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  • Aktuelles
    in Karlsruhe 2016 Programmbuch Uraufführung in Turku Eine Uraufführung der besonderen Art steht steht in Turku bevor Ira Levins neugeschaffene Orchesterfassung von Max Regers Variationen und Fuge über ein Thema von Joh Seb Bach op 81 Der Dirigent und Pianist Ira Levin der mit dem Reger Institut seit 2005 in engem Austausch steht und der mehrere Werke Regers für Orchester bearbeitet hat hat das Manuskript Susanne Popp gewidmet und im Januar 2016 als Geschenk übereignet Max Reger Institut Termine im Februar Donnerstag 11 2 2016 19 00 Uhr Volkshochschule Karlsruhe Max Reger Lied und Leben Biographischer Vortrag von Prof Dr Susanne Popp mit Liedbeiträgen aufgeführt von Sophia Maeno Mezzosopran und Maša Novosel Klavier Dienstag 16 2 2016 19 30 Uhr Asamsaal Schloss Ettlingen Wie vor hundert Jahren Porträtkonzerte mit Professoren Absolventen und Studierenden der Hochschule für Musik Karlsruhe in Kooperation mit dem Max Reger Institut Veranstaltet von der Fördergemeinschaft Kunst e V Karlsruhe Neu erschienen Max Reger Werk statt Leben Biographie Rechtzeitig zum Reger Jahr 2016 ist beim Verlag Breitkopf Härtel die Reger Biographie von Susanne Popp erschienen Die umfassende Biographie präsentiert Reger auf der Grundlage teils wenig bekannter Briefe und Dokumente die das ruhelose Leben des Workaholics anschaulich illustrieren Weitere multimediale Inhalte gibt es auf maxreger info Zum Buch auf der Verlagsseite Johannes Voit Preisträger beim Junge Ohren Preis 2015 Im Team des Büros für Konzertpädagogik gewann Max Reger Institut Mitarbeiter Johannes Voit den Junge Ohren Preis 2015 in der Konzeptkategorie für die Idee zur Entwicklung des Klangobjekts Plingpolyplü Fantastiko einer ausklappbaren Holzkiste die zum experimentell schöpferischen Gestalten mit akustischen und elektronischen Klangerzeugern einlädt Herzlichen Glückwunsch Illustration Oscar HR Crowdfunding Kampagne Max Reger The Last Giant Fugue State Films hat zur Beteiligung an einer Crowdfunding Kampagne für ihre DVD Max Reger The Last Giant aufgerufen Die DVD soll im

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  • Archiv
    MRI Abgeschlossene Projekte Reger Werk Verzeichnis Pressestimmen Reger Briefe Verzeichnis Kuratorium Mitarbeiter Veranstaltungsarchiv Medienangebot Sammlungen Archiv BrüderBuschArchiv BrüderBuschArchiv Busch Biografien BBA Publikationen Publikationen Reger Werkausgabe Reger Werkausgabe Über die Bände Editionsrichtlinien Pressestimmen Kontakt Weitere Beiträge Max Reger Institut Termine im Januar Reger Uraufführung in Buchen Reger beim ZeitGenuss Festival hinübergetragen durch die Zeit www reger2016 de online Reger in Karlsruhe 2016 Programmbuch Neu erschienen Max Reger Werk statt Leben Biographie

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  • Max Reger
    Ferrari Franz Schmidt oder Alexander von Zemlinsky Geboren in Brand in der Oberpfalz wächst er in der nahe gelegenen Stadt Weiden auf und erhält schon früh musikalische Unterweisung Nach Studien bei dem berühmten Musiktheoretiker Hugo Riemann erleidet Reger in Folge seiner Militärdienstzeit und beruflicher Rückschläge einen nervlichen und physischen Zusammenbruch und kehrt 1898 ins Elternhaus zurück Dort steigert sich Regers Produktivität enorm bis er 1901 seine Familie überreden kann nach München zu übersiedeln wo er mehr musikalische Anregungen erhofft als in der Oberpfalz 1902 heiratet Reger selbst Katholik Elsa von Bercken eine geschiedene Protestantin was seine Exkommunikation zur Folge hat Kompositorisch wie als konzertierender Pianist ist Reger äußerst produktiv 1905 wird er als Nachfolger Rheinbergers an die Akademie der Tonkunst berufen legt sein Amt aber bereits ein Jahr später wegen Unstimmigkeiten mit dem überwiegend konservativen Lehrkörper nieder Während eines Konzertaufenthalts in Karlsruhe empfängt Reger 1907 seine Berufung zum Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Konservatorium in Leipzig Konzert und Kompositionstätigkeit behält er bei Während er schon 1908 den Posten des Universitätsmusikdirektors wieder aufgibt übernimmt er 1911 stattdessen den Posten des Hofkapellmeisters in Meiningen den er bis Anfang 1914 innehat Die intensive Kompositions und Konzertiertätigkeit führt er auch fort nachdem er 1915

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  • Kurzbiografie
    Ferrari Franz Schmidt oder Alexander von Zemlinsky Geboren in Brand in der Oberpfalz wächst er in der nahe gelegenen Stadt Weiden auf und erhält schon früh musikalische Unterweisung Nach Studien bei dem berühmten Musiktheoretiker Hugo Riemann erleidet Reger in Folge seiner Militärdienstzeit und beruflicher Rückschläge einen nervlichen und physischen Zusammenbruch und kehrt 1898 ins Elternhaus zurück Dort steigert sich Regers Produktivität enorm bis er 1901 seine Familie überreden kann nach München zu übersiedeln wo er mehr musikalische Anregungen erhofft als in der Oberpfalz 1902 heiratet Reger selbst Katholik Elsa von Bercken eine geschiedene Protestantin was seine Exkommunikation zur Folge hat Kompositorisch wie als konzertierender Pianist ist Reger äußerst produktiv 1905 wird er als Nachfolger Rheinbergers an die Akademie der Tonkunst berufen legt sein Amt aber bereits ein Jahr später wegen Unstimmigkeiten mit dem überwiegend konservativen Lehrkörper nieder Während eines Konzertaufenthalts in Karlsruhe empfängt Reger 1907 seine Berufung zum Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Konservatorium in Leipzig Konzert und Kompositionstätigkeit behält er bei Während er schon 1908 den Posten des Universitätsmusikdirektors wieder aufgibt übernimmt er 1911 stattdessen den Posten des Hofkapellmeisters in Meiningen den er bis Anfang 1914 innehat Die intensive Kompositions und Konzertiertätigkeit führt er auch fort nachdem er 1915

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  • Max Regers Werke
    Geschichte des MRI Abgeschlossene Projekte Reger Werk Verzeichnis Pressestimmen Reger Briefe Verzeichnis Kuratorium Mitarbeiter Veranstaltungsarchiv Medienangebot Sammlungen Archiv BrüderBuschArchiv BrüderBuschArchiv Busch Biografien BBA Publikationen Publikationen Reger Werkausgabe Reger Werkausgabe Über die Bände Editionsrichtlinien Pressestimmen Kontakt Erweiterte Sucheinstellungen Titel Untertitel Werknummer Besetzung Kompositionszeitraum Verlag Uraufführung Widmung Dauer Komponist Fassungen Dichter Sätze einbeziehen www reger2016 de online Reger in Karlsruhe 2016 Programmbuch Neu erschienen Max Reger Werk statt Leben Biographie Max Reger

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  • Lebenslauf
    einfach so einscharren Ebda 1897 Wiesbaden Im März bringt Karl Straube in Berlin die Suite e moll op 16 zur Uraufführung Reger wird von der Kritik als Socialdemokrat unter den jetzigen Komponisten bezeichnet der den Umsturz predige siehe Brief vom 11 April an Adalbert Lindner Im Juli empfiehlt Richard Strauss Reger Orgel u Klaviercomponist sehr tüchtig als geschickten Bearbeiter seinem Originalverlag Jos Aibl in München Hoch verschuldet und gesundheitlich angeschlagen durch ein Geschwür am Hals vermutet wird eine Strahlenpilzwucherung Aktinomykose das zwei Operationen erfordert wird Reger am 1 Oktober aus dem Militärdienst zur Reserve entlassen Verschiedene Klavierwerke bleiben ungedruckt im Augener Verlag liegen und erscheinen erst Jahre später 1898 Wiesbaden Ein Klavierquintett c moll WoO II 9 wird im Februar vollendet aber von Augener Co abgelehnt Klavierstücke und Bach Bearbeitungen bleiben ungedruckt und erscheinen erst in späteren Jahren nach dem geglückten Wechsel zum Münchner Jos Aibl Verlag Unterstützt durch Zeugnisse Ferruccio Busonis und Felix Mottls bewirbt sich Reger in Heidelberg und Bonn um Kapellmeisterstellen jedoch ohne Erfolg Durch die Misserfolge gerät er immer tiefer in die Alkoholabhängigkeit Ende März beginnt mit Konzerten Karl Straubes in der Frankfurter Paulskirche in denen dieser auch die Suite e moll op 16 aufführt eine lebenslange Künstlerfreundschaft Ein erster Versuch Emma Regers im März ihren verwahrlosten Bruder nach Weiden heimzuholen scheitert Reger wird von den Eltern aufgegeben die bei ihm Größenwahn im höchsten Stadium vermuten Beim zweiten Versuch hat die Schwester Erfolg Mitte Juni kehrt Reger ins Elternhaus zurück Seine Gesundheit ist durch Alkohol und Nikotin stark angegriffen das Geschwür am Hals hat sich wieder gebildet und muss nach seiner Rückkehr erneut operiert werden Weiden Die Isolation in Weiden fördert Regers künstlerische Produktivität Wenige Tage nach der Rückkehr setzt er den Schlussvermerk unter die Walzer op 22 innerhalb weniger Wochen vollendet er die Opera 23 25 und 26 sowie die Klavierwerke WoO III 10 und III 11 umgehend begibt er sich auf Verlegersuche auch für seine noch in Wiesbaden komponierten Werke Von den Eltern als gescheiterte Existenz betrachtet wird er von Karl Straube in seiner Berufung als Komponist unterstützt Schon Mitte September ist die erste dem Freund gewidmete Choralphantasie Ein feste Burg ist unser Gott op 27 vollendet und wird bald darauf von Straube uraufgeführt Mit ihr eröffnet Reger die Reihe seiner großen Orgelwerke mit denen er zu einem neuen persönlichen Orgelstil findet und wachsende Erfolge erwirbt Mit seiner zweiten Cellosonate g moll op 28 in welcher der Brahms Einfluss noch wirkt hat er dagegen wenig Erfolg sie wird erst acht Jahre später uraufgeführt Richard Strauss vermittelt Reger nun auch als Komponisten an den Leipziger Verlag Rob Forberg Opera 24 26 27 und 29 und den Münchner Jos Aibl Verlag der in den Weidener Jahren Regers Hauptverleger wird Reger bedankt sich bei Strauss mit der Widmung seiner Phantasie und Fuge c moll op 29 Mit beginnenden Einnahmen kann Reger die in Wiesbaden hinterlassenen Schulden sukzessive abtragen Zum ersten Mal seit vier Jahren erscheint wieder ein ausführlicher Artikel über Reger mit Bild und Lebenslauf geschrieben von Regers Wiesbadener Freund Caesar Hochstetter der den Verlegern den hochbegabten jungen Komponisten ans Herz legt Reger bedankt sich mit der Widmung seiner Opera 25 Aquarellen und 34 Cinq Pièces pittoresques 1899 Weiden Die schöpferische Hochstimmung hält an Reger komponiert Klavierstücke weitere Orgelwerke Kammermusik und Lieder Karl Straube setzt die Reihe der Uraufführungen mit der I Sonate fis moll op 33 und der Choralphantasie Wie schön leucht t uns der Morgenstern op 40 Nr 1 fort und führt in München Regers Fantasie und Fuge c moll op 29 in Anwesenheit des Komponisten auf Im Mai Juni verbringt Reger mehrere Wochen in Schneewinkl bei Auguste von Bagenski ihrer Tochter Elsa die im April geschieden worden war und deren Cousine Berthel der er in Wiesbaden Klavierunterricht gegeben hatte Er verliebt sich in Elsa und komponiert zehn Liebeslieder doch wird sein Werben von ihr zurückgewiesen da sie sich zu gut an seine Wiesbadener Krisenzeit erinnert Im September ist Reger einige Tage Gast des Geigers Josef Hösl in München bei dieser Gelegenheit begegnet er Henrik Ibsen den er zeitlebens sehr verehrt Bei Hösl bedankt er sich mit der Widmung seiner dritten Violinsonate A dur op 41 Mit den Vier Sonaten op 42 die innerhalb kurzer Zeit Verbreitung finden greift er erstmals die alte Gattung der Soloviolinkomposition auf 1900 Weiden Reger komponiert seinen großen Wurf Phantasie und Fuge über B A C H op 46 und widmet das Werk Josef Rheinberger der sich jedoch über die Kompliziertheit entsetzt Neben Karl Straube beginnen weitere Organisten auch im Ausland sich für Reger zu interessieren Andreas Hofmeier bringt in Brünn die Choralphantasie Straf mich nicht in deinem Zorn op 40 Nr 2 zur Uraufführung während Straube in Wesel Opus 46 aus der Taufe hebt Reger wendet sich erneut der Kammermusik zu komponiert sein erstes Streichquartett Opus 54 Nr 1 Mit zwei Klarinettensonaten op 49 fordert er den Vergleich mit Brahms heraus Der Plan ein Konzert für Orgel mit großem Orchester zu schreiben WoO I 7 wird aufs folgende Jahr verschoben Im Dezember findet die Uraufführung der Violinsonate op 41 durch Reger und Josef Hösl in München statt und erhält günstige Besprechungen durch Theodor Kroyer und Rudolf Louis die von der Neuartigkeit und Eigenart der Sprache überrascht sind München wird auf Reger aufmerksam 1901 Weiden Im Januar tritt Reger in Berlin als Liedbegleiter von Josef Loritz auf und wird von Otto Leßmann freundlich rezipiert Im März spielt Karl Straube in einem Münchner Konzert fünf große Orgelwerke Regers die dem angereisten Komponisten erneut gute Besprechungen einbringen Auf Vermittlung Philipp Wolfrums bringt Straube im Juni beim Tonkünstlerfest des ADMV Regers Phantasie und Fuge über B A C H op 46 zur Aufführung und erreicht dadurch überregionale Beachtung Reger kann aus Zeitmangel nicht teilnehmen Im Juli gibt der Ulmer Organist Karl Beringer sein erstes großes Regerkonzert Mit den Orgelstücken op 59 kommt es zur Verbindung mit dem Verlag C F Peters Reger vermisst die musikalischen Anregungen und fühlt sich in Weiden zunehmend eingeengt so dass er seine Fühler nach München ausstreckt Es gelingt ihm seine Eltern zu einem Ortswechsel zu bewegen und übersiedelt nach der Frühpensionierung des Vaters mit ihnen und seiner Schwester Emma am 1 September nach München Haidhausen zahlreiche Manuskripte von frühen oder verworfenen Werken die für ihn ihre Bedeutung verloren haben schenkt er zum Abschied Adalbert Lindner München In München nimmt Reger sogleich mit wichtigen Persönlichkeiten des dortigen Musiklebens Kontakt auf darunter Max Schillings der Vorstand des Musikausschusses des ADMV Schillings Hausegger Braungart sind Prachtmenschen ist so mein hauptsächlichster Verkehr neben Loritz Brief vom 4 Dezember an Adalbert Lindner Er arbeitet erneut an einem Orgelkonzert WoO I 7 das beim nächsten Tonkünstlerfest aufgeführt werden soll kommt aber über das Planungsstadium nicht hinaus Anfangs ist er ein eifriger Konzertgänger auch als Kritiker reduziert den Besuch aber im folgenden Jahr da er sich gedanklich zu sehr mit Musik beschäftige und die Konzertprogramme zu viel des Einschläfernden enthielten Im November gibt Karl Straube in München einen weiteren vielbeachteten Reger Abend mit den Drei Choralphantasien op 52 und der Phantasie und Fuge über B A C H op 46 Als Liedbegleiter und Kammermusiker findet Reger uneingeschränkte Anerkennung Seine nun einsetzende zeitlebens andauernde umfangreiche Konzerttätigkeit trägt wesentlich zur Auseinandersetzung mit seinem Werk und zu dessen Erfolg bei Reger übernimmt einige Privatschüler in Theorie und Klavierspiel deren Zahl in den folgenden Jahren stark anwächst 1902 München Die Berliner Uraufführung von Regers kühner Symphonischer Phantasie und Fuge op 57 durch Karl Straube wird zum Teil mit Entsetzen aufgenommen Einzelne Rezensenten verweisen das Werk gar in den Bereich des Pathologischen so etwa Rudolf Louis der über eine Aufführung in Basel 1903 urteilt bei Reger scheine so etwas wie eine ton und klangpsychologische Perversität vorzuliegen infolge deren er ebenso in der Kakophonie im Musikalisch Häßlichen schwelgt wie andere im rein sinnlichen Wohllaut Rezension Die Uraufführung der ersten Klarinettensonate aus Opus 49 dagegen bringt Reger wegen ihrer impressionistischen Klangsinnlichkeit höchstes Lob der Kritik Nachdem eine Sinfonie d moll WoO I 8 Fragment bleibt wird in den folgenden Jahren die Kammermusik zum wesentlichen Kompositionsbereich Durch Verlags und Konzerthonorare sowie Privatstunden ist Reger nun in der Lage einen eigenen Hausstand zu gründen Er bemüht sich erneut um Elsa von Bercken die einen Münchner Liederabend Regers besucht und ihre frühere Ablehnung seines Werbens überdenkt Am 25 Oktober findet die zunächst standesamtliche Heirat statt Die Ehe mit einer geschiedenen Protestantin hat Regers Exkommunikation zur Folge und wird von seiner Familie scharf abgelehnt Am 7 Dezember lässt sich das Paar in der Dorfkirche zu Boll bei Göppingen Württemberg von einem evangelischen Pfarrer auch kirchlich trauen Da der Aibl Verlag durch die Krankheit des Besitzers beeinträchtigt zwei Werke die Burlesken op 58 für Klavier zu vier Händen und das Klavierquintett c moll op 64 zurückweist sucht Reger nach einem neuen Hauptverlag Der zum 1 Januar 1903 geschlossene Vorkaufsvertrag mit der frisch gegründeten aber auch finanzschwachen Leipziger Firma Lauterbach Kuhn erweist sich jedoch auf Dauer als äußerst beengend für den fruchtbaren Komponisten 1903 München Reger veranstaltet Liederabende in München Berlin und auch Leipzig wo Karl Straube im März sein Amt als Thomas Organist u a mit einem Reger Abend antritt In München spitzt sich die Lage zu der Uraufführung seines kombinatorisch und harmonisch äußerst komplizierten und expressiven Klavierquintetts c moll op 64 am 1 Mai gehen tumultartige Szenen voraus die Aufnahme beim Publikum ist jedoch glänzend In der Euphorie der ersten Ehemonate komponiert Reger seinen Gesang der Verklärten op 71 der die differenzierte Satztechnik des Klavierquintetts ins Große steigert Gleichzeitig widmet Reger einen Großteil seiner Zeit der Herausgabe und Bearbeitung von Hugo Wolfs künstlerischem Nachlass für den er auch in einem Aufsatz Schriften A3 wirbt Seine neuartigen und praktikablen Beiträge zur Modulationslehre Schriften A1 werden von Lauterbach Kuhn abgelehnt erfreuen sich nach ihrem Druck durch den Verlag C F Kahnt Nachfolger aber größter Beliebtheit die sich in einer beachtlichen Zahl von Neuauflagen und Übersetzungen bis ins Japanische ausdrückt Über eine abwertende Besprechung der Modulationslehre durch Arthur Smolian erregt sich Reger derart dass er einen empörten Artikel Ich bitte ums Wort Schriften A2 schreibt dem er im nächsten Jahr einen weiteren in gleicher Angelegenheit Mehr Licht Schriften A4 folgen lässt Smolian lässt sich jedoch nicht zum Kampf provozieren Als Kompositionsauftrag entsteht die Violinsonate C dur op 72 mit den unmissverständlichen Themen über die Tonbuchstaben S c h a f e und A f f e die Reger den Kritikern widmen will als Antwort auf den Vorwurf unverständlich zu komponieren Straube spielt beim Basler Tonkünstlerfest des ADMV Regers Opera 27 und 57 auf der untauglichen renovierungsbedürftigen Münster Orgel und regt den Komponisten zu einem choralfreien Konzertstück für Orgel an Reger widmet ihm seine Variationen und Fuge über ein Originalthema fis moll op 73 in Erinnerung an die Baseler Begegnung Die erste Reger Büste wird von dem Münchner Bildhauer Theodor von Gosen angefertigt dem Reger zum Dank sein avantgardistisches Streichquartett d moll op 74 zueignet 1904 München Nach den wilden Werken des Jahres 1903 besänftigt Reger seine Verleger mit dem ersten Heft der Schlichten Weisen op 76 von denen bis 1912 sechs Bände mit insgesamt 60 Liedern erscheinen werden Auch die Trios op 77 bringen eine bewusste Vereinfachung mit der Reger Mozart huldigt In Felix Mottl dem neuen Münchner Generalmusikdirektor und Direktor der Akademie der Tonkunst erhält er einen Verbündeten Mit ihm findet er als Schriftführer im neu gegründeten Ortsverein des ADMV zusammen dem auch Max Schillings und als Vorsitzender Ludwig Thuille angehören Das erste Konzert des Ortsvereins am 29 April ist ausschließlich Regers Schaffen gewidmet Doch macht er sich mit seiner Satire Zum 1 April Schriften A5 in der er den bombastischen Ton der Münchner Musikzeitschriften imitiert in Pressekreisen wenig Freunde Seit Jahresbeginn arbeitet er an seinem ersten großen sinfonischen Werk das unter dem Titel Serenade begonnen wird dann aber zur Sinfonietta op 90 anwächst Sein Auftritt beim Frankfurter Tonkünstlerfest des ADMV am 31 Mai bei dem er mit Henri Marteau seine Violinsonate C dur op 72 spielt bringt eine Wende in sein Leben von nun an ist er wohnhaft in der Eisenbahn Brief vom 17 Juni an C F Peters und wird in ganz Deutschland und im Ausland zu Reger Abenden engagiert Nach dem Frankfurter Erfolg unterbricht er die Arbeit an der Sinfonietta op 90 und erschließt sich einen neuen kompositorischen Bereich Mit den Bach Variationen op 81 für Klavier und den Beethoven Variationen op 86 für zwei Klaviere schafft er über die Sommermonate zwei enthusiastisch aufgenommene Meisterwerke Während er das Solowerk nie öffentlich spielt avancieren die Beethoven Variationen zu seinem zeitlebens bevorzugten pompösen Konzertabschluss mit dem er selbst eingeschworene Gegner zu überzeugen vermag 1905 München Reger wird von Felix Mottl an die Akademie der Tonkunst berufen und tritt sein Amt während des Schuljahrs 1904 05 am 1 Mai an legt es aber wegen Unstimmigkeiten mit dem überwiegend konservativen Lehrkörper am Ende des folgenden Schuljahrs im Juli 1906 wieder nieder Viele seiner Schüler folgen ihm in den Privatunterricht Reger hat auf Reisen in Deutschland Österreich den Niederlanden und der Schweiz große Erfolge doch spitzen sich in München die Auseinandersetzungen mit dem neudeutschen Kreis um Ludwig Thuille Max Schillings und den Kritiker Rudolf Louis zu Beim Tonkünstlerfest des ADMV in Graz werden im Juni seine beiden Klavier Variationen Bach Variationen op 81 Beethoven Variationen op 86 begeistert aufgenommen doch kommt es mit Schillings zum Bruch in dessen Folge Reger im Januar 1906 aus dem ADMV austritt Am 28 September stirbt Regers Vater der Sohn verspricht Mutter und Schwester künftig für sie zu sorgen Nur eine Woche nach der Beisetzung des Vaters findet in Essen am 8 Oktober die Uraufführung von Regers sinfonischem Erstling der Sinfonietta op 90 unter Felix Mottl große Beachtung doch keine uneingeschränkte Zustimmung Erst deren Wiederholung unter Fritz Steinbach in Köln bringt den Erfolg Die Sinfonietta wird in der ersten Saison insgesamt 22 mal aufgeführt zum Teil durch bedeutende Dirigenten wie außer den genannten Arthur Nikisch Hermann Suter und Franz Schalk Am 8 Dezember spielt Reger für das im Jahr zuvor entwickelte Welte Mignon Reproduktionsklavier zehn kleinere Stücke ein 1906 München Im Februar absolviert Reger in Heidelberg bei Philipp Wolfrum mit der Sinfonietta op 90 sein erfolgreiches Debüt als Dirigent Zur gleichen Zeit eskalieren in München die Streitigkeiten zwischen Gegnern und Anhängern anlässlich einer Sinfonietta Aufführung unter Felix Mottl Reger nimmt dies äußerst schwer und vermutet Intrigen der verhassten Clique diese habe 200 Frei karten ausgegeben um am 2 Februar in München op 90 auszupfeifen 1 Sein Austritt aus der Akademie der Tonkunst und ein Zusammenbruch bei einem Berliner Konzert Anfang April der eine längere Schonungspause nach sich zieht sind die Folgen Reger beschließt die seit Mai 1904 geplanten Hiller Variationen op 100 für Orchester zurückzustellen um die erregten Gemüter mit der schlichteren Serenade op 95 zu beruhigen Im Herbst setzt seine umfangreiche Konzerttätigkeit im In und Ausland wieder ein die ihn mit größtem Erfolg bis nach St Petersburg führt In der Saison werden allein 25 ausschließliche Reger Abende veranstaltet 1907 München Während eines Konzertaufenthalts in Karlsruhe empfängt Reger seine Berufung zum Universitätsmusikdirektor und Professor am Königlichen Conservatorium zu Leipzig während er die erste Tätigkeit bereits im folgenden Jahr wieder aufgibt bleibt er der eigens für ihn eingerichteten Meisterklasse für Komposition bis zu seinem Tode treu Ihr Ruf strahlt in alle Welt aus und lockt Schüler aus dem In und Ausland an Leipzig Im März ziehen Max und Elsa Reger mit einer 90 jährigen Großtante nach Leipzig im Juli nimmt das kinderlose Ehepaar das Waisenkind Christa in die Familie auf Ein großzügiges Stipendium Henri Hinrichsens vom Verlag C F Peters ermöglicht es Reger seine Konzerttätigkeit für ein Jahr einzuschränken und sich auf seine großen sinfonischen Werke seine Herzblutwerke 1 zu konzentrieren Mit ihnen erreicht Reger die Anerkennung als führender deutscher Komponist neben Richard Strauss Die niederländische Maatschappij tot Bevordering der Toonkunst ernennt Reger zum Ehrenmitglied Der Versuch die ungünstige Bindung an die Verleger Lauterbach Kuhn die von ihm leichte und verkäufliche Werke verlangen zu lösen und zu C F Peters zu wechseln schlägt fehl Reger greift mit zwei kämpferischen Artikeln in den Streit um den musikalischen Fortschritt ein Musik und Fortschritt Schriften A8 Degeneration und Regeneration in der Musik Schriften A10 und gerät in offene Opposition zu seinem einstigen Lehrer Hugo Riemann 1908 Leipzig Reger unterbricht die Fertigstellung des Violinkonzerts A dur op 101 nach dem zweiten Satz um unter größtem Zeitdruck das Klaviertrio e moll op 102 zu komponieren dessen Uraufführung schon im März im Leipziger Gewandhaus aus dem Manuskript erfolgt Anlässlich der umjubelten Wiederholung beim Darmstädter Kammermusikfest erhält Reger vom hessischen Großherzog die Silberne Medaille für Kunst und Wissenschaft Zum 350 jährigen Jubiläum der Universität Jena komponiert er den 1 Teil des 100 Psalms op 106 und erhält nach der Uraufführung den philosophischen Ehrendoktor Reger befreundet sich mit dem Bildhauer Max Klinger und dem Schriftsteller Richard Dehmel Die Monate Februar bis Juli muss Elsa Reger fast durchgehend im Krankenhaus und zur anschließenden Rehabilitation in einem Sanatorium bei Todtmoos im Schwarzwald verbringen Den Reger schen Haushalt führen in dieser Zeit die Sängerin Martha Ruben mit der Reger seit seiner Münchner Zeit bekannt ist und sein Schüler Paul Aron Im Oktober nimmt das Ehepaar Reger ein zweites Mädchen in seine Familie auf Selma Charlotte genannt Lotti Die Uraufführung des Violinkonzerts im Leipziger Gewandhaus unter Arthur Nikisch mit dem Widmungsträger Henri Marteau wird nur von Arthur Smolian positiv aufgenommen Regers Konzerttätigkeit setzt mit alter Intensität wieder ein nun noch verstärkt durch zunehmende Engagements als Dirigent 1909 Leipzig Nach dem harmonischen und künstlerisch fruchtbaren Beginn in Leipzig wachsen die Schwierigkeiten mit seiner Umgebung jede schlechte Kritik und jeder schwache Konzertbesuch verstimmen Reger zutiefst so dass er wieder zunehmend Bestätigung auf Konzertreisen sucht die ihn bis nach London führen Wie schon sein Wolf Aufsatz Hugo Wolfs künstlerischer Nachlass Schriften A3 1903 wird auch sein Artikel zu Mendelssohns 100 Geburtstag Felix Mendelssohn Bartholdys Lieder ohne Worte Schriften A11 zur Anklage gegen die unverständige Mitwelt Im Januar spielt ihm in Köln der 17 jährige Adolf Busch von seinem Bruder Fritz am Klavier begleitet das Violinkonzert A dur op 101 auswendig vor Die Begegnung bildet den Auftakt einer engen Künstler Freundschaft die

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  • Über uns
    sich das MRI über die vergangenen Jahrzehnte mit Leidenschaft für Regers Musik Kreativität und Experimentierfreudigkeit zum Zentrum der internationalen Reger Forschung zu einer Begegnungsstätte von Musikwissenschaftlern und Künstlern sowie einem Standort für innovative Kulturvermittlung Darüber hinaus konnte nicht zuletzt durch vielfachen auch ehrenamtlichen Einsatz die mittlerweile wohl weltweit größte Reger Sammlung aufgebaut werden Fast 200 Notenautographe Stand März 2015 zahllose originale Briefe und Dokumente Regers bzw aus dessen Umfeld Kunstwerke und Devotionalien sowie ein reichhaltiges Notendrucke und Tonträgerarchiv dokumentieren umfassend Leben Wirken und Werke des Komponisten und laden alle an der Musik Regers Interessierten zu Forschungsaufenthalten ein Anfang 1999 wurde zudem das seinerzeit in Hilchenbach Dahlbruch bei Siegen angesiedelte BrüderBuschArchiv dem MRI zur wissenschaftlichen Auswertung übergeben und 2003 diesem zugestiftet Das Institut pflegt Kooperationen mit Wissenschaftlern Institutionen und Interpreten auf der ganzen Welt führt internationale musikwissenschaftliche Fachtagungen mit durch konzipiert organisiert und moderiert Ausstellungen sowie Konzertveranstaltungen und gibt eine eigene Schriftenreihe heraus Regers Schaffen das für Musiker Philologen und Publikum gleichermaßen immer wieder neue Entdeckungen und Herausforderungen bereithält wird somit auf vielfältige Weise erschlossen zugänglich und einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht Seit 1986 ist das MRI Mitglied des Arbeitskreises selbstständiger Kultur Institute AsKI e V dem derzeit 2015 36 national und international angesehene Kultur und Forschungsinstitute aus allen Bundesländern aus verschiedenen Bereichen der bildenden Kunst der Literatur und Zeitgeschichte der Sprachforschung sowie der Musik angehören Auf diese Weise wird das MRI dem Auftrag gerecht den Elsa Reger ihm bei ihrer Stiftung gegeben hatte die künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Regers Werk zu intensivieren und durch Sammlung der in alle Welt verstreuten Handschriften die Voraussetzungen zur Erforschung seiner Werke zu schaffen Das MRI eine Stiftung des privaten Rechts die ausschließlich gemeinnützigen Zwecken dient ist seit Elsa Regers Tod am 3 Mai 1951 alleiniger Erbe der Urheberrechte an den Werken Max Regers

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  • Das Institut
    sich das MRI über die vergangenen Jahrzehnte mit Leidenschaft für Regers Musik Kreativität und Experimentierfreudigkeit zum Zentrum der internationalen Reger Forschung zu einer Begegnungsstätte von Musikwissenschaftlern und Künstlern sowie einem Standort für innovative Kulturvermittlung Darüber hinaus konnte nicht zuletzt durch vielfachen auch ehrenamtlichen Einsatz die mittlerweile wohl weltweit größte Reger Sammlung aufgebaut werden Fast 200 Notenautographe Stand März 2015 zahllose originale Briefe und Dokumente Regers bzw aus dessen Umfeld Kunstwerke und Devotionalien sowie ein reichhaltiges Notendrucke und Tonträgerarchiv dokumentieren umfassend Leben Wirken und Werke des Komponisten und laden alle an der Musik Regers Interessierten zu Forschungsaufenthalten ein Anfang 1999 wurde zudem das seinerzeit in Hilchenbach Dahlbruch bei Siegen angesiedelte BrüderBuschArchiv dem MRI zur wissenschaftlichen Auswertung übergeben und 2003 diesem zugestiftet Das Institut pflegt Kooperationen mit Wissenschaftlern Institutionen und Interpreten auf der ganzen Welt führt internationale musikwissenschaftliche Fachtagungen mit durch konzipiert organisiert und moderiert Ausstellungen sowie Konzertveranstaltungen und gibt eine eigene Schriftenreihe heraus Regers Schaffen das für Musiker Philologen und Publikum gleichermaßen immer wieder neue Entdeckungen und Herausforderungen bereithält wird somit auf vielfältige Weise erschlossen zugänglich und einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht Seit 1986 ist das MRI Mitglied des Arbeitskreises selbstständiger Kultur Institute AsKI e V dem derzeit 2015 36 national und international angesehene Kultur und Forschungsinstitute aus allen Bundesländern aus verschiedenen Bereichen der bildenden Kunst der Literatur und Zeitgeschichte der Sprachforschung sowie der Musik angehören Auf diese Weise wird das MRI dem Auftrag gerecht den Elsa Reger ihm bei ihrer Stiftung gegeben hatte die künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Regers Werk zu intensivieren und durch Sammlung der in alle Welt verstreuten Handschriften die Voraussetzungen zur Erforschung seiner Werke zu schaffen Das MRI eine Stiftung des privaten Rechts die ausschließlich gemeinnützigen Zwecken dient ist seit Elsa Regers Tod am 3 Mai 1951 alleiniger Erbe der Urheberrechte an den Werken Max Regers

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