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  • Luther gegen den Krieg in Wurzen
    oder Zunge des Wortes Gottes Denn sein Wort ist Gottes Wort vgl Luk 10 16 Und Gott hat nicht seinesgleichen und keinen Nächsten sondern ist Richter Vollstrecker und Herr über alle un ist in diesem plötzlichen Streit bisher weder eine richterliche Untersuchung noch eine Verhandlung erfolgt viel weniger ein endgültiges Urteil gesprochen worden woraufhin man mit gutem Gewissen strafen könnte Und es gibt ja doch dieses besondere Kleinod das Fürstliche Hofgericht lies Internationaler Gerichtshof dazu so viele besonders löbliche Grafen Herren Ritter und gelehrte Juristen die die Angelegenheit zuvor anhören und bedenken könnten zuletzt auch die erbvereinigten Fürsten lies Vereinte Nationen UNO und vielleicht noch mehr als ich weiß Bei ihnen könnte man zuvor Recht oder Unrecht beider Seiten erforschen und erheben damit man nichts gegen Gott und die eigene Seligkeit tue und also ohne einen Rechtsspruch gesucht gehört und zur Kenntnis genommen zu haben Land und Leute Leib und Seele derart dem Teufel zu Ehren und Gott zur Schande opfern müßte as Städtchen Wurzen ist doch die Unkosten nicht wert die bereits entstanden sind geschweige denn solchen großen Zorn so erhabener mächtiger Fürsten und blühender Länder Auf vernünftige Leute macht das keinen anderen Eindruck als wenn sich zwei betrunkene Bauern im Wirtshaus prügeln um ein zerbrochenes Glas oder zwei Narren um ein Stück Brot nur daß der Teufel und seine Glieder zu gerne aus einem solchen Funken ein großes Feuer entfachen und den Feinden eine Freude den Türken ein Gelächter und dem Evangelium eine besondere Schande bereiten wollen damit er durch seine Lästermäuler rühmen kann Siehe da das sind die evangelischen Fürsten und Länder die aller Welt den Weg zum Himmel weisen wollen und allen Menschen die Wahrheit lehren Solche Narren und Kinder sind sie geworden daß sie selber noch nicht wissen wie man nur geringfügige weltliche Angelegenheiten auf dem Rechtswege und mit Vernunft anfaßt Pfui über die Evangelischen Ja freilich solches werden wir hören müssen vom Teufel und von aller Welt Und Gott wird das sehr wenig gefallen daß sein Name um unsertwillen so entheiligt werden soll Röm 2 24 o ist dieser Krieg wie beide Seiten wohl wissen wenn sie darüber nachdenken auch kein Krieg sondern ein richtiger Aufruhr jawohl ein Aufruhr im eigenen Hause in dem sich der Vater gegen den Sohn und der Bruder gegen den Vater stellt Denn die beiden Fürstentümer sind so nahe miteinander verwandt daß sie mit Recht ein Haus ein Geblüt genannt werden können von oben bis unten Beide Fürsten lagen unter zweier Schwestern Herzen sodann ist der Adel heute der sogenannte Geldadel untereinander verwandt verschwistert verschwägert befreundet ja so sehr verbrüdert verwandt wie Vater und Sohn zueinander stehend daß man wohl von einem Hause sprechen kann und von einem Blute Auch die Bürger und Bauern haben einander Töchter und Söhne gegeben und genommen daß man sich nicht näherkommen könnte Und dieses Geblüt das sich so nahesteht ja so eins ist sollte durch den Teufel derart gegeneinander gekehrt und gewendet werden um einer Laus oder Nisse willen Denn was kann Wurzen

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  • Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden.
    weil unter den drey Mächten der Heeresmacht der Bundesmacht und der Geldmacht die letztere wohl das zuverläßigste Kriegswerkzeug seyn dürfte wenn nicht die Schwierigkeit die Größe desselben zu erforschen dem entgegenstände 4 Es sollen keine Staatsschulden in Beziehung auf äußere Staatshändel gemacht werden Zum Behuf der Landesökonomie der Wegebesserung neuer Ansiedelungen Anschaffung der Magazine für besorgliche Mißwachsjahre usw außerhalb oder innerhalb dem Staate Hülfe zu suchen ist diese Hülfsquelle unverdächtig Aber als entgegenwirkende Maschine der Mächte gegeneinander ist ein Creditsystem ins Unabsehliche anwachsender und doch immer für die gegenwärtige Forderung weil sie doch nicht von allen Gläubigern auf einmal geschehen wird gesicherter Schulden die sinnreiche Erfindung eines handeltreibenden Volks in diesem Jahrhundert eine gefährliche Geldmacht nämlich ein Schatz zum Kriegführen der die Schätze aller andern Staaten zusammengenommen übertrifft und nur durch den einmal bevorstehenden Ausfall der Taxen der doch auch durch die Belebung des Verkehrs vermittelst der Rückwirkung auf Industrie und Erwerb noch lange hingehalten wird erschöpft werden kann Diese Leichtigkeit Krieg zu führen mit der Neigung der Machthabenden dazu welche der menschlichen Natur eingeartet zu seyn scheint verbunden ist also ein großes Hinderniß des ewigen Friedens welches zu verbieten um desto mehr ein Präliminarartikel desselben seyn müßte weil der endlich doch unvermeidliche Staatsbankerott manche andere Staaten unverschuldet in den Schaden mit verwickeln muß welches eine öffentliche Läsion der letzteren seyn würde Mithin sind wenigstens andere Staaten berechtigt sich gegen einen solchen und dessen Anmaßungen zu verbünden 5 Kein Staat soll sich in die Verfassung und Regierung eines andern Staats gewaltthätig einmischen Denn was kann ihn dazu berechtigen Etwa das Skandal was er den Unterthanen eines andern Staats giebt Es kann dieser vielmehr durch das Beyspiel der großen Uebel die sich ein Volk durch seine Gesetzlosigkeit zugezogen hat zur Warnung dienen und überhaupt ist das böse Beyspiel was eine freye Person der andern giebt als scandalum acceptum keine Läsion derselben Dahin würde zwar nicht zu ziehen seyn wenn ein Staat sich durch innere Veruneinigung in zwey Theile spaltete deren jeder für sich einen besondern Staat vorstellt der auf das Ganze Anspruch macht wo einem derselben Beystand zu leisten einem äußern Staat nicht für Einmischung in die Verfassung des andern denn es ist alsdann Anarchie angerechnet werden könnte Solange aber dieser innere Streit noch nicht entschieden ist würde diese Einmischung äußerer Mächte Verletzung der Rechte eines nur mit seiner innern Krankheit ringenden von keinem andern abhängigen Volks selbst also ein gegebenes Skandal seyn und die Autonomie aller Staaten unsicher machen 6 Es soll sich kein Staat im Kriege mit einem andern solche Feindseligkeiten erlauben welche das wechselseitige Zutrauen im künftigen Frieden unmöglich machen müssen als da sind Anstellung der Meuchelmörder percussores Giftmischer venefici Brechung der Kapitulation Anstiftung des Verraths perduellio in dem bekriegten Staat etc Das sind ehrlose Stratagemen Denn irgend ein Vertrauen auf die Denkungsart des Feindes muß mitten im Kriege noch übrig bleiben weil sonst auch kein Friede abgeschlossen werden könnte und die Feindseligkeit in einen Ausrottungskrieg bellum internecinum ausschlagen würde da der Krieg doch nur das traurige Nothmittel

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  • Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden
    die beste Wenn das soviel sagen soll die am besten geführte Regierung ist am besten geführt so hat er nach Schwifts Ausdruck eine Nuß aufgebissen die ihn mit einer Made belohnte soll es aber bedeuten sie sey auch die beste Regierungsart d i Staatsverfassung so ist es grundfalsch denn Exempel von guten Regierungen beweisen nichts für die Regierungsart Wer hat wohl besser regiert als ein Titus und Markus Aurelius und doch hinterließ der eine einen Domitian der andere einen Commodus zu Nachfolgern welches bey einer guten Staatsverfassung nicht hätte geschehen können da ihre Untauglichkeit zu diesem Posten früh genug bekannt war und die Macht des Beherrschers auch hinreichend war um sie auszuschließen dem Volk ohne alle Vergleichung mehr gelegen als an der Staatsform wiewohl auch auf dieser ihre mehrere oder mindere Angemessenheit zu jenem Zwecke sehr viel ankommt Zu jener aber wenn sie dem Rechtsbegriffe gemäß sein soll gehört das repräsentative System in welchem allein eine republikanische Regierungsart möglich ohne welches sie die Verfassung mag seyn welche sie wolle despotisch und gewaltthätig ist Keine der alten so genannten Republiken hat dieses gekannt und sie mußten sich darüber auch schlechterdings in dem Despotism auflösen der unter der Obergewalt eines Einzigen noch der erträglichste unter allen ist Das Völkerrecht soll auf einen Föderalismus freier Staaten gegründet seyn Völker als Staaten können wie einzelne Menschen beurtheilt werden die sich in ihrem Naturzustande d i in der Unabhängigkeit von äußern Gesetzen schon durch ihr Nebeneinanderseyn lädiren und deren jeder um seiner Sicherheit willen von dem andern fordern kann und soll mit ihm in eine der bürgerlichen ähnliche Verfassung zu treten wo jedem sein Recht gesichert werden kann Dies wäre ein Völkerbund der aber gleichwohl kein Völkerstaat seyn müßte Darin aber wäre ein Widerspruch weil ein jeder Staat das Verhältnis eines Oberen Gesetzgebenden zu einem Unteren gehorchenden nämlich dem Volk enthält viele Völker aber in einem Staat nur ein Volk ausmachen würden welches da wir hier das Recht der Völker gegen einander zu erwägen haben so fern sie so viel verschiedene Staaten ausmachen und nicht in einem Staat zusammenschmelzen sollen der Voraussetzung widerspricht Gleichwie wir nun die Anhänglichkeit der Wilden an ihre gesetzlose Freyheit sich lieber unaufhörlich zu balgen als sich einem gesetzlichen von ihnen selbst zu constituirenden Zwange zu unterwerfen mithin die tolle Freyheit der vernünftigen vorzuziehen mit tiefer Verachtung ansehen und als Rohigkeit Ungeschliffenheit und viehische Abwürdigung der Menschheit betrachten so sollte man denken müßten gesittete Völker jedes für sich zu einem Staat vereinigt eilen aus einem so verworfenen Zustande je eher desto lieber herauszukommen Statt dessen aber setzt vielmehr jeder Staat seine Majestät denn Volksmajestät ist ein ungereimter Ausdruck gerade darin gar keinem äußeren gesetzlichen Zwange unterworfen zu seyn und der Glanz seines Oberhaupts besteht darin daß ihm ohne daß er sich eben selbst in Gefahr setzen darf viele Tausende zu Gebot stehen sich für eine Sache die sie nichts angeht aufopfern zu lassen So gab ein bulgarischer Fürst dem griechischen Kayser der gutmüthigerweise seinen Streit mit ihm durch einen Zweykampf ausmachen wollte zur Antwort Ein Schmidt der Zangen hat wird das glühende Eisen aus den Kohlen nicht mit seinen Händen herauslangen und der Unterschied der europäischen Wilden von den amerikanischen besteht hauptsächlich darin daß da manche Stämme der letzteren von ihren Feinden gänzlich sind gegessen worden die ersteren ihre Ueberwundene besser zu benutzen wissen als sie zu verspeisen und lieber die Zahl ihrer Unterthanen mithin auch die Menge der Werkzeuge zu noch ausgebreiteteren Kriegen durch sie zu vermehren wissen Bey der Bösartigkeit der menschlichen Natur die sich im freyen Verhältnis der Völker unverholen blicken läßt indessen daß sie im bürgerlich gesetzlichen Zustande durch den Zwang der Regierung sich sehr verschleyert ist es doch zu verwundern daß das Wort Recht aus der Kriegspolitik noch nicht als pedantisch ganz hat verwiesen werden können und sich noch kein Staat erkühnet hat sich für die letztere Meynung öffentlich zu erklären denn noch werden Hugo Grotius Puffendorf Vattell u a m lauter leidige Tröster obgleich ihr Codex philosophisch oder diplomatisch abgefaßt nicht die mindeste gesetzliche Kraft hat oder auch nur haben kann weil Staaten als solche nicht unter einem gemeinschaftlichen äußeren Zwange stehen immer treuherzig zur Rechtfertigung eines Kriegsangriffs angeführt ohne daß es ein Beyspiel giebt daß jemals ein Staat durch mit Zeugnissen so wichtiger Männer bewaffnete Argumente wäre bewogen worden von seinem Vorhaben abzustehen Diese Huldigung die jeder Staat dem Rechtsbegriffe wenigstens den Worten nach leistet beweist doch daß eine noch größere obzwar zur Zeit schlummernde moralische Anlage im Menschen anzutreffen sey über das böse Princip in ihm was er nicht ableugnen kann doch einmal Meister zu werden und dies auch von andern zu hoffen denn sonst würde das Wort Recht den Staaten die sich einander befehden wollen nie in den Mund kommen es sey denn bloß um seinen Spott damit zu treiben wie jener gallische Fürst es erklärte Es ist der Vorzug den die Natur dem Stärkern über den Schwächern gegeben hat daß dieser ihm gehorchen soll Da die Art wie Staaten ihr Recht verfolgen nie wie bey einem äußern Gerichtshofe der Proceß sondern nur der Krieg seyn kann durch diesen aber und seinen günstigen Ausschlag den Sieg das Recht nicht entschieden wird und durch den Friedensvertrag zwar wohl dem diesmaligen Kriege aber nicht dem Kriegszustande immer zu einem neuen Vorwand zu finden ein Ende gemacht wird den man auch nicht geradezu für ungerecht erklären kann weil in diesem Zustande jeder in seiner eigenen Sache Richter ist gleichwohl aber von Staaten nach dem Völkerrecht nicht eben das gelten kann was von Menschen im gesetzlosen Zustande nach dem Naturrecht gilt aus diesem Zustande herausgehen zu sollen weil sie als Staaten innerlich schon eine rechtliche Verfassung haben und also dem Zwange anderer sie nach ihren Rechtsbegriffen unter eine erweiterte gesetzliche Verfassung zu bringen entwachsen sind indessen daß doch die Vernunft vom Throne der höchsten moralisch gesetzgebenden Gewalt herab den Krieg als Rechtsgang schlechterdings verdammt den Friedenszustand dagegen zur unmittelbaren Pflicht macht welcher doch ohne einen Vertrag der Völker unter sich nicht gestiftet oder gesichert werden kann

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  • Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden.;
    scheint um sie nicht unbenutzt zu lassen enthalten ist schon bewundernswürdig Noch deutlicher aber leuchtet der Zweck hervor wenn man gewahr wird wie außer den bepelzten Thieren am Ufer des Eismeeres noch Robben Wallrosse und Wallfische an ihrem Fleische Nahrung und mit ihrem Thran Feurung für die dortigen Anwohner darreichen Am meisten aber erregt die Vorsorge der Natur durch das Treibholz Bewunderung was sie ohne daß man recht weiß wo es herkommt diesen gewächslosen Gegenden zubringt ohne welches Material sie weder ihre Fahrzeuge und Waffen noch ihre Hütten zum Aufenthalt zurichten könnten wo sie dann mit dem Kriege gegen die Thiere gnug zu thun haben um unter sich friedlich zu leben Was sie aber dahin getrieben hat ist vermuthlich nichts anders als der Krieg gewesen Das erste Kriegswerkzeug aber unter allen Thieren die der Mensch binnen der Zeit der Erdbevölkerung zu zähmen und häuslich zu machen gelernt hatte ist das Pferd denn der Elephant gehört in die spätere Zeit nämlich des Luxus schon errichteter Staaten so wie die Kunst gewisse für uns jetzt ihrer ursprünglichen Beschaffenheit nach nicht mehr erkennbare Grasarten Getraide genannt anzubauen ingleichen die Vervielfältigung und Verfeinerung der Obstarten durch Verpflanzung und Einpfropfung vielleicht in Europa bloß zweyer Gattungen der Holzäpfel und Holzbirnen nur im Zustande schon errichteter Staaten wo gesichertes Grundeigenthum statt fand entstehen konnte nachdem die Menschen vorher in gesetzloser Freyheit von dem Jagd Unter allen Lebensweisen ist das Jagdleben ohne Zweifel der gesitteten Verfassung am meisten zuwider weil die Familien die sich da vereinzelnen müssen einander bald fremd und sonach in weitläuftigen Wäldern zerstreut auch bald feindselig werden da eine jede zu Erwerbung ihrer Nahrung und Kleidung viel Raum bedarf Das Noachische Blutverbot 1 M IX 4 6 welches öfters wiederholt nachher gar den neuangenommenen Christen aus dem Heidenthum obzwar in anderer Rücksicht von den Judenchristen zur Bedingung gemacht wurde Apost Gesch XV 20 XXI 25 scheint uranfänglich nichts anders als das Verbot des Jägerlebens gewesen zu seyn weil in diesem der Fall das Fleisch roh zu essen oft eintreten muß mit dem letzteren also das erstere zugleich verboten wird Fischer und Hirtenleben bis zum Ackerleben durchgedrungen waren und nun Salz und Eisen erfunden ward vielleicht die ersteren weit und breit gesuchten Artikel eines Handelsverkehrs verschiedener Völker wurden wodurch sie zuerst in ein friedliches Verhältnis gegen einander und so selbst mit Entfernteren in Einverständnis Gemeinschaft und friedliches Verhältnis unter einander gebracht wurden Indem die Natur nun dafür gesorgt hat daß Menschen allerwärts auf Erden leben könnten so hat sie zugleich auch despotisch gewollt daß sie allerwärts leben sollten wenngleich wider ihre Neigung und selbst ohne daß dieses Sollen zugleich einen Pflichtbegriff voraussetzte der sie hiezu vermittelst eines moralischen Gesetzes verbände sondern sie hat zu diesem ihrem Zweck zu gelangen den Krieg gewählt Wir sehen nämlich Völker die an der Einheit ihrer Sprache die Einheit ihrer Abstammung kennbar machen wie die Samojeden am Eismeer einerseits und ein Volk von ähnlicher Sprache zweyhundert Meilen davon entfernt im Altaischen Gebirge andererseits wozwischen sich ein anderes nämlich mongalisches berittenes und hiemit kriegerisches Volk gedrängt und so jenen Theil ihres Stammes weit von diesem in die unwirthbarsten Eisgegenden versprengt hat wo sie gewis nicht aus eigener Neigung sich hin verbreitet hätten Man könnte fragen Wenn die Natur gewollt hat diese Eisküsten sollten nicht unbewohnt bleiben was wird aus ihren Bewohnern wenn sie ihnen dereinst wie zu erwarten ist kein Treibholz mehr zuführete Denn es ist zu glauben daß bey fortrückender Cultur die Einsassen der temperierten Erdstriche das Holz was an den Ufern ihrer Ströme wächst besser benutzen es nicht in die Ströme fallen und so in die See wegschwemmen lassen werden Ich antworte Die Anwohner des Obstroms des Jenisey des Lena usw werden es ihnen durch Handel zuführen und dafür die Produkte aus dem Thierreich woran das Meer an den Eisküsten so reich ist einhandeln wenn sie die Natur nur allererst den Frieden unter ihnen erzwungen haben wird eben so die Finnen in der nördlichsten Gegend von Europa Lappen genannt von den jetzt eben so weit entfernten aber der Sprache nach mit ihnen verwandten Ungern durch dazwischen eingedrungene Gothische und Sarmatische Völker getrennt und was kann wohl anders die Eskimos vielleicht uralte europäische Abentheurer ein von allen Amerikanern ganz unterschiedenes Geschlecht im Norden und die Pescheräs im Süden von Amerika bis zum Feuerlande hingetrieben haben als der Krieg dessen sich die Natur als Mittel bedient die Erde allerwärts zu bevölkern Der Krieg aber selbst bedarf keines besondern Bewegungsgrundes sondern scheint auf die menschliche Natur gepfropft zu seyn und sogar als etwas Edles wozu der Mensch durch den Ehrtrieb ohne eigennützige Triebfedern beseelt wird zu gelten so daß Kriegesmuth von amerikanischen Wilden sowohl als den europäischen in den Ritterzeiten nicht bloß wenn Krieg ist wie billig sondern auch daß Krieg sey von unmittelbarem großem Werth zu seyn geurtheilt wird und er oft bloß um jenen zu zeigen angefangen mithin an dem Kriege an sich selbst eine innere Würde gesetzt wird sogar daß ihm auch wohl Philosophen als einer gewissen Veredlung der Menschheit eine Lobrede halten uneingedenk des Ausspruchs jenes Griechen Der Krieg ist darin schlimm daß er mehr böse Leute macht als er deren wegnimmt So viel von dem was die Natur für ihren eigenen Zweck in Ansehung der Menschengattung als einer Thierklasse thut Jetzt ist die Frage die das Wesentliche der Absicht auf den ewigen Frieden betrifft Was die Natur in dieser Absicht beziehungsweise auf den Zweck den dem Menschen seine eigene Vernunft zur Pflicht macht mithin zur Begünstigung seiner moralischen Absicht thue und wie sie die Gewähr leiste daß dasjenige was der Mensch nach Freyheitsgesetzen thun sollte aber nicht thut dieser Freyheit unbeschadet auch durch einen Zwang der Natur daß er es thun werde gesichert sey und zwar nach allen drey Verhältnissen des öffentlichen Rechts des Staats Völker und weltbürgerlichen Rechts Wenn ich von der Natur sage sie will daß dieses oder jenes geschehe so heißt das nicht soviel als sie legt uns eine Pflicht auf es zu thun denn das kann nur die zwangsfreye praktische Vernunft sondern sie

    Original URL path: http://www.khirte.de/frieden/frie12_z.html (2016-05-02)
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  • Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden.;
    aber für die gesetzgebende Autorität eines Staats dem man natürlicherweise die größte Weisheit beilegen muß verkleinerlich zu sein über die Grundsätze seine Verhaltens gegen andere Staaten bei Unterthanen den Philosophen Belehrung zu suchen gleichwohl aber sehr ratsam es zu tun Also wird der Staat die letztere stillschweigend also indem er ein Geheimnis daraus macht dazu auffordern welches soviel heißt als er wird sie frei und öffentlich über die allgemeine Maximen der Kriegsführung und Friedensstiftung reden lassen denn das werden sie schon von selbst tun wenn man es ihnen nur nicht verbietet und die Übereinkunft der Staaten untereinander über diesen Punkt bedarf auch keiner besonderen Verabredung der Staaten unter sich in dieser Absicht sondern liegt schon in der Verpflichtung durch allgemeine moralisch gesetzgebende Menschenvernunft Es ist aber hiemit nicht gemeint daß der Staat den Grundsätzen des Philosophen vor den Aussprüchen des Juristen des Stellvertreters der Staatsmacht den Vorzug einräumen müsse sondern nur daß man ihn höre Der letztere der die Waage des Rechts und nebenbei auch das Schwert der Gerechtigkeit sich zum Symbol gemacht hat bedient sich gemeiniglich des letzteren nicht um etwa bloß alle fremde Einflüsse von dem ersteren abzuhalten sondern wenn die eine Schale nicht sinken will das Schwert mit hinein zu legen vae victis wozu der Jurist der nicht zugleich auch der Moralirät nach Philosoph ist die größte Versuchung hat weil es seines Amts nur ist vorhandene Gesetze anzuwenden nicht aber ob diese selbst nicht einer Verbesserung bedürfen zu untersuchen und rechnet diesen in der Tat niedrigeren Rang seiner Fakultät darum weil er mit Macht begleitet ist wie es auch mit den beiden anderen der Fall ist zu den höheren Die philosophische steht unter dieser verbündeten Gewalt auf einer sehr niedrigen Stufe So heißt es z B von der Philosophie sie sei die Magd der Theologie und ebenso

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  • Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden
    was aus ihm gemacht werden kann zu kennen wozu ein höherer Standpunkt der Anthropologischen Beobachtung erfordert wird mit diesen Begriffen aber versehen ans Staats und Völkerrecht wie es die Vernunft vorschreibt gehen so können sie diesen Überschritt nicht anders als mit dem Geist der Chicane thun indem sie ihr gewohntes Verfahren eines Mechanisms nach despotisch gegebenen Zwangsgesetzen auch da befolgen wo die Begriffe der Vernunft einen nur nach Freyheitsprincipien gesetzmäßigen Zwang begründet wissen wollen durch welchen allererst eine zu Recht beständige Staatsverfassung möglich ist welche Aufgabe der vorgebliche Praktiker mit Vorbeygehung jener Idee empirisch aus Erfahrung wie die bisher noch am besten bestandene mehrentheils aber rechtswidrige Staatsverfassungen eingerichtet waren lösen zu können glaubt Die Maximen deren er sich hiezu bedient ob er sie zwar nicht laut werden läßt laufen ohngefähr auf folgende sophistische Maximen hinaus 1 Fac et excusa Ergreife die günstige Gelegenheit zur eigenmächtigen Besitznehmung entweder eines Rechts des Staats über sein Volk oder über ein anderes benachbarte die Rechtfertigung wird sich weit leichter und zierlicher nach der That vortragen und die Gewalt beschönigen lassen vornehmlich im ersten Fall wo die obere Gewalt im Innern so fort auch die gesetzgebende Obrigkeit ist der man gehorchen muß ohne darüber zu vernünfteln als wenn man zuvor auf überzeugende Gründe sinnen und die Gegengründe darüber noch erst abwarten wollte Diese Dreustigkeit selbst gibt einen gewissen Anschein von innerer Ueberzeugung der Rechtmäßigkeit der That und der Gott bonus euentus ist nachher der beste Rechtsvertreter 2 Si fecisti nega Was du selbst verbrochen hast z B um dein Volk zur Verzweiflung und so zum Aufruhr zu bringen das läugne ab daß es deine Schuld sey sondern behaupte daß es die der Widerspenstigkeit der Unterthanen oder auch bey deiner Bemächtigung eines benachbarten Volks die Schuld der Natur des Menschen sey der wenn er dem Andern nicht mit Gewalt zuvorkommt sicher darauf rechnen kann daß dieser ihm zuvorkommen und sich seiner bemächtigen werde 3 Divide et impera Das ist sind gewisse privilegierte Häupter in deinem Volk welche dich bloß zu ihrem Oberhaupt primus inter pares gewählt haben so veruneinige jene unter einander und entzweye sie mit dem Volk stehe nun dem letztern unter Vorspiegelung größerer Freyheit bei so wird alles von deinem unbedingten Willen abhängen Oder sind es äußere Staaten so ist Erregung der Mishelligkeit unter ihnen ein ziemlich sicheres Mittel unter dem Schein des Beystandes des Schwächeren einen nach dem andern dir zu unterwerfen Durch diese polititischen Maximen wird nun zwar niemand hintergangen denn sie sind insgesammt schon allgemein bekannt auch ist es mit ihnen nicht der Fall sich zu schämen als ob die Ungerechtigkeit gar zu offenbar in die Augen leuchtete Denn weil sich große Mächte nie vor dem Urtheil des gemeinen Haufens sondern nur eine vor der andern schämen was aber jene Grundsätze betrifft nicht das Offenbarwerden sondern nur das Mislingen derselben sie beschämt machen kann denn in Ansehung der Moralität der Maximen kommen sie alle untereinander überein so bleibt ihnen immer die politische Ehre übrig auf die sie sicher rechnen können nämlich die der Vergrößerung ihrer Macht auf welchem Wege sie auch erworben seyn mag Wenn gleich eine gewisse in der menschlichen Natur gewurzelte Bösartigkeit von Menschen die in einem Staat zusammen leben noch bezweifelt und statt ihrer der Mangel einer noch nicht weit genug fortgeschrittenen Cultur die Rohigkeit zur Ursache der gesetzwidrigen Erscheinungen ihrer Denkungsart mit einigem Scheine angeführt werden möchte so fällt sie doch im äußeren Verhältnis der Staaten gegen einander ganz unverdeckt und unwidersprechlich in die Augen Im Innern jedes Staats ist sie durch den Zwang der bürgerlichen Gesetze verschleyert weil der Neigung zur wechselseitigen Gewaltthätigkeit der Bürger eine größere Gewalt nämlich die der Regierung mächtig entgegenwirkt und so nicht allein dem Ganzen einen moralischen Anstrich causae non causae giebt sondern auch dadurch daß dem Ausbruch gesetzwidriger Neigungen ein Riegel vorgeschoben wird die Entwickelung der moralischen Anlage zur unmittelbaren Achtung fürs Recht wirklich viel Erleichterung bekommt Denn ein jeder glaubt nun von sich daß er wohl den Rechtsbegriff heilig halten und treu befolgen würde wenn er sich nur von jedem andern eines Gleichen gewärtigen könnte welches letztere ihm die Regierung zum Theil sichert wodurch dann ein großer Schritt zur Moralität obgleich noch nicht moralischer Schritt gethan wird diesem Pflichtbegriff auch um sein selbst willen ohne Rücksicht auf Erwiederung anhänglich zu seyn Da ein jeder aber bey seiner guten Meynung von sich selber doch die böse Gesinnung bey allen anderen voraussetzt so sprechen sie einander wechselseitig ihr Urtheil daß sie alle was das Factum betrifft wenig taugen woher es komme da es doch der Natur des Menschen als eines freyen Wesens nicht Schuld gegeben werden kann mag unerörtert bleiben Da aber doch auch die Achtung für den Rechtsbegriff deren der Mensch sich schlechterdings nicht entschlagen kann die Theorie des Vermögens ihm angemessen zu werden auf das feyerlichste sanctionirt so sieht ein jeder daß er seinerseits jenem gemäß handeln müsse Andere mögen es halten wie sie wollen Aus allen diesen Schlangenwendungen einer unmoralischen Klugheitslehre den Friedenszustand unter Menschen aus dem kriegerischen des Naturzustandes herauszubringen erhellet wenigstens so viel daß die Menschen eben so wenig in ihren Privatverhältnissen als in ihren öffentlichen dem Rechtsbegriff entgehen können und sich nicht getrauen die Politik öffentlich bloß auf Handgriffe der Klugheit zu gründen mithin dem Begriffe eines öffentlichen Rechts allen Gehorsam aufzukündigen welches vornehmlich in dem des Völkerrechts auffallend ist sondern ihm an sich alle gebührende Ehre wiederfahren lassen wenn sie auch hundert Ausflüchte und Bemäntelungen aussinnen sollten um ihm in der Praxis auszuweichen und der verschmitzten Gewalt die Autorität anzudichten der Ursprung und der Verband alles Rechts zu seyn Um dieser Sophisterey wenn gleich nicht der durch sie beschönigten Ungerechtigkeit ein Ende zu machen und die falsche Vertreter der Mächtigen der Erde zum Geständnisse zu bringen daß es nicht das Recht sondern die Gewalt sey der sie zum Vortheil sprechen von welcher sie gleich als ob sie selbst hiebey was zu befehlen hätten den Ton annehmen wird es gut seyn das Blendwerk aufzudecken womit man sich und andere hintergeht das oberste Princip von dem

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  • Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden
    jedem das Seine bestimmenden allgemeinen Willens schon in seinem Begriffe enthält und dieser status iuridicus muß aus irgend einem Vertrage hervorgehen der nicht eben gleich dem woraus ein Staat entspringt auf Zwangsgesetze gegründet seyn darf sondern allenfalls auch der einer fortwährend freyen Association seyn kann wie der oben erwähnte der Föderalität verschiedener Staaten Denn ohne irgendeinen rechtlichen Zustand der die verschiedene physische oder moralische Personen thätig verknüpft mithin im Naturstande kann es kein anderes als bloß ein Privatrecht geben Hier tritt nun auch ein Streit der Politik mit der Moral diese als Rechtslehre betrachtet ein wo dann jenes Criterium der Publicität der Maximen gleichfalls seine leichte Anwendung findet doch nur so daß der Vertrag die Staaten nur in der Absicht verbindet unter einander und zusammen gegen andere Staaten sich im Frieden zu erhalten keineswegs aber um Erwerbungen zu machen Da treten nun folgende Fälle der Antinomie zwischen Politik und Moral ein womit zugleich die Lösung derselben verbunden wird a Wenn einer dieser Staaten dem andern etwas versprochen hat es sey Hülfleistung oder Abtretung gewisser Länder oder Subsidien u dgl frägt sich ob er sich in einem Fall an dem des Staats Heil hängt vom Worthalten dadurch los machen kann daß er sich in einer doppelten Person betrachtet wissen will erstlich als Souverän da er Niemanden in seinem Staat verantwortlich ist dann aber wiederum bloß als oberster Staatsbeamte der dem Staat Rechenschaft geben müsse da denn der Schluß dahin ausfällt daß wozu er sich in der ersteren Qualität verbindlich gemacht hat davon werde er in der zweyten losgesprochen Wenn nun aber ein Staat oder dessen Oberhaupt diese seine Maxime laut werden ließe so würde natürlicherweise entweder ein jeder Andere ihn fliehen oder sich mit Anderen vereinigen um seinen Anmaßungen zu widerstehen welches beweiset daß Politik mit aller ihrer Schlauigkeit auf diesen Fuß der Offenheit ihren Zweck selber vereiteln mithin jene Maxime unrecht seyn müsse b Wenn eine bis zur furchtbaren Größe potentia tremenda angewachsene benachbarte Macht Besorgnis erregt kann man annehmen sie werde weil sie kann auch unterdrücken wollen und giebt das den Mindermächtigen ein Recht zum vereinigten Angriffe derselben auch ohne vorhergegangene Beleidigung Ein Staat der seine Maxime hier bejahend verlautbaren wollte würde das Uebel nur noch gewisser und schneller herbeyführen Denn die größere Macht würde der kleineren zuvorkommen und was die Vereinigung der letzteren betrifft so ist das nur ein schwacher Rohrstab gegen den der das divide et impera zu benutzen weiß Diese Maxime der Staatsklugheit öffentlich erklärt vereitelt also nothwendig ihre eigene Absicht und ist folglich ungerecht c Wenn ein kleinerer Staat durch seine Lage den Zusammenhang eines größeren trennt der diesem doch zu seiner Erhaltung nöthig ist ist dieser nicht berechtigt jenen sich zu unterwerfen und mit dem seinigen zu vereinigen Man sieht leicht daß der größere eine solche Maxime ja nicht vorher müsse laut werden lassen denn entweder die kleinern Staaten würden sich frühzeitig vereinigen oder andere Mächtige würden um diese Beute streiten mithin macht sie sich durch ihre Offenheit selbst unthunlich ein Zeichen daß sie

    Original URL path: http://www.khirte.de/frieden/frie12_a2.html (2016-05-02)
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  • der Konflikt in den der Eid auf Hitler zwangsläufig verstrickte in fürchterlichster Form wiederholen müßte Denn Bürgerkrieg bedeutet gegenseitige Vernichtung von Menschen die durch gemeinsame Muttersprache durch leibliche Verwandtschaft durch tausend seelische Fäden verknüpft sind Deutschen Soldaten die den neuen Eid leisten kann befohlen werden einer deutschen Stadt das gleiche anzutun was andere der Stadt Dresden angetan haben und es wird ihnen befohlen werden wenn es gefährlicher ist als damals Wer dabei nicht in Konflikt des Gewissens gerät hat überhaupt keins Hier hätte dann jede Ethik ebenso ein Ende wie bei den Geheimbefehlen Hitlers Vor einer endgültigen Stellungnahme zu einem künftigen deutschen Soldateneid verlangen deshalb die folgenden Fragen eine eindeutige Beantwortung 1 Wird der künftigen deutschen Streitmacht noch als oberste Pflicht auferlegt werden das eigene Volk und Vaterland zu schützen Ja oder nein 2 Im Fall der Verneinung wer oder was dispensiert den deutschen Soldaten von dieser Pflicht 3 Im Fall der Bejahung wie ist diese Pflicht bei der Auflösung der staatlichen Selbständigkeit in ein zwar noch nicht existierendes aber geplantes Staatswesen Europa zu erfüllen 4 Welche Pflicht hat die künftige Streitmacht gegenüber einem Verhalten der Staatsregierung das die Tatbestandsmerkmale des Landesverrats aufweist 5 Wodurch wird eine künftige deutsche Streitacht

    Original URL path: http://www.khirte.de/frieden/frie3.html (2016-05-02)
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