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  • Please title this page. (stolz.html)
    Jeder erbärmliche Tropf der nichts in der Welt hat darauf er stolz sein könnte ergreift das letzte Mittel auf die Nation der er gerade angehört stolz zu seyn Arthur Schopenhauer

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  • links - Übersicht
    als Fremdsprache DaF Deutsch als Zweitsprache DaZ Antirassismus Interkultur Landeskunde Interkulturelle Kinderliteratur links für Kinder Arbeitslehre Haftungsausschluss zurück zum Anfang dieser Seite zurück zu Deutsch als Fremdsprache Deutsch als Zweitsprache

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  • über das Handeln
    macht ist seine Fähigkeit zu handeln sie befähigt ihn sich mit seinesgleichen zusammenzutun gemeinsame Sache mit ihnen zu machen sich Ziele zu setzen und Unternehmungen zuzuwenden die ihm nie in den Sinn hätten kommen können wäre ihm nicht diese Gabe

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  • Hits 5: Lehren und Lernen - interkulturell und antirassistisch
    in den Lehrplänen Chemie Mathematik Englisch und Kunst migrante SchülerInnen nicht erwähnt Im Lehrplan Sport gibt es zumindest Hinweise auf die Anwesenheit migranter SchülerInnen und deren möglicherweise anderen Moralvorstellungen Der Lehrplan Arbeitslehre erwähnt migrante SchülerInnen wenigstens ihnen gegenüber bestehe eine besondere Beratungsverpflichtung Er weist jedoch nicht hin auf spezielle Orientierungsprobleme wie Heimatorientierung Familienbindung sowie nicht auf spezielle Rechtfragen wie Arbeitserlaubnis Aufenthaltsberechtigung Der Lehrplan Hauswirtschaft empfiehlt lediglich das Projektthema Die türkische Küche aber der Hinweis in gemischten Klassen grundsätzlich kein Schweinefleisch zu verwenden fehlt Der Techniklehrplan ignoriert migrante SchülerInnen völlig Der Lehrplan Deutsch empfiehlt den lebendigen Umgang mit der eigenen Sprache zu fördern und meint aus ethnozentristischer Perspektive die deutsche Sprache migrante SchülerInnen gibt es für die LehrplanmacherInnen nicht Der Lehrplan Geschichte Politik bietet zwar Themen an die interkulturell unterrichtet werden können berücksichtigt jedoch nicht explizit Berührungspunkte deutscher und z B türkischer Geschichte 1 Welkrieg Osmanisches Reich sowie jüngere Geschichte in den Herkunftsländern und Geschichte der Arbeitsmigration Bei den Themen Parteien und Wahlen Recht und Arbeitsmarkt wird die rechtliche und politische Situation der MigrantInnen ausgeblendet Lediglich der Lehrplan Erdkunde bietet verschiedene Themen die einen interkulturellen Unterricht ermöglichen Daß die Situation sich auch 8 Jahre später nicht entscheidend verändert hat zeigt die ausführliche Stellungnahme von Annita Kalpaka und Ursula Neumann 1992 zum neuen Hamburger Lehrplan Politik für Gesamtschulen 31 Sie kommen nach einer detaillierten Kritik aller im Lehrplan enthaltenen Themen zu dem Schluß das sowohl den Autoren als auch den ErproberInnen und Erprobern entgangen zu sein scheint daß der Lehrplan nicht nur für Kinder deutscher Nationalität geschrieben worden ist S 1 Der Lehrplan bestätigt eine Alltagssprache und ein Alltagsdenken das pauschalisierend und stereotypisierend ist auf dem rassistische Bilder basieren Wir wollen den Autoren nicht Rassismus unterstellen jedoch auf die Gefahr der Unterstützung rassistischer Grundstrukturen hinweisen Die bestehen darin bestimmten Gruppen Eigenschaften zuzuschreiben die diese aufgrund ihrer herkunft hätten Sie erscheinen als Resultat ihrer Abstammung sind also natürlich und durch das Individuum nicht veränderbar Naturalisierung sozialer Prozesse Die Aufteilung zwischen Ausländern und Deutschen kann dieses Denken unterstützen zudem im Lehrplan da wo es möglich wäre zwischen den beiden Gruppen zu unterscheiden nicht unterschieden wird als juristische oder Statuskategorie daß Ausländer diejenigen sind für die das Ausländergesetz gilt und Deutsche diejenigen die durch Abstammung alle Rechte in diesem Land haben mögen sie z B als Aussiedler auch denselben sozialen und sprachlichen Hintergrund haben wie ein polnisches Kind Da aber wo es sinnvoll wäre auf diese Kategorien einzugehen schweigt der Lehrplan S 3 Schullernbücher Daß sich die Schulbücher an den Lehrplänen orientieren ist klar da die Verlage aus ökonomischen Gründen über die kultusbürokratischen Vorgaben nicht hinausgehen Das bestätigen mehrere Untersuchungen 32 Einige übereinstimmende Ergebnisse durchgeführter Untersuchungen Texte über AusländerInnen sind zwar im Vergleich zu früher heute mehr in den Schulbüchern enthalten Die meisten dieser Schulbucheinheiten texte sind jedoch diskriminierend was oft schon die Überschriften zeigen Ausländer in unserer Stadt Ausländische Kinder in unseren Schulen Türkische Kinder leben bei uns Sie erzeugen allenfalls Mitleid bzw verstärken paternalistisches Denken und Handeln und verstärken rassistische Dispositionen Viele Schulbücher haken mit einem Text oder einer Unterrichtseinheit über Aspekte der Migration das Thema ab Offen rassistische Lehrmaterialien gibt es zwar auch doch doch in der Mehrzahl finden sich latente kulturrassistische Tendenzen die MigrantInnen rückständig inhuman und mit Werten und Verhaltensweisen darstellen die für die Weißen keinen nur geringen Wert haben Mit dieser Abwertung wird natürlich das Bild weißen Überlegenheit gezeichnet Schwarze und weiße SchülerInnen sind täglich der un heimlichen 33 Rassismus Infiltration ausgesetzt durch den Umgang mit Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien in jedem Fach sowie durch den Umgang mit weißen LehrerInnen Lesebücher Eine 1987 88 durchgeführte Untersuchung der in NRW zugelassenen Grundschullesebücher 34 ergibt Durchschnittlich bieten Grundschullesebücher unter einem Gesamttextangebot von jeweils ca 120 Texten nur drei Texte zum Thema Migration Eine durchgängige Berücksichtigung der Multikulturalität als Unterrichtsprinzip implizit in allen Texten und Bildern findet sich in nur einem einzigen Lesebuch Selten kommen in Lesebüchern migrante AutorInnen zu Wort 88 Prozent müssen dem deutschsprachigen Raum zugerechnet werden Bei den restlichen 12 bleibt unklar wieviel aus Europa kommen und wieviele aus anderen Teilen der Welt Selten werden in den wenigen Texten die sich mit MigrantInnen und Flüchtlingen beschäftigen folgende Inhalte thematisiert Arbeit Beruf 5 Prozent Hintergründe der Migration es gibt immerhin einen Beitrag zu Abschiebung und begrenzter Aufenthaltsgenehmigung Unerwähnt bleibt die historische Tatsache der Anwerbung und der Geschichte der Kinder der 2 und 3 Generation Eine neuere Untersuchung 35 von 11 in NRW zugelassenen Lesebüchern weist nach daß von insgesamt 1895 untersuchten Lesebuchseiten lediglich 63 überhaupt MigrantInnenkinder in irgendeinem meist handlungsinkompetenten Zusammenhängen auftauchen Das multikulturelle mehrsprachige Lesebuch das die multikulturelle Realität der BRD widerspiegelt das Texte und Bilder für alle SchülerInnen enthält gibt es auf deutschen kultusbürokratischen Lernbuchlisten nicht Erdkundelehrbücher Obwohl es in den letzten Jahren zu einer Hinwendung der Geographie zu ethnologischen Fragestellungen gekommen ist obwohl die schlimmsten Rassismen aus den gängigen Büchern eliminiert wurden obwohl mensch bei neuen Lehrwerken das Bemühen der AutorInnen sieht Inhalte der Ethnologie in die Schulen zu transportieren in Form von Sensibilisierung für die Spezifika verschiedener Bevölkerungsgruppen kann aufgrund der rassismusbezogenen Analyse des leider noch immer viel verwendeten Lehrbuches TERRA festgestellt werden Es wird kein manifester sondern ein latenter Kulturrassismus vertreten der besonders durch seine indirekte aber permanente Darlegung an Vorstellung formender Wirksamkeit gewinnt Dieses Vorstellungsbild setzt sich u a aus folgenden Implikaten zusammen Primitivität Faulheit und Unfähigkeit sich selbst zu bestimmen sowie Geschichtslosigkeit eigener Kultur 36 Geschichtslernbücher Der Geschichtsdidaktiker Borries 1990 urteilt In Geschichtslernbüchern geschieht wenig für die Einübung von Fremdverstehen und Toleranz gegenüber anderen Wertsystemen und kulturellen Traditionen 37 Die Geschichte Lateinamerikas z B wird reduziert auf die Zeit um 1500 die Zeit davor und danach bleibt außen vor als handele es sich bei den LateinamerikanerInnen um geschichtslose Wesen Das Erkennen von Zusammenhänge und dialogisches Denken und Lernen wird dadurch geradezu verhindert Das geschichtliche Selbstverständnis anderer Völker kommt in deutschen Geschichtsbüchern nicht vor Eine Untersuchung von neueren 1986 1988 Geschichtsbüchern 38 über das enthaltene Lateinamerikabild stellt fest sachliche Fehler und Ungenauigkeiten bei der Darstellung lateinamerikanischer Geschichte Schulbuchdarstellungen reproduzieren und verstärken stereotype Wahrnehmungs und Deutungsmuster lateinamerikanischen Kulturen und Gesellschaften wird ein eigenständiger Beitrag zur Geschichte nicht zuerkannt lateinamerikanische Geschichte ist gekennzeichnet durch Revolutionen Bürgerkriege Staatsstreiche und Verfassungswechsel Geschichte und Geschehen europäische Perspektive der Wahrnehmung Lateinamerikas dominiert behandelt wird fast ausschließlich die europäische Expansionsbewegung Lateinamerika wird dem mitleidserzeugendem Themenkreis 3 Welt zugeordnet ohne Gründe und Zusammenhänge zu thematisieren der Anteil lateinamerikanischer Geschichte in den 7 untersuchten Geschichtsbüchern schwankt zwischen 1 und 2 3 Prozent Wolfgang Höpken konstatiert daß die schon seit längerer Zeit kritisierte Appendix Perspektivierung der osmanischen und türkischen Geschichte auch in neueren Geschichtswerken kaum verändert wurde Osmanische Geschichte sollte nicht länger als Seitenarm deutscher oder habsburger Geschichte erscheinen sondern als eigenständiges Fakt innerhalb der europäischen Geschichte ansonsten entstehe in den SchülerInnenköpfen ein unzulänglich beschränktes Europa Bild das seine Randzonen ausklammert 39 Die Wiederaufstehung des Prototyps des deutschen Herrenmenschen Carl Peters als geläuterte Persönlichkeit der deutschen Geschichte entdeckt in einem Geschichtsbuch Michael Preuß 40 Hans Göpfert faßt seine noch heute aktuellen Untersuchungen bundesrepublikanischer Geschichtscurricula und Schullernbücher folgendermaßen zusammen Geschichte und Kultur anderer Staaten wird bei dieser Art von Geschichtsbetrachtung kein eigener Bildungswert zuerkannt Sie werden dabei nur insoweit in die Betrachtung miteinbezogen insoweit sie dem Ziel der nationalen gemeint ist die deutsche M H Identitätsfindung dienen Dabei kann unberücksichtigt bleiben welche Konsequenzen dieses Vorgehen für das Verständnis von Menschen anderer Staaten und Kulturkreise bzw diese Staaten und Kulturen selbst nach sich zieht 41 Schulbücher anderer Fächer Rassismen wird mensch in den Lernbüchern aller Fächer finden das Alltagsbewußtsein der weißen AutorInnen ist halt rassistisch Ich möchte noch besonders hinweisen auf Untersuchungen von Büchern der Fächer Biologie 42 und Musik 43 Schulbücher und das Bild des Islam Untersucht wurden zwischen 1979 und 1988 Schulbücher der Fächer Geschichte Geographie evangelischer und katholischer Religionsunterricht sowie Lehrpläne 43 westliche FachwissenschaftlerInnen und didaktikerInnen sowie zahlreiche MuslimInnen verschieder Rechtsschulen unter der Leitung des Kölner Professors Addoldjavad Falaturi arbeiteten an dem einzigartigen Projekt 44 mit Die Untersuchung zeigt daß das Thema Islam bei weitem nicht immer angemessen und differenziert sowie dem modernen Forschungsstand entsprechend in den Schulbüchern ind Richtlinien behandelt wird wie angemessen und differenziert es mit der unterrichtspraktischen Umsetzung dieses Themas aussieht kann mensch nur erahnen Was folgt daraus Die Holländer Willem Fase und Sjaak Kroon stellen fest Was die Inhalte des interkulturellen antirassistischen Curriculums angeht ist Vieles noch unklar In der Diskussion wird von mehreren Seiten darauf hingewiesen daß das Curriculum nicht als etwas Selbständiges gesehen werden darf Eine solche Stellungnahme darf andererseits nicht dazu führen daß die Diskussion über Themenwahl Lehrmittel oder didaktische Arbeitsformen immer wieder hinausgeschoben wird Als einen der wichtigsten Beiträge nennen wir hier die entwickelten Screening Verfahren zur Untersuchung von Lehr und Lernmittelnauf Ethnozentrismus Voreingenommenheit Stereotypisierung Unterrepräsentanz ethnischer Gruppenund so weiter Weiter können hier Vorschläge genannt werden zur Aufnahme in das Curriculum von expliziten Kenntnissen über Ethnizität ethnische Unterschiede die Geschichte der verschiedenen ethnischen Gruppen und die Wurzeln von Konzepten wie Ethnozentrismus Vorurteil Diskriminierung und Rassismus 45 Kriterien zur Erstellung von antirassistischen Curricula und für die Erstellung und Zulassung von antirassistischen Lernbüchern Erziehung gegen Rassismus und für multikulturelles Zusammenleben ist fach und altersunabhängig und sollte primär unter dem Aspekt begonnen werden die Probleme zu bearbeiten die Angehörige der Mehrheitskultur selbst mit EinwanderInnen haben bzw die auf der Straße am Arbeitsplatz in der Schule beobachten werden oder aus den Medien entnehmen können es geht um die Thematisierung des eignen Befremdetseins der eignen Ängste des eignen Rassismus Trotzdem sind Maßgaben und Leitlinien für LehrplanmacherInnen und SchulbuchautorInnen nötig weil auf diesem Gebiet zumindest in der Bundesrepublik noch viel zu tun ist 1 Lehrpläne und Lernbücher in denen ethno eurozentristische und oder nationale Perspektiven vorherrschen müssen sofort aus den Schulen entfernt und neu geschrieben werden bzw nach den Maßgaben des kulturellen Pluralismus überarbeitet werden 2 Verharmlosende diskriminierende und somit rassistische Darstellung z B geschichtlicher bzw gesellschaftlicher Zusammenhänge Ereignisse Haltungen herrscht oft auch in den Büchern vor die Migration aus historisch gesellschaftlicher und ökonomischer Sicht zu behandeln vorgeben Es ist also eine äußerst kritische Prüfung notwendig 3 Die Themen müssen sich an der tatsächlich vorhandenen ethnischen Vielfalt orientieren und sie angemessen wiederspiegeln 46 4 Schulbücher müssen die Deutschkenntnisse von MigrantInnen und Flüchtlingen berücksichtigen z B Glossare in den Muttersprachen konzeptionell eingebaute Formen der Textentlastung Zu entwickeln sind bilinguale bzw multilinguale Schullernbücher wie z B das griechisch deutsch türkische Lesebuch Kalimerhab 47 5 Es muß den LehrplanmacherInnen gelingen interkulturelle Schlüsselsituationen migranter und deutscher Kinder zu identifizieren und zum Bezugspunkt der Entwicklung von Lerninhalten zu machen Diese Vorgehensweise steht in Korrepondenz zur Pädagogik Paulo Freires Einer solchen Bestimmung von Schlüsselsituationen gehen Versuche zur Aufklärung der Lebenswelt migranter Kinder und ihrer Familien voraus Dabei werden Informationen zu Herkunft Sozialisation und Lebensbedingungen migranter Kinder und ihrer Familien herangezogen also Situationsrecherchen unternommen 48 6 Curriculare Einbindung der Zusammenarbeit mit KulturträgerInnen oder mit Institutionen und Menschen in diesen Institutionen aus anderen Kulturen als der deutschen Das kann zum Beispiel sein daß man jemanden vorlesen oder Geschichten erzählen läßt daß Musikinstrumente vorgestellt werden daß man zusammen kocht das sind so die üblichen Dinge Es sollte aber auch sein Berichte über MigrantInnenschicksale Ursachen für Migration aus eigenem Erleben also das was man im Geschichtsunterricht mit ZeitzeugInnen bezeichnet 49 7 SchülerInnen müssen lernen Anderssein zu akzeptieren bzw das Andere anders sein zu lassen 8 Kulturen fremder Völker sind eigenständige Entwicklungen die nicht entstanden sind um der EuropäerIn zu gefallen oder zu mißfallen Sie dienen den Menschen dazu sich in ihrer Umwelt zu entfalten Solche Entwicklungen müssen so dargestellt werden daß sie die SchülerIn achten und erleben kann 50 9 Die Idee der Geschichtslosigkeit der Länder des Trikont muß überwunden werden Ihre Geschichte fängt nicht mit der Entdeckung an Der Begriff Entdeckung muß gerechterweise mit Eroberung Unterwerfung Eindringen Ausplünderung etc ersetzt werden 10 Es reicht nicht Vorkommnisse bei uns und im Trikont als ungerecht zu empfinden Die Frage nach den Ursachen und Zusammenhängen soll immer wieder gestellt werden 11 Ursachen und Wurzeln von Verarmung Fehlentwicklung und Ausbeutung stehen in einem direkten Zusammenhang mit der wirtschaftlichen und politischen Situation der Industrieländer Diese Verknüpfungen sollen in Curricula und Lehrmitteln deutlich werden Dazu können vor allem auch Zeugnisse von Betroffenen des Trikont dienen 12 Die Versuche der Menschen des Trikont ihren eigenen Weg der Entwicklung selbst zu bestimmen und selbst dafür zu kämpfen soll in den Lehrmitteln weder verschwiegen noch als Terrorismus abgetan werden 13 Entwicklung und Entwicklungshilfe darf nicht losgelöst von politischen und wirtschaftlichen Bedingtheiten als reine aber wenig glaubhafte humanitäre Aufgabe dargestellt werden Der Anspruch daß jene die Entwicklungshilfe leisten auch den Weg der Entwicklung festlegen ist ethnozentristisch 14 Die Beschäftigung mit fremden Welt und Menschenbildern muß ein Hinterfragen der eigenen Lebensform zu lassen Lernen von anderen Sofortmaßnahmen zur Transformation in eine multikulturelle Schule Die nur mittelfristig zu verändernde schlechte Situation hinsichtlich der antirassistische Arbeit geradezu verhindernden Curricula und Lernbücher sollte uns aber nicht hindern vor Ort an unseren Schulen mit unseren Kollegien inhaltliche methodische und organisatorische Sofortmaßnahmen 51 zu ergreifen 52 Das multikulturelle Schulprofil Oft helfen schon einige organisatorische Maßnahmen um die deutsche Schule an die multikulturelle Zusammensetzung der SchülerInnenschaft anzunähern z B seperater Schwimm Sportunterricht für Mädchen und Jungen um die religiöse und kulturelle Identität migranter SchülerInnen zu gewährleisten Oft wissen wir einfach nicht genug über den kulturellen und religiösen Hintergrund der SchülerInnen bzw sind schlichtweg unsensibel sonst könnte es z B nicht passieren daß während des Ramadan von muslimischen SchülerInnen körperliche Höchstleistungen während des Sportunterrichts verlangt werden Auch auf mehrstündige Klassenarbeiten und anstrengende mündliche Prüfungen sollten wir unbedingt in dieser Zeit verzichten Die multikulturelle und multisprachliche Schule sollte sich zumindest äußerlich auch mehr so darstellen Z B könnte ein Technikkurs Namensschilder von Fachgebäuden Büro LehrerInnenzimmer sowie Wegweiser in den Sprachen die an unserer Schule gesprochen werden erstellen Angesichts der vielen MigrantInnen und Flüchtlinge an bundesrepublikanischen Schulen sollten sich Kollegien dafür stark machen daß migrante SozialarbeiterInnen und oder LehrerInnen an die Schulen kommen Das Kollegium besorgt über Behörden und Initiativen ÜbersetzerInnen die Standardbriefe in den Sprachen unserer SchülerInnen und deren Eltern erstellen Elternabend Betriebspraktikum Klassenreise Benachrichtigungen verschiedener Art Das Kollegium fordert daß Regelklassen 7 10 von Anfang an zahlenmäßig niedriger eingerichtet werden damit SchülerInnen die einundeinhalbes Jahr in multikulturellen Vorbereitungsklassen waren und ein soziales auch deutsches Umfeld an der Schule haben die Schule nicht wechseln müssen Diese menschenverachtende Erbsenschieberei der Kultusbürokratie sollte nicht widerspruchslos hingenommen werden Als BündnispartnerInnen sollten Eltern und SchülerInnenrätInnen gewonnen werden Wir untersuchen ob es in unserer tagtäglichen Lehrpraxis nicht Lernformen gibt die den SchülerInnen aus anderen Ländern das Lernen erleichtern Verlagerung des sprachlichen Schwerpunktes auf Hilfen die konkretisieren veranschaulichen mehrere Sinne ansprechen ich meine daß das auch den inländischen SchülerInnen gut tut Bei der Auswahl von Texten und Inhalten sollten wir verstärkt darauf achten ob die SchülerInnen in der Lerngruppe aus anderen Ländern zu ihnen überhaupt Zugang finden können oder ob der Zugang erschwert wird durch kulturelle Unterschiede und Werthaltungen Verständnis von Familie Sexualität Tabus Der Zugang zu diesen Themen muß dann gesondert vorbereitet werden Die migranten SchülerInnen müssen bei allen Themen ihre Werthaltungen Normen und Gebräuche ohne Angst Scham oder Verachtung vor und darstellen können sich kennenlernen daß gehört zur multikulturellen Unterrichtsvorbereitung Die multikulturelle Verschiedenheit muß Unterrichtsprinzip und Normalität werden wir müssen uns lösen von eurozentristischem Denken und Sehen Das Recht auf Anderssein auf kulturelle Vielfalt muß gesichert werden Respektierung kultureller Besonderheiten heißt nicht Toleranz um jeden Preis bedeutet nicht Verzicht auf die eigne Position z B bei sexistischem Paschaverhalten oder menschenunwürdigen religiös motivierten Praxen Hier ist kritische Auseinandersetzung gefordert Unwürdigkeiten der westeuropäischen Kultur sind selbstverständlich ebenso bzw zu allererst Gegenstand der Selbst und Fremdkritik 53 Allerdings ist z B das Vorleben alternativer Modelle von Männlichkeit oft erfolgversprechender als permanente Kritik und Appelle Bei Bewertungen der Leistungen sollten wir uns immer klarmachen daß diese Leistungen von einigen SchülerInnen in der Zweitsprache erbracht worden sind Deshalb müssen wir auch in der Bewertung verschiedene Maßstäbe anwenden und offensiv vertreten Wir als Kollegium und SchülerInnenschaft ergreifen offen Partei für die MitschülerInnen aus anderen Ländern damit wir alle auch sinnliche Erfahrungen machen mit ihrem außerschulischen Leben und ihnen und uns die Erfahrung der Solidarität vermitteln Ich denke z B an eine PartnerInnenschaft zu einer Sammelunterkunft von Flüchtlingen in der SchülerInnen unserer Schule mit ihren Eltern leben Parteilichkeit meint auch daß wir uns Gedanken machen über Abwehr konkreter Bedrohungen Z B Telefonkette der LehrerInnen SchülerInnen und Eltern unserer Schule bei möglicher Bedrohung der SchülerInnen und der Schule Erste Hilfe bei Drogen Klauen Vandalismus und Gewalt unter SchülerInnen Diese drei individualitätsbedrohenden Folgen der Zweidrittelgesellschaft müssen von uns stärker pädagogisch aufgegriffen und nicht an die Polizei delegiert werden z B mehrsprachige Merkblätter was tun wir LehrerInnen SchulleiterInnen bei aktuellen Vorfällen Gespräch mit SchulpsychologInnen VertreterInnen der LehrerInnenfortbildung Als Schule sollten wir uns stärker dem Stadtteil öffnen insbesondere den KulturträgerInnen anderer Ethnien d h Institutionen und Menschen aus anderen Kulturen in Initiativen und Institutionen Natürlich wichtig ist auch die Zusammenarbeit mit Behörden Selbsthilfegruppen und Initiativen im Stadtteil die sich mit der Situation migranter Menschen beschäftigen An unserer Schule sollte es geben ein mehrsprachiges Verzeichnis von diesen Inis usw das erstellt wird von einem mehrsprachigen Kurs Ag Zu den o g KulturträgerInnen gehören z B auch die Eltern Wir sollten sie nicht nur dann in die Schule zum Gespräch bestellen oder besuchen bei einem negativen Anlaß Wir müssen überlegen sie in den Schulalltag einbinden z B internationale Cafeteria fremde Musikinstrumente werden vorgestellt vielleicht gibt es SpezialistInnen unter der migranten Elternschaft die ihr Spezialkönnen in Workshops vorstellen könnten aber was wissen wir eigentlich über die Eltern der migranten SchülerInnen Geschichts und Politikunterricht sowie Arbeitslehre bieten viele Gelegenheiten und Ansätze migrante Eltern in den Unterricht als Zeitzeugen einzubinden Migrationsschicksal Ursachen für Migration und Flucht Wieso gibt es an unserer Schule aktuelle Stunden über die Situation in Kurdistan ohne KurdInnen Anmerkungen 22 Auszug aus einer Diskussionsvorlage für eine pädagogische Konferenz zum Thema Ausländer an unserer Schule die Vorlage wurde nicht diskutiert weil sie nach Einschätzung der Vorbereitungsgruppe am Thema vorbei formuliert worden war Zurück zum Text 23 Kontakt und Informationen Institut f LehrerInnenfortbildung Beratungsstelle DaZ Interkulturelles Lernen z Hd Marita Müller K Gudula Mebus Hartsprung 23 22529 Hamburg Zurück zum Text 24 Kontakt und Infos Universität Hamburg Fachbereich Erziehungswissenschaften

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  • Deutsch als Fremdsprache in Spanien
    auf der allgemeinen Seite Deutsch als Fremdssprache DaF Deutsch als Zweitsprache DaZ mit Informationen Unterrichtseinheiten Projektbeschreibungen Tipps Hilfen u v a m für den DaF Unterricht DaF Unterricht in Spanien Projekt Bilinguale Schule in Madrid spanisch deutsch Didaktisches Zentrum DaF

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  • Didaktisches Zentrum Deutsch als Fremdsprache (DZD) Bali & Hamburg
    nicht enttäuscht sind Vor allem aber sieht das Didaktische Zentrum DaF DZD es als seine Aufgabe an mit den DaF KollegInnen zusammen die Materialien auszuprobieren und auf ihre Verwendung im Unterricht zu testen sie gegebenenfalls anzureichern mit alternativen Methoden Ziel ist das Lernen mit Kopf Herz und Hand Das geschiet vor allem in DaF Seminaren des DZD die in Kooperation mit anderen DaF Institutionen z B mit den indonesischen GermanistInnenverbänden den Sprachabteilungen der Universitäten den Regionalen Fortbildungszentren der Deutschen Schulen im Ausland u a geplant und durchgeführt werden so wie das DaF Seminar des DZD Bali in Kooperation mit dem IGBJ Lernen mit allen Sinnen im Unterricht Deutsch als Fremdsprache am 04 02 2012 in Bandung an der Universtas Pendikan Indonesia UPI Jl Dr Setiabudhi Nr 228 über 40 KollegInnen aus Westjava waren zusammengekommen um Anregungen zu bekommen den eignen Unterricht anzureichern durch Elemente des Lernens mit allen Sinnen Oder die Fortbildung DaF Methoden Binnendifferenzierung in der Primaria für deutschsprachige Lehrkräfte der Deutschen Schulen der Regionalen FortbildungsKoordination ReFoKo 3 Mittelamarika vom 25 09 27 09 2013 am Colegio Humboldt San José Costa Rica Bandung 04 02 2012 In Bandung standen natürlich u a auch Lernbücher mit auf dem Programm und wie mensch damit umgehen sollte anreichern oder auch zum Teil ersetzen durch selbstproduzierte Materialien Zwei KollegInnen haben es übernommen in ihren Lerngruppen Lektüren der Langenscheidt Reihe Leo Co auszuprobieren und jeweils einen Bericht über den Unterrichtsverlauf zu verfassen für die DaF Berater Homepage Seite Unterrichtsideen und Projektskizzen von KollegInnen für KollegInnen Darüber hinaus entwickelt das DZD Unterrichtsmaterialien und erprobt sie in Kooperation mit DaF LehrerInnen an Schulen weltweit Ein Beispiel ist das Literaturprojekt Rucksachbücherei Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Veröffentlichung z B in der Handbuchreihe HITS für den Unterricht und im AOL Bücherbrief zurück zum Anfang dieser Seite zurück

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  • Manfred Huth: Didaktisches Zentrum Hamburg (DZH)
    DIDAKTISCHES ZENTRUM HAMBURG DZH Die Fortbildung in die eignen Hände nehmen Autonome LehrerInnenfortbildung in Hamburg 1981 1998 Selbstdarstellung zurück zur Startseite

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  • Didaktisches Zentrum DaF in Madrid
    zur Bereicherung des DaF Unterrichts um den interkulturellen Aspekt bereit z B deutschsprachige Kinder und Jugendliteratur Hörspiele und andere Bild Video und Tondokumente migranter AutorInnen kulturvergleichen de Sprachlernprojekte für den DaF Unterricht brauchbares Bild Text und Tonmaterialien welche das Leben in anderen Regionen und Kulturen dieser Welt thematisieren Die DZD Lernwerkstatt bietet den KollegInnen Hilfsmittel Geräte sowie Karteien und andere didaktische Materialien für offenen Unterricht Freiarbeit und eigenverantwortliches Arbeiten an zum Ausprobieren und Nachbauen für den eigenen Unterricht vor Ort Die DZD Lern Software Sammlung mit Hilfen und Anregungen zum Gebrauch des Computers im DaF Unterricht stellt das neue DaF Medium vor und bietet den LehrerInnen Gelegenheit zur kritischen Erprobung DZD Publikationen DaF KollegInnen dokumentieren ihre besten Stunden Unterrichtseinheiten Kurzprojekte sowie alle Ideen für einen DaF Unterricht der SchülerInnen und LehrerInnen Spaß macht Der Fachberater übernimmt die Redaktion die Vervielfältigung und die Verteilung Band 1 der DZD Reihe ist bereits erschienen EVA EigenVerantwortliches Arbeiten im DaF Unterricht 4 bearb u erweit Aufl Madrid DZD des DaF Fachberaters 1999 A4 Format 102 Seiten Darüber hinaus gibt es DZD Veranstaltungsangebote auch in Kooperation mit anderen Institutionen wie Goethe Institut TANDEM Seminare Workshops Curriculummärkte Mediendemonstrationen Lernwerkstätten Tage Vorträge für KollegInnen aus dem Großraum Madrid und anderen Regionen Wann ist das Didaktische Zentrum DaF DZD geöffnet Das DZD wurde am 18 Juli 2000 geschlossen Das Didaktische Zentrum DaF DZD in Madrid gab seine zentrale Arbeit im Jahr 2000 auf als der Fachberater für DaF in Spanien nach Deutschland zurückkehrte Die Arbeit wurde dezentralisiert in mehreren regionalen Zentren weitergeführt zurück zum Anfang dieser Seite zurück zur DaF Spanien Seite DZD Aktion Laßt 1000 DaF Projekte blühen Redaktion Manfred Huth Viele gute Ideen und wichtige Praxiserfahrungen der Projektpädagogik bleiben ungenutzt wenn sie niemand dokumentatiert und veröffentlicht Diese Aufgabe übernimmt für den Bereich DaF der DaF Fachberater

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