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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Und plötzlich ist Krieg
    bereitwillig mit Touristen und Schaulustigen vor den Zelten fotografieren Die Krim war zu diesem Zeitpunkt schon Teil Russlands Trotzdem überwog noch immer die Stimmung Wir haben es geschafft Wir haben Janukowitsch aus dem Land gejagt Die Revolution ist unser Zwei Monate später ist von diesem Gefühl nichts mehr übrig Der Maidan gleicht einer großen Müllhalde hinter vorgehaltener Hand raunen die Kiewer dass am Maidan sowieso nur noch Obdachlose und Betrunkene wohnen Viele der Maidan Kämpfer sind abgezogen und kämpfen inzwischen in der Nationalgarde oder in Freiwilligenbataillonen im Osten gegen die Separatisten Und Sergej Wo ist er wenn er nicht abhebt Etwa auch im Osten Jeden Tag frage ich meine ukrainischen Mitbewohnerinnen sie sind Schwestern wie es ihrem Vater geht Er wohnt in einem Dorf in der Region Luhansk Die Antwort ist zum Glück immer dieselbe Es geht ihm gut alles bestens Die Menschen in seinem Dorf sind Selbsterhalter und ziehen ihre Kartoffeln und ihr Obst selbst Ein Segen Anders als in manch anderer Stadt in der Ostukraine wo es schon massive Probleme mit der Versorgung gibt Die Telefongespräche die meine Mitbewohnerinnen mit ihm führen sind aber trotzdem aufgeregter länger nervöser als zuvor Vor unserem Plattenbau im äußersten Norden Kiews macht neuerdings eine Gruppe Jugendlicher in der Nacht immer wieder Krawall Jugendliche treffen sich spät in der Nacht auf den Parkbänken und diskutieren heftig miteinander Worum es genau geht dringt nicht bis in mein Zimmer im siebenten Stock Einmal hat ein Junge geschrien dass es durch Mark und Bein ging Vielleicht hat er nur Liebeskummer Aber vielleicht ist es auch etwas anderes Ein Freund von mir hat mich zuletzt aufgeregt angerufen Bekannte haben ihn gefragt ob er nicht in den Osten fahren möchte um zu kämpfen Er ist Anfang 20 Grafiker und träumt von einem Leben als Maler Ich war zuerst

    Original URL path: http://medien-mittler.de/blog/2014/06/13/und-plotzlich-ist-krieg/ (2016-04-24)
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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Lungenkrebs in Sarajevo
    an anderen Tagen ist die Tram menschenleer Das scheint weder vom Wetter der Uhrzeit oder dem Wochentag abzuhängen sondern ist reine Glückssache Falls mir irgendjemand erklären kann wie das funktioniert wäre ich sehr dankbar Angekommen stellt sich unweigerlich eine Frage Wo bitte ist der Eingang zur Redaktion Das Hotel Radon Plaza und das Avaz Business Center blockieren den Zugang zum Redaktionshaus Die Konkurrenz vom Avaz macht so deutlich wer im unabhängigen Bosnien Herzegowina der wichtigste Medienkonzern ist Um zu der Redaktion zu kommen muss man über eine Wendeltruppe laufen die kaum gesichert ist und einige Schritte durch den Matsch laufen Der alte Glanz der Oslobođenje die noch 1989 als beste Zeitung des ehemaligen Jugoslawiens ausgezeichnet wurde ist verblasst die Zeitung kämpft ums Überleben Schon zu Beginn der Belagerung Sarajevos 1992 wurde die Oslobođenje zum Angriffsziel der bosnisch serbischen Truppen Die Twin Towers wurden am 20 Juli 1992 nach tagelangem Granatbeschuss zerstört Die Redaktion wurde in den zu Titos Zeiten errichteten Atombunker verlegt Dieselgeneratoren lieferten Strom für die Druckmaschinen Obwohl serbisch bosnische Truppen die Stadt belagerten und wahllos die Zivilbevölkerung massakrierten arbeiteten Vertreter aller Volksgruppen wahrend der Belagerung für die Oslobođenje Im belagerten Sarajevo wurde die Zeitung der letzte Zufluchtsort für Nichtnationalisten Dafür wurde die Zeitung mit Preisen überschüttetet unter anderem 1993 mit dem Sacharow Preis für geistige Freiheit und wurde von der BBC 1992 zur weltweiten Zeitung des Jahres ernannt Heute ist der Glanz der Oslobođenje längst verblasst Das Gebäude erinnert an die Zeit des Sozialismus und der ist ebenso vorbei wie die goldenen Jahre der Zeitung die 1943 von antifaschistischen Partisanen gegründet wurde Die Twin Towers sind wieder aufgebaut gehören aber nun zur Konkurrenz des Avaz Medienkonzern Das ist die neue Realität in Bosnien Herzegowina Avaz verhält sich zu Oslobodjenje wie Springer zur Taz braucht man diese Zeitung eigentlich

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Empfang in der Robert Bosch Repräsentanz
    Botschafter Robert Bosch Mitarbeiter Robert Bosch Alumni Medienvertreter Sekt leckeres Essen purer Glamour Ok jetzt habe ich verstanden warum man auf Dresscode bestanden hat An der feierlichen Veranstaltung sammeln wir uns um im Auftrag des Stifters Robert Bosch 1861 1942 zur Versöhnung und Verständigung der Völker beizutragen Dass das nicht nur als Theorie wirkt haben meine Freundin Una Hajdari und ich gezeigt Ich komme aus Serbien Una kommt aus Kosovo Zur Zeit ist die Politik in unseren Ländern ziemlich kompliziert so dass Serben und Kosovaren schwer zu einem vernünftigen Dialog kommen Una und ich haben uns aber von Anfang an sehr gut verstanden Wir haben einfach die gleiche Idee Verbesserung der Beziehungen und Abbau von Vorurteilen Das macht das Leben viel schöner und vielfältiger Letztendlich ist das Ziel dieses Stipendienprogramms dass wir als Stipendiaten nach unserer Rückkehr kompetent über Deutschland EU und anderen Ländern berichten und das kann man nur durch Objektivität und frei von Vorurteilen schaffen Das ist das erste Jahr dass sich die Teilnehmer aus Albanien Bosnien Herzegowina Kosovo Mazedonien Montenegro und Serbien bewerben konnten Jetzt sind wir tatsächlich da so Schickimicki gekleidet und bin fest davon überzeugt dass wir gute Botschafter unserer Länder sind Seit über 40 Jahren besteht die Robert Bosch Stiftung und sie gehört heute zu den bedeutendsten Stiftungen in Deutschland und Europa Ich bin sehr froh dass ich im Stipendienprogramm Medien Mittler zwischen den Völkern teilnehmen darf Jetzt will ich aber nicht weiter zum Thema Völkerverständigung philosophieren Das war ein großartiger Empfang Zum Wohl Der Beitrag wurde am Donnerstag den 6 März 2014 um 23 43 Uhr veröffentlicht und wurde unter Stipendium 2011 abgelegt Kommentare sind derzeit geschlossen aber du kannst dennoch einen Trackback auf deiner Seite einrichten Kommentarfunktion ist deaktiviert Archiv Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Juli 2014 Juni 2014

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Die magische Grenze
    Europas hinaus Zagreb liegt an einer nahezu unbekannten magischen Grenze ich nenne sie Telenovela Limes Seit Jahren schon erobern türkische Telenovelas die Fernsehschirme Südosteuropas Und es macht natürlich Sinn denn schließlich gibt es weitreichende historische Verbindungen das ist hinreichend bekannt siehe hier http derstandard at 1353207366367 Ein TV Osmane der den Balkan neu erobert Solche Sendungen wären im deutschen österreichischen oder französischem Programm wohl undenkbar Noch weniger allerdings die neueste Entdeckung die noch weiter ostwärts greifen Der neueste Schrei in den kroatischen Fernsehstuben sind nämlich Soaps aus dem fernen Indien die stundenlang in starren Kameraeinstellungen über die Fernsehschirme flimmern Die junge Schwiegertochter beispielsweise oder Für immer verliebt Und das ist erst der Anfang Und das in Zagreb Der Beitrag wurde am Mittwoch den 21 August 2013 um 17 20 Uhr veröffentlicht und wurde unter Stipendium 2011 abgelegt Kommentare sind derzeit geschlossen aber du kannst dennoch einen Trackback auf deiner Seite einrichten Kommentarfunktion ist deaktiviert Archiv Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014 April 2014 März 2014 August 2013 Juli 2013 Juni 2013 Mai 2013 April 2013 März 2013 Juli 2012 Juni 2012 Mai 2012 April 2012 März 2012 Juni 2011 Mai 2011 April

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Stipendium 2015
    den 25 März 2015 von Jana Juvan Ein Witz aus der Sammlung Zum Wegschmeißen Warum lächelt der Chinese den Westdeutschen immer so an Weil die Chinesen die Mauer noch haben Diese meterhohe Mauer um die Häuser Ich will immer rübergucken nur so aus Schelmerei obwohl es mich überhaupt nichts angeht was sie da drüben machen Hinter der Mauer da bin ich Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentar Die Wut der Deutschen Montag den 23 März 2015 von Maksim Melnyk Endlich Endlich habe ich einen wütenden Deutschen gesehen Das ist Clemens Echt Beim ersten Blick sieht das deutsche Volk sieht so ruhig und gelassen aus dass kaum ein Vertreter dieser Nation seine Geduld verlieren kann Es ist sehr sehr unwahrscheinlich dass Sie Zeuge deutscher Wut werden Aber doch Es ist passiert Diese Woche haben mich Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentar Islam wie eine Waffe Sonntag den 22 März 2015 von Andrea Votrubova Ehrenmord Importbräute Terroranschläge und in der letzten Zeit auch die Grausamkeiten des Islamistischen Staates die der westlichen Öffentlichkeit mit sorgfältig arrangierter Obszönität dargestellt werden Islam wurde zu einer Waffe und einem Instrument mit dem man die Stimmung der Gesellschaft nach Belieben manipulieren kann von Politikern und populistischen Bewegungen als auch von Extremisten in Syrien Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentar Ukraine über alles Samstag den 21 März 2015 von Tetiana Ivanchenko Fragen Situationen Krise Krieg Konflikt Missverständnis Momentan kann ich viele Wörter benutzen mit deren Hilfe Politiker und Diplomaten Journalisten und Wirtschaftler mein Land meine Ukraine beschreiben Ich bin davon überzeugt dass Dutzende in Deutschland Italien Makedonien oder in den USA keine Ahnung über die Lage der Ukraine gehabt hatten Das ist normal denn bis vor Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentar Es ist nicht einfach Meinungsmedium zu sein Samstag den 21 März 2015 von Krisztian Simon Am Freitag waren wir im

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Von der Schwierigkeit, zu lehren
    Lebensmittel und Medikamentenhilfen etwa Ohne Spenden und Drittmittel von Stiftungen geht das natürlich nicht aber Tina und ihre Mitstreiterinnen sind fit darin diese aufzutun Das Gemeinschaftshaus ist ein Ergebnis dieser Mühen Es ist ein einfacher Bau aber die Tür schließt richtig die Wände sind blau gestrichen und mit bunten Tupfern verziert In einer Ecke bullert ein Ofen leise vor sich hin Ein Ort zum Wohlfühlen nur leer ist er noch Zwanzig Jugendliche sollten sich hier heute lernen wie man leichter eine Anstellung findet Die habe ich heute verpflichtet sagt Tina Aber sie weiß auch dass das nicht unbedingt etwas zählt Viertel nach zehn die ersten beiden Mädchen trudeln ein Sie haben sich extra schick gemacht Stiefel Schminke Nagellack Tina lässt sie schon einmal Namensschilder basteln vielleicht kommen die anderen ja auch bald Viscri ist kein Ort den die Jugendlichen verlassen es ist ein Ort der sie nicht gehen lässt Die oft beklagte Landflucht hier scheint sie weniger zu greifen Nicht alle finden das gut vor allem beim Verein Sie schicken die Kinder auf die Schule doch selbst die die den Abschluss schaffen bleiben lieber im Dorf und arbeiten in einer der Pensionen Dank der Kirchenburg ein UNESCO Weltkulturerbe hat Viscri viele Besucher zumindest im Sommer Einen Jura Studenten und eine junge Frau die Maschinenbau studiert gibt es im Dorf Aber ob sie ein Vorbild für die Jüngeren sind schwierig zu sagen Das Telefon klingelt Tina hebt ab Sie lauscht kurz ihr Gesicht verdunkelt sich Das ist schade wirklich schade sagt sie Geht nicht etwas später Es geht noch ein bisschen hin und her dann legt Tina auf Es sei eine Mutter gewesen die ihre Tochter heute zum Arbeiten aufs Feld mitnehmen wollte Solche Dinge können Tina zum Verzweifeln bringen Wenn die Eltern die Kinder vom Lernen fernhalten wollen Ich habe angedroht dass das Geld für den Schulbus gekürzt wird jetzt kommt das Mädchen doch eben später Druck ausüben anders geht es manchmal nicht Es geht auf halb elf zu die Stühle sind jetzt fast alle besetzt Gar keine schlechte Quote Das Seminar kann losgehen davor nur noch kurz eine Frage Wie ist Viscri denn für euch also für euch Jugendliche Betretenes Schweigen ein bisschen schüchtern ist man doch Es ist eben unser Zuhause sagt ein Mädchen dann Sie gehe in Braşov aufs Gymnasium die nächstgrößere Stadt Aber das gefalle ihr nicht zu viele Leute zu laut Hier ist es schön hier ist es ruhig erzählt sie Die Gemeinschaft sei besser Dann ergreift Dana das Wort sie leitet das Seminar zusammen mit Tina In Rumänien gebe es eine Tradition sich gegenseitig zu Helfen Im Kommunismus sei das vielerorts kaputt gegangen Solche Seminare wie das heute sollen das ändern Wir hoffen dass die Jugendlichen hier lernen wie man gemeinsam arbeiten kann Und dass sie auf dieses Wissen zurückgreifen können wenn sie erwachsen sind Aber genug geredet jetzt muss das Seminar endlich beginnen Dana und Tina haben nicht viel Zeit bevor die Jugendlichen wieder zurück müssen zu ihren Familien um im Stall auszuhelfen

    Original URL path: http://medien-mittler.de/blog/2015/04/27/von-der-schwierigkeit-zu-lehren/ (2016-04-24)
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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Widerstand an den Budapester Unis
    vermutlich ein wenig überzeugendes Argument für Orbán Außerdem verwiesen viele auf die absolute Provinzialität und Rückwärtsgewandheit des Vorschlags der sich gegen aktuelle Trends der internationalen akademischen Welt richtet Randnotiz Als es um die Abstimmung der einzelnen Punkte ging brachte der Moderator der Menge bei die Handzeichen der Occupy Bewegung zu benutzen und erwähnte auch explizit dass er diese von den Occupy Leuten gelernt hat ich habe mich viel mit Transnational Social Movement Theory beschäftig vermutlich finde ich das deshalb so spannend Viele der Forumsteilnehmer sind nach der Veranstaltung noch zu der nächsten Uni weiter gezogen um dann gemeinsam im Fenster des Ministeriums für Menschliche Arbeitskraft die Übersetzung ist mir nicht klar es handelt sich um eines der Superministerien die Orbán eingeführt hat ein Zusammenschluss aus dem formaligen Bildungs und Kulturminsterium dem Ministerium für Arbeit und Soziales und dem Gesundheitsministerium ein Banner aufzuhängen So ganz klar ist mir die Situation allerdings nicht Es scheint sehr absurd dass die Regierung von heute auf morgen die Abschaffung von Studiengängen durchsetzen sollte Ganz so wird es anscheinend auch nicht passieren Der Direktor der ELTE Barna Mezey meldete noch während des Forums zu Wort Er hätte mit dem für Bildung zuständigen Staatsekretär László Palkovics ein ermutigendes Gespräch geführt und es hieß die Internationalen Beziehungen würden wohl erhalten bleiben ein Versprechen widerum sei diese Aussage jedoch nicht gewesen Alles in allem kommt es mir vor als würde die Regierung Aufregung provozieren wollen um dann irgendeinen Kompromiss zu erzielen Wie der aussieht überlegt sie sich vielleicht morgen beim Frühstück Der Beitrag wurde am Montag den 20 April 2015 um 22 37 Uhr veröffentlicht und wurde unter Stipendium 2015 abgelegt Kommentare sind derzeit geschlossen aber du kannst dennoch einen Trackback auf deiner Seite einrichten Kommentarfunktion ist deaktiviert Archiv Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Juli 2014

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Kulturaustausch im Büro
    Musikwünsche zur Entspannung und Gespräche darüber wohin wir heute zum Mittagessen gehen alles vermischt Natürlich war es auch ruhig besonderes kurz vor dem Abgabetermin wenn wir unsere Artikeln fertig schreiben müssen Aber auch dann konnte man oft zwischen den hastigen Tastaturgeräuschen laute Bemerkungen hören nebenbei entstand noch eine Debatte über den damaligen Interviewter oder über die aktuellen Ereignisse Auch ein Schlagwort würde nicht überraschen Ich brauchte ein paar Wochen um mich daran zu gewöhnen die Echos und den Lärm in meinem Kopf auszuschalten Auch die Konferenzen waren viel lauter als hier Dazu wird auch unbedingt Kaffee getrunken einen starken türkischen Kaffee nicht diesen wässrige Filterkaffee den die Medien Mittlern schon im ersten Monat gaz oft ausprobieren konnten und den sich die Leute hier auch nachmittags gerne leisten Der Großteil der Journalisten haben hier auch kleinere Bürozimmer die sich zwei oder drei Journalisten teilen Es ist schwer zu sagen wie die Stimmung dort ist weil die Türen zu sind Aber wenn ich manchmal vorbei gehe kommt es mir vor dass es auch ziemlich ruhig ist Natürlich kann man Gespräche im Gang hören auch Lachen um es klar zu sagen sie sind doch keine Roboter Aber im Verhältnis zu unserem Lärm so ist es hier zehnmal ruhiger als in meiner Heimatstadt In Maribor hatten wir auch Zimmer für zwei Personen Aber unsere Türen waren fast nie zu Wir würden viel öfter im Gang debattieren und uns Sachen zurufen Ich glaube viele dieser Unterschiede beruhen auch auf die Tatsache dass der Freitag eine Wochenzeitung Večer aber eine Tageszeitung ist Hier werden die Themen wöchentlich diskutiert Journalisten sollen sich auch mehr auf Hintergrundartikel fokussieren dafür brauchen sie wahrscheinlich auch mehr Ruhe Deshalb ist es für mich nicht so ungewöhnlich dass Journalisten ihre Vorschläge vor der Konferenz per E mail schicken und auch für alle Kopien ausdrucken damit sie jeder vor der Konferenz schon lesen kann Nach der Konferenz bekommen wir auch eine E mail mit einem kurzen Bericht über den Tagesplan der Online Redaktion Der Chefredakteur schreibt auch alle abgemachten Themen und Autoren in ein Standardformular ein wo die ganze Aufstellung der Zeitung steht damit alles schon für die Veröffentlichung vorbereitet wird Deutsche Ordnung würde ich an dieser Stelle scherzend sagen Dieser Ablauf und dieser Rhythmus würde aber bei eine rTageszeitung auch viel holpriger funktionieren Arbeit ist doch viel mehr dynamischer da Täglich Termine zu vereinbaren jeden Tag neue Themen suchen auf verschiedene Ereignisse achten und dazu aktuelle Geschehnisse verfolgen bringt natürlich auch Nervenkrieg mit sich der auch Lärm im Büro verursacht Ich kann auch ehrlich sagen dass unsere Redaktion in Maribor als eine der lautesten Redaktionen in unserem Verlagshaus bekannt ist Vielleicht fallen mir hier auch deshalb so viele Unterschiede auf Aber es ist noch etwas das mich überrascht hat Das Siezen In Slowenien gibt es eine Regel unter Journalisten dass wir uns immer duzen können Einige ältere Journalisten würde ich auch erstmals siezen aber ich werde dann sehr schnell aufgefordert sie zu duzen Wir sind doch Fachkollegen mach mich nicht so alt

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