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  • Historische Texte: Bericht der Pfarrer Lotzow/Dunbar zur Gemeindesituation 1896-1919
    nicht wieder inwendig weiß sondern farbig zu streichen Je weiter das Werk gedieh desto mehr Freude machte es den Eingepfarrten und um so williger bewilligten sie Geld um die Kirche durchgehend malen zu lassen Besonders der Altar ist durch reiche Vergoldung geschmückt Der derzeitige Bauherr Herr Rittergutspächter Dieckmann Altenwillershagen schenkte außer seinem Beitrag noch 1000 M zur Vergrößerung der Orgel Es wurden 4 Register Violine Lieblich Gedackt Hohlflöte 4 Fuß und Salicional hinzugefügt und zu einem Obermanual vereinigt Eine neue Altar und Kanzelbekleidung aus rotem Tuch mit Goldfranzen wurde von meiner Frau geschenkt von Frau Rittergutsbesitzer Hecht eine gleiche Bekleidung von schwarzem Stoff von Fräulein Fischer Greifswald eine Altardecke gestickt Herr Kammerherr von Stumpfeldt Lillienanker auf Behrenshagen Herr Rittergutsbesitzer Hecht Trinwillershagen und Herr Compatron W Rewoldt auf Wipkenhagen schenkten einen Kirchenofen Einweihung und weitere erfreuliche Ereignisse Zum Heiligen Weihnachtsfeste konnte die Kirche wieder in Gebrauch genommen werden Dem Herren sei Dank für die Bereitwilligkeit aller die zu der Ausschmückung des Gotteshauses beigetragen haben Um die Ausschmückung der Kirche zu feiern wurde am 19 Februar d J also 1905 ein Kirchenkonzert hier gegeben das als wohl gelungen bezeichnet werden kann Es wirkten außer dem hiesigen Küster Herrn Lücht mit die Sängerin Fräulein Zaeske Barth und die Greifswalder acad Sängerschaft Guilelmia unter Leitung ihres Dirigenten Reinbrecht der zugleich den Erweiterungsbau der Orgel abnahm und als wohlgelungen bezeichnete Möchte der Herr öfter so volle Kirchen als sie an diesem Tage war geben Das Jahr 1908 in dessen Mitte ich mein Amt wieder aufnehmen konnte hat für die Gemeinde Ahrenshagen nichts bemerkenswertes gebracht in Pantlitz wurde unter einer von Frau Stumpfeldt gemachten Beihilfe von 300 M die Orgel um drei Register vergrößert und einer durchgehenden Reparatur unterworfen ihr Wohlklang und ihre Tonfülle ist bemerkenswert dadurch gehoben Aus Anlaß seiner Jubelfeier hat der Kammerherr von Stumpfeldt Lillienanker jeder Kirche 1000 M geschenkt dessen Annahme von der vorgesetzten Behörde genehmigt ist Zinsen sollen nach jedesmaliger Bestimmung des jeweiligen Fidecommmisbesitzers von Daskow zur Instandsetzung der Kirche verwandt werden Falls in einem Jahre die Zinsen nicht verbraucht werden sollen dieselben zum Kapital geschlagen werden Unglücksfälle und Brände Im Laufe des Sommers 1894 wurde die im Frühling des Jahres vom Winde umgestürzte Pfarrscheuer von den Zimmermeister Werner wieder aufgebaut Durch Blitzschlag entzündet brannten 1896 in Behrenshagen 2 große Zimmer ab Am 22 September 1897 brannte in der Nacht die erst 1894 erbaute Pfarrscheune mit allen Vorräten ab es liegt sicherlich Brandstiftung vor jedoch konnte der Täter nicht ermittelt werden Der Pächter war versichert und hat keinen Schaden gehabt Die abgebrannte Pfarrscheune wurde durch den Zimmer und Maurermeister Heuer in Triebsees für den Versicherungsbetrag in außerordentlich guter Ausführung aufgebaut Gott bewahre Pfarrer und Gemeinden vor ähnlichen Schäden das Jahr 1909 zu hoch ist abgesehen von einer Mieten Brandner auf dem fahr gute ohne nennenswerte Ereignisse für Kirche und Pfarramt verlaufen Der Schluss des Jahres 1902 hat der Pfarre schon wieder großen Schaden gebracht Am 17 Dezember kurz nach einer Kirchenratssitzung brannte das Viehhaus mit sämtlichen Pferden und Kühn ab entweder

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  • Historische Texte: Bericht des Pfarrers Dunbar zur Gemeindesituation 1919-1921
    deren Kirchen vollzogen werden Pastor Kröcher Tribohm hat da viel getan er leitete die Kirchenratssitzungen und vollzog auch die Einsegnung der Konfirmanden die gemeinsam in Ahrenshagen vorgenommen wurde Nachkriegsprobleme War ich bisher im Hause der Pfarrwitwe Frau Lotzow untergebracht gewesen 6 Monate so stellte sich nach deren zum 1 X 1919 nach Ablauf der Gnadenzeit erfolgten Fortzuge nach Zehlendorf bei Berlin für mich die Notwendigkeit heraus mich nach einem neuen Domizil umzusehen Denn das Pfarrhaus sollte zunächst neu hergerichtet werden und ich war weder im Besitze von Möbeln noch stand mir eine Persönlichkeit zur Führung eines eigenen Haushalt zur Verfügung Auf das liebenswürdige Anerbieten des in kirchlichen Dingen immer besonders hilfsbereiten Herrn v Stumpfeldt zog ich dann als Gast zu ihm nach Daskow und verwaltete von da aus die Stelle Das Pfarrhaus blieb den Winter über leer In der Zeit meiner Abwesenheit nach Stettin zum Examen war versäumt worden das Archiv aus dem Pfarrhause wie später geschehen zum Küsterhause zu schaffen die Folge war daß man bei einem Einbruch den Archivschrank erbrach und eine grenzenlose Verwüstung anrichtete auch Abendmahlswein wurde gestohlen Die erkannten Täter wurden zur Anzeige gebracht es erfolgte nichts darauf Zeichen der Zeit Als solches ist auch die Tatsache zu bezeichnen daß in dieser Zeit aus dem Pfarrhauses sämtliche Türklinken Ofentüren Herdringe sowie alles irgendwie verwendbare aus Haus und Hof gestohlen worden ist hat sich doch selbst nicht gescheut etwa 40 auf dem Ahrenshäger Kirchturm aufbewahrt alte eiserne Grabkreuze zu entwenden Von einer Erhebung des Kirchenbesuches konnte man nicht reden obwohl mit Besuchen und Außengottesdiensten manches versucht wurde wir sind nun aufgeklärt und brauchen keine Kirche mehr den Standpunkt vertrat man mit Wort und Tat Aus einer Art von Aberglauben kamen jedoch die anderen Orts üblichen Kirchenaustritte nicht vor ebenso wenig wurden kirchliche Amtshandlungen verschmäht die Zahl der Trauungen schnellte nun nach Heimkehr der Truppen und auch der Kriegsgefangenen enorm in die Höhe somit stieg die Abendmahlsziffer und erreichte für 1920 23 Unter solchen teils sehr unerfreulichen Verhältnissen wurde ich nun vom Patronrat für die Stelle gewählt da die Behörde wegen der für Ahrenshagen vorgeschriebenen und 15 Dienstjahre anfänglich die Wahl nicht bestätigen wollte ließ man in der Gemeinde eine Liste zirkulieren auf der sich die Gemeindeglieder zu meinen Gunsten entschieden zum 1 X 1920 wurde ich dann bestätigt Es wäre für 1920 noch über die Erhöhung sämtlicher kirchlichen Gebühren um 300 die mit Genehmigung der Behörden stattfand zu berichten Aus der Gemeinde ist noch festzustellen daß am 21 September 1920 die Ehefrau des ehemaligen Patrons der Kirche Frau Celany von Stumpfeldt Lillienanker geborene von Loebenstein verstarb und in Pantlitz beigesetzt wurde Das Gut Tempel wurde aufgeteilt und eine größere Anzahl Bauernstellen wurden dort geschaffen hier wie an anderen Stellen der Gemeinde hielt durch deutschrussische Flüchtlinge das Sektenwesen Einzug in unsere Mitte jedoch konnten diese Adventisten Baptisten und auch die so sich nennenden Kinder Gottes bisher auf andere Gemeindeglieder keinen für sie erfolgreichen Einfluß gewinnen Übertritte sind von keiner Seite erfolgt Das Jahr 1921 Aus dem Jahre 1921

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  • Historische Texte: Berichte des Pfarrers Dunbar zur Besiedlung ab 1922
    bei kriegsmäßiger Feldküchenverpflegung rationierten knappen Lebensmitteln und ohne Bargeld zu besitzen diese lange Zeit über von der Hoffnung auf bessere Zeiten zu leben Manche zogen es vor sich von dieser im gutten Sinne kommunistisch aufgezogenen Gemeinschaft zu trennen zumal auch Streitigkeiten mancherlei Art nicht aus blieben Immerhin bot sich dem Pastor ein dankbares Feld mit Trost und Zuspruch bei Besuchen zu dienen die weitaus meisten Ansiedler hielten sich auch sehr fleißig zu den Gottesdiensten die Kirche in Ahrenshagen hatte das seltene Bild daß sich in diesen zwei Jahren oft zu gewöhnlichen Sonntagsgottesdiensten 100 und mehr Besucher einfanden Auch waren in Todenhagen abgehaltene Wochengottesdienste unter anderem immer sehr besucht Leider wurde durch die Besiedlung insofern der Friede in der Gemeinde besonders zuerst etwas gestört u zwar durch die Opposition der pommerschen Arbeiterbevölkerung gegen diese nach ihrer Ansicht polnisch orientierten Flüchtlinge eine Stellungnahme die nur darin zum Teil berechtigt war daß man den alteingesessenen Arbeiter der oft unter schwerer Berufsarbeit hier alt und grau geworden war bei der Landverteilung nicht berücksichtigte Es war eine gewisse Härte daß man für diese Leute nur je 6 Morgen auf 3 Jahre gegen eine Pacht von 1 25 Pfd Roggen p a und die Wohnung gegen Miete überließ Viele mußten weiter ziehen der Rest wird schwer um die Existenz kämpfen oder der Erwerbslosenfürsorge zu Last fallen müssen Demgegenüber muß hervorgehoben werden daß die Ansiedler jeder durchschnittlich 60 Morgen Land erhalten haben Handwerker unter ihnen mit nur 4 6 Morgen in Polen erhielten 30 und mehr Morgen Immerhin werden auch diese Leute trotz des nun drainierten und guten Bodens mit einer auf 40 Jahre berechneten Rentenzahlung von voraussichtlich 18 25 Mark pro Morgen genug zu tun haben Gott gebe ihnen allen Segen und Kraft sich in der neuen Heimat zurechtzufinden Wie es in den Folgejahren weitergeht Das Jahr 1925 zeigte mit Fertigstellung der neuen Siedlungsgehöfte auch äußerlich ein neues Bild der Arenshäger Gemeinde Leider jedoch ist der Charakter eines einheitlichen Dorfes nicht festzustellen die einzelnen Stellen liegen in der Mehrzahl an der Chaussee Franzburg Damgarten also von der Kirche etwa gut 3 4 Stunde und mehr Fußweg entfernt daß von Todenhagen und Ahrenshagen eine feste Straße an die besagte Chaussee gebaut wurde ist zu begrüßen insbesondere auch wegen der so verbesserten Verbindung nach Pantlitz Jedoch die Kirche und das Pfarrgut entbehren nach wie vor einer Landstraße von einigermaßen festem Untergrund und müssen hoffen dass die Fortführung der Wegarbeiten auch einmal unserer Straße zugute kommen Vorläufig ist nach beiden Seiten zu Chaussee in noch 1 1 2 2 km meist unergründlichen Landwegs Gegenstand unseres Betrübnisses Dem Gottesdienstbesuch hat sich die Verteilung der Ansiedlungen auf einen so großen Raum der Gesamtumfang beträgt 1 Meile nicht gerade günstig erwiesen wenngleich der Besuch bei nicht gar zu schlechtem Wetter noch ein erfreulicher ist Gewöhnlichen Sonntage mit ca 40 50 Erwachsenen und 30 40 Kindern Festtagen mit überfüllten Kirchen von ca 250 300 sind das Übliche Will man nun heute 1926 nachdem vier Jahre der Besiedlung in s Land gegangen sind nach

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  • Historische Texte: Bericht des Pfarrers Dunbar zum Inflationsjahr 1923
    Landwirtschaft war es möglich an Gebäuden und Inventar infolge der hohen Kornpreise bedeutende Verbesserungen vorzunehmen was insbesondere in Trinwillershagen fast gänzlich neu aufgebaut Neuenlübke und Pantlitz zu Tage trat Leider konnte sich der Gemeindekirchenrat jedoch nicht entschließen die kirchlichen Gebäude gründlich zu revidieren das ist auszubessern oder neu aufzuführen es wäre mit den Kosten dafür ebenso gegangen wie mit denen für die Pfarrhausreparaturen und den Ausbau des Pächterhauses zusammen fast 40 000 Mk aus 1920 man hätte die Schuld für ein weniges abzahlen können Kirche auf der Verliererseite Verhängnisvoll jedoch wirkte sich die Inflation auf das Kirchen Pfarr und Küstereivermögen aus die Zinseinnahmen hörten gänzlich auf Umso mehr war die Pfarre auf die Beiträge der Pfarrkasse angewiesen der Pachtkontrakt von 1918 lautete aber auf 8000 Papiermark Ein unhaltbarer Zustand Um diesem abzuhelfen wurden auch mit Unterstützung der Behörde und des Kreissynodalvorstandes Versuche gemacht den Vertrag in annehmbarer Weise auf Kornpachtzahlung umzustellen und nach Scheitern aller Versuche das Pachteinigungsamt angerufen Es liegt nahe zu wünschen man hätte es nicht getan denn nach drei Jahren dauernden ebenso aufreibenden wie nutzlosen Verhandlungen häufigen Besichtigungen an Ort und Stelle kam schließlich als Entscheid via Landgericht eine Pachtfestsetzung von 8 Goldmark pro Morgen heraus Es entspricht das mit einer Jahrespacht von ca 3360 Mark ungefähr der Friedenspacht aber in Anbetracht der Verbesserungen Drainage Hausanbau Wege besserung und der Steuerfreiheit des Pfarrlandes nicht ganz dem wirklichen Nutzungswert Dazu kommt ein Kostenaufwand für die Kirche für die Prozeßführung von über 1500 Goldmark Immerhin bedeutet die augenblickliche Situation ein Interimistikum da mit Ablauf der Pachtperiode 1936 der ca 430 Morgen große Acker fraglos in Parzellen an die Siedler verteilt werden wird die Pachterträgnisse dürften sich nicht unwesentlich erhöhen Ein wichtiges Werk wurde im Jahre 1921 durch die Geldentwertung in seiner Ausführung behindert für ein Kriegerdenkmal in Ahrenshagen gesammelte

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  • Historische Texte: Bericht des Pfarrers Dunbar zur Gemeindesituation 1924-1933
    nach langen Auseinandersetzungen verweigert werden mußte Als Besitzerin der Patronatsgüter Ahrenshagen und Todenhagen erhoben andrerseits die Siedlungsgenossenschaft Chludowo Patronatsansprüche Nachdem dem Antrage der Kirchengemeinde Ahrenshagen auf Ablösung des Patronates bezüglich beider letztgenannten Güter nicht stattgegeben worden war trat als Patronatsvertreter zunächst Herr Richard Hörner und nach dessen Eliminierung der Landwirt Wernecke in das Ahrenshäger Patronat ein Um des Zusammenhanges willen sei vorweggenommen daß nach Verzug der Baronin von Mecklenburg der Besitznachfolger von Pantlitz Herr Oberamtmann A Matthies auch deren Patronatsnachfolger wurde und heute noch ist Immer wieder das Wetter Der Winter 1928 29 war über drei Monate lang ungeheuer stark und streng Die Temperaturen bewegten sich zwischen 20 und 30 minus Hoher Schnee bedeckte die Felder Vögel erfroren das Wild insbesondere die Rehe kamen an die Gehöfte wurden ganz zahm geworben gefüttert gingen aber in Massen ein So wurde der vor der Besiedlung sehr reichliche Wildstand der schon durch die seit der Besiedlung überaus intensiv betriebene Jagd sehr gelitten hatte auf einen Bruchteil des früheren Bestandes vermindert Trotz der Kälte fiel der Gottesdienst in den meist nur zu den Festtagen geheizten Kirchen nur ganz selten aus Als Kuriosum sei erwähnt daß bei 30 Kälte im Februar ein Kind im offenen Kastenwagen nach Pantlitz von Dettmannsdorf aus zur Taufe gebracht wurde ohne Schaden zu nehmen das Feuer In einer der allerkältesten Februarnächte 29 erscholl auf dem Pfarrgut nachts um 1 Uhr Feueralarm Als der Pastor aus dem Fenster sah brannte der Viehstall des Pfarrgutes an zwei Stellen des strohgedeckten Daches bereits lichterloh Da die Telephonleitung sich als nicht intakt erwies war die Alarmierung der Feuerwehr zeitraubend jedoch kam sie auf den Feuerschein hin und das Feuerläuten der Kirchenglocke verhältnismäßig schnell zur Brandstätte In selbstaufopfernder Arbeit gelang es der Freiwilligen Feuerwehr und anderen hilfsbereiten Personen zunächst Pferde und Vieh fast vollständig aus dem brennenden Gebäude zu retten Da jedoch das Eis des kleinen Teiches am Gutshofes fast 1 mtr dick gefroren war konnte erst nach schweren Mühen die Motorspritze Wasser gehen das Gebäude auf dessen Boden reichlich Heu und Stroh lagerte war trotzdem nicht mehr zu retten doch wurde wenigstens von den anderen strohgedeckten Gebäuden die durch Funkenflug erreicht wurden die Brandgefahr abgewendet Bereits acht Tage vor dem Brande war ein kleiner Brand an dem Dach des Kleinviehstalles ebenfalls nachts ausgebrochen jedoch bald bemerkt und gelöscht worden Der Pächter dem die Zahlung der Versicherungsprämien auch für die Gebäude oblag hatte trotz vielen Drängens des G K R die rechtzeitige Zahlung unterlassen so daß eine Verweigerung der Schadenserstattung zu befürchten war persönlichen Vorstellungen des Kirchenältesten und des Pastors bei der Feuersozietät gelang es jedoch durch Nachzahlung der Prämie die Auszahlung der Versicherungssumme von 17 750 Rmk an die Kirche beziehungsweise Pfarre zu erreichen Mit dieser Summe wurde dann ein völliger Neubau des Gebäudes mit einem Blechdach und eingebautem Kornboden von der Firma F W Teetz Barth vorgenommen Wie somit die Kirche keinen Schaden erlitt so erhielt andererseits der Pächter der gut versichert war seine Schäden an Inventarverlust erstattet Da unbedingt Brandstiftung anzunehmen war

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  • Historische Texte: Kurzberichte des Pfarramtsverwesers Rudloff (Damgarten) 1933-37
    große Teile der Siedlung dahin eine Windhose richtete große Zerstörungen an wie nebenstehende Abbildungen es zeigen Standen sich die Siedler schon sowie so in Wiepkenhagen nicht gut so ist darum dies Naturereignis besonders schmerzlich und verhängnisvoll für einen Teil der Siedler Bericht unter dem Bilde Es folgen Notizen die offenbar der Vorbereitung eines Vortrags über die Geschichte der Gemeinde bzw ihrer Pastoren dienten Da es kein durchgehender Text ist entfällt die Möglichkeit Unleserliches aus dem Zusammenhang zu rekonstruieren Deshalb folgt jetzt viel Unverständliches Über Petrus Roloff Pastor zu Pantlitz bis 1677 findet sich in Gustav Willgeroths Die Mecklenburg Schwerinschen Pfarrer seit dem 30jährigen Kriege in der 9 Lieferung Seite 1440 bei nicht im Kirchenbuch Sohn des Domküsters und Leinewebers Peter sind einer Roland Halbbruder des P Kieskow in Vietlübbe Güster vorher Pastor zu Pantlitz in Pommern von wo ihn nach 14jähriger Amtstätigkeit 1675 das Kriegselend nach Rostock vertrieb Pastor an St Katharinen 1677 März 22 Pastor an St Petri 1677 Oktob 8 eingeführt November 5 1695 Jun 21 im 60 Jahre Verheiratet 1 1661 mit einer Bäckerstochter aus Grevesmühlem 2 1668 Sept 9 Elisabeth Lüschow Tochter des Kaufmanns Markus L zu Rostock Enkelin des Ratsherrn Markus L und Urenkelin des Prof juris Markus L daselbst 1678 Aug 9 3 1689 Febr 4 Katharina Gercke Kaufmannstochter aus Rostock wohl Frauenschwester des P Roland Prestin Der älteste Sohn Julius Henoch wurde Diakonus an St Michaelis zu Hamburg ein zweiter Ulrich Thomas Pastor zu Archangel und Moskau In demselben Werke Willgeroths1 Lieferung S 121findet sich folgende Notiz beim Kirchspiel Lichtenhagen 1668 1712 Schwengebeck Johannes aus Pantlitz in Pommern immatr 1663 P 1668 voc Febr 25 emerit 1712 gestorben kurz vor 1717 und Seite 124 bei Kirchspiel Rethwisch seit 1566 war nach Schlie Elias Mesekow da wohl Sohn des P Joachim M in Teterow vorher P in Retzow sowie Porschendorf wurde Pastor zu Pantlitz in Pommern dann Kloster Wulfshagen und zuletzt in Groß Methling 5 II 37 Die Pfarrstelle ist noch nicht besetzt Die Kirchenbehörde selbst beabsichtigt wohl erst dann auf endgültige Besetzung zu drängen wenn die notwendigen Voraussetzungen geschaffen sind also wenn z B das Pfarrhaus wieder in einen würdigen Zustand gesetzt und mit elektrischen Licht versorgt ist Durch Verfügung vom 2 II d J ist der Überschuß der Pfarrkasse von 1934 35 auf 6372 M festgesetzt Hiervon fielen den beiden Kirchengemeinden 2124 1 3 zu 4248 M der Landeskirche 2 3 Konsistorium will sich beim E O K dafür einsetzen daß ein weiteres Drittel den Kirchengemeinden gelassen wird wenn sie sich verpflichten beide Drittel zur Anlage des elektrischen Lichtes zu benutzen Gem Kirchenräte haben dem entsprechend beschlossen Die Summe von 4248 M würde zur Anlage ausreichen da die Kostenanschläge einschließlich Pfarrpächterhaus mit rund 4000M abschließen Bis zum heutigen Tage ist noch keine Nachricht eingelaufen ob die Gemeinden das 2 Drittel bekommen Viel Schwierigkeiten macht die Einziehung der kirchlichen Umlagen Gem Kirchenrat hat deswegen Ende November v J beschlossen die hartnäckigsten Steuerbummellanten durch Rechtsanwalt Dr Partensky Barth mahnen bezw die z T seit

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  • Historische Texte: Aus dem Lebenslauf von Pastor Hans Naß
    ohne Urteil im Gerichtsgefängnis Schneidemühl und saß in einer Zelle zus mit Pfr Dr Benkert Breslau jetzt Professor in Rostock Seit ca 1935 1 9 1939 Beginn des 2 Weltkrieges predigte ich in Jastrow jeden Sonntag unter polizeilicher Bewachung Letztes Verhör u Haussuchung erfolgte durch die Stapo Schneidemühl am 14 8 42 Man wollte etwas finden um mich mit einem Schein des Rechts in Jastrow aus dem Amt bringen zu können Aber der Versuch schlug fehl da nichts Politisches gegen den Nationalsozialismus bei mir zu finden war Seitdem hat sich die Stapo bis 1945 nicht mehr gemeldet hat mich ungehindert die namentliche Fürbitte für die verhafteten Brüder halten und die Kollekte für die BK sammeln lassen Aber noch mancherlei Verhöre u Kämpfe mit der DC Kirchenbehörde gab es noch die mich zum Aufgeben meiner BK Haltung bringen wollten was aber nicht gelang Durch das herannahende Kriegsende 1943 44 ließen die Kämpfe in der Kirche nach Meine letzte Einsegnung war am 19 3 1944 Ende Januar 1945 begann dann die Flucht aus Jastrow Von ca 7000 Einwohnern verließen 6900 damals Jastrow Ich verließ mit dem letzten Zug mit meiner Familie Jastrow am 28 29 I 1945 Wir sollten nach Demmin wurden aber in Altenwillershagen ausgeladen Im Viehwagenzug starb am 30 I 1945 mein Vater damals Landjägerhauptmann i R auf dem Bhf Dramburg und wurde dort von Sup Schesky allein beerdigt wir mußten weiter Wir kamen nach Ahrenshagen bei Damgarten Alle 700 Gemeindeglieder wurden in Ahrenshagen u Trinwillershagen u Neuenlübke u Pantlitz u Tribohm verteilt wir kamen mit den letzten paar Familien in die neue Schule an der Damgartener Chausee Da der Stelleninhaber Pfr Kley seit 1943 in Rußland vermißt war kamen wir am 9 2 45 ins Pfarrhaus Ich begann sofort i V zu amtieren hielt Gottesdienste u Beerdigungen u Konf

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  • De Brügg bi Slemmin - Texte von Ersnat Moritz Arndt
    ook dem wilden Jäger sine Hund hett hedd keen Kalf hedd ick achter de Sünn äwer de Brügg kregen Darüm steit da herüm ook jümmer dat schönste un längste Gras denn dat Veh müßt den Verstand verlaren hebben dat da mit egnem Willen gräsen gahn wull un ick glöw keen dummer Dreihhals van Schaap edder Goos würd da een Halmken anrühren Un wer des Nachts äwer de Brügg föhren edder riden mütt o Herre Jemerus wat kost t dat oft vör Künst un Sprüng Un wo snuwen de Perd un zittern un daddern un bäwern vör Angst datt se äwer de behexte Brügg schälen un scheten up der Brügg in de Knee un laten den schumigen Sweet vam Liwe drüppeln as hedden se een paar Mil im Galopp lopen edder as wenn se in de Lüchting van Kanonen springen schullen De Minsch alleen wett nicks davon wenn se em t nich vörtellt hebben edder wenn he nich in der Nacht kümmt un de Ulen und Kraihen in so dickem Swark üm de Düwelsbrügg flegen Un ditt is de Geschicht van der Brügg In Zornow was eene smucke Dern eenes Schepers Dochter de hedd sick dreimal vörjumfert un jedesmal ehr Kind ümbröcht un de drei Kinder in dem Graben bi der Brügg in de Erd steken Äwerst achter dem drüdden Kinde is de Satansundhad utkamen un se hebben de Dern nahmen un se in eenen Sack dhan un bi der Brügg in dem Graben vörsöpt un hebben de Lik van der armen Sünnersche bi ehren Kindekens ingraben Äwerst wat künn tüschen dissen Vördrag wesen Un t is darnah eene dulle un wilde Wirtschaft worden datt den Lüden de Haar to Barg stahn sünt so hebben sich de flegenden un klagenden Geisterken van den Kindekens föhlen un vernehmen laten Un wer in dem Holte wat to dhon hett dem will ick nich raden datt he sick lang nah Sünnenunnergang edder vör Sünnenupgang da betrappeln lett Dat piept un flüstert un wispert un tutet un hült da denn de ganze Nacht dörch as wenn Katten Hochtid hollen edder lütte Kinder quarren un Ulengequiek un Kraihengeschrei klingt jümmer datüschen Denn in eener hollen Eek äwer der Brügg sitt Dag und Nacht eene olde Ul un dat is de arme Schepersdochter de in disser Welt keene Rauh findt Un des Nachts mütt se jümmer hen un her flegen van Boom to Boom un van Twig to Twig un schreien un quiken datt eenem de Haar up dem Kopp susen un drei junge Ulen uhuen un flegen jümmer achter ehr her un dat sünt de drei Kinder de se vermordt hett Äwerst tüschen twelw un een da geit et erst recht lustig un Gott gnade dem de denn äwer de Brügg mütt Denn hett sick dat ganze Ulenrik tosam vörgadert un se maken eene Musik in der Luft wornah dat ganze düwelsche Heer in der ersten Mainacht danzen künn un een hungriger Wulf mit glönigem Rachen steit an der Eck un hölt eene Baßviol tüschen den

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