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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Ungarn rutscht nach rechts
    Ergebnis der Wahl kam nicht überraschend und war seit Monaten absehbar Wenngleich der Fidesz die erstrebte Zwei Drittel Mehrheit verpasste steigerten sie ihr Ergebnis im Vergleich zu den letzten Wahlen um etws mehr als zehn Prozent Seit der Lügenrede des damaligen sozialistischen Premierministers Ferenc Gyurcsány 2006 in der er zugab die Wähler bewusst über den wahren Zustand des Landes belogen zu haben steckte die ungarische Innenpolitik in einer Dauerkrise Mit dem Wahlergebnis wurden die Sozialisten nun deutlich abgestraft die 2006 noch 43 4 Prozent erreichten Im Kielwasser der innenpolitischen Krise gewann die rechtsradikale Jobbik Partei zunehmend an Fahrt die 2007 mit der Gründung der paramilitärischen Ungarischen Garde international für Aufsehen sorgte und zur Europawahl 2009 ihren Durchbruch erlebte als sie fast 15 Prozent der Stimmen erlangen konnte Sie vertritt einen streng nationalistischen Kurs wettert gegen Zigeunerkriminalität und setzt sich die Verteidigung des Ungarntums zum Ziel Mit der Wahl hat sich der Rutsch nach rechts in Ungarn manifestiert Parteichef Gábor Vona will nun dafür sorgen dass andere Fraktionen unser Land nicht berauben Der Fidesz Vorsitzende und neue Ministerpräsident Viktor Orbán stand bereits 1998 bis 2002 der Regierung vor Er ließ im Vorfeld keinen Zweifel daran dass seine neue Regierung auf eine längere Dauer als vier Jahre angelegt ist Sein erklärtes Ziel ist es Ungarns Politik auf 15 bis 20 Jahre von einer großen zentralen politischen Kraft zu gestalten Sicher ist das Ungarns Politik fortan von den Kräften rechts der Mitte dominiert wird mit noch unabsehbaren Konsequenzen Dass sich das Land nach Jahren der innerpolitischen Dauerkrise beruhigt ist angesichts der Wahlergebnisse kaum zu erwarten Sicher ist allerdings eins Das Bild vom Musterland gehört nun endgültig eingerahmt und in die Ahnengalerie gehängt Es ist kein Rechtsruck in Ungarn von dem die Medien im Vorfeld der Wahl schrieben sondern ein Rutsch dessen Ende noch

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Polnischer Präsident bei Flugzeugabsturz ums Leben gekommen
    nachzuvollziehen ist In einem Waldstück bei Katyn hatten sowjetische Einheiten 1940 tausende polnische Offiziere und damit einen erheblichen Teil der polnischen Elite exekutiert Insgesamt wird angenommen dass der Aktion über 20 000 Polen zum Opfer fielen Das Verbrechen wurde zu Sowjetzeiten der Deutschen Wehrmacht angelastet Erst 1990 räumte Michail Gorbatschow die sowjetische Verantwortung ein Bis heute belastet der Umgang mit dem Massaker die russisch polnischen Beziehungen schwer So fordert Polen beispielsweise bislang vergeblich Einblick in wichtige Dokumente Allerdings deutete sich zuletzt ein Wandel in der russischen Haltung an Am Mittwoch den 7 April war der polnische Premier Donald Tusk einer überraschenden Einladung von Wladimir Putin zu einer gemeinsamen Gedenkfeier am Massengrab von Katyn gefolgt Erst kürzlich war eine Verfilmung des Massakers im russischen Fernsehen gezeigt worden zweieinhalb Jahre nachdem das Werk der polnischen Regielegende Andrzej Wajda in den polnischen Kinos anlief Der Vater des Oscarpreisträgers zählt zu den Opfern des Massakers In Polen hatte die Fernsehaus strahlung die Hoffnung auf eine innerrussische Debatte genährt Die Amtsgeschäfte des Präsidenten übernimmt nun Parlamentspräsident Bronisław Komoroswki Entsprechend der polnischen Verfassung finden innerhalb der nächsten zweieinhalb Monate vorgezogenen Neuwahlen statt Regulär hätten die Präsidentschaftswahlen im kommenden Oktober stattgefunden Parlamentspräsident Komorowski stand bereits als Kandidat der Bürgerplattform Platforma Obywatelska der auch Premierminister Donald Tusk angehört fest Lech Kaczyński hatte sich noch nicht zu einer weiteren Kandidatur geäußert Der Beitrag wurde am Montag den 12 April 2010 um 10 43 Uhr veröffentlicht und wurde unter Stipendium in Mittel Osteuropa 2010 abgelegt Kommentare sind derzeit geschlossen aber du kannst dennoch einen Trackback auf deiner Seite einrichten Kommentarfunktion ist deaktiviert Archiv Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014 April 2014 März 2014 August 2013 Juli 2013 Juni 2013 Mai 2013 April 2013 März 2013 Juli 2012 Juni 2012 Mai 2012 April

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » 33 Meinungen
    nicht so schlimm Und die Ergebnisse waren auch nicht schlecht Das war doch das Endziel unserer Arbeit und auch des ganzen Programms Menschenverständigung Uns drei Menschen aus verschiedenen Ländern aus verschiedenen kulturellen Räumen ist es gelungen ein gemeinsames Produkt zu schaffen Jetzt weiß die ganze Gruppe warum Berlin bis heute teilweise rot bleibt 33 Meinungen Ein englisches Sprichwort lautet Many men many minds Am meisten klingt dieser Satz witzig und manchmal sogar komisch aber nur bis man das am eigenen Leib erfährt Am Dienstag hatten wir mit den Kollegen den Tag der Gruppenarbeit Die Aufgaben die wir am Anfang des Monats bekommen haben mussten wir schon am Donnerstag präsentieren Das Thema unseres Projektes hieß Das rote Berlin wir möchten recherchieren warum es bis heute in Berlin so viele Denkmäler von der SU Zeit stehen Es wäre unehrlich zu sagen dass wir während des Monats nichts vorbereitet haben Unsere Minigruppe ich Vytene und Pavel hatten viele Termine vereinbart viele Experte kennen gelernt viele Fotos gemacht Aber zwei Tage vor der Präsentation hatten wir keine einzige Zeile geschrieben Seitens sieht es nett aus Frühling ein Computerraum drei Journalisten besprechen einen Artikel Aber wozu dann habe ich über Many men geschrieben Es kann so aussehen wenn viele Menschen viele Meinungen haben dann haben drei Menschen drei Meinungen Ach wenn es so wäre Dreiunddreißig minimum Womit beginnen wir unsere Präsentation welche Fotos wählen wir dafür wie unterschreiben wir sie Die Fragen bei denen jeder das letzte Wort sagen möchte In unserem Fall musste dieses Wort auf Deutsch sein und das nur erschwerte unsere gegenseitige Verständigung Das ganze Prozess verlief doch nicht so schlimm Auch nicht schlecht waren die Ergebnisse Das war doch das Endziel unserer Arbeit und auch des ganzen Programms Menschenverständigung Uns drei Menschen aus verschiedenen Ländern aus verschiedenen kulturellen Räumen ist es

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Der Tag ohne Lügen
    war stand vor uns die erste Reportagegruppe Marika Sanja Mari und Darya mit dem Thema Ist Berlin wirklich cool für Künstler Die Frauengruppe hat die TV Sendung imitiert So haben sie das Thema über die ost und mitteleuropäische Künstler vorgestellt Ein großes Niveau hört man jemand sagen Andreea und Lucy interessierten sich für Rauchverbote in Berlin sowie in Rumänien und Bulgarien Das Titel lautet Europäische Luft rauchfrei Ah die Berliner Luft noch mal die Luft der Hauptstadt Aber diesmal über die Autos und CO2 Zu diesem Thema haben mit Simona und Liva genau die richtigen recherchiert Ganz anders sah die Reportage von Vytene Anna und Pavel aus Das Thema Das rote Berlin war eine Fotoreportage Sie haben die Spuren aus sowjetischen Zeiten in Berlin gesucht und gefunden Mit zwei Männern Zviad und Matei hat Ganna zu dem Thema Integration gearbeitet Integration der Muslime in Deutschland Assimilation oder Anpassung so hieß das Titel von desen Reportagen Matei hat mit uns auch einen kleinen Teil des langen Interviews mit einem Deutschen geteilt der von der katholischen Religion zum Islam konvertiert ist Eine Art Zusammenfassung aller Themen war die Reportage Diagnose Berliner von mir und Maria Wir haben in einem Artikel verschiedene Meinungen zu einem typischen Berliner beschrieben Ein Monat in Berlin ist schon vorbei die Veranstaltungen auch Nun ist noch Ostern zu feiern Und dann fängt unsere Hosptitanz in den deutschen Redaktionen an Jeder woanders Wir sind gespannt Der Beitrag wurde am Freitag den 2 April 2010 um 15 57 Uhr veröffentlicht und wurde unter Stipendium 2010 abgelegt Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten Einen Kommentar schreiben du mußt angemeldet sein um kommentieren zu können Archiv Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014 April 2014 März 2014 August 2013

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Veronicas Liebe
    bist wirst du auch so denken wie ich Mircea Cartarescus Text also Die rumänische Gesellschaft sei grobschlächtig böse hinterhältig unflätig respektlos Wer oft im Ausland sei wie er dem falle das auf deshalb wünscht Cartarescu sich auch dass jeder Rumäne mal rauskommt aus seinem Land damit ihm endlich die Augen aufgehen In seinem Text kommt eine Verkäuferin vor Selbst wenn diese Verkäuferin so Cartarescu gern als Verkäuferin arbeite selbst wenn es ihr Traumjob sei selbst wenn sie sich vornehme mit den Kunden immer freundlich zu sein weil es ihr Spass mache werde sie nach dem ersten Arbeitstag für immer aufhören zu lächeln Weil sie merke dass die Kunden das Lächeln nicht verdienten Weil die Kunden sie ja doch bloss anschreien an ihr rummäkeln sich vordrängen würden Und irgendwann werde die Verkäuferin genau so sein wie ihre Kunden So pflanze sich der Grobianismus fort in der rumänischen Gesellschaft vom einen zum anderen Irgendwann sei er so tief in der Seele eines Jeden abgespeichert dass man vom Grobianismus als von einem nationalen Charakterzug sprechen könne Für Cartarescu ist der Rumäne ein grober Mensch Mir fällt auf dass viele Rumänen sich und ihr Land vor mir schlecht machen Nicht nur Veronica Auch meine Vermieterin ihre Freundin der Hauswart in meinem Block oder der Mann der hinter mir am Postschalter steht und mitbekommt dass ich aus der Schweiz komme Alle setzen sie an zu Hasstiraden auf ihre Heimat Es sind Stimmen die von weit her kommen Stimmen von Menschen die sich zurückgezogen haben in ihre eigenen vier Wände und dort allein sind ihrer Unzufriedenheit ihrem Frust ihrer Resignation ausgeliefert Stimmen von Menschen die das Gefühl haben dass es keinen Ausweg gibt dass sich die Suche nach einem Ausweg nicht mehr lohnt Kürzlich fragte ich Veronica warum sie so kritisch und streng mit Rumänien sei

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Gyuszi
    eine Art Ballon drückte in den der Schlauch mündete Wenn ich du wäre würde ich das nicht anfassen sagte mein Freund Tom und ich glaubte mein Freund Tom hatte Recht und der neue Müllbeutel füllte sich ähnlich schnell wie der alte Um vor weiteren bösen Überraschungen verschont zu bleiben schraubte ich meine Entdeckungslust herunter und wischte die Küchenschränke aus Dabei stieß ich auf eine Kaffeetasse Gyuszi stand darauf der Kosename von Gyula Gyula Halmai starb im November 2009 Im Badezimmer hängt noch seine Nagelschere liegt seine Seife in den Schränken sein Shampoo sein Eau de Cologne in der Toilette stehen verstaubte Lufterfrischer hergestellt von Firmen die schon lange nicht mehr existieren An der Wohnungstür klebt ein Zettel mit den Gaszahlen für den Fall dass er außer Haus war Kurz darauf blieb er für immer außer Haus Es sind nicht die einzigen Zeichen meines Vormieters Im Wohnzimmer liegen CDs viel Klassik Bücher Klassiker von Mór Jokai aus dem Jahr 1909 DVDs querbeet und VHS Kassetten dicht an dicht Nur zwei davon sind beschriftet Erotica steht darauf und ich muss schmunzeln In der Schrankwand in der hintersten Ecke eines Faches versteckt hinter zwei ausladenden Schachspielen liegt die Violinbox von Gyula Halmai Der Violinstab ist nicht darin Wir finden Gyula Halmais Personalausweis Rechnungen Grundrisspläne der Wohnung wir finden kitschige Feuerzeuge Visitenkartenhalter und Gyula Halmais Urkunde zur Ernennung zum Kammermusiker 1972 unterzeichnet vom damaligen Kulturminister der DDR und wir finden die Ausbürgerungsurkunde von Gyula Halmai wohnhaft in Berlin 1992 unterzeichnet vom damaligen ungarischen Präsidenten Àrpád Göncz Wir finden Fotos von Gyula Halmai allein auf der Bühne mit Montserrat Caballé mit Widmungen ohne Widmungen Wir beginnen Gyula Halmai zu vermissen Als mein Freund Tom geht komme ich mir einsam vor Ich stelle die Tasse mit dem Schriftzug Gyuszi auf einen Ehrenplatz in die Küche Ich

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » 2010 » März
    das Brandenburger Tor sieht läuft die Sendung aus der deutschen Haupstadt Das wissen wir seit heute Das Zweite Deutsche Fernsehen sendet nicht nur aus Mainz sondern auch aus Berlin Aus der Strasse Unter der Linden mit der Kamera auf dem Dach zum Brandenburger Tor Nachtstudio Aspekte Frontal 21 Maybrit Illner Kategorie Stipendium 2010 0 Kommentar Nackt in der DDR Sonntag den 7 März 2010 von Vytene Stasaityte Unsere Zeitreise in die Vergangenheit die ehemalige Deutsche Demokratische Republik DDR fängt mit einer sehr freien Stimmung an Nackte Männer und Frauen empfangen uns Das wirkt entspannt lustig und sehr demokratisch Eine gute Werbung für die DDR Es riecht sogar nach Kapitalismus könnte man sagen denn im Westen ist jedem längst bewusst dass Kategorie Stipendium 2010 0 Kommentar Sicherheit geht vor Recht Freitag den 5 März 2010 von Ganna Snigur Grabovska Es ist kalt und trüb fängt wieder an zu schneien Die Plattenbauten in der Normannenstrasse machen das ganze noch grauer und deprimierender Wir verstecken uns von diesem Berliner Frühlingswetter im warmen Gebäude des Stasi Museums Jetzt wird es aber nicht besser denn das Thema selbst ist viel unangenehmer als das Wetter draußen Und von der grauenvollen Geschichte kann man sich nirgendwo verstecken Kategorie Stipendium 2010 1 Kommentar Der kunstvolle Rechercheur Donnerstag den 4 März 2010 von Mária Géczi Der Bettler auf der Schönhauser Allee sitzt tagsüber vor den Bankgebäuden mit seinem Hund Bei der chinesischen Blumenhändlerin kosten die Narzissen 0 99 Euro Strauß Die U Bahn hält an und fährt ab transportiert die ein wenig müde wirkenden Fahrgäste wie es auf Deutsch so schön statt Passagiere o ä heißt Die rund 3 5 Millionen Berliner fangen einen Kategorie Stipendium 2010 0 Kommentar Auf der Sonnenspur in Berlin Mittwoch den 3 März 2010 von Liva Melbarzde Schon am ersten Veranstaltungstag hatten wir einen

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » EU und die osteuropäische Partnerschaft
    war die Türkei und die östliche Partnerschaft Als Experte in Politikwissenschaft hat er uns erläutert mit welchen Zielen die europäische Union nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde welchen Veränderungen die Union im Laufe der Jahrzehnten unterzogen wurde und welche politische Ansprüche von der Union im osteuropäischen Raum heutzutage angenommen werden können Bevor wir die Fragen stellen konnten hat Herr Professor in das Thema eingeführt wodurch ich besser begriffen habe welche Idee für Europa vor 60 Jahre wichtig war militärische Konflikte zwischen den westeuropäischen Ländern zu vermeiden die ökonomischen und politische Kräfte dieser Länder untereinander auszubalancieren und in der Zukunft zur Bewältigung der neuen Anforderungen zu kooperieren Also wichtig war dass die europäischen Länder zum ersten Mal in ihren Geschichte nicht gegeneinander sondern miteinander zum Schutz ihrer gemeinsamen Sicherheit Politik durchführen sollten Viele unsere Fragen haben sich auf die mögliche weitere Erweiterung der Unionsgrenze bezogen Aus Prof Stratenschultes Sicht wird diese Frage noch eine gewisse Zeit unentschieden bleiben Vor allem werden die Beitrittsmöglichkeiten über die Türkei diskutiert Es gibt zwei wesentliche Gründe warum die Eingliederung der Türkei in die EU verzögert worden sei sagte Prof Stratenschute Einer sind die allgemeine europäische Werte woran die Türkei allmählich näher gebracht werden soll aber der zweite Grund ist geopolitische Lage der Türkei Die Türkei grenzt an mehrere Nahost Länder Dort gibt es keine stabilen politischen Systeme sind Extremismus oder sogar Terrorismus verbreitet Natürlich sind damit vor allem Iran und Irak gemeint Falls die Türkei in die EU aufgenommen wird hätte die EU ihre Grenze automatisch mit diesen Ländern warnen viele europäische Politiker Aber auf jeden Fall bleibt die Türkei für Europa ein wichtiger und strategischer Partner Deswegen stehen heute EU Politiker vor der Aufgabe wie man die Türkei in Zukunft weiter behandeln sollte Ein Konzept sieht die tatsächliche Integration der Türkei in die EU vor allerdings ohne formale Aufnahme das heißt die EU vermeidet die politische Grenze zu den genannten Nahost Ländern aber trotzdem wird es von ihr mit der Türkei eine gleichberechtigte EU Politik aufgrund einer speziellen gesetzlichen Basis für die Türkei aufgestellt Genauso kann es später mit einigen osteuropäischen Staaten die frühere Sowjetländer waren gehen Obwohl die Integration von beiden Seiten erwünscht ist gibt es ganze Reihe von Problemen weswegen man spezielle Programme für diese Ländern ausarbeiten muss Diese Länder wie z B Weißrussland die Ukraine und Aserbeidschan sind sehr unterschiedlich mit jeweils eigenem politischem Klima Ich als Journalist aus Georgien habe Prof Stratenschulte über die Einflussmöglichkeiten der EU auf Russland gefragt wenn es Kaukasus und in Georgien wieder eine Kriegsgefahr entsteht Prof Stratenschute ist überzeugt dass es von der EU keinesfalls irgendeine militärische Unterstützung bei solchen Krisen geben werden wird Seiner Meinung nach hat Georgien nur eine einzige Möglichkeit die territoriale Einheit des Landes zu wiederherzustellen die effektive und schnelle wirtschaftliche Entwicklung des Landes und weitere Demokratisierung der politischen Struktur In diesem Kontext wurde von ihm auch unterstrichen dass die heutige Regierung Georgiens in letzter Zeit das Vertrauen Europas verliert Am Ende gab Prof Stratenschulte einigen Journalisten von uns exklusive Interviews

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