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  • LdL
    Schriftliche Formulierung der im Text thematisierten Machtstruktur ihrer Entstehung und möglichen Veränderung Grobskizze des geplanten Stundenverlaufs einschlieblich der Diskussionsschwerpunkte Jede Stunde wird mit den Lehrerinnen vorbesprochen Dieser Prozeß des Absteckens der Interessengebiete der Formulierung der Themenbereiche der Diskussionsprozesse bis zur endgültigen Bestimmung der Texte der Erstellung der Gruppenarbeitsanweisungen dauerte etwa zwölf Stunden Sicher kann mensch hier schon mit Stirnrunzeln die aufgewendete Zeit kritisieren lediglich Demokratie muß sich etwas Zeit nehmen Die Diktatur ist die schnellste aller Verwaltungsformen Nach der Gruppenarbeit ging s dann ans selbständige Unterrichten das war schon ein toller Moment für die Schülerinnen aber auch für uns Zwar trugen die meisten Schülerinnenstunden unsere methodisch didaktische Prägung wie sollte es auch anders sein aber nicht wir standen vor der Klasse es waren eben die Mitschülerinnen und das veränderte die Situation Die Klasse arbeitete so konzentriert mit wie lange nicht übte solidarische Unterstützung bei kleinen Pannen stellte am Ende der Stunde vornehmlich das Positive heraus sicherlich auch deshalb weil alle wußten daß sie selbst eben auch dransein würden mit ihrem Unterricht vielleicht war dieser Unterricht aber auch schon zu einem kleinen Stück ihre eigene Sache geworden Am Ende der Deutscheinheit wurde jedoch der reduzierte noch stark lehrerinnengeprägte Ansatz immer stärker von Schülerinnenseite bemängelt Bei Planung der sich anschließenden Politikeinheit wollten wir diese Erfahrung besonders berücksichtigen Unser zweiter Versuch Folgende Themen standen zur Abstimmung Popmusik und Profite für das Kapital Sexualität und Moral in unserer Gesellschaft und anderswo Wie die Familienerziehung unser Leben beeinflussen kann Probleme von Gastarbeiterinnenkindern Mit großer Mehrheit ausgewählt wurde die Einheit über Erziehung Wie nun beginnen Die von uns Lehrerinnen vorgelegte Grobstrukturierung wurde von der Klasse rundum wegen des zu hohen theoretischen Anspruchsniveaus abgelehnt Andererseits fühlten sich die Schülerinnen zu Recht überfordert eine ganze Unterrichtseinheit von Anfang bis Ende präzise selbst vorzuplanen Was tun Ein kurzer Auszug aus dem folgenden gemeinsamen Planungsgespräch S Schülerin SSS mehrere Schülerinnen L Lehrerin L Ja ihr hattet ja gestern unsere Vorplanung für den Unterricht abgelehnt Wir finden inzwischen auch daß eure Kritik richtig ist obwohl bei uns nun ein Fragezeichen steht Wir wissen jetzt auch nicht so recht wie weitermachen Ja bitte S Es sind keine Filme drin es gibt doch da so einen Katalog zum Filmebestellen wenn wir den vielleicht mal durchsehen könnten L Ja ich denke das ist eine gute Möglichkeit S Ich weiß nicht ob das geht Vielleicht könnte man ja ein Gespräch mit Sozialhelferinnen oder so S Wie stellst du dir das vor Wolfgang S Es muß doch eine Stelle geben wo so Sozialhelferinnen die in Familien oder auch ins Lager gehen sind Ich denke daß man sich mit denen mal unterhält die haben doch Erfahrung darin was wir untersuchen wollen S Ich kenne da jemand die jede Woche ein oder zweimal im Lager arbeitet die könnten wir einladen S Das finde ich gut Aber auch auf jeden Fall sollten wir in die Grundschulklassen hier an unserer Schule gehen daß man da auch mal beobachten kann z B die Sprache oder das Verhalten der Kinder vielleicht können

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  • DaF/DaZ und ProjektPädagogik
    denn PU auch im speziel len Falle des Deutschlernens in Deutschland von Menschen unterschied licher Mut tersprache uneingeschränkt empfohlen werden kann weil er der bessere Unterricht ist Die Haupteinwände gegen projektorientiertes Lernen sind hier Fremdsprachenunter richt Sprachlehren und lernen folge einer Systematik die im Un terricht eingehalten werden muß didaktisches Zauberwort ist die Progression Sprachliches Handeln in Ernstsituationen könne erst erfolgen nachdem die SchülerIn sich im Unterricht eine solide Sprachkompe tenz Grundlage angeeignet habe Selbst wenn mensch beides gelten lassen mag für FU das soll hier nicht weiter untersucht werden für das Lernen von DaZ jedenfalls sind diese Argumente nur sehr sehr eingeschränkt gültig in der Verabsolutierung sind sie geradezu absurd Buch und Schulstuben lernen sind das Gegenteil dessen was Migran tInnen und Flüchtlinge vor und nach der Schule in ihrer Lebenswirklichkeit erleben wo sie sich immer wieder neu bewähren müssen Das beste kommunika tiv aufge baute und an möglichen Problemen von MigrantIn nen in Deutsch land orientierte Lehrbuch läßt die Wirklichkeit außen vor bzw nur in sehr reduzierter Form in die Schulstube Viel wichti ger aber das tagtägliche Sprachhandeln und Sprachlernen der MigrantIn in der deutschen Ernstsituation wird ignoriert und abqualifiziert Projektorientierter DaZU der die Wirklichkeit als Anwendungs und Lernort nützt der die aktuellen Befindlich keiten und Interessen der MigrantInnen aufgreift nimmt diese nicht nur ernst sondern wertet auch ihre privaten Lernbemühungen auf und unterstützt sie indem er Strategien liefert mit dieser Wirklichkeit auch alleine nach der Schule besser sprachlich fertig zu werden Projektorien tierter DaZU nimmt die MigrantIn ernst bestätigt ihre pri vate Lernarbeit um die sie nicht herumkommt denn sie muß Sprache nun einmal anwenden will sie nicht in Isolation und Hunger umkom men und ermuntert sie zum selbständigen Anwenden und Aneignen der Zweitsprache in der realen Ernstsituation hier finden sich deut liche Parallelen zu Freires Verständnis vom Lernen an den für das aktuelle Leben wichtigen Be griffen und Zusammenhängen DaZU mit MigrantInnen und Flüchtlingen erfordert noch mehr als je der andere Unter richt das Einbeziehen ihrer Subjektivität und ih rer momentanen In teressen und Bedürfnisse weil sie mehr als an dere LernerInnen tagtäglich vor Problemen stehen als Fremde in ei nem fremden Land Wesentliche Aktivitäten des gegenwärtigen traditionellen DaZU sind Zuhören Lesen Schreiben Antworten und Diskutieren Diese Aktivitäten sowie das Fragen sind auch die zentralen Tätigkeiten jeder Projektarbeit im DaZU nur bei der Projektarbeit wird Sprache angewendet in kommunikativen Zusammenhängen sowie mit praktischer Zielsetzung in der Ernstsituation Sowohl im Plenum als auch in der Kleingruppe ohne die LehrerIn wird deutsch kommu niziert wenn mensch von multinationalen Lerngruppen ausgeht Der Unterschied zum traditionellen DaZU ist Mi grantInnen wis sen warum sie das tun warum sie lernen Sprachler nen ist mit der Wirklichkeit verbunden wird für die MigrantIn funktional und nicht zur Qual ein zufällig an der Schule vorhan denes Lehrbuch durchackern zu müssen Da im PU Teilaufgaben von Kleingruppen gelöst werden besteht beim Zusammentragen der Ergebnisse nicht nur der Zwang zu spre chen sondern auch die Notwendigkeit zu lehren den anderen die Teiler gebnisse verständlich machen Dies ist eine zusätzliche Qua lifikation die das Erlernen sprachlicher Strategien und Redemit tel bedingt Zwei wesentlichen Zielen des Sprachunterrichts kommen MigrantInnen bei der Arbeit an fast jedem Projekt näher Gesprächsfähigkeit mit dem Ziel funktionierender Verständigung Grammatisch und lexikalisch richtiges Sprechen und schreiben z B bei der Präsentation und Veröffentlichung der Projektergeb nisse grammatisches Lernen wird nun funktional weil für jede SchülerIn einsichtig ist daß z B ein Flugblatt das auch gelesen wer den soll grammatisch richtig aufgebaut sein muß Solche Gram matiklernarbeit wird nicht als stures sinnloses Pauken erlebt was dann doch nicht angewen det wird Die Sprachmittel sind dran weil sie aktuell benötigt werden nicht weil irgendein pro gredientes Vorgehen es gebietet Nicht zu unterschätzen ist auch das Lernen grammatischer Strukturen durch direkte Korrektur bzw durch intuitiv richtige Wiederholung der falsch produzierten Sequenzen von den jeweiligen muttersprach lichen Kommuni kationspartnerInnen Auch sollte mensch die Migran tIn ermuntern beim Sprechen mit MuttersprachlerInnen diese als SprachexpertInnen zu behandeln und sie um Korrektur bitten oder wie wie sagt mensch das richtig Traditioneller Unter richt dagegen entkoppelt Ler nen von der Lebenssituation und der Anwendung Vielleicht ist es eine Überlegung wert ob es Ähnlichkeiten gibt zwischen Mutterspracherwerb dem natürlichen Sprachlernen im fremden Land auf der Straße und PU Sicher jedenfalls ist daß sich zum PU mehr Ähnlichkeiten feststellen lassen als zum tradi tionellen DaZU Muttersprachlernen und natür liches Sprachlernen orientieren sich wie auch der PU vornehmlich an dem was an re alen Problemen und nicht nur an dem wie der sprachlichen Form und an einer Progression wiewohl intuitives defek tives Sprechen der Eltern mit ihrem Kind bzw der MuttersprachlerInnen mit der na türlichen SprachlernerIn auch irgendwie progredient ist 5 VORAUSSETZUNGEN FÜR PU IM LERNBEREICH DAZ SCHAFFEN PU mit MigrantInnen und Flüchtlingen bei dem die LehrerIn neben allgemeinen Zielsetzungen der Projektpädagogik auch noch die Ent faltung sprachlicher Fähigkeiten im Auge haben muß sowie eingehen muß auf die psychische Befindlichkeit der MigrantInnen gilt es besondere Voraussetzungen zu schaffen Die Lerngruppengröße sollte 12 SchülerInnen nicht überschreiten Hinter diese bildungspolitische Forderung darf nicht zurückgefal len werden Reform ist nicht zum Null Tarif zu haben Jede KollegIn die DaZ unterrichtet sollte darauf dringen zumindest aber die kostenneutralen Voraussetzungen für PU zu schaf fen Schulorganitorisches die KlassenlehrerIn besser ein Team von zwei KollegInnen haben den Hauptstundenanteil in der Klasse im Stundenplan müssen Blöcke von mindestens 4 Stunden für eine der KollegInnen ideal wäre Doppelbesetzung durch Verteilung von Überhängen oder Umschichtungen eingeplant werden besser wären ganze KlassenlehrerInnentage die genutzt werden für außerschuli sche Unternehmungen und Kurzprojekte Die eigne LehrerInnenrolle muß durchdacht und das eigne Lehre rInnenverhalten selbstkritisch untersucht und möglicherweise ver ändert werden Wichtig ist es sich von dem Lernbuchlehren zu lö sen und die Migrantin in den Mittelpunkt des pädagogischen und di daktischen Handels zu stellen sowie Projektthemen den SchülerInnen nicht überzustülpen sondern mit ihnen aus ihrer augenblicklichen Befindlichkeit abzuleiten Das alles ist nicht ganz einfach beson ders wenn mensch jahrelang wenn auch unzufrieden mit dem Resul tat traditionellen Sprachunterricht erteilt hat Es muß genau untersucht werden welche Lern und Arbeitsvor aussetzungen MigrantInnen und Flüchtlinge aus ihren ihren Her kunftsländern mitbringen Die LernerInnenbiografien sind deshalb so wichtig weil durch ihre Kenntnis und Beachtung verhindert wird die Über forderung der MigrantInnen bzw die eigne Enttäuschung wenn nicht alles gleich so funktioniert wie mensch es sich gedacht hat Selbstständiges und kollektives Arbeiten muß gelernt werden und Hindernisse der jeweiligen LernerInnenbiografien müssen über wunden werden durch sensibles Training in kleinen Schritten und mit über schaubaren Aufgabenstellungen Die LehrerIn sollte dreimal überle gen ob die SchülerInnen nicht überfordert werden und an schließend resignieren D h wenn nötig bis ins Detail jede außerschulische Aktivität vorbesprechen z B WO anrufen WEN in terviewen WAS herausbekommen wollen WIE etwas sagen WELCHE Fra gen stellen WIE nachfragen WER fragt WER protokolliert WER beobachtet und notiert sich die Beobachtun gen WER bedient den Kasettenrekorder Fotoapparat Videokamera Bedienungsweise noch mal zeigen lassen kontrollieren ob Filme Leerkassette Vi deoband dabei ist WELCHE Busse und Bahnen müssen benutzt werden und und und 6 PROJEKTORIENTIERTES ARBEITEN IM DAZU WIE FANGE ICH AN Obwohl zu einem späteren Zeitpunkt für bestimmte Projekte der Klassenverband aufgelöst werden kann wenn mehrere DaZ Lerngruppen an einem Lernort existieren beginnt projektorientiertes Arbeiten im Klassenverband Der reguläre Unterricht bleibt generell erhal ten Blockungen und Stun denverschiebungen sind möglich 1 Es gelten folgende allgemeine Prinzipien nach H Speichert 1982 Praxis produktiver Hausaufgaben Die LehrerIn bereitet nichts vor was auch SchülerInnen gruppen selbständig tun können Selbständige Untersuchungs bzw Erkundungsarbeit vor Ort hat ist mittelbarem Buch und Matrizenlernen vorzuziehen Soweit wie möglich die Unterrichtsplanung schwerpunktsetzung und durchführung von SchülerInnen selbst vornehmen lassen Sozialformen wie Gruppenarbeit PartnerInnenarbeit sind dann einzusetzen wann immer es möglich ist Einbeziehung der MigrantInnen in die Themenfindung und Unter richtsdurchführung Die LehrerIn sollte mit den SchülerInnen darüber sprechen was mensch im Unterricht noch alles machen kann anstelle von Lernbuch arbeit Sketche erfinden und der Klasse vorspielen Diskussionen durchführen Spiele ma chen Kreuzworträtsel lösen und selbst er finden Texte und Ge dichte schreiben in Jugendzeitschriften bzw Jugendbüchern lesen eine Fernsehsendunge Radiosendung anse hen anhören und darüber reden D Baillet 1983 S 153 ff LehrerInnen und SchülerInnen einigen sich über die zu bearbeiten den Inhalte das Lehrbuch wird als Stein bruch be nutzt um sich ak tuell benötigtes Wissen anzueignen In halte erge ben sich z B aus den Alltagsproblemen z B Die Jungen versu chen sich nach dem Kochunterricht vor der Reinigungsarbeit zu drücken eine solche Situation erfordert Arbeit und Sprachlernen an dem Thema Rolle von Mann und Frau in der BRD Rolle von Mann und Frau in den Her kunftsländern Vorzüglich geeignet zur Einbeziehung von SchülerInnen in die Un terrichtsdurchführung ist die für den Fremdsprachenunterricht ent wickelte aber für jedes Fach übertragbare Methode von J P Martin bei welcher SchülerInnen Unterrichtssequenzen selbständig vorbereiten und gestalten Steinigs Konzept des Zweierschaftslernens fortge schrittenere SchülerInnen helfen LernerInnen niedrigeren Niveaus das sich ori entiert an dem aus dem frühen 19 Jh für das engli schen Schulsy stem entwickelte Bell Lancaster System ist eine wei tere gute Übung der Unterrichtsgestaltung durch SchülerInnen die sich al lerdings schnell zu einem richtigen Projekt ausweiten kann Immer wann möglich und funktional werden Arbeitstechniken geübt Nachschlagen Zusammenfassen Zusammenarbeiten Arbeitsmittel ge brauchen Darstellungs und Veröffentlichungsformenformen lernen z B Collage Wandzeitung Befragungstechnik für Interviews Stichwortprotokoll Bedienung technischer Geräte Immer wann möglich und sinnvoll werden Formen der Veröffentli chung in Handlungszusammenhängen trainiert Klassenzeitung Unter richtsbuch LeserIn nen Brief an kranke MitschülerIn LehrerInnen konferenz Schullei tung Flugblätter Wandzeitung Plakat Ap pell Vortrag auf einer Eltern Versammlung Reportage Bericht Film Hörspiel Ton Dia Schau szenische Darstellung z B Schul hoftheater Aktionen Hap penings Forderungskataloge Ansteckbut tons herstellen Die LehrerIn stellt Stunden zur freien Verfügung der SchülerIn nen Freiarbeit Ermöglichung selbstorganisierter Arbeit gemäß in dividuellem Arbeitsrythmus und persönlichen Möglichkeiten ein zige Maßgabe die SchülerInnen müssen etwas machen was mit Deutsch zu tun hat und in deutscher Sprache abläuft Vorausset zung ist daß in der Klasse eine Materialfülle vorhanden ist die aber in solchen Freiarbeitsstunden eher redu ziert eingesetzt wer den sollte damit die MigrantIn nicht im Über angebot untergeht bzw die LehrerIn die Übersicht behält Rätsel und Spiele Bild karteien Textkarteien Anregungen zur freien Textproduktion be reitstellen durch stimulierende Materia lien Fo tosammlung mit of fenen Situationen Bilder geschichten Anregun gen zu Umfragen und Interviews im Rahmen der Klasse oder der Schule D Baillet 1989 in Anders lernen im Fremdsprachenun terricht S 58 ff Gervé Freiarbeit AOL Verlag 1991 Hostenta schenbuch 13 S 60ff DaZU findet statt auch in anderen vornehmlich praktischen Fä chern Basteln Technik und Kochen Sachunterricht als Sprachlernsitua tion P M Roeder ca 1970 U Maas Kann man eine Sprache lernen Frankfurt 1976 spricht von Unterricht im Verbund rahmen Erfahrung und Sprachlernen werden gekoppelt wenn z B das Rezept nicht richtig gelesen und das Essen dement sprechend zubereitet ist schmeckt es nicht Sprachlernen wird funktional 7 PROJEKTE IM DAZ Ich übernehme die Einteilung in Projektbereiche von Krumm Fremd sprache Deutsch 4 1991 S 58 ff anhand derer ich Beispiele für DaZ Projekte gebe Textwerkstatt in der Klasse Klassenzeitung Themensammlung Texterstellung Korrektur dann Schönschrift oder Schreibmaschine Vervielfältigung Für die Schü lerIn hat die Veröffentlichung einen großen Wert weil ihre Texte es sind die in der Klassenzeitung stehen ihre Arbeit ist vergenständlicht in der Zeitung Hinsichtlich des Sprachlernens hat das natürliche Grammatiklernen die scholastische Grammatik ersetzt Freinet denn die SchülerInnen wollen natürlich auch daß ihre veröffentlichten Texte grammatisch richtig sind deshalb fragen sie nach und fordern geradezu Korrektur Klassenreisetagebücher Schultagebücher Ich Hefte Hegele Pommerin Name Aussehen Gewicht Wohnort Straße Familie Geschwister Hobbies und Vorlieben Wo komme ich her Wie die Schule in meiner Heimat war Die Schule hier Was ich hier mag was ich hier nicht mag Was ich tun will wenn ich groß bin Was will ich einmal werden Wenn ich Schullei terIn wäre Meine beste FreundIn Wann spreche ich in welcher Sprache Wo ist meine Heimat Hobbies beste FreundIn Essen und Trinken Ein Zeugnis für meine LehrerIn Mein Schultag Was ich in der Schule am liebsten bzw überhaupt nicht gerne tue Mein liebster Traum Arbeitsverteilung zu Hause im Haushalt dazu Fotos Bilder und Zeichnungen Diese authen tischen Äußerungen der SchülerInnen werden zum Unterrichtsgegen stand und initieren dadurch erfahrungsentfaltenden und verständi gungsorientierten Deutschunterricht Ein Tag in meinem Leben vielleicht Fotogeschichte ein Tag im Leben der HausmeisterIn der LehrerIn der Mutter Gerd Bren ner Kreatives Schreiben 1990 Betextung von Fotomaterial Fotoroman Ausflüge Erkundungen Unterrichtsarbeit wird fotografiert und die Bilder mit Text verse hen es entstehen Fotodokumentationen bei denen die MigrantInnen im Mittelpunkt stehen sowie ihre Erfahrungen mit dem Leben hier Eine andere Möglichkeit ist das erfinden von Fototextdarstellungen zu Themen wie Erfahrungen im Herkunftsländern mit Schule Fami lie Arbeit Erziehung politischer Situation Wie ist das bei uns mit dem Heiraten Oder es werden Erfahrungen in Deutschland verarbeitet z B Bei der AusländerInnenbehörde In der Disco Angebote für MigrantIn nen im Stadtteil Vorteil Fotobetextung ist schon mit sehr geringen Sprachmitteln also auch ganz am Anfang des Sprachlernens möglich Veröffentlichung als Klassen bzw Sondernummer der SchülerInnen zeitung Wandzeitung Kalender Ausstellung Stitz Weber 1985 Produktion schülerInneneigner Texte fortsetzen zerschneiden und neu zusammensetzen Verändern Umschreiben Modernisieren selber Erfinden nach Vorlagen neu gestalten Viele Anregungen finden sich in Veröffentlichungen der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Küppelstein 34 5630 Remscheid 1 sowie in den Ver öffentlichungen von Ingrid Mummert 1989 und Jahn Kirn 1983 Veröffentlichungsmöglichkeiten eigenes Buch herstellen an Ju gendzeitschriften Samsolidam ASW Hedemannstr 14 1000 Berlin 61 eulenspiegel terre des hommes Alte Dorfstr 70 5170 Jülich Broich Menschenskinder Cäsariusstr 17 5300 Bonn 2 schicken Literaturlesungen veranstalten an Wettbewerben teilneh men hier gibt es schon fließende Übergänge zum nächsten Pro jektbereich Text Kontakte aus der Klasse heraus Klassenkorrespondenz über Sprachkassetten Collagen und Briefe Sich vorstellen Was mensch gerne ißt Collage über Popstaridole anfertigen Discjockeys stellen die Klassenhitparade auf einer Ton kassette zusammenstellen und kommentieren die Lieder Popsongs aus der Heimat werden übersetzt eine Sportzeitschrift eine Re zeptesammlung mit Rezepten aus den einzelnen Herkunftsländern wer den zusammengestellt Film und Ju gendbuchempfehlungen ein Mi nikurs z B arabisch deutsch wird erstellt mit Floskeln wie Guten Tag wie geht es Dir ich heiße ich wohne A Rath in B Müller Hrsg Anders lernen im Fremdsprachunter richt Zweierschaftslernen SchülerInnen verschiedener Niveaus arbeiten stundenweise zusammen es entstehen PartnerInnenschaften Lernen wird individualisiert und dadurch intensiviert bzw die LernerIn nen werden aktiviert Lernen wird eigenverantwortlich gestaltet Zweierschaftslernen orientiert sich am Erstspracherwerb in der eingespielten individualisierten und Verhaltenssicherheit geben den Eltern Kind Beziehung Ziel ist die Gesprächsfähigkeit des halb ist das Gespräch Zweck des Lernens über die Inhalte der Ge sprächsstunden sollten die SchülerInnen mitbestimmen und auch frei entscheiden können Angebote bereithalten wenn nicht gleich Kom munikation zu Stande kommt die LehrerIn sollte nicht in den Räu men sein Wichtig ist wie auch beim Tandem Lernen die Sympathie Die geistigen Wurzeln liegen bei Bell Lancaster Otto und Illich Wolfgang Stei nig Schüler machen Fremdsprachenunterricht Tübingen Narr Verlag 1985 Radio Fernsehsendung im Offenen Kanal Wir über uns Wir in ei ner fremden Stadt Warum wir hier sind Die Sendungen kann mensch vielleicht auch zwei oder dreisprachig machen Vergl U Scheufele in J Gidion u a Hrsg Gestalten der Sprache 1987 Texte spielen z B Balladen szenisch umsetzen auswendig ler nen deutlich sprechen und singen Mimik und Gestik Kostüme Ku lissen U Stölzle in J Gidion Ton Bild Schau zu allen möglichen Themen Klassengemeinschaft Was machen wir in unserer Freizeit Tatort Schule S Körs gen in J Gidion Die Welt ins Klassenzimmer holen Erfinde eine DeutschE ein Beispiel dafür wie PU und Sprachunter richt sich gut verknüpfen lassen JedE SchülerIn erfin det eine DeutschE bzw beschreibt eine DeutschE Alter Wohnort Beruf Einholen von Infos zu den fiktiv konstruierten Personen bis Per sönlichkeitsbild fertig die erfundenen Personen treten in Kontakt in Form von Briefen und Rollenspielen Aufnehmen aufs Band dann Transskription Auswertung nach Situationsadäquatheit sprachlicher Ad äquatheit Zielkulturadäquatheit P Groenewold in Jahrbuch DaF Bd 14 München iudicium verlag 1989 ab S 275 sehr detaillierte Beschreibung Ich stelle eine Deutsche vor Im DaZ Unterricht gibt es die Mög lichkeit eine tatsächlich existierende Deutsche analog Groenewolds Projekt vorzustellen und danach auch in die Klasse einzuladen Migrante AutorInnen werden in Klasse eingeladen zu Lesungen oder Literatur Workshops Liste migranter KünstlerInnen zu beziehen über das Diakonische Werk Würtemberg AusländerInnenref Heilbronner Str 180 7000 Stuttgart 1 Gegenwart und Vergangenheit untersuchen Wann sind Fremde in den Ort gekommen Aus welchen Gründen wurden sie geholt Was haben sie sich von dem Herkommen erhofft was wurde versprochen Wie unterschieden bzw unterscheiden sie sich von den Einheimischen Wie verarbeiten Fremde ihre Situation in der Zielkultur Was veränderte sich am Ort durch Fremde Wie lange bleiben Fremde fremd Welche Schwierigkeiten und Probleme gibt es bei Mischehen beziehungen Gedanken und Gefühle ange sichts des Nationalismus und Rassismus von Angehörigen der Ziel kultur Meine Erfahrungen als Flüchtlingskind mit Behörden und Institutionen Arbeitsamt AusländerInnenpolizei Die Geschichte meiner Familie Persönliche Erfahrungen als Einwande rInnenkind Sicher gibt es noch andere untersuchenswerte Frage stellungen über das Zusammenleben von Fremden und Einheimischen im Ort oder im Stadtteil durch welche Migran tInnen die Zielkultur erkunden kön nen Viele Hinweise und kon krete Projektanregungen finden sich in den Materialien Spuren suchen 2 88 u 3 89 zu dem von der Kör ber Stiftung ausgeschrie benen Wettbewerb Dt Geschichte um den Preis des Bundespräsidenten Unser Ort Heimat für Fremde Kör ber Stiftung Pf 80 06 60 2050 Hamburg 80 Weitere Projektanre gungen finden sich im AOL Projekte Buch und in den Hits für den Unter richt der AOL Bd 1 3 8 LITERATUR ZUR PROJEKTARBEIT IM DEUTSCH ALS ZWEITSPRACHE UNTERICHT Eine von Hans Jürgen Krumm zusammengestellte und kommentierte Literaturauswahl zum Thema Projektarbeit im Fremdsprachenunterricht findet sich im Themenheft Unterrichtsprojekte der Zeitschrift Fremdsprache Deutsch 4 91 auf den Seiten 58 60 Die folgende Literaturzusammenstellung bezieht allgemeine fremdsprachliche Lite ratur nur insoweit ein wie sich auf den Bereich DaZ direkt übertragen läßt 8 1 Allgemeine pädagogische Fachliteratur zur Projektarbeit Friedrich Gervé Freiarbeit Was ist das Wie geht denn das Wie fange ich an Beispiele Materialien Hilfen Adressen Hosenta schenbuch Nr 13 Lichtenau AOL Verlag 1991 94 S 6 80 DM Das Buch enthält alles Wissenswerte über die Freiarbeit Ursprünge und Wurzeln Kennzeichen und Ziele

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  • DaZ + ProjektPädagogik
    ganze KlassenlehrerInnentage für außerschuli sche Unternehmungen und Kurzprojekte Für die LehrerIn selbst ist es wichtig sich von dem Lernbuch zu lö sen und die EinwanderInnen in den Mittelpunkt des pädagogischen und di daktischen Handels zu stellen D h mensch kann nichts über s Knie brechen auch wenn es gut gemeint ist Projektthemen sind mit den SchülerInnen zu formulieren weil sie sich nur aus ihrer augenblicklichen Be findlichkeit abzuleiten lassen Niemals den Schüle rInnen Projekte überzustülpen Wichtig sind auch die LernerInnenbiografien die MigrantInnen und Flüchtlinge aus ihren ihren Her kunftsländern mitbringen denn durch ihre Kenntnis und Beachtung wird Chaos und Enttäuschung vermieden Selbstständiges und kollektives Arbeiten muß gelernt werden und Hindernisse der jeweiligen LernerInnenbiografien müssen über wunden werden durch sensibles Training in kleinen Schritten und mit über schaubaren Aufgabenstellungen Deshalb sind kleine Schritte angesagt damit die SchülerInnen nicht mit Anforderungen konfrontiert werden die sie deshalb nicht leisten können weil sie einfach kein Training gehabt haben nicht ist schlimmer als überfordert werden und an schließend resignieren und an der eignen Kraft zweifeln Deshalb sind die SchülerInnen so vorzubereiten daß sie sowohl die Sprachmittel und Sprachstretegien trainiert haben als auch die zur Aufgabe nötigen Verhaltensweisen und den Umgang mit technischen Geräten beherrschen Im Klassenverband wird die die Basis geschaffen für die Projektarbeit Die SchülerInnen trainieren Fertigkeiten Arbeitsmittel ge brauchen Befragungstechnik für Interviews Stichwortprotokoll Collagen Wandzeitungen und üben sich in Selbständigkeit d h lernen PartnerInnen und Gruppenarbeit lernen Informationstechniken wie Nachschlagen Zusammenfassen Das Buchlernen tritt in den Hintergrund gibt Raum und Zeit für die schulische und außerschulische Erkundungs und Untersuchungsarbeit So früh wie möglich sollte die LehrerIn die SchülerInnen an Themenfindung und Unterrichtsdurchführung beteiligen Auch das will gelernt sein deshalb müssen die SchülerInnen wissen welche anderen Möglichkeiten des Lernens im Unterricht möglich sind Eine wichtige Aufgabe ist also das Bekanntmachen alternativen Lernens Z B Sketche erfinden und der Klasse vorspielen Spiele ma chen Kreuzworträtsel lösen und selbst er finden Texte und Ge dichte schreiben in Jugendzeitschriften bzw Jugendbüchern lesen und darüber sprechen Fernseh oder Radiosendungen als Hörverständnisübung und Diskusionsgrundlage verwenden Vorzüglich geeignet zur Einbeziehung von SchülerInnen in die Un terrichtsdurchführung ist die für den Fremdsprachenunterricht ent wickelte Methode bei welcher SchülerInnen Unterrichtssequenzen selbständig vorbereiten und gestalten Ebenso das Konzept des Zweierschaftslernens bei dem fortge schrittenere SchülerInnen AnfängerInnen helfen Das Lernen ist soweit wie möglich z B durch Freiarbeitsstunden zu individualisieren Die LehrerIn sollte nicht Sprachlernsituationen auslassen die sich aus anderen Unterrichts Zusammenhängen entfalten lassen Praktisches Tun wie z B Basteln und Kochen wird zur Sprachlernsitua tion sinnliche Erfahrung und Sprachlernen werden verbunden Wenn z B die Bauanleitung nicht richtig gelesen wird hat das Schiff hinterher Schlagseite oder geht unter Projekte beim Erlernen der Zweitsprache Sind die SchülerInnen erst einmal gewöhnt mehr in Kleingruppen an selbstbestimmten Teilaufgaben zu arbeiten ist der Schritt zu richtigen Projekten nicht mehr groß oft entwickeln sie sich quasi von selbst ist die LehrerIn sensibel genug die Wünsche ihrer SchülerInnen zu bemerken und bereit dazu Raum und Zeit zu geben damit sich aus dem Interesse durch Projektarbeit Erkenntnis bilden kann Dabei gilt generell Sprachlernen findet bei jedem Projekt statt denn die die SchülerInnen arbeiten an einer sie interessierenden Fragestellung zu deren selbständigen Beantwortung sie die Zweitsprache benötigen sowohl zur Kommunikation untereinander als auch um sich mündlich von ExpertInnen oder durch Lesen von Texten Informationen zu verschaffen als auch schließlich zur Veröffentlichung ihrer Ergebnisse Sprachlernen während der tätigen Auseinandersetzung mit einem Zusammenhang der das Lerngruppeninteresse auf sich vereinigt ist für die ProjektteilnehmerInnen funktional und geschieht quasi nebenbei Das projektintegrierte Sprachlernen hat nichts von dem manchmal so Zähen und Quälenden des Schulbuchlernens bei dem die LehrerIn die SchülerInnenköpfe füllt sondern die LernerInnen artikulieren ihre Lernforderungen Wie sagt mensch das oder Ist die Frage so richtig formuliert oder Wie schreibt mensch eigentlich weil sie ihre sprachlichen Defizite erkennen und aus der Sache heraus hochmotiviert sind diese schleunigst zu beseitigen Viele Projekte die sich in multikulturellen Sprachlerngruppen entwickeln beschränken sich auf die Klassenöffentlichkleit und haben ihren Schwerpunkt in der Textproduktion mag es nun daran liegen daß sich das SchülerInneninteresse ausgerechnet daran entzündet hat oder daß die sich ihrer Sprachlehraufgabe bewußte LehrerIn vielleicht mehr Impulse in diese als in andere Richtung gesetzt hat Jedenfalls wird das multikulturelle Klassenzimmer oft zur Schreibwerkstatt Da werden z B Klassen Zeitungen erstellt deren Veröffentlichung sei es auch nur im Rahmen der Klasse für die LernerInnen einen großen Wert hat weil ihre Texte es sind die in der Klassenzeitung stehen ihre Arbeit ist vergegenständlicht in der Zeitung Hinsichtlich des Sprachlernens hat das Lernen in Funktionszusammenhängen die kursorische Grammatikvermittlung ersetzt denn die SchülerInnen wollen natürlich auch daß ihre veröffentlichten Texte grammatisch richtig sind deshalb fragen sie nach und fordern geradezu Korrektur und wollen sprachliche Defizite durch Lernen ausgleichen Die Klassenzeitung dokomentiert z B Unterrichtsergebnisse in Form von Themenheften die von Einzelnen oder Gruppen angefertigt wurden faßt Ergebnisse zusammen Die RömerInnen Post aus dem Jahre 74 v u Z stellt aber auch Meinungen dar zu im Unterricht behandelten aktuellen oder historischen Ereignissen Sie kann aber auch Themenhefte herausbringen wie Ein Tag in meinem Leben oder Was meine Mutter an einem Tag alles arbeitet vielleicht fotografiert die eine oder andere SchülerIn noch oder zeichnet ein paar Bilder Auch literarische Produktionen von SchülerInnen die durch Modernisierung Veränderung Um und Neuschreiben von Vorlagen entstanden sind bzw Eigenproduktionen der schülerinnen sind werden als Klassen Zeitung Sondernummer veröffentlicht oder aber als eigenständiges Buch Klassen Zeitungen haben oft ihren Anfang in Textproduktionen z B mit dem Titel Wir über uns Alle SchülerInnen beschreiben ihr Aussehen ihre Familie ihre Hobbies Sie beschreiben ihr Herkunftsland vergleichen z B die Schule dort mit der Schule hier denken über ihre Berufswünsche und Lebenspläne nach schreiben über Ängste Wünsche und Vorlieben Die Texte werden dann mit Illustrationen Fotos versehen und bilden im sich anschließenden auswertenden Unterricht die authentische Grundlage für erfahrungsentfaltenden Sprachlernunterricht Die erste Ausgabe mancher Klassen Zeitungen sind auch Klassenreisetagebücher Während der Reise protokolliert jeweils eine SchülerInnengruppe jeweils einen Tag In der Schule werden dann nach der Korrektur in Schönschrift oder mit Schreibmaschine oder dem Computer die einzelnen Tagesprotokolle abgeschrieben und mit Fotos

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  • ProjektTheorie
    derartig mögliche Vorzüge konkret ausarbeiten um über das Stadium einer sehr fragwürdigen Hypothese hinauszugelangen Die Geschichte hat uns hinreichend belehrt daß beflügelt vom religiösen Enthusiasmus partikulare Interessen sich selbst als universale mißverstanden und berechtigte Ansprüche fremder Gruppen überwältigt haben in der Meinung das beste für alle zu wollen Festzuhalten ist daß Suins Verankerung des Projektunterrichts in der US amerikanischen Zivilreligion eine Orientierung an der V e r g a n g e n h e i t ist Dewey dagegen geht es darum neue Wege in die Z u k u n f t zu eröffnen Eben diese Zukunfts Orientierung hat Dewey als Philosophen existentiell getragen und belebt wie er am Ende seines autobiographischen Aufsatzes From Absolutism to Experimentalism erklärt In any case I think it shows a deplorable deadness of imagination to suppose that philosophy will indefinitely revolve within the scope of the problems and systems that two thousand years of European history have bequeathed to us Seen in the long perspective of the future the whole of western European history is a provincial episode I do not expect to see in my day a genuine as distinct from a forced and artificial integration of thought But a mind that is not too egotistically impatient can have faith that this unification will issue in its season Meantime a chief task of those who call themselves philosophers is to help get rid of the useless lumber that blocks our highways of thought and strive to make straight and open the paths that lead to the future Forty years spent in wandering in a wilderness like that of the present is not a sad fate unless one attemps to make himself believe that the wilderness is after all itself the promised land 9 Paradoxerweise ist dieses Zitat wegen der Metaphern Wüste und gelobtes Land für Suin Berechtigungsnachweis Dewey in die US ameri kanische Zivilreligion einzugliedern Auf die Gefahr hin beckmesserisch zu wirken möchten wir darauf hinweisen daß man die zitierte Metapher wanderndes Gottesvolk in Deweys Text vergeblich sucht Sie ist eine Erfindung von Suin Lassen wir die religiöse Verankerung jetzt beiseite und wenden uns der Problemlöse Methode selbst und ihrem erzieherischen Sinn zu den Suin mit dem Etikett Vertrag versieht Unter dem Stichwort Vertrag sei es der des bürgerlichen Rechts sei es der den Staat und die Bürgerrechte konstituierende Gesellschaftsvertrag nimmt Suin die sozialisierenden Wirkungen des Unterrichts auf die SchülerInnen als zukünftige Staatsbürger Gesellschaftsmitglieder in den Blick Seine These Der traditionelle Unterricht erzieht zur Untertanen Gesinnung der Projektunterricht zu Gesellschaftsmitgliedern die durch wechselseitige Absprache und Verpflichtung ihre Verhältnisse und Beziehungen selbst regeln 10 In der Tat lassen sich mehrere Aufhebungen der ideologischen und strukturellen Sanktionen bzw Kontrollen der staatlichen Zwangsanstalt Schule während einer Projektwoche feststellen die der inhaltlichen Vorgaben des Lehrplans die der zentralen Rolle des Lehrers als Vermittler des Lehrstoffes er wandelt sich zum Berater und Helfer in Situationen wo die SchülerInnen allein auf unlösbare Schwierigkeiten stoßen und seiner führenden Rolle als Regler der Arbeitsorganisation und der Disziplin diese Funktionen fallen in die Regelungs Kompetenz der Projektgruppe Es ist zu erwarten so Suins Gedankengang daß SchülerInnen die sich in solcher Weise selbst unterrichtet haben im späteren richtigen Leben zunächst in unterschiedlichen Gruppen sich selbst helfen ihre Angelegenheiten organisieren und sich die erforderlichen Kompetenzen selbst aneignen und nicht sogleich nach dem Staat rufen werden Insofern ist der Projektunterricht heimlicher Lehrplan für das Zurückdrängen des Bevormundungs Staates und die Einübung in die Verhaltensweisen einer zukünftigen Zivilgesellschaft Nun liegt der Wunsch nahe durch einen formellen Vertragsabschluß Projekt Vertrag den während einer Projektwoche von SchülerInnen geforderten ungewohnten Verhaltens weisen Stabilität zu verleihen Die Anwendung der Vertrags Figur 11 birgt aber die Gefahr das Individuum nur als abstraktes Rechtssubjekt aufzufassen damit den konkret strebenden Menschen aus dem Blick zu verlieren und einen wichtigen Gewinn des Projektunterrichts wieder preiszugeben Unseres Erachtens wird in der Projektgruppe der äußere Druck der staatlichen Anstalt Schule ersetzt durch den inneren Zwang bzw Druck des von der Aufgabe Gepackt Seins nicht aber durch die Tatsache eines Vertragsabschlusses Weil die Lehrerin bzw der Lehrer auf Grund seiner institutionellen Macht niemals mit den SchülerInnen einen Vertrag als gleicher unter gleichen abschließen kann muß ein tatsächlicher Vertragsabschluß als über reale Über Unterordnungsverhältnisse täuschend gesehen werden Johannes Bastian hat dies in seinen Überlegungen zur LehrerInnen Rolle überzeugend kritisiert 12 3 Johannes Bastian Partielle Veränderungen in den Rollen Kompetenzen Eine Vorüberlegung Wenn man das allgemeinbildende Schulsystem eines demokratisch verfaßten Gemeinwesens in den Blick nimmt lassen sich zwei Hauptfunktionen feststellen Die ideale Hauptfunktion läßt sich mit dem Ziel Selbständigkeit Mündigkeit Autonomie benennen Das heißt die Schülerin soll erstens ohne fortwährende soziale Lenkung ihren Beitrag leisten zum Überleben der Gesellschaft zur Sicherung der materiellen Grundlagen und das ist aktive Teilnahme am Berufsleben und zweitens selbständig das kulturelle humanitäre moralische Niveau der Gesellschaft vor einem Absinken bewahren und womöglich das kulturelle Niveau heben Die reale Hauptfunktion ist verwirklicht insbesondere über das Zensurensystem die Vergabe von Vorteilen im beruflichen Konkurrenz kampf um Karriere Wohlstand und Einfluß Beide Hauptfunktionen müssen sich nicht notwendig widersprechen die erste ideale kann aber durch die spezifische Verknüpfung des Lernens mit der Benotung im traditionellen Unterricht durch die zweite gehemmt werden Die SchülerInnen lernen primär für die Noten und solches Lernen das zeigt die Erfahrung führt sehr häufig zum Auswendiglernen zum Zwecke der Reproduzierbarkeit in der Prüfungssituation Und die SchülerInnen die im Laufe der Jahre bemerken daß sie auf die Verlierer Straße geraten sind lernen eigentlich überhaupt nicht mehr Eine Rückerinnerung zeigt daß die ersten projektorientierten Versuche sich aus der Not heraus entwickelten demotivierte schulunwillige HauptschülerInnen überhaupt wieder für Lerntätigkeit zu gewinnen Das Unbehagen vieler idealistischer Kolleginnen und Kollegen in ihrer Profession beruht u E im Kern auf der Rolle des Zensierenden Selektierenden Im Projektunterricht kann die Unmittelbarkeit der selektiven Funktion des Lehrers zu Gunsten der Beurteilung der Gruppe und der Selbstbeurteilung aufgegeben werden Damit schwindet Aggressivität gegen die Person des Lehrers als Treibender Prüfender Strafender und Langweiler Sind damit Lehrer und Schüler zu gleichberechtigten Partnern geworden Sicherlich nicht Und ganz besonders Johannes Bastian erteilt in seinen Arbeiten zur Lehrerrolle 13 einer naiven Verabsolutierung des Gleich berechtigungs und Partnerschaftszieles eine Absage indem er auf die nicht hintergehbare Überlegenheit des Lehrers als Funktionär der staatlichen Institution Schule und als Lehrer mit seinen Qualifikations Vorsprüngen in den unterschiedlichen Bereichen der Sachkompetenz und des methodischen Könnens verweist Dabei verbleibt er insbesondere durch Rückgriff auf die Watzlawicksche Kommunikationstheorie im Feld von Lernen und Unterricht ohne Erziehung im engeren Sinn zu thematisieren Zugleich arbeitet er nun einen Vorzug des Projektunterricht heraus nämlich die Schülerbeteiligung insbesondere an Planung aber auch Durchführung und Auswertung des Unterrichts In der Tat wird die Entwicklung vor allem kooperativer Planungskompetenz im herkömm lichen Unterricht wenig gefördert In Anlehnung an einen Terminus von Jürgen Habermas tadelt Johannes Bastian zu Recht daß viele Kolleginnen und Kollegen ihre Tätigkeit als instrumentell strategisches Handeln mißverstehen 14 Nun ist die von Habermas in unterschiedlichen Terminologien thematisierte Gedankenfigur Arbeit und Interaktion teleologisches und kommunikati ves Handeln gut geeignet eine Bescheidenheit der lerntheoretisch verkürzten Gegenwartspädagogik zu erläutern Der von Habermas immer wieder traktierte Grundgedanke besagt daß es zwei zwar auf vielfache Weise vermittelte aber nicht von einander ableitbare Dimensionen des menschlichen Fortschritts bzw der Rationalisierung gibt Zweckrationalität bzw Effektivität auf der einen und Orientierung an der Gerechtigkeit bzw an hochrangigem Leben auf der anderen Seite Habermas Theorie des kommunikativen Handelns ist in diesem Sinne eine Kritik an dem von Max Weber inspirierten Rationalitätsbegriff als verkürzten Unabhängig davon ob es Habermas gelingt das Konzept der Zweck rationalität um eine auf Sprache aufgebaute Theorie des kommunikativen Handelns plausibel zu ergänzen wird in der Grundunterscheidung eine alte philosophische Einsicht aktualisiert die über Kants Trennung der technischen bzw politisch pragmatischen und der moralischen Imperative zurückreicht bis zur aristotelischen Unterscheidung von Herstellen und Handeln 15 Ersichtlich hat auch Dewey in der bereits zitierten Stelle diese Grundunter scheidung im Blick wenn er den Riß bedauert der Wissenschaften und Moral trennt Es ist wichtig festzuhalten daß es sich um eine Unterscheidung des analysierenden Bewußtseins handelt In der faktischen Realität in den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen sind beide Rationalitäten dergestalt verknüpft daß die technische in die moralische eingebettet ist Freilich läßt sich die Zweckrationalität durch Ausblenden der moralischen isolieren Aber bei den beteiligten Menschen stellt sich dann das Gefühl ein daß sich ein entscheidendes wenn nicht sogar das ihnen wichtigste seelische Streben übergangen wurde In diesem Streben oder auch moralischem Bedürfnis erleben sich alle Menschen als gleiche In der herkömmlichen Veranstaltung Unterricht bleibt das moralische Bedürfnis zugunsten einer effektiven Übermittlung von Lerngegenständen ausgeblendet und wird allenfalls Gegenstand der kognitiven wenn auch differenzierten Information über Normen und Werte Der Projektunterricht hingegen beansprucht und stimuliert beide Dimensionen der menschlichen Vernunft die zweckrationale und die moralische wenn er die SchülerInnen in ein reales gesellschaftliches Problem hineinführt In diesem Sinne reklamiert Manfred Huth den ungekürzten Sinn des Projektunterrichts wenn er in seiner Schrift 77 Fragen und Antworten zum Projektunterricht 16 immer wieder betont Projektunterricht müsse politisch in die Realität eingreifen wollen So treffend einerseits Bastians Kritik an instrumentell strategisch sich verstehende LehrerInnen ist so informations bzw lerntheoretisch verengt ist andererseits sein Versuch mit Hilfe von Begriffen der Watzlawickschen Kommunikationstheorie den Partnerschafts und Gleichberechtigungswunsch der Projekt Idealisten als Sehnsucht nach Symmetrie zu bezeichnen und abzuwerten Die spieltheoretischen Termini Symmetrie zwei gleichstarke Konkurrenten bzw Komplementarität Beispiele Arzt Patient Lehrer Schüler sind nämlich explizit außermoralisch W ir zitieren Watzlawick Und schließlich kommen die Begriffe der Symmetrie und der Komplementarität am nächsten an den mathemati schen Begriff der Funktion heran da die Positionen der Partner nur Variable mit einer unbegrenzten Anzahl von Werten darstellen deren Sinn nicht absolut ist sondern sich nur aus der gegenseitigen Beziehung ergibt 17 Bastian übersieht daß Lehrer und Schüler sich nicht nur funktional im Unterrichts Spiel ergänzen sondern sich in ihrer lebens geschichtlichen Einmaligkeit als Persönlichkeiten begegnen In der Tradition der geisteswissenschaftlichen Pädagogik wird diese sich in aller unterrichtlichen Tätigkeit mitvollziehende Begegnung der pädagogische Bezug genannt Hier ist das Bedürfnis sich als gleichbe rechtigte Mitglieder einer innere und äußere Natur kultivierenden Arbeitsgemeinschaft zu erfahren unabweisbar Bastians Hinweis auf die institutionelle Machtbefugnis und die Sach und Methodenkompetenz berührt den Anspruch der dritten Dimension der Lehrerrolle die wir mit dem Ausdruck pädagogische Tätigkeit fassen in keiner Weise 4 Die politisch moralische Dimension des Projektunterrichts Was hat die Lehrerin im Auge wenn sie sagt sie sei nicht nur Unterrichtende d h Vermittlerin von Wissensstoff auf lerntheoretisch hohem Niveau sondern auch Erzieherin Pädagogin Sie meint vermutlich die Erziehung zum mitmenschlichen Verhalten Diese Erziehung läßt sich auf zwei Niveaustufen ansiedeln Die erste Stufe ist erreicht wenn SchülerInnen sich an Verhaltensregeln halten die unerläßlich sind um Unterricht zu ermöglichen und ihre Begründung finden im Recht jeder Schülerin bzw jedes Schülers ungestört in der Klassengemeinschaft lernen zu können Damit ist ein Zustand erreicht der in seiner funktionalen und rechtlichen Normierung eine Minimalmoral darstellt Und das ist freilich nicht wenig bedenkt man die Probleme die sich der Praktikerin in der gegenwärtigen Schule auf dem Weg dorthin entgegenstellen Erfahrene LehrerInnen bemerken nun daß auch schon junge Menschen Kinder sich nicht damit zufrieden geben nur als Rädchen im Unterrichtsgetriebe gut zu laufen sondern von sich aus selbst aktiv sein wollen Wenn SchülerInnen während des Lernens Perspektiven für gesellschaftlichen Fortschritt entdecken und Fehler im bisherigen Denken und Handeln durch offene kritische Diskussion ausfindig machen entsteht für die Beteiligten ein Glücksgefühl weil die gesellschaftliche Realität eine Bewußtseins und Handlungserweiterung über das durchschnittlich Geforderte hinaus erfährt Ein derartig aktiver Beitrag zur Steigerung der Gemeinschaftsentwicklung befindet sich auf der zweiten Niveaustufe der Erziehung zum mitmenschlichen Verhalten In diesem Sinne läßt sich auch Deweys Formel von Erziehung als Wachstum verstehen Wachstum in zweifacher Hinsicht als nicht von der LehrerIn vorgegebene Bewußtseins und Handlungserweiterung der lernenden Gemeinschaft und als Ermutigung für den Einzelnen sich selbständig auf Neuland zu wagen Ersichtlich läßt sich eine Selbstbegrenzung der egoistischen Motive im Sinne der bloßen Nicht Verletzung von Rechten anderer Niveaustufe 1 qualitativ nicht steigern Wir werden also von Dewey auf die zweite höhere Niveaustufe der individuellen moralisch politischen Entwicklung verwiesen weil sein Wachstumsverständnis nachdrücklich die ethische Dimension des Lebens einbezieht 4 1 Herkunftsspuren der politisch moralischen Dimension In Deutschland scheint die geisteswissenschaftliche Pädagogik 18 eine Spur zu dieser höheren Niveaustufe zu legen wenn sie darauf pocht im pädagogischen Verhältnis habe die Lehrerin bzw der Lehrer Anwalt der SchülerIn zu sein Damit ist zunächst die Aufgabe gemeint das Kind und den Jugendlichen vor den Ansprüchen der gesellschaftlichen Mächte Kirche Parteien oder Verbände zu schützen Und mit dem Ausdruck pädagogischer Takt 19 wird der LehrerIn zugemutet diesen Schutz auch gegenüber der Schule selbst und sogar gegenüber sich selbst zu gewährleisten Es ist nun wichtig festzuhalten daß nicht etwa die Kindlichkeit des Kindes mit ihrem Charakter der Schwäche vor zu großen Anforderungen über haupt bewahrt werden soll Vielmehr soll eine Stärke vor Bevormundung geschützt werden nämlich der Trieb von sich aus tätig zu werden bei der Bewältigung von Aufgaben Leider enthält die geisteswissenschaftliche Pädagogik insbesondere bei Herman Nohl gravierende Schwächen Bei den sich aus kulturellen Objektivationen herleitenden Aufgaben vernachlässigt Nohl die Tatsache daß die Kulturgüter kein unveränderliches Ideal darstellen sondern sich in einem Prozeß dauernder geistiger Auseindersetzung herausbilden Selbst das Prinzip fortschreitender Gerechtigkeit und Solidarität wird in politischen Konflikten stets neu konkretisiert d h korrigiert präzisiert und angereichert Dabei liegt die geforderte Aktivität in der von der Schülerin bzw vom Schüler verantworteten und angestrebten inovatorischen Position innerhalb dieser Konflikte und nicht in der bloßen Hinnahme überindividueller Anforderungen Der von Nohl betonte Unterschied zwischen dem mechanischen Nachvollzug gestellter Aufgaben und dem Verfolgen überindividueller Ziele von sich aus ist nicht in der Lage über Anpassung hinauszuführen Mit Nohls Theorie läßt sich keine Ethik des Widerstandes bei SchülerInnen begründen denn das Zurückdrängen des kollektiv Schlechten und Bösen bleibt in der geisteswissenschaftlichen Pädagogik durch ihre vornehme Distanz zu den realen politischen Konflikten ausgeklammert Besonders entlarvend sind in diesem Zusammenhang Nohls Schlüsselbegriffe geistige Führung Liebe und Autorität Liebe und Gehorsam und freie Aufnahme des Erwachsenenwillens in den eigenen Willen 20 die das Prinzip des selbständigen Urteilens der kritischen Prüfung von Führungsansprüchen im politisch moralischen Bereich ad absurdum führen Daß die Exponenten der geisteswissenschaftlichen Pädagogik 21 Hitler und den Nationalsozialismus zunächst begeistert unterstützt haben liegt also nicht nur in persönlicher Anfälligkeit sich aus Karrieregründen der politischen Macht anzudienen sondern auch in einer systematischen Schwäche ihrer Theorie Von der Gehorsamshaltung gegenüber einer mächtigen Person führt kein Weg zum Gehorsam gegenüber dem Ideal der Gerechtigkeit Letzteres ist nur geistig zu gewinnen über Gesellschaftskritik 22 Ein breiterer Rückblick in die Geschichte der erziehungswissenschaftlichen Ideen und Programme zeigt daß in bewußter Distanz zur etablierten Pädagogik in den drei ersten Jahrzehnten des 20 Jahrhunderts Erziehungsziele entwickelt wurden die für den Projektunterricht bedeutsame Hinweise geben ohne anfällig zu sein für bloße Anpassung an überindividuelle Mächte z B die Nation das Volk und blinden Gehorsam gegenüber Führern Insbesondere die Erfahrungen in der Jugendbewegung haben einen für die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung bedeutsamen Sachverhalt ans Licht treten lassen Wird das Jugendalter in einer von schulischen bzw beruflichen Fesselungen freien Zeitphase durchlebt so entsteht natürlicherweise eine Objektivierung der jugendlichen Energie in Form von radikaler gesell schaftlicher Kritik und Weltverbesserungsdrang In dieser Objektivierung erlebt sich der Jugendliche als Individuum von dessem Bewußtsein und Veränderungswillen die gesellschaftliche Umgestaltung in zweifacher Weise abhängt Erstens muß er persönlich es sein der gegen den Strom des Herkommens und des Herrschenden die neuen Ziele und Mittel des Lebens durchsetzt ohne s e i n praktisches Engagement das notwendig die Ablehnung gesellschaftlicher Mißstände beinhaltet wird sich nichts ändern Zweitens weiß er daß er als einzelner nichts zu ändern vermag weil ihm gebündelte gesellschaftliche Kräfte entgegenstehen Er muß sich mithin mit Anderen innovatorisch Gleichgesinnten zu einer Gruppe zusammen schließen Bekanntlich versuchen die herrschenden Mächte Kirchen politische Organisationen Konsum Strategen der Wirtschaft u a das jugendliche Energie Potential zu zerstreuen oder zu benutzen Dabei bleibt der kritische und gesellschaftverbessernde Impetus gewöhnlich auf der Strecke Besonders die an die Jugendbewegung anknüpfende Pädagogik hatte gesehen wie die konservative Gesellschaft durch die schulischen und beruflichen Formierungen das jugendliche Protest und Veränderungspotential zur Konformität hin leitet Gleichwohl hat die Jugendbewegung aus sich selbst heraus nicht die Kraft besessen dem Gleichschaltungsdruck der Nationalsozialisten zu widerstehen So radikal sie sich auch auf dem Hohen Meißner Treffen im Jahre 1913 in ihrer Ablehnung der bürgerlichen Gesellschaft gab es handelte sich nur um Realitätsflucht und verbale Beschwörung von Autonomie und Freiheit Distanz zur Gesellschaft läßt sich freilich auf zwei Weisen verwirklichen erstens durch allein besserwisserische Bewertung des Handelns von Anderen und zweitens durch Vorlage von konkreten Gegenpositionen und durch das Engagement für ihre Durchsetzung in der politischen Öffentlichkeit Letzteres Moment findet man von dem Göttinger Philosophen Leonard Nelson 23 in seinen pädagogischen Schriften formuliert Nelson ist als Pädagoge heute weithin vergessen oder unbekannt obgleich sich in den Werken Heinz Joachim Heydorns prägende Bezugnahmen finden lassen Für Heydorn ist neben Otto Rühle Leonard Nelson der einzige Erziehungswissenschaftler aus der Zeit vor 1933 der einer Pädagogik der Zukunft wichtige und grundlegende theoretische Hinweise zu geben vermag 24 Zunächst mahnt Nelson nachdrücklich an nicht Erziehung in Unterricht aufgehen zu lassen In den Mittelpunkt von Erziehung nun stellt er die strikte Orientierung an Recht und sozialer Gerechtigkeit Ein durch Persönlichkeit ausgezeichnetes Individuum strebt das Gute in der Gestalt fortschreitender sozialer Gerechtigkeit an Verantwortung wird dann angesichts dieses Gerechtigkeitsideals übernommen und nicht gegenüber staatlichen und religiösen Mächten Aber die Bejahung eines Gerechtigkeitsideals führt nicht automatisch zu tätiger Verantwortung Erfahrungsgemäß nötigt schulunterrichtliche Thematisierung in noch so freizügiger Diskussionsatmosphäre nicht dazu den behaglichen Bereich von Bildungsschwärmerei zu verlassen Nelson hat in seinem Aufsatz Vom Bildungswahn der Arbeiterjugendbewegung geraten das Gerechtigkeitsideal in ihren konkreten Auseinandersetzungen bzw sozialen und politischen Interessen aufzusuchen Darum soll nach wie vor der politische Kampf im Vordergrund stehen Davon soll uns kein Bildungswahn abbringen Will man überhaupt so hohe Worte wie Bildung gebrauchen so habe man den Mut zum Eingeständnis daß der Weg zu dieser Bildung für uns nur der des politischen Kampfes sein kann 25 Nelson hat kaum Chancen gesehen daß sich in der herkömmlichen Schulpraxis ein lebendiger Wechselprozeß von moralischer Norm als Sittengesetz im Sinne Kants und konkreter sozialer Veränderung vollziehen läßt Deshalb hat er sich in der Landerziehungsheimbewegung engagiert 26 Leider hat

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  • ArbeitslehreProjekte
    jeweils durch bestimmte Merkmale und Situationen des Projekts angestrebt auf die sie sich in ihrer Formulierung eindeutig beziehen Wir gehen daher nicht näher auf diese Ziele ein um Wiederholungen zu vermeiden und weil der Nachweis über erreichte Ziele aus o a Gründen nicht möglich ist Wir glauben allerdings daß die Schüler sich vielen dieser angestrebten Erkenntnisse aufgrund der eigenen Erfahrung und Praxis gar nicht entziehen konnten Nicht wenige der Ziele sind von den Schülern selbst als Dazugelerntes empfunden worden M 10 Sicher ist daß den Schülern zumindest ein Vorverständnis der Arbeitsteilung und ihrer Auswirkungen auf die Arbeiter vermittelt werden konnte und daß die Schüler einen Einblick in soziale Konfliktfelder eines Betriebes bekommen haben Diese Ziele die schwerpunktmäßig intendiert waren hätten durch theoretischen Unterricht kaum erreicht werden können da die eigene praktische Erfahrung dazu notwendig ist Rationale Erkenntnisse allein sind auf diesem Gebiet nicht ausreichend bzw können nur schwer vermittelt werden und keine andauernden Lemprozesse auslösen Insofern scheint uns der Aufwand eines solchen Projekts angemessen Zusätzliche Lernziele Über die in der Planung aufgestellten Lernziele hinaus wurden wenigstens bei einem Teil der Schüler durch vorher nicht geplante oder absehbare Vorgänge während der Produktionsphase zusätzliche Lernprozesse eingeleitet Dies wird auch an einigen von den Schülern formulierten Erkenntnissen und an Äußerungen während der Auswertungsphase deutlich Die Schüler lernten durch eigene Erfahrung daß der einzelne im Betrieb Interessen die viele oder alle Arbeitnehmer des Betriebs betreffen z B Lohnforderungen nicht allein durchsetzen kann sondern nur gemeinsam und mit Hilfe der gesetzlich legitimierten Interessenvertretung in diesem Falle des Betriebsrats M 10 In diesem Zusammenhang lernten sie also daß es wichtig ist Rechte und Pflichten d h die entsprechenden gesetzlichen und vertraglichen Bestimmungen zu kennen Die Schüler lernten bei den Verhandlungen mit dem Chef daß man gut argumentieren können muß und sich von Scheinargumenten nicht einwickeln oder einschüchtern lassen darf wenn man seine Interessen durchsetzen will Die Schüler lernten daß es selbst bei Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen Betriebsrat und trotz guter Argumente schwer ist als Arbeiter seine berechtigten Interessen gegenüber dem Unternehmer durchzusetzen weil er profitorientiert denkt und handelt Die Schüler haben möglicherweise mehr Verständnis für das Verhalten ihrer Eltern bekommen wenn diese abgespannt von der Arbeit nach Hause kommen indem sie zum großen Teil erkannt haben daß Akkordarbeit und repititive Teilarbeit körperlich und nervlich belastender ist als ZurSchuleGehen Besonders dieses letzte Ergebnis des Projekts ist hoch züi bewerten da sich daraus schon kurzfristig positive Konsequenzen für die Schüler und ihre familiale Situation ergeben können Zur Übertragbarkeit Bei der Reflexion über einen Unterrichtsversuch muß auch auf die Frage der Übertragbarkeit auf andere Schulklassen eingegangen werden wenn der Bericht über den Unterricht Kollegen eine Hilfe sein soll Dazu ist zunächst einschränkend anzumerken daß das Projekt weder unter dem Gesichtspunkt der Überprüfung seiner Allgemeingültigkeit durchgeführt noch im Hinblick auf eine möglichst weitreichende Übertragbarkeit geplant wurde Es muß vor allem berücksichtigt werden daß die Schüler bereits wesentliche Voraussetzungen für Projekte allgemein besaßen Selbständigkeit in der Arbeit und bei der Lösung von Konflikten Fähigkeit zu effektiver Gruppenarbeit und konstruktive Kritikfähigkeit Außerdem bestand ein großes Interesse nach praktischer Tätigkeit und zum Zeitpunkt des Projektbeginns ein besonderes Bedürfnis danach da vorher sehr viel theoretisch gearbeitet worden war Eine wichtige Rolle spielte auch daß die Schüler durch den vorangegangenen Unterricht bereits theoretische Vorkenntnisse über die Arbeitswelt hatten und daß sich schon bestimmte Einstellungen zur Arbeit speziell auch repititiver Teilarbeit durch die Besichtigung der elterlichen Arbeitsplätze Betriebserkundungen und Filme gebildet hatten Diese Punkte hatten von daher eine Auswirkung auf den Verlauf des Projekts denn ein Betriebsrat z B konnte von den Schüler Arbeitern nur gewählt werden weil sie sich an den entsprechenden Unterricht darüber erinnerten es waren also bestimmte Denkansätze vorhanden wie auch Handlungsstrategien die bei Konflikten das Anstreben von Lösungen erleichterten und beschleunigten Wichtige Voraussetzungen für die Durchführung des Projekts oder eines ähnlichen Werkund Verkaufsprojekts sind unserer Meinung nach eine gewisse Selbständigkeit der Schüler beim Arbeiten und Kritikfähigkeit An Gruppenarbeit sollte die Klasse gewöhnt sein und ein bestimmtes theoretisches Basiswissen über das Arbeiten und Wirtschaften im Betrieb das besonders für die Produktionsphase nützlich sein könnte sollte im vorangehenden Unterricht vermittelt werden Ein Interesse an praktischer Tätigkeit kann man wahrscheinlich in jeder Schulklasse voraussetzen Es ist allerdings ratsam mit kleinen Projekten zu beginnen wie z B Herstellung von Werkstücken im Arbeit und Technik Unterricht und Verkauf auf einem Schulbasar Unter diesen Bedingungen erscheint uns eine Übertragung des Projekts auf andere Klassen möglich 4 Medien Eine Akkordarbeiterin 9 Min FT 2120 Gruppenarbeit in der Fließfertigung 15 M FT 2096 Gerechter Akkord 20 Min FT 2273 Planung und Fertigung einer Haushaltsmaschine 20 Min FT 2118 Arbeitsbedingungen im Betrieb 26 Min FT 2267 Haut wird Leder I III 18 11 24 Min FT 1217 18 19 5 Literatur Behrends Frank Das Projekt Arbeit in der Grundschule München 1974 List Tabu Wiss 1669 Balon Karl Heinz Planspiel Soziales Lernen in simulierter Wirklichkeit Starnberg 1974 Projekte im Unterricht Busch Barbara Zur politischen Problematik der Arbeitslehre Berlin Britz 1973 4 Texte zur Arbeitslehre 3 Buthig Wolfgang Modelle zur Betriebserkundung In Unsere Volksschule 10 1968 Christian W Kriterien der Unterrichtsprozeßplanung des politischen Unterrichts In Erziehung und Klassenkampf 5 6 1972 S 119 126 Planung eines Lederprojekts Christian W Franz Heinisch Arbeitslehre als Politische Bildung In Polytechnik in der BRD Franf M 1972 ed suhrkamp 573 S 238 ff CUP Kollektiv Arbeit und Reichtum Ein Unterrichtsprojekt für die Grundschule Hrsg v Wendula Dahle Berlin 1974 Basis Unterricht 2 Dazu Unbehaun Jochen Die Krüngelsteiner und die Räuber Berlin 1973 Glagla Joseph Folienschweißen im Unterricht In WPB 2 1970 S 82 85 Kahsnitz Franz Josef Arbeitslehre als sozialökonomische Bildung In Polytechnik in der BRD a a 0 Karasek Peter Jürgen Pyschnik Arbeitslehre Lehre vom Sachzwang Eine ideologiekritische Analyse von Projektvorschlägen zur Arbeitslehre In Polytechnik in der BRD a a 0 Klafki W W Schulz Arbeitslehre in der Gesamtschule Hrsg v F Kaufmann Weinheim 1971 5 Laubis Johannes Vorhaben und Projekte im Unterricht Ravensburg 1976 Lüers Ulf u a Hrsg Selbsterfahrung u Klassenlage München 1971 Mehrgardt 0 Hrsg Die Werkaufgabe Arbeitsbögen f d Werkunterricht Wolfenbüttel seit 1958 monatl erscheinend Pädagogik im Schullandheim Handbuch Hrsg v Verband Dt Schullandheime e V Regensburg 1975 Projektgruppe Hauptschularbeit Lienhard Barz u a Hauptschüler und berufliche Wirklichkeit Werkstattberichte über ein Projekt in der außerschulischen Jugendarbeit Achenbach Lollar 1976 Projektgruppe Arbeitslehre Marburg Schule Produktion Gewerkschaften Ansätze für eine Arbeitslehre im Interesse der Lohnabhängigen Reinbek 1974 rowohlt tabu 6908 Projektorientierter Unterricht I II In b e 1 2 1975 Schernikau Heinz Produktion und Verkauf Ein Unterrichtsvorhaben als Grundlage einer Untemehmenserkundung In WPB 8 1968 Schule und Arbeitswelt Bonn 1976 Hrsg v d Bundeszentrale f politische Bildung Bd 111 Dort kostenlos anfordern Unterrichtseinheit Arbeit Materialien zur Unterrichtspraxis Offenbach 19722 Reihe Roter Pauker2 6 Materialteil M 1 Vorschläge für ein Werkprojekt Gabeln aus Bandeisen Löffel aus Holz Glasreste zusammengeschmolzen z B Schmuckgegenstände Glas in Blech eingeschmolzen Hocker mit bespanntem Sitz aus Holz Konstruktion einer Sansa Musikinstrument Konstruktion von Aufhängevorrichtungen Kleiderhaken Geräte und Behälter aus vollsynthetischern Kunststoff Gebäckzange Kleiderhaken Löffel o ä durch mechanisches Tiefziehen Erhitzen und Verformen von zugeschnittenen Kunststoffteilen Werkzeuggriffe aus Polyesterharz für Schraubendreher o ä Herstellen von Ledersachen Portemonnaies Täschchen Etuis Uhrenarmbänder Gürtel 0 ä Plastikheftumschläge Folienschweißen M 4 Planungsergebnis 1 Von den Schülern vorgeschlagene Ledergegenstände Brustbeutel Gürtel Tabaksbeutel Portemonnaie Gelenkbänder Halsschmuck Taschen Armbänder Brillenetuis Uhrarmbänder Etuis Federtaschen Knautschtiere Die kursiv gedruckten Gegenstände wurden davon ausgewählt Tabaksbeutel wurden später durch Portemonnaies ersetzt 2 Materialbedarf siehe Entwürfe der Gegenstände Lederteile pro Stück Lederteile insgesamt übriges Material Gürtel geflochtene 20 3 Lederstreifen 1 5 cm X 1 5 cm 60 X 1 5 cm X 1 5 m Lochzange Schere Zwirn Fingerhüte Zuschneidemesser Ledernähnadeln Lineal 10 große Schnallen Lochnieten Flickengürtel mit ohne Schnalle 20 durchschnittlich 10 X 5 cm X 10 cm Lederband ca 1 m lang 20 X 10 X 5 X 10cm 10 Lederbänder à 1 m s o Tabaksbeutel 32 cm X 15 cm Wand 10 cm X 10 cm Boden 1 Lederband 40 X 42 cm X 15 cm 40 Lederbänder Lochzange Schere Zuschneidemesser Ledernähnadeln Stecknadeln Zwirn Fingerhüte Lineal Lochnieten für Ösen Federtaschen 20 cm X 25 cm 40 X 20 cm X 25 cm Lochzange Schere Zuschneidemesser Ledernähnadeln Fingerhüte Zwirn Stecknadeln Lineal 80 Druckknöpfe Knautschtiere 2 X 14 cm X 20 cm 80 X 14 ein X 20 cm Zuschneidemesser Schere Ledernähnadeln Stecknadeln Fingerhüte Zwirn Klebstoff Reis zum Füllen Armbänder 4 cm X 15 cm 1 Lederband ca 30 cm 80 X 4 cm X 15 cm 20 Lederbänder 20 Lederstreifen Zuschneidemesser Schere Lochzange Lineal Lochnieten 20 kleine Schnallen Uhrarmbänder 4 cm X 15 cm 1 Lederstreifen 1 cm X 20 cm 80 X 4 cm X 15 cm 20 Lederbänder 20 Lederstreifen Zuschneidemesser Schere Lochzange Ledernähnadeln Lineal Lochnieten 20 kleine Schnallen Werbegruppe bunte Pappe Wachskreiden Matritzen Schere Schreibstifte M 5 Vorläufige Kalkulation Materialkosten Leder 250 DM Zwirn 14 DM Stecknadeln 3 DM Fingerhüte 5 DM Schnallen 5 25 DM kleine Schnallen 42 13 DM Ledernähnadeln 5 DM 1 Nietzange 8 DM Druckknöpfe 20 DM Lochnieten 10 DM Ziernieten 5 DM Klebstoff 7 DM Reis 16 DM Lederfarben 20 DM gesamt 401 DM Lohnkosten 15 Stunden à 0 25 DM 3 75 DM für 32 Schüler 120 DM Gesamtausgaben 521 DM erwartete Einnahmen 20 Gürtel à durchschnittlich 6 50DM 130 DM 20 Tabaksbeutel à 4 DM 80 DM resp 40 Portemonnaies à 2 50 DM 100 DM 17 Federtaschen à 5 DM 85 DM 38 Knautschtiere à 4 50 DM 171 DM 41 Armbänder à 2 DM 82 DM 42 Uhrarmbänder à 2 50 DM 105 DM gesamt 653 DM Die Preise verstehen sich als Durchschnittspreise Gesamteinnahmen 653 DM Gesamtausgaben 521 DM Gewinn 132 DM Falls wir alles verkaufen und diesen Gewinn erzielen würden wollten wir das Geld für die bevorstehende Klassenfahrt verwenden M 6 Die betrieblichen Funktionsbereiche und Positionen bestimmten wir folgendermaßen Bezeichnung Person Funktion Arbeitsplatz Chef Klassenlehrer Kapitaleigner und Geldgeber höchste Entscheidungsinstanz Büro Gruppenraum Meister Referendarin Organisation und Überwachung von Produktion und Verkauf Anlernen direkter Vorgesetzter der Arbeiter Absprachen mit dem Chef Produktionsabteilung Klassenraum und Büro Vorarbeiter Schüler der sich durch besonderen Eifer qualifiziert hat Kontrolle der fertigen Stücke Disziplinierung der Arbeiter Unterstützung des Meisters bei der Überwachung des Produktionsablaufs Produktionsabteilung darf aber auch ins Büro Facharbeiter 2 Schüler die sorgfältig und geschickt arbeiten später je nach frei werdenden Arbeitsplätzen Verzierer Nieter und Locher Verzierer Produktionsabteilung Arbeiter in der Werbe und Verkaufsabteilung 2 Schüler Herstellen von Werbematerial Verteilen des Werbematerials in der Schule Vorbereitungen für Verkauf und Durchführung Produktionsabteflung Arbeiter in der Fließfertigung Mehrzahl der Schüler Herstellung der Gegenstände im arbeitsteiligen Verfahren wiederholtes Ausführen eines elementaren Arbeitsschrittes Produktionsabteilung M 7 ARBEITSVERTRAG Zwischen der Firma Leder HUTH Sitz Hamburg 72 An der Berner Au 12 und Herrn Frau geboren am in wohnhaft in wird nachstehender Vertrag abgeschlossen Herr Frau wird in unserem Betrieb in Hamburg An der Berner Au 12 für die Zeit vom 12 14 Mai beschäftigt Die Arbeitszeit beträgt am 12 5 Stunden am 13 4 Stunden am 14 6 Stunden Das Beschäftigungsverhältnis kann von beiden Seiten unter Einhaltung der üblichen Frist gekündigt werden Es kommen hierbei sowohl betriebliche Gründe als auch Gründe in Betracht weiche in der Person des der Arbeiters in liegen Unberührt davon bleibt das Recht der Firma zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grunde Jede r Arbeiter in verpflichtet sich zu pünktlicher einwandfreier und pflichtgetreuer Arbeitsleistung Die Versetzung des der Arbeiters in an einen anderen Ort bzw in eine andere Abteilung der Firma ist jederzeit zulässig Der die Arbeiter in hat den Anweisungen aller Vorgesetzten Immer sofort und uneingeschränkt Folge zu leisten Die Firma verpflichtet sich einen Stundenlohn von DM zu zahlen wenn in den 3 Tagen jeweils 40 Stück der Produkte angefertigt werden Für jedes weitere Produkt das in dieser Zeit geschafft wird zahlt die Firma einen Akkordzuschlag von DM Im umgekehrten Falle erfolgt ein Abzug vom vereinbarten Lohn um jeweils einen Pfennig Hamburg den Manfred Huth Arbeiter in Vgl UE Arbeit Mat zur Unterrichtspraxis Offenbach 19722 S 54 f M 8 Lohnabrechnung Name Gruppe Anzahl der produzierten Stücke Stück Mindestzahl der zu produzierenden Stücke 40 Stück Akkordzulage ja 0 nein 0 0 00 DM Arbeitsstunden Std DM Abzüge Stunde 0 25 DM Fällige Lohnsumme DM Dankend erhalten am M 9 Fragebogen an die Arbeiter der Firma Leder Huth 1 Was hat Ihnen an der Arbeit gefallen 2 Was gefiel Ihnen nicht 3 Welche Rechte hatten die Arbeiter 4 Gab es Mitbestimmungsmöglichkeiten für die Arbeiter und wo wäre Mitbestimmung besonders wichtig gewesen 5 Welche Rechte hatte der Unternehmer 6 Wer hatte es im Betrieb am besten und warum 7 Würde dieser Betrieb auch ohne Unternehmer produzieren können 8 Was würden Sie wählen Ein Jahr diese Arbeit oder 1 Jahr Schulunterricht 9 Warum wurde wohl Akkord gearbeitet 10 Warum lief wohl während der Arbeitszeit Musik 11 Hat Euer Betriebsrat Eure Interessen richtig vertreten oder gibt es Kritik 12 Wie erklärt Ihr Euch die vielen Aggressionen 19 am Mittwoch Schreibt bitte Gründe dafür auf Vgl Behrens Frank Das Projekt Arbeit i d Grundschule Mü 1974 S 147 M 10 Auswertung Was hast Du alles bei diesem Projekt gelernt Schülerantworten wie es in einem Betrieb zugeht etwas über den Arbeitsvertrag Betriebsratarbeit Kündigung Kosten und Gewinn Geschäftsleitung Geschäftsbericht Betriebsversammlung daß Arbeiter einen Betriebsrat wählen müssen um ihre Rechte richtig zu vertreten und durchzusetzen daß im Betrieb die einen den anderen was zu sagen haben 1 Chef 2 Meister 3 Arbeiter was Arbeiter und Unternehmer für Rechte und Pflichten haben wie das Verhältnis von Chef zu Arbeitern ist wie man Leder schneidet näht und nietet daß wir mehr erreichen können wenn wir alle zusammenhalten wie man seine Interessen vertritt wie es ist wenn man Akkord arbeitet wie anstrengend Arbeit sein kann man kriegt kaputte Finger wie monoton Arbeit sein kann Kopf schmerzen entwickeln sich daraus wie man zusammenarbeitet und zusammenhält daß nicht jede Arbeit Spaß macht und leicht ist wie es bei der Verkaufplanung und beim Verkauf zugeht daß man bei der Arbeit vieles nicht darf daß man den Arbeitsvertrag genau lesen muß ehe man ihn unterzeichnet daß man oft einfach etwas tun muß was man gar nicht so möchte Ich habe gelernt wie es später aussieht wenn ich zur Arbeit gehe und warum sich Vater und Mutter genervt fühlen wenn sie von der Arbeit kommen Eben weil die Belastung der monotonen Arbeit so groß ist zurück zum Anfang dieser Seite zurück zur Startseite Projekt Renovieren der Schulräume Projektwochen von zwei 7 Klassen Horst Bethge Manfred Huth In Die Arbeitslehre 3 1981 S 141 146 Zum didaktischen Standort des Projektes im Arbeitslehreunterricht Folgendes Projekt ist eingebettet in einen fächerübergreifenden Arbeitslehrelehrplan den sich jede Schule in Hamburg selbst erstellen muß da für den Haupt und Realschulbereich keine Richtlinien und Lehrpläne existieren nicht einmal für die eine Stunde Berufsorientierung ab Klasse 8 Integraler Bestandteil dieses Curriculums ist eine Dreier Projekt Sequenz 1 die wir etwas ausführlicher darstellen wollen wenn wir im folgenden den von der Fachkonferenz unserer Schule entwickelten Lehrplan 2 verkürzt wiedergeben besonders auch um den Bedingungsrahmen und die unterrichtlichen Voraussetzungen für das darzustellende Projekt aufzuzeigen Klasse 7 8 Einführung ins technische Zeichnen bei der Lösung einfacher Werkaufgaben und als vertiefender Lehrgang im Kursangebot Technisches Werken 1 Metall Holz und Kunststoffarbeiten Projekt 1 Herstellung eines Gegenstandes in der Einzel oder Gruppenproduktion Projektauswertung vornehmlich unter berufskundlichem Aspekt Erstellung eines Musterberufsbildes Die Schüler fertigen ein Produkt vom Anfang bis zum Ende an Bezogen auf unser Projekt heißt das Schülergruppen entscheiden sich für Teilaufgaben der Renovierung planen und führen sie durch z B Tafelstreichen dazu gehören die Reinigung das Schleifen Spachteln nochmaliges Schleifen und doppelter Farbanstrich Am fertiggestellten Gegenstand findet die Gruppe ihre Arbeitskraft vergegenständlicht und kann alle Arbeitsprozesse nachvollziehen Die Schüler machen Erfahrung mit der Produktion von Gebrauchswerten in nichtentfremdeter Einzel oder Gruppenarbeit Natürlich ist es auch möglich in dieser ersten Projektsequenz in Einzel oder Gruppenarbeit Werkstücke herzustellen die für die Schüler einen Gebrauchswert haben Schmuck Schalen Marionetten u ä Collagen Die Welt in der wir leben Der moderne Mensch Bei der Arbeit So möchte ich einmal sein Das möchte ich einmal werden 3 Berufsorientierung Berufsfelder Zuordnung der betreffenden Gewerkschaften Erstellung von Berufsbildern 4 Vorhaben Ein Tag im Betrieb der Eltern 5 Besuch im Berufsinformationszentrum HH BIZ Erstellen eines Berufsbildes nach eigener Wahl Klasse 8 9 Technisches Werken 2 im Rahmen des Kursangebotes Industrialisierung und Kapitalismus Geschichte der Arbeiterbewegung 6 Lehrgang Einführung in die kapitalistische Wirtschaft Tausch Wert Preisbildung Angebot und Nachfrage Geld und Währung Konkurrenz Monopole Lehrgang Unternehmer und Verbraucher Unterschiedliche Interessen ungleiche Chancen 7 Formen eines Betriebes Entwicklung der Produktionsverhältnisse Lehrgang Arbeit und Arbeitsteilung Skalare und funktionale Ordnung im Betrieb Projekt 2 Produktion und Verkauf eines Gebrauchsgegenstandes in Serienproduktion unter Bedingungen der Lohnarbeit 8 Lehrer und Schüler gründen einen Produktionsbetrieb Der Lehrer übernimmt die Rolle der Betriebsleitung Entscheidungsgewalt Finanzierung und Gewinn Die Schüler erfahren hier die Mechanismen kapitalistischer Produktionsweise Arbeitsteilung Zerstückelung von Arbeitsgängen hierarchische Befehlsstruktur Monotonie Entfremdung Sie sind nur in die Planungsphase bestimmend miteinbezogen in der Produktions und Verkaufsphase stehen sie unter den Bedingungen der Lohnarbeit Betriebserkundung Vergleich des Schülerbetriebs mit einem richtigen Betrieb Vorbereitung Durchführung und Auswertung des 1 Betriebspraktikums 9 4 Wochen Probleme der Ausbildung Rechte und Pflichten Konfliktfallanalysen Diskuss mit Auszubildenden Jugendvertreter und Betriebsräten Erkundung von Betrieben unter politisch sozialem Aspekt 10 Mitbestimmung Fallstudien und Diskuss mit Betriebsräten und Jugendvertretern Klasse 9 10 Lehrgang Mehrwert Lehrgang Konjunktur und Krisen Gewerkschaften Tarifauseinandersetzungen und Arbeitskampf Projekt 3 Herstellung und Verkauf eines Produktes in einem Schülerbetrieb in Arbeiterselbstverwaltung 11 Dieses Projekt dient dazu die im 2 Projekt bzw 1 Betriebspraktikum und bei Betriebserkundungen erfahrenen und beobachteten Widersprüche durch Hypothesenbildung und überprüfung in einer veränderten Produktionsweise zu lösen Die Schülergruppe ist an allen Fragen der Planung Produktion Arbeitsplatzgestaltung und des Verkaufs Finanzierung und Gewinn beteiligt Die Schüler versuchen durch Antizipation zukünftiger Produktionsverhältnisse Widersprüche kapitalistischer Lohnarbeit zu lösen und auf Realisierbarkeit zu überprüfen Erkundung eines genossenschaftlichen Betriebes Vorbereitung Durchführung und Auswertung des 2 Betriebspraktikums 12 3 Wochen Vorbereitung auf Einstellungsgespräche und Einstellungsteste Jugendarbeitslosigkeit 13 Auslandsklassenreise DDR England Frankreich oder Schweden mit Betriebsbesuchen und Diskussionen mit Gewerkschaftern Im Fach Deutsch werden Arbeiterliteratur und in Texten der Sach und Gebrauchsliteratur das Problemfeld Arbeitswelt verstärkt behandelt Ohne Fragen sind diese Inhalte und deren Ziele nur zu erreichen bei konsequentem fachübergreifenden Arbeitslehreunterricht als Unterrichtsprinzip Einige Worte noch über die mit dem Projekt zusammenhängenden schulpolitischen Voraussetzungen in Hamburg Der für die Renovierung unserer Schulräume zuständige Bezirksamtsleiter wirbt in einem Brief vom 27 6 1980 an alle Schulen in unserem Schulkreis für Renovierungsselbsthilfe da sein Amt schon oft bedauernd erklären mußte daß kein Geld da sei um diese oder jene an sich notwendige Renovierung durchzuführen Es könnten nur Prioritäten gesetzt werden und vorrangig solche Arbeiten finanziert werden die die Funktionsfähigkeit der Räume und Einrichtungen wieder herstellen und der Substanzerhaltung der Gebäude dienen Die sog Schönheitsreparaturen stehen verständlicherweise an letzter Stelle und müssen leider oft hinausgeschoben werden Im Fall unserer Räume wurden sie 11 Jahre hinausgeschoben wie Schulräume nach so langer Benutzungszeit aussehen ist wohl jedem klar Daß Eigeninitiative der Sparpolitik in diesem Bereich sehr willkommen ist wird deutlich durch den Vergleich der Kosten Renovierung der Räume durch einen Malerbetrieb 30 000 DM Materialkosten bei unserem Projekt 2500 DM Eltern Schüler und Lehrer waren sich bei diesem Projekt klar über den Widerspruch zwischen dem Bedürfnis nach einer lernfreundlichen Schulumwelt und der Gefahr bei der Realisierung des Projektes sich zu Stopfern der Sparlöcher mißbrauchen zu lassen Unser Entschluß das Projekt dennoch durchzuführen basierte in erster Linie auf der unmittelbaren Bedürfnissituation unserer Schüler eine optimale Voraussetzung zur Planung und Durchführung jeden Unterrichts Selbstverständlich führten wir mit Eltern und Schülern anhand der Widerspruchslage Gespräche über Anspruch und Wirklichkeit sozialdemokratischer Bildungspolitik in Hamburg Abgesehen von der politischen Dimension haben wir an unserer Schule die Erfahrung gemacht daß Schüler anderer Klassen nach Renovierungsprojekten sehr viel sorgfältiger und pfleglicher mit den Resultaten ihrer Arbeit umgehen I Planung des Projektes Es handelt sich bei den Räumen die wir selbst renovierten um einen der in Hamburg serienweise 1957 aufgestellten Pavillons EternitFlachbauten mit vier Klassen drei Toiletten und zwei Fluren für je zwei Klassen ein Flur Da diese Pavillons ursprünglich für eine 12jährige Lebensdauer konzipiert waren ließ die Behörde keine größeren Reparaturen mehr durchführen Die Eternitwände und decken wiesen daher Bruchlöcher aus einzelne Wandteile waren durch Spanplatten ersetzt aber nie gestrichen worden und die Holzschränke im Flur hatten z T keine Türen mehr Am Beginn der Planung stand der Wunsch nach gepflegten und gemütlichen Räumen Der Lehrer regte daher den Gedanken an das Klassenzimmer und den Flur wieder instandzusetzen Diese Idee fand sogleich die Zustimmung der Schüler Sie setzte eine Diskussion frei Farben wurden genannt Vorschläge für Blumenbänke Sitzecken Spielgelegenheiten spontan geäußert Danach standen wir vor der Frage Wer bezahlt das Darf man die Räume verändern Der Lehrer informierte über die Möglichkeiten vom Bezirksamt die Kosten ersetzt zu bekommen In einer zweiten Stunde schlugen die Schüler vor arbeitsteilig in Gruppen Maler Reinigungsdienst Reparaturen die Renovierung durchzuführen Der Lehrer vertiefte diese Planungsphase durch Nachfragen Wieviel Farbe für die Wände für die Decke muß eingekauft werden Welche Reparaturen und Vorarbeiten müssen ausgeführt werden Es zeigte sich für alle die Notwendigkeit genauer zu planen und weitere Gruppen einzurichten In einer kurzen Informationsphase holten wir sodann die Ratschläge fachkundiger Eltern Geschwister und Nachbarn ein Wie wird die alte Farbe beseitigt Wie lackiert man Eisenfensterrahmen Wie wird gespachtelt Die Schüler notierten diese Hinweise und trugen sie der Klasse vor Es entstand eine Liste alter anfallenden Arbeiten siehe Anlage 1 Danach wurden folgende Arbeitsgruppen Kolonnen eingeteilt Berechnung Abrechnung Reinigungsdienst drei Gruppen Reparaturen zwei Gruppen Vorbereitung zwei Gruppen Einkauf Bestellung Maler sechs Gruppen Farbgestaltung Jeder Schüler gehörte zwei Gruppen an Der Lehrer erstellte daraufhin einen genauen Stundenplan der den Schülern zum einen die Teilnahme am normal weiterlaufenden Fachunterricht mit mindestens drei Schulstunden täglich ermöglichte der ihnen zum anderen einen etwa gleich großen Zeitraum für die Realisierung des Projektes in den Arbeitsgruppen Kolonnen einräumte Der Plan eines Tages sah z B folgendermaßen aus 1 Stunde Englisch alle 2 Stunde Sport alle 3 u 4 Stunde Reinigung 3 Maler 3 u 4 5 u 6 Stunde Reinigung 1 Maler 1 u 2 Parallel zu diesen Vorbereitungen wiederholte der Mathematiklehrer das Thema Flächenberechnung an den konkreten Maßen aus der Klasse und den Fluren Es schlossen sich Multiplikationsaufgaben mit den real zu verbrauchenden Farbmengen an z B daß 600 g Deckenfarbe pro m 2 benötigt werden Längere Diskussionen gab es bei der Frage welche Reparaturen und Vorbereitungsarbeiten erforderlich sind Wir konsultierten Väter Hausmeister und Werklehrer bevor eine Liste zu erledigender Arbeiten und einzukaufender Materialien Holz Spachtelkitt Schrauben Leisten etc erstellt wurde Lebhafte Diskussionen löste das Problem der Farbgestaltung aus Es gab zwei kontroverse Positionen Die eine Schülergruppe favorisierte Modefarben möglichst lebhafte die andere gedecktere Farben Unter Hinzuziehung von Farbskalen und Einbeziehung von Farbarten Ölfarben Dispersionsfarben ergab dann erst die gemeinsame Beratung mit dem Malermeister den das zuständige Bezirksamt uns schickte eine Klärung Der Kostenfaktor für das Bezirksamt maßgeblich spielte für die Schüler zunächst keine Rolle Es bedurfte dann der nochmaligen Rücksprache mit den verantwortlichen Baubeamten um die von den Schülern gewünschten Farben violette bzw dunkelblaue Wände weinrote Decken weinrote Fensterrahmen genehmigt zu bekommen Die Planung des Projektes erfolgte im Wechsel von Gruppenarbeit und Plenumsgespräch Sie ermöglichte die Beteiligung aller Schüler Einige konnten bei Brüdern Vätern und Nachbarn fachkundigen Rat einholen andere verstanden etwas von handwerklichen Fragen oder verfügten über eigene Renovierungserfahrungen wieder andere brachten ästhetische Qualifikationen ein Die Schüler verbesserten den schon ansatzweise entwickelten Diskussionsstil Es mußte immer wieder argumentiert werden galt es doch viele Faktoren Kosten Zeit Farbqualitäten Arbeitsabläufe zu berücksichtigen Am Ende dieser Planungsphase war jeder Schüler aktiv beteiligt gewesen und fachkundiger geworden Er vermochte den Ablauf des Projektes zu überschauen und die Arbeit seiner Gruppe in das Gesamtvorhaben einzuordnen II Zur Durchführung des Projektes Mit großem Einsatz und Eifer wurde das Projekt in drei Wochen realisiert Anfangs waren die Lehrer ständig Ansprechpartner für die Schüler Es bedurfte daher täglicher Hinweise auf die Kolonnenführer bzw Gruppenleiter oder Experten um die eigenständige Zusammenarbeit der Schüler zu verstärken Anfangs war es überdies erforderlich die Ausführung notwendiger aber nicht sehr beliebter Arbeiten Boden mit Papier auslegen Pinsel auswaschen anzuregen Nach einigen Tagen arbeiteten die Gruppen dann zunehmend selbständiger Einmal wöchentlich füllten sie Arbeitszettel aus die die Spalten Datum Wochentag erledigte Arbeit Arbeitszeit Materialverbrauch benutzte Werkzeuge und die Unterschrift des Gruppenleiters umfaßten Viele Schüler leisteten freiwillige Überstunden ein Schüler erreichte 14 Überstunden Vor allem solche Schüler und zwar Jungen wie Mädchen die in Fächern mit hohem Theorieanteil und geringem Praxisbezug oft nicht so gute Leistungen aufwiesen konnten jetzt einmal führend in der Gruppe mitarbeiten Da beide Klassen gleichzeitig das Projekt durchführten war es sachlich notwendig bestimmte Geräte Leitern Pinsel Schwingschleifer u ä abgesprochen einzusetzen So wuchs die Kooperation zwischen den Klassen Wir tauschten Erfahrungen und Expertentips aus Eine Schwierigkeit bestand anfangs darin die Arbeit der Gruppen zeitlich aufeinander abzustimmen So mußte z B eine Schrankwand zweimal gestrichen werden weil die Maler der Decke und die Maler der Schrankwand unterschiedlich schnell arbeiteten Selbständig lösten die Schüler im Verlauf des Projektes das Problem jeden nach seinen speziellen Fähigkeiten und Fertigkeiten einzusetzen In der Gruppe Vorbereitung wollten z B anfangs alle mit dem Schwingschleifer arbeiten Als die Schüler aber merkten wieviel Armkraft nötig ist teilten sie auf wer mit dem Schleifer arbeitet wer sprachtelt oder fehlende Leisten ersetzt Bei den Malern führten diejenigen die Feinarbeiten aus die mit ruhiger Hand arbeiten konnten Ein Problem ergab sich daraus daß die benötigten Farbmengen je Fläche und die Reinigungsflüssigkeit nach den Angaben des Malermeisters berechnet worden waren Schüler aber arbeiten anders verstreichen die Farbe weniger gleichmäßig verkleckern mehr und müssen manches zweimal machen Etwa 20 25 der Farbmengen mußte daher nachgekauft werden Weniger angenehm waren Störungen durch nicht am Projekt beteiligte Klassen die im gleichen Pavillon untergebracht waren Einzelne Schüler wollten in den Pausen zusehen oder sie begutachteten nach Schulschluß den Fortschritt der Arbeiten Ihre Kommentare gefielen uns nicht immer Aus der verbalen gegenseitigen Anmache wurde einige Male ein Anmalen mit frischer Farbe Schon nach wenigen Tagen war festzustellen daß die Schüler die renovierten Wände und Türen verbissen verteidigten wenn nur jemand eine Wand anfaßte Schon bloß unsere Wand Deine Dreckfinger gehören nicht an unsere renovierte Wand oder Laß das Kreidewerfen im Flur Du weißt ja nicht was das für eine Arbeit ist alles zu malen Inzwischen ist es möglich im Flur der beiden Klassen eine Pinnwand mit ständig wechselnden Zeitungsausschnitten Informationen und Plakaten aufzustellen ohne daß etwas abgerissen und beschädigt wird Eine Blumenbank mit Töpfen kann stehen wo früher getobt wurde III Auswertung des Projektes Die Auswertung unseres Projektes verlief nach 4 Gesichtspunkten Schülereinschätzung des Projektes durch Fragebogen siehe Anlage 2 und Diskussion der Erhebungsergebnisse Einschätzung und Diskussion der Eigen Gruppenleistung einschließlich Projektzensierungsfrage eines Fragebogens Auswertung in den Fächern Deutsch und Mathematik Berufsorientierende Weiterführung Wir erstellen eine Berufsbild Maler und Lackierer Wir wollen nur kurz auf die Punkte 1 3 eingehen und den berufsorientierenden Aspekt ausführlicher darstellen 1 Schülereinschätzung des Projekts durch Fragebogen Die Kritik der Schüler richtete sich hauptsächlich auf folgenden Punkt des technischen Ablaufs Farbe und Materialien wurden nicht termingemäß geliefert so daß es zu vorher nicht planbaren Verzögerungen und organisatorischen Änderungen kam Der Grund hierfür war daß wir behördlicherseits an eine Vertragsfirma gebunden waren die nicht in der Nähe unserer Schule lag Bei ähnlichen Projekten sollte auf jeden Fall bei den Verhandlungen mit dem Bezirksamt darauf gedrungen werden mit Betrieben aus der näheren Umgebung zusammenarbeiten zu dürfen da sich Nachlieferungen dann auch z B durch Selbstabholung leichter regeln lassen Positiv beurteilten die Schüler vor allem die Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen Viele Schüler meinten auch daß sie Klassenkameraden und Lehrer besser kennengelernt haben Mehrfach wurde genannt daß die Lehrer nicht so gestreßt gewesen seien Durchweg wurde die Projektzeit als angenehmer empfunden als der normale Schulbetrieb Ausschlaggebend für diese Bewertung war der höhere Grad an selbständiger Tätigkeit Auf die Frage nach dem individuellen Lernerfolg nannten die Schüler neben technischen Fertigkeiten und mathematischen Kenntnissen Aspekte der Selbständigkeit der Selbstverantwortung und positive Momente des Gruppenarbeitsprozesses Sie betonten mehrfach daß es Spaß macht eine selbstgeplante Sache von Anfang bis Ende durchzuführen 2 Einschätzung der Eigen Gruppenleistung Zensierung Alle Schüler entschieden sich für eine Zensierung Die Mehrheit war für Einzelbenotung Bei der Selbsteinschätzung hatten sie Schwierigkeiten in der Hinsicht eigene gute Leistungen eher zu unterschätzen bzw Gruppenarbeitsverhalten eher zu überschätzen Die Zensuren sollten im nächsten Zeugnis in die Benotung für das Fach Jechnik einbezogen werden 3 Auswertung in den Fächern Deutsch und Mathematik Im Deutschunterricht haben wir uns neben Rechtschreibübungen Fachwörter aus dem handwerklichen Bereich hauptsächlich auf die Beschreibung eines Arbeitsvorganges konzentriert Die Aufgabe lautete Beschreibe bitte ganz genau von Anfang bis Ende einen Arbeitsvorgang an dem Du beteiligt warst Beschreibe bitte möglichst genau einzelne Teile des Vorgangs benötigte Materialien Werkzeuge und Gebrauch Schwierigkeiten Fehler Worauf muß man besonders achten Verwende bitte auch die entsprechenden Fachausdrücke Im Mathematikunterricht stellten die Schüler verbrauchte Materialmengen den vorher errechneten vergleichend gegenüber Sie prüften Rechnungen und ermittelten die von der Behörde eingesparte Summe also den Wert der Schülerarbeitskraft 4 Berufsorientierte Weiterführung Im Arbeitslehreunterricht haben wir das Projekt dazu benutzt mit den Schülern das Berufsbild Maler und Lackierer zu erstellen Die Zielsetzung des Lehrers Genauere Informationen über den Beruf des Malers und Lackierers als Beispiel eigenständiger Informationsbeschaffung für andere Berufe einholen Den Begriff Berufsbild einführen 1 Stunde Einstieg Was wissen wir schon alles über den Beruf des Malers an der Tafel Mappe sammeln Es werden Fragen und Antworten formuliert Evtl Gruppenarbeit Tätigkeiten Geräte Werkzeuge Maschinen Kleidung Umgebung Belastungen Weiterer Verlauf Reichen diese Informationen aus um umfassend über einen Beruf informiert zu sein Was ist noch wichtig um genau Bescheid zu wissen Gruppenarbeit Schulbildung Länge der Ausbildung Verlauf der Ausbildung Was wird alles gelernt Ausbildungsvergütung Verdienst im Beruf Arbeitszeit Urlaub Aufstieg Weiterbildung Altersversorgung Zusammenfassung der Gruppenarbeit Hausaufgabe Bitte formuliert zu den einzelnen Punkten Fragen die sich nicht nur mit ja oder nein beantworten lassen 2 Stunde Anhand der Hausaufgaben werden die Fragen gesammelt und geordnet nach einer gemeinsam erarbeiteten Systematik nach den im Erkundungsbogen 14 vorgegebenen Kategorien Die Fragenkategorien werden ergänzt bzw mit dem Erkundungsbogen verglichen An dieser Stelle bietet sich auch die Weiterarbeit an einer Schulfilmsendung oder an einem berufskundlichen Film an Gruppen erhalten unterschiedliche Beobachtungsaufträge z B Schulbildung Ausbildungsverlauf Tätigkeiten und Belastungen Arbeitszeit Einkommen Altersversorgung Hausaufgabe Wo kann man sich noch genauere Informationen über einen Beruf holen Auskunftsquellen Berufsberater Eltern Auszubildende ältere Schüler 3 Stunde Sammlung und Ergänzung der gefundenen Berufsinformationsquellen durch Berufsberatung Arbeitsamt Berufsinformationszentrum Kammern Innungen Gewerkschaften Berufsschüler lehrer Fachkundige in Betrieben Ausbilder Auszubildende Eltern Lehrer gibt die Adressen bekannt jede Gruppe übernimmt die Erkundung einer Institution Zusätzlicher Auftrag Immer nach berufskundlichem Material fragen 4 Stunde Zusammenfassung der Gruppenarbeitsergebnisse Jede Gruppe hat für ihre Fragen ein Arbeitspapier oder eine Wandzeitung mit ihrem Ergebnis für alle vorbereitet Anhand der Fotokopie des von der Bundesanstalt für Arbeit herausgegebenen Berufsbildes Blätter zur Berufskunde überprüfen und ergänzen die Gruppen die Gesamtergebnisse zum Modellberufsbild Maler und Lackierer Hausaufgabe Jeder erstellt selbständig ein Berufsbild über einen Beruf seiner Wahl Zeit etwa 4 Wochen Anlage 1 Hinweise zur Arbeitsvorbereitung und Arbeit Decke in der Klasse 2 3mal streichen je nachdem wie gut die Farbe deckt Wände in der Klasse reinigen spachteln und schleifen grundieren streichen Heizung in der Klasse reinigen mit Sandpapier abschleifen mit Lack streichen Fenster und Metallstreifen in der Klasse reinigen schleifen mit Metallgrund streichen lackieren Tafeln in der Klasse mit Terpentin reinigen alte Stellen spachteln und schleifen mit Schultafellack vorstreichen und 24 Stunden warten streichen Tür in der Klasse reinigen und spachteln schleifen grundieren lackieren Fensterbretter und Bordoberteile in der Klasse reinigen mit Kunststoffhaftpraimer vorstreichen lackieren Borde innen reinigen schleifen spachteln wenn nötig schleifen grundieren und lacken Bordbretter lackieren Holzschränke in der Klasse reinigen schleifen spachteln schleifen grundieren und lacken Teile die nicht mitgestrichen werden sollen Fenster Metallschienen mit Tesakrepp abdecken Anlage 2 Fragebogen zur Auswertung der 2 Projektwochen Was hat Dir an den Projektwochen NICHT gefallen Begründe bitte a Planung b Organisatorischer Ablauf c Arbeitsablauf Was hat Dir an den 2 Projektwochen GUT gefallen Begründe bitte a Planung b Organisatorischer Ablauf c Arbeitsablauf Wie beurteilst Du die Zusammenarbeit in Deiner Gruppe Erkläre bitte Wie beurteilst Du das Verhalten Deiner Lehrer Begründe bitte Was sollte das nächstemal unbedingt vermieden werden Was sollte genauso gemacht werden Sind die 2 Projektwochen für Dich schnell vergangen oder war es insgesamt eine lange Zeit Versuche das zu erklären Vergleiche bitte die 2 Projektwochen mit normaler Schularbeit Was findest Du besser begründe bitte Was hast Du bei diesem Projekt alles gelernt Denke dabei auch an die Vorbereitung Denke bitte auch an die Dinge die nicht zum normalen Lernstoff der Schule gehören Meinst Du daß Du bei diesem Projekt etwas gelernt hast was Dir schon einen Vorgeschmack auf Dein zukünftiges Berufsleben gibt Erkläre bitte Hast Du in den 2 Projektwochen Mitschüler oder Lehrer von einer anderen Seite kennengelernt als im normalen Unterricht Nenne Beispiele und erkläre Anmerkungen 1 Vgl Manfred Huth Projekt Keksproduktion Lernen durch Selbstbestimmung In b e 10 1980 S 20 f Zurück zum Text 2 Es handelt sich um eine modifizierte und in wesentlichen Teilen ergänzte Fassung der Fachkonferenz unserer Schule von 1975 vgl Bethge Otto Sauerwein Erfahrungen mit dem Betriebspraktikum für Hauptschüler In Demokrat Erz 3 1975 S 64 Zurück zum Text 3 Analog den Themen im Jugendbildungsplan der IG Chemie Zurück zum Text 4 Vgl Unterrichtsmaterialien zur Berufsorientierung Hrsg v d Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg HH 1980 S 4 36 Gewerkschaftliche Unterrichtshilfen 1 Berufsorientierung Hrsg v DGB Bundesvorstand Abt Bildung Düsseldorf 1980 Zurück zum Text 5 Vgl Manfred Huth Wo meine Eltern arbeiten Ein Tag im Betrieb Wie sich Schüler am Arbeitsplatz ihrer Eltern über Probleme des Berufslebens informieren In a 1 9 1980 S 26 28 Zurück zum Text 6 Richtlinien und Lehrpläne HH Bd II Ziffer 32 42 43 220 Geschichte Zurück zum Text 7 Richtlinien und Lehrpläne HH Bd II Ziffer 32 42 43 220 Pol Soz kunde Zurück zum Text 8 Vgl Manfred Huth Birgit Rinke Projekt Lederarbeiten In Die Arbeitslehre 3 1979 S 147 162 Projektgruppe Hauptschularbeit L Barz u a Hauptschüler u berufl Wirklichkeit Achenbach Loller 1976 Unterrichtseinheit Arbeit Materialien zur Unterrichtspraxis 2 Auflage Offenbach 1972 Reihe Roter Pauker 2 Zurück zum Text 9 Gute Materialsammlungen Arbeitsgruppe Oberkirchner Lehrmittel AOL Betriebspraktikum Plankstadt 1977 Betriebspraktikum Handreichung für die Schule Hrsg v d Behörde für Schule HH Hamburg 1978 Zurück zum Text 10 Vgl Manfred Huth Probleme der Berufserziehung In W Wulfers Hrsg Polytechnik Arbeitslehre 1 Arbeitsgruppe Oberkirchner Lehrmittel AOL Reihe 2 Schulpraxis Planstadt 1978 S 140 177 Unterrichtsmaterialien zur Berufsorientierung S 61 95 Zurück zum Text 11 Vgl Manfred Huth Projekt Keksproduktion S 19 25 Schernikau Heinz Produktion und Verkauf Ein Unterrichtsvorhaben als Grundlage einer Unternehmenserkundung In WPB 8 1968 Werner P Zur Organisation eines Schülerbetriebes In W Klafki Hrsg Unterrichtsbeispiele der Hinführung zur Wirtschaftsund Arbeitswelt Düsseldorf 1970 Zurück zum Text 12 Vgl Manfred Huth Das 2 Praktikum Was spricht dafür Schüler der Abschlußklassen untersuchen politisch soziale Probleme der ArbeitsWirklichkeit In a 1 9 1980 S 33 u 34 Zurück zum Text 13 Vgl Jugendarbeitslosigkeit Unterrichtsmat 2 Hrsg v d GEW HH HH 1978 Arbeitslosigkeit a l 2 1979 Ohne Ausbildung ohne Arbeit keine Zukunft für die Jugend Betrifft uns 1 1979 Zurück zum Text 14 Erkundungsbogen aus Unterrichtsmaterialien zur Berufsorientierung Jahrgangsstufen 8 9 10 Hrsg v d BSB HH HH 1980 S 29 31 Zurück zum Text zurück zum Anfang dieser Seite zurück zur Startseite Lernen durch Selbstbestimmung Projekt Keksproduktion Manfred Huth In betrifft erziehung 10 1980 S 19 25 Nachdruck in Klaus Peter Creamer Hg Lebendiger Schulalltag Weinheim und Basel Beltz Verlag 1982 S 51 59 Projekt dieser Begriff ist in letzter Zeit in aller Munde Fortschrittliche Wissenschaftler und Schulpraktiker setzen sich mit dieser Unterrichtsform intensiv auseinander Und nicht nur an Gesamtschulen werden Projektwochen durchgeführt Hier das Beispiel des Projektes Keksproduktion im Fach Arbeitslehre das Schülern erlebnisnahe Informationen über Produktionsbedingungen in der Einzelproduktion der Serienproduktion und genossenschaftlicher Produktion vermittelt Bei der Planung und Durchführung jedes pädagogischen Prozesses sind drei Komponenten zu berücksichtigen die in einem dialektischen Zusammenhang stehen Ziel Inhalt Methode Innerhalb dieser Relation nimmt das Ziel die Umsetzung der für richtig befundenen gesellschaftlich notwendigen Kenntnisse Fertigkeiten und Persönlichkeitsqualitäten in pädagogische Handlungsmaximen die bestimmende Position ein es übt entscheidenden Einfluß aus auf die Auswahl der Inhalte und Methoden Der Maßstab pädagogisch erfolgreichen Handelns ist die ständige

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  • Frühes Fremdsprachen Lernen
    und Freiarbeit sind erst im 2 Band verstärkt enthalten Huckepack Gemeinsam lernen macht Spaß Deutsch als Fremdsprache für die Grundschule Materialienbuch A4 Format 176 S 26 60 DM ISBN 3 12 675096 6 Handbuch 85 S 21 85 DM ISBN 3 12 675094 X Cassette 31 30 DM ISBN 3 12 675095 8 München Klett Edition Deutsch 1994 Huckepack ist handlungsorient konzipiert ein Schwerpunkt ist das darstellende Spiel Rhythmik Gestik und Bewegung unterstützen den Sprachlernprozess Die 14 Einheiten sind in sich abgeschlossen und thematisieren z B Falie Kleidung Schule usw Das Handbuch enthält Vorschläge zum Unterricht und gibt Anregungen zur Binnendifferenzierung Jutta Douvitsas Sigrid Xanthos Mina und Otto SchülerInnenbuch A4 Format 141 S 19 80 DM ISBN 3 12 675030 3 Schreiblehrgang Stufe 1 LA A4 Format 65 S 12 70 DM ISBN 3 12 675031 1 Schreiblehrgang Stufe 2 LA A4 Format 65 S 12 70 DM ISBN 3 12 675032 X Cassette 24 75 DM ISBN 3 12 675034 6 LehrerInnenhandbuch A4 Format 93 S 2095 DM ISBN 3 12 675033 8 Ein systematischer eher traditionell konzipierter Lese und Schreiblehrgang mit dem Ziel der Vermittlung erster Sprachstrukturen Mit Übungen zur optischen Diskriminierung des Graphems zum Hörverstehen und Anleitungen zum Trainieren des Leseverstehens Die Cassette enthält Texte und Lieder Edina Rieder Das ABC Haus Ein AnfängerInnenlehrwerk zum Erwerb der deutschen Schriftsprache A4 Format 96 S 23 80 DM ISBN 3 12 675644 1 Arbeitsheft 1 A4 Format 63 S 6 80 DM ISBN 3 12 675645 X Arbeitsheft 2 A4 Format 64 S ISBN 3 12 675648 4 München Klett Edition Deutsch 1996 Das Lehrwerk verfolgt die Ziele SchülerInnen in die Laut Buchstaben Beziehungen einzuführen sowie einen Basiswortschatz aufzubauen und elementare Satzstrukturen einzuführen Es ist kombinierbar mit anderen Lehrwerken und kann als ergänzendes Material hinzugezogen werden Rosemarie Hesse Kauter Petra Hölscher Hg Schritt für Schritt Selbstständig Deutsch lernen Ein Sprachprogramm Band 1 und 2 München List Schrödel 1991 u 1992 A4 Format jeweils 136 S jeweils 22 10 DM ISBN 3 626 01410 X u 3 626 01412 2 Cassette zu 1 27 80 DM ISBN 3 507 01411 4 Cassette zu 2 23 50 DM ISBN 3 507 01413 0 Das Material ist konzipiert zum Selbstlernen der deutschen Sprache Ob es sich dafür sei dahingestellt Ganz sicher aber eignet es sich für die Differenzierung in AnfängerInnengruppen mit SeiteneinsteigerInnen die unterschiedliche sprachliche Fähigkeiten haben Es ist geeignet für jugendliche LernerInnen ab 12 Jahren Die Themen leiten sich her aus der Erlenbis und Erfahrungswelt von deutschen Mittelschichtskindern Die Bilder sind kindlich werden aber auch noch von älteren SchülerInnen angenommen Jeder der jeweils 32 Lernschritte führt auf einer Seite ins Thema ein und festigt durch Übung auf der folgenden Seite Zu jeder Seite gibt es die Lösungen Zwischendurch gibt es zur Kontrolle Tests Auf 40 Pappseiten sind viele Lernspiele zum Selber und Zusammenspielen Das Material eignet sich insgesamt zum angeleiteten ergänzenden Selberlernen in Freiarbeitsstunden Barbara Schiele Claudio Nodari Deutsch für fremdsprachige Kinder Arbeitsblätter Teil 1 Wer bin ich 32 90 DM Teil 2 Wer bist du 32 90 DM LehrerInnenhefte Teil 1 und 2 je 21 30 DM Theoretischer Teil 27 40 DM Hg v d Interkantonalen Lehrmittelzentrale und Lehrmittelverlag des Kantons Aargau Zürich Lehrmittelverlag des Kantons Zürich 1990 1991 A4 Format über 300 Arbeitsblätter Ohne ISBN Bezug Lehrmittelverlag des Kantons Zürich Räffelstr 32 CH 8045 Zürich Dieser Sprachkurs für Kinder zwischen 7 und 13 Jahren manche Einheiten sind auch für die Arbeit mit älteren SchülerInnen geeignet zielt auf sprachliches und soziales Lernen gleichermaßen Sprachlernen vollzieht sich in konkreten Handlungs und Kommunikationssituationen Die Einsicht dass eine Sprache lernen nicht Wörtchen und Grammatikpauken ist sonder in erster Linie sprachliches Handeln wird in diesem Lehrwerk umgesetzt Die Materialien eignen sich auch für den Förderunterricht Da die einzelnen Sequenzen des Lehrwerks nicht streng aufeinander aufbauen sind die Materialien als Baukasten zu verwenden und gemäß den Erfordernissen und der aktuellen Situation der jeweiligen Lerngruppe einzusetzen Teil 1 ist konzipiert für den Unterricht von alphabetisierten SchülerInnen ohne Deutschkenntnisse Hörverstehen und Sprechen in Alltagssituationen stehen im Vordergrund Identität Selbstsicherheit sowie die Fähigheit sich in der Umgebung und Ortskultur zu orientieren sind die pädagogischen Ziele die sich in den ausgewählten Arbeitsanregungen wieder finden Themen Ich heiße Ich bin in der Schule Ich spiele gern Ich beschreibe mich Ich esse gern Ich kaufe ein Ich bin krank Meine Gefühle Jede Einheit hat fünf Sequenzen 1 Einführung 2 Übung und Vertiefung bestimmter Fertigkeiten und sprachlicher Formen 3 Weiterführung des Themas 4 Übung und Vertiefung der phonetischen Diskriminierung und der Rechtschreibung 5 Abschluss des Themas Teil 2 setzt Grundkenntnisse der deutschen Sprache voraus und eignet sich deshalb auch für die Arbeit in deutschen Regelklassen Schwerpunkt der Spracharbeit ist die schriftliche Kommunikation Verstehen und Verfassen von Texten Thematisiert werden Aspekte der zwischenmenschlichen Beziehung Die SchülerInnen lernen Menschen so zu akzeptieren wie sie sind und werden dazu angeleitet Probleme und Konflikte zu lösen Themen Wer ist mein Freund Streit Meine Familie So wohnen wir Ich möchte ein Haustier Freizeit Kinder und Erwachsene du bist anders als ich Jede Einheit gliedert sich in fünf Sequenzen 1 Einführung 2 Wortschatz und Strukturübungen 3 Behandlung verschiedener Aspekte des Themas 4 Übung und vertiefung des Wortschatzes 5 Abschluss und Zusammenfassung des Themas Die LehrerInnenhefte enthalten eine Fülle von zusätzlichen Übungen Spielen Tipps und Hinweisen für einen abwechslungreichen Unterricht Leider enthalten die Materialien auch schweizerdeutsche mundartliche Spezifika z B Velo Das ß wird durchgehend als ss geschrieben Beides wird die deutsche LehrerIn aber den SchülerInnen erklären können dass der störende Effekt nicht so groß ist 4 Sprachlernen mit Videos Anna Schmidt Oskar Ein Fernseh und Videosprachkurs für Kinder Bilderbuch 1 19 80 DM 3 468 96850 7 Übungsbuch 1 14 80 DM 3 468 96851 5 Zwei Videocassetten 1 je 58 00 DM PAL 3 468 96860 4 96861 2 Audiocassette 1A zum Bilderbuch 14 80 DM 3 468 96862 0 Audiocassette 1B zum Übungsbuch 14 80 DM 3 468 96863 9 Bilder und Übungsbuch 2 22 80 DM 3 468 96841 8 Zwei Videocassetten 2 je 60 00 DM PAL 3 468 96844 2 96845 0 Audiocassette 2A 14 80 DM 3 468 96842 6 Audiocassette 2B 14 80 DM 3 468 96843 4 Berlin München Langenscheidt Verlag 1993 1996 Im Mittelpunkt des Videosprachlernkurses stehen Anna und ihr Kontrabass Herr Schmidt der auch zaubern kann sowie der Hund Oskar der immer großen Appetit hat Mit diesen drei Hauptpersonen und noch vielen anderen Kindern erleben die kleinen SprachlernerInnen abwechslungsreiche lustige und abenteuerliche Episoden auch in diesem multimedialen Sprachkurs werden die Vorteile der Narration für das Sprach Lernen genutzt Durch das Medium Fernsehen wird darüber hinaus eine Fertigkeit beim Sprachlernen genutzt die sonst eher wenig beachtet wird das Sehverstehen Im Bilderbuch wird die Handlung der Filmsequenzen noch einmal mit einfachen Texten und vielen Bildern nacherzählt das Übungsbuch enthält Lieder Spiele Bastelanleitungen Rezepte Das Medienpaket eignet sich auch hervorragend zum ergänzenden unterrichtlichen wie häuslichen Lernen Iks ist da 16 Szenen Deutsch für Kinder LehrerInnenhandbuch und Kopiervorlagen 53 80 DM 3 88532 641 8 Videocassette 1 und 2 je 98 00 DM ISBN 3 88532 638 8 635 3 Ismaning Verlag für Deutsch 1992 Auch dieses Lernmaterial geht aus vom narrativen Ansatz und nützt die Vorteile des Sehverstehens beim Sprachlernen Im Handlungmittelpunkt der 16 kleinen Episoden steht das kleine außerirdische Mädchen Iks das sich mit seinem Flugrad auf die Erde verirrt hat und hier neue FreundInnen findet In den Begleitmaterialien finden sich Übersichten zur übenden Grammatik und zum Übungswortschatz der vollständige Filmtext detailliert ausgearbeitete Unterrichtsvorschläge und kopierfähige SchülerInnenarbeitsblätter Ein ganz ausgezeichnetes Zusatzmaterial für den DaF Unterricht sowie für das angeleitete Üben zu Hause 5 Unterrichtsstunden Unterrichtseinheiten und Projektvorschläge Johanna Kraft u a Unterrichtsstunden Deutsch als Zweitsprache im 1 2 Schuljahr München Oldenbourg 1994 A4 Format 57 S 32 80 DM ISBN 3 486 98678 3 Die Unterrichtsentwürfe haben die Schwerpunkte Buchstaben und Lautanalyse und Wortschatzerarbeitung daneben enthält das Heft zwei Gedichte sowie Stunden zum Einprägen der Redewendung Hallo und zum namentlichen Vorstellen Die Stunden sin detailliert geplant und berücksichtigen spezifische didaktisch methodischen Grundsätzen für Fremd bzw ZweitsprachenlernerInnen Monika Gorbahn Gabriele Jäger Unterrichtsstunden Deutsch für das 1 2 Schuljahr 1 gemäß der Rechtschreibreform überarb Aufl München Oldenbourg 1997 A4 Format 57 und 60 S je 32 50 DM ISBN 3 486 98740 2 98743 7 Doris Grasser Sylvia Haas Unterrichtsstunden Deutsch für das 3 4 Schuljahr 1 gemäß der Rechtschreibreform überarb Aufl München Oldenbourg 1997 A4 Format je 65 S je 32 50 DM ISBN 3 486 98744 5 98746 1 Band 1 Erstlesen Erstschreiben Band 2 Nachschriften Sprachbetrachtung Mündlicher und schriftlicher Sprachgebrauch Band 3 Lesen Rechtschreiben Nachschriften Band 4 Lesen Mündlicher und schriftlicher Sprachgebrauch Sprachbetrachtung Die Stundenbilder mit Arbeitsblättern Folienkopiervorlagen sind detailliert und ohne große Umarbeitung für den Unterricht mit muttersprachigen SchülerInnen zu verwenden für die Arbeit mit nicht muttersprachigen Kindern bilden sie zwar auch eine gute Grundlage für die Unterrichtsplanung sind jedoch methodisch entsprechend anzureichern Die Materialien sind zum größten Teil verwendbar für individualisierendes eigenverantwortliches Arbeiten Wie Achim zu einem Himbärchen wurde Bearb v Rainer Ernst Wicke München Klett Edition Deutsch 1991 SchülerInnenheft A4 Format 45 S 11 80 DM ISBN 3 12 675603 4 LehrerInnenheft A4 Format 27 S 11 80 DM ISBN 3 12 675604 2 Der achtjährige Achim hat andere Vorstellungen von Ordnung als die Erwachsenen denn ornet alles nach Farben das führt zu Konflikten mit den Eltern Das Kinderbuch ist im SchülerInnenheft abschnittsweise abgedruckt mit vor und nachbereitenden Arbeitsblättern Kommt ausgesprochen gut bei den SchülerInnen an weil es wohl kindlichen Kategorien der Weltsicht sehr nahe kommt Margreet van Dijk u a Das Haus der Maus Lese Lern Heft Deutsch für Kinder mit anderer Muttersprache Primarstufe München Klett Edition deutsch 1992 SchülerInnenheft 48 S 11 80 DM ISBN 3 12 675605 0 LehrerInnenheft 30 S 11 80 DM ISBN 3 12 67606 9 Die Texte wurden danach ausgesucht ob sie an allgemeine Erfahrungen anknüpfen und von der Komposition das Umfeld der Handlung mitliefern und eine nachvollziehbare Wirklichkeit aufbauen Die Texte müssen nicht der Reihenfolge nach unterrichtet werden Alle Stunden sind nach einem Muster aufgebaut A Einführung in das Thema meist durch Bilder B Text C ein Lied Sprachübung oder Rollen Spiel Das LehrerInnenheft enthält die Unterrichtsschritte welche Angaben zu Impulsen Arbeitsformen Medien enthalten Ich schreibe über mich Arbeitsheft für den Deutschunterricht Köln Dürr Kessler 1995 A4 Format 32 S 12 80 DM ISBN 3 8018 5085 4 Erich Ballinger ich mach mein eigenes Buch Wien Ueberreuter Verlag 1990 62 S 19 80 DM ISBN 3 8000 1449 1 Zwei Bücher die sich eignen für den DaF Anfangsunterricht Dürr Kessler sowie den DaF Unterricht in Kindergruppen mit fortgeschrittenen Kenntnissen Ueberreuter Verlag In beiden Büchern geht es um das das Ausgestalten durch Schreiben Malen Anstreichen Abhaken usw bis zum fertigen Ich Buch In beiden Büchern geht es auch um dieselben bzw ähnliche Themen Familie Schule Wohnen Hobbys Gefühle Traumreise Beruf Eigentlich engen beide Bücher vielleicht hat das Buch von Ballinger noch mehr kreative Ecken und Freiraum für das Einbringen eigner Subjektivität sehr stark ein dafür kann mensch jedoch schon im Anfangsunterricht mit der Ich Buch Arbeit beginnen Projekttipp Die Arbeit mit dem Ich Buch lässt sich fortführen bis in höhere Klassen dann in Richtung Tagebuch welches allerdings nicht mehr von der LehrerIn in Augenschein genommen werden sollte Ab Klasse 2 geeignet für AnfängerInnen Monika Böttges Mein Ich Buch 15 Lernstationen für Klasse 3 6 Lichtenau AOL Verlag 1994 29 80 DM ISBN 3 89111 911 9 Monika Böttges Ich und meine Gefühle Lernzirkel mit 12 Lernstationen für Klasse 3 6 Lichtenau AOL Verlag 1994 29 80 DM ISBN 3 89111 910 0 Bezug AOL Verlag Waldstr 18 D 77839 Lichtenau Fax 0749 7227 95 88 95 Lernzirkel ermöglichen eine individualisierende Beschäftigung mit dem Thema in vielen kleinen Schritten Die SchülerInnen wechseln während der Unterrichtsreihe die einzelnen Stationen in einer von ihren Interessen festgelegten Reihenfolge und bearbeiten die angebotenen Aufgaben und Fragestellungen Jede Lernstation enthält eine Angabe über die ungefähre Arbeitsdauer sowie freiwillig zu erledigende Wahlaufgaben Alle Menschen sind Ausländer irgendwo 2 Auflage Frankfurt Pädg Arbeitsstelle des DVV 1992 49 S kostenlos Cassette Alle Menschen sind Ausländer irgendwo 10 00 DM Bezug DIE DVV Geschäftsstelle Pädg Arbeitsstelle d DVV Hansaallee 150 D 60320 Frankfurt am Main Buch und Cassette enthalten in 21 Sprachen ein Märchen das zur Weihnachtszeit spielt dass aber nicht nur zur Weihnachtszeit gelesen werden kann Thematisiert wird der Rassismus in der BRD und die unheimlichen Konsequenzen einer MigrantInnenfreien Gesellschaft Das vordergründige plötzliche Fehlen aller ausländischen Produkte in der Geschichte muss selbstverständlich auf andere Bereiche der bundesrepublikanischen multikulturellen Gesellschaft übertragen werden Welche Konsequenzen hätte ein Auszug aller MigrantInnen aus der BRD noch Eine gute didaktisch methodische Aufbereitung findet sich in der von Rainer E Wicke herausgegebenen Textsammlung zur antirassistischen Arbeit im DaF Unterricht Wir und die anderen Literatur zur AusländerInnenproblematk im DaF Unterricht Ismaning Verlag für Deutsch 1993 A4 Format 56 S 14 80 DM IndianerInnenkartei Unterrichtsmaterial zum Buch Fliegender Stern von Ursula Wölfel 7 Auflage Bremen Pädagogik Kooperative 1996 58 A4 Format Karteikarten 2 A1 Format Landkarten LehrerInnenbegleitheft mit 28 S 40 00 DM Ohne ISBN Bezug Pädagogik Kooperative Goebenstr 8 D 28209 Bremen Fax 0421 347 85 56 Die IndianerInnenkarte ist die KlassikerIn unter den Literaturkarteien weil unseres Wissens nach die erste Bearbeitung eines Kinderbuches Ursula Wölfel Fliegender Stern für die eigenverantwortliche Arbeit ist Die Karteikarten enthalten Arbeits und Projektideen zu den einzelnen Buchkapiteln Infokarten zu Lebensbedingungen und Kultur Geschichte und heutigen Lebenssituation der IndianerInnen Nordamerikas z B IndianerInnenschrift Märchen Spiele Bastelanleitungen Das LehrerInnenbuch enthält didaktisch methodische Anmerkungen sowie Erklärungen zu den Infokarten einige IndianerInnengedichte sowie IndianerInnenliteratur Ursula Wölfels Buch kann bei der Pädagogik Kooperative zum gleichen Preis mittellt werden Ursula Wölfel Fliegender Stern Ravensburg Ravensburger Buchverlag 1996 TaBu 115 S 8 80 DM ISBN 3 473 52002 0 Das Buch erzählt die Geschichte von Fliegenden Stern einem jungen Schwarzfuß Indianer vor etwa 100 Jahren Das Buch thematisiert Wünsche und Ängste des Indianerkindes und schildert realistisch und spannend den Alltag mit Spielen Abenteuern aber auch mit den Sorgen und Nöten Am Ende begehnet er auch den weißen Menschen 6 Musik und DaF Monika und Ralph Schneider Bewegen und Entspannen nach Musik Rhythmisierungen Bewegung und Ausgleich in Kindergarten und Unterricht Set mit Anleitungsbuch 55 S und Musikcassette Mülheim Verlag an der Ruhr 1994 ISBN 3 86072 150 X Bezug Verlag an der Ruhr Alexanderstr 54 D 45472 Mülheim Fax 0749 208 495 0 495 15 fantasievolle Fünf Minuten Geschichten Die Musik untermalt rhythmisch die einzelnen Themen Zoo Roboter Weltraumreise Reise unter Wasser Sonnenblume Schulbus ganz nebenbei wird Deutsch allsinnlich gelernt Serge Prokfjew Peter und der Wolf Ein Musikalisches Märchen 3 5 Lernjahr Deutsch Bis 13 Jahre LehrerInnenheft mit Arbeitsblättern für die SchülerInnen Bearb v Mariele und Rainer E Wicke München Verlag Klett Edition Deutsch 1993 A4 Format 48 S 19 80 DM ISBN 3 12 675610 7 Musikcassette ca 40 Min 28 00 DM ISBN 3 12 675613 Bei der Arbeit mit der Musik und den Arbeitsblättern lernen die SchülerInnen mit einem längeren literarischen Text umzugehen Außerdem werden sie in spielerischer Form in die deutschen Bezeichnungen für die Instrumente eingeführt und lernen ein Beispiel klassischer Musik kennen Mit 21 SchülerInnenarbeitsblätternm und 5 Stundenabläufen 7 Szenisches Spiel Der Hund der nicht bellen konnte Theaterspielen mit selbstgebastelten Stabpuppen LehrerInnenheft mit SchülerInnenarbeitsblättern und Bastelbögen München Klett Edition Deutsch 1994 19 80 DM ISBN 3 12 675612 3 Der Hund der nicht sprechen konnte sucht nach seiner Muttersprache und lernt dabei ganz nebenbei einge Fremdsprachen z B das Muhen das Krähen Das Materialheft enthält das Theaterstück das jedoch nach Belieben ergänzt werden sollte Arbeitsblätter für die Textarbeit und Bastelanleitungen für Masken und Kulissen Ein sehr gutes Beispiel für handlungsorientiertes Sprachlernen und Projektarbeit im DaF Unterricht Ludger Edelkötter Die kleine Raupe Nimmersatt Eric Carle und Der Schmetterling erinnert sich Singspiel 7 Aufl Drensteinfurt Impulse 1994 27 S 9 80 DM ISBN 3 926597 24 0 Cassette mit Sing und Instrumentalfassung zum Selbersingen 12 80 DM Ohne ISBN Bezug Impulse Natorp 21 D 48317 Drensteinfurt Fax 0749 2508 9388 Mit Noten und Hilfen das Singspiel zu inszenieren Die zwei Fassungen mit und ohne Gesang erlauben es zuerst das szenische Spiel einzuüben und danach auch zum Spiel zu singen Vereinfachte Lesetexte mit Bildern zum Theaterspiel für das 1 3 Lesejahr Frau Holle München Klett Edition Deutsch 1995 23 S 6 85 DM ISBN 3 12 675476 7 Vereinfachte Lesetexte mit Bildern zum Theaterspiel für das 1 3 Lesejahr Die goldene Gans München Klett Edition Deutsch 1993 23 S 6 85 DM ISBN 3 12 675471 6 Vereinfachte Lesetexte mit Bildern zum Theaterspiel für das 1 3 Lesejahr Der Hase und der Igel München Klett Edition Deutsch 1995 23 S 6 85 DM ISBN 3 12 675463 5 Vereinfachte Lesetexte mit Bildern zum Theaterspiel für das 1 3 Lesejahr Des Kaisers neue Kleider München Klett Edition Deutsch 1995 21 S 6 85 DM ISBN 3 12 675469 4 Alle Büchlein eignen sich zum Lesen und nachträglichem Rollenspiel Vorher sollten unbedingt die Bilder ohne Texte betrachtet und als Sprechanlass genutzt werden Vereinfachte Lesetexte Der kleine Vogel Stuttgart Klett Edition Deutsch 1997 19 S 6 95 DM ISBN 3 12 675465 1 Vereinfachte Lesetexte Der kleine Hund Stuttgart Klett Edition Deutsch 1996 19 S 6 95 DM ISBN 3 12 675455 4 Vereinfachte Lesetexte Malgeschichten Stuttgart Klett Edition Deutsch 1997 31 S 6 95 DM ISBN 3 12 675470 8 Liebevoll gezeichnete Bilder die zum Erzählen animieren Vor dem Lesen sollte unbedingt der Text vorentlastet werden durch die Kommentare und Ideen der SchülerInnen erst danach sollten auch die Texte gelesen werden Am Ende jeweils 2 bzw 4 Seiten mit Übungen Malgeschichten ist ein Heft zum Leseverstehen Wenn die SchülerInnen den Text auf der rechten Seite lesen und verstehen merken Sie dass auf den Bildern der linken Seite etwas fehlt das sie ergä nzen müssen 8 Lesen Christa Melzian Margret Krömer Lesehefte zum Selbermachen Horneburg Verlag Sigrid Persen 1987 A4 Format 53 S 35 00 DM ISBN 3 921809 58 4 Bezug Verlag Sigrid Persen Dorfstraße 14 21640 Horneburg Die Mappe enthält kleine Bild Text Geschichten die auseinander

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  • EVA - Eigenverantwortliches Arbeiten in den Sekundarstufen
    LernerInnen Rainer E Wicke Vom Text zum Projekt Kreative Textarbeit und offenes Lernen im Unterricht Deutsch als Fremdsprache Berlin Cornelsen 1997 168 S 19 80 DM ISBN 3 464 20794 3 Das Buch gibt DaF DaZ LehrerInnen wertvolle Tipps und Anregungen ist jedoch auch für LehrerInnen jeder anderen Fremdsprache eine wertvolle Hilfe Der Autor ein erfahrener ehemaliger Fachberater der lange im Ausland gearbeitet hat geht auch auf die kleinen Dinge des DaF DaZ Unterrichts ein und zeigt wie z B Vorerfahrungen und Vorwissen der SchülerInnen aktiviert und in den Unterricht einbezogen werden wie Arbeit mit Texten erleichtert wird wie sprachliche Äußerungen gelenkt und vorstrukturiert werden Dem Autor ist es wichtig zu zeigen dass selbstständiges Lernen in kleinen Schritten erlernbar ist und dass Projektunterricht auch darauf geht er in den letzten Kapiteln sehr anschaulich ein nur funktioniert wenn vorher das Handwerkszeug gelernt und in Miniprojekten erprobt wurde 2 EVA ganz konkret Sabine Münchow und Regina Piontek Das Projekt Blau Methodische Hinweise für einen kreativen Sprachunterricht Bremen WIS 1995 A4 Format 60 S 12 00 DM Ohne ISBN Bezug LIS Landesinstitut für Schulpraxis Am Weidedamm 20 D 28215 Bremen Wer alles schrie vor Freude als das Blau geboren wurde überlegte Pablo Neruda in seinem Buch der Fragen Nerudas Überlegung wurde Motto und Thema der Projektarbeit in den Fremdsprachen an zwei bremer und einer französischen Schule Darüber hinaus beschäftigten sich mit dem Thema ReferendarInnen LehrerInnenfortbildungsinstitute und eine StipendiatInnengruppe des Goethe Instituts mit Blau Ziel war die kommunikationsorientierte Anwendung der Fremdsprache und interkulturelles Lernen Heraus kamen Märchen Gedichte Erzählungen ein Fotoroman Dekorationen der Schulflure Redewendungen die Bedeutung von Blau in anderen Kulturen eine Museumsführung Geschichten nach Musikimpulsen und nach Kunstbildern Christiane Furchner Freies Schreiben Fantasiegeschichten 5 6 Schuljahr Kopiervorlagen und Materialien Reihe Lernen an Stationen in der Sekundarstufe Berlin Cornelsen Scriptor 1997 A4 Format 48 S 32 DM ISBN 3 589 21137 7 Das Lernen an Stationen hat sich auch im DaZ DaF Unterricht sehr bewährt Das Buch präsentiert das Material und die Arbeitsaufgaben der Stationen zum Thema Produktion von Fantasiegeschichten Da die Materialien zum Kopieren gemacht sind erleichtern sie den LehrerInnen die Arbeit ungemein Es gibt noch folgende Themenhefte Rund um den Film für die Grundschule Fantasiegeschichten Satzarten Diktate Träumen ist Denken im Schlaf Deutschunterricht in einer Auffangklasse Erstellt vom audiovisuellen Zentrum am FB EW der Uni Hamburg Film S Leutner Ramme Wiss Beratung Ursula Neumann Lehrer Manfred Huth Hamburg Pädagogische Beiträge Verlag 1995 49 DM Jungendliche MigrantInnen und Flüchtlinge lernen in Hamburg im Rahmen von Auffang und Vorbereitungsklassen in 18 Monaten Deutsch als Zweitsprache und bereiten sich auf das Regelschulwesen vor Ausschnitte aus dem Unterricht zeigen sowohl lehrerInnengelenkten Unterricht kreatives Schreiben als auch Sequenzen in denen die LernerInnen mit differenzierten Aufgabenstellungen und Selbstlernmaterialien eigenverantwortlich arbeiten Freie Arbeit Anfänge Hrsg v Verein zur Förderung der Freien Arbeit in der Schule O O o J 19 S 3 00 DM Ohne ISBN Bezug Verlag an der Ruhr Pf 10 22 51 D 45422 Mülheim an der Ruhr Die wenigen Seiten enthalten eine Fülle realistischer Anfänge selbstverantwortlichen Arbeitens auch in den Sekundarstufen Petra Hölscher Erich Rabitsch Hg Methoden Baukasten Deutsch als Fremd und Zweitsprache Frankfurt M Cornelsen Scriptor 1993 256 S 29 80 DM ISBN 3 589 21043 5 Das Buch ist ist durch und durch ein Praxisbuch Es enthält eine Fülle von direkt im Unterricht umsetzbaren Anregungen Hilfen Tipps sowie Bauanleitungen zu Lernmaschinen Spielen DaF Übungsstationen für individualisiertes Arbeiten im Primar und Sekundarbereich Es ersetzt den Kauf von vielen anderen Materialsammlungen Geeignet für alle Klassen und Niveaustufen Rainer E Wicke Aktive Schüler lernen besser Ein Handbuch aus der Praxis für die Praxis München Klett Edition Deutsch 1993 173 S 29 80 DM ISBN 3 12 675375 2 Konkrete Hinweise Tipps Ideen Projektskizzen und Unterrichtsvorschläge für einen Unterricht der die SchülerIn mit ihren Erfahrungen in den Mittelpunkt stellt ein ICH Buch schon im Anfangsunterricht selbstständige Literaturerarbeitung kreatives Schreiben authentische Texte Projekt Deutsch um die Ecke in jeder Stadt auf der Welt Für alle Klassen und Niveaustufen Michael Glubrecht u a Besser Lernen Ein Trainingsprogramm zur Lernförderung für die Klassenstufen 6 bis 10 Lichtenau AOL Verlag 1994 A4 Format 57 S mit FantasiereisenCassette 49 00 DM ISBN 3 89111 117 7 SchülerInnenheft A4 Format 21 S 4 80 DM Bezug AOL Verlag Waldstr 18 D 77839 Lichtenau Fax 0749 7227 95 88 95 Wie jedes andere Trainingsprogramm zur Lernförderung handelt es sich auch hier um ein technokratisches Modell das nicht die Inhalte der Schule in Frage stellt sondern die SchülerInnen stromlinienförmig modelliert und dazu bereitmacht jeden Unsinn noch besser zu lernen Nicht die Inhalte sind sinnleer und langweilig die SchülerIn ist es Soweit so schlecht trotzdem lohnt sich ein Blick in die Aufbereitung hier geht es z B um Fantasiereisen gegen Leistungsversagensängste aus der Schule heraus Entspannungsübungen gegen aufsteigenden Ärger Es gibt auch konkrete Tipps für Lerntechniken z B wird der 5 Fächer Lernkarteikasten vorgestellt sowie die Techniken der Konzentration und der Mitarbeit im Unterricht eingeübt Darüber hinaus Hinweise auf unterstützende Maßnahmen durch Schulorganisation Das Programm ist als Kurs konzipiert 3 EVA Karteien weitgehend ohne Veränderungen brauchbar Hertha Beuschel Menze Das Grundwissen Deutsch Lichtenau Freiarbeit Verlag o J 120 Karteikarten im A7 Format 8 80 DM Bezug Freiarbeit Verlag Waldstr 18 D 77839 Lichtenau Fax 0749 7227 95 88 95 Die Karteikärtchen sind brauchbar bis in die Klasse 7 hinein Die Karteikartenrückseite enthält die Lösungen Hertha Beuschel Menze Peter Fenske Grundwissen Deutsch Sekundarstufe I und II 408 Karteikartentexte in Frage Antwort Form zum Selberlernen für die drei Gebiete Grammatik Rechtschreibung und Zeichensetzung 3 neubearb Aufl Lichtenau Freiarbeit Verlag 1994 16 80 DM ISBN3 89312 310 5 Bezug Freiarbeit Verlag Waldstr 18 D 77839 Lichtenau Fax 0749 7227 95 88 95 Für die Arbeit bis zum Abitur mit Anweisungen zur Herstellung eigener Karteikarten Fehlerauswertungsanleitung 4 EVA Materialien selbst gemacht nachgemacht umgearbeitet Gerhild Kirschner Die Ideenkiste Nummer 1 für Schulen mit wenig Geld 50 Ideenkarten Wegwerfdinge sinnvoll umgewandelt für Anschauung Übung und Organisation Lichtenau Freiarbeit Verlag o J ISBN 3 89312 771 2 Bezug Freiarbeit Verlag 77839 Lichtenau Fax 0749 7227 95 88 95 Abfall konstruktiv verwenden für Anschauung Übung im Unterricht und zur Einrichtung des Klassenzimmers Jede Karteikarte enthält eine Idee mit einem farbigen Foto und Hinweisen zu Material und Herstellung Ideen für die Bereiche Deutsch Fantasie Kunst Mathematik Materialaufbewahrung Möbel Kartei Kästen Sachunterricht Schulleben Sinne Spiel Umwelt Für alle Klassen und Fächer Freiarbeit Werkbuch Sekundarstufe Lichtenau Freiarbeit Verlag 1995 A4 Format 104 S 39 80 DM ISBN 3 89312 556 6 Bezug Freiarbeit Verlag Waldstr 18 D 77839 Lichtenau Fax 0749 7227 95 88 95 Eigentlich eine Verlagswerbung denn viele der vorgestellten Materialien gibt es im Verlag zu kaufen und für einen Katalog natürlich viel zu teuer aber die HerstellerInnen dieses Kataloges fordern geradezu zum Nach und Umbauen auf und das sollte mensch ernst nehmen und die Ideen kopieren und nachgestalten dann ist dieser Katalog wiederum geradezu preiswert Ideen und Materialien für alle Fächer Hermann Schulze und morgen fangen wir an Bausteine für Freiarbeit und offenen Unterricht in der Sekundarstufe Lichtenau u Soltau AOL Verlag und Verlag Schulze Soltau 1993 208 S 19 80 DM ISBN 3 89111 220 3 Bezug AOL Verlag Waldstr 18 D 77839 Lichtenau Fax 0749 7227 95 88 95 Prall gefüllt mit Anregungen Hinweisen Tipps und Bastelanleitungen zur Herstellung von Lernmaterialien auch in Zusammenarbeit mit den SchülerInnen für die offene Sekundarstufenarbeit Ab Klasse 5 alle Fächer Sprachspiele 1 Dominos Sprachspiele 2 Bingos Wechselspiele Kopiervorlagen für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache Dortmund Projekt Deutsch lernen Verein zur Förderung interkulturellen Zusammenlebens o J Beide Bde A4 Format Bd 1 57 S 12 80 DM Bd 2 27 S 9 80 DM Ohne ISBN Bezug Projekt Deutsch lernen Burgholzstr 150 44145 Dortmund Eine preiswerte Sammlung von Übungen und wirklich spielbaren Spielen für die Freiarbeit Es hat sich bewährt die Dominos und auch die Bingokärtchen auf Fotokarton zu kopieren die Herstellung erfolgt dann natürlich mithilfe der SchülerInnen die nach der Erstellung sogleich in die erste Spielrunde einsteigen Mit Register Geeignet für alle Klassen Deutsch für Sprachanfänger in der Sekundarstufe Anregungen für selbstständiges Üben und Freie Arbeit Hrsg v den Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung ausländischer Kinder und Jugendlicher RAA und dem Schulverwaltungsamt der Stadt Dortmund Dortmund RAA 1989 A4 Format 218 S kostenlos Bezug RAA Dortmund z Hd Helmut Brinkmann Burgholzstr 150 D 44145 Dortmund Tel 0231 5025830 39 Fax 5026260 Sortierkästen Bild Wort Karteien Leseschieber Stöpselspiele Setzleisten Konjugationsuhr Bierdeckeltrainer Tipps zur Klasseneinrichtung Wandgestaltung und und und Henny Küppers Deutschspiele zum Selbermachen Mülheim Verlag an der Ruhr 1988 A4 Format 42 S 25 00 DM ISBN 3 924884 98 6 Bezug Verlag an der Ruhr Pf 102251 45468 Mülheim Spielpläne für Lege Steck und andere Spiele sowie Beispiele aus dem Rechtschreibunterricht Ab Klasse 3 Deutsch als Fremdsprache Übungen und Spiele Materialien für den Unterricht Hg v Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens Hannover Landesverband 1991 A4 Format 190 S 23 50 DM ISBN 3 88923 028 8 Bezug Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens Bödekerstr 16 D 30161 Hannover Spiele und Übungen zu drei Bereichen Wortschatz Lotto Domino Memory Würfel und Ratespiele Sprechfertigkeit auf Bitten reagieren sich orientieren Telefonieren Vermutungen anstellen Grammatik Konjugation Perfekt Personal und Possessivpronomen Präpositionen Nebensätze Passiv unregelmäßige Verben Mit Register Kl 3 10 Deutsch für Sprachanfänger in der Sekundarstufe Anregungen für selbstständiges Üben und Freie Arbeit Hrsg v den Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung ausländischer Kinder und Jugendlicher RAA und dem Schulverwaltungsamt der Stadt Dortmund Dortmund RAA 1989 A4 Format 218 S kostenlos Bezug RAA Dortmund z Hd Helmut Brinkmann Burgholzstr 150 D 44145 Dortmund Tel 0231 5025830 39 Fax 5026260 Sortierkästen Bild Wort Karteien Leseschieber Stöpselspiele Setzleisten Konjugationsuhr Bierdeckeltrainer Tipps zur Klasseneinrichtung Wandgestaltung Alle Klassenn Michael Junga Dieter Gellermann Liebe Kinder hört gut zu Minitexte mit Fragen zur Sinnentnahme für Kinder ab Ende der Klasse 2 AOL HTB 403 Lichtenau AOL Verlag 1993 96 S 8 80 DM ISBN 3 89111 403 6 Bezug AOL Verlag 77839 Lichtenau Fax 0749 7227 95 88 95 Projektipp Eine Fördergruppe testet die einzelnen Geschichten und Leseverständnisfragen nimmt ungeeignete und sehr schwer verständliche Texte aus der Sammlung reichert wo nötig mit Verständnishilfen an und bastelt die Kartei Bis Klasse 5 und 6 Rosemarie Hesse Kauter Petra Hölscher Hg Schritt für Schritt Selbstständig Deutsch lernen Ein Sprachprogramm Band 3 München Hannover List Schrödel 1992 A4 Format 159 S 19 00 DM ISBN 3 507 01414 9 Zu den z T authentischen nach Schwierigkeitsgraden sortierten Texten werden Aufgaben zum Leseverstehen und zur Sprachproduktion angeboten abgesehen von den eurozentristischen bzw paternalistischen Texten S 33 ff u 110 ff insgesamt brauchbar zum ergänzenden Selberlernen in Freiarbeitsstunden Ab Klasse 7 Friedel Schardt und es geht doch Arbeitsblätter und Materialien zur Freiarbeit Deutsch 5 und 6 Jahrgangsstufe aller Schularten Stuttgart Düsseldorf Berlin Leipzig Klett 1995 A4 Format 192 S 37 00 DM ISBN 3 12 327060 2 Zu folgenden Themen enthält die Sammlung Unterrichteinheiten Projektanregungen und dazu passende Freiarbeitsmaterialien Märchenspiel Bücher lesen vorstellen und besprechen Hilfen für in die Klasse Neueinsteigende Wir machen ein Buch Geschichten von alten Bekannten Erzählkerne ausgestalten Fantastisches und Verrücktes erzählen Erlebnisse erzählen Erzählungen überarbeiten woher Namen kommen und was sie bedeuten Sagen Bastelanleitungen Spielszenen verfassen spielen beurteilen Nicht jeder Arbeitsvorschlag ist für die Freiarbeit im Bereich DaF DaZ geeignet aber auswählen muss mensch ja bei jeder Sammlung Immer jedoch lassen sich die Materialien für eigenverantwortliches Lernen gebrauchen in der eher lehrerInnengeleiteten Unterrichtsarbeit Deutsche Grammatik in Frage und Antwort Eine Wiederholungs Kartei für AnfängerInnen und Fortgeschrittene 8 Aufl Berlin München Langenscheidt 1990 Die Kartei für fortgeschrittene LernerInnen 200 Karteikärtchen etwas großer als A7 Format mit einem Register Leider stellt der Verlag die Kartei nicht mehr her jedoch ist unter demselben Titel und vom selben Autor eine Neu erscheinung angekündigt für 19 80 DM unter der ISBN 3 468 37111 X Es ist zu vermuten dass es sich bei diesem Buch um den Nachdruck der Karteikarten in Buchform handelt aus dem in Eigenarbeit wieder eine Kartei gemacht werden kann 5 Alles nur geklaut Aufgaben und Übungen zum Erstellen von eignen Lern Karteien und zur Selbstproduktion anderer Freiarbeitsmaterialien am besten gemeinsam mit den SchülerInnen sollten sich am verwendeten Lehrbuch bzw am aktuellen Lehrstoff orientieren Da mensch aber manchmal schnell eine Übung zum Training bestimmter grammatischer Phänomene oder zur Behebung einzelner Rechtschreibprobleme sucht empfehle ich als Steinbruch drei Sammlungen Joachim Busse Anneliese Westermann mir oder mich Übungen zur Formenlehre Reihe deutsch üben Bd 1 Ismaning Verlag für Deutsch 19896 108 S 16 50 DM ISBN 3 88532 650 7 Das Buch enthält 130 Übungen für AnfängerInnen und Fortgeschrittene zur Elementargrammatik Verben Substantive Artikel Pronomen Adjektive Präpositionen Adverbien Syntax Es ist eine Fundgrube bei der Suche nach Ergänzungs Haus und Übungsaufgaben für die Erstellung von Freiarbeitsmaterial Die Übungssammlung ist kursunabhängig konzipiert Am Ende sind die Lösungen In der Reihe sind noch 5 weitere Bände erschienen die genauso konzipiert sind wie Bd 1 Leider sind nicht alle so übersichtlich gestaltet und in der Aufgabenstellung so klar wie Bd 1 Band 2 Groß oder Klein Übungen zur Rechtschreibung 133 S 16 50 DM ISBN 3 88538 651 5 Für AnfängerInnen und Fortgeschrittene Band 3 u 4 Weg mit den typischen Fehlern Teil 1 und 2 124 u 147 S 17 50 DM u 18 80 DM ISBN 3 88532 653 1 654 X AnfängerInnen mit Grundkenntnissen u Fortgeschrittene Band 5 u 6 Sag s besser Teil 1 Grammatik Teil 2 Ausdruckserweiterung Schlüssel 151 S 191 S und 49 S 18 50 DM 22 00 DM und 7 80 DM ISBN 3 88532 655 8 656 6 657 4 Für Fortgeschrittene Band 7 Schwierige Wörter Übungen zu Verben Nomen und Adjektive 280 S 26 80 DM ISBN 3 88532 658 2 AnfängerInnnen und Fortgeschrittene Band 8 der die oder das Übungen zum Artikel 160 S 20 00 DM ISBN 3 88532 659 0 AnfängerInnnen und Fortgeschrittene Band 9 Wortschatz und mehr Übungen für die Mittel und Oberstufe 160S 23 00 DM ISBN 3 88532 652 3 Fortgeschrittene Paul Fischer Begleitübungen zur Grundstufe Deutsch als Fremdsprache 1 u 2 Ismaning Hueber Verlag 1988 u 1990 Jeweils 96 S jeweils 13 80 DM ISBN 3 19 001469 8 u 3 19 001490 6 Lösungshefte 1 u 2 19 u 15 S 6 80 DM ISBN 3 13 011469 2 u 3 19 011490 0 Die Übungssammlungen sind abgestimmt auf den Wortschatz und die grammatischen Strukturen des Lehrwerkes Lernziel Deutsch Sie können aber begleitend auch zu anderen Kursmaterialien eingesetzt werden Die Übungen sind traditionell aufgebaut und es gibt kein Bildbeiwerk oder ähnliche optische Ausgestaltung Es fehlt auch ein Register Die NutzerIn muss also das Buch durchblättern findet aber zu jedem grammatischen Phänomen der Grundstufe Übungsreihen Gut für Hausaufgaben Ein gesondertes Bändchen enthält alle Lösungen May L Appelt u a Grammatik á la carte Band 1 Grundstufe Frankfurt M Diesterweg Sauerländer 1992 187 S 22 80 DM ISBN 3 425 05991 2 Lösungsheft 50 S 9 80 DM ISBN 3 425 05993 9 May L Apelt u a Grammatik á la carte Band 2 Mittelstufe Frankfurt M Diesterweg Sauerländer 1994 189 S 22 80 DM ISBN 3 425 05992 0 Lösungsheft 63 S 9 80 DM ISBN 3 425 05994 7 Das Buch ist lehrwerkunabhängig einzusetzen zu gebrauchen als Steinbruch für Klassen oder Förderunterricht und zum Erstellen von Freiarbeitslernmaterialien Das Inhaltsverzeichnis ist nach grammatischen Phänomenen gegliedert Die Übungsblätter viele eignen sich auch ohne Änderung für die Freiarbeit sind eher traditionell aufgebaut und z T etwas trocken aber Grammatikübungen bleiben halt auch mit bunten Bildern Schwarzbrot Bei beiden Bänden dominiert die Einsetzzübung Band 2 ist das Übungsbuch zur Grundgrammatik Deutsch aus demselben Verlag Jutta Streer Selbstständig zur Grammatik 5 6 Stuttgart Klett 1995 A4 Format 97 S 22 00 DM ISBN 3 12 327040 8 Jutta Streer Selbstständig zum besseren Wortschatz 5 6 Stuttgart Klett 1995 A4 Format 49 S 14 00 DM ISBN 3 12 327050 5 Jutta Streer Selbstständig zur Rechtschreibung 5 6 Stuttgart Klett 1995 A4 Format 129 S 26 00 DM ISBN 3 12 327010 6 Die drei Übungssammlungen enthalten zu allen Aufgaben auf der Rückseite die Lösungen Es werden für die SchülerInnenkartei nur die Aufgabenseiten kopiert die Lösungen gibt es von der LehrerIn zur Kontrolle nach erfolgter Bearbeitung 6 Lernzirkel Monika Böttges Ich und meine Gefühle Lernzirkel mit 12 Lernstationen für Klasse 3 6 Lichtenau AOL Verlag 1994 29 80 DM ISBN 3 89111 910 0 Monika Böttges Mein Ich Buch 15 Lernstationen für Klasse 3 6 Lichtenau AOL Verlag 1994 29 80 DM ISBN 3 89111 911 9 Hans Jürgen van der Gieth Lernzirkel Schindlers Liste 14 Lernstationen für Klasse 5 13 Lichtenau AOL Verlag 1995 34 80 DM ISBN 3 89111 908 9 Bezug AOL Verlag Waldstr 18 D 77839 Lichtenau Fax 0749 7227 95 88 95 Lernzirkel ermöglichen eine individualisierende Beschäftigung mit dem Thema in vielen kleinen Schritten Die SchülerInnen wechseln während der Unterrichtsreihe die einzelnen Stationen in einer von ihren Interessen festgelegten Reihenfolge und bearbeiten die angebotenen Aufgaben und Fragestellungen Jede Lernstation enthält eine Angabe über die ungefähre Arbeitsdauer sowie freiwillig zu erledigende Wahlaufgaben Der Lernzirkel Schindlers Liste hat bei jeder Station Informations und Aufgabenteile Der Lernzielkontrolle dieses Zirkels dient ein Blatt mit Fragen am Ende Ganz zum Schluss gibt es ein Lösungsblatt zu den einzelnen Stationen das an geeigneter stelle von der LehrerIn ausgegeben werden kann Ganz wichtige Dinge die jede SchülerIn beherrschen sollte sind in Form von Karteikärtchen Teil der Materialsammlung sie können natürlich erweitert werden Schindlers Liste ist geeignet für SchülerInnen ab der 7 Klasse jedoch ausgebaut und ergänzt zu verwenden bis in die Sek II 7 Materialsammlungen aus der Sektion KREATIVES SCHREIBEN die sich auch in der Sekundarstufe sehr gut zum eigenverantwortlichen Arbeiten eignen Wilhelm Nüchter Trudi Schutte Erzähl und mal Bd 1 und 2 Zusammen 82 Ideen zum Bilder malen und Geschichten Schreiben Mülheim Verlag an der Ruhr 1987 Jeweils 25 00 DM ISBN 3 924884 52 8 und 80 3 Bezug Verlag an der Ruhr Pf 102251 45468 Mülheim Nicht vollendete Bilder und schriftliche Anweisungen zum Schreiben Die Geschichte entsteht schon in den Köpfen der SchülerInnen wenn sie das Bild zu Ende malen Geeignet für Freiarbeit zum anfertigen von

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  • Rollenspiel, Theater, szenisches Interpretieren
    6 85 DM ISBN 3 12 675463 5 Vereinfachte Lesetexte mit Bildern zum Theaterspiel für das 1 3 Lesejahr Des Kaisers neue Kleider München Klett Edition Deutsch 1995 21 S 6 85 DM ISBN 3 12 675469 4 Alle Büchlein eignen sich zum Lesen und nachträglichen Rollenspiel Vorher sollten unbedingt die Bilder ohne Text betrachtet und darüber gesprochen werden Vereinfachte Lesetexte Der kleine Vogel Stuttgart Klett Edition Deutsch 1997 19 S 6 95 DM ISBN 3 12 675465 1 Vereinfachte Lesetexte Der kleine Hund Stuttgart Klett Edition Deutsch 1996 19 S 6 95 DM ISBN 3 12 675455 4 Vereinfachte Lesetexte Malgeschichten Stuttgart Klett Edition Deutsch 1997 31 S 6 95 DM ISBN 3 12 675470 8 Liebevoll gezeichnete Bilder die zum Erzählen animieren Vor dem Lesen sollte unbedingt der Text durch die Kommentare und Ideen der SchülerInnen vorentlastet und erst danach sollten die Texte gelesen werden Am Ende jeweils 2 bzw 4 Seiten mit Übungen Malgeschichten ist ein Heft zum Leseverstehen Wenn die SchülerInnen den Text auf der rechten Seite lesen und verstehen merken Sie dass auf den Bildern der linken Seite etwas fehlt das sie ergänzen müssen Sekundarstufen Andy Kempe und Urike Winkelmann Das Klassenzimmer als Bühne Dramapädagogische Unterrichtseinheiten für die Sekundarstufe Donauwörth Auer 1998 130 S 29 80 DM ISBN 3 403 02978 6 Dramapädagogik ist eine Methode zur Vermittlung von Lerninhalten bei welcher die LehrerIn durch Textsorten und Bilder Impulse gibt die Reflexionen auslösen und Lernen im Spiel ermöglichen Dadurch wird Lernen holistisch denn es wird nicht nur gelernt sondern auch erfahren Viele dramapädagogische Verfahren z B das andere Ich der heiße Stuhl Gedankenallee Geräuschkulisse innerer Monolog Mimik und Bewegung oder Standbilder werden so konkret vorgestellt dass sie sich in den Fremsprachenunterricht übernehmen lassen Hermann Handerer und Christine Schönherr Körpersprache und Stimme Einführung in die Körpersprache und praktische Beispiele zu Mimik Gestik Bewegung Getast und Stimme im Unterricht München Oldenbourg 1994 106 S 32 80 DM ISBN 3 486 98656 2 Hilfen Tipps und konkrete Übungen Mimik Gestik Bewegung und Tastsinn für den Lernprozess fruchtbar zu machen Körpersprache ist mit der Zeit eine Fremdsprache geworden um so mehr gilt es das Vokabular der Körpersprache besonders im Fremdsprachenunterricht wieder verfügbar zu machen natürlich auch eingedenk der interkulturellen Dimension Arbeitsgemeinschaft Jeux Dramatiques Ausdrucksspiel aus dem Erleben 1 Einführung Methodik Arbeitsblätter 3 Auflage Gümlingen Zytglogge 1990 A4 Format 156 S 35 DM ISBN 3 7296 0184 9 Heidi Frei Jeux Dramatiques mit Kindern 2 Ausdrucksspiel aus dem Erleben Aufbaustrukturen Arbeitsblätter Spielideen 2 Auflage Gümlingen Zytglogge 1995 A4 Format 155 S 35 DM ISBN 3 7296 0341 8 Jeux Dramatiques Ausdrucksspiel aus dem Erleben ist eine Theaterform die ohne großen Aufwand in den Unterricht integriert werden kann Als Spielvorlagen dienen Texte aus Kinder Bilder und Jugendbüchern Märchen Gedichte Kurzgeschichten Grenzbereiche der Jeux Dramatiques sind Laientheater Pantomime Rhythmik Ausdrucks Gestalt Musiktherapie sowie Psychodrama und themenzentrierte Interaktion Band 1 zeigt die Spielarten den Spielaufbau und die praktische Arbeitsweise z B Einstiegsspiele Ausdrucksspiele zu Texten zu Musik und ohne Texte und Musik Band

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