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  • Zeittafel Schlemmin
    wollte sich mit ihm darüber besprechen und ihm einige Lebensmittel bringen Wir wollen doch sehr hoffen daß es nicht eigentlich der Pastor war der siehe 1559 durch seinen Appetit den Mangel an Lebensmitteln verursacht hatte 1583 84 Ein Küster wird angestellt 1594 Sandsteinepitaph mit Himmelfahrtsrelief Wappen und Säulen für Klaus von Thun Grabplatte im Fußboden 1608 Herr in Schlemmin und Kirchenpatron ist Otto von Thun geboren 1585 verheiratet mit Anna von Behr von Nustrow und von Semelow fürstlich pommerscher Landraht er regelt die Versorgung des Pfarrers Schillinck 1612 1617 Johannes Strevius studiert in Rostock und Wittenberg ist Pastor 1618 Michael Scultetus Schulz ist Pastor unbekannt wie lange er erhält mehrere Legate des Patrons Otto von Thun zu den Legaten 1620 Der Herzog Philipp Inlius erteilt dem Otto von Thun eine Urkunde über den Verkauf zwei wüster Hufen in Neuen Rostock und über Zahlung von 2000 Gulden Im gleichen Jahr bestätigt Herzog Bogislav XIV den 1482 erteilten Lehnsbrief 1625 1629 Die Pest in Schlemmin das Sterberegister 1629 weist 76 Pesttote aus mehr über die Pest 1627 Während Otto von Thun in Wolgast weilt um im Auftrag der Herzöge von Pommern mit dem kaiserlichen Feldmarschall von Arnicus zu verhandeln überfallen die Wallensteiner Schlemmin und plündern es völlig aus Er wird Mitglied des Consilium status 1632 1653 Nicodemus Michaelis als Pastor von Schlemmin belegt 1637 bis 1673 1637 stirbt der Herr von Schlemmin Otto von Thun Fürstl Pommerscher Landrat und Erbherr auf Schlemmin und Zarnow verehelicht mit Anna v Behr a d H Nustrow und Semlow und sein Sohn Philipp Christoph v Thun 1617 1673 Pommerscher Landrat Meckl Hptm zu Neukalden u Gnoien Erbherr zu Schlemmin Tribohm Forkenbeck übernimmt das Regiment Die Gegend ist durch den Dreißigjährigen Krieg nahezu gänzlich verwüstet 1640 verläßt der neue Herr Schlemmin für vier Wanderjahre 1644 kehrte er zurück und heiratet 1649 die Jungfrau Sophia v Heydebreck Tochter des Kaiserl Obristwachtmeisters zu Roß Thomas v Heydebreck auf Zuchen und Brandeshagen in Hinterpommern Sie hatten zwei Söhne Christoph Heinrich und Otto Friedrich und eine Tochter Anna Ilsabe Sophia starb 1655 1657 heiratete er Eva Dorothea v Platen Tochter des Jürgen v Platen auf Ventz und Gemekow Es wurden ein Sohn Georg Ehrenreich und eine Tochter Sophie geboren Der schwedische König ernannte ihn 1661 zum Landrat von Vorpommern Er verstarb 1673 nachdem er mit Pastor Joachim Schröder in Dargun vertrauliche Unterredungen geführt hatte wobei er einen starcken ungewöhnlichen Frost sampt sonderbahren grossen Schmerzen am rechten Fuß empfunden hatte 1661 1666 Joachim Schröder ist Pastor ab 1680 ist er Hofprediger und Superintendent in Güstrow 1666 Nach dem Tode des Johann Matthaeus v Thun übernimmt sein ältester Sohn Gustav Friedrich 1654 bis 1693 verheiratet mit Ilsabe Margarethe von Berkenthien die Herrschaft auf Schlemmin 1667 1677 Joachim Ruch amtiert als Pastor 1680 1712 Alexander Kölpin studiert in Greifswald und Rostock ist Pastor bis zu seinem Tode ihm folgt im Amt sein gleichnamiger Sohn 1693 Gustav Friedrich v Thun stirbt Sein jüngerer Bruder Otto Christoph v Thun 1664 bis 1743 verheiratet mit Anna Johanna

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  • Der Schlemminer Eierkrieg
    nicht möglich Die Links erlauben es die Seiten direkt zu öffnen Sie kommen mit Hilfe des Browsers jeweils zurück zu dieser Übersicht Schlemminer Eierkrieg Übersicht Erster Antrag noch mehr Verweigerer Es geht weiter und weiter und immer noch Die Regierung

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  • Die Tribohmer Kirche
    aus ursprünglicher Lage an der Giebelkante versetzt worden dann müßten dort eigentlich stärkere Störungen im Fugenverlauf zu sehen sein Mehr über die Kammer erfahren wir aus dem Lagerbuch der Gemeinde welches die Vermögenswerte auflistet Im August 1888 wurde dort eingetragen Im Norden ist ein Anbau massiv gewölbt früher sog Garbekammer Carmentaria Gewänder dann Erbbegräbniß der Familie von Thun jetzt nicht mehr gebraucht lang 6m tief 4 hoch 2 An diesem Eintrag ist erstens die Aussage gewölbt interessant Denn davon gibt es keine Spur mehr Zweitens die Erklärung zum Namen Wie man von Carmentaria was heutigen Lateinbüchern zufolge nicht wirklich Gewänder heißt und auch ein eingeklammertes armentaria Rinderhirte sein könnte wie man also zu Garbekammer kommt bleibt rätselhaft Der Chor von Süden Eine spätere Zutat stellt das spätgotische Fenster dar Nur an der Fugendichte ist erkennbar daß diesem Fenster zwei der originalen schmalen Fenster zum Opfer fielen Die geschnittene Kante in der Dachdeckung des Schiffes läßt erkennen daß sich der östliche Giebel ebenso wie seine westlicher Bruder stark nach Westen neigt Diese Neigung ist bei einer Wandstärke von etwa einem Meter nicht bedrohlich Das Langhaus Das kurze Langhaus von Norden Der Kirchenhistoriker Biederstedt schreibt in seinen Beyträge n zur Geschichte der Kirchen und Prediger in Neuvorpommern etwa um 1820 über diese Kirche Ihr Bau zeigt noch Elemente der byzantinischen Architektur mit dem Spitzbogen des Übergangsstiles wechselnd Sie ist ganz aus Feldsteinen erbaut und von höchst einfacher Anlage Das Schiff natürlich ohne Pfeilerstellung ist länglich viereckig der Altarraum schmaler und ebenfalls von viereckiger Form ohne Nische beide werden durch einen schweren einfachen Spitzbogen voneinander getrennt Die Türen sind ebenfalls im einfachen Spitzbogen mit mehreckiger Gliederung gebildet Die sehr schmalen Fenster sind durch 3 Halbkreisbogen überdeckt Je drei Fenster finden sich an den Wänden des Schiffes je eins an den Seitenwänden des Altarraumes eins der letzteren ist später erweitert worden zwei an der östlichen Wand und zwischen diesen ein kleines Rundfenster Die Einfassung der Türen und Fenster besteht hier nicht aus Ziegelstein Letztere Tatsache unterscheidet die Tribohmer Kirche von vielen anderen Feldsteinkirchen der Epoche Die meisten Fenster lassen wie rechts eines aus der Südwand erkennen daß sie nachträglich nach unten verlängert worden sind Die Tür ist ein Denk mal für sich Könnte es sein daß sie nicht für diese Türöffnung gebaut wurde Diese ist sicher nicht nachträglich angelegt denn innen gibt es noch die Löcher in die man Sperrbalken schob wie das nächste Bild zeigt Stammen die Beschläge von einem Scheunentor oder einem früheren Eingangstor im Westgiebel Dafür spricht nicht die Größe selbst die ist in der Gegend üblich vgl die Schwesterkirche in Schlemmin sondern die Stärke der Angeln Die Tür ist 2002 repariert worden das Foto zeigt den neuesten Stand Das Mauerwerk in Bodennähe verbirgt nicht daß Sanierung not tut Das Balkenloch an der Innenseite Erkennbar ist daß die Tür anders als die aktuelle ursprünglich nach innen öffnete Dieser Blick entlang der Südwand des Langhauses vor dem Beginn der Turmsanierung aufgenommen erklärt warum es seit vielen Jahrzehnten keine frontale Gesamtansicht dieser Wand

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  • Das Innere der Tribohmer Dorfkirche
    charaktervoll Man studiere nur den Buchhalter am Altar Das ist wahrlich keine Plastik von der Stange Detailansicht von der reich geschmückten Kanzel Wer pausbäckige und stupsnäsige Engel liebt hier kommt er voll auf seine Kosten Unbekannt ist ob für diese Plastiken Tribohmer Kinder Modell gestanden haben Egal wer Modell stand die Aufmerksamkeit der Gottesdienstbesucher werden diese überaus lebendigen Figuren nicht erhöht haben Die weißen Zettel die gegenwärtig die Kanzel zieren gehören zu den Farbuntersuchungen im Zuge der schon erwähnten Studie die HIER nachzulesen ist Figuren und Wappen auf dem Patronatsgestühl Der dahinter erkennbare Wandanstrich verdankt seine Buntheit leider nicht den Bemühungen eines Malers Seine ursprüngliche Farbe war wohl ein strahlendes Weiß Rechts ds von Thunsche Wappen in anderer Fassung auch hier mit himmlischer Wache Der Halbmond krönte früher auch das Kirchendach Gäbe es den heute noch dort könnte das in heutigen multikulturellen Zeiten wohl mißverstanden werden Detail von der Chorsüdwand Es handelt sich um Reste vom südlichen Patronatsgestühl Wer mehr über die Familie von Thun wissen will wird in der Schlemminer Geschichtstafel mit den dort angebotenen historischen Texten fündig Prachtvolles Wappen der Plenniner im Patronatsgestühl Plennin gehörte schon 1583 zu Tribohm besaß ursprünglich auch eine eigene Kapelle und wurde 1974 nach Semlow umgemeindet Die Aufschrift benennt Friedrich von Hertell 1780 1855 Der aufmerksame Betrachter fragt sich ob man in Plennin etwa die Äcker mit Kanonen bestellt und das Obst mit Pfeilen geerntet hat Letzteres wäre ja eine interessante Variante zur schweizerischen Nationalgeschichte Sorry liebe Familie von Hertell war ja nur Spaß Farbige Malerei geritzte Konturen unterhalb der hier weiß erscheinenden modernen Deckschicht Bevor die Maler anrücken können muß eine Entscheidung darüber gefällt werden ob Teile der historischen Malerei freigelegt werden bzw für welche der diversen Farbversionen man sich entscheidet So interessant alte Malereien an und für sich auch sein mögen

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  • Buchholz-Orgel in der Tribohmer Kirche
    Manual C f 3 Prinzipal 8 Gedackt 8 Oktave 4 Rohrflöte 4 Quinte 2 2 3 Superoktave 2 Pedal C d 1 Subbaß 16 Nebenzug Calcanten Glocke Die zuständigen Orgelsachverständigen der Landeskirche konnten im Dezember 1994 bei der Abnahme feststellen Nicht nur wegen ihres Alters sondern gerade auch wegen ihres nahezu 100 igen Originalzustandes und wegen ihrer hohen Qualität konnte der Buchholz Orgel in Tribohm seit jeher Denkmalwert zuerkannt werden

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  • Tribohmer Grabkreuze
    den Pommern fern Unsere eisernen Grabkreuze sind schwer und sehr einfach und klar im Aufbau ebenso wie unsere Backsteinkirchen im Gegensatz zu den Hausteindomen Süddeutschlands Ganz entschieden wird an der Kreuzform festgehalten und als schmückendes Beiwerk mit Vorliebe die Tulpe verwandt Der im Text erwähnte Stiefel ist mittlerweile leider verschwunden Schade Darüber hinaus weisen die Tribohmer Grabkreuze noch ein besonderes Merkmal auf Unter ihnen befindet sich das Grabkreuz für einen Christian Martin Luhde vom Jahre 1835 an dessen einem Querarm ein kleiner eiserner Stiefel hängt Die Nachforschung im Kirchenbuch ergab nun daß Luhde Schumacher gewesen ist und somit der kleine Stiefel auf seinen Beruf hinweisen soll An fünf anderen Kreuzen befinden sich am Querarm ebenfalls noch Löcher und Haken Aber die hier ehemals angebrachten Anhänger sind verloren gegangen Die Entzifferung der Anschriften auf den Kreuzen hat nun mit Hilfe des Tribohmer Kirchenbuches ergeben daß alle diese Kreuze der einen Schusterfamilie angehören und es darf wohl mit Sicherheit angenommen werden daß die Grabkreuze der ganzen Sippe gleichviel ob sie für Kinder oder Frauen bestimmt waren mit dem Berufszeichen des Stiefels geschmückt waren Mit dieser Familie war auch der Schmied des Dorfes verwandt der seinerseits das Hufeisen in sein Grabkreuz hineinkomponierte Es

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  • Zeittafel zu Tribohm
    Pleban in Tribohm bis 1414 1414 Am 22 November verkaufen die Brüder Heyne Vicke und Hennecke Behr Söhne des verstorbenen Heyne Behr d Ä auf Behrenwalde wiederverkäuflich dem Kloster Neuencamp 14 Mark sundische Pacht aus zwei Bauernhöfen zu Tribohm beackert von Heinrich Timme und Radelef Blome für 40 Mark zur Stiftung einer Vikarei 1421 Wahrscheinliches Erbauungsjahr des Turmes 1455 Am 17 September tauschen die Brüder Hennig und Marquard Behr zu Behrenwalde vom Kloster Neuencamp einen 2 Hufen großen Bauernhof in Tribohm ohne Holz gegen ihren 1 Hufe großen Hof zu Millienhagen ein Das Holz verkaufte das Kloster an Achim von Scherping und Lanfrens Preen 1456 Patronat wird vom Kloster Neuencamp zu deren Gründung der Universität Greifswald geschenkt der Rektor erhält das Vorschlagsrecht für den Pfarrer Bestätigung erfolgt aber über den Abt von Neuencamp durch den Bischof 1462 Am 17 März verpfändet Hennig Behr zu Behrenwalde dem Heinrich York zu Barth 5 sund Mark jährliche Pacht aus zwei Bauernhöfen in Tribohm für 50 sund Mark 1535 Das Patronatsrecht geht an den Herzog über 1536 Die Klostergüter gehen durch die Reformation in Staatsbesitz über Pastoren sind ein Sander danach Peter Wigell vor 1558 1569 Joachim Lonemann wird Pastor in Tribohm 1558 ist Kirchenvisitation er beschwert sich über einen Bauern der Dienste verweigert 1569 wird er von den von Behr Hans und Huchelt de Beeren auf der Barther Synode beschuldigt daß er die Becher Kannen Pötte zwischen den Zähnen fassen aussaufen und überwärts werfen könne und vom Herzog seines Amtes enthoben Lieber Herzog gesunde Zähne sind eine Gottesgabe und gewiss keine Bestrafung wert Übrigens ist die Geschichte noch nicht am Ende Lonemann soll an die Beschuldiger geschrieben haben um ihre Ehrbarigkeiten zu bitten denjenigen zu melden der ihren Ehrbarigkeiten solches aus Haß und Falschheit schändlich angebracht habe Darüberhinaus soll er seinerseits seinen Amtskollegen Nikolaus aus Pantlitz zu einem ehrbaren Leben ermahnen 1583 Eine Kirchenmatrikel aus diesem Jahre erwähnt eine Kirche St Katharinenwurt in Tribohm es gehören zum Kirchspiel die Orte Tribohm Palmzin Plennin Gruel und Camitz Erwähnt werden ältere Pfarrer ohne Jahresangaben Es amtiert Johannes Henning 1603 1609 Gerd Rubenow wird Pfarrer in Tribohm Bei seinem Tode am 20 März 1609 hinterließ er eine mannbare Tochter nebst einer abgelebeten und zur Ehe untüchtigen frawen 1609 1635 Sein Nachfolger Franz Breitsprecher heiratet die mannbare Tochter seines Vorgängers und versieht bis zu seinem Tode 1635 das Amt 1627 Martini fallen die kaiserlichen Truppen ein Tribohm hat etwa 750 Einwohner Wo sollen denn die alle gewohnt haben Dies fragt sich der Kenner des heutigen Tribohm besorgt 1627 1629 Die Kirche dient den kaiserlichen Truppen unter Wallenstein als Magazin die Inneneinrichtung wird zerstört 1631 Die Matrikel weist 12 Hufen als Besitz der Dosendbergs aus 1635 Magister Martin Meyer wird Pastor in Tribohm ihm folgt bald Magister Schaumig He58 Anmerkung zu ersterem Nach anderen Quellen soll er Martin Hirte geheißen haben Eine im Blick auf den heutigen Pastor höchst brisante Differenz 1637 Besitzer von Tribohm wird Philipp Christoph von Thun er erhält diesen Besitz von Huchelt von Raethen

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  • Schäden an der Tribohmer Kirche
    finden sie meist erst dann Aufmerksamkeit wenn Ihr Stundenschlag jemanden stört Das Turminnere bedarf wegen seines komplizierten Aufbaus besonderer Würdigung Die zunächst unsichere Datierung des Turmes bzw eines umfassenden Turmumbaus wird gestützt durch eine der Glocken Sie stammte aus dem Jahr 1650 wurde vermutlich dem Krieg 1870 71 geopfert und 1873 ersetzt Balken im Turmdach mit Meisterinschrift es folgt die Jahreszahl 1650 Der Balken ist bei einem Umbau des Glockenstuhles entweder 1745 oder auch beim Einbau der Stahlglocken 1873 in veränderter Lage eingebaut worden Fachleute meinen der Balken hätte ursprünglich zu einer Empore gehört Daß sich der Herr Werckmeister auf einem Recycling Balken verewigt kann man wohl ausschließen Wenn diese Theorie stimmt dann kann die Jahreszahl nichts über den Turm aussagen Der Turmeingang mit seiner beeindruckenden von Zeitläuften und Nässe gezeichneten Schwelle Der Turm dessen Inneres ein höchst komplexes Balkengewirr nicht nur Laien beeindruckt ist nicht etwa nur ein Glockenturm Auch wenn der Turm flüchtig besehen so aussieht als müßte er ohne die Kirche umfallen er enthält eine schon historische Stützkonstruktion die den Westgiebel der Kirche am Einfallen hindert Wer s nicht glaubt studiere die folgenden Bilder oder besser das Turminnere selbst Ein Blick in das Innere des Turmes das man wenn man Schmutz nicht fürchtet mit Gewinn durchsteigt Erkennbar ist daß zwischen Giebelwand und Turm Feuchtigkeit eindringt was ernstere Schäden verursacht hat Der imposante Glockenstuhl mußte 1873 beim Einbau der stählernen Ersatzglocken verändert werden Wie schwer die Schäden in der Substanz sind wird an einem herausgenommenen Balkenteil aus dem unteren Bereich des Turmes sichtbar In mehreren Metern Höhe hängen hier zenterschwere Klamotten aus der Wand Potentielle Selbstmörder seien allerdings darauf hingewiesen daß diese Steine schon längere Zeit so hängen Der Turm ist auch noch nicht so verfault daß es sich lohnt auf den Absturz der Steine zu warten Übrigens ist dieser Westgiebel aktenkundig spätestens seit dem Dreißigjährigen Krieg einsturzgefährdet Dafür zeugen außer dem Turm auch die möglicherweise schon kurz nach dem Bau errichteten Stützmauern Rechts die südliche Aus der Zeit des dreißigjährigen Krieges ca 1625 wird über diesen Westgiebel der ja im Bild durch den Turm und die Stützmauer fast völlig verdeckt ist berichtet daß er einzustürzen drohe Damals wurde die Kirche von den kaiserlichen Truppen Wallensteins als Magazin genutzt Altar Kanzel Chor und Kirchengestühl wurden zerstört auch eine der Glocken schließlich fiel auch das Dach teilweise ein Der aufmerksame Laie in Baufragen fragt sich was die ausgerechnet im Riß sitzenden Anker wohl bewirken sollen Der Riss markiert etwa die Stärke der Giebelwand und belegt daß diese eine gewisse Kippneigung besitzt Die Reparatur kann sich hier nicht darauf beschränken von außen die Fugen zu vermörteln Der gleiche Bereich aus anderer Perspektive gibt einen Eindruck vom komplizierten Zusammenspiel von Turm und Schiff Wie oben schon erwähnt ist die Konstruktion des Turmes so ausgelegt daß der Turm den Giebel unterstützt Ohne den Turm würde der Giebel seiner Mauerstärke wegen nicht einfach umkippen wohl aber könnte er wegen des stark geschädigten Mauergefüges in sich zusammenfallen Wie man dank ausführlicher Untersuchungen von 1998

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