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  • Medien - Mittler zwischen den Völkern | Ein Programm der Robert-Bosch-Stiftung mit der Berliner Journalistenschule
    Blog Abschied Sicherheit und Zukunftskonzepte Gelungener Abschied für ein einzigartiges Programm Mehr als 60 Alumni feierten Ende Mai mit den 15 Berliner Stipendiaten und Gästen aus den Redaktionen Politik und Gesellschaft den letzten Jahrgang des Programms von Medien Mittler zwischen den Völkern Live und in Videobeiträgen aus zahlreichen Ländern zwischen Baltikum und Kaukasus erinnerten die Journalistinnen und Journalisten daran was die Teilnahmen am wohl besten deutschen Austauschprogramm für sie persönlich veränderte und was es bis heute bedeutet Eingebettet war die Feier in ein großes Alumnitreffen zum dem frühere Teilnehmer aus elf Jahrgängen und 19 Ländern im Wannseeforum zusammengekommen waren Unter dem Thema Sicherheit von und für Journalisten berichteten Kolleginnen und Kollegen von der Situation in ihren Ländern von Druck aus dem Büro des Premierministers wie von gefährlichen Situation bei Recherchen zum Thema Menschenhandel oder auch von Morddrohungen gegen einen ein Stipendiaten nachdem dessen Recherchen den Auftritt eines faschistischen Sängers in Berlin verhindert hatten Der Pressesprecher von Reporter ohne Grenzen ergänzte diese Beschreibungen durch eine Übersicht über die Gesamtsituation in den Medien Mittler Teilnehmerländern ein Vertreter des Tactical Technology Collective gab zum Abschluss Tipps wie man sensible Daten vor fremdem Zugriff schützen kann Zweites zentrales Thema war die Fortführung der Alumniarbeit

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern
    Eine Zeitungskollegin schrieb einmal von dreckigen Perlen die sich endlos aufreihen als sie das typische Straßenbild der rumänischen Hauptstadt beschreiben wollte Ich fand diesen Mix aus Platte und Zuckerbäckerstil eigentlich von Anfang an recht charmant vor allem weil zwischen Einheitsarchitektur und sozialem Wohnungsbau immer wieder Gebäude hervorstechen die anders Weiterlesen Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentare Präsidentschaftswahl in Polen Wettlauf um die Entscheidung 12 Mai 2015 von Madeleine Janssen Ah niiiieeee riefen die Kollegen am Sonntag Abend als um 21 Uhr die ersten Hochrechnungen über den Bildschirm liefen In der Online Redaktion der POLITYKA hatten wir alle ein Ergebnis der Präsidentschaftswahl erwartet Ja Amtsinhaber Bronisław Komorowski PO würde sicherlich Stimmen verlieren und sein Amt nicht im ersten Wahlgang verteidigen Aber dass Herausforderer Andrzej Duda PiS Weiterlesen Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentare 9 Mai in Kiew 9 Mai 2015 von Inga Pylypchuk Während alle deutsche Medien mit besonderer Aufmerksamkeit auf Putins Militärparade schauen und somit genau das tun was er von ihnen will wird der Tag des Sieges heute auch in Kiew als Feiertag begangen Gestern hat man zum ersten Mal in der Ukraine am 8 Mai offiziell den Opfern des Zweiten Weltkrieges gedacht heute sollte wie Weiterlesen Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentare 86 Slavutych Ukraine 4 Mai 2015 von Inga Pylypchuk Die Mai Feiertage habe ich in Slavutych verbracht der jüngsten Stadt der Ukraine Sie wurde nach der Tschernobyl Katastrophe 1986 gebaut um den Vertriebenen aus der verseuchten Zone neuen Wohnraum zu bieten Jedes Viertel verkörpert dort eine andere sowjetische Stadt und unterscheidet sich von den anderen durch nationale Elemente an den Fassaden durch Fresken Hofeinrichtungen etc So Weiterlesen Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentare Mein 1 Mai in Berlin Lebenserfahrungen eines Ukrainers 2 Mai 2015 von Maksim Melnyk Als ich 9 Jahre alt war nahm mich meine ältere Schwester damals 17

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Ungarn: Xenophobische Volksbefragung
    Ungarn bedrohen Stimmen sie dieser Meinung zu a ich stimme voll und ganz zu b ich stimme teilweise zu c ich stimme nicht zu 6 Manche vetreten die Meinung dass die Brüsseler Politik in Fragen der Einwanderung und der Terrorismusbekämpfung gescheitert ist und deshalb eine neue Herangehensweise an diese Fragen nötig ist Stimmen Sie dieser Meinung zu a ich stimme voll und ganz zu b ich stimme teilweise zu c ich stimme nicht zu 7 Würden Sie die ungarische Regierung darin unterstützen im Gegensatz zu der sehr toleranten Brüsseler Politik strengere Einwanderungsgesetze einzuführen a ich würde sie voll und ganz unterstützen b ich würde sie teilweise unterstützen c ich würde sie nicht unterstützen 8 Würden Sie die ungarische Regierung darin unterstützen strengere Gesetzte einzuführen sodass illegale Grenzübertritte zu einer Inhaftierung führen a ich würde sie voll und ganz unterstützen b ich würde sie teilweise unterstützen c ich würde sie nicht unterstützen 9 Stimmen Sie mit der Meinung überein dass illegale Grenzgänger so schnell wie möglich in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden sollten a ich stimme voll und ganz zu b ich stimme teilweise zu c ich stimme nicht zu 10 Stimmen Sie mit der Meinung überein dass Wirtschaftsimmigranten ihren Aufenthalt in Ungarn mit eigenen Mitteln finanzieren sollten a ich stimme voll und ganz zu b ich stimme teilweise zu c ich stimme nicht zu 11 Stimmen Sie mit der Meinung überein dass die beste Strategie zur Bekämpfung der Einwanderung ist sich für die Entwicklung der Länder einzusetzen aus denen die Einwanderer kommen a ich stimme voll und ganz zu b ich stimme teilweise zu c ich stimme nicht zu 12 Stimmen Sie mit der ungarischen Regierung darin überein dass sie statt der Einwanderer lieber die ungarischen Familien und zukünftigen Kinder unterstützen sollte a ich stimme voll und ganz zu b ich

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Stipendium 2011
    meiner ukrainischen Mitbewohnerin ist eine Diplomatin verloren gegangen denke ich mir manchmal amüsiert Meinen Kleidungsstil kommentiert sie gern mit dem Hinweis dass sich Frauen in der Ukraine eben mehr für Mode interessieren würden als im Rest Europas Und als ich zuletzt meine Frida Kahlo Ohrringe trug schob sie meine Haare zur Seite überlegte kurz bis sie Kategorie Stipendium 2011 0 Kommentar Einen Monat danach Was von der Flut zurückblieb Montag den 23 Juni 2014 von Helmar Dumbs Die Pegel von Save Donau und Nebenflüssen sind wieder gesunken die beliebten Belgrader Floß Restaurants wie das Pascha in Zemun haben längst wieder geöffnet und die überfluteten Wege auf der hiesigen Saveinsel sind wieder befahrbar Serbiens Hauptstadt ist glimpflich davongekommen und irgendwann werden auch die Sandsäcke die von der erfolgreichen Verteidigung Belgrads gegen die Wassermassen zeugen Kategorie Stipendium 2011 0 Kommentar Und plötzlich ist Krieg Freitag den 13 Juni 2014 von Simone Brunner Es war ein beklemmendes Gefühl als ich Sergejs Nummer wählte Ich hatte schon lange nichts mehr von ihm gehört Auf das Freizeichen am anderen Ende der Leitung wartete ich vergebens Der Abonnent kann Ihren Anruf derzeit nicht entgegennehmen ratterte die Automaten Stimme am anderen Ende Keine Antwort Wieder und wieder Ich hatte Sergej in den ersten Kategorie Stipendium 2011 0 Kommentar Lungenkrebs in Sarajevo Dienstag den 10 Juni 2014 von Krsto Lazarevic Eigentlich sollte auf der Eingangstür zur Oslobođenje Redaktion ein Warnhinweis stehen Rauchen gefährdet Sie und die Menschen in ihrer Umgebung Das Redaktionshaus verbreitet sozialistischen Charme in dem noch der Zigarettenrauch der vergangenen Jahrzehnte gefangen zu sein scheint Schwanger sollte man das Gebäude erst gar nicht betreten Selbst für einen Raucher ist das nach zwei Monaten noch Kategorie Stipendium 2011 0 Kommentar Empfang in der Robert Bosch Repräsentanz Donnerstag den 6 März 2014 von Marija Basic Berlin Mitte Französische

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Rumänische Gelassenheit
    keinen Überraschungs Moment Dazu kommt der G7 Gipfel am Wochenende der die Medienlandschaft Deutschlands dominiert hat Im rumänischen Parlament waren die Töne vor der Abstimmung über die Aufhebung von Pontas Immunität teilweise schrill und laut Umso erstaunlicher die Ruhe und Gelassenheit mit der die Rumänen die ich kennengelernt habe die Nachricht aufnehmen Klar in unserer Redaktion lief am vergangenen Freitag den ganzen Tag der Fernseher mit Live Berichterstattung Sonst Gelassenheit nach einem kurzen Moment der Überraschung Erstaunen jedoch nicht primär darüber dass es einen Verdacht gegen den Premier gibt sondern dass gegen ihn ermittelt wird Bestätigt hat sich dieser Eindruck auch ein paar Tage später Ich traf mich mit einer rumänischen Bekannten Wir redeten erst ein wenig über unsere Wochenenden dann fragte ich sie was sie von der Ponta Sache hält Was ist mit Ponta fragte sie Das mit der DNA die Ermittlungen sagte ich Davon habe sie gar nichts mitbekommen erzählt sie Sie sei übers Wochenende in Bulgarien gewesen ohne Internet Radio und alles und habe sich einmal ganz entspannt und vom Alltag abgekoppelt Was denn genau die Vorwürfe seien Ich erzähle ihr was ich gelesen habe Von den Vorwürfen der Geldwäsche Interessenskonflikten Urkundenfälschung in Pontas Zeit als Jurist Als ich fertig bin nickt sie kurz und sagt nur Ach so das haben wir alles schon gewusst Der Beitrag wurde am Mittwoch den 10 Juni 2015 um 06 58 Uhr veröffentlicht und wurde unter Stipendium 2015 abgelegt Kommentare sind derzeit geschlossen aber du kannst dennoch einen Trackback auf deiner Seite einrichten Kommentarfunktion ist deaktiviert Archiv Juni 2015 Mai 2015 April 2015 März 2015 Juli 2014 Juni 2014 Mai 2014 April 2014 März 2014 August 2013 Juli 2013 Juni 2013 Mai 2013 April 2013 März 2013 Juli 2012 Juni 2012 Mai 2012 April 2012 März 2012 Juni 2011 Mai 2011

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Stipendium 2015
    um die Entscheidung Dienstag den 12 Mai 2015 von Madeleine Janssen Ah niiiieeee riefen die Kollegen am Sonntag Abend als um 21 Uhr die ersten Hochrechnungen über den Bildschirm liefen In der Online Redaktion der POLITYKA hatten wir alle ein Ergebnis der Präsidentschaftswahl erwartet Ja Amtsinhaber Bronisław Komorowski PO würde sicherlich Stimmen verlieren und sein Amt nicht im ersten Wahlgang verteidigen Aber dass Herausforderer Andrzej Duda PiS Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentar 9 Mai in Kiew Samstag den 9 Mai 2015 von Inga Pylypchuk Während alle deutsche Medien mit besonderer Aufmerksamkeit auf Putins Militärparade schauen und somit genau das tun was er von ihnen will wird der Tag des Sieges heute auch in Kiew als Feiertag begangen Gestern hat man zum ersten Mal in der Ukraine am 8 Mai offiziell den Opfern des Zweiten Weltkrieges gedacht heute sollte wie Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentar 86 Slavutych Ukraine Montag den 4 Mai 2015 von Inga Pylypchuk Die Mai Feiertage habe ich in Slavutych verbracht der jüngsten Stadt der Ukraine Sie wurde nach der Tschernobyl Katastrophe 1986 gebaut um den Vertriebenen aus der verseuchten Zone neuen Wohnraum zu bieten Jedes Viertel verkörpert dort eine andere sowjetische Stadt und unterscheidet sich von den anderen durch nationale Elemente an den Fassaden durch Fresken Hofeinrichtungen etc So Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentar Mein 1 Mai in Berlin Lebenserfahrungen eines Ukrainers Samstag den 2 Mai 2015 von Maksim Melnyk Als ich 9 Jahre alt war nahm mich meine ältere Schwester damals 17 Jahre alt immer wieder mit als sie ihren Freund besuchte Diese Besuche fanden nur dann statt wenn die Eltern ihres Freund nicht zu Hause waren Es war aber streng verboten das Zimmer in das sich die Beiden zurückzogen zu betreten Ich durfte Kategorie Stipendium 2015 0 Kommentar Leidspuren beim Dreh Freitag den 1 Mai

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Jan Karski – Der Mann mit der gescheiterten Mission
    schallte ihm entgegen er sei doch selbst kein Jude was interessiere ihn all das überhaupt Die tiefen Verletzungen die dieser Unglauben und die Kritik bei dem aufrichtig pflichtbewussten Jan Karski verursacht hat sieht man noch Jahrzehnte später im Claude Lanzmann Film Shoah 1985 Lanzmann hatte sich für seinen Mehrteiler stundenlang mit Karski in dessen Privathaus unterhalten zum ersten Mal seit Kriegsende sprach der Rechercheur wieder über seine Erlebnisse Am Ende sitzt dort ein weinender Ex Agent im Sessel Einer dessen Mission gescheitert ist und der mehr als 40 Jahre danach noch immer darunter leidet Jan Karski hat all seine Beobachtungen im sogenannten Karski Report niedergeschrieben Er bemühte sich um ein persönliches Gespräch mit US Präsident Franklin D Roosevelt um ihm von dem Nazi Terror gegen die Juden zu erzählen und ihn um Unterstützung zu bitten Im Juli 1943 empfing ihn der Präsident doch Roosevelt wehrte Karskis Bemühungen ab Man dürfe sich nicht offensiv auf die Seite der Juden schlagen und die Taten der Nazis als Grund nehmen gegen Hitler Deutschland einzuschreiten Mit anderen Worten Die Vernichtung der Juden durch die Nazis alleine war den Amerikanern nicht wichtig genug um den Krieg rasch zu beenden So erzählt Karski es später in Shoah Das hat den Agenten schwer erschüttert Nach Kriegsende verließ er Polen und begann in den USA eine Karriere als Politikwissenschaftler an der Georgetown University Bis 1984 lehrte er an der Universität doch erst seit der Ausstrahlung von Shoah wussten seine Studenten und Kollegen um Karskis Rolle im Zweiten Weltkrieg In Warschau gilt er als Nationalheld Vor dem Museum der Geschichte der polnischen Juden POLIN haben sie ihm ein Denkmal gesetzt dort sitzt sein metallenes Ebenbild in Denkerhaltung auf einer Bank Das POLIN liegt in der ul Anielewicza benannt nach dem Chef der Jüdischen Kampforganisation im Warschauer Ghetto Mordechaj Anielewicz

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  • Medien-Mittler zwischen den Völkern » Blog Archiv » Endstation – Gropiusstadt
    gehalten hat Der Kampf gegen Einwohnerhäuser mit eigenen Gärten gegen den Rückzug der Menschen in die private Sphäre ihrer Wohnungen kürzer gesagt gegen allen Gewohnheiten die an die Bevorzugung des Privaten vor dem Gemeinsamen Kollektiven wurde angesagt Ich fand die Ideen toll ich finde sie noch weiter und seit Dreharbeiten in Dessau an seit dem herrlichen Blick von der Glasbrücke der Bauhausschule hatte ich es vor so Gebäude die von dem Bauhaus Begründer Walter Gropius umso mehr aber von seinem Nachfolger ausgesprochenen Linken Schweizer Hannes Meyer entworfen wurden aufzuspüren und sie zu besuchen Also Gropiusstadt der letzte Großprojekt von Gropius vor seinem Tod im Jahre 1969 stand hoch auf der Liste Die Trabantenstadt mit mehr als 18 000 Wohnungen die ganz im Süden von Berlin in der Nähe von Rudow liegt habe ich schließlich erreicht Ich musste es schaffen Auch wegen meiner Absicht einen langen Artikel über die Randsiedlung von der deutschen Hauptstadt zu verfassen Und dann nach 20 km Radfahren in eine Richtung und mit einem alten fast kaputtem Fahrrad dem Meister in einer Fahrradwerkstatt ein baldiger Tod schon vor 3 Jahren vorgesagt haben stand ich da unter dem Wohnungshaus Ideal einem dem höchsten Wohnhäusern in der BRD Und danach stand ich in der Mitte von einem Weizenfeld und beobachtete die Siedlung besser Besser erst mit einer Distanz Ich war unzufrieden Ich wusste schon vorher dass die Gropiusstadt seit Langem als sozialer Brennpunkt gilt da ist ja Christiane F großgeworden es gab Jahre in denen sich Bewohnen nach der Abenddämmerung kaum draußen trauten Gropiusstadt funktionierte einfach nicht Kommunale Einrichtungen blieben leer Leute blieben in ihren Zellen sie haben gegen alle Gesetze von der modernen Bewegung gestoßen Heute ist Gropiusstadt nur eine der Megasiedlungen kaum jemand identifiziert sich mit ihr Aber die Schuld liegt nicht unbedingt die Gropius Die Grundsteinlegung von Gropiusstadt erfolgte in 1960 mit dem Mauerbau ein knappes Jahr später änderten sich aber auch die Aussichten für die Weiterentwicklung von Berlin West und vom Städtebau in Berlin Die Stadtregierung Verzichtete teilweise auf die Pläne von Gropius plante auf einmal hunderte von weiteren Wohneinheiten auf derselben Fläche was aber die Möglichkeiten für die Entwicklung von öffentlichen Räumen einschränkte Und als Gropius im Alter von 86 Jahren starb standen da statt der ursprünglich vorgesehenen 14 500 Wohnungen fast 19 000 Wohneinheiten und es bedarf weniger als 10 weitere Jahre dass aus dem ursprünglich als ideale Wohnsiedlung konzipierter Gropiusstadt ein Krisengebiet mit dunklen Winkeln und Christianes F und Detlevs entstand Aber abgesehen davon was aus den Plänen von Walter Gropius und seinem Büro The Architects Collaborative geworden ist liefert die Lebensgeschichte von Gropius Beweise dafür dass Architektur die politischste unter den Kunstdisziplinen ist Bauhaus wurde 1933 von den Nazis geschlossen Die Schule an der Professoren aus mehreren Ländern unterrichteten und die sich für einen internationalen Stil einsetzte galt unter den Nazis für undeutsch Und in jenem Jahr in denen Gropius Le Corbusier Mies van der Rohe der sogar der letzte Direktor von Bauhaus war und andere Verfechter der modernen Architektur in

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