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  • Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta » Blog Archive » John Gray und Die Politik der Apokalypse
    Rahmen der politischen Ideengeschichte wird man das Ende der Utopie 1 oder gar der Tod der Utopien S 12 nicht ganz so einfach hinnehmen Sehr lesenswert ist die folgende Darstellung die die Bedeutung der Begriffe Chiliasmus Eschatologie die Lehre von den letzten Dingen und die Teleologie erklärt und in einen Zusammenhang stellt Es folgt eine kurzgefasste politische Ideengeschichte in der immer wieder historische Ereignisse genannt und interpretiert werden Utopisch sind Projekte die nicht realisierbar sind Dazu zählt Gray den Versuch in Rußland eine Marktwirtschaft nach westlichem Muster oder im Irak eine liberale Demokratie einzuführen Ausführliche Kapitel werden dem Nationalsozialismus und dem Kommunismus gewidmet Gray untersucht wie Margaret Thatcher sich im Laufe ihrer Amtszeit dem Neoliberalismus zuwendete um Labour und damit den Sozialismus in Großbritannien zu besiegen aber durch ihr Scheitern die konservative Partei ruinierte Tony Blair übernahm neoliberale Wirtschaftsgrundsätze und gründete darauf den Erfolg von Labour bevor er wegen seiner Rolle im Irakkriege seinerseits scheiterte Es folgt eine eingehende Analyse wie es zum Angriff der USA auf den Irak kommen konnte Das apokalyptische Denken erschien mit den Attentaten vom 11 September 2001 in der amerikanischen Politik Es verband sich mit dem Bewusstsein der USA eine universale Mission zu haben Die Terroranschläge gaben den Neokonservativen einen erheblichen Auftrieb Das Buch erklärt auch wie wichtig die genaue Definition politischer Begriffe ist Jeder Autor hat eine Tendenz ihnen seine eigne Interpretation mit auf den Weg zu geben Trotz der historischen Darstellung wie sich Neokonservatismus und Neoliberalismus entwickelt haben scheint Gray ihnen einen politischen Erfolg absprechen zu wollen was sich in seiner grundlegenden Form jeder utopischen Vorstellung zeigt Man wird gerade eine Ideengeschichte als Buch immer nur als eine Herausforderung für das politische Denken schreiben können Jeder Leser wird Lücken finden wenn seine bevorzugten Autoren nicht auftauchen wenn manche Akzente anders als gewohnt gesetzt werden oder wenn bestimmte Formulierungen oder gar Begriffe ungewohnt sind so wie das Adjektiv liberal in diesem Satz Der liberale Imperialismus ist jedoch ein politisches Programm das nicht funktionieren kann S 253 und S 248 253 Gray meint damit einen Imperialismus der sich auf eine Idee der Menschenrechte beruft Außer der Ideengeschichte enthält der Band auch eine Analyse der gegenwärtigen Weltpolitik wenn auch die durch Obama angestoßenen Entwicklungen hier nicht berücksichtigt wurden Die eigentliche These des Buches formuliert eine Kritik am liberalen Fortschrittsdenken das Gray in einen Zusammenhang mit einem Utopismus apokalyptischen Ausmaßes bringt Gray kommt darauf weil liberales Exportgut nicht einfach abzuliefern ist sondern der Dialog im Vordergrund stehen muss In seinem letzten Kapitel geht es um Die verlorene Tradition des Realismus und jetzt finde ich auch den schon vermissten Hinweis auf Machiavelli 2 der davon überzeugt war dass es immer wieder Interessengegensätze und Konflikte geben wird die nie weit vom Kriegszustand entfernt S 297 sind Der politische Realismus ist die einzige Form über Tyrannei und Freiheit oder über Krieg und Frieden nachzudenken bei der man sicher sein kann dass sie nicht in einem Glaubenssystem gründet und die einzige ethisch ernstzunehmende Denkweise auch wenn sie im Ruf steht amoralisch

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  • Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta » Blog Archive » Dorothea Dieckmann: Termini
    Nachgefragt Angelo Trippa über Silvia Avallone Ein Sommer aus Stahl Zülfü Livaneli ist am 23 3 2011 im Stuttgarter Literaturhaus zu Gast Brigitte Kronauer Favoriten Dorothea Dieckmann Termini 31 August 2009 von Heiner Wittmann Der Journalist Ansgar Weber reist für vier Tage nach Rom um dort das Prozeßende um den Kriegsverbrecher Egon Priebke zu beobachten Woanders wird man kaum eine so intensive Beschreibung der Ankunft in einer Stadt lesen können Ansgar verschwindet im Gewirr der U Bahngänge fluren passagen treppen und taucht schließlich etwas verspätet vor Ellinor auf Dann beginnt eine zweite Geschichte die von einer kleinen deutschen Gemeinschaft erzählt die sich in Rom zusammengefunden hat deren Mitglieder Ansgar nacheinander kennenlernen wird Ellinor bringt ihn zu Beate wo er übernachten kann unterwegs begegnen sie einem Wahrsager Über Umwege hat Ansgar einen Interviewtermin mit einer deutschen Schriftstellerin bekommen die offiziell schon vor einigen Jahren gestorben ist tatsächlich aber in Rom lebt Es geht um die Beziehungen zwischen Literatur und Geschichte Dorothea Dieckmann zeigt hier in einfühlsamer und beeindruckender Weise wie die historischen Ereignisse und die persönliche Geschichte die literarische Arbeit einer Schriftstellerin fesseln Sie schriebt um endlich in ihrem Nachleben anzukommen heißt es an einer Stelle Das Gespräch mit der Autorin und dann die Nachbearbeitung des Interviews sind sehr gelungene Passagen Ansgar gerät aber dann doch in einen Strudel von Ereignissen denen er sich nicht entziehen kann und die nach vier Tagen das bekannte Gefühl hier bin ich schon drei Wochen hinterlassen Ansgar weiß dass seine journalistische Arbeit auch Glück und Wagemut verlangt Jedes Mal wurde die Zielgerade zum Fluchtweg Richtig dramatisch wird es als Ansgar auf seinen weiteren Nachforschungen von den Ereignissen um ihn herum überwältigt wird und sich nur mit Mühe ihnen entkommen kann Dorothea Dieckmann Termini 1 Aufl 2009 317 Seiten ISBN 978 3 608 93660 5 Ähnliche Artikel Lesebericht Boris Johnson Der Churchill Faktor Lesebericht Sven Felix Kellerhoff Mein Kampf Die Karriere eines deutschen Buches Lesebericht Gerhard Schweizer Syrien verstehen Lesebericht Amanda Vaill Hotel Florida Fragestunde Steffen Kopetzky Risiko Der Beitrag wurde am Montag den 31 August 2009 um 09 13 Uhr veröffentlicht und wurde unter Klett Cotta Literatur abgelegt Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2 0 Feed verfolgen Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten Schreiben Sie einen Kommentar Name erforderlich EMail wird nicht veröffentlicht erforderlich Webseite Spamschutz Summe von 1 4 Die Zitronen blühen trotz Korruption und Mord Vorgelesen Zwei schwarze Jäger Seiten Veranstaltungen von Klett Cotta Der Autor dieses Blogs Gespräche und Interviews Die Türkei Gesellschaft Geschichte und Politik Konzeption Impressum Suchen Kategorien Allgemein 123 Blogger 1 Brennpunktschule 1 Buchhandel 37 E Book 12 Erziehungs Ratgeber 19 Fachbuch 5 Familienernährererin 1 Geschichte 125 Hobbit Presse 73 Internet 15 Interview 9 Klett Cotta 105 Krimi 22 Kunst 9 Lesungen 17 Literatur 253 Management 3 Medien 26 Musik 6 Pädagogik 1 Pädagogik Schule 17 Partnerschaft 8 Philosophie 24 Poesie 1 Politik 51 Psychologie 84 Psychotherapie 9 Reisen 6 Roman 24 Sachbuch 104 Schule 1 Schwerpunkt Türkei

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  • Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta » Blog Archive » Julien Gracq
    ihre frühere Größe halten sie noch am Leben Der Krieg gegen Farghestan gegenüber dem Meer der Syrten der vor 300 Jahren begann ist ein Kalter Krieg geworden Ado ein Adliger will die Lethargie überwinden Gracq untersucht in diesem Roman wie der Mensch sich mit seinem Schicksal auseinandersetzt Wie wird er sich angesichts eines Ereignisses mit unbekannten Folgen entscheiden zu handeln Soll man sich engagieren oder abwarten Ado wartet nicht ab und handelt er eher unbewußt weil er mehr aus Zufall sich bei einer Ausfahrt zu sehr Farghestan nähert Ce que j ai cherché à faire entre autres choses dans Le Rivage cles Syrtes plutôt qu à raconter une histoire intemporelle c est à libérer par distillation un élément volatil l esprit de l Histoire au sens où on parle d esprit devin et à le raffiner suffisamment pour qu il pût s enflammer au contact de l imagination Il y a dans l Histoire un sortilège embusqué un élément qui quoique mêlé à une masse considérable d excipient inerte a la vertu de griser Il n est pas question bien sûr de l isoler de son support Mais les tableaux et les récits du passé en recèlent une teneur extrêmement inégale et tout comme on concentre certains minerais il n est pas interdit à la fiction de parvenir à l augmenter Julien Gracq Anstatt eine zeitlose Geschichte zu erzählen habe ich Die Ufer der Syrten versucht durch eine Art Destillation dieses flüchtige Moment des Geites der Geschichte zu befreien und zwar in dem Sinne wie man von einer Vorhersage spricht um sie dann etwas raffinierter darzustellen damit sie die Phantasie beflügeln kann Es gibt in der Geschichte einen versteckten Zauber der wenn er auch unter eine beträchtlichen Masse lebloser Bestandteile verborgen ist immerhin noch benommen machen kann Keine Frage es geht nicht darum ihn dort herauszulösen Aber die Bilder und die Geschichten zeigen einen ungleichen Inhalt so wie man einige Mineralien unterschiedlich konzentriert ist es der Fiktion nicht verboten ihn zu erhöhen Julien Gracq Julien Gracq 1910 stammt aus St Florent le Vieil Für Le Rivage des Sytres erhielt der 1951 den Goncourt Preis den er ablehnte Zu seinem umfangreichen Werk mehr als 18 Bücher gehören u a Au château d Argol 1938 Un balcon en forêt 1958 Les Eaux étroites récit 1976 zahlreiche Aufsätze zur Literaturkritik sowie seine Cahiers Carnets du grand chemin 1992 Julien Gracq Verlag José Corti Paris Literaturwelt Das Blog Der Beitrag wurde am Donnerstag den 26 Juli 2007 um 11 17 Uhr veröffentlicht und wurde unter Literatur abgelegt Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2 0 Feed verfolgen Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten Ein Kommentar zu Julien Gracq Julien Gracq est mort Das Frankreich Blog 23 Dezember 2007 13 03 Julien Gracq l auteur du Rivage des Syrtes en allemand chez Klett Cotta et de Eaux Etroites est mort samedi Il avait 97 ans C est ce Schreiben Sie einen Kommentar Name erforderlich EMail

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  • Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta » Blog Archive » Ein Gespräch mit Zülfü Livaneli, Glückseligkeit
    uns die Kernschmelze Vorgefragt Christian von Aster Der Schattenschnitzer Nachgefragt Ein Gespräch mit Gerhard Roth Nachgefragt Angelo Trippa über Silvia Avallone Ein Sommer aus Stahl Zülfü Livaneli ist am 23 3 2011 im Stuttgarter Literaturhaus zu Gast Brigitte Kronauer Favoriten Ein Gespräch mit Zülfü Livaneli Glückseligkeit 19 Oktober 2008 von Heiner Wittmann Vor kurzen habe ich hier über das neue Buch von Zülfü Livaneli Glückseligkeit berichtet und mir meine Fragen für das Interview auf dem Stand der Buchmesse bei Klett Cotta mit dem Autor überlegt auf Deutsch Nun das Gespräch wurde dann doch auf Englisch geführt Aber auch ein Französischlehrer kann sich auf die neue Situation einstellen Wir haben über die Hauptpersonen Meryem ihren Cousin Cemal und Professors Dr İrfan Kurudal gesprochen die alle bestimmte Entwicklungen der Türkei zwischen Tradition Aufbruch und Moderne repräsentieren Kann ein Mensch sein Wesen abstreifen und zu einer ganz anderen Persönlichkeit werden kann er eine neues anderes Leben beginnen S 58 fragt sich Kurudal in einem Fischrestaurant und resümiert damit die zentrale Frage dieses Buches in einem Satz Musikvideo Adobe Flash Player Version 9 oder höher wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein 11 Minuten Und zum Herunterladen als Podcast Gespräch mit Zülfü Livanelli MP3 Von links Zülfü Livanelli mit den beiden verlegerischen Geschäftsführern von Klett Cotta Michael Zöllner und Tom Kraushaar Rechtes Foto Zülfü Livaneli und sein Übersetzer Wolfgang Riemann Fotos N Retlich Am Donnerstag 23 10 2008 um 20 00 Uhr ist Zülfü Livanelli zu Gast im Literaturhaus Stuttgart Zülfü Livanelli Glückseligkeit Roman Aus dem Türkischen von Wolfgang Riemann Orig Mutluluk 1 Aufl 2008 313 Seiten ISBN 978 3 608 93792 3 Ähnliche Artikel Orhan Pamuk im Stuttgarter Literaturhaus Die Vielfalt bei Klett Cotta im Bild Nachgefragt Gerhard Schweizer Die Türkei Die Türkei Zerreißprobe zwischen Islam und Nationalismus V Die Türkei Zerreißprobe zwischen Islam und Nationalismus IV Der Beitrag wurde am Sonntag den 19 Oktober 2008 um 23 26 Uhr veröffentlicht und wurde unter Literatur abgelegt Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2 0 Feed verfolgen Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten Schreiben Sie einen Kommentar Name erforderlich EMail wird nicht veröffentlicht erforderlich Webseite Spamschutz Summe von 2 7 Die Vielfalt bei Klett Cotta im Bild Orhan Pamuk im Stuttgarter Literaturhaus Seiten Veranstaltungen von Klett Cotta Der Autor dieses Blogs Gespräche und Interviews Die Türkei Gesellschaft Geschichte und Politik Konzeption Impressum Suchen Kategorien Allgemein 123 Blogger 1 Brennpunktschule 1 Buchhandel 37 E Book 12 Erziehungs Ratgeber 19 Fachbuch 5 Familienernährererin 1 Geschichte 125 Hobbit Presse 73 Internet 15 Interview 9 Klett Cotta 105 Krimi 22 Kunst 9 Lesungen 17 Literatur 253 Management 3 Medien 26 Musik 6 Pädagogik 1 Pädagogik Schule 17 Partnerschaft 8 Philosophie 24 Poesie 1 Politik 51 Psychologie 84 Psychotherapie 9 Reisen 6 Roman 24 Sachbuch 104 Schule 1 Schwerpunkt Türkei 8 Sport 1 Technik 5 Tropen 77 Universität 1 Urheberrecht 1 Veranstaltungen 183 Web

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  • Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta » Blog Archive » Die unendliche Freiheit und das Ende der Liebe
    aus der künftig alles anders machen will sich das alles aber erst ordnend von der Seele schreiben muss Liebe wird auch unmöglich so lautet die nächste These weil man sich über den Anderen und seine Gefühle so schnell wie möglich klar werden will vgl S 242 worin sich die Angst vor jeder Ungewissheit die als Unfreiheit empfunden wird ausdrückt Und Hillenkamp spricht fast nur von den freien Menschen die so hat er sie definiert diejenigen sind die an die Unendlichkeit glauben Sie leiden weil sie hinter den unendlichen Möglichkeiten zurückbleiben S 47 Sie sind von ihrer Arbeit enttäuscht S 48 Diese Bewertung von Freiheit muss man nicht verstehen obwohl mir schon klar ist dass Sartre die unbedingte Freiheit des Menschen auch als den Ausgangspunkt seiner Unaufrichtigkeit mauvaise foi L être et le néant 1943 man könnte sagen als Quell allen Übels versteht oder gar beklagt Es gibt viele Sätze die eine Aphorismenform haben nicht weil sie nicht in den Zusammenhang passen sondern weil sie sich für Zitate eignen aber doch als Thesen explizit für den Fortgang des Essays formuliert wurden Auch die Menschen die nicht in Wirklichkeit mehrere Partner haben haben im Bewusstsein mehrere Partner gleichzeitig S 32 Die Geschwindigkeit der Menschen in der Freiheit ist die Geschwindigkeit des freien Falls S 35 Sehe ich auch anders Der Satz über die Menschen ohne Eigenschaften aus denen einen Welt ohne Eigenschaften geworden sei S 45 klingt doch sehr nach Ulrich und Robert Musil und illustriert möglicherweise den eigenen Ärger oder das Empfinden des Autors über sich und Nr 1 oder 2 Und dies spricht für meine zweite These hinsichtlich des Inhalts dieses Buches Jede Abbruchshoffnung ist begleitet von furchtbarer Abbruchsangst S 86 Hillenkamps Bemerkungen über Öffentlichkeit und Privatheit erinnern an Richard Sennetts Buch Der Tod der der Öffentlichkeit und der Terror der Intimität das in der Originalausgabe viel besser The Fall of Public Man heißt Gucken sie mal unter den Umschlag Stimmt es dass die freien Menschen immer weiter suchen Und was ist mit dem Satz Sex ist heute der Wartesaal der Liebe S 190 Und dann kommt Hillenkamp auf die Sache mit den Matchingpunkten mit der die Onlinebörsen das perfekte und glückliche Zusammenpassen versprechen Früher wollte man gemeinsam eine Existenz aufbauen heute vergleicht man Existenzen miteinander lautet Hillenkamps Schlussfolgerung und kommt zur Gleichheitsenttäuschung S 211 und erwähnt die Angewohnheit alles als eine Eigenschaft des Selbst wahrzunehmen S 216 Seine Beispiele aus der Literatur Nachweise S 310 f aus Madame Bovary aus Goethes Werther begleiten seine Überlegungen in dem Kapitel Die Suche nach dem Passenden De l amour 1822 von Stendhal und seine Erklärung des point de cristallisation hätte ich auch zitiert und vielleicht auch Senancours De l amour selon les lois primordiales et selon les convenances des sociétés modernes Paris 3 1829 Pour que l union soit bonne il faut que les êtres soient semblables et différens S 11 Einen Teil der Lösung deute ich mal Die Menschen so Hillenkamp entdecken erst dass sie unfrei sind vgl S 253 Stehen

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  • Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta » Blog Archive » Submarino
    mit den vielen Scheinen aus seiner Sportasche fixt immer regelmäßiger und stopft sich beim Dealen und Dealen lassen die Taschen mit den Scheinen voll Von außen betrachtet sind die Missgeschicke Unglücke und auch die Gewalttaten wirklich selbst verschuldet aus der Sicht der beiden Brüder muss das Bild wohl ähnlich sein aber es kommt zu tragischen Todesfällen Der Unfalltod von Martins Mutter das Alkoholproblem der Großmutter und ihr langsames Sterben in einem Krankenhaus lassen aus ihrer Sicht zusammen mit ihren Erinnerungen an die eher unglückliche Kindheit ihre Existenz so ziemlich perspektivlos erscheinen Hinzu kommt noch der Tod ihres kleinen Bruders der allerdings für die Vernachlässigung durch die beiden Großen unschuldig büssen musste Die Anordnung der Geschichten die beiden Teile die jeweils aus der Ich Perspektive eines der beiden Brüder erzählen enthält einen der wichtigen Schlüssel zum Verständnis dieses Buches Unvermittelt wird der Leser in eine frühere Epoche zurückgeführt eine Art unwillkürliche Erinnerung ausgelöst durch einen Gedanken oder einen Vorgang Manchmal fehlt auch der Zusammenhang manchmal wird er erst im nächsten oder übernächsten Kapitel erkennbar Wenn die Personen aus der Vergangenheit nochmal auftauchen So sind beide Brüder doch auf der Suche nach ihrer Vergangenheit der Martins Bruder ohne über den Tag hinauszudenken nur durch Fixen entkommen will Die Vergangenheit ist für ihn keine besondere Kategorie wird aber doch auch als eine Art Entschuldigung oder Erklärung angeführt vielleicht auch zum Vergleich mit den Möglichkeiten von Martin der so scheint sich sein Vater es wohl doch zu wünschen von alledem nichts mitbekommen darf und soll Das Vorlesen der ersten Seiten auch wenn man manchmal stockt weil so deutlich und drastisch berichtet wird man kann ja hier nun wirklich nicht alles laut lesen bringt es an den Tag Es ist der Stil dessen so flüssige Handhabung manchmal gar nicht so recht zum dumpfen Immerwiederfixen passen will Fast so als wenn Martins Vater durch seinen Bericht sich selber intellektuell überlegen wäre So gelingt es ihm aus seiner Sackgasse heraus ein zunächst erfolgreiches Geschäftsmodell zu entwickeln in dem die Angst vor der Polizei und den Spitzeln miteingebaut ist Kapitel 13 im zweiten Teil Martin illustriert die Beobachtungsgabe des Autors die er ganz und gar auf den Vater überträgt Martin sitzt vor zwei Psychologen und soll sein Zuhause malen Wenn er bloß nicht den roten oder den schwarzen Stift nimmt dann verliere ich ihn denkt sich sein Vater Martin nimmt den blauen Stift der Vater kann sich wieder beruhigen Wieder ein Buch auf das nach der erwähnten lauten Leseprobe erstmal wieder zu Unrecht die neuen Bücher gelegt wurden Beim zweiten zweiten Anlauf war das Buch am zweiten oder dritten Abend durchgelesen Da komme ich nicht rein sagen die einen da bin ich steckengeblieben sagen die anderen Hier waren es etwa 10 12 Seiten dann ging es so richtig los Lesen als Aufwärmen Man macht sich mit dem Personal und dem Start der Handlung bekannt man lässt den Stil auf sich wirken man muss aber auch neugierig sein mal etwas anderes zu lesen was nicht gleich in das bekannte

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  • Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta » Blog Archive » Cotta: Das gelobte Land der Dichter. Briefe an die Verleger
    gewohnt Gedichte bei Ihnen zu suchen Hebbel räumt auch ein Ich bin nicht um eine Buchhandlung in Verlegenheit Diese Autoren kannten sehr wohl den Wert ihrer Werke und entwickelten mit ihren Verlegern oft ein besonders Vertrauensverhältnis Und Hegel meldet am 22 Januar 1832 das was Verleger gar nicht so gerne mögen Die Umarbeitung des Manuskripts Meine Ausstreichungen und Zusätze ich habe das meiste umgearbeitet werden sich ungefähr balancieren Es werden sich wenige Bogen über die erste Ausgabe ergeben Stimmt ich war etwas skeptisch weil die Auswahl der Briefe nicht der Chronologie folgt aber die Herausgeber haben sie klug geordnet und es ist ein Vergnügen auf 158 Seiten eine an Jahren doppelt so lange Verlagszeit beim Lesen an sich vorüberziehen zu lassen Goethe am 16 Juni 1831 an Johann Friedrich Cotta Doch sei es nicht mutlos geschlossen vielmehr mit der Versicherung daß ich jeden guten Augenblick zu nutzen trachte um derjenigen die an mir teilnehmen bis ans Ende wert zu sein Das Gespräch mit Stephan Askani und Frank Wegner Musikvideo Adobe Flash Player Version 9 oder höher wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein ca 18 Min Vor diesem Gespräch habe ich eine Aufnahme vom Cotta schen Haus in Tübingen gemacht Was hätten die Autoren dieser Briefe heute zum Mitmachinternet gesagt wo jeder überall veröffentlichen kann und ihre potentiellen Leser immer mehr der willkürlichen Auswahl von Suchmaschinen vertrauen Auch ohne die Antworten der Verleger die sich auch in diesem band im Hintergrund halten bemerkt man in diesen Briefen doch sehr deutlich ihre Bereitschaft ihr verlegerisches Gespür und ihren wirtschaftlichen Wagemut für Neues Leser zu finden und damit auch ganz schlicht die Überlegenheit eines Verlages über Open Access das die Nutzungsrechte am liebsten Verleger und Autoren entwinden und ins Internet verlagern wollen Cotta Das gelobte Land der Dichter Briefe an die Verleger Mit einem Vorwort von Brigitte Kronauer Ausstattung gebunden mit Schutzumschlag Lesebändchen 168 Seiten ISBN 978 3 608 93904 0 Zeittafel 1659 am 22 November Heirat Johann Georg Cottas mit der Witwe des akademischen Buchführers Philibert Brunn Der Verlag bzw die Buchhandlung wird geführt von bis durch 1659 1692 Johann Georg Cotta I 1692 1712 Johann Georg Cotta II 1712 1770 Johann Georg Cotta III 1770 1775 Johann Jacob Cotta 1775 1787 Christoph Friedrich Cotta 1787 1832 Johann Friedrich Cotta der große Cotta Seit 1817 von Cotta zu Cottendorf seit 1822 Freiherr 1833 1863 Johann Georg IV Freiherr Cotta von Cottendorf Georg von Cotta 1863 1888 Carl Freiherr Cotta von Cottendorf 1889 1911 Adolf Kröner führt den Verlag nach dem Kauf unter dem Namen J G Cotta sche Buchhandlung Nachfolger weiter 1911 1955 Robert Kröner und seine Erben 1952 1954 Erwerb des Cotta schen Verlagsarchivs durch die Stuttgarter Zeitung und seine Überführung als Leihgabe an das Schiller Nationalmuseum Marbach 1956 1977 J G Cotta sche Nachfolger GmbH nach dem Verkauf an eine Gruppe Stuttgarter Verleger und Buchhändler Der Verlag geht noch 1956 in das alleinige Eigentum

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  • Literatur – Sachbuch – Blog – Klett-Cotta » Blog Archive » Ein Gespräch mit Mark Z. Danielewski
    Am Freitag haben wir über sein Buch Das Haus gesprochen das in der Übersetzung von Christa Schuenke gerade bei Klett Cotta erschienen ist Wie sie habe ich auch Danielewski gefragt ob und wie er sein Buch zusammenfassen kann Ganz einfach in einem Satzt Hören Sie selbst Dann habe ich ihn auch nach den verschiedenen Sprachebenen gefragt und er hat seinerseits auch die unterschiedliche Typographie in seinem Buch erklärt In seinem Buch steht die Beschreibung eines Films eine ganz seltsame Geschichte verschiedene Hauptpersonen die die Erzählung jeweils aus ihrer Sicht vorantreiben eigentlich eine Art multimediales Theater noch ohne Ton wirklicher Ton Formal sound fragt Mark und vertröstet mich auf das nächste Buch Er berichtet auch wie er auf die Idee zu diesem Buch gekommen ist und wie er schreiben angefangen hat Und wie ich auch Christa Schuenke gefragt habe wollte ich auch von ihm wissen inwieweit sein Buch ein Spiel um unserer Perzeption und Imagination sei Die obligatorische Frage wer soll das Buch lesen und natürlich wollte ich auch wissen ob es eine Art Happy End gebe Das wollte er mir nun aber doch nicht verraten Musikvideo Adobe Flash Player Version 9 oder höher wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein ca 8 Minuten Korrigierte Tondatei Durch einen ärgerlichen technischen Fehler war die erste Version zu kurz geraten Mark Z Danielewski Das Haus Mark Z Danielewski auf Lesereise und am 18 Oktober um 20 Uhr ist er zu Gast im Stuttgarter Literaturhaus Das literarische Blogtett hat Das Haus von Mark Z Danielewski rezensiert Der Beitrag wurde am Samstag den 13 Oktober 2007 um 12 36 Uhr veröffentlicht und wurde unter Literatur abgelegt Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2 0 Feed verfolgen Du kannst einen Kommentar schreiben oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten 2 Kommentare zu Ein Gespräch mit Mark Z Danielewski advocatus c 22 Oktober 2007 13 37 warum spricht der interviewer nur so schlecht englisch der akzent ist nur das eine Heiner Wittmann 22 Oktober 2007 13 49 Das ist wirklich Anssichtssache Dafür dass der Interviewer Französischlehrer ist und er Mark Z Danielewski ähnliche Fragen wie am Vortag seiner Übersetzerin stellen wollte und dafür dass dieser Französischlehrer sein erstes spontanes englisches Interview genutzt hat um nach ganz kurzer Vorbereitungszeit Mark Z Danielewski um einige prägnante Stellungnahmen zu seinem Buch zu bitten ist der Inhalt des Gesprächs doch recht informativ geworden und gut mit den Aussagen seiner übersetzerin zu vergleichen Beim nächsten Mal wirds besser Mit freundlichen Grüßen W Schreiben Sie einen Kommentar Name erforderlich EMail wird nicht veröffentlicht erforderlich Webseite Spamschutz Summe von 1 10 Das Haus hat auch eine Übersetzerin Marianne Krüll ist Bücherfrau des Jahres 2007 Seiten Veranstaltungen von Klett Cotta Der Autor dieses Blogs Gespräche und Interviews Die Türkei Gesellschaft Geschichte und Politik Konzeption Impressum Suchen Kategorien Allgemein 123 Blogger 1 Brennpunktschule 1 Buchhandel 37 E Book 12 Erziehungs Ratgeber 19 Fachbuch 5 Familienernährererin 1 Geschichte

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