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  • Leopold-Ziegler-Stiftung: Walter Nigg
    Büchern und versetzte viele Menschen in helle Begeisterung Die religiöse Bewußtseinsveränderung wurde darin durch die gesamte europäische Kulturgeschichte hindurch von einem leidenschaftlich der Wahrheit verpflichteten Menschen verfolgt und in einem künstlerischen Aufriß dargestellt Bei aller Schärfe des Denkens verriet die Form des Buches einen dichterisch veranlagten Philosophen der den Gedanken der Weltheiligung hinreißend entfaltete Am stärksten von sich reden machte die Betrachtung über die Mysterien der Gottlosen Sie war aus

    Original URL path: http://www.leopold-ziegler-stiftung.de/texte/47/walter-nigg (2016-02-14)
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  • Leopold-Ziegler-Stiftung: Arthur Hübscher: Leopold Ziegler
    allgemeine Verfall der Kultur Die Kultur sie ist sein großes Thema gewesen seit er als 15jähriger bei Schopenhauer die berühmte Stelle über die Geschichte der Philosophie der Wissenschaft und der Künste gelesen hat die schuldlos und nicht blutbefleckt neben der Weltgeschichte gehe Mit 22 Jahren im Banne Eduard von Hartmanns bestimmt er Kultur als die bewußte Verwirklichung dessen was die Natur allenthalben unbewußt vollbringt Nur darin sei der Mensch vom Naturwesen unterschieden daß er die Idee seiner Menschheit zu einer weltumspannenden metaphysischen Idee erweiterte Ein paar Jahre später erfolgt der Einbruch Nietzsches Die Florentinische Introduktion erscheint das philosophische Reisebuch lange vor den Werken Keyserlings Hier wird Ästhetik nicht vom Betrachter sondern vom Künstler aus betrieben schon dies verrät den Einfluß Nietzsches Ziegler plant eine Schrift über die Krisis der Ideale er schreibt ein Buch über Volk Staat und Persönlichkeit das den Heroismus Nietzsches unvermerkt in den Quietismus Augustins überleitet Verantwortlichkeit aber im Geist altchinesischer altjapanischer Staats und Gesellschaftsweisheit Gerechtigkeit aber im Geist der platonischen Politik aristotelischer Ethik Gläubigkeit aber im Geist eines geklärten und veredelten meinetwegen auch verheidnischten Augustinismus das war im Jahre 1916 mein Programm von kommenden Dingen Wir erkennen heute den zweifachen zeitgeschichtlichen Sinn dieses Programms einmal als

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  • Leopold-Ziegler-Stiftung: Otto Flake: „Leopold Ziegler, ‚Spätlese eigener Hand‛“
    Schriften aber ein schattenhaftes Dasein fristen Die Spätlese bietet eine Gelegenheit auch diese Arbeiten heranzuziehen und bringt im übrigen wichtige Stücke aus den Hauptwerken Sie ist vom Verlag als Werbebuch vom Philosophen selbst als Überblick gedacht Wir hoffen dass der Band Beachtung findet und Leopold Ziegler neue Leser zuführt in einem Zeitalter das sich Philosophen so wenig günstig erweist wie der Persönlichkeit überhaupt Es ist nicht mehr Goethe oder Humboldtzeit Das Geistige wirkt nicht mehr weit hinaus ins Reich der Gebildeten ihm droht oder vollendet sich bereits das Schicksal Privatangelegenheit und Luxus zu werden Die Spätlese zerfällt in drei Teile Der erste behandelt Fragen der Ästhetik die einst den jungen Philosophen beschäftigten Der zweite bewegt sich im Sektor Wirtschaft Staat Gesellschaft Der dritte führt in ontologische Probleme und gibt einen guten Begriff davon was der Autor über die Vermenschlichung zu sagen hat Leichte Lektüre ist dieses Buch nicht Ziegler ein Meister des Tiefgangs hat eine Ader in sich die vom Barock herkommt Wir gehören alle wesenhaft einem der vergangenen Jahrhunderte dem scholastischen dem mystischen dem reformatorischen dem des Voltaire oder des Leibniz an Mit Voltaire hat Ziegler nichts gemeinsam einiges mit den Männern denen die Perücke gut stand denen sie

    Original URL path: http://www.leopold-ziegler-stiftung.de/texte/45/otto-flake-leopold-ziegler-spaetlese-eigener-hand- (2016-02-14)
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  • Leopold-Ziegler-Stiftung: Reinhold Schneider: Auf dem Wege
    zu fällen Merkwürdigerweise schloß Ziegler jene selbstbiographische Skizze des Jahres 1924 mit den Worten Es komme Dein Reich Das Gestaltbare menschlich göttlich zu gestalten erschien ihm damals als Errettung aus der Sinnlosigkeit So befand er sich in der Hoffnung auf eine Religion oberhalb der Wahrheitsfrage schon in der Nähe des Vaterunsers die menschlich göttliche Gestaltung nimmt vielleicht schon die Wendung zur Menschwerdung voraus Menschwerdung Zwei Bände 380 und 399 Seiten Olten Schweiz 1949 Summa Verlag schließt sich an Überlieferung an es ist eine Auslegung des Vaterunsers Diese ist auf zwei Sätze gegründet darauf daß jede Überlieferung einen Wahrheitskern in sich enthalte und daß die Gebetshandlung selbst eine Bewegung von oben nach unten vollzieht die mit dem Vollzuge der Menschwerdung wesenseins ist Das Vaterunser ist die unausschöpfbare Zusammenfassung nicht mehr noch weniger als die Welt heil heilig und geheilt es deckt aber auch weithin den Inhalt außerchristlicher Überlieferungen eben als Teilen der Uroffenbarung doch soll das evangelische Wort nicht an der Gesamtüberlieferung gemessen nicht von ihr her gedeutet wohl aber umgekehrt diese Gesamtüberlieferung unter das bergende Dach des evangelischen Wortes gestellt werden So weit der Weg von den Anfängen bis zu diesem Vorhaben ist so ist er doch folgerichtig der ihn gegangen ist hat ein Recht sich auf den Satz Kierkegaards zu berufen Wer verzweifelt findet den ewigen Menschen Der ewige Mensch das ist der erste und zweite Adam es ist Adam und Christus und es ist der Mensch der des Ewigen Menschen Signatur in seiner Seele trägt wie Jacob Böhme gelehrt hat Von Ewigkeit ist der Name Jesus in einer unbeweglichen Liebe im Menschen als im Gleichnis Gottes gestanden Nachdem das Wort Fleisch ward ist Menschwerdung der Sinn die Aufgabe sie war vorbreitet seit Offenbarung an die Menschheit ergangen ist Aber in ihrer vollen Strenge wird sie vom Christentum allein offenbart Wir müssen uns diesen Satz gegenwärtig halten bei Betrachtung aller Entsprechungen die Ziegler aufzeigt immer handelt es sich um solche nicht um Gleichsetzungen wie etwa beim Vergleich zwischen Karman christlicher Schuld und Sühne und chinesischen Werke Taten an entscheidender Stelle wendet sich Ziegler scharf gegen die gnostische Unterstellung welche in Leib Stoff Materie ein Minderes nicht sein sollendes Böses vermutet während er an anderer Stelle freilich Paulus und Johannes die Gnostiker unter den Aposteln nennt für sich selber würde er wohl mit gewissen Einschränkungen den Namen eines Pelagianers oder Semipelagianers nicht ablehnen Mit Böhme und Kierkegaard hat Franz von Baader der ja über Spanier und Franzosen von Böhme ergriffen worden ist mächtig auf ihn eingewirkt Böhme steht nahe dem Zentrum des Werkes er hat vor allem als Philosoph Metaphysiker des Bösen nicht seinesgleichen damit ist er aber auch Philosoph der Menschwerdung deren äonische Form die Transsubstantiation der vier Elemente in das fünfte ist Der Böse aber wird definiert als Der Angreifer schlechtweg auf die Menschwerdung Denn diese ist das herabkommende Reich mit allen seinen Ordnungen Es kann sich hier nur um den Versuch handeln den Vorsatz des Werkes zu bezeichnen und auf seine Bedeutung hinzuweisen Es ist nicht mehr

    Original URL path: http://www.leopold-ziegler-stiftung.de/texte/44/reinhold-schneider-auf-dem-wege (2016-02-14)
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  • Leopold-Ziegler-Stiftung: Hans Jürgen Baden
    im primitivsten heidnischen Ritus glüht ein Funke dieses ewigen Logos und macht sich in ihm offenbar Freilich kann man aus solchen Offenbarungskernen noch keine sichere Gotteserkenntnis gewinnen hierzu bedarf es einer zweiten umfassenden Offenbarung wie sie in der Person Jesu Christi geschehen ist In Christus tritt Gott aus der Verborgenheit heraus in ihm irrlichtert nicht ein Funke des Ewigen sondern er ist die Verkörperung der Ewigkeit in irdischer Gestalt in Fleisch und Blut Damit kommen wir zu der eigentlichen These Zieglers die er immer aufs neue abwandelt wie ein Komponist sein Lieblingsmotiv Wenn Christus Offenbarungszentrum aller religiösen Überlieferungen ist so stehen diese Überlieferungen nicht im Gegensatz zu ihm sondern sie sind heimlich auf ihn bezogen Wie die Magnetnadel auf den Pol so weist jede heidnische Religiosität wie bizarr und verworren sie auch sein mag auf den Gottessohn als die heimliche Mitte der Welt Durch Christus als den fleischgewordenen Logos wird diese Religiosität erlöst das heißt sie wird herausgelöst aus ihrem magischen Dunkel ihr wird der Weg zur Wahrheit gewiesen den ihr kein Zauber und keine rituelle Praxis erschließen Und nun wird ein schier unermeßliches Material von Ziegler zusammengetragen um diese These glaubhaft zu machen Ziegler ist in den indischen Religionen

    Original URL path: http://www.leopold-ziegler-stiftung.de/texte/43/hans-juergen-baden (2016-02-14)
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  • Leopold-Ziegler-Stiftung: Hermann Hesse: „Überlieferung“
    nicht verdrängt und bekämpft sondern mit in sich aufnehmen soll Mit großem Verständnis und suggestiver Einfühlungskraft entwickelt er im ersten Buch seines Werks den Ritus d h das gewaltige System von Kulten Bräuchen Zaubern und Ritualen der primitiven Menschheitsstufe die Welt der Magie also das zweite Buch heißt Buch des Mythos und das dritte Buch der Doxa Er vertritt den Anspruch des Geistes sich die Erfahrungen Übungen und Methoden beseelter Lebensführung aus allen Zeiten allen Völkern und Kulturen anzueignen und daraus die neue universale Lebensweisheit für heute und morgen aufzubauen Ob dies möglich sei ob es praktisch erreicht und durchgeführt werden könne bleibt die Frage Er hat mit seinem Drang nach dem Universalen mit seiner Postulierung eines überzeitlichen und übernationalen Generalnenners für alle menschliche Seelenerfahrung und Lebenskunst manchen Vorfahren seine wunderbare und wahrhaft schöpferische Utopie einer universalen Gnosis hat vor ihm schon in manchem Jahrhundert hohe und edle Geister magisch angezogen und selbst wenn sein Ergebnis nur eine Dichtung wäre wäre es ein edles und unsrer innigsten Aufmerksamkeit würdiges Ergebnis Es ist aber mehr Es ist nicht nur eine Anhäufung von Wissen über Magie über Yoga über Kult und Sitten aller Zeiten es ist eine wirkliche Beschwörung ein wirkliches Aufrufen und Sichtbarmachung einer verborgenen immer vorhandenen dem menschlichen Bewußtsein nie ganz entschwundenen Welt Darin liegt der lebendige Wert und die große Anziehungskraft seines Buches es ist ein wirklicher Seher der es geschrieben hat nicht nur ein Gelehrter und Sammler Seine Vertrautheit mit der Weisheit des Ostens vor etwa 12 Jahren schrieb er sein Aufsehen machendes Buddha Buch gibt ihm die Fähigkeit Getrenntes in Eins zusammenzuschauen sich überall dem lebendigen Grundquell nicht den vergänglichen Manifestationen zu verhaften Er wird von den dogmatisch festgelegten Christen bekämpft und abgelehnt werden sein Universalismus durchbricht Schranken die von den Kirchen und Religionsgemeinschaften Europas stets heilig

    Original URL path: http://www.leopold-ziegler-stiftung.de/texte/42/hermann-hesse-ueberlieferung- (2016-02-14)
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  • Leopold-Ziegler-Stiftung: Max Horkheimer: Leopold Ziegler
    religiösen ästhetischen philosophischen Lebens in der Vergangenheit und Gegenwart ohne daß es ein festes System von Prinzipien enthielte Inwiefern Ziegler durch seinen Begriff der schöpferischen Religiosität den er mit dem anschauenden Verstand ohne weiteres in eine innige die Zeiten überspannende Verbindung bringt etwas Wesentliches an der Erstehung der Religionen getroffen hat mag dahingestellt bleiben Jedenfalls ist seine Theorie der Religionsschöpfung aus reiner Innerlichkeit ein Spezialfall der philosophischen Überzeugung daß die Geschichte überall oder wenigstens in ihren entscheidenden Zügen der Ausdruck von geistigen Wesenheiten sei Es gibt bei Ziegler nicht bloß einen festen Typus deutscher Mensch aus dessen Wesensgesetz die deutsche Geschichte zu verstehen sei nicht bloß eine metahistorische Intention deutscher Historie sondern auch einen Geist und Sinn der Geschichte Ohne solche Vorstellungen einer idealistischen Metaphysik ist Kulturphilosophie im Sinne Zieglers freilich nicht wohl möglich doch erscheinen sie in seiner ziemlich sorglosen Verwendung nicht glaubwürdiger als in den älteren Systemen in denen sie ihren Ursprung haben Die geschichtlichen Veränderungen geben keine Kunde von der Einheit eines Sinnes gleichviel ob er einem Weltgeist zugeschrieben oder als inneres Wesensgesetz eines Typus Mensch erschaut werden soll Jeder Mythos der aus solcher Deutung entspringt auch der vom Heiligen Reich ist ebenso überlebt wie nach dem

    Original URL path: http://www.leopold-ziegler-stiftung.de/texte/41/max-horkheimer-leopold-ziegler (2016-02-14)
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  • Leopold-Ziegler-Stiftung: Paul Wegwitz: „Der Philosoph Leopold Ziegler“
    Anfang an um etwas anderes Was wollte ich was mußte ich Darauf fand ich keine Antwort Ein dunkles Gefühl drängt den kaum zwanzigjährigen Frühreifen damals zu einer Auseinandersetzung mit der Welt im obigen Sinne zu der er noch nicht reif deren Forderung ihm noch nicht bewußt aufgegangen war Die Reihe seiner Schriften von der Metaphysik des Tragischen an bis zu seinem Buch über Hartmann durch dessen Philosophie er über seinen Lehrer Drews hinweg beeinflußt war und von der er sich hier in stiller und vornehmer Weise löst bis zu seinen an tiefen und schönen Einzelheiten überreichen Sammelbänden Volk Staat und Persönlichkeit und Der deutsche Mensch sind Proben einer hervorragenden von Simmel seinerzeit mit Freude und außerordentlicher Hoffnung begrüßten Begabung in ihrem Problemkreis sind sie für den späteren Ziegler schon höchst bezeichnend ebenso in ihrer Sinnesart und ihrer sprachlichen Formung und doch sind sie vom heute übersehbaren Ganzen aus eigentlich nur die tastenden Versuche sich an sein wahres Thema heranzufühlen seine Fähigkeiten für die in ihm ebenso angelegte wie ihm auferlegte Aufgabe bis zur Meisterschaft zu üben Mein Weg hinab überschreibt er diese Periode des Suchens die weniger eine Zeit des Ringens mit einem Problem als um ein Problem gewesen zu sein scheint Was war seine im Unbewußten Richtung gebende Idee Was wollte er was mußte er Mit Anlehnung an ein Wort Nietzsches könnte man antworten am Mythos der Zukunft schaffen Der hier angedeuteten Aufgabe kommt es zugute daß sich in Ziegler ganz offenbar zwei Begabungen kreuzen und im ganzen in einem glücklichen Gleichgewicht die Wage halten die Gabe des Denkers und des Künstlers Des Denkers von klarster Besinnung und Besonnenheit zuchtvollster und sauberster begrifflicher Distinktion aufs tiefste und peinlichste an aller gewesenen und heutigen Philosophie geschult mit einer Meisterschaft im Schürzen und Entwirren gedanklicher Knoten mit einer Lust am langen Atem logischer Untersuchung wie am Verfolgen der Probleme in ihre feinste Verästelung Man soll um Gottes willen nach dem weiter oben Gesagten nicht glauben daß man es hier mit einer der halbschürigen Bildungen aus der Demimonde von Essayistik Journalistik Populärphilosophie und poetisierend philosophisch prophetischer Schwärmerei zu tun habe Alle Maße die man gewöhnt ist an ernste wissenschaftliche Arbeit zu legen soll man beibehalten Was man aber trotzdem und überdies noch findet ist das der anderen Begabung verdankte die Darstellungskraft die in das Dasein des Gebildes gleichzeitig die Magie des Bildens mit eingehen läßt die die Ergriffenheit spürbar macht die uns verrät wie das gedankliche Ringen nicht eine theoretische Angelegenheit sondern Angelegenheit des ganzen Menschen ist Man erwartet einen Autor und findet einen Menschen heißt es in Pascals Gedanken Es muß jedem Leser der Zieglerschen Bücher überaus verständlich erscheinen wenn er bekennt daß ihm Künstler bildende und bauende erzählende und denkende immer noch die einzigen Menschen seien bei denen er es auf die Dauer ausgehalten und die es auf die Dauer mit ihm ausgehalten haben Und es ist so sehr bezeichnend daß von allen seinen früheren Büchern denen er sonst völlig frei und zum Teil mit leiser Ironie gegenübersteht gerade eins

    Original URL path: http://www.leopold-ziegler-stiftung.de/texte/40/paul-wegwitz-der-philosoph-leopold-ziegler (2016-02-14)
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