichen Einschränkungen haben mehr oder weniger starke Auswirkungen auf die Teilnahme am Verkehrsgeschehen und öffentlichen Leben Um gewisse Mobilitätseinschränkungen zu kompensieren greifen 26 der Befragten auf eine oder mehrere Arten von Mobilitätshilfen zurück 14 aller Befragten nutzt einen Gehstock 11 also gut jeder Zehnte einen Rollator 3 einen Rollstuhl und 5 nutzt persönliche Begleitung Rollatoren werden im Stadtbild und in Bus und Bahnen in der Tat immer sichtbarer Was vor Jahren bei vielen Älteren noch verpönt war ist inzwischen gesellschaftsfähig geworden die Zahl der als Hilfsmittel verordneten sowie frei verkauften Rollatoren steigt von Jahr zu Jahr Sie ermöglichen mobilitätseingeschränkten Personen eine bessere Teilnahme am öffentlichen Leben stellen aber zugleich auch besondere Anforderungen an die Stadt und Verkehrsplanung Barrieren im Stadtraum Doch wie ist die städtische Umwelt auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingestellt Welche Probleme benennen die Befragten und welche Barrieren schränken ihre außerhäuslichen Aktivitäten ein Im Bereich Umgebung und Plätze sind es vor allem die fehlenden öffentlichen Toiletten die fast drei Viertel der Befragten bei Aktivitäten außer Haus stören Zu wenige Sitzgelegenheiten stören 57 43 der Befragten moniert ungepflegte Grünanlagen Straßen und Plätze und 41 stört sich unterwegs an unangenehmen Leuten d h rücksichtslosen oder Angst einflößenden Personen Fehlende behindertengerechte Toiletten stören 39 jeder Vierte bemängelt eine nicht ausreichend helle Straßenbeleuchtung Dabei stören sich Frauen deutlich häufiger an einer zu dunklen Straßenbeleuchtung als Männer Frauen bemängeln ebenfalls häufiger fehlende Sitzgelegenheiten und öffentliche Toiletten Personen die Probleme beim Gehen und Bücken angeben sind von fehlenden Sitzgelegenheiten und fehlenden behindertengerechten Toiletten stärker betroffen Die genannten Hindernisse schränken die Befragten in unterschiedlichem Maße in ihren außerhäuslichen Aktivitäten ein Zu wenig Sitzgelegenheiten und zu wenig bzw nicht behindertengerechte Toiletten stören ebenso wie unangenehme Leute vor allem beim Einkauf und beim Spaziergang Barrieren im Bereich Mobilität Das rücksichtslose Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer wird besonders häufig als Problem im Bereich Mobilität benannt 70 der Befragten stören auf den Gehwegen fahrende Radfahrerinnen und Radfahrer und 60 der Befragten fühlen sich durch auf Fuß oder Radwegen parkende Pkws stark beeinträchtigt 44 der Befragten ärgern sich über zu kurze Ampelphasen für Fußgänger und ein gutes Drittel 34 über mangelnde nahe gelegene Parkplätze Im ÖPNV beklagen 59 der Befragten zu komplizierte Fahrkartenautomaten 27 stört dass die öffentlichen Verkehrsmittel zu selten fahren Von mangelnder Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln fühlen sich 20 beeinträchtigt und zu weit entfernte Haltestellen beklagen immerhin noch 16 der Befragten Die genannten Barrieren im Bereich Mobilität stören die Befragten vor allem beim Einkaufen und Spazierengehen Arztbesuche werden durch fehlende

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/138-mobilitaetswuensche-aelterer-menschen.html (2016-02-09)
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  • Älter werden, mobil bleiben – Mobilitätsverhalten älterer Menschen
    in der Gesamt stichprobe Sie sind mit 74 5 Jahren überdurchschnittlich alt und haben häufiger eine ihre Mobilität einschränkende Behinderung 45 zu 23 in der Gesamtstichprobe auch schätzen sie ihren Gesundheitszustand schlechter ein Sie weisen ein geringeres Bildungsniveau und Nettoeinkommen auf und leben häufiger allein Insgesamt zeigen sie die geringsten Zufriedenheitswerte bezüglich ihrer Mobilitätsmöglichkeiten Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel Junge wohlhabende Mobile Fast alle Jungen wohlhabenden Mobilen verfügen über einen Pkw und mehr als die Hälfte von ihnen legt damit jährlich über 10 000 km zurück Charakteristisch für sie ist ein hohes subjektives Mobilitätsbedürfnis Sie wohnen eher am Stadtrand oder in den Vororten 20 aus dieser Gruppe sind noch berufstätig Gesamtstichprobe 9 und bezüglich ihrer Freizeitaktivitäten sehr aktiv Sie erleben ihre ÖV Nutzungsmöglichkeiten als eingeschränkt und nutzen öffentliche Verkehrsmittel auch entsprechend selten Die anderen Verkehrsmittel bewerten sie jedoch durchschnittlich Im Sommer nutzen mehr als 60 das Fahrrad mindestens einmal wöchentlich allerdings eher für Freizeit als für Arbeitswege vgl Abb 4 Dem Zu Fuß Gehen wird von den Jungen wohlhabenden Mobilen eine eher geringe Bedeutung beigemessen Der Männeranteil ist in dieser Gruppe überdurchschnittlich hoch 51 zu 41 und sie sind mit durchschnittlich 68 Jahren die jüngste Gruppe Ihr Nettoeinkommen und Bildungsniveau liegen deutlich über dem der anderen Gruppen Sie leben häufig 73 in festen Partnerschaften nur zu einem kleineren Anteil 19 allein Zugleich ist dieses Segment für neue Kommunikationsmittel am ehesten aufgeschlossen 90 dieser Gruppe verfügen über ein Mobiltelefon 72 über einen Internetanschluss Fahrradnutzung Selbstbestimmt Mobile Sie ähneln in vielerlei Hinsicht den Jungen wohlhabenden Mobilen Sie empfinden jedoch keine ausgeprägte Notwendigkeit ständig mobil zu sein Sie haben einen guten Zugang sowohl zum Pkw als auch zum ÖV und weisen eine durchschnittliche Pkw Bewertung auf Dabei fasst Pkw Bewertung zusammen wie positiv die Aspekte Erlebnis Autonomie und Privatheit beim Autofahren bewertet werden Die Selbstbestimmt Mobilen weisen die positivste Einstellung gegenüber dem Radfahren und Zu Fuß Gehen auf Von ihnen wird kein Verkehrsmittel ausgeschlossen und sie sind auch von keinem Verkehrsmittel abhängig Sie sind wie die Jungen wohlhabenden Mobilen eher Männer jünger als der Durchschnitt und leben häufiger in Paarhaushalten Sie erfreuen sich einer relativ guten Gesundheit haben nur selten ein Handicap und sind ziemlich aktiv Die Selbstbestimmt Mobilen erreichen die höchsten Zufriedenheitswerte bezüglich ihrer Mobilitätsmöglichkeiten und unterscheiden sich in dieser Hinsicht signifikant von den drei anderen Gruppen ÖV Zwangsnutzer ÖV Zwangsnutzer verfügen am seltensten über ein Auto nur ein Drittel von ihnen besitzt überhaupt einen Führerschein Ihre Einstellung dem Pkw gegenüber ist vergleichsweise negativ während das Radfahren und das Zufußgehen eher durchschnittlich beurteilt werden Der Anteil der Fußwege ist bei ihnen mit einem Drit tel bis zur Hälfte je nach Wegetyp am höchs ten Sie absolvieren anteilsmäßig die wenigsten Wege mit dem Pkw und die meisten mit öffentlichen Verkehrsmitteln Mehr als die Hälfte aller Befragten nutzt den ÖV mindestens einmal wöchentlich vgl Abb 3 Sie empfinden die höchste ÖV Autonomie und die ÖV Nutzung als einfach ÖV Zwangsnutzer wohnen auch wegen des fehlenden Pkw eher innenstadtnah und profitieren von einer guten ÖV Anbindung Mit

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/174-mobilitaetsverhalten-senioren.html (2016-02-09)
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  • Alltagsumwelt Hauptverkehrsstraße – mehr als nur Verkehr
    die Identifikation mit dem Raum beinhalten sowie die Einflüsse des Straßenverkehrs auf die Wahrnehmung berücksichtigen sind selten Doch Handlungskonzepte müssen nicht nur physisch altersgerecht sein sondern auch die emotionale Dimension des Zufußgehens abdecken Es gilt integrierende alterssensible Strategien zu entwickeln Als wichtiges Handlungsfeld lässt sich die sichere Erreichbarkeit und Querbarkeit hervorheben Während der Spaziergänge wurden nahezu durchweg große und andauernde AngstBeitraggefühle beim Queren der Straße geäußert Auch Ampeln erzeugten für die begleiteten Fußgänger häufig nur eine Schein Sicherheit Freies Queren ohne Hilfseinrichtungen wie z B Lichtsignalanlagen wurde selbst bei großen und für die Gehgeschwindigkeit objektiv ausreichenden Lücken im Verkehrsfluss abgelehnt oder als gefährliches Risiko eingestuft Zufußgehen heißt auch Aufenthalt Von besonderer Bedeutung für alternssensible Konzepte ist darüber hinaus die Beschäftigung mit den Themen Aufenthalt und soziale Teilhabe gerade an Hauptverkehrsstraßen In Bezug auf ältere Menschen erhält der Begriff des Aufenthalts schließlich eine völlig neue Bedeutungsdimension wenn dieser nicht nur auf freiBeitragwillige Tätigkeiten begrenzt sondern auch auf unfreiwillige Aufenthaltszeit ausgedehnt wird Aufgrund von Einschränkungen in der Mobilität ist bei vielen hochaltrigen Fußgängern von einer deutlich verlangsamten Gehgeschwindigkeit und einem erhöhten Bedarf an Ruhepausen auszugehen Dadurch wird die Zeit die an einer Hauptverkehrsstraße verbracht werden muss z B im Vergleich zu jüngeren Personen merklich erhöht Der Fußweg entlang einer großen Verkehrsader kann für ältere Menschen also durchaus zum kleineren Aufenthaltserlebnis werden Neben Möglichkeiten für einen stressfreien Aufenthalt müssen darüber hinaus optimale Voraussetzungen für eine gute Orientierung und Identifikation mit dem Raum geschaffen werden Es geht darum Halt zu geben den Raum kontrollierbarer und anregender zu gestalten Schlüsselmaßnahmen sind hier sicher der Rückbau von oftmals überbreiten Fahrbahnen und eine Geschwindigkeit deutlich unter den momentan noch üblichen 50 km h Dadurch werden wichtige Voraussetzungen für eine verträglichere Abwicklung der verkehrlichen Belastungen geschaffen Weniger Lärm überschauBeitragbarere Fahrgeschwindigkeiten leichter querbare Straßenräume und vor allen Dingen mehr Raum für eine attraktivere Straßenraumgestaltung Doch viele Straßen lassen nur begrenzt Spielraum für großangelegte Umbauten Hier kommt es v a auf kompensatorische d h subjektiv ausgleichende Lösungen wie z B mehr Grün mehr Farbe oder einfach mehr AbwechsBeitraglung im Straßenraum durch ein attraktives Erscheinungsbild und lebendige Randnutzungen Schaufenster etc an Die Möglichkeit zur positiven Ablenkung zur Beschäftigung mit Aspekten außerhalb des Verkehrsgeschehens kann nicht hoch genug eingeschätzt werden was auch die Stadtspaziergänge nochmals bestätigten Auch kleine Pufferräume zur Fahrbahn z B durch eine Baumreihe können die Bedrohlichkeit der Verkehrskulisse mindern helfen Untrennbar verbunden mit dem Thema Aufenthalt ist auch der Bereich Kommunikation Gerade dieser Aspekt ist in diesem wichtigen Alltagsraum mit seinen zahlreichen Chancen auf Zufallstreffen von Bekannten besonders wichtig Ist jedoch kein Platz für großzügige Ruheinseln die die Verkehrskulisse zumindest subjektiv abmildern bieten alternativ die Mündungsbereiche der Nebenstraßen häufig große Potenziale z B Gehwegnasen Abseits des direkten Verkehrslärms und der Abgase doch immer noch in Sicht und Laufweite könnten auf diese Weise attraktive Ausweichräume für Kommunikation und neue Eindrücke geschaffen werden An historisch bedeutsamen Stellen oder in Sichtachsen zu stadtbildprägenden Gebäuden können darüber hinaus gezielt platzierBeitragte und attraktiv gestaltete Ruhebereiche zu identitätsstiftenden Erinnerungs und BeobachBeitragtungsräumen werden Im Einzelfall bleibt

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/111-alltagsumwelt-hauptverkehrsstrasse-mehr-als-nur-verkehr.html (2016-02-09)
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  • Qualitätsbewertung von Fußverkehrsanlagen
    empfundene Gesamtqualität einer Fußverkehrsanlage anhand objektiv messbarer Einflussfaktoren eingestuft werden kann Als subjektive Qualitätsindikatoren wurden die Verkehrssicherheit alle auf einen Verkehrsunfall mit Kfz oder Radverkehr bezogenen Ängste oder Sorgen die soziale Sicherheit alle Empfindungen in Verbindung mit Gewaltverbrechen oder kriminellen Übergriffen die Bewegungsfreiheit Grad der Unbeschwertheit des Fortbewegens bzw der räumlichen Enge und die Attraktivität alle Empfindungen bezüglich des visuellen Erscheinungsbildes des Gehweges einbezogen Neben den Umweltfaktoren wurde außerdem der Einfluss der personenbedingten Faktoren z B Alter Geschlecht Urbanität usw hinsichtlich der Qualitätsbewertung von straßenbegleitenden Fußverkehrsanlagen untersucht Durch die Online Befragung konnte eine hohe Kontrolle über die Störvariablen durch Konstanthaltung der verschiedenen Umweltfaktoren z B Wetter Verschmutzungsgrad Kfz Verkehrsaufkommen etc gewährleistet werden Insgesamt wurden neben den in Abbildung 1 dargestellten quantitativen Faktoren 10 weitere objektiv messbare Faktoren auf ihren Einfluss auf die Qualitätsbewertung von innerstädtischen straßenbegleitenden Fußverkehrsanlagen analysiert Um herauszufinden welche Umweltfaktoren welchen Einfluss auf die subjektive Qualitätsempfindung haben sollten Teilnehmer der Online Befragung systematisch bearbeitete Bilder bewerten siehe Abbildung 2 Die verschiedenen quantitativen Faktoren wurden in den visuellen Abbildungen in festgelegten Kombinationen miteinander variiert Die Anzahl der möglichen Kombinationen war jedoch durch den lediglich zumutbaren Zeitumfang der Online Befragung von maximal 15 Minuten begrenzt sodass sinnvolle Abwägungen getroffen werden mussten Insgesamt ergaben sich 60 verschiedene Testfälle die in den Bildern der Online Befragung umzusetzen waren Jedes Bild sollte anhand der gleichen Fragestellung bezüglich der qualitativen Faktoren evaluiert werden Neben der eigentlichen Bildbewertung wurden außerdem ausgewählte soziodemografische Merkmale der teilnehmenden Person erfragt Abbildung 2 Visuelle Darstellung des Testfalls Nr 26 aus der Querschnittsperspektive eigene Darstellung 2014 Am Ende jedes Fragebogens stand außerdem die Aufgabe die qualitativen Faktoren allgemein ohne Bezug auf eine bestimmte Straßenraumsituation nach deren Wichtigkeit für die Qualitätsempfindung einzustufen Insgesamt nahmen 591 Personen an dem 29 Tage online gestellten Internet Fragebogen dieser Diplomarbeit teil Rund 67 dieser befragten Teilnehmer 396 Personen hatten den Fragebogen bis zur letzten Seite ausgefüllt Ergebnisse Zu Beginn der Auswertung wurde die Beziehung zwischen den qualitativen Einflussfaktoren und der subjektiven Gesamtqualitätsempfindung der Fußverkehrsanlage untersucht Anhand der Ergebnisse der linearen Regressionsanalyse ist davon auszugehen dass das optische Erscheinungsbild des Gehweges den wichtigsten Indikator zur Beurteilung der globalen Gesamtqualität der Fußverkehrsanlage darstellt Bei der quasi indirekten Auswertung der allgemeinen Qualitätsindikatorwichtung ohne Bezug auf eine bestimmte Straßenraumsituation konnte im Gegensatz zu den Erkenntnissen aus der linearen Regressionsanalyse festgestellt werden dass die Angst vor Verkehrsunfällen die wichtigste Größe für die globale Qualitätseinschätzung einer Fußverkehrsanlage darstellt und das optische Erscheinungsbild nur eine untergeordnete Rolle spielt Im zweiten Auswertungsschritt wurde der Einfluss der quantitativen Faktoren auf die qualitativen Faktoren untersucht siehe Tabelle 1 Die empfundene Verkehrssicherheit ist aus Sicht der zu Fuß Gehenden stark von der räumlichen Separation zwischen dem Fuß und dem fließenden Kfz Verkehr abhängig Gehwege mit einem räumlichen Puffer zum Autoverkehr in Form eines Radweges Grünstreifens oder einer längsgerichteten Stellplatzanordnung für den ruhenden Verkehr werden als signifikant sicherer vor Verkehrsunfällen empfunden als Gehwege ohne diese räumliche Abgrenzung Indirekt fließt auch die Breite des Gehweges in die räumliche Separation mit ein Bei der bewerteten Bewegungsfreiheit spielt ebenfalls die

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/archiv/archiv-themen/41-ml/artikel/166-qualitaetsbewertung-gehwege.html (2016-02-09)
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  • Das Verkehrsmittel Zu Fuß. Was wir (nicht) wissen.
    später ein oder aussteigen mit dem Bus in die Nähe der Wohnung fahren und dann durch einen schönen Park nach Hause gehen in einem speziellen Laden noch einkaufen und vieles mehr Immer mehr Menschen nutzen inzwischen solche Möglichkeiten weil es einfach und gleichzeitig flexibel ist weil man spontan entscheiden und die körperliche Aktivität problemlos in den Alltag integrieren kann Die Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs sehen diese Chance eher nicht Auf eine App die uns interessante tagesaktuelle Walk and Ride Möglichkeiten anbietet werden wir wohl noch lange warten müssen Dabei zeigt sich gerade hier die Möglichkeit mit einfachen Mitteln an der Verbesserung der eigenen Gesundheit zu arbeiten Unter dem Titel Mal kurz das Leben verlängern berichtet die Süddeutsche Zeitung am 29 07 2014 von einer Untersuchung im Journal of the American College of Cardiology Danach ist es sinnvoller Bewegungsmuffel zu ein wenig Aktivität zu motivieren statt das Wochenprogramm von Trainierten von 150 auf 200 Minuten zu steigern Manche Menschen müssen komplett von vorn anfangen denen nützt ein Übungsplan mit dreimal 45 Minuten Jogging wöchentlich gar nichts Ja die Gesundheit Dazu passt dass bei großen amerikanischen Unter nehmen mit weitläufigen Parkplätzen immer die am schnellsten besetzt sind die entweder ganz nahe an der Arbeitsstätte liegen oder ganz weit von ihr entfernt Die Bedeutung aller Verkehrsmittel Etappen die körperliche Bewegung auslösen zeigt auch eine Auswertung zur Aktiven Mobilität In unserem Städtebestand ergibt sich durch Fußwege Fahrrad fahrten Zu und Abgänge vom ÖPNV oder dem geparkten Pkw ein tägliches Zeitbudget von 29 Minuten Hinzu kommen elf Minuten die die Menschen der sportlichen Betätigung widmen Diese Angaben sind nur Orientierungen bei sehr kurzen Wegen zum Parkplatz mag der Gesundheitseffekt zu klein sein die Angaben zum Sport sind nicht sehr genau und sagen nichts über die dabei auftretenden Belastungen Aber sie geben uns Größenordnungen die die Bedeutung des Zu Fuß Gehens illustrieren Danach wird für reine Fußwege genauso viel Zeit aufgewendet wie für Sport Dieser Zeitaufwand verdoppelt sich nochmal wenn man die Fuß Etappen dazurechnet Nur Über den gesundheitlichen Wert von Sport oder auch Radfahren lesen wir viel über die Bedeutung solcher Zu Fuß Etappen fast nichts Die Bürgerinnen und Bürger sehen dagegen das Zu Fuß Gehen bei Walk and Ride mit Wohlwollen In Kundenzufriedenheits Untersuchungen für den ÖPNV werden die Zu und Abgangsetappen deutlich besser bewertet als die Fahrt im jeweiligen öffentlichen Verkehrsmittel Auf einer Skala von 100 bis 100 ergibt sich in den genannten Städten für die konkrete Fahrt ein Wert von 39 siehe mobilogisch 1 14 für Zu und Abgang zusammen aber von 64 Eine Aufgliederung dieses Wertes zeigt dass alle Aspekte die den Fußweg zur Haltestelle betreffen sehr positiv bewertet werden Dass es nicht wie oft vermutet die Zu und Abgänge sind die Bürger innen von der ÖPNV Nutzung abhalten zeigt auch eine aktuelle Kalkulation der Reisezeiten 2013 und ihrer Einschätzung durch Autofahrer In unseren Beispielstädten werden für alle Pkw Fahrten die Alternativen im ÖPNV ermittelt Als Alternative wird gewertet wenn der ÖPNV Weg Tür zu Tür objektiv nicht mehr als 20

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/179-stand-des-wissens-zu-fuss.html (2016-02-09)
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  • „Falschparken ist Freiheitsberaubung“
    Die Zugangsdaten werden nur auf dem eigenen Smartphone gespeichert und nicht mit übertragen Dem Ordnungsamt helfen Der Nutzer kann über die App eine e Mail mit Vorfall Nummernschild und Bild an das Ordnungsamt schicken Bei der Mail ans Ordnungsamt müssen Nutzer ihre persönlichen Daten angeben da sonst dem Hinweis gar nicht erst nachgegangen wird Alle anderen Aktionen über die WegeHeld App sind anonym Je nach Sicht und Betroffenheit bedauerlich oder erfreulich Die Mail ans Ordnungsamt ist juristisch gesehen keine Anzeige Ursprüngliche Pläne der Macher ließen sich aus rechtlichen Gründen nicht verwirklichen Zwar bezieht sich die inhaltliche Argumentation auf der Website überwiegend auf den Radverkehr jedoch sind in der Nutzungsfunktion Fuß gänger gut vorgesehen z B sind alle Arten von Behinderungen durch Falschparker in der Aus wahl vorhanden Reaktionen von Ordnungsämtern Das Straßenverkehrsamt Frankfurt am Main ist nicht begeistert von der neuen Smartphone Anwendung Eine Zusammenarbeit könne man sich nicht vorstellen Für den Leiter des Straßen verkehrsamts sind die eingehenden Nachrich ten der Wegeheld Nutzer nicht anders zu be handeln als die täglichen Anrufe von erbosten Bürger innen Denen gehen wir sofern es unsere personellen Kapazitäten zulassen nach Das Ordnungsamt der Stadt ist sich noch unsicher wie man damit umgehen soll Hingewiesen wird jedoch dass bereits jetzt viele Bürger innen Fotos per Mail an das Amt schicken Die App sei nur ein halbwegs neues Medium Das Ordnungsamt von Berlin Pankow dagegen zeigte sich anfangs interessiert und kooperationsbereit wurde jedoch später von oben zurückgepfiffen Erfolg Die App polarisiert und Diejenigen die die Funktion als denunziatorisch denunzieren agie ren lauter als die die die App nutzen Es wird die Angst geäußert dass das Agieren mit der App das Klima zwischen Autofahrern Fuß gängern und Radfahrern verschlechtert werden würde Das alte Spiel Der Bote der schlech ten Nachricht ist schuld Nicht dass Sie jetzt

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/199-aktionen-gegen-schwarzparker.html (2016-02-09)
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  • Behördliche Anordnungen zum Gehwegparken sind “out”
    geänderte Verwaltungsvorschriften Was muss die zuständige Behörde bei der Anordnung beachten In den Verwaltungsvorschriften VwV der StVO steht seit der Fassung vom 17 Juli 2009 zum Zeichen 315 Das Parken auf Gehwegen darf nur zugelassen werden wenn genügend Platz für den unbehinderten Verkehr von Fußgängern gegebenenfalls mit Kinderwagen oder Rollstuhl fahrern auch im Begegnungsverkehr bleibt die Gehwege und die darunter liegenden Leitungen durch die parkenden Fahrzeuge nicht beschädigt werden können und der Zugang zu Leitungen nicht beeinträchtigt werden kann Nach den gültigen Straßenbau Richtlinien muss ein solcher Gehweg rest mindestens 2 20 in der Regel 2 50 Meter breit sein Die o g Einschränkungen und die Breitenangabe haben unseres Erachtens weitreichende Fol gen die bisher von den Verwaltungen nicht ausreichend gewürdigt wurden In vielen Kommunen sind die Gehwegbreiten spätestens nach der Anordnung des Geh wegparkens unter dem in den Straßenbau Richtlinien geforderten Mindestmaß von 2 20 Meter Regelbreite 2 50 Meter und entsprechen damit nicht den aktuellen Vorschriften für die anordnenden Behörden Die bauliche Ausführung vieler Gehwege im Ober und Unterbau ist nicht für das Gewicht von Kraftfahrzeugen ausgelegt Daher werden die Gehwege wie auch die darunter liegenden Leitungen beschädigt wenn dort das Parken von Kfz genehmigt wird Ein wei terer Verstoß gegen die aktuelle Verwaltungs vorschrift Weitere Aspekte Diese aktuellen Vorschriften sind auch ein gewichtiges Argument gegen das in vielen Kommunen praktizierte Tolerieren der Behörden des Falschparkens auf Gehwegen solange Autofahrer eine bestimmte Passagenbreite Restgehwegbreite freilassen Dabei wird oft von 1 20 bis 1 50 Meter Breite als Richtwert für eine Duldung durch die Mitarbeiter der Ordnungsämter ausgegangen In vielen Kommunen stehen auch die Bestimmungen der jeweiligen Baumschutzverordnungen bzw satzungen einer Anordnung des Gehwegparkens entgegen Insbesondere wenn das Parken auf unbefestigten Flächen zwischen den Bäumen zugelassen wird verfestigt sich dort der Boden durch das Gewicht der Fahrzeuge so stark

    Original URL path: http://www.mobilogisch.de/41-ml/artikel/197-fehlende-anordnungen-gegen-gehwegparker.html (2016-02-09)
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