archive-de.com » DE » L » LIGA6000.DE

Total: 236

Choose link from "Titles, links and description words view":

Or switch to "Titles and links view".
  • Liga 6000
    die Ordnung wiederherstellt Martin Rombach ist Förster in einem verschlafenen Nest nahe Passau Mit sanft bestimmendem Wesen steht er gleichermassen Wald wie Familie vor Susanna die Ehefrau wird über zehn Folgen hinweg allabendlich kurz vor dem Einschlafen mit Grabesmiene terrorisiert weil die doofe Emanze nach der Geburt von Sohn Florian wieder arbeiten gehen will Eine Frau gehört an die Seite ihrer Kinder findet Martin Rombach und legt sich seine dumpfen Sätze schon Stunden zuvor am Kachelofen zurecht während er sein einziges Feierabendbier aus einem dieser urigen Humpen mit Zinkdeckel trinkt Neben ihm sitzt dabei meist Sohn Markus bereits erwachsen aber der Prototyp eines hoffnungslos von der Elternschaft versauten Charakters Servil bis das Blut spritzt stabilisiert er hinter dem Rücken des Vaters die Familie und ruft vor allem die unstete Schwester zur Ordnung Die hat Beziehungsprobleme obendrein eine Plage am Hals und wohnt daher auch bei Försters Hoffnungslos vom Leben überfordert richtet die studierte Tierärztin mit dem verkorksten Liebesleben immerhin dem zugelaufenen Storch das kaputte Bein Sehr zur Freude von Sprößling Florian dem schlimmsten Kind der kompletten Fernsehgeschichte In seiner dummdreisten Feistigkeit kennt dieses Balg kein Fünkchen rebellischen Geists mehr Vollkommen gleichgeschaltet von Martin Rombach grinst sich der debile Fünfjährige durch die Serie Cineastisch ein Hochgenuß sind jedoch die Studien der Langsamkeit Küblach das Dörfchen in dem der Förster wütet ist in letzter Instanz ein offenliegendes Netz der Überwachung Die Maschen des familialen Terrors sind eng geknüpft und finden ihre Entsprechung in der dialogischen und visuellen Zeitlupenhaftigkeit der Serie Die Kategorien der Langsamkeit und Überschaubarkeit werden dabei geradezu minutiös exegiert Forsthaus Falkenau entstammt der restaurativen Welle die in den achtziger Jahren die TV Welt des Helmut Kohl Deutschlands durchwehte Im Gefolge des konservativen Gassenhauers Schwarzwaldklinik restaurierten ästhetische Rechtsterroristen wie Wolfgang Rademann und Herbert Reinecker im ZDF den Heimatfetisch auf breiter Flur

    Original URL path: http://www.liga6000.de/content_core.php?topic_id=6&article_id=1&date=1455087900 (2016-02-10)
    Open archived version from archive


  • Liga 6000
    Schule schwänzen Jazz hören oder dem Frisieren von Autos zu holen was aber nicht zu funktionieren scheint Billy landet in einer Autowerkstatt und Tony bei den Kriminellen dann im Knast und schließlich tot im See Billy lernt Lucia kennen die aufs College geht im Wohnwagen wohnt und ein Verhältnis mit den Freund ihrer Mutter hat Zumindest wird als Verhältnis beschrieben was nach sexuellem Missbrauch aussieht Beide verstehen sich irgendwie dufte lieben sich also fahren einen Freund ins College und spontan weiter in den Süden und Westen der USA Ziel ist natürlich Kalifornien und das Mittel natürlich die Route 66 Irgendwer wird erschossen und das Ende natürlich am Ende erst verraten Und nicht bereits in der Rezension Obwohl interessante wenn auch nicht wirklich neue Thematiken gestreift werden bleibt das Buch seltsam blutleer Der Roman mit seinen 300 Seiten wirkt distanziert stellenweise sogar langatmig Es dauert über 100 Seiten bis sich Billy und Lucia kennen lernen ein weiteres Drittel vergeht bis zum Start der großen Reise Keine Spur von roadmoviger Rasanz Und wenn unbedingt ein Vergleich zum Film gezogen werden soll dann vielleicht zu der Sorte von Autorenfilmen die oft zu recht kaum Publikum in die Kinos locken Dokumentarische Einsprengsel etwa fördern nicht unbedingt mit und herzzerreißende Melancholie und das ist vielleicht tatsächlich unendlich traurig Und es gibt viele solcher Einsprengsel So etwa zur Geschichte des Automobilbauers Studebaker die Eltern von Billy arbeiten dort zur Hauptstadt Indianapolis dem Leser werden Hinweise zur korrekten Aussprache des Namens gegeben oder zur Geschichte der griechischen Immigration in den USA die Eltern kamen in den 50ern Den dokumentarischen Charakter unterstreichen auch die abgedruckten Landkarten Buchcover und Fotos Sogar Fußnoten und Anmerkungen sind vorhanden in denen uns Autorin und Übersetzerin beispielsweise Hinweise zur Literaturgeschichte von Indianapolis oder Griechenland geben All das ist interessant keine Frage Aber ein

    Original URL path: http://www.liga6000.de/content_core.php?topic_id=6&article_id=6&date=1455087901 (2016-02-10)
    Open archived version from archive

  • Liga 6000
    ausgearbeitet der Missbrauch hat sich durchgezogen M Ich störe mich an dem Wort Missbrauch weil das zu eindeutig in Richtung Kindermissbrauch besetzt ist Es ging ja die ganze Zeit in den ganzen Szenen oder Fragmenten darum Stimmungen zu erzeugen die mit diesem Liebesbegriff zusammenhängen In unterschiedlichen Bedeutungen Es gab Szenen wo die Junge ein Mädchen gespielt hat Da passt Missbrauch Mal waren es Vergewaltigungen mal nur Beziehungskram S Stimmt es waren Übergriffe jeder Art gewaltförmige Begierden In Situationen in denen es keine Erwiderung gab Und was macht man jetzt damit M Ich weiß nicht Das letzte was ich hier gesehen habe war In weiter Ferne und da war es klarer Das war auch kein Agit Prop oder so sondern hübsch dekonstruiert und postmodern und all das aber im Endeffekt konntest du deine Moral haben wenn du wolltest Oder auch nicht Jedenfalls lief es auf eine Aussage hinaus Naja das tut es hier ja auch aber M Es sind einige Leute während des Stückes gegangen S Und die neben uns haben gelacht Am Anfang hab ich das ja noch verstanden aber die haben weitergelacht als sonst niemand mehr gelacht hat M Ich hab mich auch gefragt warum die lachen Da waren schon Sätze über die man hätte lachen können aber nicht unbedingt in dem Stück S Ja klar weil es ja dazu gehört dass es lächerlich ist Das macht die Tragik ja aus M Welche Tragik Von was Vom Stück S Vom Leben Als ich da saß und mir das angesehen habe da fand ich das lächerlich Gleichzeitig hätte ich Heulen können M Wie in den 80ern S Ich fand die eine Schauspielerin manchmal schlecht die junge Ich wusste manchmal nicht ob sie das absichtlich so macht dass es mir nicht gefällt oder ob es schlecht gemacht ist Das war wo sie Kind gespielt hat Oder wo sie so geschrieen hat das war sehr überzogen Noch überzogener als das ganze Stück Ansonsten hat das ganz gut hingehauen fand ich M Ich fand diese Szene in der sie zusammengebrochen ist ziemlich gut Ich fand die insgesamt ganz gut ich hatte nicht das Gefühl das du beschreibst S Manchmal fand ich sie besser als die anderen manchmal hat mich ihr Spiel gestört M Eigentlich glaube ich dass sie alle vier ziemlich gut waren Die hatten ziemlich viel Action haben die ganze Zeit durchgerackert und sich nichts geschenkt S Die Choreografie hat mir gefallen M Wie die ständig irgendwelche Sachen irgendwoher gezaubert haben obwohl die Bühne eigentlich ziemlich leer war Das Zurückspulen am Ende war super S Hast du verstanden warum da so oft souffliert wurde M Wurde souffliert S Hast du nicht gehört Oder war das Teil vom Stück Diese Ansagen die da kamen M Welche Ansagen S Das gab es ziemlich oft dass die Einsätze vorgesprochen wurden Ich hab mich gefragt ob es zum Stück gehört aber dann war ich mir am Ende sicher dass es nicht dazu gehören kann M Komisch ist mir komplett entgangen oder ich habe das völlig anders

    Original URL path: http://www.liga6000.de/content_core.php?topic_id=6&article_id=19&date=1455087903 (2016-02-10)
    Open archived version from archive

  • Liga 6000
    Lebenslauf Der ehemalige Gammler wollte natürlich auch mal zur Fremdenlegion hungerte als Maler in Paris wird Werbechef bei Singer Nähmaschinen und Harley Davidson und mischt in den wilden Zeiten der Häuserspekulation in Frankfurt mit Da fehlt noch was Klar Aussteiger auf Ibiza war er auch mal und seit 1985 lebt er in Florida vor sich hin Ich cruise jeden Tag am Golf entlang und denke mir bei meiner grandiosen Phantasie neue aberwitzige Storys aus Wenn Ihr mir und meinem legendären Rolls Kennzeichen German 1 am Golf von Mexico begegnet zweimal hupen Ich grüße dann zurück und weiß Aha wieder ein cooler Landsmann in der Fremde der den Durchblick hat weil er mein berühmt berüchtigtes Werk kennt von der Webseite die einen eigenen Artikel wert wäre Spätestens hier fragt sich warum man sich das gibt und geben sollte Das ist das eigentliche Faszinosum am Buch Jenseits aller literarischer Kriterien die neben ihrer allgemeinen Fragwürdigkeit in diesem speziellen Fall komplett versagen Katharina Leunig von der Edition Nautilus wo 2002 auch das bereits fertiggestellte nächste Buch des Autors erscheinen wird verweist auf den Außenseiter als interessante Persönlichkeit Es stimmt er ist strange aber genau das ist ja das Faszinierende so Leuning weiter Dem ist nicht viel hinzuzufügen Barski selbst ist seiner Sache sicher sieht sich als Retter der deutschen Literatur und als Kreuzung zwischen Jack London Thomas Mann und dem Simmel Einem Artikel im Feuilleton der Welt vom 20 März 2001 ist zu entnehmen dass Barski genau vier Bücher gelesen hat Wirklich interessant leider jedoch unbeantwortet ist dabei doch welcher der genannten Autoren das Pech hatte gleich zweifach in seine Hände zu fallen Oder wer der geheimgehaltene vierte Autor ist Persönlicher Verzicht zum Wohle anderer das war doch auch eine gute Devise für mein Leben Ich nahm mir vor genauso zu werden Format

    Original URL path: http://www.liga6000.de/content_core.php?topic_id=6&article_id=4&date=1455087904 (2016-02-10)
    Open archived version from archive

  • Liga 6000
    den Herausgebern geschriebener Text zu personenübergreifenden Themen dazwischen Die üblichen regionalen Besonderheiten aus Stuttgart Hamburg oder der Provinz kommen zur Sprache Berlin wird gehypt und Leipzig verklärt Frankfurt kommt zu kurz Das hört sich vielfältig offen und vollständig ohne Gesamtheitsanspruch an Und das hätte es auch sein können Anders gesagt Mangelnde Sorgfalt der Herausgeber oder des Lektorates untergraben den eigentlich vielversprechenden Ansatz Und so fügt es sich einfach nur ins Programm eines Hauses das auch durchnummerierte Reihen zu Graffiti und Bücher zu völlig wild gemischten Ecken der Populärkultur veröffentlicht Da stehen die Titelbilder des Spiegel von 1947 bis 1999 neben einer Geschichte von Ton Steine Scherben werden Lexika zu Techno HipHop Rockgitarristen Aliens Blut und Blondinen durcheinandergemixt Sind ja alles irgendwie interessante Themen oder Entsprechend sagen dann auch alle in Bei uns geht einiges Vertretenen irgendwie was Interessantes Wirklich spannend beispielsweise die Innenansichten des Ost HipHop vor 89 die ersten drei bis vier zumindest Dann jedoch sollte spätestens der allerdümmste MTV Glotzer verstanden haben dass es DT64 und sonst nicht viel an medialer Repräsentanz gab Dass auch Leute mit Rockernietenwesten cool auf AC DC rappen konnten Und dass die Ostler mangels Devisen sich Adidas Logos auf Klamotten malten und ihr Equipment selbst bastelten Das ist wirklich interessant ehrlich Kein Scherz Aber es muss nicht dutzende Male von verschiedenen Leuten in verschiedenen Blickrichtungen mit letztlich nur marginalsten Detailverschiebungen immer und immer wiederholt werden Der Loop gehört in den Track und nicht zwischen Buchdeckel Klarer Mangel an redaktioneller Bearbeitung Und das zieht sich durchs gesamte Buch Bei der Rechtschreibung angefangen über die ständige Wiederholung diverser Subjects bis zur kritisierbaren Zusammenstellung der Protagonisten Wird die männliche weiße Vormacht im deutschen HipHop dekonstruiert indem sie dargestellt wird oder reproduziert das Buch sie nur wenn Frauen und Leute aus migrantischem kulturellem Background eindeutig unterrepräsentiert sind

    Original URL path: http://www.liga6000.de/content_core.php?topic_id=6&article_id=5&date=1455087905 (2016-02-10)
    Open archived version from archive

  • Liga 6000
    soll auf sich aufmerksam machen was paradox ist denn es geht ja gerade nicht um die Kunst sondern um den Verkauf Eine Galerie die nichts verkaufen will kann eigentlich nicht auf der Kunstmesse sein Doch letztes Jahr entdeckte ich den vollkommen leeren Stand einer mexikanischen Galerie Einzig auf einem weißen Sockel stand ein Lederkoffer der die Flugtickets und Reiseutensilien der Galeristen enthielt die einem auf die Frage nach der Natur dieser Ausstellung lediglich einen in Englisch verfassten Zettel überreichten auf dem zu lesen war dass die Galeristen sich selbst ausstellten Das war klug aber vermutlich nicht sehr einträglich Man stelle sich einmal vor alle machten das so Im Gegensatz zur totalen visuellen Überwältigung die die allermeisten Kojen praktizieren würde plötzlich beunruhigende Leere herrschen Ich muss gestehen dass ich auf einer Kunstmesse zwar viel sehe aber fast nichts wahrnehme Gerade auf der Eröffnung werde ich in einer Art umgekehrten Filmprojektion frame by frame an vielen tausend Kunstwerken vorbeigeschoben Vor meinem geistigen Auge entsteht schließlich ein blasses Kontinuum ununterbrochener Eindrücke ähnlich der Arbeit eines Bekannten der ganze Filme auf ein einziges Dia projizierte Ob Hitchcock Truffaut oder Kubrick alles geronn in dieser Dauerbelichtung zur einer uncharakteristischen weißen Fläche Würde man allerdings dieses Verfahren umdrehen und die Kunstmesse in eben dieser Überbelichtung präsentieren die sie eigentlich schon ist so gewänne sie eine neue Qualität Statt hilflos einzelne Frames abzuscannen und mit dem Katalog meines Vor Wissens von Kunst abzugleichen alles nur Hängeware wäre ich plötzlich gezwungen auf die Galeristen in ihren leeren Kojen zuzugehen und über Stand und Status ihrer Kunst zu befragen Vielleicht käme auf diese Weise das ein oder andere interessante Gespräch zustande das mich von meinen Vorurteilen hinsichtlich der Warenmetaphysik dieser Verkaufsveranstaltung befreite Die wenigen auf der jetzigen Kunstmesse vertretenen alternativen Projekte wie Station Rose Netzwerk Offenbach oder Saas Fee

    Original URL path: http://www.liga6000.de/content_core.php?topic_id=6&article_id=16&date=1455087906 (2016-02-10)
    Open archived version from archive

  • Liga 6000
    Geliebte ebenso genau wie seinen Feind Doch den fundamentalen Unterschied im Kennen wird niemand leugnen es kömmt aber darauf an sie zu verändern Am 2 Juni 1966 begann die erste Experimenta in Frankfurt und angeblich so wiederum die Website des TAT war die Stadt bald wie elektrisiert Ziel des auch damals bereits von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste veranstalteten Festivals war in der Interpretation seiner heutigen Fortführer die beginnenden Veränderungen im Theater sichtbar zu machen die damaligen neuen Kräfte und Ideen für das Theater zu sammeln und zeigen Damals gab es eine Diskussion die zu den Jahrhundert Dialogen im deutschen Theater gehört und die Spaltung im deutschen Theater vor Augen stellte Zugleich erschienen mit Peter Handke ein neuer Autor mit Claus Peymanns Uraufführung von Handkes Publikumsbeschimpfung ein neuer Regisseur die neue Welt der Pop Generation trat in ihrem frechen Rhythmus wie in der Zuschaustellung der Warenwelt herausfordernd in Erscheinung Eine Konsequenz aus der ersten Experimenta war übrigens auch die Gründung des TAT Das Festival stieß offensichtlich in eine Marktlücke Denn im zeitgenössischen Kontext einer Rebellion gegen mehr als 15 Jahre gesellschaftlicher Verkrustungen die sich durch alle Lebensbereiche gezogen haben schlug sich der Erfolg offensichtlich auch in den Besuchermassen nieder Bereits die dritte Experimenta im Jahr 1969 war etabliert genug um von den damaligen Archivaren der FR mit der Anlage eines eigenen Ordners geehrt und in den Rang eines kulturellen Highlights erhoben zu werden Ausgerechnet in dem Jahr 1968 das einer ganzen Epoche später seinen Namen leihen sollte fand keine Experimenta statt ebenso wie 1970 Offensichtlich war im Jahr zuvor der Besucherandrang so groß dass die Veranstalter die Notwendigkeit sahen in große Häuser auszuweichen Die Spielorte zuvor waren beispielsweise die Ruine des Opernhauses gewesen das Stadtbad Mitte und die Hauptwache Da große Theatersäle wohl nicht mit dem experimentellen Charakter vereinbar waren wurde 1970 nur ein Kongress als Arbeitstagung über Strukturveränderungen durchgeführt 1971 scheint sich das Festival zu verändern Zeitungsberichten von damals zufolge wurde jetzt mehr im eigenen Auftrag produziert die Experimenta provoziert selbst Experimente wird kreativ und autonom FR Wie die Tageszeitung Die Welt schreibt waren die ersten drei Ausgaben der Experimenta ein Überblick über jüngste Tendenzen im Welttheater der in der Epoche der totalen Information dankbar aufgenommen worden sei Als die beiden wichtigsten deutschen Darstellungen neuer Entwicklungen in den Künsten FR sollten 1972 documenta V und Experimenta 5 gemeinsam in Kassel stattfinden das Projekt scheiterte an Kürzungen des dortigen Etats Die fünfte Experimenta fand dann statt dessen 1975 als Festival für Kinder und Jugendtheater statt und feierte einen Besucherrekord Zwischen 35 000 und 40 000 Menschen besuchten die 112 Aufführungen für die rund 300 000 DM ausgegeben worden waren Mehr Besucher also als auf allen vier Festivals zuvor Gestritten wurde bereits kurz nach Ende über die Fortführung des Festivals das bis dahin u a von Banken Medien ZDF und HR der Stadt Frankfurt und der Bundesregierung finanziert wurden Mitorganisator Karlheinz Braun forderte laut FR eine Drittelfinanzierung von Stadt Land und Bund denn Schließlich so betonte Braun habe das Festival

    Original URL path: http://www.liga6000.de/content_core.php?topic_id=6&article_id=17&date=1455087907 (2016-02-10)
    Open archived version from archive

  • Liga 6000
    beginnt mit einer Kriminalszene in der die kleine Joan Böwe bei ihrer Tante Engel übernachtet wie das bei Kindern so üblich ist nicht schlafen kann und noch einmal ins Wohnzimmer kommt Das Kind hat etwas Schreckliches beobachtet bei dem es um Blut Kinder Lastwagen und Flucht ging die Tante beruhigt beschwichtigt windet sich und wendet alles souverän zum Guten Versatzstücke diverser Krimis werden überzeugend gespielt oder dekonstruiert je nach geistigem Zustand der Betrachtenden Die Szenen zwei bis vier vermischen postmoderne Arbeitskämpfe in der Hutmacherszene mit dem durchschnittlich verkrampften Beziehungsanbahnungsthema der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts In der letzten Szene folgt dann ein sprachlich virtuoser Sermon bestehend aus wundervoll arrangierten und dargebotenen Versatzstücken sämtlicher politischer Diskurse der letzten 15 Jahre Im Kern scheint es um einen Krieg aller gegen alle zu gehen Aber Lettland schickt ständig Schweine nach Schweden Die Zahnärzte stehen in enger Verbindung zur internationalen Zahnmedizin und genau da liegt ihre Loyalität zu den Zahnärzten in Daressalam Andererseits Krokodile sind böse und es ist immer richtig gegen Krokodile zu sein Hier stellte sich Vorfreude auf das Folgende ein doch kam nur noch Ich habe Rinder und Kinder in Äthiopien erschossen Im ausverkauften Theater saßen Leute die passend zum Programmheft

    Original URL path: http://www.liga6000.de/content_core.php?topic_id=6&article_id=18&date=1455087908 (2016-02-10)
    Open archived version from archive



  •