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    genommen habe ich überhaupt nichts kapiert Ich verstehe die Amerikaner immer noch nicht habe mich damit mehr oder weniger abgefunden und gehe auch nicht davon aus daß die mich verstehen Jetzt in Mexico stehe ich halt ganz am Anfang ich verstehe nicht mal die Sprache und versuche das halt zu lernen Die Gesellschaften funktionieren hier anders Ganz pauschal denke ich in Mexico geht es viel emotionaler zu nicht so rational wie in Amerika Das klingt nach Klischee aber ich kann es bestätigen Fallen Dir spontan Situationen ein wo Dir klar wurde daß Du die Amerikaner nicht verstanden hast Natürlich zum Beispiel bei meinen Shows sind viele Amerikaner immer noch schockiert wenn ich mich ausziehe Ich mach s aber weiterhin Einmal angefangen dann gibt es kein zurück mehr Hier in Deutschland ist es viel einfacher die Leute reagieren sofort darauf kommen fassen einen an und nehmen s lockerer Du hast gerade Geburtstag Ist das für Dich ein gewöhnlicher Tag oder feierst Du den x ten 29 Geburtstag wie manch anderer popstar Nein nein ich freue mich super das ich zu meinem Geburtstag in Frankfurt bin Einfach weil ich hier aufgewachsen bin und total viele Leute kenne die ich hoffentlich auch alle sehen werde Wie war die Resonanz auf Dein Callboy Angebot von der LP 1 900 get Khan Gab es Leute die angerufen haben Einige meine Nummer war ja eine ganz normale Telefonsex Nummer wo ich die Einleitung gesprochen habe und man durch diverse Untermenüs geführt wurde Bei Eins konnte man eine Nachricht hinterlassen und über Sex reden Bei Zwei konnte man zu professionellen Telefonsexleuten sprechen und bei Drei gab es einen Party Chatroom Finanziell war das nicht so der große Erfolg aber es hat Spaß gemacht Ansonsten hat das Album in Amerika wegen den Callboys auf dem Cover ziemlich Schwierigkeiten gehabt es gab verschiedene Vertriebe die das Album nicht ins Programm aufnehmen wollten In Europa war das weniger problematisch Auch hier zeigt sich daß die Amis einfach prüder sind als der Rest der Welt Nach dem Album 1 900 get Khan das ein musikalischer Trip durch Erotik Bars und Sexshops ist und der Compilation CD Passport wendest Du Dich mit der neuen LP No Comprendo dem Blues hin Woher stammt Dein Interesse für diese amerikanisch traditionelle Musik Das lag hauptsächlich daran daß ich bei der neuen Platte einmal eine gewisse Auswahl von Leuten getroffen habe die ich persönlich kenne und zum anderen mit ganz bestimmten Künstlern zusammenarbeiten wollte Dabei ergab es sich einfach daß viele dieser Gastmusiker aus einer Zeit kommen in der ich aufgewachsen bin Andre Williams zum Beispiel ist ein alter Blueser aus Chicago Kid Congo hat in den Achtzigern bei den Cramps und bei Gun Club gespielt Meine Tracks sollten zum Gesang passen Die Gastsänger sollten mit ihren Ideen von mir nicht weiter zensiert werden sondern ihre Vocals habe ich lediglich aufgenommen gemixt und meinen Tracks hinzugefügt So ist jedes Stück was produziert wurde auch auf dem Album drauf Bis auf eins das Stück mit Fred Schneider

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    für Stil in etwa dem entspricht was Jochen Distelmeyer über Jahre hinweg in eine bestenfalls passable Figur wie George Michael hineinprojiziert hat By the way als ich unlängst bei alten linksintellektuellen Freunden eingeladen war wurde selbstredend zu später Stunde die George Michael CD aufgelegt Ich bemühte mich nach Kräften ein gequältes Lächeln aufzusetzen den Renegatenvorwurf hatte ich trotzig in jede somit aufgeworfene Lachfalte hineingepackt Als zwei Flaschen Chianti später doch noch okaye Elektronika Sensorama folgten kehrte schließlich kurzzeitig der Glaube in meine Gesichtsmuskeln zurück doch nicht lange Ich erfuhr schon bald dass es sich um die einstige Aboprämie der längst eingestellten Zeitschrift die beute handelte Von Carl Craig wissen solche Menschen leider nichts woher auch Mit All Access dem Sampler zum alljährlich in Detroit stattfindenden Music Festival hat er die organische Technoplatte des Sommers zusammengestellt und es ist nicht davon auszugehen noch mal leider dass sie irgendwann als Aboprämie linker Blätter unters Volk gebracht wird 14 deepe Glitzerperlen alle irgendwo zwischen House Abstract Sounds und sogar Hiphop aber stets in der wahren Lehre vom guten Techno geerdet Schon der Opener reißt alles komplett raus Aril Brikha s On and On ein unbesteigbarer Berg von einem Track der nur hoffen lässt dass sich bald ein Vertrieb findet der endlich mehr Platten dieses hervorragenden Produzenten hierzulande erhältlich macht Was folgt ist ästhetischer Radikalismus par excellance definitiv Haute Couture mit der Knarre in der Hosentasche ein eleganter Laufsteg auf dem Detroits Finest lustwandelt Stacey Pullen Random Noise Generation Common Factor Recloose oder etwa Shake Sogar Richie Hawtin und Matthew Herbert dürfen eine Runde drehen und auch das geht mehr als okay Weniger sicher kann man sich da wohl bei den britischen Metalheadz sein Vor ein paar Jahren noch das Nonplusultra in Sachen Drum n Bass scheint mittlerweile ein zaghaftes Dissing der zuständigen Nerds

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    und die Ordnung wiederherstellt Martin Rombach ist Förster in einem verschlafenen Nest nahe Passau Mit sanft bestimmendem Wesen steht er gleichermassen Wald wie Familie vor Susanna die Ehefrau wird über zehn Folgen hinweg allabendlich kurz vor dem Einschlafen mit Grabesmiene terrorisiert weil die doofe Emanze nach der Geburt von Sohn Florian wieder arbeiten gehen will Eine Frau gehört an die Seite ihrer Kinder findet Martin Rombach und legt sich seine dumpfen Sätze schon Stunden zuvor am Kachelofen zurecht während er sein einziges Feierabendbier aus einem dieser urigen Humpen mit Zinkdeckel trinkt Neben ihm sitzt dabei meist Sohn Markus bereits erwachsen aber der Prototyp eines hoffnungslos von der Elternschaft versauten Charakters Servil bis das Blut spritzt stabilisiert er hinter dem Rücken des Vaters die Familie und ruft vor allem die unstete Schwester zur Ordnung Die hat Beziehungsprobleme obendrein eine Plage am Hals und wohnt daher auch bei Försters Hoffnungslos vom Leben überfordert richtet die studierte Tierärztin mit dem verkorksten Liebesleben immerhin dem zugelaufenen Storch das kaputte Bein Sehr zur Freude von Sprößling Florian dem schlimmsten Kind der kompletten Fernsehgeschichte In seiner dummdreisten Feistigkeit kennt dieses Balg kein Fünkchen rebellischen Geists mehr Vollkommen gleichgeschaltet von Martin Rombach grinst sich der debile Fünfjährige durch die Serie Cineastisch ein Hochgenuß sind jedoch die Studien der Langsamkeit Küblach das Dörfchen in dem der Förster wütet ist in letzter Instanz ein offenliegendes Netz der Überwachung Die Maschen des familialen Terrors sind eng geknüpft und finden ihre Entsprechung in der dialogischen und visuellen Zeitlupenhaftigkeit der Serie Die Kategorien der Langsamkeit und Überschaubarkeit werden dabei geradezu minutiös exegiert Forsthaus Falkenau entstammt der restaurativen Welle die in den achtziger Jahren die TV Welt des Helmut Kohl Deutschlands durchwehte Im Gefolge des konservativen Gassenhauers Schwarzwaldklinik restaurierten ästhetische Rechtsterroristen wie Wolfgang Rademann und Herbert Reinecker im ZDF den Heimatfetisch auf breiter

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    beiden sich beim Schule schwänzen Jazz hören oder dem Frisieren von Autos zu holen was aber nicht zu funktionieren scheint Billy landet in einer Autowerkstatt und Tony bei den Kriminellen dann im Knast und schließlich tot im See Billy lernt Lucia kennen die aufs College geht im Wohnwagen wohnt und ein Verhältnis mit den Freund ihrer Mutter hat Zumindest wird als Verhältnis beschrieben was nach sexuellem Missbrauch aussieht Beide verstehen sich irgendwie dufte lieben sich also fahren einen Freund ins College und spontan weiter in den Süden und Westen der USA Ziel ist natürlich Kalifornien und das Mittel natürlich die Route 66 Irgendwer wird erschossen und das Ende natürlich am Ende erst verraten Und nicht bereits in der Rezension Obwohl interessante wenn auch nicht wirklich neue Thematiken gestreift werden bleibt das Buch seltsam blutleer Der Roman mit seinen 300 Seiten wirkt distanziert stellenweise sogar langatmig Es dauert über 100 Seiten bis sich Billy und Lucia kennen lernen ein weiteres Drittel vergeht bis zum Start der großen Reise Keine Spur von roadmoviger Rasanz Und wenn unbedingt ein Vergleich zum Film gezogen werden soll dann vielleicht zu der Sorte von Autorenfilmen die oft zu recht kaum Publikum in die Kinos locken Dokumentarische Einsprengsel etwa fördern nicht unbedingt mit und herzzerreißende Melancholie und das ist vielleicht tatsächlich unendlich traurig Und es gibt viele solcher Einsprengsel So etwa zur Geschichte des Automobilbauers Studebaker die Eltern von Billy arbeiten dort zur Hauptstadt Indianapolis dem Leser werden Hinweise zur korrekten Aussprache des Namens gegeben oder zur Geschichte der griechischen Immigration in den USA die Eltern kamen in den 50ern Den dokumentarischen Charakter unterstreichen auch die abgedruckten Landkarten Buchcover und Fotos Sogar Fußnoten und Anmerkungen sind vorhanden in denen uns Autorin und Übersetzerin beispielsweise Hinweise zur Literaturgeschichte von Indianapolis oder Griechenland geben All das ist interessant keine

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    Kaum ein Klischee fehlt im Lebenslauf Der ehemalige Gammler wollte natürlich auch mal zur Fremdenlegion hungerte als Maler in Paris wird Werbechef bei Singer Nähmaschinen und Harley Davidson und mischt in den wilden Zeiten der Häuserspekulation in Frankfurt mit Da fehlt noch was Klar Aussteiger auf Ibiza war er auch mal und seit 1985 lebt er in Florida vor sich hin Ich cruise jeden Tag am Golf entlang und denke mir bei meiner grandiosen Phantasie neue aberwitzige Storys aus Wenn Ihr mir und meinem legendären Rolls Kennzeichen German 1 am Golf von Mexico begegnet zweimal hupen Ich grüße dann zurück und weiß Aha wieder ein cooler Landsmann in der Fremde der den Durchblick hat weil er mein berühmt berüchtigtes Werk kennt von der Webseite die einen eigenen Artikel wert wäre Spätestens hier fragt sich warum man sich das gibt und geben sollte Das ist das eigentliche Faszinosum am Buch Jenseits aller literarischer Kriterien die neben ihrer allgemeinen Fragwürdigkeit in diesem speziellen Fall komplett versagen Katharina Leunig von der Edition Nautilus wo 2002 auch das bereits fertiggestellte nächste Buch des Autors erscheinen wird verweist auf den Außenseiter als interessante Persönlichkeit Es stimmt er ist strange aber genau das ist ja das Faszinierende so Leuning weiter Dem ist nicht viel hinzuzufügen Barski selbst ist seiner Sache sicher sieht sich als Retter der deutschen Literatur und als Kreuzung zwischen Jack London Thomas Mann und dem Simmel Einem Artikel im Feuilleton der Welt vom 20 März 2001 ist zu entnehmen dass Barski genau vier Bücher gelesen hat Wirklich interessant leider jedoch unbeantwortet ist dabei doch welcher der genannten Autoren das Pech hatte gleich zweifach in seine Hände zu fallen Oder wer der geheimgehaltene vierte Autor ist Persönlicher Verzicht zum Wohle anderer das war doch auch eine gute Devise für mein Leben Ich nahm mir

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    von den Herausgebern geschriebener Text zu personenübergreifenden Themen dazwischen Die üblichen regionalen Besonderheiten aus Stuttgart Hamburg oder der Provinz kommen zur Sprache Berlin wird gehypt und Leipzig verklärt Frankfurt kommt zu kurz Das hört sich vielfältig offen und vollständig ohne Gesamtheitsanspruch an Und das hätte es auch sein können Anders gesagt Mangelnde Sorgfalt der Herausgeber oder des Lektorates untergraben den eigentlich vielversprechenden Ansatz Und so fügt es sich einfach nur ins Programm eines Hauses das auch durchnummerierte Reihen zu Graffiti und Bücher zu völlig wild gemischten Ecken der Populärkultur veröffentlicht Da stehen die Titelbilder des Spiegel von 1947 bis 1999 neben einer Geschichte von Ton Steine Scherben werden Lexika zu Techno HipHop Rockgitarristen Aliens Blut und Blondinen durcheinandergemixt Sind ja alles irgendwie interessante Themen oder Entsprechend sagen dann auch alle in Bei uns geht einiges Vertretenen irgendwie was Interessantes Wirklich spannend beispielsweise die Innenansichten des Ost HipHop vor 89 die ersten drei bis vier zumindest Dann jedoch sollte spätestens der allerdümmste MTV Glotzer verstanden haben dass es DT64 und sonst nicht viel an medialer Repräsentanz gab Dass auch Leute mit Rockernietenwesten cool auf AC DC rappen konnten Und dass die Ostler mangels Devisen sich Adidas Logos auf Klamotten malten und ihr Equipment selbst bastelten Das ist wirklich interessant ehrlich Kein Scherz Aber es muss nicht dutzende Male von verschiedenen Leuten in verschiedenen Blickrichtungen mit letztlich nur marginalsten Detailverschiebungen immer und immer wiederholt werden Der Loop gehört in den Track und nicht zwischen Buchdeckel Klarer Mangel an redaktioneller Bearbeitung Und das zieht sich durchs gesamte Buch Bei der Rechtschreibung angefangen über die ständige Wiederholung diverser Subjects bis zur kritisierbaren Zusammenstellung der Protagonisten Wird die männliche weiße Vormacht im deutschen HipHop dekonstruiert indem sie dargestellt wird oder reproduziert das Buch sie nur wenn Frauen und Leute aus migrantischem kulturellem Background eindeutig unterrepräsentiert

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    Kojen bedeckt soll auf sich aufmerksam machen was paradox ist denn es geht ja gerade nicht um die Kunst sondern um den Verkauf Eine Galerie die nichts verkaufen will kann eigentlich nicht auf der Kunstmesse sein Doch letztes Jahr entdeckte ich den vollkommen leeren Stand einer mexikanischen Galerie Einzig auf einem weißen Sockel stand ein Lederkoffer der die Flugtickets und Reiseutensilien der Galeristen enthielt die einem auf die Frage nach der Natur dieser Ausstellung lediglich einen in Englisch verfassten Zettel überreichten auf dem zu lesen war dass die Galeristen sich selbst ausstellten Das war klug aber vermutlich nicht sehr einträglich Man stelle sich einmal vor alle machten das so Im Gegensatz zur totalen visuellen Überwältigung die die allermeisten Kojen praktizieren würde plötzlich beunruhigende Leere herrschen Ich muss gestehen dass ich auf einer Kunstmesse zwar viel sehe aber fast nichts wahrnehme Gerade auf der Eröffnung werde ich in einer Art umgekehrten Filmprojektion frame by frame an vielen tausend Kunstwerken vorbeigeschoben Vor meinem geistigen Auge entsteht schließlich ein blasses Kontinuum ununterbrochener Eindrücke ähnlich der Arbeit eines Bekannten der ganze Filme auf ein einziges Dia projizierte Ob Hitchcock Truffaut oder Kubrick alles geronn in dieser Dauerbelichtung zur einer uncharakteristischen weißen Fläche Würde man allerdings dieses Verfahren umdrehen und die Kunstmesse in eben dieser Überbelichtung präsentieren die sie eigentlich schon ist so gewänne sie eine neue Qualität Statt hilflos einzelne Frames abzuscannen und mit dem Katalog meines Vor Wissens von Kunst abzugleichen alles nur Hängeware wäre ich plötzlich gezwungen auf die Galeristen in ihren leeren Kojen zuzugehen und über Stand und Status ihrer Kunst zu befragen Vielleicht käme auf diese Weise das ein oder andere interessante Gespräch zustande das mich von meinen Vorurteilen hinsichtlich der Warenmetaphysik dieser Verkaufsveranstaltung befreite Die wenigen auf der jetzigen Kunstmesse vertretenen alternativen Projekte wie Station Rose Netzwerk Offenbach oder

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    Der romantische Liebhaber kennt seine Geliebte ebenso genau wie seinen Feind Doch den fundamentalen Unterschied im Kennen wird niemand leugnen es kömmt aber darauf an sie zu verändern Am 2 Juni 1966 begann die erste Experimenta in Frankfurt und angeblich so wiederum die Website des TAT war die Stadt bald wie elektrisiert Ziel des auch damals bereits von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste veranstalteten Festivals war in der Interpretation seiner heutigen Fortführer die beginnenden Veränderungen im Theater sichtbar zu machen die damaligen neuen Kräfte und Ideen für das Theater zu sammeln und zeigen Damals gab es eine Diskussion die zu den Jahrhundert Dialogen im deutschen Theater gehört und die Spaltung im deutschen Theater vor Augen stellte Zugleich erschienen mit Peter Handke ein neuer Autor mit Claus Peymanns Uraufführung von Handkes Publikumsbeschimpfung ein neuer Regisseur die neue Welt der Pop Generation trat in ihrem frechen Rhythmus wie in der Zuschaustellung der Warenwelt herausfordernd in Erscheinung Eine Konsequenz aus der ersten Experimenta war übrigens auch die Gründung des TAT Das Festival stieß offensichtlich in eine Marktlücke Denn im zeitgenössischen Kontext einer Rebellion gegen mehr als 15 Jahre gesellschaftlicher Verkrustungen die sich durch alle Lebensbereiche gezogen haben schlug sich der Erfolg offensichtlich auch in den Besuchermassen nieder Bereits die dritte Experimenta im Jahr 1969 war etabliert genug um von den damaligen Archivaren der FR mit der Anlage eines eigenen Ordners geehrt und in den Rang eines kulturellen Highlights erhoben zu werden Ausgerechnet in dem Jahr 1968 das einer ganzen Epoche später seinen Namen leihen sollte fand keine Experimenta statt ebenso wie 1970 Offensichtlich war im Jahr zuvor der Besucherandrang so groß dass die Veranstalter die Notwendigkeit sahen in große Häuser auszuweichen Die Spielorte zuvor waren beispielsweise die Ruine des Opernhauses gewesen das Stadtbad Mitte und die Hauptwache Da große Theatersäle wohl nicht mit dem experimentellen Charakter vereinbar waren wurde 1970 nur ein Kongress als Arbeitstagung über Strukturveränderungen durchgeführt 1971 scheint sich das Festival zu verändern Zeitungsberichten von damals zufolge wurde jetzt mehr im eigenen Auftrag produziert die Experimenta provoziert selbst Experimente wird kreativ und autonom FR Wie die Tageszeitung Die Welt schreibt waren die ersten drei Ausgaben der Experimenta ein Überblick über jüngste Tendenzen im Welttheater der in der Epoche der totalen Information dankbar aufgenommen worden sei Als die beiden wichtigsten deutschen Darstellungen neuer Entwicklungen in den Künsten FR sollten 1972 documenta V und Experimenta 5 gemeinsam in Kassel stattfinden das Projekt scheiterte an Kürzungen des dortigen Etats Die fünfte Experimenta fand dann statt dessen 1975 als Festival für Kinder und Jugendtheater statt und feierte einen Besucherrekord Zwischen 35 000 und 40 000 Menschen besuchten die 112 Aufführungen für die rund 300 000 DM ausgegeben worden waren Mehr Besucher also als auf allen vier Festivals zuvor Gestritten wurde bereits kurz nach Ende über die Fortführung des Festivals das bis dahin u a von Banken Medien ZDF und HR der Stadt Frankfurt und der Bundesregierung finanziert wurden Mitorganisator Karlheinz Braun forderte laut FR eine Drittelfinanzierung von Stadt Land und Bund denn Schließlich so

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