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  • Pantlitz, Geschichte des Dorfes und der Kirche
    lobt Leider hat sich im Laufe der Zeit herausgestellt daß die Glasur der zum Thurm und der Verzierung der Umfassungsmauem verwandten Steine der Witterung nicht widersteht Der schöne Thurm verlor bald an seinem Aussehen und an der Umfassung bröckelten die glasierten Steine hier und da ab Eine große Reparatur wird leider bald nötig sein 28 Der Turmhelm war massiv aus Ziegelsteinen die zugleich seine Bedachung ausmachten gebaut worden Die Dachtraufe des Kirchenschiffes und des Chores endete über dem Mauerwerk und war nicht über die Mauer hinweggeführt worden So drang bald zunehmend Feuchtigkeit in das Gebäude ein Ob auf Grund mehrerer Gutachten die im Laufe der Zeit angefertigt wurden das erste bereits 1886 Reparaturen durchgeführt worden sind soll hier nicht untersucht werden 1926 und 1927 sind schließlich zu Pastor Dunbars Zeit auf Grund eines Gutachtens des Provinzialkirchlichen Bauamtes für Pommern zu Stettin gefertigt durch den Geheimen Baurat Rösener 29 umfangreiche Arbeiten durch das Stralsunder Baugeschaft Th Teichen Inhaber Dipl Ing Dalmer ausgeführt worden Dabei wurden an Kirchen und Turmwänden schadhafte Steine ausgewechselt die Traufe des Daches über Wand und Sims hinausgeführt Die wichtigste Arbeit war jedoch die Sicherung und Eindeckung des Turmhelms Dieser machte nach Röseners Gutachten ungefähr den Eindruck als ob er eine wirksame Beschiessung ausgehalten hatte 30 Das Mauerwerk wurde ausgebessert und darauf ein Lattengerüst gebracht und verschalt Der so verschalte Turm wurde mit Kupferblech eingedeckt Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 24 000 RM 31 4 Zum Beschluß die Kirche aufzugeben Warum hat die Kirchengemeinde 1972 ihre Kirche in Pantlitz aufgegeben Um diese Frage beantworten zu können müssen wir uns die Entwicklung der Kirchengemeinde Pantlitz ansehen Zur Pantlitzer Kirche gehörten bis 1958 die Einwohner der Dörfer Pantlitz Behrenshagen Daskow Dettmannsdorf Prusdorf und Tempel Die früher selbständige Pfarrstelle Pantlitz ist seit etwa 1680 mit der in Ahrenshagen kombiniert 32 1861 hatte das Pantlitzer Kirchspiel 608 Einwohner 1895 nur noch 547 33 Durch die Besiedlung von Tempel und Prusdorf nahm die Zahl der Einwohner zu so daß 1939 795 Einwohner gezählt wurden 1956 werden auf Grund der noch vorhandenen hohen Zahl von Flüchtlingen 1450 Seelen angegeben 34 1958 sind die drei größten Dörfer Behrenshagen Daskow und Tempel pfarramtlich zu Damgarten gelegt worden Die Kirchengemeinde Pantlitz schrumpfte auf 1964 349 Einwohner 35 Doch diese Zahl täuscht denn darin sind die Bewohner von Ahrenshagen die südlich der Hauptstraße leben als Siedler auf Prusdorfer Grund und Boden mitenthalten Diese nutzten die Pantlitzer Kirche nur in den ersten Jahren und hielten sich bald zur Kirche in Ahrenshagen So hatten die drei zur Pantlitzer Kirche zählenden Dörfer Pantlitz Prusdorf und Dettmannsdorf um 1970 noch etwa 180 Einwohner Dettmannsdorf galt als bald ausgelöschtes Dorf Prusdorf war in ähnlicher Lage und in der staatlichen Planung auch zum Verschwinden bestimmt Die Zahl der Einwohner verringerte sich also zusehends Ebenso nahm seit Jahren auch die Zahl der Christen bzw der aktiven Gemeindeglieder ab Manch ein Gottesdienst fiel aus weil niemand kam Im Winter 1969 luden einige aktive Gemeindeglieder in ihre warme Stube zum Gottesdienst ein Dieser Vorschlag zunächst für den Winter bestimmt ab 1971 auch im Sommer praktiziert kam aus der Pantlitzer Gemeinde nicht vom Pastor und beim Pastor hat sich auch kein Pantlitzer über eine solche Praxis beschwert Zugleich stand die Frage im Raum was mit dem Kirchengebäude unabhängig von der damals praktizierten Gottesdienstpraxis wird Schon 1970 hatte die Pantlitzer Kirche für rund 100 Besucher mehr Platz als die Kirchengemeinde Einwohner hatte Die Zahl der evangelischen Gemeindeglieder die die Kirche aus ihren Mitteln erhalten sollte war ja weitaus noch geringer Lag ihre Zahl um 1970 bei schätzungsweise 80 der Einwohnerschaft so mag sie heute auf etwa 30 40 gesunken sein Sollte die Kirche erhalten bleiben so mußte jetzt 1970 75 etwas dazu getan werden Die Landeskirche stellte dazu aber keine Mittel zur Verfügung sie riet zum Abriß Die Kirchengemeinde Pantlitz konnte aus eigenen Kräften nicht das nötige Geld aufbringen und aus der nichtchristlichen Einwohnerschaft war damals keine Hilfe zu erwarten In früheren Zeiten hatten die Patrone die ja die großen Wirtschaftsbetriebe Güter hatten und aus ihnen auch die entsprechenden Mittel für solche Zwecke bereitstellen konnten die jeweils benötigten Gelder zur Verfügung gestellt Doch welche LPG hatte um 1970 so etwas machen können selbst wenn die Leitung es als ihren kulturellen Beitrag gesehen hätte 36 So hat der Gemeindekirchenrat unter Beratung durch den Beirat das sind 25 Personen darunter mehrere Pantlitzer nach vielen Gesprächen im Februar 1972 schweren Herzens beschlossen die Kirche aufzugeben Niemand hat dagegen gestimmt und jeder der damals dabei war hat wohl bis heute sich immer wieder gefragt ob dies die richtige Entscheidung war Alle die damals dabei waren werden froh sein daß jetzt die Verantwortung zum Teil an einen Träger außerhalb der Kirchengemeinde abgeben werden konnte und mit Hilfe von Sponsoren und einer teilweise anderen Nutzung das die Landschaft so prägende Gebäude vielleicht doch an spätere Generationen weitergegeben werden kann 5 Zum Verbleib der Einrichtung und zur Beachtung bei möglichen Bauarbeiten an der Pantlitzer Kirche a Zu den früheren Einrichtungsstücken 1 Die beiden hölzernen Epitaphien der Familie von Mörder Henning Julius von Mörder 1699 Arend Christoph von Mörder 1702 Sie sind zu Zeiten von Pastor Naß abgenommen und auf die Orgelempore gelegt worden Später sind mehrmals Jugendliche oder ältere Kinder in die Kirche eingedrungen und haben Teile vor allem des einen Epitaphs entfernt und in den Recknitzwiesen weggeworfen wie mir Pantlitzer Einwohner erst Monate später nachdem sie diese Teile in den Wiesen gesehen aber liegengelassen hatten erzählten Wir haben die Epitaphien dann zunächst zur Sicherung nach Ahrenshagen bringen lassen und sie haben dort in der Kirche nun ihren Platz und sollten ihn auch behalten zumal die von Mörder auch Patrone der Ahrenshäger Kirche waren 2 Die drei Kabinettscheiben um 1600 1 Jürgen Holste 2 Wappen und Beischrift Jürgen Steinkeller 3 Wappen und Beischrift Hans Steinkeller 37 befinden sich im Pfarrhaus in Ahrenshagen 3 Kruzifix und Leuchter 1869 sind ebenfalls im Pfarrhaus in Ahrenshagen 4 Die Orgel von Mehmel Stralsund 1869 ist auch mehrmals von jugendlichen Einbrechern heimgesucht worden Um den Rest einer sinnvollen Nutzung zuzuführen
    http://www.khirte.de/pantlitz/pant1.html (2016-05-02)


  • Die Grne Post, 21. Februar 1932: Knobelbecher und Versailler Vertrag
    haben sind mit vielen Fäden verknüpft mit ihrer schwedischen Linie In Preußen jedenfalls ist der Stammvater Heinrich v M gewesen und sein Sohn Hugo Freiherr von Mecklenburg geboren 1845 gestorben 1916 übernahm den Besitz Und dieser Besitz bestand aus vier Gütern Pantlitz Ahrenshagen Todenhagen und Neuenlübke Nun ja Hugo ist Sammler gewesen aber niemals Landwirt Achttausend preußische Morgen solch ein Gebiet ist wohl kaum in einem Tag zu Fuß abzumarschieren waren in seiner Hand Aber schon im Februar waren die Scheunen leer und seine Gnaden der Herr Baron saßen auch lieber in Berlin wo ihn zarte Banden fesselten welche allmählich so eng wurden dass nach dem Tode des Baron Hugo 1916 ein junger Rechtsanwalt als illegitimer Spross mit in den Kampf um die Erbschaft eintrat Aber der Rechtsanwalt schied bald aus dem Rennen aus Eine Schwester des verstorbenen Barons zog nach Kriegsende mit siebzehn Wagen voller kostbarer Möbel auf Schloss Pantlitz ein Gebessert war gar nichts Die alte Dame war völlig ungewohnt der Geschäfte dieser Welt und ihre unverheiratete Tochter eigentlich Regentin des Hauses verband ihre Geschäfts Unkenntnisse noch mit dem Gegenteil von dem was man volkstümlich oder gar gütig nennt Hugo selig hat sich bei einem Stallbau von 5000 Mark um einen lumpigen Zwanzigmarkschein mit seinem Baumeister entzweit den er übrigens samt den Handwerkern im Gänsestall übernachten ließ Hugo zahlte den armen Handwerkern grundsätzlich nur zu Neujahr aber seine Nachfolgerinnen zahlten sehr bald überhaupt nicht mehr im Jahre 1925 waren sie total pleite Schon fünf Jahre vorher war ihnen von ihrem schlecht bewirtschafteten Riesenbesitz zwei Güter Todenhagen und Ahrenshagen durch das Reichssiedlungsgesetz von 1919 enteignet worden Das ergab sofort einen Prozeß beim Kammergericht beim Reichsgericht Man berief sich auf die schwedische Staatszugehörigkeit doch beide Gerichte wiesen die Klägerinnen zurück Wo einst nur zwei Güter Ahrenshagen und Todenhagen inmitten weiter Flächen lagen und mehr schlecht als recht existieren konnten sind heute 134 Bauernsiedlungen entstanden Vorn im Bild das kleine Format mehr eine Arbeitersiedlung Links eine der sonst üblichen Bauernsiedlungen mit etwa 50 Morgen Land Und so begann auf dem enteigneten 4000 Morgen großen Gelände zum ersten Mal ein wirklicher landwirtschaftlicher Betrieb Denn die hier angesetzten 134 Posener Flüchtlinge gingen mit Schwung an die Arbeit Jeder hatte etwa 5000 Mark aus seiner Reichs Entschädigung eingezahlt und jeder hatte mit 15 Mark jetzt 18 Mark monatliche Rente zu rechnen Seine Bauernstelle umfasst fünfzig sechzig oder achtzig Morgen Und jeder Morgen der einst nicht mehr als 2 5 Zentner Hafer gebracht hatte gibt heute 16 Zentner Der Anfang auf dem verluderten Boden ist allerdings bitter schwer gewesen und auch der Vorsichtigste hat in den ersten vier Jahren seine 6000 Mark Betriebsschulden auf dem Halse gehabt Jedenfalls wer Mecklenburg und Pommern in einem Zuge durchstreift hat der bleibt stehen wenn sein über unendliche Flächen gleitender Blick plötzlich festhackt an einer wohl geordneten Straßen Reihe mit schlichten Wohnhäusern und rechtwinklig angebauten Holzscheunen Auf Steinwurf entfernt stehen diese Siedlungen hinter ihnen rutschen die Felder in den Himmel Was die Großbauern in der Nähe sind sie halten
    http://www.khirte.de/pantlitz/knobelbecher.html (2016-05-02)

  • Berechnungen zur Abmessungen und Lage der Tribohmer Kirche
    1267 854 et Vossinge dicti 1270 909 dictus Vos Bei letzteren ist deutlich die niederdeutsche Fassung des hochdeutschen Fuchs verwendet Natürlich begegnen auch Vulpes Welpes u ä latinisierte Formen von Fuchs 5 Ähnliche Familiennamen Eine schon früher 1267 auftretende Familie im Gefolge des pommerschen Herzogs Barnim I im Pommerschen Urkundenbuch als adlige Familie bezeichnet heißt Mordkule Sie begegnet später als bürgerliche Familie in Kolberg und in Köslin und könnte ihren Familiennamen von einem geographischen Begriff der Mordku h le bei Altdamm haben Anders jedoch die rügensche Familie Mord t berner die bereits bei ihrem ersten Auftreten im Fürstentum Rügen 1313 1316 mit diesem Namen eindeutig versehen ist ohne Zusatz dictus Im Siebmacherschen Wappenbuch wird die Vermutung ausgesprochen daß die Familie aus Schleswig Holstein stammen könnte und wegen Wappengleichheit eines Wappens sonst führte die Familie andere Wappen mit den rügenschen von Krassow stammverwandt sein könnte Die Mordberner erloschen wahrscheinlich zu Anfang des 15 Jahrhunderts Beide Familien Mordkule was ja noch als Herkunftsname angängig wäre und Mordbrenner Mordberner führen ihre Namen ohne sich zu schämen Es sind auch keine adäquaten latinisierten Formen 6 Kommt der Name vom lateinischen mordere Die Deutung des Namens vom lateinischen mordere beißen etwas fassen greifen müßte von der Sprache her diese Form Morder e Beißen Beißer im Lateinischen ermöqlichen Das geht aber nicht So hießen Gotan und seine Nachkommen beï ½der Aussage dictus Mordere Gotan genannt das Beißen Dazu paßt auch nicht die ständige Großschreibung des Namens Einen Zusatz beim Personennamen als Übernamen nur mit einem Verb gibt es nicht Wäre der Name lateinisch abgeleitet von der Infinitivform mordere beißen fassen greifen richtig wiedergegeben müßte es heißen Gotan dictus Mordentis Gotan genannt einer der beißt der Beißer bzw Gotan dictus Morditus Gotan genannt der gebissen hat 7 Rang und Besitz der Familie a Stellung in den Urkunden Der uns als Stammvater des Geschlechts Mörder bekannte Gotan tritt immer nur als Zeuge in anderweitigen Beurkundungen auf d h es sind auf uns keine von ihm ausgestellten Urkunden gekonmen In den Urkunden der Rostocker Herren der Fürsten Heinrich Borwin III Johannes und Waldemar begegnet er uns zwischen dem 2 Mai 1244 und dem 11 November 1276 vierzehnmal davon 8 mal an 1 Stelle in der Zeugenreihe Bei den Rügenfürsten Jaromar II und Wizlaw II erscheint er unter den Zeugen erstmals im Jahr 1253 ohne Datum ausgestellt in Tribsees zuletzt am 1 Mai 1279 insgesamt einunddreißigmal davon an 1 Stelle 7 mal an 2 Stelle 10 mal an 3 Stelle 10 mal Er folgt hier in nachgeordneter Folge den Brüdern der urkundenden Fürsten bzw den Mitgliedern der Seitenlinien des Fürstenhauses Rügen den Putbus und den Gristow Diese Stellung in den Zeugenreihen verdeutlicht daß Gotan zum Hochadel zu rechnen ist zumindestens keinem kleinen Geschlecht entstanmt b Besitz Gotans bzw seiner Söhne Johann und Heinrich Vielleicht schon Gotan ganz sicher jedoch sein Sohn Heinrich hat geringen Besitz bei Rostock Teilbesitz in Pastow und Neuendorf und wohl auch in der Stadt Er wird von Gotans Enkeln Heinrichs Söhnen veräußert Bei Verkäufen von Teilen
    http://www.khirte.de/pantlitz/moerder.html (2016-05-02)



  • http://www.khirte.de/pantlitz/pant5.html (2016-05-02)

  • Die Schlemminer Kirche
    ausgeführt ist Gleich hinter dem rechten Bildrand beginnt Ziegelmauerwerk erkennbar im linken Bild Die gotischen Fenster sind Zutat der Erneuerung von 1878 und trotzdem schön Der sehr charakteristische Giebel der Ostwand mit einem Doppelkreuz Lothringisches Kreuz Wann und warum es hier angebracht wurde ist unklar Unten erkennt man veränderte Fenster Viele Kirchen der Umgebung sind von Osten nach Westen gebaut worden Die Chorwand gehört gewöhnlich zu den ältesten Teilen der Kirchen Hier ist diese Wand in Ziegelmauerwerk ausgeführt der Wechsel zu Feldsteinmauerwerk erfolgt in der Mitte des Langhauses Für Studierwillige In der Südwand ist dieser Grabstein zu bewundern Man erkennt ganz leicht daß er reich geschmückt und schwer zu entziffern ist An der Nordseite gibt es eine angebaute Sakristei die wie der südliche Anbau höchstwahrscheinlich von 1878 stammt Hier die Tür Sie zeigt die sehr großen und dekorativen Scharnierbänder wie sie in der Gegend üblich sind Besuchen wir den sehr schönen Turm Auch er zeigt Spuren vieler Veränderungen Die Haube stammt aus dem 18 Jahrhundert Die Turmhaube diesmal mit dem kulturell hoch bedeutsamen Wetterhahn Er symbolisiert heißt es Wachsamkeit Dem Wächter räumte man gerne den höchsten Platz im Ort ein deshalb die Kirchturmspitze Es gibt auch eine gut christliche Deutung wonach er an den Hahn erinnern soll der dem Petrus krähte nachdem er Jesus verleugnet hatte Aber wie Jacob Grimm in seiner Deutschen Mythologie schreibt gibt es auch eine weniger harmlose Bedeutung Die Wenden errichteten kreuzbäume brachten aber heimlich noch heidnisch gesinnt zu oberst auf der stange einen wetterhahn an Das ist noch nicht alles In Süddeutschland überhaupt nicht wendisch gibt es ihn schon im 10 Jahrhundert in Frankreich im 12 Jahrhundert und der Kirchenvater Meister Eckehart 1260 bis 1327 berichtet daß in das Kloster Herzfeld an der Lippe eingefallene Ungarn den Wetterhahn als Gottheit des Ortes betrachten worin der
    http://www.khirte.de/schlemmin/schl2.html (2016-05-02)

  • Das Innere der Schlemminer Kirche
    war ist fraglich Denn es gibt im nächsten Bild zu sehen Taufsteindeckel achteckig Es muß eine achteckige Taufe gegeben haben für die 1595 von den Patronen ein kunstvoll verzierter Deckel gestiftet wurde Das Bild zeigt ihn ungereinigt freigewischt nur die Jahreszahl Die Inschrift beginnt ANNO 1595 HATT CLAUS THUN VND ANNA VON Dazu passende Taufen stehen heute in Semlow und in Ahrenshagen Das Taufbecken eine sehr schöne Messingarbeit ist auch der Betrachtung wert Es zeigt den Sündenfall in sehr altertümlicher Darstellung mit unleserlicher Umschrift Diese Schale hat eine Schwester in Wollin Kreis Uecker Randow Die ist zwar in sich etwas anders geformt der Sündenfall ist aber kaum von unserem Schlemminer zu unterscheiden Die Wolliner Schale wird auf die Zeit um 1700 datiert wurde 1945 auf der Flucht in einem Straßengraben gefunden und hat danach zum Füttern der Gänse gedient Auch unsere Schale sieht so abgenutzt aus als habe sie außer dem Ersäufen der Sünde auch anderen Zwecken gedient Zur Atmosphäre tragen wesentlich die bunten Fenster bei welche nicht etwa biblische Geschichten sondern ausschließlich Wappen der Patrone und der angeheirateten Familien zeigen Im Bild eines der gut erhaltenen Fenster versehen mit dem Datum des 14 Dezember 1892 anläßlich der Hochzeit und der Schriftleiste Leonhard Graf zu Stolberg Wernigerode u Bertha Thekla Gräfin zu Solms Rödelheim Dichter ran Bitte klicken etwas Geduld ist vonnöten Zu den wenigen Zeugnissen aus der Zeit vor der Kirchenreparatur zählen Epitaphe Grabplatten wie man sie aus großen Stadtkirchen kennt Hier eine Gestaltung mit den Reihen der knieenden Familienmitglieder die zeitweise in Mode gewesen sein muß denn man sieht diese Art Epitaph öfter Allerdings ist die Bemalung ungewöhnlich man darf vermuten daß wir sie der Renovierung von 1878 verdanken Schadet sie Gewiß nicht wie oft ist man Epitaphien dieser Art die gewöhnlich schlohweiß sind vorbeigelaufen ohne überhaupt auf sie zu achten Es handelt sich hier um die Patronatsfamilie von Thun Das angegebene Jahr ist 1594 Betrachten wir es näher Unten in der Mitte die Familie trennend Freund Hein Gevatter Tod der Sensenmann Es gab viele Namen für ihn der hier ein bißchen steif und in kindlichen Proportionen dargestellt ist Der Volksmund wußte um seine Unausweichlichkeit und die Namen belegen es Man pflegte familiären Umgang mit ihm Er war kein Feind sondern der Freund der seine Pflicht tut Diesen Tod mußte man nicht besiegen denn seinerzeit nannte man sein Tun noch völlig unbefangen Erlösung Er trägt ein Stundenglas Symbol für das Verrinnen der Zeit Ein Symbol nur denn er pflegt zu sagen Dein letztes Stündlein hat geschlagen Stundengläser schlagen nicht das tun nur Turmuhren und ungezogene Halbstarke Moderne Uhren die immer im Kreis laufen oder ewig vor sich hinzählen verbergen geradezu daß Zeit unwiderruflich dahingeht und irgendwann für mich abgelaufen ist Unser Freund trägt eher als Zeichen denn zur Benutzung die Hippe Sense Eine Sense mit so breitem Blatt kann nicht oft geschärft worden sein Die Vertrautheit mit dem Tode neudeutsch die Akzeptanz die das beste Mittel gegen die Angst ist ist uns verloren gegangen Das Bild des Verstorbenen
    http://www.khirte.de/schlemmin/schl3.html (2016-05-02)

  • Buchholz-Orgel in der Schlemminer Kirche
    unverfälschtes Buchholzsches Original Die Reparatur wurde geplant genehmigt von Spendern finanziert 2002 begonnen und 2003 nach vielen Schwierigkeiten auch abgeschlossen Einzelheiten dazu enthält ein Zeitungsbericht aus dem Frühjahr 2002 den wir hier gerne zitieren Disposition Manual C f 3 Principal 8 Rohrflöte 8 Octave 4 Flauto dolce 4 Nasard 2 2 3 Octave 2 Pedal C d 1 Subbaß 16 Violon 8 Die Schlemminer Buchholz Orgel heute So sieht sie
    http://www.khirte.de/schlemmin/schl6.html (2016-05-02)

  • Kriegswaffen, Mondphasen, Holzwürmer: Über die Buchholz-Orgel in Schlemmin
    160 Jahren noch gut erhalten Anders als bei vielen anderen Holzteilen in der Kirche wurden sie von den Holzwürmern verschont Damals wussten die Handwerker noch wann man die Kiefern schlagen und dass das Holz langsam trocknen musste Nur so konnten sie halbwegs sicher sein dass die Holzwürmer keinen Geschmack an ihnen finden erzählt der Orgelbauer von der Rostocker Firma Martin Christian Schmidt Erst heute würden Wissenschaftler mühsam den Zusammenhang zwischen Mondphasen und Jahreszeit des Holzeinschlags mit der späteren Anfälligkeit für Schädlinge untersuchen Doch anderes sieht es mit den Metallpfeifen aus Mit Holzlatten wurde der Orgelprospekt verkleidet nachdem 1917 die polierten Prospektpfeifen für die Rüstungsproduktion abgeliefert werden mussten Und die übrigen wurden in den 60ger Jahren wegen angeblicher Korrosion herausgenommen und achtlos in eine Kiste geworfen Einige Pfeifen sehen deshalb verbeult aus viele fehlen Und keiner kann so ganz genau sagen ob nicht etliche von ihnen inzwischen in andere Orgeln von Buchholz eingebaut wurden Er vermute dass es zu einem heimlichen Austausch gekommen sei meint Wienecke Anders sei es nicht erklären dass sich beim Sortieren auch Pfeifen gefunden hätten die bestimmt nicht nach Schlemmin gehören Jetzt müssen die fehlenden Pfeifen neu angefertigt werden die beschädigten sollen möglichst repariert werden Am Ende
    http://www.khirte.de/schlemmin/schl6a.html (2016-05-02)