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  • Text
    und die Fälschungen Bischofsprozess Überlieferung Rezeption Editionsgeschichte Zur Ausgabe Text Collectio Danieliana Lizenz Kontakt Links Impressum Inhalt Pseudoisidor Capitula Angilramni Collectio Danieliana Pseudoisidor Teil I Pseudoisidor Teil II Pseudoisidor Teil III Inhaltsverzeichnis Überblick über die Fälschungen Der Text der Capitula

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  • Falsche Dekretalen und CA
    Abweichungen finden sich in diesen Handschriften bei den Briefen Leos I In Bestand und Abfolge dieser Briefe unterscheiden sich die Handschriften so stark voneinander daß auf den ersten Blick der Eindruck entsteht als hätten die Leo Brief Sammlungen dieser drei Handschriften kaum etwas miteinander zu tun Vergleicht man jedoch die Textgestalt einzelner Leo Briefe innerhalb dieser Handschriften so ergibt sich gleichwohl ein enger Zusammenhang Bereits F Maassen hat nachgewiesen daß Pseudoisidor in seinen echten Bestandteilen nicht auf der echten Hispana fußt sondern auf der HGA 14 Die HGA ist ihrerseits aus einer stark verderbten Form der Hispana abgeleitet nämlich aus der Hispana Gallica HG wie sie in der Handschrift Wien Österreichische Nationalbibliothek 411 vorliegt Alle drei Pseudoisidor Handschriften stimmen im Text der Leo Briefe mit der HGA gegen die echte Hispana 15 und gegen die HG 16 überein Dazu einige Beispiele aus den Briefen 57 und 58 der Hispana 17 Brief 57 PL 84 Hispana HG HGA und Pseudoisidor Z 5 gaudendi gaudens gaudii Z 12f oboritura oportune oboriri Z 49 religiosissimaeque religiosissime et religiosissime Z 58 credo et spero credendo et dispero credendo et spero Brief 58 Z 3 missam miseram miserat Z 22 amplecti se amplectisse amplexus esset Z 51 ac haec et Z 54 mei mihi nostri Z 60 falsasse falsa esse falsam esse Z 61f erroris erris heresis Z 65 elegerit diligerit delegerit Z 73 sinceri sine eri sine errori Damit steht fest daß die Leo Brief Sammlungen der drei Handschriften nicht unabhängig voneinander entstanden sein können Wenn es gelänge die Abhängigkeiten dieser Sammlungen voneinander zu ermitteln so wäre damit auch die Abhängigkeit der drei Handschriften bzw der Pseudoisidor Klassen die durch diese Handschriften repräsentiert werden Ottob 93 Klasse A1 Vat lat 630 Klasse A B New Haven 442 Cluny Version geklärt Die genuine Hispana enthält eine Sammlung von 39 Briefen Leos I 18 Die HG enthält die gleichen Briefe doch ist ihre Reihenfolge im Vergleich zur reinen Hispana durch eine Lagenverwirrung im Archetyp der HG durcheinander geraten Dadurch haben in der HG auch einige Briefe einen Schluß erhalten der ursprünglich zu einem anderen Brief gehört Die Fälscher haben eine HG zur HGA umgearbeitet und sich bereits dabei bemüht etwas Ordnung in das Chaos der HG zu bringen ohne daß dieses Unternehmen völlig gelungen wäre In der Form der Falschen Dekretalen die in Ottob 93 überliefert ist wird der Sammlung der HGA ein Auszug von 15 Briefen aus der Leo Brief Sammlung der Quesnelliana vorangestellt Vor diesen Briefen findet sich der Brief Leos I an Theodoret von Cyrus der zusammen mit der Damnatio Vigilii 19 die ebenfalls im Kontext der Leo Briefe in Ottob 93 steht in den beiden Quesnelliana Handschriften Paris Bibl nat lat 1454 und 3842A beide s IX 3 4 überliefert ist Die Sammlung der HGA ist im Ottob 93 etwas weiter in Richtung auf die echte Hispana purifiziert Außerdem findet sich in dieser Handschrift noch der von Pseudoisidor gefälschte Brief Leos an die germanischen Bischöfe De privilegio chorepiscoporum 20 In Vat lat 630 finden wir von einer Ausnahme abgesehen JK 465 die Briefe der HGA Diese Briefe stehen in der Reihenfolge der echten Hispana Allerdings ist wie in der HGA der Schluß des Briefes Flavians von Konstantinopel Nulla res diaboli mit dem Schluß des Briefes Leos an die italischen Bischöfe JK 414 vertauscht In der Handschrift von New Haven finden sich im wesentlichen 21 die gleichen Briefe wie im Ottob 93 doch sind die Briefe der HGA in die Reihenfolge der echten Hispana gebracht und alle Briefe haben den gleichen Schluß wie in der echten Hispana Demnach steht Vat Ottob 93 Klasse A1 der HGA am nächsten hat jedoch zusätzlich zu den Briefen der HGA noch Briefe aus der Quesnelliana aufgenommen Graphisch ergibt dies folgendes Bild Vat lat 630 enthält die Leo Briefe der HGA in der Reihenfolge der echten Hispana Daraus ergeben sich zwei Möglichkeiten Entweder hat der Redaktor dieser Handschrift bzw der Redaktor von Klasse A B neben der HGA noch eine Handschrift der echten Hispana benutzt oder er hat auf eine mit Hilfe der echten Hispana korrigierte HGA HGA corr zurückgegriffen Aus Gründen die wir noch erörtern werden ist die zweite Möglichkeit wahrscheinlicher Es ist jedoch nahezu ausgeschlossen daß der Redaktor auf Klasse A1 zurückgegriffen hat da in A B sowohl die Quesnelliana Briefe und der Brief an Theodoret als auch das von Pseudoisidor gefälschte Schreiben De privilegio chorepiscoporum fehlen Graphisch ergibt dies folgendes Bild Die Cluny Version enthält neben den Briefen der HGA sowohl den gefälschten Brief De privilegio chorepiscoporum als auch die Briefe aus der Quesnelliana und den Brief an Theodoret Die Briefe aus der HGA sind von einer Umstellung abgesehen in der gleichen Reihenfolge wie in der echten Hispana aufgenommen wobei auch die letzte Spur der Verwirrung die sich in Klasse A B noch findet nämlich der Austausch der beiden Schlüsse ausgemerzt ist Da die Cluny Version den in A B fehlenden Brief JK 465 enthält kann sie kaum auf A B zurückgehen Will man nicht annehmen die Reihenfolge der Briefe wäre zweimal unabhängig voneinander wieder nach der echten Hispana wiederhergestellt worden wird man eine gemeinsame Vorlage von A B und der Cluny Version annehmen müssen Diese gemeinsame Vorlage kann kaum etwas anderes sein als eine korrigierte HGA HGA corr Graphisch ergibt sich somit folgendes Bild vom Zusammenhang der ältesten Überlieferung der Falschen Dekretalen Ein Vergleich der Leo Brief Sammlung der Collectio Lanfranci mit den Sammlungen der ältesten Pseudoisidor Tradition macht es auch möglich die Collectio Lanfranci bzw ihre Vorlage unsere Handschriftenklasse L in dieses Schema einzubeziehen Eine Gegenüberstellung der Briefe der Klasse A1 der Falschen Dekretalen von 1 57 gezählt und der Briefe der Collectio Lanfranci von 1 28 gezählt ergibt folgendes Bild A1 L A1 L A1 L A1 L A1 L A1 L 1 11 21 31 41 14 51 23 2 12 22 32 9 42 52 24 3 13 23 4 33 10 43 15 53 25 4 14 24 5 34 11 44 17 54 26 5 15 3 25

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  • Handschrifenklasse A
    nach F Avril aus Mont Saint Michel 26 während Sch Williams eher geneigt ist sie in die Kirchenprovinz Reims zu setzen 27 Sie enthält ein verkürztes Exemplar der Falschen Dekretalen 28 Die CA finden sich zwischen der römischen Synode Gregors II von 721 JE nach 2158 und dem Brief Isidors von Sevilla an Leudefredus von Cordoba CPL 1223 und sind in 68 durchlaufend gezählte Kapitel eingeteilt 9 Rouen Bibl municipale 702 s XI 29 Die Handschrift enthält Teil 3 der Falschen Dekretalen Dekretalen von Silvester I bis Gregor II Sie ist ebenso wie ihre Schwesterhandschrift 10 eine wenigstens mittelbare Abschrift des im Schlußteil defekten Vat Ottob lat 93 30 Die nicht in Kapitel eingeteilten CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 8 10 Vatikanstadt Bibl Apostolica Vaticana Vat lat 3791 s XI 31 Es handelt sich um eine Schwesterhandschrift von Handschrift 9 Die nicht in Kapitel eingeteilten CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 8 Die enge Verwandtschaft der drei Handschriften untereinander ergibt sich schon aus dem jeweils gleichen Zusammenhang in dem die CA stehen Alle Handschriften dürften letztlich aus Vat Ottob lat 93 stammen doch die Textqualität ist vielleicht durch zahlreiche Zwischenglieder bedingt enttäuschend Die Gruppe scheint in der Rezeption der CA eine allenfalls untergeordnete Rolle gespielt zu haben In unserer Edition ist sie durch Handschrift 10 repräsentiert Gruppe 3 Zur dritten Gruppe sind folgende vier Handschriften zu rechnen 11 Luxemburg Bibl nat 29 s XII 32 Die Handschrift stammt aus dem Kloster Orval Die CA die wegen eines Defekts der Handschrift unvollständig sind c 1 22 fehlen stehen am Anfang einer außerdem noch 49 weitere Kapitel umfassenden Sammlung über das kirchliche Anklageverfahren und Prozeßrecht die zum größten Teil aus den Falschen Dekretalen geschöpft ist 33 Hauptinhalt der Handschrift ist das Sendhandbuch Reginos von Prüm in der Form genuin A 34 12 Münster Staatsarchiv VII 5201 s X l 3 Die aus Corvey stammende Handschrift enthält Texte des weltlichen und kirchlichen Rechts die G Theuerkauf im einzelnen analysiert hat 35 Die in zwei Serien von 1 51 und von 1 20 gezählten CA stehen zwischen Auszügen aus dem Poenitentiale Cummeani und dem Poenitentiale Halitgars von Cambrai 13 Salzburg St Peter a IX 32 s XI 36 Der nach R Kottje in Köln entstandene 37 Codex enthält eine Reihe von Kanonessammlungen deren noch immer vollständigste Beschreibung von G Phillips stammt 38 Die CA finden sich in zwei einander ergänzenden Exzerptreihen 39 zwischen einer Propagandaschrift des Erzbischofs Gunthar von Köln vom Jahre 865 40 und einer Sammlung in 61 Kapiteln die enge Beziehungen zum Sendhandbuch Reginos von Prüm aufweist 41 14 Trier Stadtbibl 927 s X 42 Den Hauptteil dieser Handschrift bildet wie in Handschrift 11 Reginos Sendhandbuch in der Form genuin A 43 Die CA stehen am Anfang der gleichen prozeßrechtlichen Sammlung wie in Handschrift 10 und sind in Kapitel eingeteilt eine Kapitelzählung fehlt Die vier Handschriften der dritten Gruppe stimmen darin überein daß sie die CA nicht im Zusammenhang mit den Falschen Dekretalen überliefern und daß sie

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  • Handschriftenklasse K
    Kontext wie in Handschrift 15 25 Paris Bibl nat lat 16897 s XIII 19 Die Handschrift läßt sich bis in die Bibliothek des 1304 gegründeten und während der französischen Revolution aufgelösten College de Navarre zurückverfolgen Über den Vorbesitzer ist nichts bekannt auch nicht wann die Handschrift vom College de Navarre erworben wurde Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 15 26 Paris Bibl nat nouv acq lat 2253 s X XI 994 ca 1011 20 Die Handschrift wurde nach H Fuhrmann unter Abt Odilo 994 1048 von einem bis ca 1011 nachweisbaren Mönch Bertramnus im Kloster Cluny geschrieben 21 Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 15 27 Pistoia Archivio Capitolare del Duomo C 101 s XII 22 Die Handschrift enthält innerhalb einer Reihe von patristischen Exzerpten die CA 28 Toulouse Bibl municipale 1 9 s XIII 23 Die Handschrift stammt aus dem Dominikanerkloster von Toulouse und kam von dort in die Bibliothèque municipale Wo der Codex entstanden ist wissen wir nicht Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 15 29 Vatikanstadt Bibl Apostolica Vaticana Vat lat 1344 s XII 24 Die Handschrift stammt vielleicht aus Frankreich Die CA stehen zwischen der Synode Gregors II von 721 JE nach 2158 und dem gefälschten Brief Gregors I JE 1306 30 Vatikanstadt Biblioteca Apostolica Vaticana Vat Pal lat 587 s XII 25 Die Handschrift enthält ein Fragment des Dekrets Ivos von Chartres und im Anschluß daran die CA und einige weitere kanonistische Texte 31 Vatikanstadt Biblioteca Apostolica Vaticana Vat Reg lat 978 s XII 26 Die Handschrift ist von J H Erickson als Pseudoisidor Handschrift der Cluny Version identifiziert worden Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 15 32 Venedig Bibl Naz Marciana lat IV 47 s XV vor 1478 27 Die Handschrift ist im Jahre 1478 dem 1784 aufgelösten Kloster San Giovanni Verdara in Padua von Petrus Montagnana 28 geschenkt jedoch wohl schon einige Zeit vorher geschrieben worden Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 14 Charakteristisch für die Textgestalt von K sind folgende Varianten Z Ex Incipiunt capitula quae ex Z haec capitula fehlt Z iudicandus iudicandi Z diffinierunt finierunt Z damnetur condemnetur Z defensare defendere Handschrift 18 defensare am Rande vel defendere Z procuratores ploratores Handschrift 29 exploratores Z sed per sed Z qui qui vel Z valeant valet et Z non diaconus diaconus non Keine der erhaltenen Handschriften enthält eine Kapitelzählung In ca 75 die Zahl schwankt etwas Kapitel sind folgende Handschriften eingeteilt 16 18 19 21 22 25 28 30 Die übrigen Handschriften enthalten auch keine Kapiteleinteilung Mit vier Ausnahmen 20 22 27 30 handelt es sich bei allen Handschriften um Codices der Cluny Version der Falschen Dekretalen Wie an anderer Stelle gezeigt worden ist 29 ist Handschrift 18 das Urexemplar der Cluny Version Da ausweislich ihrer Textgestalt auch 20 22 27 und 30 von 18 abhängen kommt nur Handschrift 18 für die Edition in Betracht 1 Nach der in Cluny entstandenen Handschrift 26 vgl zuerst Fuhrmann

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  • Handschriftenklasse L
    von Canterbury 1139 1161 zurück 19 Der Codex enthält die beiden Dekretalenteile Pseudoisidors Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 33 43 London British Library Royal 9 B XII s XII 20 Die aus Worcester stammende Handschrift 21 enthält eine vollständige Collectio Lanfranci Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 33 44 London British Library Royal ll D IV s XV 22 Die Handschrift ist wahrscheinlich aus Handschrift 36 abgeschrieben 23 und enthält dementsprechend die beiden Dekretalenteile Pseudoisidors und den Konzilienteil der HGA 24 Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 33 45 London British Library Royal ll D VIII s XII 25 Die aus Gloucester Abbey stammende Handschrift 26 enthält eine vollständige Collectio Lanfranci Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 33 46 Paris Bibl nat Iat 1458 4 Teil s XII 27 Die Miszellan Handschrift enthält in ihrem vierten Teil ein Fragment entweder der Collectio Lanfranci oder einer Pseudoisidor Handschrift vom Typ der Handschriften 36 42 und 44 Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 33 47 Paris Bibl nat Iat 1563 s XV 28 Die aus der Bibliothek von Jean II Budé 1501 29 stammende Handschrift 30 enthält eine vollständige Collectio Lanfranci Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 33 48 Paris Bibl nat Iat 3856 s XII 31 Die wohl in der Normandie geschriebene Handschrift enthält den Dekretalenteil der Collectio Lanfranci Die durch Blattverlust verstümmelten CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 33 49 Rouen Bibl municipale 701 s XII 32 Die aus dem Kloster Jumièges stammende Handschrift 33 enthält den Dekretalenteil der Collectio Lanfranci Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 33 50 Rouen Bibl municipale 1408 s XII 34 Die Handschrift setzt mit einem Fragment der CA ein ab c 24 und dürfte der Rest eines aus Jumièges stammenden Codex der Collectio Lanfranci sein Auf die CA folgt wie in Handschrift 33 JL 4405 51 Salisbury Cathedral Library 78 s XI XII 35 Die Handschrift enthält eine vollständige Collectio Lanfranci und scheint schon immer der Kathedralbibliothek gehört zu haben 36 Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 33 Charakteristisch für die Textgestalt dieser Handschriftenklasse sind folgende Leitvarianten Z condemnat damnat Z et reliqua fehlt Z primum fehlt Z gradus status Z viventes viventes et credentes Z canonice fehlt Z fidelibus christianis Z reddatur restituatur Z viri fehlt Z proprias proprias habuerint Z docenda fehlt Z rei veritas ad rei veritatem Z apud iudicem fehlt Z nec ei nisi ei non Die handschriftliche Überlieferung von Klasse L reicht lediglich bis ins 11 Jahrhundert zurück Handschrift 35 ist der älteste Codex Damit ist allerdings nicht gesagt daß auch der in den L Handschriften überlieferte Text erst so jungen Datums wäre In jedem Falle macht es schon die weite Verbreitung von Klasse L vor allem in England und in der Normandie erforderlich Klasse L im Apparat der Edition zu berücksichtigen 16 von 19 Handschriften sind Vertreter der Collectio Lanfranci von

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  • Handschriftenklasse B
    und gehörte vermutlich dem Kardinal und Erzbischof von Rouen Pierre Roger dem späteren Papst Clemens VI 1342 1352 Die CA die hier durch einen Zusatz zu der in Klasse B üblichen Rubrik Incipiunt capitula collecta ex diversis conciliis sive decretis Romanorum pontificum ab Agilramno Metensi episcopo et Adriano pape oblata als Copulatio canonum bezeichnet sind stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 52 Gruppe 2 Gruppe 2 umfaßt folgende Handschriften 56 Boulogne sur Mer Bibl municipale 116 2 Bände s XII ca 1159 1160 11 Die Handschrift stammt nach einem von L Delisle publizierten Bibliothekskatalog der in dieser Handschrift überliefert ist 12 aus St Martin de Tournai von wo aus die Handschrift zunächst in die Dombibliothek von Arras und schließlich nach der französischen Revolution nach Boulogne kam Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 52 57 Douai Bibl municipale 582 2 Bände s XII ca 1159 1160 13 Die Handschrift stammt aus Marchiennes und ist von Andreas von Marchiennes geschrieben 14 Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 52 C 18 fehlt vermutlich aufgrund eines Versehens wegen des übereinstimmenden Anfangs von c 18 20 jeweils Placuit ut 58 Paris Bibl nat lat 3853 s XII ca 1145 1149 15 Die Handschrift stammt aus St Amand und kam über die Bibliothek von Erzbischof Charles Le Tellier von Reims 1710 in die Bibliothèque royale Die CA stehen im gleichen Kontext wie in Handschrift 52 Die Einteilung der B Handschriften in zwei Gruppen ergibt sich aus folgenden Beobachtungen Die Handschriften der Gruppe 2 haben c 24 in zwei Kapitel unterteilt bei Nec prius litigantibus Z 133 zudem finden sich folgende gruppentypische Lesarten Gruppe 1 Gruppe 2 Z ut fehlt Z sibi fratri Z iniuriosa iniuriare Folgende Merkmale sind allen Handschriften der Klasse B gemeinsam Die CA sind in Kapitel eingeteilt außer in Handschrift 55 findet sich überall auch eine durchgehende Kapitelzählung Folgende Leitvarianten sind den B Handschriften gemeinsam Die Rubrik die die CA Angilram von Metz zuschreibt siehe oben S Z auctores doctores Z deferre defendere Z conciliorum conciliorum patrum Z sedes fehlt Z rogetur negetur Z redintegrentur redintegrentur nec Z nisi si non eum Z pulsatur pulsatus est Z metropolitanus metropolitanus episcopus Z et plena ordinem plenum Z adiciendique audiendique Z metropolitanum metropolitanum episcopum Z accusato liceat accusatus licentiam habeat Z implicantur appellantur Z extra fehlt Z teneatur habeatur Z discernit diiudicat Z det aliquam de accusatione aliqua audiatur Z infamia notantur infames adnotantur Alle Handschriften der Klasse B deren Provenienz sich näher bestimmen läßt stammen aus Nordfrankreich Es ist daher wahrscheinlich daß Klasse B in Nordfrankreich entstanden ist Der kanonistische Einfluß ist gering gewesen was wohl auch damit zusammenhängt daß Klasse B in größerem Umfang erst etwa gleichzeitig mit dem Dekret Gratians ca 1140 oder erst danach verbreitet wurde Keine der von uns untersuchten Kanonessammlungen scheint eine Handschrift der Klasse B herangezogen zu haben 16 Angesichts des geringen Einflusses dieser Klasse und der nicht bedeutenden Textqualität ist bei der Edition nur eine Handschrift berücksichtigt worden Die textlichen

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  • Hnadschriftenklasse C
    auf die Benutzung von Quellen der Klasse C etwa Klasse K zurückzuführen sind Die in Klasse C überlieferte Sammlung 4 der Bonifatius Briefe dürfte um die Mitte des 11 Jahrhunderts entstanden sein Ivo von Chartres scheint sowohl im Dekret als auch in der Collectio Tripartita die beide in den 90er Jahren des 11 Jahrhunderts entstanden sind eine Handschrift der Klasse C herangezogen zu haben 20 Demnach muß Klasse C jedenfalls in der zweiten Hälfte des 11 Jahrhunderts vorgelegen haben ohne daß sich Näheres über die genaue Entstehungszeit sagen ließe Obwohl auf Klasse C also wohl eine Handschrift der Cluny Version eingewirkt hat ist im Text der CA ist von dieser Einwirkung wenig zu spüren Hier steht C vielmehr B nahe wie eine Reihe von gemeinsamen Lesarten zeigt 21 Dabei ist ohne weiteres auszuschließen daß B von C abgeleitet ist B enthält nämlich nur die Leo Briefe der Hispana Da es außerordentlich unwahrscheinlich ist daß der Redaktor von B aus dem umfangreichen Leo Brief Corpus von C ausgerechnet diese Briefe herausgesucht hat bleibt nur übrig daß entweder C von B abgeleitet ist oder daß beide auf einer gemeinsamen Quelle beruhen Allein mit dem Textmaterial der CA ist eine Entscheidung darüber nicht zu treffen 22 Unter den Handschriften der Klasse C weicht der Reimser Codex Nr 61 von den anderen zum Teil erheblich ab Dies zeigt sich schon an der Capitulatio vor dem falschen Brief Sixtus III die außer in 60 in allen C Handschriften überliefert ist Sinnvoll ist diese Capitulatio nur in den Handschriften die in zwei Bände aufgeteilt sind da in ihnen der zweite Band stets mit diesem Brief beginnt 59 60 und 63 wobei der erste Band von 60 nicht erhalten ist Die Tatsache daß auch 62 diese Capitulatio enthält zeigt daß auch diese Handschrift von einer zweibändigen Überlieferung abhängig ist Es wäre nicht ausgeschlossen daß 61 lediglich auf die mitten in der Sammlung in einbändigen Handschriften deplaziert wirkende Capitulatio verzichtet hätte Allerdings deuten noch andere Besonderheiten auf eine eigenständige Überlieferung hin So sind zwischen die Leo Briefe und die Collectio Sangermanensis 2 23 die in den übrigen Pseudoisidor Handschriften erst an späterer Stelle überlieferten Exzerpte aus den Akten des 4 und des 6 Konzils eingeschoben 24 also an einem jedenfalls für die Chalkedon Exzerpte historisch sinnvollen Ort auf die Briefe Gregors I folgen Aktenstücke des 6 allgemeinen Konzils 25 sowie Briefe vor allem Hadrians II die die Handschrift 60 in die Nähe von Paris 9629 1557 Handschrift 4 rücken 26 und Johannes VIII 27 Auch im Text der CA hebt sich 61 von der übrigen C Überlieferung ab 28 steht aber in keinem Falle der sonstigen CA Überlieferung näher als die übrigen C Handschriften Die teilweise erheblichen Abweichungen von 61 und die Umsicht mit der der Bearbeiter dieser Form von C vorgegangen ist rechtfertigen es jedenfalls diese Handschrift zur Edition heranzuziehen Als Repräsentant der übrigen kommt 60 als Abschrift von 59 nicht in Betracht Da 59 die älteste der drei verbleibenden Handschriften ist und die beiden anderen keine

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  • Hadrian II.
    Adrianus temporis istius eiusdemque Adriani tam nomine quam merito sui praecessoris aptus executor et persecutor haec exempla nuper ad Salamonem ducem Brittanorum destinata sui suorumque officii non inmemor observanda mandavit ac mandata nobis obsequenda propinquavit et cunctis imitanda exercuitpro loco quo ait 3 Demnach hat Hadrian II die CA Salomon III offiziell übersandt und somit approbiert 4 Macht man sich dagegen die Version der Einleitung wie sie in den Handschriften von Trier und Luxemburg überliefert ist zu eigen ist die Übersendung der CA durch Hadrian II nicht eindeutig zu belegen Dort ist nämlich die Lesart exempla durch ex epistola sua ersetzt Diese Textversion ließe sich wie folgt deuten Auch der gegenwärtige Papst Hadrian habe folgendes aus seinem Brief haec ex epistola sua an Salomon zu beachten aufgetragen und allen nachzuahmen befohlen In diesem Falle wäre die Verbindung zwischen Hadrian II und den CA erst von einem uns nicht näher bekannten Sammler zwischen 868 und 872 hergestellt worden Eine sichere Entscheidung welche der beiden Deutungen den wahren Sachverhalt trifft erscheint schwierig Wer sich für die Übersendung der CA an Salomon III durch Hadrian II entscheidet hat allerdings die Schwierigkeit zu lösen dass sich Hinkmar von Laon soweit wir wissen zu keiner Zeit auf diese Übersendung und die mit ihr implizierte päpstliche Approbierung berufen hat obwohl die CA in seinem Streit mit Hinkmar von Reims eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben 5 Jedenfalls müsste der Bischof von Laon von dieser Übersendung gewusst haben Die Konzilienausgabe J Sirmonds zitiert nämlich das Brieffragment Hadrians II einschließlich der Einleitung mit der Lesart ex epistola aus einer sonst nicht bekannten defensio prior Hinkmars von Laon 6 Ob Hadrian II die CA also wirklich an Salomon III geschickt und sie damit approbiert hat muss mindestens offen bleiben Wahrscheinlich ist es nicht 1 Hadriani papae ep 11 ed

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